Actualia der DBG
21. Jan 2021 · Actualia · Nachwuchsförderung

Auszeichnungen für beste Master-Arbeiten verliehen

Die Preisträger*innen erhielten die Urkunden für ihre genetischen, physiologischen oder evolutionsbiologischen Forschungsarbeiten. Viele umfassten mehrere Disziplinen. Fotos: Preisträger*innen bzw. Kontaktpersonen an den Universitäten

Auch wenn  die Verleihungen und die Übergabe der Urkunden dieses Jahr Pandemie-bedingt auf Distanz und nicht bei Abschlussfeiern stattfanden, konnte die DBG wieder mehrere herausragende Master-Abschlussarbeiten in den Pflanzenwissenschaften auszeichnen. Die vielfältigen Arbeiten aus den 12 Hochschulen, von denen die DBG Mitteilungen erhielt, thematisierten: 

  • CAM-Photosynthese und physiologische Charakteristika
  • Pflanzenmerkmale und Attraktivität für bestäubende Insekten
  • wie eine Glykosilierung die Geißel-Bewegung beeinflusst
  • Evolution der RNA im Moos Physcomitrium patens
  • Tetrapyrrol-Synthese
  • in vivo-Analyse der Protein Translokation in Peroxisomen
  • physiologische Stressantwort in Synechocystis
  • neue Modellorganismen zur Erforschung der frühen Landpflanzen-Evolution
  • wie Genom-Duplikationen und wiederkehrende Hybridisierung die Artbildung beeinflusst
  • zwei neue Methoden: neu etabliertes optogenetisches System, Genom-Editierung mittels CRISPR/Cas9 in der Grünalge Volvox carteri
  • wie man kontinuierlich Wasserstoff produzieren könnte, wenn man verschiedene Organismen geschickt miteinander kombiniert.

Die DBG dank den Kontaktpersonen an den Universitäten, für Ihr Engagement bei der Auswahl der besten Master-Arbeiten des vergangenen Jahres, die in diesem Jahr mehrheitlich an weibliche Forschende verliehen wurden.

Zu den Titeln, Preisträger*innen, Bildern und Abstracts

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20. Jan 2021 · Actualia

Zeitschrift Plant Biology: neue Redaktionsleitung, Forschungsartikel und Open Access

Prof. Dr. Christiane Werner ist Editor-in-chief unserer Zeitschrift. Foto: privat

Seit Jahresbeginn ist Prof. Dr. Christiane Werner vom Lehrstuhl Ökosystem-Physiologie an der Universität Freiburg, neue editor-in-chief unserer wissenschaftlichen Zeitschrift Plant Biology. Werner war mehrere Jahre Co-Editorin und hat in dieser Zeit gemeinsam mit ihrem Vorgänger, Prof. Dr. Heinz Rennenberg, mehrere Formate und Ideen entwickelt, um die Zeitschrift weiter zu entwickeln: Die neuen kurzen Forschungs-Reviews eigenen sich beispielsweise für PostDocs und andere Nachwuchskräfte, die ihr eigenes Thema bekannt machen und ihre Sichtbarkeit in der Wissenschaft erhöhen möchten. Ansprechpartner dafür ist Review-Editorin Dr. Susann Wicke (HU Berlin). Werner freut sich, dass sie Dank Rennenbergs herausragenden Arbeit ein gut etabliertes Journal weiterführen kann, dessen Impact Factor Rennenberg in den 17 Jahren seiner Redaktionsleitung von 1,4 auf bis zu 2,5 brachte. Die Plant Biology erhält jedes Jahr rund 800 Artikel Einreichungen. Gemeinsam mit ihrem vielköpfigen Redaktionsausschuss möchte die neue Leiterin weitere Maßnahmen umsetzten, um die Sichtbarkeit des Journals zu erhöhen, wie etwa Special Issues oder Hinweise in Twitter und anderen Sozialen Medien. Werner freut sich auf Artikel Forschungsergebnisse sowie Meinungsbeiträge zur Pflanzenforschung, die Dank des sog. DEAL-Vertrags Open Access publiziert werden können, sofern der/die Erst-Autor*in von einer deutschen Wissenschaftseinrichtung stammt. Unterstützt wird Werner im Freiburger Redaktionsbüro von Annette Schlierenkamp.

Zur Zeitschrift Plant Biology

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01. Dez 2020 · Actualia · Tagungsbericht

UV4Plants Netzwerk-Treffen

An der Tagung der UV4Plants-Gesellschaft nahmen Forschende aus 30 Ländern und 4 Kontinenten teil, die sich über ihre Forschungsergebnisse zum Thema ultraviolette Strahlung und Pflanzen austauschten.

In der ersten virtuell abgehaltenen Tagung der International UV4Plants Association (UV4Plants Gesellschaft) thematisierten die Teilnehmenden sechs Schwerpunkte von der Messung und Auswirkung ultravioletter Strahlung auf Pflanzen, deren Anpassungs- und Schutzmechanismen bis hin zu Wahrnehmung und landwirtschaftlichen Anwendungen. Der wissenschaftliche Austausch gelang nicht nur über Vorträge, sondern auch mittels Poster-Präsentation und ausgiebige wissenschaftliche Diskussion. Das Organisationsteam um Prof. Wolfgang Bilger und Dr. Frauke Pescheck berichtet darüber hinaus von seinen Erfahrungen mit dem virtuellen Format: welche Technik sich für die Präsentation von Postern eignet und welche begleitenden Maßnahmen und welche Software dazu beitrugen, dass das Treffen zum Erfolg wurde. Weiterhin präsentieren sie eine Idee, die auch den Ausklang der Tagung in den Abendstunden netter machte.

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30. Nov 2020 · Actualia

Organisation Internationaler Botanik Kongress 2029

Die International Association for Botanical and Mycological Societies (IABMS) würde gerne den übernächsten Internationalen Botanik-Kongress in Europa abhalten und bitte daher um Interessensbekundungen:

Call for conference organisation of International Botanical Congress 2029
The Chair of the International Association for Botanical and Mycological Societies (IABMS), Patrick S. Herendeen, calls for letters of interest from individuals and professional societies who may be interested in organizing and hosting the International Botanical Congress (IBC) in 2029. The conference will take place every six years. The next International Botanical Congress will be held in Brazil in 2023 and the organisation would like that the subsequent conference is being hosted in Europe. The call for letters of interest can be found (https://www.iaptglobal.org/iabms-ibc-2029). They ask to receive letters of interest by 31st December 2020.

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09. Sep 2020 · DBG · Politik

Statement: Keine Nachweismethode für genomeditierte Nutzpflanzen

Die gentechnische Methode, mit der ein genetisch veränderter Raps erzeugt wurde, lässt sich nicht mit einer quantitativen Polymerasekettenreaktion (qPCR) nachweisen. Dies kann nicht so funktionieren, wie es ein kürzlich in der Zeitschrift Foods erschienener Artikel nahelegt1). Die im Foods-Artikel beschriebene Methode eignet sich lediglich für den Nachweis und die Quantifizierung einer spezifischen Punktmutation im Gen AHAS1C. Diese Mutation ist in der von der Firma Cibus entwickelten Raps-Sorte Falco enthalten, die resistent gegen Sulfonylharnstoff- und Imidazolinon-Herbizide ist. Die Methode weist also lediglich ein spezielles DNA-Muster in dieser Raps-Pflanze nach.

Die in der Zeitschrift erwähnte Methode eignet sich jedoch nicht, die Ursache der Punktmutation festzustellen, also ob sie durch die modernen Methoden der Genomeditierung entstand oder durch ungerichtete, zufällige Mutagenese etwa nach radioaktiver Bestrahlung. Somit steht auch keine Methode zur Verfügung, mit Genscheren erzeugte Nutzpflanzen durch eine quantitative Polymerasekettenreaktion (qPCR) nachzuweisen.

Es ist zudem keineswegs sicher, dass die untersuchten Rapslinien tatsächlich durch Genomeditierung mit Hilfe der Oligonukleotid-vermittelten Mutagenese (ODM) erzeugt wurden. Im Gegenteil ist vielmehr davon auszugehen, dass die Punktmutation in dem oben genannten Gen der Elternlinie BnALS-57 nicht durch ODM, sondern spontan während der Gewebekultur entstanden ist (somaklonale Variation), wie eine Studie nahelegt2).
 
Diese Methode ist somit ungeeignet, durch Genomeditierung erzeugtes Saatgut (im Sinne der EU Direktive 2001/18/EC) von nicht reguliertem Saatgut (also in der EU-Direktive ausgenommenen Verfahren wie Strahlungs- oder chemische Mutagenese) zu unterscheiden.

Eine Nachweismethode für die genetischen Veränderungen von Pflanzen, die mit den neuen Verfahren der Genom-Editerung entstanden sind, wäre die Voraussetzung um die oben erwähnte, vom EuGH erlassene Richtlinie umsetzen zu können. Demnach müssen die neuen Methoden wie die frühere Gentechnik reguliert werden, in der jedoch oft fremde Gene eingebracht wurden, die sich einfach nachweisen lassen.

Auch wenn der Foods-Artikel dies nahelegt, ist es weiterhin nicht möglich mit Genomeditierung erzeugte Nutzpflanzen von in der Natur zufällig mutierten oder durch radioaktive bzw. chemische Mutagenese entstandenen Pflanzen zu unterscheiden.   

Die DBG appelliert daher weiterhin an das Europäische Parlament und die Europäische Kommission, die bestehende europäische Richtlinie für die Präzisionszüchtung für Pflanzen, zu überarbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse über die Genomeditierung zu berücksichtigen.

---

Prof. Dr. Andreas P.M. Weber (Biochemie der Pflanzen, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf),
Sprecher des Exzellenz-Clusters für Pflanzenforschung CEPLAS und
Präsident unserer Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG)


1) Chhalliyil et al. (2020): A Real-Time Quantitative PCR Method Specific for Detection and Quantification of the First Commercialized Genome-Edited Plant. Foods, 9, 1245

2) Novel Food Information - Cibus Canola Event 5715 (Imidazolinone and Sulfonylurea Herbicide Tolerant). https://www.canada.ca/en/health-canada/services/food-nutrition/genetically-modified-foods-other-novel-foods/approved-products/novel-food-information-cibus-canola-event-5715-imidazolinone-sulfonylurea-herbicide-tolerant.html). Kanadisches Gesundheitsministerium, abgerufen am 9.9.2020

24. Jul 2020 · DBG · Politik

Öffentliche Stellungnahme zur Genomeditierung von Nutzpflanzen

Die EU und Neuseeland stechen mit ihrer derzeitigen Regulation der neuen Methoden für Präzisionszüchtung heraus (nach Schmidt, Belisle, Frommer (2020), EMBO Rep 2020, e50680, https://doi.org/10.15252/embr.202050680)

132 Europäische Forschungseinrichtungen und wissenschaftliche Verbände - darunter unsere DBG – appellieren an das Europäische Parlament und die Europäische Kommission die bestehende europäische Richtlinie für die Präzisionszüchtung für Pflanzen, auch unter dem Begriff Genomeditierung bekannt, zu überarbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse über die Genomeditierung zu berücksichtigen. Das ist nicht nur wichtig, um nachhaltige Wege aus der COVID-19 Krise zu finden sondern auch, weil die Genomeditierung zahlreiche Lösungen bietet für eine einfache, zielgerichtete und schnelle Zucht klimaresistenter Nutzpflanzen. Auch die Entwicklung von Pflanzen, die weniger Düngemittel und Pestizide benötigen, ist mit diesen Methoden effizienter. Das schont die natürlichen Ressourcen unserer Erde und unterstützt daher das Erreichen der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals ,SDGs)“ der Vereinten Nationen sowie des Green Deal der EU. Das European Sustainable Agriculture through Genome Editing (EU-SAGE) Netzwerk, unter der die oben genannten Institutionen vereint sind, empfiehlt der Europäischen Kommission, diese Tatsachen zum Nutzen und zum Wohlergehen aller EU-Bürgerinnen und EU-Bürger anzuerkennen und die rechtlichen Regelungen zur Nutzung der Genomeditierung für Nutz- und Kulturpflanzen an den Stand der Forschung anzupassen. In ihrer öffentlichen Stellungnahme zitiert EU-SAGE die wissenschaftlichen Studien für die erfolgreiche Zucht genomeditierter Nutzpflanzen mit erhöhter Widerstandskraft gegenüber den Folgen des Klimawandels, mit größerer Resistenz gegenüber Schädlingen und Krankheiten und daher verbessertem Ernteertrag. Auch Studien zum verringerten Pestizideinsatz bei Reis, Wein, Weizen, Tomaten sowie Grapefruits gibt es inzwischen. Daneben lassen sich mit dieser Technik auch die gesundheitsrelevanten Eigenschaften von Obst- und Gemüsesorten mit Präzisionszüchtung beschleunigen, wie Studien belegen.

