Actualia der DBG
Actualia

Nachruf: Professor Dr. Philipp Franken (1960-2025)

Prof. Dr. Philipp Franken im Jahr 2011. Mit freundlicher Genehmigung des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) e.V. in Großbeeren

Das Team unserer Zeitschrift Plant Biology trauert tief um seinen langjährigen und hochgeschätzten Kollegen Prof. Dr. Philipp Franken. Mit großer Bestürzung haben wir erfahren, dass er im Dezember nach schwerer Krankheit im Alter von nur 65 Jahren viel zu früh von uns gegangen ist. Editor in Chief, Prof. Dr. Christiane Werner (Freiburg) skizziert seine wissenschaftlichen Stationen und was Prof. Franken auszeichnete. 

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Actualia · Tagungsbericht

Genetik und Genomik von Mais – Tagung erstmals in Deutschland

The 2026 maize meeting is about to begin in the grand ballroom of the Maritim hotel in Cologne. Photo: Frank Hocholdinger

Beim 68. Maize Genetics Meeting in Köln trafen sich vom 26. Februar. bis 1. März 2026 insgesamt 412 Forschende aus 26 Ländern, um über die neuesten Fortschritte in der Maisgenetik und -genomik zu diskutieren. Diese Konferenz wird meistens in den USA abgehalten und fand bislang nur fünfmal außerhalb der Vereinigen Staaten statt und nun zum ersten Mal in Deutschland. Neben sechs eingeladenen Vorträgen, gab es 30 Kurzvorträge zu hören und 273 Poster zu studieren. Den McClintock Preis gewann in diesem Jahr Joe Ecker vom Salk Institute in San Diego (USA). Ein wichtiges Anliegen der Konferenz war - wie jedes Jahr - die Förderung von Forschenden im frühen Karrierestadium. Über die auch von der DBG geförderte Tagung berichtet der Hauptorganisator, Prof. Dr. Frank Hocholdinger. 

Englischer Bericht + weitere Fotos
Actualia · Tagungsbericht

24. Mitteldeutsche Pflanzenphysiologie-Tagung 2026

Die Teilnehmenden der 24. Mitteldeutschen Pflanzenphysiologie-Tagung 2026 im Innenhof des Biologie-Gebäudes der Technischen Universität Dresden. Foto: Freia Benade

Die ‘Mitteldeutsche Pflanzenphysiologie-Tagung’, bei der sich jährlich hauptsächlich Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen aus vier Universitäten treffen, fand dieses Jahr zum 24. Mal turnusgemäß in Dresden statt. Neben dem sehr wichtigen Forum für Vorträge vom Nachwuchs spielt natürlich auch der allgemeine wissenschaftliche Austausch zwischen den benachbarten Universitäten Instituten der Pflanzenwissenschaften eine große Rolle. Es hatten sich etwa 50 Teilnehmende mit insgesamt 20 Vorträgen angemeldet, davon 15 von Bachelor-, Master-Studierenden sowie Doktorand*innen. Auch diesmal leiteten die sessions wieder Nachwuchskräfte als Chair. Für diejenigen, die schon länger teilnehmen, ist auch die Entwicklung von wissenschaftlichen Projekten über die Jahre spannend, und es ist möglich, die vielen Fortschritte eines Themas zu verfolgen. Diese Tagung ist für die Teilnehmenden kostenfrei. Die finanzielle Unterstützung der DBG ermöglich gut ausgestattete Kaffeepausen, und wir konnten sieben aktiv teilnehmende Studierende auf Bachelor- bzw. Masterniveau noch finanziell unterstützen.

Die präsentierten Themen reichten von Biochemie und Biotechnologie, Molekularbiologie, pflanzlicher Entwicklung über abiotischen Stress und biotische Interaktionen bis hin zu einigen Beiträgen, die sich mit Methodenentwicklung beschäftigten. Letztere versorgte viele Zuhörerinnen und Zuhörer mit neuen Ideen. Zu den Techniken gehörten - neben physiologischen - auch biochemische, molekulare und genetische Methoden. Zahlreiche Teilnehmende lobten die Vielfältigkeit der Themen und die Qualität der Vorträge. Da die Vorträge fast ausschließlich vom wissenschaftlichen Nachwuchs gehalten wurden, enthielten sie viele Daten aus noch nicht veröffentlichten Projekten. Diese wurden ausführlich diskutiert, wozu auch die vielen Kaffeepausen stark genutzt wurden. Das Tagungsformat, je zwei halbe Tage, hat sich wieder bewährt, da nicht nur während des wissenschaftlichen Programms und der Kaffeepausen diskutiert, sondern diese auch beim gemeinsamen Essen in einer lokalen Brauerei fortgeführt werden konnten. Über die Themen, neue Ideen und was im Fokus der Forschung stand, berichtet Organisatorin Prof. Dr. Jutta Ludwig Müller. 

Englischer Bericht
Actualia · Botanik-Tagung

Registrierung offen: Einladung zur internationalen Botanik-Tagung (BT2026)

Zum Herunterladen des Tagungs-Posters in DIN A4, bitte anklicken. Graik: Christopher Grefen und Team

Zu unserer diesjährigen Botanik-Tagung, International Conference of the German Society for Plant Sciences laden Prof. Dr. Christopher Grefen und sein Team vom 6. bis 10. September 2026 nach Bochum ein. Das Motto der Tagung From Industrial Past to Green Future richtet den Fokus auf den Strukturwandel des Ruhrgebiets, vom Kohleabbau und Schwerindustrie hin zu den immer wichtigeren Fragen des Klimaschutzes, der Nachhaltigkeit und Biodiversitätsbewahrung, mit der Pflanzenwissenschaft als treibender Kraft dieser Transformation. In neun Plenar-Vorträgen präsentieren international renommierte Wissenschaftler*innen ihre neuesten Forschungsergebnisse. Die eingeladenen Gäste reisen unter anderem aus Großbritannien, den USA, Österreich, Israel sowie aus zahlreichen Forschungsstätten Deutschlands an. Achtzehn thematische Sessions sowie ein öffentlicher Abendvortrag bilden den wissenschaftlichen Rahmen der Tagung. Ergänzt wird das Programm durch Posterpräsentationen, Workshops und umfangreiche Möglichkeiten zum fachlichen Austausch, die insbesondere auch Forschenden in frühen Karrierestadien Gelegenheit bieten, die Menschen hinter der Forschung kennenzulernen. Registrierungen sind bereits möglich. 

Wichtige Termine sind: 

  • Early-bird deadline: 30 April 2026
  • Standard registration: 1 May – 28 August 2026 (late/onsite fees apply thereafter)
  • Abstract submission deadline: 31 May 2026
  • Notification of acceptance: late June – early July 2026
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Actualia · Botanik-Tagung · Nachwuchsförderung

60 Reise-Stipendien für Forschende im frühen Karrierestadium (ECRs)

Impression von der Botanik-Tagung 2024 in Halle /Saale, bei der mehr als 600 Teilnehmende zusammenkamen. Foto: esw

UPDATE vom 23.3.2026: Alle Reise-Stipendien sind bereits vergeben. 

Um möglichst vielen angehenden Pflanzenwissenschaftler*innen die Teilnahme zu ermöglichen, vergibt unsere DBG bis zu 60 Reise-Stipendien für Mitglieder, die mit einem Poster oder einem (Kurz-)Vortrag zu unserer Botanik-Tagung, International Conference of the German Society for Plant Sciences, nach Bochum kommen, in Höhe von jeweils bis zu 400 Euro für eine Teilerstattung von Tagungsgebühr, Übernachtung oder Reisekosten. Sie können noch bis zur Einreichung des Antrags DBG-Mitglied werden. Das Formular zur Beantragung der Stipendien wird ab 9. März 2026 (9:30 Uhr) im Intranet freigeschaltet werden. Die Stipendien werden nach Prüfung der DBG-Mitgliedschaft nach der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben. Schnell sein lohnt sich also.

Details im Intranet (vorheriges Mitglieder-Log-In erforderlich)

Intranet
Actualia · Nachwuchsförderung

Mehr als zwei Dutzend Master-Arbeiten ausgezeichnet

Die Preisträger*innen erhielten Urkunden für ihre Master-Arbeiten in den diversen pflanzenwissenschaftlichen Disziplinen. Fotos: Preistragende, Laborkolleg*innen sowie Kontaktpersonen an den Universitäten

Mit 26 pflanzenwissenschaftlichen Abschluss-Arbeiten hat die DBG im vergangenen Jahr so viele Pflanzenwissenschaftler*innen im frühen Karrierestadium (ECR) ausgezeichnet, wie noch in keinem Jahr zuvor, seit unsere Gesellschaft die Master-Arbeitspreise seit 2014 an den daran teilnehmenden Hochschulen vergibt. Die Themen der Arbeiten erstreckten sich von ökologischen und Fragenstellungen zu Interaktionen mit anderen Organismen oder der Umwelt, über (epi-)genetische Regulation, morphologische Betrachtungen, Enzymreaktionen, Proteinchemie, Evolution, Photosynthese, biotischen und abiotischen Stress bis hin zu Resistenz-Analysen in Nutzpflanzen. Damit zeigt sich einmal mehr die Vielfalt der wissenschaftlichen Disziplinen, die unsere Fachgesellschaft repräsentiert. Danken möchte der DBG-Vorstand all jenen Kontaktpersonen an den teilnehmenden Universitäten, die die teils nicht einfache Auswahl der besten Arbeiten als Jury jeweils übernommen hatten.

Zu Preisträger*innen und Master-Arbeiten
Actualia · Ausschreibung · Nachwuchsförderung

Ausschreibung der drei Wissenschaftspreise für ECRs

Für ihre begehrten drei Wissenschaftspreise für Forschende im frühen Karrierestadium (ECR) bittet unsere Gesellschaft wieder um Nominierungen geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten aus den Pflanzenwissenschaften. Mit dem seit 1994 vom Verlag Springer Spektrum gestifteten Strasburger-Preis kann eine hervorragende und originelle Leistung eines promovierten Pflanzenforschers / einer promovierten Pflanzenforscherin ausgezeichnet werden. Für den Wilhelm Pfeffer-Preis unserer gleichnamigen Stiftung bittet die DBG ihre Mitglieder um Hinweise auf herausragende Dissertationen. Mit dem Horst Wiehe-Förderpreis wird eine hervorragende Publikation oder Dissertation ausgezeichnet; auch Selbstvorschläge sind hier möglich. Bewerbungsschluss ist der 26. April 2026

Zusammenfassung: Übersicht (pdf)

Übersicht aller Preise (pdf)
Actualia · Tagungsbericht

Erste internationale Tagung über Stammzellen und Meristeme bei Getreidepflanzen

Einige der Teilnehmenden kamen vor dem Vielberth Gebäude der Universität zum Gruppenfoto zusammen. Foto: Ute Schäfers

Das International Symposium on Cereal Meristems and Stem Cell Systems, welches von der DFG Forschungsgruppe FOR 5235 "Stammzellsysteme bei Getreide (CSCS): Etablierung, Aufrechterhaltung und Beendigung" organisiert wurde, brachte Ende September 2025 gut 90 Forschende aus 14 Ländern an der Universität Regensburg zusammen. Das Symposium war die erste internationale wissenschaftliche Konferenz, die ihren Fokus auf die Erforschung von pflanzlichen Stammzellen- und Meristemen insbesondere bei Getreiden wie Mais, Weizen und Gerste gerichtet hat. Die Organisierenden um Prof. Dr. Thomas Dresselhaus und Dr. Melanie Heinrich berichten über die Keynotes, die ausgezeichneten Arbeiten der Forschenden im frühen Karrierestadium (ECRs) und ihre Hoffnung, dass diese Tagung den Grundstein für weitere Konferenzen über diese aufstrebende Forschungsdisziplin legte. 

Englischer Bericht
Actualia

Im Film Silent Friend verleitet ein Ginkgobaum zur Wahrnehmung von Pflanzen

Der Neurowissenschaftler, gespielt von Tony Leung, der eigentlich die kognitive Entwicklung von Babys erforscht, macht ein Experiment mit dem uralten Baum. Foto: Pandora-Film

Ein alter Ginkgobaum im Botanischen Garten Marburgs ist seit mehr als hundert Jahren stiller Zeuge leiser Veränderungen im Leben dreier Menschen: eines Neurowissenschaftlers im Jahr 2020, eines Studenten im Jahr 1972 und einer Studentin im Jahr 1908. Den wie Poesie erzählten Film, mit seinen detailreichen Pflanzenaufnahmen, Zeitrafferdarstellungen und mikroskopischen Aufnahmen aus Zellen kann die stellvertretende Sprecherin unserer Sektion für Angewandte Botanik, Prof. Dr. Jutta Papenbrock, auch anderen ans Herz legen. Sie hat den Film bereits gesehen, der aktuell von Pandora-Film an die lokalen Arthouse-Kinos verliehen wird. Die Pflanzenwissenschaftlerin hofft, dass die Pflanzenvielfalt und wissenschaftlichen Details dazu animieren, die Pflanzenwelt im täglichen Leben bewusster wahrzunehmen.

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DBG Update

VBIO-Rückblick - Februar 2026

Unter dem Dach des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) wird zukünftig das „Netzwerk Biologische Sicherheit (NBS)“ als Arbeitskreis tätig sein, das als bundesweite Vernetzung der Beauftragten für Biologische Sicherheit (BBS) an Hochschulen dient. In seiner Rückschau auf den Monat Februar verweist der Biologie-Dachverband auf eine Kampagne, die zeigt, welche Rolle Naturwissenschaften (inkl. Mathe) in einer sich wandelnden Welt spielt und welche Perspektiven sich jungen Menschen nach einem mathematisch-naturwissenschaftlichen Studium eröffnen. Der VBIO hat sich ferner an der Allianz universitärer und außeruniversitärer Biodiversitätsforschung in Deutschland zur Evaluation der EU-Verordnung zu Access and Benefit Sharing beteilligt und erinnert an die laufende Ausschreibung des Ars legendi-Fakultätenpreis für herausragende Hochschullehre in der Biologie, die bis zum 4. Mai läuft.

