Actualia der DBG
12. Okt 2021 · Actualia · Tagungsbericht

Zell und Molekularbiologie der Grünalge Chlamydomonas reinhardtii

Für viele aus der Chlamydomonas-Community war die Zusammenkunft an der französischen Riviera die erste Präsenztagung seit eineinhalb Jahren. Foto: Oliver Vallon

250 Forschende diskutierten ihre neuesten Ergebnisse bei der International Conference on the Cell and Molecular Biology of Chlamydomonas. Der Kaiserlauterner Konferenz-Mitorganisator Prof. Dr. Michael Schroda gibt Einblick in die jüngsten Forschungsschwerpunkte und schildert, was den Teilnehmenden besonders gefiel.

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29. Sep 2021 · Actualia · DBG

Neue Gemeinsame Fachgruppe Synthetische Biologie wählt drei DBG-Mitglieder in ihren Beirat

Mehrere Fachgesellschaften haben in der Gemeinsamen Fachgruppe Synthetische Biologie im September ihren ersten Beirat gewählt, der sich für diese Forschungsdisziplin einsetzen wird. Synthetische Biologie hat unter anderem zum Ziel, einzelne Moleküle, Zellen, Organismen und biologische Systeme mit neuen Eigenschaften zu designen. Die gewählten DBG-Mitglieder werden dort ihre Expertise in den Pflanzenwissenschaften einbringen. Beiratsmitglied Prof Dr. Müller-Röber (Potsdam) nennt im Artikel seine Mitstreiter*innen, die Aufgaben und Ziele der neuen Fachgruppe sowie die Mitgestaltungsmöglichkeiten für unsere Mitglieder.

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29. Jun 2021 · DBG · Veranstaltung

Invited speakers: It's in your RNA - Hot Topic Workshop

The speakers invited to the Workshop It's in your RNA: Emerging new techniques to unravel transcriptional and post-transcriptional regulation in plants on a global scale (#DBGHotTop2021) are: 

  • Peter Brodersen (University of Copenhagen, DEN)
  • Yiliang Ding (John Innes Center, UK)
  • Koen Geuten (KU Leuven, BEL)
  • Sascha Laubinger (Oldenburg University, GER)
  • François Parcy (CNRS, FRA)
  • Romy Schmidt (Bielefeld University, GER)
  • Gordon Simpson (University of Dundee, UK)

Attendance to the first DBG's Eduard Strasburger HOT TOPIC Workshop is free and will be organised by Dr. Marlene Reichel and Dr. Elisabeth Fitzek for early career plant scientists at Bielefeld University (ZiF), Germany, 18 - 19 November 2021.

Details and registration will soon be possible under: www.dbghottopic2021.com

17. Jun 2021 · Actualia

Ausschreibung: Preis für die beste Veröffentlichung 2021

Der Vorstand der Wilhelm-Pfeffer-Stiftung der DBG bittet um Vorschläge für mögliche Kandidatinnen und Kandidaten für den diesjährigen Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung („Best-Paper-Preis“). Der Preis wird für herausragende Publikationen des Vorjahres vergeben, die aus einer Master-, Diplom- oder Promotionsarbeit hervorgegangen sind, und ist mit 1.000 Euro dotiert. Vorschlagsberechtigt sind exklusiv DBG-Mitglieder, auch Selbstvorschläge sind möglich.

Der/die Preisträger/-in und die ausgezeichnete Veröffentlichung werden an der Botanikertagung 2022 vorgestellt und die Arbeit auf der Website der DBG präsentiert. Bitte richten Sie Ihre Vorschläge mit den erforderlichen Unterlagen der Bewerber/-in bis zum 31. August 2021 in elektronischer Form an den Präsidenten der Stiftung, Professor Severin Sasso (severin.sasso @ uni-leipzig.de).  

Zu den Details

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20. Apr 2021 · Actualia · DBG

Jahresbericht des Deutschen Nationalkomitees Biologie (DNK)

Über die Aktivitäten der International Union of Biological Sciences (IUBS), in der die DBG über das DNK Mitglied ist, berichtet unser frühere Präsident, Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, und führt detailliert aus:  

  • Neues Länder-Mitglied in der IUBS
  • Kommende General Assembly der IUBS ist für Ende 2022 oder Anfang 2023 im Japanischen Tokyo anvisiert
  • Mögliche Beteiligung der IUBS am Internationalen Jahr der Grundlagenforschung
  • Förderung der weltweiten Verbesserung der naturwissenschaftlichen und biologischen Bildung in Schulen und durch außerschulische Aktivitäten
  • IUBS-Tagungen und Workshops für die globale Community
  • Gendergerechtigkeit in der Biowissenschaft und ihren Institutionen wie der IUBS
  • Unterstützungsformate der IUBS für Tagungen und „seed funding“

Die kommende Mitgliederversammlung des DNK ist für Mitte des Jahres als online-Zusammenkunft geplant, wozu weitere Informationen folgen.

Details im Bericht (pdf)

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12. Mär 2021 · Actualia · Tagungsbericht

Molekularbiologie der Pflanzen 2021

Die mehr als 500 registrierten Teilnehmer*innen stammten aus über 40 Ländern und der Anteil männlicher wie weiblicher Teilnehmender war ausgeglichen. Grafik: Marcel Quint

Die 34. Tagung Molecular Biology of Plants (MBP2021) fand Pandemie-bedingt in diesem Jahr als eintägiges, virtuelles Symposium statt und nicht - wie gewohnt – in Präsenz im Bergischen Land in Dabringhausen. Bei einzelnen Vorträgen schalteten sich mehr als 300 Teilnehmende gleichzeitig dazu am 4. März zusammen, sodass die Tagung die internationalste in der Konferenzgeschichte wurde. Prof. Dr. Marcel Quint (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) berichtet welche Vorgehensweise und welche Beiträge das erste digitale Symposium zu einem erfolgreichen und wissenschaftlich adäquaten Ersatz der seit 1988 einmal jährlich stattfindenden Konferenz der Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie (SPPMB) machte. Unterstützt wurde Quint vom Organisationsteam um die Professor*innen Ute Höcker (Universität zu Köln), Andreas Meyer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) sowie Rüdiger Hell (Universität Heidelberg).

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21. Jan 2021 · Actualia · Nachwuchsförderung

Auszeichnungen für beste Master-Arbeiten verliehen

Die Preisträger*innen erhielten die Urkunden für ihre genetischen, physiologischen oder evolutionsbiologischen Forschungsarbeiten. Viele umfassten mehrere Disziplinen. Fotos: Preisträger*innen bzw. Kontaktpersonen an den Universitäten

Auch wenn  die Verleihungen und die Übergabe der Urkunden dieses Jahr Pandemie-bedingt auf Distanz und nicht bei Abschlussfeiern stattfanden, konnte die DBG wieder mehrere herausragende Master-Abschlussarbeiten in den Pflanzenwissenschaften auszeichnen. Die vielfältigen Arbeiten aus den 12 Hochschulen, von denen die DBG Mitteilungen erhielt, thematisierten: 

  • CAM-Photosynthese und physiologische Charakteristika
  • Pflanzenmerkmale und Attraktivität für bestäubende Insekten
  • wie eine Glykosilierung die Geißel-Bewegung beeinflusst
  • Evolution der RNA im Moos Physcomitrium patens
  • Tetrapyrrol-Synthese
  • in vivo-Analyse der Protein Translokation in Peroxisomen
  • physiologische Stressantwort in Synechocystis
  • neue Modellorganismen zur Erforschung der frühen Landpflanzen-Evolution
  • wie Genom-Duplikationen und wiederkehrende Hybridisierung die Artbildung beeinflusst
  • zwei neue Methoden: neu etabliertes optogenetisches System, Genom-Editierung mittels CRISPR/Cas9 in der Grünalge Volvox carteri
  • wie man kontinuierlich Wasserstoff produzieren könnte, wenn man verschiedene Organismen geschickt miteinander kombiniert.

Die DBG dank den Kontaktpersonen an den Universitäten, für Ihr Engagement bei der Auswahl der besten Master-Arbeiten des vergangenen Jahres, die in diesem Jahr mehrheitlich an weibliche Forschende verliehen wurden.