Lesen Sie die ganze Statement von EU-SAGE (pdf), ins Deutsche übertragen von

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20. Mai 2020 · Actualia · Köpfe und Karrieren

Ausgezeichnet: Pflanzen „wittern“ wer bald an ihnen fressen wird und wehren sich

Dr. Norbert Bittner erhält den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung von der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) für seine Arbeit an Waldkiefern und deren frühen Verteidigungsstrategien gegen Insektenbefall. Foto: privat und Benjamin Fuchs

Weil er die erfolgreiche Abwehr bei drohendem Insektenbefall bei Kiefern aufdeckte, erhält Dr. Norbert Bittner von der Freien Universität Berlin den diesjährigen Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung der Wilhelm-Pfeffer-Stiftung. Wie das Präsidium der DBG-eigenen Stiftung ausführt, hat Bittner erstmals gezeigt, wie sich Waldkiefern bereits im Vorfeld eines Insektenbefalls mit Kiefernbuschhornblattwespen erfolgreich gegen die Eiablage zur Wehr setzen. Gemeinsam mit Forschenden der FU Berlin um Professorin Dr. Monika Hilker sowie Universitäten im spanischen Barcelona und im schwedischen Lund schildert Bittner im Fachmagazin PNAS (DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1910991116), dass die Pflanzen das Schadinsekt bereits wahrnehmen, wenn weibliche Blattwespen mit einem Sexualpheromon Männchen zur Paarung anlocken, also noch bevor diese ihre Eier ablegen, aus denen später gefräßige Larven schlüpfen. Kiefernbäume, die dem Sexuallockstoff der Blattwespe ausgesetzt waren, verstärken anschließend ihre molekulare und chemische Verteidigungsstrategie. Durch Pheromone „gewarnte“ Pflanzen konnten die Insekteneier effektiver abtöten und sich so noch vor beginnenden Fraßschäden durch die Larven schützen. Bittner, der jetzt im SFB 973 im Labor von Prof. Dr. Reinhard Kunze forscht, wird die Urkunde des Preises auf der kommenden Botanikertagung in Bonn entgegennehmen. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro erhält Bittner schon jetzt.

Mehr zur Nachwuchsförderung der DBG

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14. Mai 2020 · Actualia · DBG

Actualia in neue Hände übergeben

Im Jahr 1998 erschien die Actualia noch als gedruckte Anlage unserer Zeitschrift Botanica Acta, die heute Plant Biology heißt.

Der Herausgeber unserer Actualia, Seniorprofessor Dr. Christian Wilhelm (Uni Leipzig) übergibt nach 23 Jahren dieses Ehrenamt nun Professorin Dr. Jutta Ludwig-Müller von der TU Dresden. Was unsere neue Herausgeberin auszeichnet, was die Actualia leistet, wie sie entstand und welchen Arbeiten Wilhelm sich nun zuwendet, schildert dieser Artikel.

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02. Apr 2020 · Actualia · Tagungsbericht

Mitteldeutsche Pflanzenphysiologie-Tagung

Teilnehmende vor dem Matthias-Schleiden-Institut in Jena. Foto: Vivien Hotter

Zum 18. Mal trafen sich Wissenschaftler*innen aus Halle, Dresden, Jena und Leipzig zur Mitteldeutschen Pflanzenphysiologie-Tagung. Die zweitägige Veranstaltung fand am 21. und 22. Februar 2020 in Jena statt und bot vor allem Studierenden und Promovierenden Gelegenheit, ihre neuesten Forschungsergebnisse zur Physiologie und Zellbiologie photosynthetisch aktiver Organismen vorzustellen. Prof. Jan Schirawski beendete die Konferenz als eingeladener Gastreferent mit einem Vortrag über einen parasitären Pilz, der die Entwicklung der Nutzpflanze Mais beeinflusst. Die Jenaer Doktorandin Vivien Hotter nennt die Vorträge und fasst die Schwerpunkte der Tagung zusammen.

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27. Mär 2020 · Actualia · Tagungsbericht

Phykologentagung in der Eifel

Die Teilnehmenden diskutierten phykologische Forschungsergebnisse im Kloster Steinfeld. Foto: Kerstin Hoef-Emden

Die 18. wissenschaftliche Tagung der Sektion Phykologie fand vom 8. bis 11. März 2020 im Kloster Steinfeld in der Eifel statt. Prof. Dr. Burkhard Becker hatte die Algenforscher*innen zum wissenschaftlichen Austausch geladen und 65 Teilnehmende waren dem Ruf gefolgt. Prof. Dr. Peter Kroth, Vorstandsmitglied und Bindeglied zur Federation of European Phycological Societies (FEPS), listet die Vorträge und Tagungsschwerpunkte. Die Sektion verlieh erstmals den Schüler*innen-Preis und zeichnete hervorragende Vorträge und Poster der Nachwuchskräfte mit Preisen aus. Die turnusgemäße Wahl der Sprecher*innen und Funktionäre bestätigte alle amtierenden Mitglieder des Vorstands im Amt.

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25. Mär 2020 · Actualia · Tagungsbericht

Molekularbiologie der Pflanzen 2020

Junge wie etablierte Forscher*innen trotzten dem stürmischen Februar-Wetter. Auf der Jahrestagung der Sektion tauschten sie sich über neueste Forschungsergebnisse aus. Foto: Pavlína Miklankova

Die 33. Tagung Molecular Biology of Plants unserer Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie fand vom 11. bis 14. Februar 2020 wieder in Dabringhausen im Bergischen Land statt. Organisator Prof. Dr. Rüdiger Hell berichtet über die Themenschwerpunkte der von DBG und GBM geförderten Tagung und nennt die ausgezeichneten Preisträger*innen der Poster- und Vortragspreise.

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22. Mär 2020 · Actualia · Nachwuchsförderung · Tagungsbericht

Strasburger-Workshop: Wie freundliche und feindliche Mikroben mit Pflanzen interagieren

Die Teilnehmenden wanderten am zweiten Tag zur nahegelegenen Burgruine Drachenfels im Siebengebirge, die auf 321 Meter Höhe liegt. Foto: Sebastian Klenner

Ihre Ergebnisse und Forschungsarbeiten über die vielfältigen Interaktionen zwischen (Nutz-)Pflanzen und Mikroben tauschten knapp 20 angehende Wissenschaftler*innen aus drei Ländern im Februar in Königswinter aus. Die Tagung thematisierte sowohl Symbiosen als auch Pflanzen-Pathogene. Eine externe Vortragende berichtete über Jobs außerhalb von Universtäten und ein Mitmach-Workshop ermunterte die Teilnehmenden über Chancen und Risiken der öffentlichen Kommunikation ihrer Forschungsthemen nachzudenken. Einig war man sich, dass es ein großes Interesse an der Interaktions-Forschung geben sollte, da diese dazu beiträgt, anwenderfreundliche Lösungen für den Erhalt der Pflanzengesundheit und der Ertragsmengen zu bieten. Die fünf Organisator*innen des Eduard-Strasburger-Workshops der DBG von angehenden Nachwuchskräften der Sektion für Interaktionen für andere junge Pflanzenwissenschaftler*innen fassen die Veranstaltung zusammen.

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DBG Update
07. Jan 2021

VBIO-Rückblick - Dezember 2020

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) berichtet über sein neues, digitales Berufs-Info-Angebot: Die Berufsfeld-Abende richten sich an Studierende / Absolventen der Biowissenschaften und vermitteln einen Überblick über Berufsaussichten und  biowissenschaftliche Berufsfelder. Bisherige Veranstaltungen widmeten sich den Life Sciences, Pharma, Biotech, Umwelt-Meeresbiologie sowie Wissenschaftskommunikation. Die Rückschau des Dachverbandes auf den Monat Dezember runden Meldungen aus Forschungspolitik, Forschungsergebnissen und ein Positionspapier zum Technologietransfer ab.

Link zur Dezember-Ausgabe (bitte erst einloggen!)

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04. Dez 2020 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 51

Warum Laubbäume im Klimawandel weniger CO2 binden könnten, als erhofft, wie viele tausende von Arten neu zur Liste der Gefäßpflanzen hinzukamen und wer je mehrere Millionen Euro für die Pflanzenforschung erhält, sind Themen dieser Ausgabe.

Die DBG bedauert, eine Verschiebung der Botanikertagung bekannt geben zu müssen. Sie kann sich jedoch freuen, dass an mehreren Universitäten bereits die ersten Preise für herausragende Master-Arbeiten des Jahres 2020 überreicht werden konnten. Die Sektionen Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie hat die Registrierung zur Tagung vor kurzem geöffnet und auch andere Sektionen haben Neues zu berichten. Wir geben darüber hinaus Hinweise, wo Sie Hilfe zur Umsetzung des Nagoya-Protokolls erhalten. Der erste Erfahrungsbericht über eine virtuelle Konferenz, ein call for conference organisation, und ein call for papers haben uns ebenfalls erreicht.

zum 51. Newsletter (LogIn erforderlich)

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10. Dez 2020

VBIO-Rückblick - November 2020

Über seine Stellungnahme zum geplanten Monitoringzentrum Biodiversität, für das das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) nun einen ersten Konzeptentwurf vorgelegt hat, berichtet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) in seiner Rückschau auf den Monat November. Das Schreiben schließt mit einer Sammlung von Meldungen aus der Forschungspolitik.

Link zur November-Ausgabe (bitte erst Einloggen)

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09. Okt 2020 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 50

Was Genomduplikationen bringen, wie die Urwälder Europas zu retten wären und ob Pflanzen mit dem Klimawandel mithalten können, steht in den Forschungsnachrichten. Außerdem im Newsletter: Wie Künstliche Intelligenz neue Methoden für Pflanzenforschende eröffnet, welche neue CRISPR/Cas-Anwendung umgekehrte Genabfolgen rückgängig macht sowie Tipps für Förderungen. Und: Wie unsere DBG gegen Falschmeldungen über Pflanzenforschung vorging und warum sie an die EU appelliert.

zum 50. Newsletter (LogIn erforderlich)

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09. Sep 2020 · DBG · Politik

Statement: Keine Nachweismethode für genomeditierte Nutzpflanzen

Die gentechnische Methode, mit der ein genetisch veränderter Raps erzeugt wurde, lässt sich nicht mit einer quantitativen Polymerasekettenreaktion (qPCR) nachweisen. Dies kann nicht so funktionieren, wie es ein kürzlich in der Zeitschrift Foods erschienener Artikel nahelegt1). Die im Foods-Artikel beschriebene Methode eignet sich lediglich für den Nachweis und die Quantifizierung einer spezifischen Punktmutation im Gen AHAS1C. Diese Mutation ist in der von der Firma Cibus entwickelten Raps-Sorte Falco enthalten, die resistent gegen Sulfonylharnstoff- und Imidazolinon-Herbizide ist. Die Methode weist also lediglich ein spezielles DNA-Muster in dieser Raps-Pflanze nach.

Die in der Zeitschrift erwähnte Methode eignet sich jedoch nicht, die Ursache der Punktmutation festzustellen, also ob sie durch die modernen Methoden der Genomeditierung entstand oder durch ungerichtete, zufällige Mutagenese etwa nach radioaktiver Bestrahlung. Somit steht auch keine Methode zur Verfügung, mit Genscheren erzeugte Nutzpflanzen durch eine quantitative Polymerasekettenreaktion (qPCR) nachzuweisen.