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VBIO-Rückblick - Januar 2026

Wie die Forschungskürzungen in den USA auch die Wissenschaft in Deutschland treffen war Thema eines Wissenschafts-Podcasts in Bayern2. Im Podcast „Ein Jahr Trump – So verändert er Deutschlands Forschung" floss auch die Expertise des Präsidenten des Dachverbandes, Prof. Markus Engstler, ein. Das ist eines der vielen Themen aus der Rückschau auf den Monat Januar des VBIO, des Verbandes Biologie, Biowissenschaften & Biomedizin in Deutschland. 

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DBG · Newsletter

DBG Newsletter Nr. 82

Welches neue Werkzeug Gene in unbekannten Organismen entdeckt, wie Pflanzenvielfalt Ökosysteme prägt, wie ein Pilz ein pflanzeneigenes Programm kapert und welche Erfolgsstrategie Parasiten so schwer kontrollierbarer macht.
YoungDBG, the new network for early career plant scientists is beginning to take shape. DBG is looking forward to its Conference in September in Bochum and has recently awarded more master theses with prizes than ever.
The Editors of our journal Plant Biology recommend three reviews on molecules to inhibit plant stress and to enhance crop resilience, on plant molecules that could be used as biopesticides and about the tasiR-ARF pathway in plants. They also suggest to read the viewpoint on why tropical forests vary in their response to hydrologic changes with implications for modelling. And they invite papers for a special issue on tetrapyrrole photoreceptors. The newsletter lists more than 50 conferences and scientific meetings, webinars and workshops, as well as summer schools for early career researchers (ECRs).

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VBIO-Rückblick - Dezember 2025

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) berichtet knapp über das zweitägige Treffen der Präsidiumsmitglieder des Dachverbandes Anfang Dezember in Würzburg, lädt zum SoftSkill Seminar und fasst wichtige Nachrichten aus Forschungs- und Hochschulpolitik im Dezember zusammen. 

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DBG · Newsletter

DBG Newsletter Nr. 81

Erstmals gelang es, die Anzahl der Chromosomen mit CRISPR zu verringern – ohne Nachteile für die Pflanze. Wo Stickstofffixierung den Klimawandel antreibt, welche Organismen sich durch „Yes, we CAM“ auszeichnen und wie sich die DNA einfacher entschlüsseln lässt, steht ebenfalls in den Forschungsnachrichten.
DBG announces to establish a new network for early career scientists, asks for your input on topics to be addressed to all DBG members, and has awarded new Masters of Science with prizes. 
The Editors of our journal Plant Biology recommend three reviews: on how multiple hormones orchestrate successful flowering and reproduction, about current knowledge on biosynthesis and function of phytosterols, sterol conjugates, brassinosteroids, and specialized steroidal metabolites in the very productive monocot Duckweed, and about the hydraulic traits and water use strategies of mountain and dwarf shrubs. 
Besides positive news from the EU, you can find several funding opportunities in this issue. The newsletter also lists conferences, workshops, and other meetings for early career researchers and the scientific community. Please be aware that several (early bird) registrations will already end around the turn of the year or even earlier.

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VBIO-Rückblick - November 2025

Anfang Dezember lud der Dach-Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) gemeinsam mit den wissenschaftlichen Fachgesellschaften aus Physik (DPG), Geowissenschaften (DVGeo), Mathematik (DMV) und Chemie (GDCh) wieder zu einem Parlamentarischen Abend in die Parlamentarische Gesellschaft nach Berlin ein. Zum Thema „Versorgungssicherheit“ vermittelten die Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft Einblicke in aktuelle Herausforderungen und konkrete Forschungsprojekte, in so unterschiedlichen Bereichen wie „Rohstoffe“, „Energie“, „Grundwasser“, „Ernährung“ und „Antibiotika“. Nachrichten aus der Forschungs- und Hochschulpolitk runden den Rückblick auf die Aktivitäten des VBIO im Vormonat ab. 

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DBG · Newsletter

DBG Newsletter Nr. 80

Wie die Wurzel die Blüte triggert, was die Ausbreitung eingeschleppter Pflanzen fördert, wie Aminosäuren transportiert werden, und wie Tomaten verhindern, bei Stress zu überreagieren, steht in unserer Forschungsrubrik.
DBG recently has awarded three early career scientists for their outstanding plant science paper. The confirmed speakers of our international Conference next year in Bochum are worth to already mark your calendars today (6th to 10th of September 2026). A Canada based descendant of a famous German plant scientist made a big donation to DBG to award ECRs.
One of our Sections introduces the keynote speakers of their upcoming conference at the beginning of next year and three of our other Sections report about their recent scientific meetings and the newly elected speaker of one of them.
The Editors of our journal Plant Biology recommend five reviews: about transposable elements, the role of cell walls in Cuscuta parasitism, the sustainable production of capsaicinoids through organellar genome editing, on how forests will respond to compound droughts, as well as about drought responses in ornamental plants for horticulture incl. strategies for resilience. 

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DBG · Newsletter

DBG Newsletter Nr. 79

Wie Hundsrosen ihre ungeraden Chromosomensätze bei der Fortpflanzung aufteilen, welcher medizinisch interessante Wirkstoff gleich zweimal unabhängig in zwei Pflanzen entstand und welches Splicing-Protein Wachstum und Stressanpassung ausbalancieren hilft, steht in unserer Forschungsrubrik.
DBG informs about current activities for ECRs and about our society-owned scientific journal. Half of our Sections are looking forward to their conferences in the summer months.
Three reviews in the Journal Plant Biology summarize current knowledge about anthocyanin pigmentation and promising usage, about bees, flowers and UV as well as about Ginkgo biloba flavonoids. And a research paper reveals, which trees in temperate forests are drought resistant and how they influence each other.

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DBG · Newsletter

DBG Newsletter Nr. 78

Wann Wurzel-Gravitropismus unterdrückt wird, was Sorghumhirse noch interessanter macht und welcher Organismus nach mehreren tausend Jahren erfolgreich wiederbelebt wurde, sind Themen in der Forschungsrubrik. Außerdem: zur Zukunft wissenschaftlichen Publizierens. 
ECRs hurry up to register and submit your abstracts to take part in the conferences of three of DBG’s Sections (Biodiversity and Evolutionary Biology, Natural Products, and Applied Botany), since their deadlines are coming soon. 
The Editor of our journal Plant Biology suggests to read a review summarizing where microRNAs contribute to gene regulation circuits and a viewpoint article about a new and more precise method to study microtubule-related processes. 
Please be aware that several other (early bird) registrations for the 29 listed plant-science congresses and DBG-supported meetings will also end on 30th or 31st May.

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DBG · Politik

Stellungnahme: DBG zum Regulierungsvorschlag der EU für Neue Genomische Techniken

Die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) begrüßt den Vorschlag der EU-Kommission vom 5. Juli 2023 zur Regulierung der Nutzung von mit neuen genomischen Techniken (NGT) erzeugten Sorten, um das Gentechnik-Recht an den aktuellen Wissensstand anzupassen. Es hat sich aus wissenschaftlicher Sicht als sinnvoll erwiesen, neue Pflanzensorten nach ihren Eigenschaften und nicht nach Art ihrer Erzeugung zu bewerten. Die DBG schätzt die Vorschläge der EU zur Kategorisierung und den einzelnen genetischen Änderungen im Folgenden ein und schlägt konkrete Präzisierungen vor.

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Umfrage zeigt hohen Bedarf an Freilandstudien mit gentechnisch veränderten Pflanzen

Abbildung 1: Häufigkeit der Pflanzenarten oder Pflanzengattungen, die in Freilandstudien untersucht werden sollten. Insgesamt wurden 229 Antworten gegeben. Die Kategorie Bäume umfasst Pappel, Fagus, Picea und Sequoiadendron.

Eine online-Befragung unter Pflanzenwissenschaftler*innen in Deutschland zeigt großen Bedarf an Freilandstudien mit gentechnisch veränderten Pflanzen. Nur mit Studien im Freiland lassen sich aussagekräftige Ergebnisse z.B. zur Ertragsbildung sowie Klima- und Stresstoleranz gewinnen. Vor gezielter Zerstörung gesicherte Freilandflächen (sog. Protected Sites) sind ein Lösungsansatz. Für 83 Prozent der Teilnehmer*innen an der Umfrage eröffnen sich damit neue Forschungsperspektiven. Die Einrichtung solcher zerstörungssicheren Freilandflächen kann die internationale Konkurrenzsituation der Pflanzenwissenschaften in Deutschland grundlegend verbessern. Dies ist wichtig, weil derzeit auch genomeditierte Pflanzen unter die Regularien des Gentechnikgesetzes fallen. Deshalb besteht dringender Handlungsbedarf  ̶̶  unabhängig von einer zukünftigen, an den Stand wissenschaftlicher Erkenntnis angepassten Neuregulierung genomeditierter Pflanzen in der EU.

zu den Ergebnissen und Abbildungen

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Wochen-Chronik
Forschungsergebnis

Das evolutionäre Geheimnis des Kalifornischen Mohns

Charakteristische Merkmale von Pflanzen wie Inhaltsstoffe oder Blütenfarbe können durch höchst unterschiedliche Evolutionsgeschichten entstanden sein. Das zeigt eine internationale Studie zum orange blühenden Kalifornischen Mohn (Eschscholzia californica) unter der Leitung von Forschenden der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). Das Forschungsteam hat die Biosynthesen von Alkaloiden und Carotinoiden sowie von Blütenkontroll-Faktoren dieser Pflanze auf genetischer Ebene verglichen. Dabei analysierten die Forschenden erstmals ein Transkriptom, also die Gesamtheit aller durch das Übersetzen von DNA erstellten RNA-Transkripte. Ihre Ergebnisse sind heute im Fachmagazin The Plant Cell erschienen. Die umfangreichen Transkriptom-Daten liefern eine wertvolle Ressource für zukünftige Evolutionsstudien sowie für die Suche nach pharmakologisch interessanten Wirkstoffen.

Quelle: JLU
Forschungsergebnis

Warum Pflanzen an trockenen Böden scheitern

Pflanzen müssen mit ihren Wurzeln Wasser aus dem Boden saugen – gegen den Widerstand von Kapillarkräften, die das Wasser im Boden zurückhalten. Wie Modellrechnungen zeigen, steigen diese Kapillarkräfte sehr steil an, wenn die Poren im Boden beginnen auszutrocknen. Die Saugkraft der Pflanzen wird dadurch bestimmt, dass die Poren im Boden dann fast nichts mehr hergeben. Die Ende Januar im Fachmagazin Science veröffentlichten Ergebnisse des Teams der Eidgenössischen Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich) erklären, warum der Erfolg von Züchtungsprogramme für dürretolerante Pflanzen bisher ausgeblieben ist, wie die EHT Zürich heute bekannt gibt.

Quelle. ETH Zürich
Forschungsergebnis

Biosynthese von Chinin aufgeklärt

Forschende Tingan Zhou, Sarah O’Connor und Blaise Kimbadi Lombe im Gewächshaus. Foto und (c): Angela Overmeyer, MPI für chemische Ökologie

Jahrhundertelang galt es als Rätsel: Wie genau bildet der Chinarindenbaum seine wertvollen Alkaloide – darunter das lebensrettende Chinin gegen Malaria? Ein Forschungsteam ist diesem Geheimnis auf die Spur gekommen. In einer neuen Studie zeigen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie die Pflanze schrittweise das komplexe molekulare Gerüst aufbaut, das für Chinin charakteristisch ist. Die Forschenden identifizierten die Enzyme, die für die Aktivierung der chemischen Reaktionen innerhalb der Pflanze verantwortlich sind. Die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie von Forschenden des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena zusammen mit Kolleginnen und Kollegen der University of Georgia eröffnet neue Möglichkeiten für eine nachhaltige und effiziente Laborproduktion von Naturstoffen wie Chinin und verwandten Wirkstoffen.

Quelle: MPI für chemische Ökologie
Forschungsergebnis

Pflanzenwandel folgt Klimawandel: Berggipfel reagieren am schnellsten auf Erwärmung

In Höhenlagen reagierten Pflanzengemeinschaft am schnellsten auf die Erwärmung. Foto und (c): Gernot Kunz

Ökosysteme in Europa reagieren unterschiedlich auf die Klimaerwärmung: In Berglagen schrumpfen die Bestände kälteangepasster Pflanzenarten besonders schnell, während sich Wälder und Grasländer deutlich langsamer verändern. In allen untersuchten Ökosystemen hängen Pflanzengemeinschaften der Klimaerwärmung zeitlich hinterher („Klimaschuld”). Dies ist das Ergebnis einer Studie, die in der Zeitschrift Nature veröffentlicht wurde. Die neue Studie basiert auf einer umfangreichen Datenbank mit mehr als 6.000 Langzeitbeobachtungsflächen – von Irland bis zur Ukraine und von Norwegen bis Spanien. Der Vergleich aktueller mit historischen Daten zeigt, dass einzelne Ökosysteme unterschiedlich auf die lokale Erwärmung reagieren. Die Forschungsarbeit wurde beim Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) initiiert und von der Universität Gent geleitet. Beteiligt waren Forscherinnen und Forscher der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), der Universität Leipzig, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Senckenberg Instituts für Pflanzenvielfalt Jena (SIP).