Zu den Titeln, Preisträger*innen, Bildern und Abstracts

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20. Jan 2021 · Actualia

Zeitschrift Plant Biology: neue Redaktionsleitung, Reviews und Open Access

Prof. Dr. Christiane Werner ist Editor-in-chief unserer Zeitschrift. Foto: privat

Seit Jahresbeginn ist Prof. Dr. Christiane Werner vom Lehrstuhl Ökosystem-Physiologie an der Universität Freiburg, neue editor-in-chief unserer wissenschaftlichen Zeitschrift Plant Biology. Werner war mehrere Jahre Co-Editorin und hat in dieser Zeit gemeinsam mit ihrem Vorgänger, Prof. Dr. Heinz Rennenberg, mehrere Formate und Ideen entwickelt, um die Zeitschrift weiter zu entwickeln: Die neuen kurzen Forschungs-Reviews eignen sich beispielsweise für PostDocs und andere Nachwuchskräfte, die ihr eigenes Thema bekannt machen und ihre Sichtbarkeit in der Wissenschaft erhöhen möchten. Ansprechpartner dafür ist Review-Editorin Dr. Susann Wicke (HU Berlin). Werner freut sich, dass sie Dank Rennenbergs herausragenden Arbeit ein gut etabliertes Journal weiterführen kann, dessen Impact Factor Rennenberg in den 17 Jahren seiner Redaktionsleitung nahezu verdoppelte. Die Plant Biology erhält jedes Jahr rund 800 Artikel-Einreichungen. Gemeinsam mit ihrem vielköpfigen Redaktionsausschuss möchte die neue Leiterin weitere Maßnahmen umsetzen, um die Sichtbarkeit des Journals zu erhöhen, wie etwa mehr Special Issues herauszugeben oder Hinweise in Twitter und anderen Sozialen Medien zu platzieren. Werner ist gespannt auf Artikel Forschungsergebnisse sowie Meinungsbeiträge aus der Pflanzenforschung, die Dank des sog. DEAL-Vertrags Open Access publiziert werden können, sofern der/die Erst-Autor*in von einer deutschen Wissenschaftseinrichtung stammt. Unterstützt wird Werner im Freiburger Redaktionsbüro von Annette Schlierenkamp.

Zur Zeitschrift Plant Biology

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01. Dez 2020 · Actualia · Tagungsbericht

UV4Plants Netzwerk-Treffen

An der Tagung der UV4Plants-Gesellschaft nahmen Forschende aus 30 Ländern und 4 Kontinenten teil, die sich über ihre Forschungsergebnisse zum Thema ultraviolette Strahlung und Pflanzen austauschten.

In der ersten virtuell abgehaltenen Tagung der International UV4Plants Association (UV4Plants Gesellschaft) thematisierten die Teilnehmenden sechs Schwerpunkte von der Messung und Auswirkung ultravioletter Strahlung auf Pflanzen, deren Anpassungs- und Schutzmechanismen bis hin zu Wahrnehmung und landwirtschaftlichen Anwendungen. Der wissenschaftliche Austausch gelang nicht nur über Vorträge, sondern auch mittels Poster-Präsentation und ausgiebige wissenschaftliche Diskussion. Das Organisationsteam um Prof. Wolfgang Bilger und Dr. Frauke Pescheck berichtet darüber hinaus von seinen Erfahrungen mit dem virtuellen Format: welche Technik sich für die Präsentation von Postern eignet und welche begleitenden Maßnahmen und welche Software dazu beitrugen, dass das Treffen zum Erfolg wurde. Weiterhin präsentieren sie eine Idee, die auch den Ausklang der Tagung in den Abendstunden netter machte.

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30. Nov 2020 · Actualia

Organisation Internationaler Botanik Kongress 2029

Die International Association for Botanical and Mycological Societies (IABMS) würde gerne den übernächsten Internationalen Botanik-Kongress in Europa abhalten und bitte daher um Interessensbekundungen:

Call for conference organisation of International Botanical Congress 2029
The Chair of the International Association for Botanical and Mycological Societies (IABMS), Patrick S. Herendeen, calls for letters of interest from individuals and professional societies who may be interested in organizing and hosting the International Botanical Congress (IBC) in 2029. The conference will take place every six years. The next International Botanical Congress will be held in Brazil in 2023 and the organisation would like that the subsequent conference is being hosted in Europe. The call for letters of interest can be found (https://www.iaptglobal.org/iabms-ibc-2029). They ask to receive letters of interest by 31st December 2020.

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09. Sep 2020 · DBG · Politik

Statement: Keine Nachweismethode für genomeditierte Nutzpflanzen

Die gentechnische Methode, mit der ein genetisch veränderter Raps erzeugt wurde, lässt sich nicht mit einer quantitativen Polymerasekettenreaktion (qPCR) nachweisen. Dies kann nicht so funktionieren, wie es ein kürzlich in der Zeitschrift Foods erschienener Artikel nahelegt1). Die im Foods-Artikel beschriebene Methode eignet sich lediglich für den Nachweis und die Quantifizierung einer spezifischen Punktmutation im Gen AHAS1C. Diese Mutation ist in der von der Firma Cibus entwickelten Raps-Sorte Falco enthalten, die resistent gegen Sulfonylharnstoff- und Imidazolinon-Herbizide ist. Die Methode weist also lediglich ein spezielles DNA-Muster in dieser Raps-Pflanze nach.

Die in der Zeitschrift erwähnte Methode eignet sich jedoch nicht, die Ursache der Punktmutation festzustellen, also ob sie durch die modernen Methoden der Genomeditierung entstand oder durch ungerichtete, zufällige Mutagenese etwa nach radioaktiver Bestrahlung. Somit steht auch keine Methode zur Verfügung, mit Genscheren erzeugte Nutzpflanzen durch eine quantitative Polymerasekettenreaktion (qPCR) nachzuweisen.

Es ist zudem keineswegs sicher, dass die untersuchten Rapslinien tatsächlich durch Genomeditierung mit Hilfe der Oligonukleotid-vermittelten Mutagenese (ODM) erzeugt wurden. Im Gegenteil ist vielmehr davon auszugehen, dass die Punktmutation in dem oben genannten Gen der Elternlinie BnALS-57 nicht durch ODM, sondern spontan während der Gewebekultur entstanden ist (somaklonale Variation), wie eine Studie nahelegt2).
 
Diese Methode ist somit ungeeignet, durch Genomeditierung erzeugtes Saatgut (im Sinne der EU Direktive 2001/18/EC) von nicht reguliertem Saatgut (also in der EU-Direktive ausgenommenen Verfahren wie Strahlungs- oder chemische Mutagenese) zu unterscheiden.

Eine Nachweismethode für die genetischen Veränderungen von Pflanzen, die mit den neuen Verfahren der Genom-Editerung entstanden sind, wäre die Voraussetzung um die oben erwähnte, vom EuGH erlassene Richtlinie umsetzen zu können. Demnach müssen die neuen Methoden wie die frühere Gentechnik reguliert werden, in der jedoch oft fremde Gene eingebracht wurden, die sich einfach nachweisen lassen.

Auch wenn der Foods-Artikel dies nahelegt, ist es weiterhin nicht möglich mit Genomeditierung erzeugte Nutzpflanzen von in der Natur zufällig mutierten oder durch radioaktive bzw. chemische Mutagenese entstandenen Pflanzen zu unterscheiden.   

Die DBG appelliert daher weiterhin an das Europäische Parlament und die Europäische Kommission, die bestehende europäische Richtlinie für die Präzisionszüchtung für Pflanzen, zu überarbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse über die Genomeditierung zu berücksichtigen.

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Prof. Dr. Andreas P.M. Weber (Biochemie der Pflanzen, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf),
Sprecher des Exzellenz-Clusters für Pflanzenforschung CEPLAS und
Präsident unserer Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG)


1) Chhalliyil et al. (2020): A Real-Time Quantitative PCR Method Specific for Detection and Quantification of the First Commercialized Genome-Edited Plant. Foods, 9, 1245

2) Novel Food Information - Cibus Canola Event 5715 (Imidazolinone and Sulfonylurea Herbicide Tolerant). https://www.canada.ca/en/health-canada/services/food-nutrition/genetically-modified-foods-other-novel-foods/approved-products/novel-food-information-cibus-canola-event-5715-imidazolinone-sulfonylurea-herbicide-tolerant.html). Kanadisches Gesundheitsministerium, abgerufen am 9.9.2020

24. Jul 2020 · DBG · Politik

Öffentliche Stellungnahme zur Genomeditierung von Nutzpflanzen

Die EU und Neuseeland stechen mit ihrer derzeitigen Regulation der neuen Methoden für Präzisionszüchtung heraus (nach Schmidt, Belisle, Frommer (2020), EMBO Rep 2020, e50680, https://doi.org/10.15252/embr.202050680)

132 Europäische Forschungseinrichtungen und wissenschaftliche Verbände - darunter unsere DBG – appellieren an das Europäische Parlament und die Europäische Kommission die bestehende europäische Richtlinie für die Präzisionszüchtung für Pflanzen, auch unter dem Begriff Genomeditierung bekannt, zu überarbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse über die Genomeditierung zu berücksichtigen. Das ist nicht nur wichtig, um nachhaltige Wege aus der COVID-19 Krise zu finden sondern auch, weil die Genomeditierung zahlreiche Lösungen bietet für eine einfache, zielgerichtete und schnelle Zucht klimaresistenter Nutzpflanzen. Auch die Entwicklung von Pflanzen, die weniger Düngemittel und Pestizide benötigen, ist mit diesen Methoden effizienter. Das schont die natürlichen Ressourcen unserer Erde und unterstützt daher das Erreichen der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals ,SDGs)“ der Vereinten Nationen sowie des Green Deal der EU. Das European Sustainable Agriculture through Genome Editing (EU-SAGE) Netzwerk, unter der die oben genannten Institutionen vereint sind, empfiehlt der Europäischen Kommission, diese Tatsachen zum Nutzen und zum Wohlergehen aller EU-Bürgerinnen und EU-Bürger anzuerkennen und die rechtlichen Regelungen zur Nutzung der Genomeditierung für Nutz- und Kulturpflanzen an den Stand der Forschung anzupassen. In ihrer öffentlichen Stellungnahme zitiert EU-SAGE die wissenschaftlichen Studien für die erfolgreiche Zucht genomeditierter Nutzpflanzen mit erhöhter Widerstandskraft gegenüber den Folgen des Klimawandels, mit größerer Resistenz gegenüber Schädlingen und Krankheiten und daher verbessertem Ernteertrag. Auch Studien zum verringerten Pestizideinsatz bei Reis, Wein, Weizen, Tomaten sowie Grapefruits gibt es inzwischen. Daneben lassen sich mit dieser Technik auch die gesundheitsrelevanten Eigenschaften von Obst- und Gemüsesorten mit Präzisionszüchtung beschleunigen, wie Studien belegen.