Es ist zudem keineswegs sicher, dass die untersuchten Rapslinien tatsächlich durch Genomeditierung mit Hilfe der Oligonukleotid-vermittelten Mutagenese (ODM) erzeugt wurden. Im Gegenteil ist vielmehr davon auszugehen, dass die Punktmutation in dem oben genannten Gen der Elternlinie BnALS-57 nicht durch ODM, sondern spontan während der Gewebekultur entstanden ist (somaklonale Variation), wie eine Studie nahelegt2).
 
Diese Methode ist somit ungeeignet, durch Genomeditierung erzeugtes Saatgut (im Sinne der EU Direktive 2001/18/EC) von nicht reguliertem Saatgut (also in der EU-Direktive ausgenommenen Verfahren wie Strahlungs- oder chemische Mutagenese) zu unterscheiden.

Eine Nachweismethode für die genetischen Veränderungen von Pflanzen, die mit den neuen Verfahren der Genom-Editerung entstanden sind, wäre die Voraussetzung um die oben erwähnte, vom EuGH erlassene Richtlinie umsetzen zu können. Demnach müssen die neuen Methoden wie die frühere Gentechnik reguliert werden, in der jedoch oft fremde Gene eingebracht wurden, die sich einfach nachweisen lassen.

Auch wenn der Foods-Artikel dies nahelegt, ist es weiterhin nicht möglich mit Genomeditierung erzeugte Nutzpflanzen von in der Natur zufällig mutierten oder durch radioaktive bzw. chemische Mutagenese entstandenen Pflanzen zu unterscheiden.   

Die DBG appelliert daher weiterhin an das Europäische Parlament und die Europäische Kommission, die bestehende europäische Richtlinie für die Präzisionszüchtung für Pflanzen, zu überarbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse über die Genomeditierung zu berücksichtigen.

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Prof. Dr. Andreas P.M. Weber (Biochemie der Pflanzen, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf),
Sprecher des Exzellenz-Clusters für Pflanzenforschung CEPLAS und
Präsident unserer Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG)


1) Chhalliyil et al. (2020): A Real-Time Quantitative PCR Method Specific for Detection and Quantification of the First Commercialized Genome-Edited Plant. Foods, 9, 1245

2) Novel Food Information - Cibus Canola Event 5715 (Imidazolinone and Sulfonylurea Herbicide Tolerant). https://www.canada.ca/en/health-canada/services/food-nutrition/genetically-modified-foods-other-novel-foods/approved-products/novel-food-information-cibus-canola-event-5715-imidazolinone-sulfonylurea-herbicide-tolerant.html). Kanadisches Gesundheitsministerium, abgerufen am 9.9.2020

24. Jul 2020 · DBG · Politik

Öffentliche Stellungnahme zur Genomeditierung von Nutzpflanzen

Die EU und Neuseeland stechen mit ihrer derzeitigen Regulation der neuen Methoden für Präzisionszüchtung heraus (nach Schmidt, Belisle, Frommer (2020), EMBO Rep 2020, e50680, https://doi.org/10.15252/embr.202050680)

132 Europäische Forschungseinrichtungen und wissenschaftliche Verbände - darunter unsere DBG – appellieren an das Europäische Parlament und die Europäische Kommission die bestehende europäische Richtlinie für die Präzisionszüchtung für Pflanzen, auch unter dem Begriff Genomeditierung bekannt, zu überarbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse über die Genomeditierung zu berücksichtigen. Das ist nicht nur wichtig, um nachhaltige Wege aus der COVID-19 Krise zu finden sondern auch, weil die Genomeditierung zahlreiche Lösungen bietet für eine einfache, zielgerichtete und schnelle Zucht klimaresistenter Nutzpflanzen. Auch die Entwicklung von Pflanzen, die weniger Düngemittel und Pestizide benötigen, ist mit diesen Methoden effizienter. Das schont die natürlichen Ressourcen unserer Erde und unterstützt daher das Erreichen der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals ,SDGs)“ der Vereinten Nationen sowie des Green Deal der EU. Das European Sustainable Agriculture through Genome Editing (EU-SAGE) Netzwerk, unter der die oben genannten Institutionen vereint sind, empfiehlt der Europäischen Kommission, diese Tatsachen zum Nutzen und zum Wohlergehen aller EU-Bürgerinnen und EU-Bürger anzuerkennen und die rechtlichen Regelungen zur Nutzung der Genomeditierung für Nutz- und Kulturpflanzen an den Stand der Forschung anzupassen. In ihrer öffentlichen Stellungnahme zitiert EU-SAGE die wissenschaftlichen Studien für die erfolgreiche Zucht genomeditierter Nutzpflanzen mit erhöhter Widerstandskraft gegenüber den Folgen des Klimawandels, mit größerer Resistenz gegenüber Schädlingen und Krankheiten und daher verbessertem Ernteertrag. Auch Studien zum verringerten Pestizideinsatz bei Reis, Wein, Weizen, Tomaten sowie Grapefruits gibt es inzwischen. Daneben lassen sich mit dieser Technik auch die gesundheitsrelevanten Eigenschaften von Obst- und Gemüsesorten mit Präzisionszüchtung beschleunigen, wie Studien belegen.

Lesen Sie die ganze Statement von EU-SAGE (pdf), ins Deutsche übertragen von

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17. Jul 2020 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 49

Gleich drei Publikationen belegen (mindestens) eine Doppelrolle von Proteinen und zeigen eindrucksvoll, wie komplex Pflanzen sind. In diesen schwierigen Zeiten wurden erfreulich viele hochrangige Publikationen veröffentlicht, und so können wir auch von einem neuen Pflanzenstamm berichten. Vier Methoden und vier neue Forschungskonsortien runden die Nachrichten ab.
Leider müssen wir auf viele Zusammenkünfte verzichten. So sind zwei Sektionstagungen auf zunächst unbestimmte Zeit verschoben, wohingegen das Treffen einer unserer sechs Sektion vermutlich ins Virtuelle verlagert wird.

zum 49. Newsletter (LogIn erforderlich)

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06. Dez 2019

"Abschiedbrief" unseres scheidenden Präsidenten

Zum Jahreswechsel übernimmt Prof. Dr. Andreas Weber (Düsseldorf) das Präsidentenamt unserer DBG. Anlässlich seines Abschieds freut sich unser scheidender Präsident, Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, über die vielen erfolgreichen Pflanzenforscher*innen in unseren Reihen, dankt all jenen, die sich für unsere Disziplin stark machen, nennt die Vorteile in fünf Bereichen, von denen unsere Mitglieder profitieren, und verabschiedet sich mit einem Appell.

Weiterlesen im Intranet (Log-In erfroderlich)

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16. Sep 2019 · DBG · Pressemitteilung

Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) fordert eine nachhaltige Ressourcen- und Klimapolitik

Entscheidungen über die Ressourcen unserer Erde müssen nachhaltig und wissenschaftsbasiert sein. Zur Eröffnung der Botanikertagung an der Universität Rostock, zu der sich mehr als 420 Pflanzenforschende angemeldet haben, fordert das Präsidium der Deutschen Botanischen Gesellschaft die Beteiligten am Klimakabinett und alle Parteien auf, nachhaltige und mutige Entscheidungen zu treffen, um die Ressourcen unseres Planeten und das Klima nachhaltig zu schützen.

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03. Sep 2019 · DBG · Politik

Grundlagenforschung wertschätzen, fördern und kommunizieren

Grundlagenforschung braucht mehr Wertschätzung, eine wirksame und längerfristige Finanzierung und die strukturelle Absicherung der dort Beschäftigten. Auch die Wissenschaftskommunikation muss ausgebaut werden, fordert der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. (VBIO) in seinem Positionspapier. Diese Positionen teilt die DBG, die im Dachverband der Biolog*innen Mitglied ist, und das Papier gemeinsam mit weiteren 12 biowissenschaftlichen Fachgesellschaften gezeichnet hat.

Quelle: VBIO

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25. Jul 2019 · DBG · Politik

Für genetische Präzisionsmethoden und nachhaltige Nutzpflanzen

Auch die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) und ihre Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie (SPPMB) appellieren an das neu gewählte Europäische Parlament und die Kommission der Europäischen Union (EU), das veraltete Gentechnikrecht aus dem Jahr 2001 an den Kenntnisstand der Wissenschaft und die internationalen Gegebenheiten anzupassen und entsprechend zu modernisieren. Gemeinsam mit 115 anderen Wissenschaftsorganisationen und -instituten plädieren sie dafür die Nutzung neuer Präzisionsmethoden der Genomeditierung zur Zucht von Kulturpflanzen zu vereinfachen, um eine nachhaltige Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion in der EU zu ermöglichen.

Lesen Sie das gemeinsame Statement (pdf), ins Deutsche übertragen von

  • Prof. Dr. Holger Puchta (Botanisches Institut, Karlsruher Institut für Technologie, KIT),
  • Prof. Dr. Claus Schwechheimer (Systembiologie der Pflanzen, Technische Universität München, TUM),
  • Prof. Dr. Caroline Gutjahr (Pflanzengenetik, Technische Universität München, TUM),
  • Prof. Dr. Andreas Graner (Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung, IPK) und
  • Prof. Dr. Ralph Bock (Max Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie, Potsdam)
  • Prof. Dr. Andreas P.M.Weber (Biochemie der Pflanzen, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
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24. Okt 2018 · DBG · Politik

Europäische Forschende sind für Präzisionszüchtung

Mehr als 85 Europäische Wissenschaftler*innen und Wissenschaftsorganisationen, darunter unsere Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG), bitten den Europäischen Gerichtshof (EuGH) das Urteil über neue Pflanzen-Züchtungsmethoden wie CRISPR/Cas9 und andere Formen der Genom Editierung zu überarbeiten. Sie alle plädieren dafür, dass Präszisionszüchtung für nachhaltige Landwirtschaft anders gehandhabt werden muss als im Urteil vom 25. Juli 2018. Die Unterzeichnenden fordern, dass Präzisionszüchtungen und Pflanzenzüchtungen ohne Fremd-Gene genau so wie herkömmliche Züchtungen anzusehen sind, weil sie genauso sicher sind. Die Erkenntnisse der Wissenschaft müssen in die Handhabung einfließen und die diesbezügliche Gesetzgebung muss daher schnellstens korrigiert werden. Langfristig muss dann auch das veraltete Gentechnikrecht an die aktuellen Erkenntnisse der Wissenschaft angepasst werden. Eine deutsche Übersetzung der belgischen Pressemitteilung bietet das Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenforschung in Potsdam auf seiner Website. Wer das Positionspapier unterstützen möchte, kann auch seinen Namen auf der Liste der Unterzeichner hinzufügen. 
Zur Pressemitteilung und offenem (englischen) Brief der Europäischen Initiative und zum Unterzeichnen

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Wochen-Chronik
22. Jan 2021 · News · Forschungsergebnis

Wählerische Seegräser sind schlechte Invasoren

Die invasive Rotalge Agarophyton vermiculophyllum in Kalifornien. Foto: S. Krueger-Hadfield

Nicht alle Einwanderungen sind erfolgreich. Warum können sich manche Arten besser durchsetzen als andere? Dieser Frage ging ein internationales Team von Forschenden unter der Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel am Beispiel der invasiven Alge Agarophyton vermiculophyllum nach, die ursprünglich aus Ostasien stammt. Sie untersuchten, wie diese Alge ihr schützendes Oberflächen-Mikrobiom nach einer Störung wiederherstellt. „Alle Algenindividuen überlebten die Behandlung, aber diejenigen, die aus nicht einheimischen Populationen stammten, schnitten besser ab und zeigten ein schnelleres Wachstum“, so Dr. Guido Bonthond, der diese Untersuchung gemeinsam mit Projektleiter Dr. Florian Weinberger am GEOMAR durchgeführt hat. Nicht-einheimische Populationen von Agarophyton sind flexibler in der Assoziation mit Mikroben und wurden offenbar während ihrer Invasionsgeschichte auf diese Fähigkeit hin selektiert. Algen, die gegenüber neuen potenziellen Symbionten wählerisch sind, sind wahrscheinlich weniger erfolgreiche Invasoren. Wenn sie wiederholt eingeführt werden, kann die Selektion für flexiblere Individuen schließlich eine erfolgreiche Invasion begünstigen. „Oder anders herum: wer zu wählerisch ist, schafft die Einwanderung nicht“, erklärt Bonthond. „Es zeigt sich bei immer mehr Algenarten, dass sie auf die eine oder andere Weise von Bakterien abhängig sind. Derzeit ist noch wenig über die Rolle dieser Bakterien bei Algeninvasionen und marinen Invasionen im Allgemeinen bekannt“, so Florian Weinberger. Daher trage diese Studie zu wichtigen neuen Erkenntnissen bei, denn sie zeigt, dass ein Invasor eine Störung des Mikrobioms erleiden und neue funktionelle Gemeinschaften in neuen Umgebungen bilden könne. Die Studie publizierten sie in der internationalen Fachzeitschrift ISME Journal.