Quelle: iDiv
Forschungsergebnis

Forschung auf Augenhöhe im Amazonas mit neuer Palmenart

Die Karte, wo die neue Palme Attalea táam zu finden ist, entstand in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit mit den Cacua. Foto und (c): Juan Carlos Copete

Forschende der Universität Zürich haben im Urwald Kolumbiens eine bisher unbekannte Palmenart entdeckt und beschrieben. In enger Zusammenarbeit mit der indigenen Gemeinschaft vor Ort kartographierten sie deren Vorkommen und unterzogen ihre Studie einem lokalen Peer-Review-Prozess. Die Beschreibung und ein Foto der neuen Art namens Attalea taam (Arecaceae) ist im Fachmagazin Phytotaxa veröffentlicht.

Quelle: Uni Zürich 
Köpfe und Karrieren

Phykologin Karin Glaser leitet Nationales Monitoringzentrum zur Biodiversität

Die Zentrale des Nationalen Monitoringzentrums zur Biodiversität (NMZB) steht seit dem 1. März 2026 unter der Leitung von Dr. Karin Glaser, wie das NMZB heute bekanntgab. In ihrer Funktion verantwortet sie die strategische Weiterentwicklung und Koordination des bundesweiten Biodiversitätsmonitorings. Ziel des NMZB ist es, bestehende Monitoringaktivitäten aus Forschung und Praxis besser zu vernetzen, Lücken zu identifizieren und ein umfassendes Gesamtbild zum Zustand und zu den Veränderungen der biologischen Vielfalt zu schaffen. Glaser ist die zweite Vorsitzende unserer Sektion Phykologie, war Juniorprofessorin für Biologie und Ökologie an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg. In der Biodiversitätsforschung ist Glaser seit ihrer Promotion tätig. Schwerpunktmäßig befasste sie sich dabei mit molekularen und morphologischen Methoden zur Erfassung der Bodenbiodiversität, insbesondere der Diversität und ökophysiologischen Leistungen terrestrischer Mikroalgen.

Quelle: NMZB
Forschungsorte

Innovationszentrum für Agrarsystem-Transformation (IAT) eröffnet

Wie kann Landwirtschaft wettbewerbsfähig, umweltschonend und klimaresilient sein und zugleich Versorgungs- und Ernährungssicherheit auch in Krisenzeiten gewährleisten? Mit dem heute im Futurium in Berlin feierlich eröffneten Innovationszentrum für Agrarsystemtransformation (IAT) gehen das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF), die Universität Kassel, die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Hochschule Geisenheim gemeinsam neue Wege. In fünf Regionen in Brandenburg und Hessen – den Reallaboren – werden künftig gemeinsam mit Praxisakteuren innovative Lösungen für zentrale Herausforderungen in Landwirtschaft und Ernährungssystemen entwickelt und unter realen Bedingungen erprobt. Auch um Lösungen zu finden, die eine verlässliche Versorgung sichern, wirtschaftlich tragfähig bleiben und zugleich ihren Beitrag zu Klimaschutz und Ressourcenschonung leisten. Dies gelingt langfristig nur mit innovativen Praktiken, die auf gesunde Böden und Landschaften aufbauen. Genau hier setzt das IAT an. Mit einer gemeinsamen Forschung und neuen Service- und Infrastrukturen unterstützt es Akteure im Agrar- und Ernährungssystem dabei, ihre Produktionsweisen und Kooperationsstrukturen so weiterzuentwickeln, dass sie klimaangepasst, ressourcenschonend und wirtschaftlich stabil arbeiten können.

Quelle: ZALF
Forschungsergebnis

Photorespiration trägt zur epigenetischen Steuerung von Pflanzen bei

Die Photorespiration galt bislang als ein besonders verschwenderisches Nebenerzeugnis der Photosynthese. Dieser Vorgang spielt jedoch eine wichtige Rolle für den Erhalt des pflanzlichen Epigenoms, das in Reaktion auf Umwelteinflüsse steuert, welche Gene ein- oder ausgeschaltet werden. Das zeigen Untersuchungen, die Forschende des Helmholtz Zentrums München, der Technischen Universität München und der Universität Heidelberg durchgeführt und im Fachmagazin Nature Plants veröffentlicht haben. Damit schlagen die Forschenden eine Brücke zwischen Stoffwechsel und Genregulation und gewinnen neue Erkenntnisse zur pflanzlichen Reaktion auf Umwelteinflüsse.

Quelle: Uni Heidelberg
Forschungsergebnis

Nicht jeder Wald kühlt die Erde

Im Kampf gegen die Klimakrise setzen Staaten große Hoffnungen in Aufforstungsprojekte. In einer Studie zeigen Forschende der ETH Zürich, dass der Standort der Aufforstung meist entscheidender ist als die Anzahl Bäume: Werden Wälder strategisch geschickt platziert, könnte der gleiche Kühleffekt bei halb so großem Flächenverbrauch erzielt werden. Für ihre Modellierung haben die Forschenden drei bestehende und in den Klimawissenschaften oft genutzte Aufforstungsszenarien ausgewählt, die unterschiedliche ökonomische und ökologische Annahmen über Aufforstungsmöglichkeiten treffen. Die Forschenden haben für die drei Szenarien berechnet, welche biochemischen und biophysikalischen Temperatureffekte die Aufforstungen bis im Jahr 2100 hätten – und wie sich diese auf das globale Klimasystem auswirken würden. Die Ergebnisse waren verblüffend: Obwohl sich die aufgeforstete Fläche um 450 Millionen Hektar unterschied, erzielten zwei der untersuchten Szenarien nahezu die gleiche globale Abkühlung. Der Unterschied entspricht einer Fläche, die etwa so groß ist wie alle EU-Staaten zusammen. "Dass wir den gleichen Klimaeffekt mit signifikant weniger Land erreichen können, zeigt, dass es wichtiger ist, wo wir pflanzen, als wie viel wir pflanzen", sagt Nora Fahrenbach, Doktorandin in der Gruppe von Jnglin Wills und Erstautorin der Studie, die im Fachmagazin Communincations Earth & Environment veröffentlicht wurde. 

Quelle: ETH Zürich
Forschungsorte

FutureWaterCampus an der Uni Duisburg-Essen

Die Universität Duisburg-Essen erhält ein neues Zentrum für ihre international anerkannte Wasserforschung: Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäische Fonds für regionale Entwicklung fördern den FutureWaterCampus. Umweltminister Oliver Krischer hat heute einen Bewilligungsbescheid über 11,5 Millionen Euro übergeben. Drei wissenschaftliche Schwerpunkte stehen dabei im Fokus:

  • Algenforschung: Die Universität Duisburg-Essen verfügt über die weltweit größte universitäre Algensammlung und ist international führend, unter anderem in Kooperation mit Partnern wie der University of California, Berkeley.
  • Membranforschung: Als Schlüsseltechnologie moderner Trennverfahren spielt sie eine zentrale Rolle in der Wasseraufbereitung sowie in der Umwelt- und Biotechnologie.
  • Photokatalyseforschung: Innovative Verfahren zur Wasserreinigung, etwa durch den Einsatz von Licht werden entwickelt.
Quelle: Uni Duisburg-Essen
Forschungsergebnis

Rolle der Biodiversität für die Widerstandsfähigkeit von Mangrovenwäldern

Mangrovenbäume in den Sundarbans in Bangladesch. Foto und (c): Martin Zimmer, ZMT

Wie widerstandsfähig Mangrovenwälder gegenüber zunehmenden Umweltbelastungen sind, hat ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) untersucht und dabei auf die Rolle der Biodiversität für die Resilienz von Mangrovenwäldern fokussiert. Die Studie entstand in den Sundarbans, einem der größten zusammenhängenden Mangrovenökosysteme der Erde. Um die Widerstandsfähigkeit der Sundarbans und die damit verbundenen Einflussfaktoren zu untersuchen und zu bewerten, nutzten die Forschenden satellitengestützte Messwerte für Pflanzenwachstum (Vegetationsindizes) sowie Biodiversitäts- und Umweltdaten. Mit Hilfe eines komplexen statistischen Modells konnten sie die Korrelation verschiedener Messgrößen für Artenvielfalt und Umweltparameter mit Werten für die Widerstandsfähigkeit vergleichen. Die Berechnungen zeigten: In den Sundarbans wirken bis zu acht Umweltstressoren auf das Ökosystem ein. Dazu zählen: Zyklone, das Eindringen von Salzwasser, Hitze und eine verringerte Süßwasserverfügbarkeit während Trockenzeiten. Die Widerstandsfähigkeit der Mangrovenwälder gegenüber derartigen Störungen und Stress unterschied sich je nach Gebiet und Zone. Insgesamt jedoch verloren in den vergangenen Jahrzehnten 10 bis 15 Prozent der gesamten Sundarbans an Widerstandskraft, berichten die Forschenden im Fachjournal Nature Communications Earth & Environment.

Quelle: ZMT
Forschungsorte

Neuer Elitestudiengang „Ecological Forecasting“

Der neue Elitestudiengang Ecological Forecasting (M.Sc.) qualifiziert Expertinnen und Experten darin, ökologische Veränderungen qualifiziert vorherzusagen. Er startet zum Wintersemester 2026/27 an der Universität Bayreuth. Dabei steht die datengestützte Entwicklung, Validierung und kontinuierliche Verbesserung von Vorhersagemodellen im Mittelpunkt. „Angesichts der tiefgreifenden ökologischen Veränderungen braucht unsere Gesellschaft dringend Expertinnen und Experten, die diese Herausforderung kompetent und vorausschauend meistern können“, betont Prof. Dr. Steven Higgins, Studiengangsmoderator und Professor für Pflanzenökologie an der Uni Bayreuth.

Quelle: Uni Bayreuth
Forschungsergebnis

Pilze kapern Pflanzenregulator, um Symbiose zu fördern

Die Co-Erstautoren Dr. An-Po Cheng und Manisha Haag untersuchten Lotus japonicus und seine Beziehung zu Rhizophagus irregularis, um der Frage nachzugehen, wie bestimmte Pilze in lebende Pflanzenzellen eindringen können, ohne eine Immunantwort auszulösen. Foto und (c): sevens+maltry, MPI-MP

Pflanzen sind ständig auf der Hut. Ihre Wurzeln sind mit molekularen Alarmsystemen ausgestattet, die eindringende Mikroben erkennen und Immunreaktionen auslösen. Dennoch gelingt es nützlichen Bodenpilzen regelmäßig, in lebende Pflanzenwurzeln einzudringen und dort enge Partnerschaften einzugehen, die für die Nährstoffversorgung der Pflanzen unerlässlich sind. Forschende des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP) haben nun entdeckt, dass diese Pilze kleine RNAs in die Pflanze einschleusen, die wahrscheinlich ausgewählte Abwehrsysteme von innen heraus heimlich ausschalten können. Sie nutzen den pflanzeneigenen Mechanismus zur Stilllegung von Genen, um gezielt bestimmte Gene, darunter auch solche zur Immunabwehr, vorübergehend auszuschalten. Dieser als „Cross-Kingdom RNA Interferenz” bezeichnete Prozess ermöglicht es Pilzen, Wurzeln zu besiedeln, ohne dabei eine Abwehrreaktion auszulösen, wie das Team gemeinsam mit Forschenden der LMU München in der Zeitschrift Nature Plants darlegt.

Quelle: MPI-MP
Forschungsergebnis

Wie die Züchtung winterharter Ackerbohnen gelingen könnte

Gut differenzierte Winterhärte einer vielfältigen Gruppe von Inzuchtlinien von Frühjahrs- und Winter-Ackerbohnen. Foto und (c): Windhorst, IPK

Ein internationales Forschungsteam hat einen kleinen, aber folgenreichen genetischen Unterschied bei der Ackerbohne (Vicia faba) entdeckt. Ob eine Pflanze den Winter übersteht oder aber nur im Frühjahr angebaut werden kann, hängt maßgeblich von einer einzigen Stelle im Genom ab. Das schildert das Team mit Beteiligung des Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) im Fachmagazin Nature Genetics. Das Ergebnis könnte die Züchtung robuster Sorten deutlich beschleunigen.

Quelle: IPK (pdf)
Förderung

Gesucht: Projektideen zum nachhaltigen Anbau von Leguminosen

Das Kompetenzzentrum Proteine der Zukunft sucht im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) Forschungseinrichtungen und Unternehmen für die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zum Thema "Nachhaltige Anbausysteme mit Leguminosen". Skizzen können bis zum 21. Mai 2026 bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) eingereicht werden.

Quelle: BLE
Forschungsergebnis

Schlüsselprotein SYFO2 ermöglicht „Selbstdüngung“ von Hülsenfrüchten

Pflanzenwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Ott. Foto und (c): Michael Spiegelhalter, Uni Freiburg

Das in Wurzeln von Hülsenfrüchten vorkommende Protein SYFO2 ermöglicht die „Selbstdüngung“ der Pflanzen. Das zeigt erstmals ein internationales Forschungsteam um Prof. Dr. Thomas Ott, Mitglied des Exzellenzclusters CIBSS an der Uni Freiburg. Den Forschenden ist es zudem gelungen, die tomateneigene Version von SYFO2 zu aktivieren. Die Studie wurde im Fachmagazin Science veröffentlicht und erweitert das Verständnis darüber, wie tomateneigene Symbiose-Gene gesteuert werden können. Sie legt den Grundstein für zukünftige Bemühungen, die nützlichen Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Rhizobien zu verbessern und die Fähigkeit zur Stickstoff-Fixierung auf Nutzpflanzen zu übertragen – mit dem langfristigen Ziel, den Bedarf an Düngemitteln zu reduzieren.