Lesen Sie die ganze Statement von EU-SAGE (pdf), ins Deutsche übertragen von

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20. Mai 2020 · Actualia · Köpfe und Karrieren

Ausgezeichnet: Pflanzen „wittern“ wer bald an ihnen fressen wird und wehren sich

Dr. Norbert Bittner erhält den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung von der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) für seine Arbeit an Waldkiefern und deren frühen Verteidigungsstrategien gegen Insektenbefall. Foto: privat und Benjamin Fuchs

Weil er die erfolgreiche Abwehr bei drohendem Insektenbefall bei Kiefern aufdeckte, erhält Dr. Norbert Bittner von der Freien Universität Berlin den diesjährigen Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung der Wilhelm-Pfeffer-Stiftung. Wie das Präsidium der DBG-eigenen Stiftung ausführt, hat Bittner erstmals gezeigt, wie sich Waldkiefern bereits im Vorfeld eines Insektenbefalls mit Kiefernbuschhornblattwespen erfolgreich gegen die Eiablage zur Wehr setzen. Gemeinsam mit Forschenden der FU Berlin um Professorin Dr. Monika Hilker sowie Universitäten im spanischen Barcelona und im schwedischen Lund schildert Bittner im Fachmagazin PNAS (DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1910991116), dass die Pflanzen das Schadinsekt bereits wahrnehmen, wenn weibliche Blattwespen mit einem Sexualpheromon Männchen zur Paarung anlocken, also noch bevor diese ihre Eier ablegen, aus denen später gefräßige Larven schlüpfen. Kiefernbäume, die dem Sexuallockstoff der Blattwespe ausgesetzt waren, verstärken anschließend ihre molekulare und chemische Verteidigungsstrategie. Durch Pheromone „gewarnte“ Pflanzen konnten die Insekteneier effektiver abtöten und sich so noch vor beginnenden Fraßschäden durch die Larven schützen. Bittner, der jetzt im SFB 973 im Labor von Prof. Dr. Reinhard Kunze forscht, wird die Urkunde des Preises auf der kommenden Botanikertagung in Bonn entgegennehmen. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro erhält Bittner schon jetzt.

Mehr zur Nachwuchsförderung der DBG

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14. Mai 2020 · Actualia · DBG

Actualia in neue Hände übergeben

Im Jahr 1998 erschien die Actualia noch als gedruckte Anlage unserer Zeitschrift Botanica Acta, die heute Plant Biology heißt.

Der Herausgeber unserer Actualia, Seniorprofessor Dr. Christian Wilhelm (Uni Leipzig) übergibt nach 23 Jahren dieses Ehrenamt nun Professorin Dr. Jutta Ludwig-Müller von der TU Dresden. Was unsere neue Herausgeberin auszeichnet, was die Actualia leistet, wie sie entstand und welchen Arbeiten Wilhelm sich nun zuwendet, schildert dieser Artikel.

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02. Apr 2020 · Actualia · Tagungsbericht

Mitteldeutsche Pflanzenphysiologie-Tagung

Teilnehmende vor dem Matthias-Schleiden-Institut in Jena. Foto: Vivien Hotter

Zum 18. Mal trafen sich Wissenschaftler*innen aus Halle, Dresden, Jena und Leipzig zur Mitteldeutschen Pflanzenphysiologie-Tagung. Die zweitägige Veranstaltung fand am 21. und 22. Februar 2020 in Jena statt und bot vor allem Studierenden und Promovierenden Gelegenheit, ihre neuesten Forschungsergebnisse zur Physiologie und Zellbiologie photosynthetisch aktiver Organismen vorzustellen. Prof. Jan Schirawski beendete die Konferenz als eingeladener Gastreferent mit einem Vortrag über einen parasitären Pilz, der die Entwicklung der Nutzpflanze Mais beeinflusst. Die Jenaer Doktorandin Vivien Hotter nennt die Vorträge und fasst die Schwerpunkte der Tagung zusammen.

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27. Mär 2020 · Actualia · Tagungsbericht

Phykologentagung in der Eifel

Die Teilnehmenden diskutierten phykologische Forschungsergebnisse im Kloster Steinfeld. Foto: Kerstin Hoef-Emden

Die 18. wissenschaftliche Tagung der Sektion Phykologie fand vom 8. bis 11. März 2020 im Kloster Steinfeld in der Eifel statt. Prof. Dr. Burkhard Becker hatte die Algenforscher*innen zum wissenschaftlichen Austausch geladen und 65 Teilnehmende waren dem Ruf gefolgt. Prof. Dr. Peter Kroth, Vorstandsmitglied und Bindeglied zur Federation of European Phycological Societies (FEPS), listet die Vorträge und Tagungsschwerpunkte. Die Sektion verlieh erstmals den Schüler*innen-Preis und zeichnete hervorragende Vorträge und Poster der Nachwuchskräfte mit Preisen aus. Die turnusgemäße Wahl der Sprecher*innen und Funktionäre bestätigte alle amtierenden Mitglieder des Vorstands im Amt.

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25. Mär 2020 · Actualia · Tagungsbericht

Molekularbiologie der Pflanzen 2020

Junge wie etablierte Forscher*innen trotzten dem stürmischen Februar-Wetter. Auf der Jahrestagung der Sektion tauschten sie sich über neueste Forschungsergebnisse aus. Foto: Pavlína Miklankova

Die 33. Tagung Molecular Biology of Plants unserer Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie fand vom 11. bis 14. Februar 2020 wieder in Dabringhausen im Bergischen Land statt. Organisator Prof. Dr. Rüdiger Hell berichtet über die Themenschwerpunkte der von DBG und GBM geförderten Tagung und nennt die ausgezeichneten Preisträger*innen der Poster- und Vortragspreise.

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22. Mär 2020 · Actualia · Nachwuchsförderung · Tagungsbericht

Strasburger-Workshop: Wie freundliche und feindliche Mikroben mit Pflanzen interagieren

Die Teilnehmenden wanderten am zweiten Tag zur nahegelegenen Burgruine Drachenfels im Siebengebirge, die auf 321 Meter Höhe liegt. Foto: Sebastian Klenner

Ihre Ergebnisse und Forschungsarbeiten über die vielfältigen Interaktionen zwischen (Nutz-)Pflanzen und Mikroben tauschten knapp 20 angehende Wissenschaftler*innen aus drei Ländern im Februar in Königswinter aus. Die Tagung thematisierte sowohl Symbiosen als auch Pflanzen-Pathogene. Eine externe Vortragende berichtete über Jobs außerhalb von Universtäten und ein Mitmach-Workshop ermunterte die Teilnehmenden über Chancen und Risiken der öffentlichen Kommunikation ihrer Forschungsthemen nachzudenken. Einig war man sich, dass es ein großes Interesse an der Interaktions-Forschung geben sollte, da diese dazu beiträgt, anwenderfreundliche Lösungen für den Erhalt der Pflanzengesundheit und der Ertragsmengen zu bieten. Die fünf Organisator*innen des Eduard-Strasburger-Workshops der DBG von angehenden Nachwuchskräften der Sektion für Interaktionen für andere junge Pflanzenwissenschaftler*innen fassen die Veranstaltung zusammen.

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DBG Update
12. Okt 2021

VBIO-Rückblick - September 2021

Gemeinsam mit dem Leibniz-Netzwerk Biodiversität und dem Konsortium Deutscher Naturforschender Sammlungen hat der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) eine gemeinsame Stellungnahme eingereicht zu einem Papier, in dem der aktuelle Stand der Diskussion sowie mögliche politische Optionen und Modalitäten für die Regulierung von Digitalen Sequenzinformationen festgelegt werden. Informationen über Forschungspolitik, Ausbildung und die kommende Bundesdelegiertenversammlung des VBIO am 15.November 2021 runden den Rückblick auf den Monat September ab.