Quelle: GEOMAR

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22. Jan 2021 · News · Veranstaltung

Hochschultagung „Lebensmittel und Gesundheit: Der Agrar- und Ernährungssektor in Krisenzeiten“

„Seit 70 Jahren öffnet unsere Fakultät im Januar die Türen, um Interessierte über die aktuelle Agrar- und Ernährungsforschung zu informieren und vor allem zu diskutieren. Landwirte sollen die Möglichkeit haben Anforderungen aus der Praxis an uns heranzutragen. Nur so kann Transdisziplinarität entstehen. Die Hochschultagung dient dem Austausch von wissenschaftlichen Fakten mit Politik und Gesellschaft und sollte deshalb trotz Corona-Pandemie stattfinden. Somit haben wir uns für ein Online-Format entschieden“, erklärt Professor Karl H. Mühling. Der Experte für Pflanzenernährung an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zur Tagung, die am 28. Januar 2021 ab 9:00 Uhr virtuell stattfinden wird.

Quelle: CAU

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20. Jan 2021 · News · Forschungsergebnis

Widerstandsfähiges Getreide im Klima-Chaos

Expert*innen warnen seit vielen Jahren davor, dass extreme Klimaereignisse wie schwere Dürren mit häufigen Hitzewellen die Produktion wichtiger Grundnahrungsmittel wie Weizen beeinträchtigen und die Ernährungssicherheit ernsthaft gefährden. Daher suchen Wissenschafter*innen nach Kulturpflanzen, die sich besser an diese Umstände anpassen können: Ein internationales Team unter der Leitung von Wolfram Weckwerth von der Universität Wien hat eine vergleichende physiologische und molekulare Studie mit Weizen und Perlhirse unter Trockenstress durchgeführt und gezeigt, wie Perlhirse klimatische Herausforderungen deutlich besser übersteht als Weizen. Die Studie wurde in Frontiers in Plant Science veröffentlicht.

Quelle: Uni Wien

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19. Jan 2021 · News · Forschungsergebnis

Mit Mathe pflanzliche Formen charakterisieren

Sichtbarkeitsgraphen für verschiedene Blütenformen. Auf der Kontur (grün) sind Knoten in gleichmäßigen Abständen angeordnet, die über Kanten miteinander verbunden sind, wenn diese nicht die Kontur berühren oder schneiden. Aufnahme und (c): Jacqueline Nowak, MPI-MP

Ein mathematischer Ansatz ermöglicht die genaue Charakterisierung von Formen, wie Forschende im Fachmagazin Nature Communications zeigen. Während sich die Farbe oder Größe eines Objekts einfach bestimmen lässt, ist die inhaltliche Beschreibung einer Form vielfach komplizierter. Daher haben Jacqueline Nowak vom Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP) und ihre Kollegen einen neuen und verbesserten Weg zur Beschreibung von Formen skizziert, der auf einer Netzwerkrepräsentation basiert, die auch zum Wiederzusammensetzen und Vergleichen von Formen verwendet werden kann.

Quelle: MPI-MP

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19. Jan 2021 · News · Ausschreibung

Förderung forstbasierter Bioökonomie-Projekte

Im Auftrag und mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beteiligt sich die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) an dem gemeinsamen Forschungsaufruf des ERA-NET-Cofund ForestValue zur Förderung von Innovationen im Bereich der forstbasierten Bioökonomie. Im Fokus des aktuellen Aufrufs stehen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Forst- und Holzsektor, die dazu beitragen, die Wirtschaft unabhängiger von fossilen und anderen nicht-erneuerbaren Rohstoffen zu machen und eine biobasierte Ökonomie aufzubauen. Projektskizzen mit deutschen Partnern können in folgenden Themenbereichen eingereicht werden: die nachhaltige und multifunktionale Nutzung und Bewirtschaftung von Wäldern mit dem Ziel, ihren Beitrag zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDG) der Vereinten Nationen zu maximieren, und Bauen mit Holz. Projektskizzen können bis zum 13.4.2021 eingereicht werden.

Quelle: FNR

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19. Jan 2021 · Veranstaltung

Irsee Natural Product Symposium

Die Irseer Naturstofftage sind die Konferenz für Naturstoffforscher*innen. Die Themenpalette reicht von der Entdeckung neuer Naturstoffe über die Aufklärung und Modulation von Biosynthesewegen bis hin zur vollständigen Synthese neuer Naturstoffe. Im Fokus stehen außerdem der interdisziplinäre Austausch und neue Kooperationen. Aufgrund der Covid-19-Pandemie findet diese sonst exklusive Konferenz vom 24. bis 25. Februar 2021 als virtuelles, wenn auch nicht kostenfreies Symposium statt, und ist für ein internationales Publikum geöffnet, berichtet die veranstaltende DECHEMA.

Quelle: DECHEMA

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15. Jan 2021 · News · Forschungsergebnis

Sieben neue Hundsgiftgewächse in Neukaledonien

Die neukaledonische Leichhardtia nigriflora aus der Familie der Hundsgiftgewächse. Foto: Ulrich Meve

Forschende haben sieben neue Arten der Apocynaceae (Hundsgiftgewächse) in Neukaledonien entdeckt und im 27. Band der Flore de la Nouvelle-Calédonie des Pariser Muséum National d'Histoire Naturelle publiziert. Auf den Spuren des britischen Entdeckers James Cook hatten die Forscher*innen der Universität Bayreuth im Frühjahr 2019 die Flora auf dieser Inselgruppe im Südwestpazifik untersucht.

Quelle: Uni Bayreuth

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14. Jan 2021 · News · Forschungsergebnis

Wie Pflanzen Abwehrgifte bilden ohne sich selbst zu schaden

Raupe des Tabakschwärmers Manduca sexta auf einem Blatt der Tabakpflanze. Die chemische Analyse ihres Kots (kleine schwarze Kugel) zeigte, wie die Giftstoffe in den Raupen aktiviert wurden und gaben so Hinweise auf die Biosynthese der Gifte in der Pflanze, ein Prozess, der im Vergleich zur Verdauung umgekehrt abläuft. Die Forschenden nennen dies „Verdauungsduett“. Foto: Anna Schroll

Im Fachmagazin Science stellen Forschende des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie und der Universität Münster die Biosynthese und genaue Wirkungsweise von Diterpen-Glykosiden in wilden Tabakpflanzen dar. Diterpen-Glykoside dienen der Verteidigung gegenüber Fressfeinden. Die Abwehrstoffe greifen bestimmte Teile der Zellmembran an. Um sich selbst vor den eigenen Giften und der Zerstörung der Zellmembran zu schützen, speichern Tabakpflanzen die Abwehrstoffe in einer ungiftigen Form, die auf eine besondere Art und Weise gebildet wird. Selbsttoxizität und der Schutz davor scheinen bei der Evolution der pflanzlichen Abwehr eine größere Rolle zu spielen als bislang angenommen.

Quelle: MPI für chemische Ökologie

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12. Jan 2021 · News · Forschungsergebnis

Gefäßaufbau von Pflanzen umfassend charakterisiert

Isolierte Gefäßzellen einer Arabidopsis-Pflanze: die Phloem-Parenchymzellen sind in Cyan markiert. Aufnahme: Ji-Yun Kim, HHU

Forschenden ist es gelungen, erstmals die Funktionen der verschiedenen Zelltypen im Gefäßsystem der Blätter von Pflanzen zu identifizieren. Zwei Teams von Alexander von Humboldt-Professuren in Düsseldorf und Tübingen, einer Kollegin aus Champaign Urbana in Illinois/USA und einem Bioinformatik-Lehrstuhl aus Düsseldorf legten die erste umfassende Analyse der Gefäßzellen in den Blättern der Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) durch Einzelzellsequenzierung vor. Das Team der Alexander von Humboldt-Professorin Dr. Marja Timmermans von der Universität Tübingen hatte vor kurzem als erste Einzelsequenzierung in Pflanzen eingesetzt, um die Zellen der Wurzel zu charakterisieren. Hier haben Forscherinnen und Forscher aus dem Team des Alexander von Humboldt-Professors Dr. Wolf Frommer von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) mit ihrer Hilfe erstmals die Zellen aus Blättern isoliert, um daraus einen Atlas aller steuernden RNA-Moleküle (das Transkriptom) des Blattgefäßsystems zu erstellen. Indem sie die Stoffwechselwege analysierten, konnten sie die Rolle der verschiedenen Zellen definieren. Ihre Ergebnisse publizierten sie in der Fachzeitschrift The Plant Cell. Dazu hatten sie einen Einzel-Zell-Transkiptom-Atlas der Phloem-Zellen erstellt.

Quelle: HHU

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11. Jan 2021 · News · Forschungsergebnis · Politik

Ein Dollar für den Regenwald spart 5,40 Dollar für sonstigen Klimaschutz

In der Diskussion über Klimaschutz-Investitionen geht es viel um Technik. Etwa Windparks und Solarkraftwerke, riesige CO₂-Staubsauger oder ein Pipeline-Netz, das mit Grünstrom produzierten Wasserstoff als Energieträger der Zukunft verfügbar macht. Doch so wichtig innovative Technologien sind – der bedeutsamste Schauplatz beim Kampf gegen die Erderhitzung ist der Tropische Regenwald: Jeder hier investierte Dollar spart 5,40 Dollar für sonstigen Klimaschutz. Das zeigt jetzt eine Studie unter Leitung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) in Zusammenarbeit mit der US-Forschungseinrichtung Environmental Defense Fund im Fachjournal Global Sustainability.

Quelle: MCC

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11. Jan 2021 · Forschungsergebnis

Resistente Reispflanzen: Bakterium schützt vor Krankheiten

Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Instituts für Umweltbiotechnologie der TU Graz untersuchte das Mikrobiom von Reispflanzensamen, um Korrelationen zwischen der Pflanzengesundheit und dem Vorkommen bestimmter Mikroorganismen aufzudecken. Sie identifizierte nun ein Bakterium im Sameninneren, das zu vollständiger Resistenz gegen das Pflanzenpathogen Burkholderia plantarii führen kann - das zu Ernteausfällen führt und ein asuch für Menschen schädliches Biotoxin produziert, und auf natürliche Weise von einer Pflanzengeneration auf die andere übertragen wird. Die Forschenden stellten fest, dass die resistenten Pflanzen eine andere Bakterienzusammensetzung im Sameninneren haben als krankheitsanfällige Pflanzen. Besonders die bakterielle Gattung Sphingomonas war signifikant häufiger in resistenten Samen zu finden. Die Forschenden haben daher diese Bakterien-Gattung aus den Samen isoliert und das Bakterium Sphingomonas melonis als Wirkungsträger identifiziert. Dieses Bakterium produziert eine organische Säure (Anthranilsäure), die das Pathogen lähmt und dadurch unschädlich macht. Die im Fachjournal Nature Plants veröffentlichten Erkenntnisse bieten eine neue Basis, um biologische Pflanzenschutzmittel zu designen und zusätzlich Biotoxine, die von Pflanzenpathogenen gebildet werden, zu reduzieren.