Quelle: Uni Freiburg
Forschungsergebnis

Wie Brände, Stürme und Borkenkäfer Europas Wälder bis 2100 formen

Bäume mit sichtbaren Borkenkäferschäden. Wie sich diese und zwei weitere Faktoren auf Europas Wälder auswirken könnten, haben Forschende ausgerechnet. Foto und (c): Rupert Seidl, TUM

Waldbrände, Stürme und Borkenkäfer haben großen Einfluss auf Wälder und die Leistung, die diese für Klima, Mensch und Umwelt erbringen. Ein internationales Forschungsteam hat erstmals berechnet, wie diese drei Faktoren Europas Wälder bis 2100 verändern könnten. Bereits im bestmöglichen Szenario sehen die Forschenden einen deutlichen Anstieg der geschädigten Fläche – im pessimistischsten Fall sogar eine Verdoppelung der Waldschäden. Die Ergebnisse veröffentlichte das Team um Rupert Seidl, Professor für Ökosystemdynamik und Waldmanagement an der Technischen Universität München (TUM), im Fachmagazin Science. Die Studie wurde im Rahmen des Projekts Resonate – Resilient Forests for Society durchgeführt, welches vom European Forest Institute (EFI) koordiniert wurde.

Quelle: TUM
Forschungsergebnis

Frankens Landwirtschaft der Zukunft: Oliven und Mandeln statt Gerste und Zuckerrübe?

Ein ungebremster Klimawandel wird die deutsche Landwirtschaft bis 2100 radikal verändern und könnte mediterrane Kulturen nach Franken bringen. Das zeigt die Studie eines Forschungsteam der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). Dabei dient die Region Franken als „Mitteleuropa im Kleinen“. Aufgrund ihrer heterogenen Topographie – von tiefgelegenen Flusstälern bis zu Mittelgebirgslagen über 1.000 Metern – ist die Region repräsentativ für weite Teile Zentraleuropas. Die Ergebnisse besitzen somit eine Signalwirkung für ganz Deutschland. Die Analyse zeigt eine massive Verschiebung der Klimazonen. Was das für die Landwirtschaft in Franken bedeutet, prognostiziert die Studie so: Einige weniger wärmeliebende Kulturen werden an Bedeutung verlieren. Dazu zählen in erster Linie Gerste, Zuckerrüben und Futterpflanzen wie Silomais und Futter-Ölsaaten. Andere Produkte können sich halten oder werden an Bedeutung gewinnen. Das gilt für Roggen, Weizen, Raps und Mais. Aber auch der Weinbau wird in fast allen Teilregionen Frankens deutlich an Bedeutung gewinnen. Durch die klimatische Annäherung an den Mittelmeerraum könnten neue Kulturen attraktiv werden, die heute in Franken als „exotisch“ gelten: Hierunter fallen vor allem Pfirsiche, Oliven, Südfrüchte sowie Mandeln, Haselnüsse und Kastanien. Die Ergebnisse hat das Team aus den Bereichen Klimaforschung, Informatik und Fernerkundung in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht.

Quelle: JMU
Köpfe und Karrieren

Preis für Naturstoff-Forschung für Jakob Franke

Die DECHEMA-Fachgruppe Niedermolekulare Naturstoffe mit biologischer Aktivität hat Ende Februar während des 38th Irsee Natural Product Symposium die Forschungspreise für Nachwuchswissenschaftler vergeben. Prof. Dr. Jakob Franke vom Institut für Botanik der Leibniz-Universität Hannover erhielt den Nachwuchswissenschaftler-Preis für Naturstoff-Forschung 2026 für seine herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der pflanzlichen Naturstoffe und seine Innovationskraft an der Schnittstelle zwischen klassischer Naturstoffchemie und datengetriebener Wirkstoffforschung. Mit den Preisen für Naturstoff-Forschung werden herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der niedermolekularen Naturstoffe mit biologischer Aktivität gewürdigt. Die Auszeichnungen sollen den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern, exzellente Forschung sichtbar machen und den Austausch innerhalb der Naturstoff-Community stärken.

Quelle: DECHEMA
Forschungsergebnis

Tomaten- und Paprika-Anbau gefährdet

Blatt-Ringflecken-Symptom, verursacht durch das Tomato spotted wilt virus an Paprika-Pflanzen. Foto und (c): DSMZ

Neue Virusvarianten des Tomato spotted wilt virus (TSWV) überwinden wichtige Resistenzgene bei Tomaten- und Paprika-Pflanzen, sodass der Anbau weltweit gefährdet wird. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass bestimmte agronomische Praktiken – wie der Wechselanbau resistenter Sorten oder der gleichzeitige Anbau resistenter Tomaten- und Paprikasorten in unmittelbarer Nähe – unbeabsichtigt die Selektion und Verbreitung aggressiverer Virusvarianten begünstigen könnten. Dieses Szenario wurde bereits in Italien beobachtet und könnte auch auf andere Regionen weltweit zutreffen. „Unsere Ergebnisse eröffnen neue Erkenntnisse für Produktionssysteme, in denen Tomaten und Paprika räumlich nah angebaut werden, und machen eine Neubewertung derzeitiger landwirtschaftlicher Praktiken und Strategien im Krankheitsmanagement notwendig. Besonders empfehlen wir ein systematisches Screening nach D-RB-Stämmen des TSWV überall dort, wo beide Kulturen in unmittelbarer Nähe wachsen. Überwachung und angepasste Managementansätze sind entscheidend, um Risiko, Ausbreitung und Auswirkungen dieser neuen Virusvarianten zu reduzieren und die Erträge zu sichern“, fasst Dr. Paolo Margaria zusammen, Leiter der Arbeitsgruppe Discovery and Diversity in der Abteilung Pflanzenviren des Leibniz-Instituts der Deutschen Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen (DSMZ). Die Ergebnisse haben Forschende des DSMZ, des italienischen Nationalen Forschungsrats (CNR) und von BASF-Nunhems Italy gestern in der international Fachzeitschrift Virology publiziert.

Quelle: DSMZ
Förderung · Politik

Neues Förderinstrument „Nexus“ für Exzellenznetzwerke der Forschung auf EU-Ebene vorgeschlagen

Wie lässt sich die europäische Wissenschaft im weltweiten Wettbewerb stärken? Zu dieser Frage haben Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und Wissenschaftsrat (WR) am 3. März in Brüssel ein Diskussionspapier mit dem Titel Nexus – Networking excellence – Enabling participation – Transforming European Science vorgestellt (hier das ganze Konzept in English als pdf). Darin schlagen sie vor, die Spitzenforschung innerhalb des Europäischen Forschungsraums stärker zu vernetzen. Mit Nexus soll – in Ergänzung zu bereits bestehenden Förderinstrumenten – die institutionalisierte Zusammenarbeit der besten Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Europa gestärkt werden. Ausgangspunkt der Überlegungen ist der Draghi-Bericht des früheren Präsidenten der Europäischen Zentralbank zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit, der 2024 in Anlehnung an den European Research Council (ERC) einen „ERC für Institutionen“ als hoch kompetitives Programm für besonders forschungsstarke Einrichtungen skizziert hatte. 

Quelle: DFG
Projekt

Waldvielfalt in Zahlen - Projekt zum Vergleich von Biodiversität

Mehrschichtiger Buchenwald mit vielfältigen Strukturen. Foto und (c): M. Lauterbach, LWF

Wie lässt sich biologische Vielfalt im Wald objektiv messen? Mit dem neuen Forschungsprojekt DendroBiom, das Anfang des Jahres gestartet ist, entwickelt die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) praxisnahe Lösungen, um die strukturelle und biologische Vielfalt bayerischer Wälder erstmals vergleichbar in Zahlen darzustellen. Ziel ist es, bestehende wissenschaftliche Ansätze für die forstliche Praxis nutzbar zu machen und quantitative Aussagen zur Waldvielfalt zu ermöglichen. Im Rahmen von DendroBiom werden die von der LWF entwickelten, frei verfügbaren Softwarepakete ForestElementsR und FeNEU weiterentwickelt. Künftig sollen sie neben Standartauswertungen dendrometrischer Daten auch eine quantitative Bewertung der Waldstruktur ermöglichen.

Quelle: LWF
Forschungsergebnis

Wie väterliche Mitochondrien die Fruchtbarkeit von Pflanzen wiederherstellen

Eine Tabakpflanze mit defekten Mitochondrien hat faltige und männlich-sterile Blüten (links). Diese Defekte können bei den Nachkommen durch die Vererbung gesunder väterlicher Mitochondrien behoben werden, was zur Wiederherstellung der Blütenpracht führt (rechts). Foto und (c): sevens+maltry, MPI-MP

Bei Tieren und den meisten Pflanzen werden Mitochondrien über die Mutter vererbt. Wie auch Mitochondrien bei Pflanzen vom Vater vererbt werden können, haben Forschende des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP) entdeckt. Die Forschenden stellten fest, dass väterliche Mitochondrien unter normalen Bedingungen mit einer Häufigkeit von etwa 0,18 % vererbt werden. Dieser Anteil stieg jedoch auf über 7 %, wenn zwei Faktoren zusammenkamen: die Inaktivierung eines Enzyms, das mitochondriale DNA abbaut, und niedrige Temperaturen während der Pollenentwicklung. Unter diesen Bedingungen gelangen die väterlichen Mitochondrien leicht in die Spermien und behalten ihr Genom, wodurch ihre Vererbung an die Nachkommen ermöglicht wird. Bemerkenswert ist, dass bereits wenige väterliche Mitochondrien die normale Entwicklung und Fruchtbarkeit von Pflanzen wiederherstellten, die ansonsten defekte Mitochondrien von ihrer Mutter geerbt hatten. Veröffentlicht haben sie ihre Ergebnisse im Fachmagazin Nature Plants

Quelle: MPI-MP
Forschungsergebnis

Mykorrhiza-Symbiose reagiert empfindlich auf Ungleichgewichte bestimmter Nährstoffe

Langzeitexperiment zu Nährstoffmangel im Grünland an der landwirtschaftlichen Forschungsstation Raumberg-Gumpenstein in Admont. Foto und (c): Kian Jenab, Uni Wien

Die enge Gemeinschaft zwischen Pflanzen und Mykorrhiza-Pilzen reagiert sehr empfindlich auf Ungleichgewichte von Nährstoffen wie Stickstoff, Phosphor und Kalium im Boden. Das zeigt eine 70-jährige Langzeitstudie und liefert wertvolle Einblicke für eine nachhaltige Landwirtschaft. Die Ergebnisse des Teams um die Ökologin Christina Kaiser vom Zentrum für Mikrobiologie und Umweltsystemwissenschaft (CeMESS) von der Universität Wien hat die Ergebnisse im Fachmagazin The New Phytologist unter dem Titel Arbuscular mycorrhizal fungal families and exploration-based guilds exhibit distinct responses to long-term N, P and K deficiencies and imbalances veröffentlicht.

Quelle: Uni Wien
Forschungsergebnis

Stadtbäume können im Sommer mehr CO₂ aufnehmen als Autos ausstoßen

Wie viel Kohlendioxid binden Parks sowie einzelne Bäume in der Stadt und wie viel setzen sie frei? Um diese Frage zu beantworten, haben Forschende der Gruppe Umweltsensorik und Modellierung an der Technischen Universität München (TUM) ein hochaufgelöstes biogenes CO₂-Flussmodell entwickelt. Dabei zeigte sich, dass in München im Jahresdurchschnitt etwa zwei Prozent der städtischen Emissionen durch die Vegetation kompensiert werden. Stadtbäume erzielen die größte Wirkung; Grasflächen hingegen sind oft Netto-CO₂-Quellen. Veröffentlicht sind die Ergebnisse im Fachjournal Earth's Future.

Quelle: TUM
Forschungsergebnis

Wie urbane Grünflächen zum Klimaschutz beitragen

Kartierung der Bodengesundheit in den verschiedenen Campusabschnitten der Universität. Grafik und (c): Mojdeh Safaei

Städtische Grünflächen leisten weit mehr als nur einen Beitrag zur Lebensqualität: Sie speichern erhebliche Mengen organischen Kohlenstoff im Boden und tragen damit zum Klimaschutz bei. Im Projekt GreenJLU unter Leitung von Prof. Dr. Till Kleinebecker, Professur für Landschaftsökologie und Landschaftsplanung an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), wurden die Grünflächen der Gießener Universität erstmals systematisch untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl die Vegetationsstruktur als auch die Nutzungsgeschichte der Grünflächen entscheidend dafür sind, wie viel Kohlenstoff in den Böden gespeichert werden kann. Flächen, die intensiv gepflegt werden, speichern weniger Kohlenstoff als Bereiche mit Gehölzen und Flächen mit ehemals naturnäherer Vegetation. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Urban Forestry & Urban Greening veröffentlicht.

Quelle: JLU
Forschungsergebnis

Ein synthetischer Lichtschalter für die Photosynthese

Doktorandin Finia Uecker und ihr Betreuer Prof. Dr. Thomas Pfannschmidt analysieren die Ergebnisse einer Protein-Gelelektrophorese, die den Aufbau der Photosynthese-Proteine nach dem Einschalten des Optoswitches zeigt. Foto und (c): Sören Pinsdorf, LUH

Pflanzensamen enthalten noch keine funktionierenden Chloroplasten. Nach der Keimung müssen Sämlinge daher den Photosynthese-Apparat zunächst aus hunderten von Chlorophyll- und Proteinmolekülen aufbauen. Wie dieser entscheidende Entwicklungsschritt im Pflanzenleben reguliert wird und wann und wo genau er startet, ist in den molekularen Abläufen noch sehr unverstanden. Pflanzenphysiologen am Institut für Botanik der Leibniz Universität Hannover (LUH) haben nun einen Durchbruch in diesem Forschungsfeld erzielt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bedienten sich dabei einer Mutante mit einem Defekt in der Chloroplasten-RNA-Polymerase. Diese Mutante kann die Gene für die Photosynthese nicht anschalten und bleibt deswegen weiß. Die Forscher reparierten den Gendefekt der Mutante, bauten dabei aber einen synthetischen Lichtschalter mit ein, der unter rotem Licht ausgeschaltet ist, aber unter blauem Licht eingeschaltet wird. Mit diesem Optoswitch konnten die Biologen nun die BVB09 genannte Pflanzenlinie dazu bringen, gezielt Chloroplasten bei Blaulichtbestrahlung zu erzeugen. Chloroplasten können daher nur zu bestimmten Zeitpunkten und in bestimmten Geweben erzeugt werden, wie das Team in der Fachzeitschrift Nature Communications berichtet.