Link zur September-Ausgabe (LogIn erforderlich)

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04. Okt 2021 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 56

Wie beide Zweige pflanzlicher Immunabwehr verknüpft sind, warum die Photosynthese auch bei Hitze funktioniert und wie sich Wurzeln vor Jahrmillionen entwickelten, sind drei der Themen in unserer Forschungsrubrik.

Tagungspräsident Prof. Dr. Andreas Meyer und das DBG-Präsidium freuen sich auf unsere Botanik-Tagung 2022 in Bonn. Die DBG möchte außerdem wieder die Verfassenden der besten Master-Arbeiten des Jahres auszeichnen und empfiehlt ihre Stipendien für Labor-Besuche.

Und wie immer: News aus den Sektionen, DBG-geförderte Tagungen und andere Termine sowie Forschungsnachrichten.

Dear members and colleagues, Editors and Chief Editor Prof. Christiane Werner of our journal Plant Biology recommend a paper about floral visitors and vine, the review “Drought and crop yield”, and invite advanced early career scientists to make use of such Short Reviews. 

zum 56. Newsletter (LogIn erforderlich)

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07. Sep 2021

VBIO-Rückblick - August 2021

Anlässlich der Wahl hat der VBIO gemeinsam mit anderen mathematisch-naturwissenschaftlichen Gesellschaften Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2021 zusammengestellt. Dazu hatten sie den Parteien Fragen aus „Wissenschaft und Öffentlichkeit“, „Beziehungen von Wissenschaft und Politik", „Wissenschaft und Technik in Europa“ oder „Forschungsförderung“, "Bildung", sowie zu „Klima und Umwelt“ und „Nachhaltigkeit“ gestellt und die Antworten auf ihrer Website öffentlich zugänglich gemacht. Die Rückschau auf den Monat August runden Meldungen aus der Forschungspolitik ab.

Link zur August Ausgabe (LogIn erforderlich)

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10. Aug 2021

VBIO-Rückblick - Juli 2021

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) fordert in einem Positionspapier zu nicht-formalen Bildungsangeboten Weichenstellungen von Politik und Förderinstitutionen zur Entwicklung naturwissenschaftlicher bzw. biologischer Grundbildung. Darüber hinaus berichtet der Dachverband über seine Aktivitäten im vergangenen Monat über seine Beteiligung an der Vorbereitung der Biodiversitätskonferenz in Kunming und die gemeinsame Forderung von 400 Organisationen und Institutionen, dass digitale Sequenzinformationen als Gemeingut erhalten bleiben müssen. Informationen aus Hochschul- und Wissenschaftspolitik runden den Rückblick auf den Juli ab.

Link zur Juli-Ausgabe (LogIn erforderlich)

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02. Jul 2021 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 55

Bilder auf atomarer Ebene zeigen, wie pflanzliche Proteine werkeln. Wie schon ein kleiner Mix auf dem Acker den Ertrag steigert und wie sich Konkurrenz im Klimawandel auswirkt, sind weitere Themen in den Forschungsnachrichten.

Die DBG bittet um Nominierungen für unseren Best-Paper-Preis. Da ausschließlich unsere Mitglieder vorschlagsberechtigt sind, stehen die Chancen gut, mit dem Preis die Karriere angehender Forscher*innen zu befeuern. Ferner haben britische, dänische, belgische und französische Forschende ihr Kommen zum ersten Hot-Topic-Workshop der DBG über RNA-Regulation zugesagt.

Dear members and colleagues, we are inviting nominations for the prize for outstanding plant science papers. Since DBG’s members are able to submit proposals exclusively, chances to be awarded are high. Also, British, Danish, Belgian, and French scientists have confirmed to present their research at DBG’s first HOT-TOPIC-Workshop on RNA regulations.  

zum 55. Newsletter (LogIn erforderlich)

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07. Mai 2021 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 54

Warum die Genschere für den Ökolandbau Europas sinnvoll ist, mit welcher Genschere Forschende 12 Gene auf einen Streich ausschalteten und warum wir in Zukunft mehr faden Kaffee in unseren Tassen haben dürften, sind Themen der Forschungsrubrik.

Die EU hält eine Novellierung des Gentechnik-Rechtes bzgl. neuer Züchtungstechniken und zur Realisation der Nachhaltigkeitsziele für notwendig, ein Ziel für das sich auch die DBG stark gemacht hat. Pflanzenforscher*innen begrüßen dies und nennen konkrete Vorschläge, damit die Zucht nachhaltiger und Klima-resilienter Pflanzen gelingen kann.

Dear members and colleagues, our science journal Plant Biology invites papers concerning responses of European forests to global change-type droughts and our
Section Applied Botany invites papers focussing on the trade-off between sustainability and yield/food security.

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19. Mär 2021 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 53

Welche Substanz die Balance zwischen Wachstum und Verteidigung in Arabidopsis-Pflanzen verschiebt, warum eine Reis-Variante kaum Arsen aufnimmt, auch wenn sie auf arsenreichen Böden wächst, und wie Pflanzen die Mega-Diversität der Insekten im Laufe der Evolutiuon beflügelten, sind Themen in der Wissenschaftsrubrik.

Die DBG unterstützt den Appell junger Forschender an zwei Bundesministerien und macht sich für die Pflanzenwissenschaften und eine nachhaltige Landnutzung stark.

Wie die bislang meistgebuchte Tagung der Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie auch im Virtuellen als wssenschaftlich adäquater Ersatz funktionierte, berichtet Tagungsorganisator Marcel Quint.

Dear members and colleagues, in our new rubric the editors of our scientific journal Plant Biology recommend one of the papers of the latest issue.

zum 53. DBG-Newsletter (LogIn erforderlich)

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18. Mär 2021 · DBG · Politik

Stellungnahme: Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft

Das „Trilemma der Landnutzung“ im Spannungsfeld zwischen Ernährungssicherung, Klimawandel und Erhalt der Biodiversität veranschaulicht der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen (WBGU) in seinem aktuellen Gutachten. Unter dem Titel „Landwende im Anthropozän: Von der Konkurrenz zur Integration“ liefert das WBGU-Gutachten mehrere passende Lösungsvorschläge. Dass im Gutachten das Potential und die sowohl wissenschaftlich wie politisch anerkannten Lösungsmöglichkeiten der Pflanzenforschung inklusive der neuen Züchtungsmethoden jedoch kaum vorkommen, bedauern mehrere wissenschaftliche Gesellschaften und Vereine in ihrem Brief an die Ministerinnen Svenja Schulze (BMU) und Anja Karliczek (BMBF). Die Pflanzenwissenschaft kann die Grundlagen für neue Anwendungen bereitstellen und darf daher in den Lösungsvorschlägen nicht fehlen. Neben den im Bericht des WBGU erwähnten Maßnahmen bieten die züchterische Nutzung von genetischen Ressourcen und neue Züchtungstechniken wie die Genomeditierung zügig umzusetzende Lösungen für eine produktive, ressourcensparende sowie nachhaltige Landwirtschaft, um auf die derzeit wichtigsten Herausforderungen reagieren zu können. Die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG), die Gesellschaft für Pflanzenzüchtung (GPZ), die Deutsche Gesellschaft für Pflanzenernährung (DGP), der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO), das Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Universität Göttingen sowie das Öko-Progressive Netzwerk e.V. appellieren daher an die Ministerinnen, die Potentiale der Pflanzenforschung und -züchtung für eine nachhaltige Landwirtschaft zu nutzen. Sie alle bieten ihre fachliche Expertise als unabhängige Expertinnen und Experten für Pflanzenwissenschaften, Pflanzengenetik, Pflanzenzüchtung, Agrarökonomie und Agrarökologie an.

zum gemeinsamen Brief an die Ministerinnen (pdf)

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09. Sep 2020 · DBG · Politik

Statement: Keine Nachweismethode für genomeditierte Nutzpflanzen

Die gentechnische Methode, mit der ein genetisch veränderter Raps erzeugt wurde, lässt sich nicht mit einer quantitativen Polymerasekettenreaktion (qPCR) nachweisen. Dies kann nicht so funktionieren, wie es ein kürzlich in der Zeitschrift Foods erschienener Artikel nahelegt1). Die im Foods-Artikel beschriebene Methode eignet sich lediglich für den Nachweis und die Quantifizierung einer spezifischen Punktmutation im Gen AHAS1C. Diese Mutation ist in der von der Firma Cibus entwickelten Raps-Sorte Falco enthalten, die resistent gegen Sulfonylharnstoff- und Imidazolinon-Herbizide ist. Die Methode weist also lediglich ein spezielles DNA-Muster in dieser Raps-Pflanze nach.