Quelle: TU Graz

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09. Jan 2021 · News · Forschungsergebnis

Wie Pflanzen ihr Erbgut miteinander teilen können

Das Erbgut kann von Zelle zu Zelle wandern und sogar zwischen verschiedenen Organismen ausgetauscht werden. Forschende des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP) in Potsdam konnten nun mit Hilfe neuer experimenteller Ansätze - wie etwa die in der Landwirtschaft häufig angewandte Pfropfung - erstmals zeigen, wie das Erbgut auf Wanderschaft geht. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie am 1. Januar in der Fachzeitschrift Science Advances.

Quelle: MPI-MP

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08. Jan 2021 · News · Forschungsergebnis

Phloem-Beladung erklärt möglicherweise effizientes Mais-Wachstum

Blätter einer Maispflanze. Foto: Margaret Bezrutczyk, HHU

Forscherinnen und Forscher fanden einen bisher nicht beschriebenen Beladungsmechanismus des Phloems in Maispflanzen, also in jenem Teil der Leitungsbündel bei Gefäßpflanzen, in denen der eigentliche Transport von Zuckern, Aminosäuren und anderen Stoffen stattfindet. Diesen Mechanismus zu entwickeln, könnte der entscheidende evolutionäre Schritt hin zu einer höheren Transportrate gewesen sein, der Maispflanzen so besonders erfolgreich und nützlich macht, folgern die Forschenden im Fachmagazin The Plant Cell. Vermutlich steht dies auch im Zusammenhang mit der effektiveren C4-Photosynthese, die den Mais gegenüber anderen Pflanzen auszeichnet, die nur über die C3-Photosynthese verfügen. Geleitet wurde die Studie von Dr. Ji Yun Kim und Prof. Dr. Wolf B. Frommer vom Institut für Molekulare Physiologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU).

Quelle: HHU

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05. Jan 2021 · News · Forschungsergebnis

Wie Pflanzen ihr Wurzelwachstum an ein verändertes Nährstoffangebot anpassen

Das Bild zeigt die Unterschiede in den Zelllängen, den relativen Auxin-Gehalt und die Lokalisierung des PIN2-Auxin-Transporters zwischen benachbarten Zellen in der Arabidopsis-Wurzelspitze, bei Versorgung mit Nitrat oder Ammonium. Aufnahme: Krisztina Ötvös, IST Austria

Im Fachmagazin The EMBO Journal vergleichen Forschende, wie Arabidopsis-Keimlinge, die ausschließlich auf Ammonium gezüchtet wurden, reagierten, sobald die Forschenden sie entweder in ammonium- oder in nitrathaltige Medien überführten. Sie konnten zeigen, dass vor allem der spezielle Auxin-Transporter PIN2 für das Gleichgewicht zwischen Zellvermehrung und Zellausdehnung sorgen. „Die vorliegende Studie konnte nur dank der Beiträge vieler verschiedener Personen entstehen – von ZellbiologInnen und InformatikerInnen bis hin zu jenen, die in der fortgeschrittenen Mikroskopie arbeiten. Es ist wirklich ein multidisziplinärer Ansatz”, betont Eva Benková, Entwicklungsbiologin und Professorin am Institute of Science and Technology (IST) Austria.

Quelle: IST Austria

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05. Jan 2021 · News · Forschungsergebnis

Vor rund 6.000 Jahren verursachte Klimawandel Mangrovensterben in Oman

Vor 6.000 Jahren waren Mangroven in Oman weit verbreitet. Heute gibt es dort nur noch eine besonders robuste Mangrovenart, die zudem nur an wenigen Standorten vorkommt. Foto und (c): Uni Bonn

Die meisten Mangroven-Bestände an den Küsten Omans verschwanden vor rund 6.000 Jahren. Warum, war bislang nicht komplett geklärt. Wie eine Studie in der Zeitschrift Quaternary Research von Forschenden der Universität Bonn zeigt, führten klimatische Veränderungen zum Zusammenbruch der Küsten-Ökosysteme. Ein Meeresspiegel-Anstieg oder eine Übernutzung durch den Menschen scheiden als Gründe dagegen wohl aus. Die Geschwindigkeit des Mangrovensterbens war dramatisch: Binnen weniger Jahrzehnte gingen viele der Bestände unwiderruflich verloren.

Quelle: Uni Bonn

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04. Jan 2021 · News · Forschungsergebnis

Stoffwechsel-Umleitung eröffnet neue Wege der CO2-Fixierung

Bei der pflanzlichen Photorespiration wird bereits fixiertes CO2 wieder frei, kostet jedoch Energie. Dieser Stoffwechselprozess gilt daher als ein wichtiger Ansatzpunkt zur Verbesserung von Ernte-Leistungen und zur Senkung des steigenden CO2-Gehalts der Atmosphäre. Forschende um Tobias Erb vom Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg haben nun den TaCo-Stoffwechselweg entwickelt, einen synthetischen Bypass zur Photorespiration, wie sie im Fachmagazin Nature Catalysis berichten. Er eröffnet neue Möglichkeiten der CO2-Fixierung und der Produktion wertvoller Kohlenstoff-Verbindungen.

Quelle: MPG

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29. Dez 2020 · News · Forschungsergebnis

Wie sich einzellige Algen an Oberflächen festhalten und entlanggleiten

Mit der sog. TIRF Mikroskopie kann das Anhaften der Geißeln an Oberflächen sichtbar gemacht werden. Aufnahme und (c): Lara Hoepfner, WWU

Ein internationales Forschungsteam untersuchte, wie sich die Fortbewegung und das Festhalten der Grünalge Chlamydomonas reinhardtii an Oberflächen manipulieren lassen. Dazu maßen sie die Kräfte, mit welchen sich der Einzeller mit seinen Geißeln an Oberflächen festhält und entlanggleitet. Sie veränderten die Zuckermodifikationen an Proteinen auf deren Zelloberfläche, wodurch sich die Adhäsionskraft änderte. Die Ergebnisse hat das Team unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Hippler von der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster und Prof. Dr. Kaiyao Huang vom Institut für Hydrobiologie (Chinesische Akademie der Wissenschaften, Wuhan, China) am 10. Dezember im Magazin eLife (DOI: https://doi.org/10.7554/eLife.58805) publiziert. Forschungsergebnisse lieferten auch Lara Höpfners Arbeiten, die dafür unseren diesjährigen Master-Preis an der WWU erhalten hat.

Quelle: WWU

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23. Dez 2020 · News · Projekt

Substanzen zur Stärkung der Abwehr von Nutzpflanzen

Die Schilf-Glasflügelzikade saugt an den Blättern von Zuckerrüben und überträgt ein Protobakterium, welches das Syndrome Basses Richesses verursacht, kurz SBR genannt. Die Rüben werden kleiner, faulen schneller und haben einen niedrigen Zuckergehalt. Ein zugelassenes Insektizid gegen die Zikade gibt es zurzeit nicht. In Baden-Württemberg, wo SBR zuerst auffiel, führte dies bereits zu enormen Ernteverlusten. Nun fördert das Landesministerium für den ländlichen Raum die Suche von Professor Uwe Conrath an der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) nach Substanzen, die das sog. Abwehrpriming in Pflanzen auslösen, mit einem sechsstelligen Eurobetrag. Conrath hatte entdeckt, dass eine pilzinfizierte Gurkenpflanze eine Resistenz nicht nur gegen diesen bestimmten Pilz, sondern gegen ein breites Spektrum von Pilzen, Bakterien, Viren und abiotische Stressfaktoren entwickelte. Der Kontakt mit dem Erreger versetze Zellen in einen Alarmzustand. Die Pflanze synthetisiert dann beispielweise Eiweißmoleküle, die in ihrem gesamten Organismus schlummerten und nur bei einem erneuten Angriff sehr stark aktiviert werden. Deshalb sei der von ihm Abwehrpriming genannte Vorgang eine überaus energieeffiziente Reaktion, sagt Conrath: Sie werde nur im Ernstfall eingeschaltet und hemme die Pflanzen nicht in ihrem Wachstum und Ertrag.

Quelle: RWTH Aachen beim idw

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22. Dez 2020 · News · Politik

Zeit zum Handeln: Museum ruft zum Beitritt zum weltweiten Bündnis für Biodiversität auf

Die Welt steht vor der größten Bedrohung seit der Entstehung der Menschheit. Dabei handelt es sich nicht um die derzeitige Pandemie, sondern um die globale Biodiversitätskrise – ausgelöst durch die massiven Eingriffe des Menschen in globale Stoff- und Energieflüsse und die Zerstörung von Habitaten. Das hierbei verursachte Artensterben geht mit nie dagewesener Geschwindigkeit vonstatten und wird durch die gleichen Prozesse, die den Klimawandel verursachen, noch beschleunigt. Bezüglich der Biodiversität bleibt es oft bei Absichtserklärungen, international gesetzte Minimalziele werden bei Weitem verfehlt und globale Abkommen von wichtigen Partnerstaaten nicht eingehalten - ganz im Gegensatz zur Corona-Pandemie. Daher sagt die Generaldirektorin des Wiener Naturhistorischen Museums (NHM), Dr. Katrin Vohland: „Die Weltgemeinschaft muss für die zentrale Bedeutung von Biodiversität für das Wohlergehen der Menschheit weiter sensibilisiert und anlässlich des UN CoP15 Meetings zur Biodiversität Anfang 2021 in China zum unverzüglichen, entschlossenen und gemeinsamen Handeln veranlasst werden. Zu diesem Zweck hat die EU Anfang März 2020 die Formierung eines weltweiten Bündnisses für Biodiversität „United for #Biodiversity“ eingeleitet. Bisher beteiligen sich über 150 Institutionen, darunter allein 60 Naturhistorische Museen. Wir rufen auch andere Museen und Einrichtungen dazu auf, den Wert und die Bedeutung von Arten für uns Menschen sichtbarer und erlebbarer zu machen.“

Quelle: NHM

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22. Dez 2020 · News · Forschungsergebnis

GET2-Rezeptor in Arabidopsis aufgespürt

Dietmar Mehlhorn und Christopher Grefen (hinten) sind dem bisher unentdeckten GET2-Rezeptor in der Pflanze Arabidopsis thaliana auf die Spur gekommen. Foto und (c): Marquard, RUB

Was Säugetiere und Hefen können, können Pflanzen nachweislich auch: Proteine über einen besonderen Pfad in Membranen einbauen. Ein Erbe ihres letzten gemeinsamen Vorfahren. „Die Entdeckung der Proteinsequenz von GET2 aus der Ackerschmalwand liefert ein wichtiges Puzzleteil zum Verständnis der Art-übergreifenden Evolution des GET-Pfads und bildet gleichzeitig die Grundlage für weitere Studien in anderen Pflanzen- und Algenarten“, erklärt Prof. Dr. Christopher Grefen vom Lehrstuhl für Molekulare und Zelluläre Botanik der Ruhr-Universität Bochum (RUB) anlässlich der in PNAS (DOI: https://www.pnas.org/content/118/1/e2017636118) veröffentlichten Studie. Sie charakterisierten den Rezeptor durch dessen gezielte Ausschaltung – unter anderem durch die Genschere Crispr/Cas9.

Quelle: RUB

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21. Dez 2020 · News · Sektionen

Eingeschleppte Schlauchalge verändert das Wattenmeer

Die sich rasch ausbreitende Alge Vaucheria velutina häuft über sandigem Wattboden große Mengen Schlick an (linke Seite). Am Horizont liegt die Insel Sylt. Foto: Karsten Reise

Die Schlauchalge Vaucheria velutina ist die „Alge des Jahres 2021“. Die Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft e.V. wählte die eingeschleppte Algenart, die dieses Jahr erstmals im norddeutschen Wattenmeer nachgewiesen wurde, „aufgrund ihrer plötzlichen Dominanz und der unabsehbaren ökologischen Folgen“, die ihre Anwesenheit dort mit sich bringen könnte. In den Schläuchen der Alge, die normalerweise nur am Ufer wächst, verfängt sich der Schlick, wodurch die Gänge der Wattwürmer verstopft werden. Somit verändert sich das Weltnaturerbe Wattenmeer. Der Wattforscher Prof. em. Dr. Karsten Reise vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) hatte die Alge im vergangenen Sommer vor der Insel Sylt entdeckt, die Molekularbiologin Dr. Nataliya Rybalka von der Universität Göttingen analysierte anschließend die Genproben.