Quelle: LUH
Forschungsergebnis

Warum Korallen ausbleichen

Steigende Meerestemperaturen lassen Korallenriffe auf der ganzen Welt ausbleichen. Ein Forschungsteam an der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) der Technischen Universität München (TUM) hat erstmals die biologischen Prozesse hinter der Korallenbleiche direkt in lebenden Korallen untersucht. Mithilfe von Neutronen gelang es ihnen, strukturelle Veränderungen an den Thylakoidmembranen, an denen die Photosynthese abläuft, während des Bleichprozesses sichtbar zu machen. „Neutronen ermöglichen es uns, die Membranen direkt während der aktiven Photosynthese zu beobachten“, erklärt Dr. Christopher Garvey, ein Autor der Studie und Instrumentenwissenschaftler am FRM II. Die Untersuchungen an der Kleinwinkelstreuanlage KWS-2 des Forschungszentrum Jülich am FRM II in Garching ergaben, dass die Veränderungen im Abstand der Algenmembranen wichtige Hinweise für ihren physiologischen Stress liefern. Die Ergebnisse veröffentlichten die Forschenden im Fachjournal Journal of Applied Crystallography.

Quelle: TUM
Forschungsergebnis

Sukkulente Pflanzen schützen sich durch vielfältige Anpassungsstrategien gegen Trockenheit

Aeonium cuneatum am natürlichen Standort im Unterholz eines Lorbeerwaldes im Anaga-Gebirge Teneriffas. Foto: Thibaud Messerschmid, SNSB

Wie passen sich Pflanzen an Trockenheit und Hitze an? Neue Studien zu Pflanzen der Kanarischen Inseln zeigen, dass Anpassung nicht durch ein einzelnes Merkmal bestimmt wird, sondern durch das Zusammenspiel ganzer Eigenschaftspakete. Selbst nahverwandte Pflanzen können dabei sehr unterschiedliche Wege einschlagen. Offenbar sind die Überlebensstrategien sukkulenter Pflanzen deutlich vielfältiger als nur ein an Wassermangel angepasster Photosynthese-Mechanismus. Vielmehr entwickeln Pflanzen in Trockengebieten ein ganzes Bündel an zusätzlichen Eigenschaften, um optimal an ihre Umwelt angepasst zu sein. In Klimakammer-Versuchen im Botanischen Garten München-Nymphenburg fanden Forschende nun heraus, dass selbst nahverwandte Pflanzen vom selben Standort teilweise sehr unterschiedliche Eigenschaften und Merkmale kombinieren. Zwei Forschungsteams um Prof. Dr. Gudrun Kadereit, Dr. Thibaud Messerschmid und Dr. Jessica Berasategui an den Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns (SNSB) untersuchten die Dickblattgewächs-Gattungen Aeonium und Aichryson, beide heimisch auf den Kanarischen Inseln. Die Ergebnisse wurden in zwei Fachjournalen veröffentlicht: New Phytologist und Ecology and Evolution.

Quelle: SNSB
Forschungsergebnis

Global Greening: Das Grün der Erde verschiebt sich

Das Grün der Vegetation an Land ändert sich im Lauf der Jahreszeiten. Forschende können den globalen „grünen Schwerpunkt“ berechnen und über Jahrzehnte hinweg verfolgen. Sie beobachten eine allmähliche Verschiebung nach Nordosten. Grafik: Ida Flik, iDiv

Eine Gruppe von Forschenden hat eine neue Methode entwickelt, den Schwerpunkt der globalen Vegetation zu berechnen, und damit das Grün der Erde und seinen Wandel zu verfolgen – ein wichtiger Indikator für Aktivität und Gesundheit der Vegetation. Mit Hilfe von Satellitenbeobachtungen und Modellrechnungen konnte das Team berechnen, wie sich der „grüne Schwerpunkt“ verändert: Im Rhythmus der Jahreszeiten bewegt er sich wie eine grüne Welle von seinem nördlichsten Punkt Mitte Juli im Nordatlantik nahe Island zu seinem südlichsten Punkt im März vor der Küste Liberias (noch Nordhalbkugel) und zurück. Die Ergebnisse der Studie, die unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Universität Leipzig entstand, sind in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht.

Quelle: iDiv
Forschungsergebnis

Naturschutz darf nicht am Waldrand stoppen: Grasland verschwindet weltweit

Die Ausweitung von Weideland – vor allem für die Fleisch- und Milchproduktion – ist die bedeutendste Triebkraft der Landnutzungsumwandlung. Foto und (c): Samuel L. Levy

Nicht nur Wälder, sondern auch Grasländer und Feuchtgebiete werden weltweit immer schneller in Acker- und Weideflächen umgewandelt – häufig für die Viehzucht und den Export von Agrarprodukten. Ein internationales Team hat nun erstmalig global analysiert, wo, zu welchem Zweck und wie schnell natürliche Nicht-Wald-Ökosysteme in landwirtschaftliche Flächen umgewandelt werden. Sie zeigen, dass die ökologisch sehr wertvollen Gebiete fast viermal so schnell umgeformt werden wie Wälder. Die Wissenschaftler*innen betonen in ihrer Studie, dass es umfassendere Schutzstrategien benötigt, die über Wälder hinausgehen und auch den Konsum und internationale Nachfragestrukturen berücksichtigen. Die Ergebnisse unter der Leitung des Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung sind im Fachmagazin PNAS veröffentlicht.

Quelle: Senckenberg
Biodiversität · Forschungsergebnis · Politik

Fahrplan für ein europaweites Biodiversitäts-Monitoring

Ein europaweites Monitoring soll den Wandel der biologischen Vielfalt verfolgen und den Naturschutz unterstützen. Das Foto zeigt einen Buchenwald im thüringischen Nationalpark Hainich. Foto und (c): Stefan Bernhardt

Die Biodiversität verändert sich, doch den Regierungen fehlen gute Daten, um den Wandel zu verfolgen und wirksame Naturschutzmaßnahmen abzuleiten. Eine neue Studie unter der Leitung der Universität Amsterdam (UvA), des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) schlägt nun einen umfassenden Fahrplan für den Aufbau eines modernen europäischen Netzwerks für Biodiversitätsbeobachtung (BON) vor – eines Netzwerks, das zu einem globalen Vorbild für das Monitoring biologischer Vielfalt werden könnte. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Nature Reviews Biodiversity veröffentlicht.

Quelle: iDiv
Forschungsergebnis

Torfseen im Kongobecken geben Jahrtausende alten Kohlenstoff ab

Am Zusammenfluss von Fimi und Kasaï in der Demokratischen Republik Kongo trifft schwarzbraunes Wasser aus Waldlandschaften auf das von Eisenoxiden rot gefärbtem Wasser aus Savannenlandschaften. Foto und (c): Matti Barthel, ETH Zürich

Forschende decken erstmals auf, dass große Schwarzwasserseen in den ausgedehnten Torfgebieten des zentralen Kongobeckens uralten Kohlenstoff ausstoßen. Bisher ging die Klimaforschung davon aus, dass der Kohlenstoff im Torf sicher für Jahrtausende gespeichert wird. Wie der Kohlenstoff aus dem Torf bis zum See mobilisiert und schließlich als CO2 in die Atmosphäre entlassen wird, ist noch nicht bekannt. Änderungen beim Klima und bei der Landnutzung, vor allem der Umwandlung von Wald in Kulturland, könnten den Trend verstärken – mit Folgen für das globale Klima. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse des Teams u.a. der Eidgenössischen Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich) im Fachjournal Nature Geoscience.

Quelle: ETH Zürich
Forschungsergebnis

Signalkette entschlüsselt: Wie Wurzelwachstum durch Nitrat gefördert wird

Das Forschungsteam konnte bei der Modellpflanze Arabidopsis zeigen, dass Nitrat eine umfangreiche Signalkaskade aktiviert, also eine Kettenreaktion aus mehreren Kinasen und Transkriptionsfaktoren, die am Ende das Wachstum der Seitenwurzeln verstärkt. Grafik und (c): IPK

Stickstoffdüngung ist für die Produktion pflanzlicher Nahrungsmittel unverzichtbar. Doch zu viel Nitrat belastet die Böden, die Gewässer und das Klima. Pflanzen, die das vorhandene Nitrat besser erreichen und effizienter nutzen, brauchen weniger Dünger - ein wichtiger Grundsatz für eine nachhaltigere Landwirtschaft. Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) hat nun einen molekularen Mechanismus entdeckt, mit dem Pflanzen ihr Wurzelwachstum so anpassen, dass die Nitratvorkommen im Boden besser erreicht und genutzt werden. Die Ergebnisse der Studie wurden am 12. Februar im Fachmagazin Nature Plants veröffentlicht und heute der Öffentlichkeit vorgestellt.

Quelle: IPK (pdf)
Anwendung · Forschungsergebnis

Neues Verfahren zur Beobachtung der weiblichen Meiose in Arabidopsis entwickelt

Weibliche meiotische Zellen (markiert durch ASY1‑eYFP in Grün), eingebettet in somatische Zellen (markiert durch H2B‑mRuby2 in Magenta) in den weiblichen Reproduktionsorganen der Arabidopsis-Pflanze.

Ein neues Verfahren ermöglicht es, die weibliche Meiose - also die Zellteilung während der Ausbildung der Keimzellen - bei der Modellpflanze Arabidopsis thaliana detailliert zu beobachten. Mit dem Verfahren FeM-ID (Female Meiotic cell IDentification) wird ein bedeutendes Problem der Pflanzenbiologie gelöst: Weibliche meiotische Zellen waren bisher schwer zugänglich, daher musste sich die Forschung auf die männlichen Zellen konzentrieren. Die Ergebnisse des Teams vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) wurden im Fachmagazin The Plant Cell veröffentlicht.

Quelle: IPK (pdf) 
Forschungsergebnis

Positiver Staueffekt: Wasserpflanzen stabilisieren den Wasserstand von Fluss (Spree) und Grundwasser

Wasserpflanzen in der Spree. Foto und (c): Jan Köhler

Mithilfe von Langzeitdaten der Spree haben Forschende herausgefunden, dass Wasserpflanzen sinkende Wasserstände von Tieflandflüssen in einem trockeneren Klima kompensieren können. In den letzten Sommern führten die Wasserpflanzen im unteren Teil der Spree zu einem Wasseranstieg von rund 50 bis 60 Zentimetern im Vergleich zur Situation ohne Wasserpflanzen und glichen damit die sinkende Wassermenge aus. Wasserpflanzen halten das Wasser nicht nur im Flussbett, sondern auch im angrenzenden Grundwasser zurück und stabilisieren so den Wasserhaushalt von Auenflächen. Das Forschungsteam des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) hat die Ergebnisse im Fachmagazin Journal of Hydrology veröffentlicht.

Quelle: IGB
Forschungsergebnis

Globale Erwärmung muss unter 2°C bleiben, um Risiken von Kipppunkten zu begrenzen

Die globale Erwärmung muss unter 2°C begrenzt und anschließend so schnell wie möglich wieder unter 1,5°C gesenkt werden, um das Risiko zu verringern, dass Kipppunkte im Erdsystem ausgelöst werden. Langfristig müssten die globalen Temperaturen sogar auf etwa 1°C über dem vorindustriellen Niveau stabilisiert werden. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forschungsteam vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), der Universität Exeter, und dem Zentrum für internationale Klimaforschung (CICERO) in einer jetzt veröffentlichten Studie in Environmental Research Letters.

Quelle: PIK

Jenseits von Mendel: Forschende fordern ein neues Verständnis der Genetik

Vom einfachen Mendelschen Vererbungsmodell zur komplexen Realität: Viele Merkmale entstehen aus dem Zusammenspiel zahlreicher Gene – und werden zusätzlich durch Umwelt und genetischen Hintergrund geprägt. Grafik und (c): Diethard Tautz

Ein Perspektivenartikel in der Fachzeitschrift Genetics plädiert für einen Paradigmenwechsel, um komplexe Genwirkungen im Zusammenspiel mit Umwelt und genetischem Hintergrund aufzuklären. Viele Merkmale und Krankheitsrisiken entstehen nicht durch „ein Gen – ein Merkmal“, sondern durch das Zusammenspiel sehr vieler genetischer Varianten. Klassische Ein-Gen-Modelle erklären die beobachtete Variation von Individuen oft nicht – besonders, wenn Umwelt und genetischer Hintergrund mitwirken. Die internationale Autor*innengruppe der verschiedensten biologischen Disziplinen - darunter auch Pflanzenwissenschaftler*innen -  fordert daher neue experimentelle Paradigmen und passende Infrastrukturen, etwa großskalige, automatisierte Phänotypisierung und systematische Studien unter Berücksichtigung der Umweltvariation. Darauf verweist das Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie, an dem Erstautor, Prof. Dr. em. Diethard Tautz, wirkt.