Die in der Zeitschrift erwähnte Methode eignet sich jedoch nicht, die Ursache der Punktmutation festzustellen, also ob sie durch die modernen Methoden der Genomeditierung entstand oder durch ungerichtete, zufällige Mutagenese etwa nach radioaktiver Bestrahlung. Somit steht auch keine Methode zur Verfügung, mit Genscheren erzeugte Nutzpflanzen durch eine quantitative Polymerasekettenreaktion (qPCR) nachzuweisen.

Es ist zudem keineswegs sicher, dass die untersuchten Rapslinien tatsächlich durch Genomeditierung mit Hilfe der Oligonukleotid-vermittelten Mutagenese (ODM) erzeugt wurden. Im Gegenteil ist vielmehr davon auszugehen, dass die Punktmutation in dem oben genannten Gen der Elternlinie BnALS-57 nicht durch ODM, sondern spontan während der Gewebekultur entstanden ist (somaklonale Variation), wie eine Studie nahelegt2).
 
Diese Methode ist somit ungeeignet, durch Genomeditierung erzeugtes Saatgut (im Sinne der EU Direktive 2001/18/EC) von nicht reguliertem Saatgut (also in der EU-Direktive ausgenommenen Verfahren wie Strahlungs- oder chemische Mutagenese) zu unterscheiden.

Eine Nachweismethode für die genetischen Veränderungen von Pflanzen, die mit den neuen Verfahren der Genom-Editerung entstanden sind, wäre die Voraussetzung um die oben erwähnte, vom EuGH erlassene Richtlinie umsetzen zu können. Demnach müssen die neuen Methoden wie die frühere Gentechnik reguliert werden, in der jedoch oft fremde Gene eingebracht wurden, die sich einfach nachweisen lassen.

Auch wenn der Foods-Artikel dies nahelegt, ist es weiterhin nicht möglich mit Genomeditierung erzeugte Nutzpflanzen von in der Natur zufällig mutierten oder durch radioaktive bzw. chemische Mutagenese entstandenen Pflanzen zu unterscheiden.   

Die DBG appelliert daher weiterhin an das Europäische Parlament und die Europäische Kommission, die bestehende europäische Richtlinie für die Präzisionszüchtung für Pflanzen, zu überarbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse über die Genomeditierung zu berücksichtigen.

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Prof. Dr. Andreas P.M. Weber (Biochemie der Pflanzen, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf),
Sprecher des Exzellenz-Clusters für Pflanzenforschung CEPLAS und
Präsident unserer Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG)


1) Chhalliyil et al. (2020): A Real-Time Quantitative PCR Method Specific for Detection and Quantification of the First Commercialized Genome-Edited Plant. Foods, 9, 1245

2) Novel Food Information - Cibus Canola Event 5715 (Imidazolinone and Sulfonylurea Herbicide Tolerant). https://www.canada.ca/en/health-canada/services/food-nutrition/genetically-modified-foods-other-novel-foods/approved-products/novel-food-information-cibus-canola-event-5715-imidazolinone-sulfonylurea-herbicide-tolerant.html). Kanadisches Gesundheitsministerium, abgerufen am 9.9.2020

24. Jul 2020 · DBG · Politik

Öffentliche Stellungnahme zur Genomeditierung von Nutzpflanzen

Die EU und Neuseeland stechen mit ihrer derzeitigen Regulation der neuen Methoden für Präzisionszüchtung heraus (nach Schmidt, Belisle, Frommer (2020), EMBO Rep 2020, e50680, https://doi.org/10.15252/embr.202050680)

132 Europäische Forschungseinrichtungen und wissenschaftliche Verbände - darunter unsere DBG – appellieren an das Europäische Parlament und die Europäische Kommission die bestehende europäische Richtlinie für die Präzisionszüchtung für Pflanzen, auch unter dem Begriff Genomeditierung bekannt, zu überarbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse über die Genomeditierung zu berücksichtigen. Das ist nicht nur wichtig, um nachhaltige Wege aus der COVID-19 Krise zu finden sondern auch, weil die Genomeditierung zahlreiche Lösungen bietet für eine einfache, zielgerichtete und schnelle Zucht klimaresistenter Nutzpflanzen. Auch die Entwicklung von Pflanzen, die weniger Düngemittel und Pestizide benötigen, ist mit diesen Methoden effizienter. Das schont die natürlichen Ressourcen unserer Erde und unterstützt daher das Erreichen der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals ,SDGs)“ der Vereinten Nationen sowie des Green Deal der EU. Das European Sustainable Agriculture through Genome Editing (EU-SAGE) Netzwerk, unter der die oben genannten Institutionen vereint sind, empfiehlt der Europäischen Kommission, diese Tatsachen zum Nutzen und zum Wohlergehen aller EU-Bürgerinnen und EU-Bürger anzuerkennen und die rechtlichen Regelungen zur Nutzung der Genomeditierung für Nutz- und Kulturpflanzen an den Stand der Forschung anzupassen. In ihrer öffentlichen Stellungnahme zitiert EU-SAGE die wissenschaftlichen Studien für die erfolgreiche Zucht genomeditierter Nutzpflanzen mit erhöhter Widerstandskraft gegenüber den Folgen des Klimawandels, mit größerer Resistenz gegenüber Schädlingen und Krankheiten und daher verbessertem Ernteertrag. Auch Studien zum verringerten Pestizideinsatz bei Reis, Wein, Weizen, Tomaten sowie Grapefruits gibt es inzwischen. Daneben lassen sich mit dieser Technik auch die gesundheitsrelevanten Eigenschaften von Obst- und Gemüsesorten mit Präzisionszüchtung beschleunigen, wie Studien belegen.

Lesen Sie die ganze Statement von EU-SAGE (pdf), ins Deutsche übertragen von

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16. Sep 2019 · DBG · Pressemitteilung

Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) fordert eine nachhaltige Ressourcen- und Klimapolitik

Entscheidungen über die Ressourcen unserer Erde müssen nachhaltig und wissenschaftsbasiert sein. Zur Eröffnung der Botanikertagung an der Universität Rostock, zu der sich mehr als 420 Pflanzenforschende angemeldet haben, fordert das Präsidium der Deutschen Botanischen Gesellschaft die Beteiligten am Klimakabinett und alle Parteien auf, nachhaltige und mutige Entscheidungen zu treffen, um die Ressourcen unseres Planeten und das Klima nachhaltig zu schützen.

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03. Sep 2019 · DBG · Politik

Grundlagenforschung wertschätzen, fördern und kommunizieren

Grundlagenforschung braucht mehr Wertschätzung, eine wirksame und längerfristige Finanzierung und die strukturelle Absicherung der dort Beschäftigten. Auch die Wissenschaftskommunikation muss ausgebaut werden, fordert der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. (VBIO) in seinem Positionspapier. Diese Positionen teilt die DBG, die im Dachverband der Biolog*innen Mitglied ist, und das Papier gemeinsam mit weiteren 12 biowissenschaftlichen Fachgesellschaften gezeichnet hat.

Quelle: VBIO

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25. Jul 2019 · DBG · Politik

Für genetische Präzisionsmethoden und nachhaltige Nutzpflanzen

Auch die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) und ihre Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie (SPPMB) appellieren an das neu gewählte Europäische Parlament und die Kommission der Europäischen Union (EU), das veraltete Gentechnikrecht aus dem Jahr 2001 an den Kenntnisstand der Wissenschaft und die internationalen Gegebenheiten anzupassen und entsprechend zu modernisieren. Gemeinsam mit 115 anderen Wissenschaftsorganisationen und -instituten plädieren sie dafür die Nutzung neuer Präzisionsmethoden der Genomeditierung zur Zucht von Kulturpflanzen zu vereinfachen, um eine nachhaltige Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion in der EU zu ermöglichen.

Lesen Sie das gemeinsame Statement (pdf), ins Deutsche übertragen von

  • Prof. Dr. Holger Puchta (Botanisches Institut, Karlsruher Institut für Technologie, KIT),
  • Prof. Dr. Claus Schwechheimer (Systembiologie der Pflanzen, Technische Universität München, TUM),
  • Prof. Dr. Caroline Gutjahr (Pflanzengenetik, Technische Universität München, TUM),
  • Prof. Dr. Andreas Graner (Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung, IPK) und
  • Prof. Dr. Ralph Bock (Max Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie, Potsdam)
  • Prof. Dr. Andreas P.M.Weber (Biochemie der Pflanzen, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
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24. Okt 2018 · DBG · Politik