Quelle: Uni Göttingen

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17. Dez 2020 · News · Forschungsergebnis

Wie der Klimawandel Pflanzengemeinschaften durcheinanderbringt

Roesels Beissschrecke ist eine jener Heuschreckenarten, die im Zuge der Klimaerwärmung tiefer gelegene Lebensräume aufgeben und in alpine Gebiete einwandern könnten. Foto: Christian Roesti

Wird es wärmer, steigen Organismen aus dem Tiefland höher hinauf. Forschende der Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich) und der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) haben nun untersucht, was mit Pflanzengemeinschaften auf Grasland in den Alpen geschehen könnte, wenn sich pflanzenfressende Heuschrecken aus tieferen Lagen dort ansiedeln. Weil in hohen Lagen die Vegetationszeit kurz ist, sind pflanzenfressende Insekten weniger häufig, und Pflanzen müssen sich weniger vor Fressfeinden schützen. In tiefen Lagen jedoch herrscht ein hoher Frassdruck. Pflanzenfressende Insekten sind häufiger und artenreicher. Pflanzen müssen sich daher stärker verteidigen, sei es mittels Stacheln, Dornen, Haaren oder durch giftige Inhaltsstoffe. Der Klimawandel könnte diese ökologische Struktur stören. Die Forschenden verfrachteten verschiedene Heuschreckenarten von mittlerer Höhe (1400 Meter über Meer) auf drei alpine Grasland-​Standorte auf Höhen von 1800, 2070 und 2270 m.ü.M. Wie sie herausfanden, beeinflussen die Heuschrecken die Vegetationsstruktur und Zusammensetzung der alpinen Flora mit ihrem Fressverhalten deutlich. Der Klimawandel wirkt sich also nicht nur direkt aufgrund der Temperaturerhöhung auf Ökosysteme aus, sondern auch indirekt aufgrund veränderten Beziehungen zwischen Pflanzenfressern und Pflanzen. Ihre Ergebnisse publizierten sie nun in Science (https://science.sciencemag.org/content/370/6523/1469).

Quelle: ETH Zürich

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17. Dez 2020 · News · Köpfe und Karrieren

Pflanzenforscher Stefan Rensing wird Prorektor für Forschung und Innovation

Die Universität Freiburg hat ihren künftigen Prorektor für Forschung und Innovation gewählt: In gemeinsamer Sitzung haben die Wahlgremien Senat und Universitätsrat mit Mehrheit für den Zellbiologen Prof. Dr. Stefan Rensing von der Universität Marburg gestimmt. „Ich bedanke mich für das mir ausgesprochene Vertrauen, freue mich sehr auf die neue Aufgabe und werde diese mit großer Motivation angehen. Ich hoffe, dass ich meiner Alma Mater als Prorektor etwas davon zurückgeben kann, was die Universität in meine wissenschaftliche Ausbildung investiert hat“, sagt Rensing. Er erforscht die Evolution der Pflanzen, die er mit Methoden der Genetik und Bioinformatik insbesondere am Beispiel von Moosen untersucht. Rensing ist Präsident der International Molecular Moss Science Society (iMOSS) und Sprecher unserer Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie.

Quelle: Uni Freiburg

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17. Dez 2020 · News · Politik

Klimaschutz wird in Europa unumkehrbar

Die Europäische Union wird zum ersten Mal das rechtsverbindliche Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2050 gesetzlich festschreiben. Unter Leitung von Bundesumweltministerin Svenja Schulze einigten sich die EU-Umweltministerinnen und -Umweltminister heute beim Umweltrat in Brüssel auf eine gemeinsame Position zum Europäischen Klimagesetz, die neben der Festlegung der Treibhausgasneutralität auch ein höheres Klimaziel für 2030 festlegt: Bis dahin sollen die Treibhausgasemissionen der EU um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 sinken. Erreicht sind bislang 25 Prozent Minderung, angestrebt wurde zuvor mindestens 40 Prozent bis 2030. Beschlossen wurde auch, dass die Mitgliedstaaten das neue Ziel für 2030 als EU-Klimaschutzbeitrag wie im Pariser Abkommen vorgesehen noch in diesem Jahr an die Vereinten Nationen übermitteln.

Quelle: BMU

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16. Dez 2020 · News · Forschungsergebnis

Deutschlands Pflanzenvielfalt auf dem Rückzug

Die Studie zeigt, dass selbst als verbreitet geltende Arten wie der Klatschmohn (Papaver rhoeas) in Deutschland stetig zurückgehen. Foto: Sebastian Lakner

Bei über 70 Prozent von mehr als 2000 untersuchten Arten sind in den letzten 60 Jahren deutschlandweit Rückgänge zu beobachten. Seit den 1960er Jahren hatten die rückläufigen Arten Einbußen von durchschnittlich 15 Prozent zu verzeichnen. Das ist das Ergebnis der bislang umfassendsten Auswertungen von Pflanzendaten aus Deutschland überhaupt. 29 Millionen Daten zur Verbreitung von Gefäßpflanzen flossen in die Analysen ein, die im Rahmen des Vorhabens „sMon – Biodiversitätstrends in Deutschland“ des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) erfolgten. Beteiligt waren Forschende von iDiv, der Universitäten Jena, Halle und Rostock, des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) sowie des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) unter enger Beteiligung der oberen Naturschutzbehörden aller 16 Bundesländer. Das berichtet das Bundesamt für Naturschutz (BfN) über eine im Fachmagazin Global Change Biology ( DOI: 10.1111/gcb.15447) erschienene Studie.

Quelle: iDiv

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15. Dez 2020 · News · Anwendung · Projekt

Mikroalgen an der Hauswand für's Stadtklima

Mikroalge Haematococcus pluvialis unter dem Mikroskop. Aufnahme: Fraunhofer IGB

Dr. Linus Stegbauer vom Institut für Grenzflächenverfahrenstechnik und Plasmatechnologie (IGVP) der Universität Stuttgart entwickelt Gebäude-Fassadenelemente mit Mikroalgen zur Verbesserung des Stadtklimas. Die einzelligen Pflanzen können Feuchtigkeit speichern und damit einen kühlenden Effekt hervorrufen sowie Schadstoffe aus der Luft aufnehmen, abbauen und verwerten. In Gebäudefassaden eingesetzt, können sie einen wertvollen Beitrag zu einem besseren Stadtklima leisten – und damit indirekt auch zum Gebäudeklima, sozusagen als „Kollateral-Benefit“. Dies meldet die Universität Stuttgart beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).

Quelle: Uni Stuttgart

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14. Dez 2020 · News · Forschungsergebnis

Wie Gräser das Meer eroberten

Das heimische Seegras Zostera marina gehört zur aus rund 60 Arten bestehende Gruppe der Seegräser, die weltweit Bestandteil wichtiger Küstenökosysteme sind. Foto: John Brew, CC BY 4.0

Vor etwa 140 Millionen Jahren gelang es einigen Landpflanzen, sich an ein Leben im Meer anzupassen. Ein Forschungsteam um Professorin Birgit Classen aus der Abteilung für Pharmazeutische Biologie am Pharmazeutischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat nun neue Erkenntnisse über die Mechanismen vorgelegt, mit denen sich die Seegräser im Laufe der Evolution an ihren Lebensraum angepasst haben. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Kieler Forschenden gemeinsam mit australischen Kolleginnen und Kollegen von der La Trobe University in Melbourne kürzlich in der Fachzeitschrift Scientific Reports (DOI: https://doi.org/10.1038/s41598-020-65135-5).

Quelle: Uni Kiel

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14. Dez 2020 · News · Forschungsergebnis

Was Paprika erröten lässt

Leuchtend rot, lecker und gesund, so kennt und liebt man Paprika. Was sie allerdings bei der Reifung rot werden lässt, hat das Team um Prof. Dr. Sacha Baginsky vom Lehrstuhl Biochemie der Pflanzen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) erstmals auf Proteinebene im Detail entschlüsselt. Im Mittelpunkt stehen die sogenannten Plastiden, typische pflanzliche Zellorganellen, in denen Chlorophyll abgebaut und im Zuge der Fruchtreifung Carotinoide hergestellt werden. Optisch zeigt sich diese Umwandlung deutlich im Farbwechsel von grün zu orange oder rot. Den Prozess hat das Team detailliert und global auf Proteinebene dokumentiert und die Ergebnisse am 30. November 2020 in The Plant Journal (DOI: https://doi.org/10.1111/tpj.15104) publiziert.

Quelle: RUB

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14. Dez 2020 · News · Forschungsergebnis

Brände bedrohen auch Brasiliens zweitgrößtes Ökosystem der Uferwälder

Das empfindliche Ökosystem des Cerrado ist zunehmend durch Waldbrände bedroht. Foto: Fernando Tatagiba, Uni Hohenheim

Immer häufiger treten in den letzten Jahren in den brasilianischen Savannen Flächenbrände auf, die auch die Uferwälder stark in Mitleidenschaft ziehen. Wie groß die Bedrohung für diese empfindlichen Ökosysteme tatsächlich ist, zeigen jetzt Untersuchungen mit Beteiligung einer Wissenschaftlerin von der Universität Hohenheim in Stuttgart: „Der Verlust ist hier sogar schlimmer als im tropischen Regenwald am Amazonas, denn die betroffene Fläche ist deutlich größer“, sagt Dr. Anna Abrahão. Tropische Savannen gehören weltweit zu den Lebensräumen mit der größten biologischen Vielfalt und zugleich zu den am stärksten bedrohten Ökosystemen. Neben den typischen Gras- und Buschlandschaften finden sich vor allem in den feuchten Uferzonen von Bächen und Flüssen auch immergrüne Wälder. Publiziert wurden die Ergebnisse der 20 Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen brasilianischen und internationalen Institutionen jetzt im Journal of Applied Ecology (https://besjournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/1365-2664.13794).

Quelle: Uni Hohenheim

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14. Dez 2020 · News · Veranstaltung

Symposium zum Thema Genome Editing im Januar

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) veranstaltet am 18. Januar 2021 exklusiv für seine Mitglieder ein online-Symposium zum Thema Genome Editing. Diese vermittelt grundlegende Informationen über Genome Editing in Forschung und Anwendung, die aktuellen rechtlichen Regelungen, die sich daraus ergebenden Herausforderungen für die Wissenschaft und die entsprechenden Aktivitäten des VBIO. Die Veranstaltung findet von 15 bis 18 Uhr online statt. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Quelle: VBIO

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Stellenangebote
20. Jan 2021 · Offene Stellen

Wissenschaftliche Mitarbeit (m/w/d) / Doktorand*in

Systematik, Evolution und Biodiversität der Lamiales

Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Evolution und Biodiversität, Münster, Germany

Start: 1 April 2021

Deadline: 31 Januar 2021

Details (pdf)

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20. Jan 2021 · Offene Stellen

PhD position (m/f/d)

Plant cell biology and land plant evolution: AGC1 kinase-mediated polarity modules

Technische Universität München (TUM), Life Sciences campus, Plant Systems Biology, Munich, Germany

Start: available immediately

Details (pdf)

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20. Jan 2021 · Offene Stellen

PhD position (m/f/d)

Evolution in Baccharis: genomic data and chemodiversity for an integrated analysis of homoploid hybrid complexes

Friedrich-Schiller-University Jena, Institute of Ecology and Evolution, Systematic Botany, Jena, Germany

Details (pdf)

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12. Jan 2021 · Offene Stellen

Senior Technical Officer (full-time, permanent)

Support research and practical teaching in Botany and Plant Science

National University of Ireland, School of Natural Sciences, Botany and Plant Science, Galway, Ireland

Deadline: 28 January 2021

Details (pdf)

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05. Jan 2021 · Offene Stellen

Wissenschaftliche Mitarbeit / Doktorand*innen-Stelle (w/m/d)

Molekulare Botanik: Steuerung der Ektomykorrhiza-Entwicklung und -funktion bei der Pappel

Universität Bremen, Zentrum für Biomolekulare Interaktionen, Arbeitsgruppe Botanik, Bremen, Deutschland

Start: 1 April 2021

Deadline: 31 Januar 2021

Details (pdf)

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28. Dez 2020 · Offene Stellen

PhD position (f/m/d)

Plant developmental biology

University of Copenhagen, Faculty of Science, Department of Plant & Environmental Sciences, Copenhagen, Denmark

Start: 1 April or as soon as possible thereafter

Deadline: 31 January 2021

Details (pdf)

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23. Dez 2020 · Offene Stellen

W1-Professur (Tenure Track W2)

Nachhaltige Pflanzenproduktion

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Landwirtschaftliche Fakultät, Bonn, Deutschland

Start: zum nächstmöglichen Zeitpunkt

Deadline: 15 Februar 2021

Details (pdf)

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21. Dez 2020 · Offene Stellen

Wissenschaftlicher*r Mitarbeiter*in ( PostDoc (m/w/d)

Anpassung an abiotischen Umweltstress: Module der Signal-Integration

Fakultät für Biologie, Biochemie und Physiologie der Pflanzen, Bielefeld, Deutschland

Start: 1 März 2021

Deadline: 31 Dezember 2020

Details (pdf)

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Offene Stellen

In Forschung, Lehre und Wissenschaft ausgeschriebene Stellen

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Eine Veröffentlichung Ihrer Stellenausschreibung ist für DBG-Mitglieder und andere Pflanzenforscher*innen kostenfrei.