Quelle: MPI für Evolutionsbiologie
Projekt

1,25 Millionen Euro für Erforschung bakterieller Infektionswege im Reis

Reispflanzen (Oryza sativa) mit ausgebildeten Rispen. Foto und (c): Melissa Stiebner, HHU

Mit der Reinhart-Koselleck-Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) möchte Prof. Dr. Wolf B. Frommer mit seinem Team an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) diejenigen Mechanismen untersuchen, mit denen schädliche Bakterien in das Wasserleitgewebe (Xylem) von Reis eindringen und sich dort ausbreiten. Bakterien wie Xanthomonas oryzae pv. oryzae (Xoo) verursachen die sogenannte Weißblättrigkeit (englisch Bacterial Blight), eine der häufigsten Erkrankungen des Reises. Weltweit verursacht sie erhebliche Ernteausfälle, die eine veritable Gefahr für Reisbauern darstellen. Die Pflanze schützt sich zwar durch mehrere Barrieren, doch Xoo nutzt spezifische Strategien, um in die Wasserleitbahnen einzudringen, sich gegen den Wasserstrom zu bewegen und Nährstoffe aus der Pflanze zu gewinnen. Bisher ist wenig über die genauen Schritte der Infektion bekannt; besonders auf zellulärer Ebene und in Echtzeit existieren nur wenige empirische Beobachtungen. Das neue Projekt soll diese Lücke schließen. Mit modernsten Bildgebungsverfahren, Einzelzell-Analysen und Genomeditierung (CRISPR-Cas) wollen die Düsseldorfer Forschenden die verschiedenen Phasen der Infektion. Dabei steht das grundlegende Verständnis der Infektionsmechanismen im Vordergrund. Auf dieser Basis können gegebenenfalls in einem nächsten Schritt resistente Reissorten entwickelt werden.

Quelle: HHU
Anwendung

28.000 historische Fotos zur Wald- und Lawinenforschung veröffentlicht

Ein bedeutender Teil der Bildarchive der Forschungsanstalt Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) ist ab sofort auf der Bildplattform E-Pics der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich frei zugänglich. Die rund 28.000 digitalisierten Glasplatten, Filmnegative und Dias der WSL und des SLF geben Einblick in über ein Jahrhundert Forschung, Technik und Alltag. Sie zeigen vorwiegend Motive aus den Themenbereichen Wald, Lawinen, Schnee und Landschaften und besitzen großen kulturhistorischen Wert, da sie Forschung und Alltag seit 1902 dokumentieren. Die allermeisten Fotos können frei verwendet werden (Creative-Commons-Lizenz).

Quelle: WSL
Forschungsergebnis

Starke Beweidung und Bodenfruchtbarkeit begünstigen Wachstum nicht heimischer Pflanzen in Trockengebieten

Blick auf Trockenlandökosysteme im Nationalpark La Campana, Chile. Foto und (c): José Luis Gutierrez

In einer globalen Studie haben Forschende analysiert, unter welchen Bedingungen nicht heimische Pflanzen in den zahlreichen Trockengebieten der Erde besonders gut gedeihen und was ihre Verbreitung hemmt. Anhand von Daten aus 98 Untersuchungsgebieten in 25 Ländern auf sechs Kontinenten zeigten sie, dass diese Pflanzen meist schneller wachsen als einheimische Arten und vor allem dort erfolgreicher sind, wo Böden stark beweidet werden und nährstoffreicher sind. Sie breiten sie sich dagegen weniger aus, wenn viele verschiedene einheimische Pflanzen vorhanden waren. Der Erfolg von nicht heimischen, mehrjährigen Pflanzen in Trockengebieten hänge von vielen verschiedenen Faktoren ab, so die Wissenschaftler*innen. Dazu gehöre das lokale Klima, die Bodenqualität und die Vielfalt der heimischen Pflanzen. „Eine hohe biologische Vielfalt schützt Trockengebiete vor invasiven Pflanzen“, sagt Dr. Soroor Rahmanian von der Universität Leipzig und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv). Sie ist gemeinsam mit Prof. Dr. Nico Eisenhauer Erstautorin der Studie, die gerade in der Fachzeitschrift Nature Ecology & Evolution veröffentlicht wurde.

Quelle: Uni Leipzig
Forschungsergebnis

Amazonas-Regenwald wurde zur Kohlenstoffquelle durch die extreme Dürre in 2023

Frühnebel über dem Regenwald, aufgenommen an der ATTO-Station. Foto und (c): Phillip Papastefanou, MPI für Biogeochemie

Der Amazonas-Regenwald war 2023 ungewöhnlich hohen Temperaturen und starker Trockenheit ausgesetzt. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Santiago Botia vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie untersuchte, wie sich diese extremen Bedingungen auf die Fähigkeit des Amazonas-Regenwaldes auswirkten, Kohlenstoff aufzunehmen und zu speichern. Verantwortlich für dieses Wetter war die überdurchschnittlich warme Meeresoberfläche im Atlantik und Pazifik, wodurch weniger Feuchtigkeit vom Atlantik nach Südamerika transportiert wurde. Messungen am ATTO-Observatorium und Satelitten-Daten zeigen, dass die Vegetation zu Beginn des Jahres zwar überdurchschnittlich viel Kohlenstoff aufnahm, dies während der Trockenzeit jedoch drastisch zurückging. Insgesamt verwandelte sich die Region im Jahr 2023 von einer Kohlenstoffsenke in eine Kohlenstoffquelle. Die Studie wurde in AGU Advances veröffentlicht.

Quelle: MPI für Biogeochemie
Politik

VBIO an Evaluation der EU-Verordnung zu Access and Benefit Sharing beteiligt

Seit 2015 ist die EU-ABS-Verordnung (EU) Nr. 511/2014 in Kraft, die sich mit der Nutzung genetischer Ressourcen und der gerechten Verteilung der daraus resultierenden Vorteile befasst. Diese Verordnung dient der Umsetzung des Nagoya Protokolls zu Access and Benefit Sharing (ABS) und wird nun nach zehn Jahren turnusgemäß überprüft. Im Rahmen einer ersten Sondierung hat der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) aktiv an einer Stellungnahme mitgearbeitet, die die Allianz der universitären und außeruniversitären Biodiversitätsforschung in Deutschland gemeinsam mit Konsortium europäischer taxonomischer Einrichtungen (CETAF) vorgelegt hat. Neben der Beantwortung der von der EU vorgegebenen Fragen geht die Stellungnahme auf weitere Beobachtungen ein und betont, dass der Zugang zu genetischen Ressourcen für die Biodiversitätsforschung essenziell ist. Es bestehen derzeit erhebliche rechtliche Unsicherheiten bezüglich der Nutzung und der Verantwortlichkeiten der Nutzenden, so der Biologie Dachverband, in dem auch unsere DBG Mitglied ist. Einer der Änderungswünsche: es bedarf einer Überarbeitung der EU-ABS-Verordnung, um rechtliche Unsicherheiten zu reduzieren und die Forschung zu erleichtern.

Details: VBIO
Stellenangebote
Offene Stellen

Postdoctoral Researcher for 5 years (m/f/d)

How streptophyte cells process environmental information and translate it into growth and physiological responses

Georg-August-Universität Göttingen, Institute for Microbiology and Genetics, Department of Applied Bioinformatics, Göttingen, Germany

Start: 1 May 2026

Deadline: 14 April 2026 

Details: Göttingen University

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PhD position (m/f/d)

Molecular Plant Science

GreenRobust Cluster of Excellence, University of Heidelberg, Germany

Start: around 1 July 2026

Deadline: 15 April 2026

Details (pdf)

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PostDoc position (m/f/d)

Plant Evolutionary Ecology 

GreenRobust Cluster of Excellence, University of Tübingen, Germany

Start: around 1 July 2026

Deadline: 15 April 2026

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PhD position (m/f/d)

Plant Evolutionary Ecology 

GreenRobust Cluster of Excellence, University of Hohenheim, Germany

Start: around 1 July 2026

Deadline: 15 April 2026

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Wissenschaftliche Mitarbeit (m/w/d)

Moderne integrative Taxonomie und maschinelles Lernen zur Entschlüsselung retikulater Artbildung bei Pflanzen – eine Pilotstudie am Beispiel von Thymus (Lamiaceae)

Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Biodiversität, Ökologie und Evolution und dem Senckenberg Institut für Pflanzenvielfalt Jena (SIP), Jena, Deutschland

Start: baldmöglichst

Deadline: 30 April 2026

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Research Associate (m/f/d)

Root carbon dynamics, soil carbon sequestration and climate change in savannas of Southern Africa

Hamburg University, Faculty of Mathematics, Informatics and Natural Sciences, Department of Biology, Institute of Wood Science, Hamburg, Germany

Start: 1 September 2026

Deadline: 14 April 2026

Details: Uni Hamburg

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PostDoc position (m/f/d)

Do single traits synergize to boost macroevolution? - Why are there so many orchid species?

State Museum of Natural History Stuttgart (SMNS), Stuttgart, Germany

Start: as soon as possible

Deadline: 12 April 2026

Details (pdf)

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Researcher / PostDoc (m/f/d)

Molecular Ecologist with focus on Bryophytes

Senckenberg – Leibniz Institution for Biodiversity and Earth System Research (SGN), Senckenberg Institute for Plant Form and Function (SIP) in Jena, research group Bryophyte Ecology & Evolution, Jena, Germany 

Start: as soon as possible

Deadline: 29 March 2026

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PhD student position (m/f/d)

Developmental mechanisms behind syncephalia evolution in the sunflower family (Asteraceae)

University of Warsaw, Faculty of Biology, Institute of Evolutionary Biology, Warsaw, Poland

Start: October 2026

Deadline: 17 April 2026

Details (pdf)

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PostDoc position (m/f/d)

How changes in meristem patterning drive evolutionary innovations: insigths from syncephalia in the sunflower family (Asteraceae)

University of Warsaw, Faculty of Biology, Institute of Evolutionary Biology, Warsaw, Poland

Start: October 2026

Deadline: 30 April 2026

Details (pdf)

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15 PhD positions (m/f/d)

Plant cell biology: Nuclear architecture and chromatin and advanced imaging analysis

Marie Curie Doctoral Network ‘AGILE’: open positions across the UK, France, Germany, Switzerland, Sweden and the Czech Republic

Start: September 2026

Deadline: 15 April 2026

Details (pdf)

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PhD position (m/f/d)

Plant Biochemistry (collaborative project)

Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, Institute of Botany, groups of Biochemistry of Plant Specialised Metabolites (Hannover) and Synthetic Biology (both Hannover, Germany), togehter with Tel Aviv University, Israel, to be carried out in Hannover, Germany

Start: 1 July 2026

Deadline:  29 March 2026

Details: Hannover University

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Offene Stellen

PostDoc position (f/m/d)

Plant Genomics 

Heinrich Heine University Düsseldorf (HHU), Faculty of Mathematics and Natural Sciences, Institute for Crop Biology, Düsseldorf, Germany

Start: as soon as possible

Deadline: 31 March 2026

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Offene Stellen

In Forschung, Lehre und Wissenschaft ausgeschriebene Stellen

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Empfohlen
Plant Biology · DBG

Review: Growth, omics and imaging methods and roots' responses under multifactorial abiotic constraints

Integrative growth, omics and imaging methodologies taken together to decode root responses under multifactorial abiotic constraints, revealing synergistic, antagonistic and neutral interaction logics essential for predictive stress biology and climate-resilient crop improvement.

Since plants rarely face single stressors in isolation but often encounter multifactorial constraints such as drought x salinity, heat x nutrient limitation or sequential flooding and drought, authors Saini, Nanda, Sachan and Kumar summarize methodological advances that enable the study of root responses beyond reductionist paradigms. The combinations of multiple stressors often produce synergistic, antagonistic or neutral interactions that cannot be inferred from single-stress studies. They analyse growth and performance assays, targeted molecular assays and high-resolution omics technologies and imaging methodologies. The authors also propose integrative frameworks that merge phenotyping, omics and imaging with computational modelling to disentangle the logic of root acclimation under multifactorial conditions. By bridging methodological layers, this review provides a roadmap for advancing plant stress biology toward predictive and translational frameworks, with direct implications for breeding resilient crops in the context of climate change.

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DOI: 10.1111/plb.70201
Plant Biology · DBG

Review: Nonsense-mediated decay as RNA quality control mechanism - an opportunity for developing viral interference in plants

Plant NMD as a central RNA quality control and regulatory mechanism to combat viral attacks in plants, highlighting how plant viruses exploit or evade host NMD pathways to enable successful infection.

Nonsense-mediated decay (NMD) is a crucial RNA surveillance mechanism that not only prevents synthesis of harmful truncated proteins but also keeps an eye on the quality and quantity check of mRNA in an efficient manner for effective gene expression. Since virusses and their hosts are in a continuous arms race to establish establish infection, several families of plant RNA viruses were documented to have NMD substrate features as a by-product. By targeting the NMD pathway, it is possible to reduce the stability of pathogenic RNAs, leading to decreased pathogen viability and resistance. The review by the authors Rana, Luha and Kumar explores the mechanisms of NMD, its role in RNA quality control and the potential applications of manipulating NMD to combat pathogen resistance in agricultural and natural ecosystems. It also discusses the viral system circumventing the host NMD for their successful replication in plants. Moreover, an increased number of studies on the evasion mechanism of RNA viruses from host NMD provide insight into the molecular means of the NMD mechanism and may be linked to device defence strategies in agro-economic plants, which is an interesting future research possibility.

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DOI: 10.1111/plb.70176
Plant Biology · DBG

Viewpoint: Strategies to store recalcitrant seeds to conserve plant genetic resources

In recalcitrant seeds with epicotyl dormancy, the epicotyl elongates and may form a swollen tuber-like structure. It then pauses growth, functioning independently of the seed. At this stage, it may be excised, dried and stored at about −20 °C or under cryogenic conditions.