Europäische Forschende sind für Präzisionszüchtung

Mehr als 85 Europäische Wissenschaftler*innen und Wissenschaftsorganisationen, darunter unsere Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG), bitten den Europäischen Gerichtshof (EuGH) das Urteil über neue Pflanzen-Züchtungsmethoden wie CRISPR/Cas9 und andere Formen der Genom Editierung zu überarbeiten. Sie alle plädieren dafür, dass Präszisionszüchtung für nachhaltige Landwirtschaft anders gehandhabt werden muss als im Urteil vom 25. Juli 2018. Die Unterzeichnenden fordern, dass Präzisionszüchtungen und Pflanzenzüchtungen ohne Fremd-Gene genau so wie herkömmliche Züchtungen anzusehen sind, weil sie genauso sicher sind. Die Erkenntnisse der Wissenschaft müssen in die Handhabung einfließen und die diesbezügliche Gesetzgebung muss daher schnellstens korrigiert werden. Langfristig muss dann auch das veraltete Gentechnikrecht an die aktuellen Erkenntnisse der Wissenschaft angepasst werden. Eine deutsche Übersetzung der belgischen Pressemitteilung bietet das Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenforschung in Potsdam auf seiner Website. Wer das Positionspapier unterstützen möchte, kann auch seinen Namen auf der Liste der Unterzeichner hinzufügen. 
Zur Pressemitteilung und offenem (englischen) Brief der Europäischen Initiative und zum Unterzeichnen

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Wochen-Chronik
27. Okt 2021 · News · Veranstaltung

CRISPR/Cas, Pflanzenzüchtung und EU-Gentechnikregelung

Wer Interesse hat, die Perspektive der Anwendung gezielter CRISPR/Cas-Mutagenese für die Pflanzenzüchtung und die geltende EU-Gesetzgebung zu gentechnisch veränderten Organismen (GVO) zu diskutieren, kann kommenden Mittwoch, 3. November 2021, Fragen stellen nach dem virtuell übertragenen GBM Lunch mit dem Vortrag A mutation is a mutation is a mutation von Pflanzenwissenschaftler und MPI-Direktor Prof. Dr. Detlef Weigel. Der Vortrag, zu dem Prof. Dr. Dorothee Staiger (Bielefeld) der Studiengruppe Biochemie und Molekularbiologie der Pflanzen der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie e.V. (GBM) geladen hat, beginnt um 12:30 Uhr. Bei Interesse kann man sich bis zum 1. November anmelden.

Quelle: GBM

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26. Okt 2021 · News · Projekt

Forschende wollen Gerste vor Trockenheit schützen

Neue Gerstensorten, die auch bei Trockenheit gute Erträge liefern, stehen im Zentrum des neuen internationalen Forschungsprojekts "BRACE", das von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) geleitet wird. Das Forschungsteam untersucht, wie Kulturgersten von der genetischen Vielfalt verschiedener Wildgersten profitieren und wie so ein Beitrag zur Ernährungssicherheit geliefert werden könnte. Gerste gehört neben Weizen, Reis und Mais zu den wichtigsten Getreiden für die Ernährung des Menschen. Die Erträge sind allerdings durch die Folgen des Klimawandels bedroht. Am Projekt beteiligt sind Partner aus Deutschland, Estland, Finnland, Marokko und der Türkei. "Der Mensch hat Kulturgersten so gezüchtet, dass sie nur unter ganz bestimmten Bedingungen hohe Erträge liefern. Dadurch ist ihre genetische Vielfalt verloren gegangen. Wildgersten dagegen haben sich über Millionen Jahre an widrige Umweltbedingungen angepasst und verfügen heute noch über eine reichhaltige Biodiversität", erklärt Projektleiter Prof. Dr. Klaus Pillen von der MLU. Die Europäische Union fördert das Projekt mit 1,1 Millionen Euro.

Quelle: MLU

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25. Okt 2021 · News · Forschungsergebnis

Insekten-Verdauungsenzym aktiviert zuckerhaltigen Pflanzenabwehrstoff

Eine Maikäfer-Larve knabbert an den Wurzeln ihrer Futterpflanze Löwenzahn. Foto: Dr. Meret Huber, WWU

Der Abbau von Pflanzenabwehrstoffen durch Insekten-Verdauungsenzyme kann die Vorliebe der Insekten für bestimmte Futterpflanzen beeinflussen, zeigt eine neue Studie nun erstmals. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchten dieses Phänomen bei Larven des Maikäfers und ihrer Futterpflanze Löwenzahn. „Wir konnten zum ersten Mal nachweisen, dass die Metabolisierung von Pflanzenabwehrstoffen durch Insekten-Verdauungsenzyme die Futterpflanzenwahl verändert“, unterstreicht Dr. Meret Huber von der der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster. „Diese Erkenntnis ist wichtig, da die Wahl der Wirtspflanze von zentraler Bedeutung für die Verteilung pflanzenfressender Insekten ist und somit großen Einfluss auf den verursachten Schaden hat.“ Die Ergebnisse publizierte das Team um Huber, Prof. Dr. Matthias Erb (Universität Bern) sowie Forschenden des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena im Fachmagazin eLife. Die Ergebnisse sollen dabei helfen, das Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und ihren Konsumenten zu verbessern. Zukünftige Studien in verschiedenen Systemen könnten es ermöglichen, Medikamente oder Schädlingsbekämpfungsmittel zu entwickeln, die nur in Anwesenheit bestimmter art- oder umweltspezifischer Bedingungen aktiviert werden.

Quelle: WWU

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25. Okt 2021 · News · Forschungsergebnis

Wald und Klima: Schutzziele widersprechen sich

Die EU hat ein Klimapaket namens Fit for 55 aufgelegt, das auch den Wald betrifft. Das Problem: Die einzelnen Maßnahmen sollen CO2-Emissionen ausgleichen, widersprechen sich oder erreichen das Gegenteil. Dies zeigt die Analyse von Forstwissenschaftler Prof. Michael Köhl vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) der Universität Hamburg, die er gemeinsam mit Kolleg*innen aus Österreich, der Schweiz und Polen im Fachmagazin Forest Policy and Economics veröffentlicht hat.

Quelle: Uni Hamburg beim idw

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22. Okt 2021 · News · Forschungsergebnis

Spuren einer uralten Straße im See

Pollen im Sediment erlauben Rückschlüsse auf die Landschaftsentwicklung. Hier eine Mikroskopaufnahme von Binkelweizen (Triticum compactum). Aufnahme: Achim Brauer, GFZ

800 Jahre Siedlungsgeschichte mit Landreformen, Seuchen und Kriegen sind in den Sedimenten eines Sees in Polen erhalten. Die Schlüsselrolle spielte die „Via Marchionis“ zwischen Brandenburg und dem heutigen Malbork in Polen. Die Straße blieb jahrhundertelang bedeutsam. In einer polnisch-deutschen Kooperation haben Forschende historische Ereignisse und den Wandel des Naturraums verknüpft, wie das Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ berichtet. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Scientific Reports.

Quelle: GFZ

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21. Okt 2021 · News · Anwendung · Veranstaltung

Silphie-Symposium

Durchwachsene Silphie Silphium perfoliatum. Foto: Marie Ende

Silphie ist eine vielversprechende und nachhaltige Bioenergiepflanze, die als Mais-Alternative in Dauerkultur angebaut wird. Auch am Ökologisch-Botanischen Garten (ÖBG) und an der Universität Bayreuth laufen Anwendungsstudien. Sie untersuchen, ob die Pflanze möglicherweise invasives Potenzial besitzt. Andere Experimente analysieren im Lysimeterbecken die Nitrat-Auswaschung unter Silphie im Vergleich zu Mais. Das Demonstrationsprojekte „Silphie-Anbau in der Nördlichen Frankenalb“ läuft seit April 2017. Am Donnerstag, 28. Oktober 2021, findet von 9 bis 16 Uhr das Bayreuther Silphie-Syposium mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus ganz Deutschland kostenfrei, online und offen für alle Interessierten statt (Programm als pdf-Datei).

Quelle: Uni Bayreuth

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21. Okt 2021 · News · Projekt

Schutz der Grauen Skabiose

Wenn der Hochsommer beginnt, schmücken die Blüten der Grauen Skabiose (Scabiosa canescens) die Trockenrasen mit graublauen Farbtupfern und dienen Insekten als wichtige Nahrungsquelle. Foto: Hochschule Anhalt

In Deutschland ist die Graue Skabiose selten geworden, mancherorts gilt sie als akut gefährdet. Um die noch bedeutenden Vorkommen der Grauen Skabiose in Mitteldeutschland zu erhalten und langfristig zu sichern, hat die Hochschule Anhalt ein neues Forschungsvorhaben gestartet. In Mitteldeutschland kommt die Graue Skabiose von der Altmark bis ins Thüringer Becken vor, hauptsächlich in Steppen-Trockenrasen sowie in Schwermetall- und Sandtrockenrasen. Das sind echte Hotspots der Artenvielfalt, die aber vielerorts gefährdet sind. „Die Aufgabe der Hochschule Anhalt wird es sein, verschiedene Nutzungskonzepte für diese wertvollen Offenlandlebensräume zu finden - und möglichst auch zu etablieren. Das stellt eine große Herausforderung dar, die durch ein starkes, gemeinsames Engagement und die Vernetzung aller Akteure gemeistert werden kann“ erklärt Professorin Annett Baasch, Leiterin des Forschungsvorhabens an der Hochschule Anhalt. Zusammen mit ihrem Team wird die Professorin für Landschaftspflege und Gehölzkunde in den nächsten fünf Jahren Strategien zum Erhalt der Grauen Skabiose entwickeln. Finanziert wird dies über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt. Weitere 200.000 Euro hat das Umweltministerium Sachsen-Anhalt bewilligt.