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Newsroom
21. Dez 2020 · Pressemitteilung

Alge des Jahres 2021: Schlauchalge Vaucheria velutina verändert das Wattenmeer

Die sich rasch ausbreitende Alge Vaucheria velutina häuft über sandigem Wattboden große Mengen Schlick an (linke Seite). Am Horizont liegt die Insel Sylt. Foto: Karsten Reise

Weit draußen im Sylter Watt, wo sonst Seehunde auf Sandbänken dösen, steckte der Wattforscher Karsten Reise vom Alfred-Wegener-Institut dieses Jahr unverhofft in weichem Schlick fest. Hier entdeckte er im Sommer erstmals Schlauchalgen, die über weite Flächen verbreitet waren und sonst nur am Ufer wachsen. In den Vaucheria-Algen verfängt sich der Schlick, wodurch die Gänge der Wattwürmer verstopft werden. Somit verändert sich das Weltnaturerbe Wattenmeer. Wie Nataliya Rybalka von der Universität Göttingen durch molekulargenetische Analysen herausfand, stammen die gelbgrünen Vaucheria velutina Algen von nur einem Mutter-Organismus ab. Die von diesem Klon besiedelten Areale dehnten sich schnell auf einer Fläche von mehr als 280 Fußballfeldern aus. Aufgrund ihrer plötzlichen Dominanz und den absehbaren ökologischen Folgen haben Algenforscher in der Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft Vaucheria velutina zur Alge des Jahres 2021 gewählt.

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16. Sep 2019 · DBG · Pressemitteilung

Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) fordert eine nachhaltige Ressourcen- und Klimapolitik

Entscheidungen über die Ressourcen unserer Erde müssen nachhaltig und wissenschaftsbasiert sein. Zur Eröffnung der Botanikertagung an der Universität Rostock, zu der sich mehr als 420 Pflanzenforschende angemeldet haben, fordert das Präsidium der Deutschen Botanischen Gesellschaft die Beteiligten am Klimakabinett und alle Parteien auf, nachhaltige und mutige Entscheidungen zu treffen, um die Ressourcen unseres Planeten und das Klima nachhaltig zu schützen.

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09. Sep 2019 · DBG · Nachwuchsförderung · Presse · Pressemitteilung

Auszeichnungen für vier Pflanzenforscherinnen und -forscher

Die vier Preistragenden (von oben links im Uhrzeigersinn): Dr. Constantin Mario Zohner, Dr. Eva-Sophie Wallner, Dr. Moisés Expósito Alonso und Dr. Jessica Lee Erickson. Fotos: Jaimie Crowther, Jörg Abendroth, Tobias Jung und Carolin Alfs

Wie sich der Klimawandel auf den Blattaustrieb von Gehölzen und das Überleben von Blumen auswirkt, welche Substanzen die Form von Plastiden beeinflussen und welche Eiweiße den Startschuss für die Phloem-Entwicklung geben, sind die Themen der vier Forschenden, die mit den diesjährigen Wissenschaftspreisen der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) ausgezeichnet werden. Dr. Constantin Mario Zohner, Dr. Jessica Lee Erickson, Dr. Moisés Expósito Alonso und Dr. Eva-Sophie Wallner erhalten ihre Auszeichnungen während der Botanikertagung vom 16. bis 19. September in Rostock, wo sie den mehr als 420 angemeldeten Pflanzenforscherinnen und –forschern ihre Ergebnisse vorstellen werden.

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09. Jan 2020 · Pressemitteilung

Chromera velia, autonomer Verwandter prominenter Parasiten ist Alge des Jahres 2020

Die Alge Chromera velia im Lichtmikroskop. Die Chloroplasten mit dem einzigartigen genetischen Code erscheinen im Lichtmikroskop goldbraun. Aufnahme: Miroslav Oborník

Die Alge Chromera velia lebt im australischen Great Barrier Reef in Gesellschaft von Korallen. Sie ist verwandt mit Parasiten wie den Malaria-Erregern. Die Alge kann jedoch ohne Wirt leben, wohingegen Parasiten von ihren Wirten abhängig sind. Chromera velia verbindet die Lebensweise freilebender Algen mit der von Parasiten. Sie hilft so die Evolution der Krankheitserreger zu verstehen. Algenforscherinnen und Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) haben Chromera velia nun zur Alge des Jahres 2020 gewählt.

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07. Jan 2019 · Pressemitteilung · Sektionen

Seit 200 Jahren bekannt und noch voller Rätsel: Die blutrote Schneealge ist Alge des Jahres 2019

Die leuchtend roten Schneefelder, die die Blutschneealgen enthalten, erstrecken sich über weite Flächen, wie hier auf dem Doktorbreen-Gletscher in Spitzbergen im August 2004. Foto: Thomas Leya

Die Alge Chlamydomonas nivalis, die auf der ganzen Welt Schnee blutrot zu färben vermag, haben Forschende zur Alge des Jahres gewählt. Auch 200 Jahre nach einer Expedition, bei der Kapitän John Ross auf einer Polarfahrt den Roten Schnee zeichnete und den Verursacher im Mikroskop zu erkennen suchte, gibt die Alge weiterhin Rätsel auf. Schneealgenexperte Dr. Thomas Leya vom Potsdamer Fraunhofer IZI-BB erklärt, warum das so ist und wo der winzige Einzeller zu entdecken ist. Leya ist Mitglied der Sektion Phykologie, in der die Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) organisiert sind, die Chlamydomonas nivalis zur Alge des Jahres 2019 gewählt haben.

Wie sich die Schneealge Chlamydomonas nivalis trotz ihrer Auffälligkeit immer wieder zu verbergen versteht stellt die Sektion Phykologie in Text und Bild (auch zum Download) auf ihrer Website vor.

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08. Jan 2018 · News · Pressemitteilung · Sektionen

Klebsormidium: Pendler zwischen scheintot und Wiedererwachen ist Alge des Jahres 2018

In der lichtmikroskopischen Aufnahme der Alge Klebsormidium dissectum wird deren Kallose-haltige Zellwand sichtbar, die es ihr erlaubt, sich bei Austrocknung wie eine Ziehharmonika zusammen zu ziehen. Foto und ©: Andreas Holzinger, Universität Innsbruck

Die mehrzellige Grünalge Klebsormidium lebt an Land an solchen Orten, wo keine andere Pflanze mehr wachsen kann. Als weltweit verbreiteter Pionier schafft sie neue Lebensräume, was Farmer und Wüstenanrainer nutzen. Forscher interessieren sich für ihre biologischen Tricks, wie sie zwischen leblos und Wiedererwachen hin und her wechselt. Die Professoren Andreas Holzinger (Universität Innsbruck) und Ulf Karsten (Universität Rostock) erforschen in enger Kooperation die Fähigkeiten, die die Alge vor Austrocknung und gefährlichen UV-Strahlen schützt. Beide sind Mitglieder der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), die Klebsormidium zur Alge des Jahres 2018 kürte.

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12. Sep 2017 · Pressemitteilung

Drei ausgezeichnete Pflanzenwissenschaftler

Die Preisträger während der Arbeit (v. links im Kreis): Inês Barbosa, Birgit Oelschlägel und Severin Irl. Fotos: Schwechheimer Lab, Birgit Oelschlägel und Angel Rebolé.

Wo neue Pflanzenarten entstehen, eine Pfeilwinde, die Räuber reinlegt, und wie ein Enzym das Pflanzenhormon Auxin reguliert, sind im Forschungsfokus von Dr. Severin Irl, Dr. Birgit Oelschlägel und Dr. Inês Barbosa. Die drei erhalten die diesjährigen Wissenschaftspreise der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) für herausragende Nachwuchskräfte. Sie nehmen ihre Auszeichnungen am Dienstag, 19. September, während der Botanikertagung in Kiel entgegen und stellen den mehr als 450 angemeldeten Pflanzenwissenschaftlern ihre jüngsten Forschungsergebnisse vor.

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12. Sep 2017 · Pressemitteilung

Fotos zur Pressemitteilung: Drei ausgezeichnete Pflanzenwissenschaftler

Aristolochia rotunda-Blüte mit einer von ihr angelockten Halmfliege, die am Rand der Kesselfalle sitzt. Foto und Copyright: Birgit Oelschlägel

Nutzungsrechte: Die Bilder sind freigegeben für die redaktionelle Berichterstattung über die diesjährigen Preisverleihungen und die hier erwähnten wissenschaftlichen Ergebnisse der drei Preisträger/-innen. Bitte nennen Sie jeweils die angegebenen Urheber. Für andere Nutzungsformen kontaktieren Sie bitte die Urheber.

weitere Fotos zum Download in Druckqualität

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12. Sep 2017

Kontakte

Eduard Strasburger-Preisträger: Dr. Severin D. H. Irl

Lehrstuhl für Biogeografie, Universität Bayreuth
Telefon: +49 (0)921-552299
E-Mail: Severin.Irl[at]uni-bayreuth.de
Website:  http://www.biogeo.uni-bayreuth.de/biogeo/de/mitarbeiter/mit/mitarbeiter_detail.php?id_obj=85540

Horst Wiehe-Förderpreisträgerin: Dr. Birgit Oelschlägel

Lehrstuhl für Botanik, Arbeitsgruppe Prof. Christoph Neinhuis, TU Dresden
Tel.: +49 (0)351-463 34070
E-Mail: birgit.oelschlaegel[at]tu-dresden.de 
Website: https://tu-dresden.de/mn/biologie/botanik/botanik

Wilhelm Pfeffer-Preisträgerin: Dr. Inês C Ramos Barbosa

Laboratoire de Biologie Cellulaire Végétale, Département de Biologie, Moléculaire Végétale (DBMV), Biophore, UNIL-Sorge, University of Lausanne, 1015 Lausanne, Suisse
E-Mail: ines.barbosa[at]unil.ch  
Website: http://wp.unil.ch/geldnerlab/lab-members/current/

Laudator: Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, Präsident der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG)

Lehrstuhl Biochemie und Physiologie der Pflanzen, Fakultät für Biologie, Universität Bielefeld, Postfach 100131, 33501 Bielefeld
Tel.: +49-(0)521-106 5589
E-Mail: karl-josef.dietz[at]uni-bielefeld.de
Website: http://web.biologie.uni-bielefeld.de/pflanzenbiochemie/

Laudator: Prof. Dr. Christian Wilhelm, Präsident der Wilhelm Pfeffer-Stiftung der DBG

Institut für Biologie, Abteilung Pflanzenphysiologie, Johannisallee 21-23, 04103 Leipzig
Telefon: +49-(0)341-9736870
E-Mail: cwilhelm[at]rz.uni-leipzig.de
Web: https://biologie.biphaps.uni-leipzig.de/ag/pflaphys/ 