Recalcitrant seeds are highly sensitive to drying and chilling, which limits their storage using conventional seed banking methods. In the viewpoint article "Exploring novel and innovative storage strategies for recalcitrant seeds", author K.G. Jaganathan suggests a technique that may be a solution to store these seeds. In recalcitrant seeds with epicotyl dormancy, the epicotyl elongates, sometimes forming a swollen tuber-like structure, then pauses growth while functioning independently of the seed, at which point it can be excised, dried and stored at about −20 °C or under cryogenic conditions. Integrating physiological, molecular and ecological knowledge is essential for developing innovative, tissue-specific protocols to improve seed longevity and conservation outcomes, thereby enhancing biodiversity preservation and agricultural resilience under rapidly changing environmental conditions.

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DOI: 10.1111/plb.70199
Plant Biology · DBG

Review: Harnessing benzamides as plant stress inhibitors to enhance crop resilience and stress management

Benzamides boost crop resilience by inhibiting poly(ADP-ribose) polymerase (PARP) to enhance stress tolerance and, through their antimicrobial, herbicidal, and insecticidal derivatives, they offer broad protection for sustainable crop improvement

How benzamides could be used to inhibit plant stress, promote growth, and to manage crop resilience is summarized by authors Koetle, Motaung, and Amoo. In their review they delve into the mechanisms of action, applications, and potential benefits of benzamides, especially focusing on their role as poly(ADP-ribose) polymerase (PARP) inhibitors. They also describe, how benzamides modulate stress responses by inhibiting PARP activity, which is crucial for DNA repair and maintaining genomic stability. The review also highlights antimicrobial, herbicidal, and insecticidal properties of benzamides, which enhance plant defence mechanisms against various pests and diseases. In summary, benzamides offer multiple approaches to enhancing crop resilience and stress management, with significant implications for sustainable agriculture.

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DOI: 10.1111/plb.70150
Plant Biology · DBG

Review: Pteridophyte chitinases - a promising resource for sustainable biopesticides

Potential of pteridophyte-derived chitinases as promising candidates for the development of biopesticides in sustainable agriculture, characterized by unique structural and functional features.

In their review authors Annapoorneshwari, Sharma, and Hegde highlight the need for increased research on pteridophyte chitinases to harness their potential as valuable resources for cutting-edge biopesticides and other biotechnological applications, since chitinases catalyse the degradation of chitin, a major component of fungal cell walls and arthropod exoskeletons. They therefore summarize current research results on fern chitinases, particularly in Pteris ryukyuensis and Equisetum arvense, that revealed distinct features, such as LysM domains, which enhance chitin-binding and antifungal activity. They also describe results on thermal stability, specific binding to chitin oligosaccharides, and the behaviour of engineered multimeric LysM domains fused with catalytic domains. These findings highlight the potential of pteridophyte chitinases in developing improved biopesticides against fungal pathogens. The unique
evolutionary position of the over 450 million years old pteridophytes,  including ferns and lycophytes, among non-vascular and seed plants suggests they may harbour additional novel chitinase variants with diverse biochemical properties.

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DOI: 10.1111/plb.70093
Plant Biology · DBG

Review: The tasiR-ARF pathway in plants - origin, functions, and interplay of miR-390, tasiRNAs and ARF3

Trans-acting small interfering RNAs (tasiRNAs) that silence a subset of Auxin Response Factors (ARF) are crucial for plant growth, developmental timing, proper organ patterning, and coping with stress.

The versatility of the tasiR-ARF pathway in land plants according to known developmental and environmental responses where the phytohormone auxin plays an essential role, is discussed in this review by authors López-Ruiz, Juárez González, Jiménez-Ortega, Reyes, and Dinkova. The biogenesis of Trans-acting small interfering RNA (tasiRNAs), only found in plants, requires an initial miRNA-mediated cleavage of RNA precursors transcribed from TAS genes. TasiRNAs act in trans to silence gene expression by cleaving mRNAs with sequences partially complementary to their own. The miR390-TAS3-ARF pathway is highly conserved among land plant lineages and exerts its function by silencing a subgroup of Auxin Response Factor (ARF) genes; these tasiRNAs are termed tasiR-ARFs. Many downstream auxin signals are mediated by ARFs. These pathway functions are critical for plant growth, developmental timing, and correct organ patterning, such as leaf morphology and polarity, lateral root architecture, and flowering, as well as coping with stress. The phenotypes caused by mutations affecting tasiR-ARF production vary across plant species. One way to unify the diverse roles of this pathway would be through auxin response integration, possibly by exploring the evolution of ARF3 transcription factors and downstream genes.

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DOI: 10.1111/plb.70154
Plant Biology · DBG

Viewpoint: Why tropical forests vary in their response to hydrologic changes and implications for modelling

Tropical forests vary in their response to changing hydrologic regimes because past climate, soils, and evolutionary history influence how their constituent trees will respond.

As authors Cheesman and Cernusak lay out in their article "Susceptibility of tropical trees to drought: Context across scales" that the variability in their responses should be understood in the context of interacting legacies across scales. They describe

  • continental scales, where evolutionary history and past climatic filters have left distinct imprints on forest composition, and 
  • landscape scales, where edaphic and hydrological heterogeneity constrain species distributions and
    functional strategies. 

They finally highlight the importance of integrating historical and environmental filters into predictive models of tropical forest futures. 

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DOI: 10.1111/plb.70156
Plant Biology · DBG

Review: How multiple plant hormones orchestrate the success of flowering and plant reproduction

The review unpacks hormonal networks in flower development, revealing how ‘bud to bloom’ transitions shape yield and plant resilience.

In the article “Bud to bloom”—hormonal coordination in floral initiation” the authors Baral, Vainer, Melzer, Hause, and Panda delve into current knowledge and address lingering questions regarding hormone-mediated flower development. They summarize current knowledge of this complex network of multiple plant hormones that orchestrate plant reproduction and address the significant gaps in our understanding of hormonal regulation and the intricate crosstalk between hormones. This opens a way for innovative strategies in effective fruit set management and crop improvement.

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DOI: 10.1111/plb.70089
Plant Biology · DBG

Review: Duckweeds - model organisms for research on plant sterols and steroids

Duckweeds (Lemnaceae), the fastest-growing angiosperms and promising vegan protein source, offer a powerful model to address key questions in plant physiology.

The authors Klein, Appenroth and Sree summarize the knowledge on the very productive monocot Duckweed and its possible role as a powerful model to address key questions and problems in plant physiology, with a strong focus on sterol and steroid biology. Especially since Lemnaceae are a promising vegan protein source useful as animal feed and in human nutrition. The authors provide details on biosynthesis and function of phytosterols, sterol conjugates, brassinosteroids, and specialized steroidal metabolites, such as cardenolides. And they also discuss how current knowledge can be translated to solve agricultural and industrial problems.

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DOI: 10.1111/plb.70095
Plant Biology · DBG

Review: hydraulic traits and water use strategies of mountain shrubs and dwarf shrubs

Shrubs show a wide range of hydraulic strategies to achieve a balanced and favourable water status in mountain areas.

The authors Musso, Ganthaler, and Mayr not only summarize a literature review on a total of 104 publications on the water use strategies of mountain shrubs in which they focus on main hydraulic traits, water uptake, transport and release, as well as hydraulic limitations in summer and winter. In the review "Global variability in hydraulic traits and water use strategies of mountain shrubs and dwarf shrubs" they also measured leaf cuticular conductance in selected Alpine species. The dataset revealed a wide range of specific hydraulic conductivity (ks; 0.8–25.8 × 10-4 m2s-1 MPa-1), with highest values in tundra shrubs, and of the water potential at 50% conductivity loss (Ψ50; -11.8 to -0.29 MPa), with lowest values in steppe and temperate dry summer species. Deep-rooted shrubs from arid environments had access to more reliable water sources, while others relied on shallow but nutrient-rich soil water. No clear trend was observed along elevation or precipitation gradients, suggesting a wide range of hydraulic strategies to achieve a balanced water status. The authors also address the gaps in the geographic distribution of available studies.

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DOI: 10.1111/plb.70088
Plant Biology · DBG

Review: how trees and forests will respond to increasingly unpredictable climate with compound droughts

Physiological and ecological responses of trees to emerging compound droughts from a water demand and supply perspective, as well as the role of acclimation and consequences for ecosystem-level functions.

In the article "Impact of emerging compound droughts on forests: A water supply and demand perspective" the authors C. Werner,  M. Bahn,  T. E. E. Grams,  C. Grossiord,  S. Haberstroh,  G. Lenczner,  D. Tuia,  H. Vallicrosa not only summarize physiological and ecological responses of trees to emerging compound droughts, but also explain the role of acclimation and consequences for ecosystem-level functions. They explore the physiological and ecological mechanisms underlying tree water and carbon regulation during these extreme conditions, focusing on the balance between water demand and supply, the role of acclimation, and its consequences for ecosystem-level functions. By examining the mechanisms at play from the organ to the ecosystem-scale, they provide a comprehensive understanding of how trees and forests are likely to respond to an increasingly unpredictable climate with a higher likelihood of compound
droughts.

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DOI: 10.1111/plb.70080
Plant Biology · DBG

Review: drought responses in ornamental plants for horticulture and strategies for resilience

How drought stress alters the visual appeal and ecological function of ornamental plants and innovative strategies to enhance their resilience.

In their review "Drought-induced aesthetic decline and ecological impacts on ornamentals: mechanisms of damage and innovative strategies for mitigation" the authors S. Chachar, N. Ahmed, and X. Hu summarize drought responses in ornamental plants by emphasizing hormone regulation, antioxidant defence, and gene expression changes. They focus on the dual challenge of ensuring drought tolerance while preserving aesthetic traits, which sets ornamentals apart from other plant types. The authors present innovative management strategies, such as genetic engineering (e.g., CRISPR-Cas9), transcription factor manipulation, and exogenous applications of hormones and biostimulants to enhance resilience, as well as solutions to mitigate drought-induced damage. This review underscores the urgent need for integrated molecular, physiological, and horticultural strategies to balance these demands, offering a roadmap to sustain the aesthetic and ecological contributions of ornamentals in an era of increasing climate variability. 

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DOI: 10.1111/plb.70074
Plant Biology · DBG

Review: Sustainable production of capsaicinoids through organellar genome editing

Recent advances for genetic improvement of Chilli peppers

In their review "Genome blaze: engineering chilli pepper chloroplasts for sustainable production of capsaicinoids through organellar genome editing" the authors M. Bulle,  S. Abbagani,  A. Raza summarize recent advances for genetic improvement of Chilli peppers, enriched with heightened levels of phytochemicals, such as capsinoids (CATs) and capsaicinoids (CAPs) with potential health benefits. The expression of specific genes is crucial to stimulate the CAT and CAP levels in response to environmental conditions. The authors also highlight recent advancements in CRISPR/Cas and plastid engineering within Capsicum, coupled with application of base editing approaches for editing plant organelle DNA. The review also assesses the challenges and opportunities in the pursuit of commercial and sustainable production of bioactive compounds specific to Capsicum species.

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DOI: 10.1111/plb.70067
Veranstaltungen
DBG · Veranstaltung

DBG Termine

Next DBG's Hot Topic Workshop for ECRs

13 - 15 April 2026: FIB-milling and Cryo-Electron Tomography, in Basel, Switzerland

Botanik-Tagung 2026

6 - 10 September 2026: International Conference of our German Society for Plant Sciences, the Botanik-Tagung, in Bochum, Germany.  

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Hinweise auf weitere Tagungen erhalten Mitglieder regelmäßig im Newsletter inkl. Termine für DBG-geförderte Tagungen

Geförderte Tagungen 2026

3rd French-German Maize Breeder School 

Bonn University, Germany
3 – 4 November 2026
Antragstellend: Prof. Dr. Frank Hochholdinger 

13th PhD School Plant Development

Neustadt an der Weinstraße, Germany
23 - 25 September 2026
Antragstellend: Prof. Dr. Michael Raissig
Website: https://raissiglab.org/plantdevoschool/ 

Complexome Profiling in Plants: Exploring Organellar Protein Networks - DBG's Eduard Strasburger Workshop

Leibniz Universität Hannover
22 - 24 September 2026
Antragstellende: Dr. Nils Rugen, Matthias Döring

Botanik-Tagung, International Conference of our German Society for Plant Sciences

Bochum, Germany
6 - 10 September 2026
Antragstellend: Prof. Dr. Christopher Grefen
Website: https://botanik-tagung.de

FEBS Workshop - Protein termini 2026: From mechanisms to biological impact (FEBS Advanced Course) 

Palermo, Italy
3 – 6 June 2026
Antragstellend: Prof. Dr. Nico Dissmeyer
Website: https://proteintermini.org/meeting 

Structural Biology – Visualization of the photosynthetic machinery via FIB-milling and Cryo-ET - DBG's Eduard Strasburger-HOT TOPIC-Workshop

Biozentrum Basel, Switzerland
13 -15 April 2026
Antragstellend: Dr. Davide Tamborrini
Website: DBG Hot Topic Workshop 

39. Molecular Biology of Plants Conference 

Unserer Sektion Plant Physiology and Molecular Biology
16 - 19 March 2026
Sportschule Hennef, Deutschland
Antragstellend: Prof. Dr. Hans-Henning Kunz
Website: https://www.pflanzen-molekularbiologie.de/en/conference-molecular-biology-of-plants 

68th Maize Genetics Meeting 

Cologne, Germany
26 February - 1 March 2026
Antragstellend: Prof. Dr. Frank Hochholdinger
Siehe Tagungsbericht mit Fotos in den Actualia 

24. Mitteldeutsche Pflanzenphysiologie-Tagung

Universität Dresden, Deutschland
27 – 28 Februar 2026
Antragstellend: Prof. Dr. Jutta Ludwig-Müller
Siehe Tagungsbericht mit Foto in den Actualia 

Newsroom
Pressemitteilung

Alge des Jahres 2026: Trebouxia – verstecktes Kraftwerk in Flechten und Spezialistin für extreme Lebensräume

Mehrere runde Trebouxia-Zellen, deren feine Strukturen – etwa die deutlich abgegrenzten Chloroplasten (grün) und lichtbrechenden Zellwände (weiß und lila) – in der Kombination aus Dunkelfeld- und Polarisationsmikroskopie kontrastreich hervorgehoben werden. Aufnahme: Dr. Patrick Jung

Die Sektion Phykologie in unserer Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) hat die Grünalge Trebouxia zur Alge des Jahres 2026 gewählt. Damit rückt eine Organismengruppe in den Fokus, die seit Jahrmillionen eine zentrale Rolle in der Besiedlung unserer Erde spielt – und dies meist unbeachtet, verborgen in den vielgestaltigen Körpern der Flechten. Trebouxia ist die häufigste photobiontische Partnerin von Flechtenpilzen und damit ein zentraler Motor ganzer Ökosysteme. Dr. Patrick Jung, Algen- und Flechtenforscher von der Hochschule Kaiserslautern untersucht, wie es Algen wie Trebouxia schaffen, an den extremsten Standorden unseres Planeten zu wachsen und dabei wichtige Funktionen für ihre Umwelt und das Entstehen von Ökosystemen zu erfüllen.