Quelle: Hochschule Anhalt

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19. Okt 2021 · News · Projekt

Bakterien sollen Pflanzen fit für Trockenheit machen

Ist es möglich, Pflanzen toleranter gegenüber Trockenheit zu machen, indem man ihre Gewebe mit spezifischen Bodenbakterien in Kontakt bringt? Im Gartenbau wird die Züchtung mit Bakterien bereits genutzt, um Eigenschaften von Pflanzen zu verändern – so entstehen kompaktere und damit attraktivere Zierpflanzen. Ob der Ansatz auch geeignet ist, um Sonnenblumen, Chrysanthemen, Rosen und Apfelbäume widerstandsfähiger gegenüber ungünstigen Klimabedingungen zu machen, untersucht das Team des von der Europäischen Union geförderten Verbundprojekts RootsPlus, bei dem die Forschenden auf die Wechselwirkung von Pflanzen mit dem Bodenbakterium Rhizobium rhizogenes setzen. „Es ist eine wichtige Aufgabe der Pflanzenwissenschaft, Lösungen zu finden, mit denen Pflanzen besser gegen Trockenstress gewappnet sind“, sagt Prof. Dr. Traud Winkelmann vom am Projekt beteiligten Institut für Gartenbauliche Produktionssysteme der Leibniz Universität Hannover (LUH). RootsPlus läuft seit 1. April 2021 für drei Jahre und ist eine europäische Kooperation mehrerer Institute in mehreren Ländern. Es wird aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 der Europäischen Union mit 1,3 Millionen Euro gefördert. In Deutschland unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das Projekt mit 236.000 Euro.

Quelle: LHU

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19. Okt 2021 · News · Politik

Naturbasierter Klimaschutz und Biodiversitätspolitik müssen Leitlinien der Bundespolitik werden

Anlässlich der 15. Weltbiodiversitätskonferenz (COP15) in Kunming, China, und rechtzeitig vor Beginn der Koalitionsverhandlungen in Deutschland legt das Wissensnetzwerk Sustainable Development Solutions Network (SDSN) Germany ein Orientierungspapier zu Fragen des Natur- und Biodiversitätsschutzes in Deutschland vor. Die Handlungsempfehlungen für die neue Bundesregierung wurden von namhaften wissenschaftlichen Expert*innen verfasst. Sie beziehen sich auf Ökosysteme wie Wälder, Moore und Meere sowie auf Fragen der Finanzierung und Organisation von Naturschutz. Die Autor*innen zeigen auf, wo der größte Handlungsbedarf besteht und wie die massiven Umsetzungslücken zu schließen sind. Zu den Kernforderungen des Papiers von SDSN Germany gehört, Natur- und Klimaschutz als gemeinsames Leitbild allen politischen Handelns zu machen. Die Potenziale der Natur, Treibhausgase zu absorbieren, müssen dringend erhalten und ausgebaut werden. Darüber hinaus soll die nächste Bundesregierung eine gesetzliche Grundlage für den Biodiversitätsschutz schaffen und die massiven finanziellen und personellen Lücken beim Naturschutz schließen. Das berichtet das Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) beim idw.

Quelle: DIE beim idw

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15. Okt 2021 · News · Forschungsergebnis

Plankton verschiebt sich zu den Polen

Aufgrund der Erwärmung der Ozeane als Folge des menschlichen Treibhausgas-Ausstosses werden viele Arten des Meeresplanktons neue Lebensräume erschliessen (müssen). ETH-Forschende erwarten, dass viele Organismen zu den Polen wandern und dort neue Artengemeinschaften bilden – mit unabsehbaren Folgen für die marinen Nahrungsnetze, an deren Basis das Phytoplankton steht. Ein Team hat nun einen neuen globalen Datensatz zusammengetragen, um darauf basierend Verbreitungskarten von über 860 Arten des Phyto- und Zooplanktons zu erstellen. Die stärksten Änderungen erwarten die Forschenden in Ozeanen der hohen und gemässigten Breiten – just also jenen Meeresregionen, die für die CO2-Fixierung und für die Fischerei entscheidend sind. Ihre Ergebnisse schildert das Team, an dem auch Forschende des Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich) in der Fachzeitschrift Nature Communications

Quelle. ETH Zürich

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15. Okt 2021 · News · Forschungsorte

Spatenstich für das Freiburger Umwelttechnikum

Am 15. Oktober 2021 läutete der Spatenstich den Bau des Umwelttechnikums an der Universität Freiburg ein – ein Forschungszentrum, das es Wissenschaftler*innen erlauben wird, vielfältige Ökosysteme zu simulieren, Extremwetterereignisse nachzustellen oder das Zusammenspiel zwischen Pflanzen und Insekten unter realen Bedingungen zu analysieren. „Von dem neuen Umwelttechnikum am renommierten Forschungsstandort Freiburg erhoffen wir uns wegweisende Hinweise für die klimastabile Weiterentwicklung unserer Wälder“, sagte Sabine Kurtz, Staatsekretärin im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) beim Spatenstich. Wann drohen Kipppunkte in unseren Waldökosystemen? Welche Baumarten sind robust gegen den Klimawandel? Diese und weitere drängende Nachhaltigkeitsfragen werden Forschende ab Mitte 2023 im Umwelttechnikum bearbeiten können, bis dahin soll der Bau abgeschlossen sein. Es wird dabei eine Brücke schlagen zwischen Laborforschung, großflächigen Freilandexperimenten und Beobachtungsflächen.

Quelle: Uni Freiburg

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14. Okt 2021 · News · Forschungsergebnis

Rückgang von Pflanzenbestäubern bedroht Artenvielfalt

Die meisten Blütenpflanzenarten sind zur Fortpflanzung auf Bestäuber angewiesen. Dies gilt auch für die einjährigen Gänseblümchenarten, die in Südafrika im Frühjahr die Massenblüte dominieren. Foto: Prof. A. Ellis, StellenboschUni

Etwa 175.000 Pflanzenarten – die Hälfte aller Blütenpflanzen – sind für die Samenbildung und damit für ihre Fortpflanzung überwiegend oder vollständig auf tierische Bestäuber angewiesen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die von einem globalen Forschungsnetzwerk mit Beteiligung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Universität Konstanz in der Zeitschrift Science Advances veröffentlicht wurde. Ein Rückgang in der Zahl dieser Bestäuber könnte daher zu erheblichen Störungen der natürlichen Ökosysteme führen – einschließlich eines Verlustes der biologischen Vielfalt

Quelle: iDiv

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14. Okt 2021 · News · Veranstaltung

Weinbau in der Klimafalle? Was kann die Pflanzenforschung leisten?

Höhere Temperaturen begünstigen Schadinsekten, Spätfröste und Hitzewellen beeinflussen die Qualität der Trauben und den Ertrag von Weinreben. Eine online-Veranstaltung am 5. November fragt: Kann die Pflanzenforschung helfen und den Weinbau zukunftsfähig machen? Expertinnen und Experten aus Züchtungsforschung, Weinbau und Weinproduktion stellen neue Strategien für den Weinberg von Morgen vor und diskutieren mit den Teilnehmenden: Was kann und darf die Forschung leisten? Dazu lädt das Julius Kühn-Institut (JKI) alle Interessierten inkl. Weinverkostung ein.

Zu Programm und Anmeldung beim JKI

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13. Okt 2021 · News · Forschungsergebnis

Regenwald heilt langsamer als gedacht

Die Laubstreufroschart Phrynobatrachus guineensis ist nach der Abholzung nicht in ihren früheren Lebensraum zurückgekehrt. Foto: Mark-Oliver Rödel, MfN

In einer Langzeitstudie über zwanzig Jahre haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler  im Gebiet der westafrikanischen Elfenbeinküste beobachtet ob und wie sich ein Regenwald nach einer Abholzung erholen kann. Das ernüchterende Ergebnis: fast 50 Jahre nach der Abholzung hat sich das Ökosystem immer noch nicht erholt. Einige Froscharten kehren nie wieder in ihren ursprünglichen Lebensraum zurück, zeigt das Forschungsteam der beiden Leibniz-Einrichtungen Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden und das Museum für Naturkunde in Berlin (MfN) im Fachjournal Forest Ecology and Management.