Titel der ausgezeichneten Arbeiten

Irl SDH, Harter DEV, Steinbauer MJ, Puyol Gallego D, Fernández-Palacios JM, Jentsch A, Beierkuhnlein C (2015): Climate vs. topography – spatial patterns of plant species diversity and endemism on a high-elevation island. Journal of Ecology, 103, 1621–1633. DOI: 10.1111/1365-2745.12463

Oelschlägel B, v. Tschirnhaus M, Nuss M, Nikolić T, Wanke S, Dötterl S, Neinhuis C (2016): Spatio-temporal patterns in pollination of deceptive Aristolochia rotunda L. (Aristolochiaceae). Plant Biology 18: 928-937. http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/plb.12503/full

Oelschlägel B, Nuss M, von Tschirnhaus M, Pätzold C, Neinhuis C, Dötterl S, Wanke S (2015): The betrayed thief - the extraordinary strategy of Aristolochia rotunda to deceive its pollinators. New Phytol 206, 342-351. DOI: 10.1111/nph.13210

Barbosa IC (2015): Trafficking and polarity control of the D6 PROTEIN KINASE from Arabidopsis thaliana. Doktorarbeit an der Technischen Universität München (TUM). Wesentliche Teile sind publiziert in:
Barbosa IC, Shikata H, Zourelidou M, Heilmann M, Heilmann I, Schwechheimer ( (2016): Phospholipid composition and a polybasic motif determine D6 PROTEIN KINASE polar association with the plasma membrane and tropic responses. Development 143(24):4687-4700. DOI: 10.1242/dev.137117
Barbosa IC, Zourelidou M, Willige BC, Weller B, Schwechheimer C (2014): "D6 PROTEIN KINASE activates auxin transport-dependent growth and PIN-FORMED phosphorylation at the plasma membrane. Developmental Cell 29(6):674-685. DOI: 10.1016/j.devcel.2014.05.006

Hintergrund

Seit 1994 verleiht die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) den Eduard Strasburger-Preis für hervorragende und originelle Leistungen. Das Preisgeld wird alle zwei Jahre von Springer Spektrum (www.springer-spektrum.de) bereitgestellt. Die Stiftung wurde aus Anlass der 100jährigen Wiederkehr des Erscheinens der ersten Auflage des "Lehrbuchs der Botanik für Hochschulen" von Eduard Strasburger, Fritz Noll, Heinrich Schenck und A. F. Wilhelm Schimper aus dem Jahr 1894 eingerichtet. Die Wahl des Preisträgers erfolgt durch eine Jury, die aus den Autoren der nächsten Auflage des „Strasburger Lehrbuch der Botanik", dem Präsidenten der DBG und dem Biologieplaner von Springer Spektrum besteht. Details:
https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/eduard-strasburger-preis.html

Die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) verleiht den Horst Wiehe-Förderpreis alle zwei Jahre für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit über ein ausschließlich botanisches Thema. Berücksichtigt werden nur Arbeiten junger Wissenschaftler/innen bis zur erfolgten Habilitation oder hervorragende Dissertationen. Der mit 1.500 Euro dotierte Preis stammt aus der Stiftung von Horst Wiehe, der der DBG einen Betrag zur Auszeichnung von Nachwuchswissenschaftlern bereitstellte. Details: https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/horst-wiehe-preis.html

Die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) verleiht seit 1990 den Wilhelm-Pfeffer-Preis für eine herausragende Dissertation aus der Botanik. Das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro und die Auszeichnung durch die Wilhelm-Pfeffer-Stiftung soll die Karriere junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fördern. Sie wird von einer Jury aus Mitgliedern des Vorstands der Wilhelm Pfeffer-Stiftung gewählt. Details: https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/wilhelm-pfeffer-preis.html

Die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) ist das größte Netzwerk für Pflanzenwissenschaften und Botanik im deutschsprachigen Raum. Als gemeinnützige Gesellschaft vertritt sie alle Fachdisziplinen und fördert die Wissenschaft. Sie ist eine der ältesten, aktiven Botanischen Gesellschaften der Welt, bringt Nachwuchskräfte voran, vereint alle Forschergenerationen und unterstützt den wissenschaftlichen Austausch ihrer rund 850 Mitglieder. Mehr: www.deutsche-botanische-gesellschaft.de

04. Jan 2017 · News · Pressemitteilung · Sektionen

Uralt und immer wieder Pionier: Blaugrüne Felskugel ist Alge des Jahres 2017

Nach dem Aufbrechen der Beacon-Sandstein genannten Felsformation der Antarktis wird die in den obersten Millimetern lebende Blaugrüne Felskugel (Chroococcidiopsis) sichtbar (siehe Pfeile). Sie kommt auch auf anderen Kontinenten vor. Foto: Burkhard Büdel, TU Kaiserslautern

Die Algenforscher der DBG haben die Blaugrüne Felskugel Chroococcidiopsis zur Alge des Jahres 2017 gekürt. Der Einzeller lebt in Steinen und Flechten, trotzt Extrembedingungen und erschließt lebensfeindliche Orte − heute wie wahrscheinlich schon vor Milliarden Jahren, als er den Weg für das Leben der Pflanzen und Tiere ebnete. Für die Blaugrüne Felskugel, die zu den Cyanobakterien zählt und wie alle Algen von Sonnenlicht lebt, interessieren sich Ökologen, Biotechnologen, Wüsten- und Weltraumforscher. Prof. Dr. Burkhard Büdel von der TU Kaiserslautern erforscht sie seit mehr als 30 Jahren. Er ist Mitglied der Sektion Phykologie der DBG, in der die Algenforscher organisiert sind, die dieses Jahr zum zehnten Mal eine Alge des Jahres vorstellen.

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06. Jan 2016 · News · Pressemitteilung · Sektionen

Alge des Jahres 2016: Eisalge Melosira arctica – Gewinnerin oder Verliererin des Klimawandels?

Viele einzellige Melosira arctica hängen in Gallerte verpackt von den sie tragenden Eisschollen in das Meerwasser hinab, manche mehrere Meter weit. Foto und ©: Julian Gutt, AWI

Forschende haben eine der wichtigsten Algen des Arktischen Ozeans, Melosira arctica, zur Alge des Jahres 2016 gekürt. An ihr wollen Wissenschaftler die Auswirkungen des Klimawandels studieren, weil derzeit völlig offen ist, ob Melosira Opfer oder Profiteur des schmelzenden Meereises werden wird. Obwohl sie die produktivsten Algen im Arktischen Ozean sind, ist nur wenig über ihre Lebensweise bekannt. Das soll ein neues Forschungsprojekt nun ändern. Die Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), in der all jene Algenforscher organisiert sind, die Melosira zur Alge des Jahres 2016 gewählt haben, stellt die Alge und das Forschungsprojekt auf ihrer Website in Bild und Text vor.

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26. Aug 2015 · DBG · Pressemitteilung

Ausgezeichnet: Fleischfressende Modellpflanze für Evolutionsstudien zur Genomgröße

Andreas Fleischmann fotografiert einen fleischfressenden Sonnentau in einem Sumpfgebiet Westaustraliens. Foto: Thomas Carow

Weil er Pflanzen der Gattung Genlisea (Reusenfallen) so gründlich untersuchte, dass diese sich zu neuen Modellorganismen für Genomstudien mausern können, erhält Dr. Andreas Fleischmann den diesjährigen Strasburger-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG). Diese fleischfressenden Pflanzen eignen sich besonders dafür zu erforschen, wie und warum es einige Organismen schaffen, ihren gesamten Bauplan und ihre gesamte Erbinformation auf sehr wenig „Speicherplatz“ unterzubringen, während andere − oft sogar nahe verwandte Arten − dafür ein Vielfaches mehr benötigen. Diese Frage beschäftigt Evolutionsbiologen schon lange. Fleischmann erhält den mit 2.500 Euro dotierten, von Springer Spektrum gestifteten Strasburger-Preis, am Montag, den 31. August 2015 während der diesjährigen Botanikertagung in Freising aus den Händen des Präsidenten der DBG, Prof. Dr. Karl-Josef Dietz.

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26. Aug 2015 · DBG · Pressemitteilung

Ausgezeichnet: DNA-Barcoding zur Gewässergüteanalyse mit Kieselalgen

Jonas Zimmernann erhält den Horst Wiehe-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft. Foto: privat

Jonas Zimmermann erhält Horst Wiehe-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft

Weil er das DNA-Barcoding als neue Methode für Gewässergüteanalysen mit Kieselalgen etablierte, erhält Dr. Jonas Zimmermann den diesjährigen Horst Wiehe-Förderpreis der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG). In seiner Dissertation identifizierte Zimmermann diejenigen Abschnitte auf der Erbsubstanz, die sich als zuverlässige Marker für das DNA-Barcoding eignen, einer mit den Strichcodes auf Waren im Supermarkt vergleichbaren Erkennungsmethode. Dabei entdeckte er auch vier neue Arten von Kieselalgen in Berliner Gewässern, die der Wissenschaft bis dato völlig unbekannt waren. Die neue Methode wird in Zukunft Umweltanalysen erleichtern, die zur Überwachung von Gewässern in der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) vorgeschrieben sind. Da er gleichzeitig bestehende Referenz-Datenbanken verbesserte, profitieren nicht nur Umweltbiologen sondern auch alle Kieselalgenforscher von seiner Arbeit. Zimmermann, der inzwischen am Botanischen Garten und Botanischen Museum in Berlin (BGBM) arbeitet, erhält den mit 2.000 Euro dotierten Nachwuchspreis während der Botanikertagung am Montag, den 31. August 2015, in München aus den Händen von Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, dem Präsidenten der DBG.

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26. Aug 2015 · DBG · Pressemitteilung

Ausgezeichnet: Endemische Pflanzen in Inseln auf Inseln

Manuel Steinbauer erhält den Wilhelm Pfeffer-Preis 2015 für seine herausragende, theoretische Arbeit zu den Verbreitungsmustern von Pflanzen am 31. August während der Botanikertagung in Freising.

Wilhelm Pfeffer-Preis der DBG geht an Dr. Manuel Steinbauer

Weil er herausfand, wo auf Inseln besonders viele, nur dort lebende, endemische Pflanzen vorkommen und ökologische Theorien weiterentwickelte, erhält der Biogeograph Dr. Manuel Steinbauer von der Universität Bayreuth den diesjährigen, mit 2.500 Euro dotierten Wilhelm Pfeffer-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG).

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05. Jan 2015 · Pressemitteilung · Sektionen

Meersalat Ulva kommt nur mit den richtigen Bakterien in Form

Ulva wächst bandförmig oder wie ein Salatblatt. Fotos und © Thomas Wichard, Universität Jena

Er wächst bandförmig oder wie ein Salatblatt, aber nur wenn Bakterien die Differenzierungs- und Entwicklungsprogramme der Grünalge anwerfen. Wie die Alge dies sicherstellt, schildert die Sektion Phykologie in Text und Bild auf ihrer Website.

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06. Jan 2014 · Pressemitteilung · Sektionen

Chlamydomonas reinhardtii - schneller Schwimmer steht Modell

Das Video zeigt die schraubenförmigen Schwimmbewegungen von Chlamydomonas reinhardtii im Lichtmikroskop.

Der auf der ganzen Welt verbreitete Einzeller misst Licht, schwimmt schneller als der Weltrekordhalter im Brustschwimmen. Die winzige Alge mauserte sich zum Modell-Organismus, an dem die Forschergemeinde ganz verschiedene Dinge untersucht. Sogar neue Forschungszweige in der Neurobiologie und Medizin etablierten sich ausgehend von der Alge: etwa die Optogenetik, die genetisch modifizierte Zellen als Lichtschalter einsetzt. Die Sektion Phykologie stellt das Modell in Text, Bild und Video auf ihrer Website vor.

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Über die DBG

Portrait

Die DBG ist das größte Netzwerk für Pflanzenwissenschaften und Botanik im deutschsprachigen Raum. Als gemeinnützige Gesellschaft vertritt sie alle Fachdisziplinen und fördert die Wissenschaft. Sie ist eine der ältesten, aktiven Botanischen Gesellschaften der Welt, bringt Nachwuchskräfte voran, vereint alle Forschergenerationen und unterstützt den Austausch ihrer rund 950 Mitglieder.

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Mitgliedschaft