Quelle: Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

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13. Okt 2021 · News · Forschungsergebnis

Invasive Schlickgräser im europäischen Wattenmeer

Spartina-Marsch im Sönke-Nissen-Koog, Schleswig-Holstein. Hier sind die beiden untersuchten Spartina-Cytotypen zu erkennen: Spartina x townsendii (nicht blühend) und Spartina anglica (blühend). Foto: Granse, Uni Hamburg

Wie sich invasive Schlickgräser der Gattung Spartina im europäischen Wattenmeer ausbreiten, hat ein Forschungsteam der Universität Hamburg untersucht. Die Ergebnisse über die beiden zwei Cytotypen Spartina × townsendii und Spartina anglica lassen vermuten, dass die Pflanzen unterschiedlich auf Klima sowie Geomorphologie reagieren. Spartina × townsendii kam vor allem im nordöstlichen Teil des Wattenmeeres vor, vom niedersächsischen Wangerland (Deutschland) bis Skallingen (Dänemark), während Spartina anglica im gesamten Wattenmeergebiet zu finden war. Darüber hinaus stellte das Team fest, dass Spartina anglica nicht nur eine größere geografische Verbreitung hat, sondern auch in Mischbeständen dominiert und bis in deutlich höhere Gezeitenlagen vorkommt als Spartina × townsendii. Publisziert haben sie ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Estuaries and Coasts.

Quelle: Uni Hamburg beim idw

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13. Okt 2021 · News · Ausschreibung

Ausschreibung „Forschungsgeist! NGS in der Ökosystemforschung“

Die Bauer-Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung schreibt wieder "Forschungsgeist! Next Generation Sequencing (NGS) in der Ökosystemforschung" für das Jahr 2021 aus. Im Rahmen des Forschungsprogramms werden Projekte mit bis zu 150.000 Euro für einen Zeitraum von drei Jahren gefördert. Das Stiftungsprogramm richtet sich an PostDocs mit bis zu sechsjähriger Forschungserfahrung nach der Promotion, die eine eigene Arbeitsgruppe aufbauen wollen. Die Mittel werden bereitgestellt für die Beschäftigung von Promovierenden. Die eigene Stelle des PostDocs kann nicht beantragt werden. Bewerbungen sind bis zum 15. Dezember 2021 möglich.

Quelle: Deutsches Stiftungszentrum (siehe ganz unten auf der Seite)

 

 

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12. Okt 2021 · News · Veranstaltung

Neuer Kurs: Artenvielfalt im Garten und auf dem Balkon fördern

Hummeln fliegen mehrere Kilometer entfernt liegende Nahrungsquellen an. Sie profitieren schnell von günstigen Nahrungsressourcen in Gärten. Foto: Christoph Moning, (c): HSWT

Der neue, von Expert*innen der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) und ihren Verbundprojektpartnerinnen konzipierte Kurs "Lass es brummen" vermittelt fundiertes Wissen zum Thema Artenvielfalt sowie die notwendigen Grundlagen, um auf der eigenen Grünfläche Biodiversität zu fördern. Der offene Kurs der virtuellen Hochschule Bayern richtet sich an alle, die einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten möchten: an Privatpersonen ebenso wie an Pädagog:innen oder Fachleute wie Landschaftsarchitekt*innen und Gärtner*innen. Das Kursangebot ist kostenfrei und terminunabhängig nutzbar.

Quelle: HSWT

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11. Okt 2021 · News · Forschungsergebnis

Auf Inseln ist die Artenvielfalt extrem bedroht

Prof. Severin Irl forscht an der Goethe-Universität zu endemischen Arten. Foto und (c): Andrea Achatz

Inseln machen nur 7 Prozent der weltweiten Landfläche aus – doch sie beherbergen 20 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten. Diese Vielfalt ist extrem bedroht. In einem Beitrag in der Zeitschrift Global Ecology and Conservation beschreibt Biogeograph Prof. Severin Irl von der Goethe-Universität, Preistträger unserer Eduard Strasburger-Auszeichnung (2017), zusammen mit Kollegen den Ist-Zustand der Artenvielfalt. Die Autoren schlagen konkrete Maßnahmen vor, wie weiteres Aussterben verhindert werden kann und wie Naturschutzbelange mit den Belangen der dort lebenden Menschen in Einklang gebracht werden können. Als Grundlage wird ein vollständiges Inventar der Arten auf Inseln benötigt. Dass ein solches oft fehlt, erschwert die Entwicklung geeigneter Naturschutzkonzepte. Zugleich sind konkrete Naturschutzmaßnahmen für akut vom Aussterben bedrohte Arten und deren natürliches Habitat unabdingbar. Alle Maßnahmen müssen in einem sozio-ökologischen Kontext unter Einbeziehung der Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung geschehen, die als Bewahrer der Biodiversität fungieren und mit der Wissenschaft entsprechende Kapazitäten aufbauen sollten.

Quelle: Uni Frankfurt

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11. Okt 2021 · News · Anwendung · Forschungsergebnis

Lebensmittelbetrug effizient und kostengünstig aufklären

Durch gefälschte Lebensmittel, insbesondere durch falsche Angaben zur geografischen Herkunft, entsteht jährlich ein wirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe. Botaniker der Universität Basel haben nun ein Modell entwickelt, mit dessen Hilfe die Herkunft von Lebensmitteln effizient und kostengünstig bestimmt werden kann. Der Basler Botaniker Dr. Florian Cueni aus dem Team von Prof. Dr. Ansgar Kahmen, Preisträger unserer Eduard Strasburger-Auszeichnung (2007), hat nun in Zusammenarbeit mit der auf Isotopenanalytik spezialisierten Agroisolab GmbH ein Modell entwickelt, mit dem sie das Sauerstoffisotopenverhältnis in Pflanzen einzelner Regionen simulieren können, wodurch das aufwändige Sammeln von Referenzdaten entfällt. Das Modell basiert auf Temperatur-, Niederschlags- und Luftfeuchtigkeitsdaten und Informationen über die Wachstumszeit einer Pflanze. Diese Informationen beziehen sie aus öffentlich zugänglichen Datenbanken. Ihre methode veröffentlichten sie im Fachmagazin Scientific Reports

Quelle: Uni Basel

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Stellenangebote
26. Okt 2021 · Offene Stellen

9 PhD positions (m/f/d)

International Max Planck Research School (IMPRS): Understanding Complex Plant Traits using Computational and Evolutionary Approaches

Max Planck Institute for Plant Breeding Research (MPIPZ), Cologne, Germany, and University of Cologne, Germany

Start: between April and October 2022

Deadline: 6 December 2021

Details (pdf)

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25. Okt 2021 · Offene Stellen

Doktorand*innen Stelle

Ektomykorrhiza-induzierte pflanzliche Genexpression in Pappeln

Universität Bremen, Fachbereich 2, Botanik, Bremen, Deutschland

Start: 1 April 2022

Deadline: 15 Januar 2022

Details (pdf)

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19. Okt 2021 · Offene Stellen

Full Professorship (W3)

Plant Cell Biology

University of Freiburg, Faculty of Biology, Institute of Biology II, Freiburg, Germany

Start: as soon as possible

Deadline: 15 December 2021

Details: Freiburg University

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14. Okt 2021 · Offene Stellen

Kurator*in (m/w/d)

Botanischer Garten

Staatliche Naturwissenschaftliche Sammlungen Bayerns (SNSB), Botanischer Garten, München, Deutschland

Start: zum nächstmöglichen Zeitpunkt

Deadline: 15 November 2021

Details (pdf)

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27. Sep 2021 · Offene Stellen

PhD position (f/m/d)

Role of lipid droplets in seed germination

University of Münster (WWU), Institute of Plant Biology and Biotechnology, research group Green Biotechnology, Münster, Germany

Start: between Dec 2021 and Feb 2022

Deadline: 31 October 2021

Details (pdf)

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21. Sep 2021 · Offene Stellen

Professur (W3)

Plant RNA Transport

Universität Regensburg, Fakultät für Biologie und Vorklinische Medizin, Regensburg, Germany

Start: zum nächstmöglichen Zeitpunkt / a.s.a.p.

Deadline: 27 Oktober 2021

Details: Uni Regensburg (pdf)

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07. Sep 2021 · Offene Stellen

PhD position (m/f/d)

Redox-regulation of epigenetic mechanisms in response to future climate conditions

Helmholtz-Edinburgh International Research School for Epigenetics, Helmholtz Zentrum München and Edinburgh University, Munich / Edinburgh, Germany / Scotland

Start: May 2022

Deadline: 15 October 2021

Details (pdf)

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09. Jul 2021 · Offene Stellen

Wissenschaftliche Mitarbeit / PhD position (m/w/d)

Pflanzenbiotechnologie und Bioinformatik

TU Braunschweig, Institut für Pflanzenbiologie, Braunschweig, Deutschland

Start: 1 Oktober 2021

Deadline: 15 August 2021

Details: TU Braunschweig

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Die DBG ist das größte Netzwerk für Pflanzenwissenschaften und Botanik im deutschsprachigen Raum. Als gemeinnützige Gesellschaft vertritt sie alle Fachdisziplinen und fördert die Wissenschaft. Sie ist eine der ältesten, aktiven Botanischen Gesellschaften der Welt, bringt Nachwuchskräfte voran, vereint alle Forschergenerationen und unterstützt den Austausch ihrer rund 950 Mitglieder.

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