Weiterlesen / weitere Fotos + Video der Alge Trebouxia
DBG · Pressemitteilung

Wurzeln sind wie der Darm, neues Enzym entdeckt und neue Labormethode etabliert: Preise für drei Pflanzen-Forschende

Dr. Eliza Loo, Dr. Henryk Straube und Dr. Martin Lewinski (im Uhrzeigersinn, startend von oben rechts) erhalten die diesjährigen Preise für exzellente Pflanzenforschung im frühen Karrierestadium. Fotos: Linus Börnke, Denise Blume und Julieta Mateos

Für herausragende Forschungsergebnisse zeichnet die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) Dr. Eliza Loo (Düsseldorf), Dr. Henryk Straube (Hannover/Kopenhagen) und Dr. Martin Lewinski (Bielefeld) aus. Wie Loo herausfand, lassen sich durch die dort siedelnden Mikroben Pflanzenwurzeln in einzelne Abschnitte unterteilen, ähnlich dem menschlichen Darm. Winzige Mengen seltener Desoxynukleotide können dank Straubes Arbeit gemessen werden, wobei er ein Nukleotid-abbauendes Enzym entdeckte. Lewinski etablierte eine Methode zur Analyse RNA-bindender Proteine in lebenden Pflanzen, was nun deren Regulationsnetzwerk erforschen lässt. Die drei werden ihre Ergebnisse im September auf der internationalen Botanik-Tagung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vorstellen, zu der sich mehr als 600 Teilnehmende angemeldet haben.

 

Pressemitteilung

Alge des Jahres 2024: Sargassum – von schädigenden Massenblüten zum nachhaltigen Rohstoff

Sargassum fluitans. Die gut sichbaren Schwimmblasen erlauben ein Treiben an der Meeresoberfläche. Foto: Miriam Philippi

Die Weltmeere beherbergen zahlreiche Algenarten, von mikroskopisch kleinen Einzellern bis hin zu meterlangen Seetangen. Zu letzteren gehört auch die freischwimmende Braunalge Sargassum (Golftang), die mit ihren Massenblüten die Oberfläche des atlantischen Ozeans von Afrika bis Amerika durchspannen kann. Dr. Mar Fernández-Méndez und Dr. Miriam Philippi vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven (AWI), erforschen die Kohlenstoff- und Nährstoffkreisläufe dieser Massenblüten, deren Funktion als vielfältiger, artenreicher Lebensraum sowie ihr Potenzial, erdölbasierte Stoffe zu ersetzen und gleichzeitig CO2 zu binden. Die Sargassum-Arten, S. natans und S. fluitans, kommen ausschließlich als freischwimmende Algen vor, was sie zu einer Besonderheit unter den Großalgen macht. Die Algenforscher*innen der Deutschen Botanischen Gesellschaft haben Sargassum deshalb zur Alge des Jahres 2024 gekürt.

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DBG · Politik

Stellungnahme: DBG zum Regulierungsvorschlag der EU für Neue Genomische Techniken

Die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) begrüßt den Vorschlag der EU-Kommission vom 5. Juli 2023 zur Regulierung der Nutzung von mit neuen genomischen Techniken (NGT) erzeugten Sorten, um das Gentechnik-Recht an den aktuellen Wissensstand anzupassen. Es hat sich aus wissenschaftlicher Sicht als sinnvoll erwiesen, neue Pflanzensorten nach ihren Eigenschaften und nicht nach Art ihrer Erzeugung zu bewerten. Die DBG schätzt die Vorschläge der EU zur Kategorisierung und den einzelnen genetischen Änderungen im Folgenden ein und schlägt konkrete Präzisierungen vor.

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Pressemitteilung

Alge des Jahres 2023: Die landlebende Jochalge Serritaenia baut ihren eigenen Sonnenschirm

Serritaenia-Kolonien auf den Blättchen des Frauenhaarmooses, gesammelt im Oberbergischen Land. Foto: Sebastian Hess

Die feuchten Wälder des ozeanisch geprägten westlichen Deutschlands beherbergen eine reiche Algenflora. Anna Busch und Dr. Sebastian Hess von der Universität zu Köln untersuchen seit einigen Jahren schwärzliche Überzüge auf Moosen, Totholz und Baumstämmen. Diese entpuppten sich durch ihre mikroskopischen und genetischen Analysen als eine neue Mikroalgen-Gattung mit einer bis dato unbekannten und ziemlich einzigartigen Sonnenschutzstrategie. Wie die Biolog*innen herausfanden, bilden die Algen farbige Gallerthüllen, die effizient Licht und UV-Strahlung blocken und so ein Leben an Land ermöglichen. Busch und Hess, die der „Sonnenschirmalge“ auch einen wissenschaftlichen Namen verliehen haben, sind Mitglieder der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft. Diese kürte die Gattung Serritaenia aufgrund ihrer bemerkenswerten Fähigkeiten zur Alge des Jahres 2023.

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DBG · Pressemitteilung

Drei Wissenschaftspreise verliehen: Photosynthese, Fertilität und Pfropfen

Die drei Preistragenden (von oben links im Uhrzeigersinn): Dr. Rabea Meyberg, Dr. Meike Hüdig und M.Sc. Kai Steffen Bartusch. Fotos: Rabea Meyberg, Manuel Balparda, Syahfitri Retno Wulandari

Wie ein effizientes Enzym der Photosynthese funktioniert, warum sich ein Moos nicht mehr sexuell vermehren konnte, und wie Temperatur und ein Hormon das Ergebnis beim Pfropfen verbessern, sind die Themen der drei Forschenden, die mit den diesjährigen Wissenschaftspreisen der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) ausgezeichnet werden. Dr. Meike Hüdig, Dr. Rabea Meyberg und M.Sc. Kai Steffen Bartusch erhalten ihre Auszeichnungen während der Botanik-Tagung, International Conference of the German Society for Plant Sciences, vom 28. August bis 1. September in Bonn. Die mit jeweils 2.000 bis 2.500 Euro dotierten Preise für Forscherinnen und Forscher im frühen Karrierestadium sollen die wissenschaftliche Laufbahn der drei beflügeln, wie schon die früher verliehenen Auszeichnungen der DBG.

Details zu den Forschungsergebnissen, Papern und alle Fotos

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Pressemitteilung · Sektionen

Alge des Jahres 2022: Panzergeißler Stylodinium droht zu verschwinden, bevor seine kuriose Lebensweise erforscht ist

Die kugelförmige Alge Stylodinium cf. bavariense aus den ehemaligen Torfstichen nahe des bayerischen Seeon heftet sich mit einem Stiel an eine fadenförmige Alge, nachdem sie ihr schwimmendes Stadium aufgegeben hat. Lichtmikroskopische Aufnahme: Corinna Romeikat, Ludwig-Maximilians-Universität München

Eine im Verborgenen heimischer Moore lebende Alge namens Stylodinium haben Forschende zur Alge des Jahres 2022 gewählt. Sie heftet sich an andere Algen an, auch wenn sie eigentlich selbst schwimmen kann, und gibt daher Rätsel auf. Doch der einzellige Panzergeißler droht gemeinsam mit seinem Lebensraum zu verschwinden, noch bevor seine den Aufsitzerpflanzen im Regenwald ähnliche Lebensweise erforscht ist. Stylodinium dient außerdem der Erkennung ökologisch intakter Moor-Gewässer. Die Stielalge kann der Biodiversitäts- und Klimaforschung dienen, wenn deren Arten zweifelsfrei bestimmbar werden. Daran arbeiten Teams um Prof. Dr. Marc Gottschling von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und Dr. Urban Tillmann vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven. Beide Algenforscher sind Mitglieder der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), in der all jene Wissenschaftler*innen organisiert sind, die Stylodinium zur Alge des Jahres gewählt haben.

Die Alge des Jahres 2022 stellen die beteiligten Forscher*innen auf der Website der Sektion Phykologie in Text und Bild vor.

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Pressemitteilung

Alge des Jahres 2021: Schlauchalge Vaucheria velutina verändert das Wattenmeer

Die sich rasch ausbreitende Alge Vaucheria velutina häuft über sandigem Wattboden große Mengen Schlick an (linke Seite). Am Horizont liegt die Insel Sylt. Foto: Karsten Reise

Weit draußen im Sylter Watt, wo sonst Seehunde auf Sandbänken dösen, steckte der Wattforscher Karsten Reise vom Alfred-Wegener-Institut dieses Jahr unverhofft in weichem Schlick fest. Hier entdeckte er im Sommer erstmals Schlauchalgen, die über weite Flächen verbreitet waren und sonst nur am Ufer wachsen. In den Vaucheria-Algen verfängt sich der Schlick, wodurch die Gänge der Wattwürmer verstopft werden. Somit verändert sich das Weltnaturerbe Wattenmeer. Wie Nataliya Rybalka von der Universität Göttingen durch molekulargenetische Analysen herausfand, stammen die gelbgrünen Vaucheria velutina Algen von nur einem Mutter-Organismus ab. Die von diesem Klon besiedelten Areale dehnten sich schnell auf einer Fläche von mehr als 280 Fußballfeldern aus. Aufgrund ihrer plötzlichen Dominanz und den absehbaren ökologischen Folgen haben Algenforscher in der Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft Vaucheria velutina zur Alge des Jahres 2021 gewählt.

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Pressemitteilung

Chromera velia, autonomer Verwandter prominenter Parasiten ist Alge des Jahres 2020

Die Alge Chromera velia im Lichtmikroskop. Die Chloroplasten mit dem einzigartigen genetischen Code erscheinen im Lichtmikroskop goldbraun. Aufnahme: Miroslav Oborník

Die Alge Chromera velia lebt im australischen Great Barrier Reef in Gesellschaft von Korallen. Sie ist verwandt mit Parasiten wie den Malaria-Erregern. Die Alge kann jedoch ohne Wirt leben, wohingegen Parasiten von ihren Wirten abhängig sind. Chromera velia verbindet die Lebensweise freilebender Algen mit der von Parasiten. Sie hilft so die Evolution der Krankheitserreger zu verstehen. Algenforscherinnen und Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) haben Chromera velia nun zur Alge des Jahres 2020 gewählt.

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DBG · Pressemitteilung

Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) fordert eine nachhaltige Ressourcen- und Klimapolitik

Entscheidungen über die Ressourcen unserer Erde müssen nachhaltig und wissenschaftsbasiert sein. Zur Eröffnung der Botanikertagung an der Universität Rostock, zu der sich mehr als 420 Pflanzenforschende angemeldet haben, fordert das Präsidium der Deutschen Botanischen Gesellschaft die Beteiligten am Klimakabinett und alle Parteien auf, nachhaltige und mutige Entscheidungen zu treffen, um die Ressourcen unseres Planeten und das Klima nachhaltig zu schützen.

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DBG · Nachwuchsförderung · Presse · Pressemitteilung

Auszeichnungen für vier Pflanzenforscherinnen und -forscher

Die vier Preistragenden (von oben links im Uhrzeigersinn): Dr. Constantin Mario Zohner, Dr. Eva-Sophie Wallner, Dr. Moisés Expósito Alonso und Dr. Jessica Lee Erickson. Fotos: Jaimie Crowther, Jörg Abendroth, Tobias Jung und Carolin Alfs

Wie sich der Klimawandel auf den Blattaustrieb von Gehölzen und das Überleben von Blumen auswirkt, welche Substanzen die Form von Plastiden beeinflussen und welche Eiweiße den Startschuss für die Phloem-Entwicklung geben, sind die Themen der vier Forschenden, die mit den diesjährigen Wissenschaftspreisen der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) ausgezeichnet werden. Dr. Constantin Mario Zohner, Dr. Jessica Lee Erickson, Dr. Moisés Expósito Alonso und Dr. Eva-Sophie Wallner erhalten ihre Auszeichnungen während der Botanikertagung vom 16. bis 19. September in Rostock, wo sie den mehr als 420 angemeldeten Pflanzenforscherinnen und –forschern ihre Ergebnisse vorstellen werden.

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Pressemitteilung · Sektionen

Seit 200 Jahren bekannt und noch voller Rätsel: Die blutrote Schneealge ist Alge des Jahres 2019

Die leuchtend roten Schneefelder, die die Blutschneealgen enthalten, erstrecken sich über weite Flächen, wie hier auf dem Doktorbreen-Gletscher in Spitzbergen im August 2004. Foto: Thomas Leya

Die Alge Chlamydomonas nivalis, die auf der ganzen Welt Schnee blutrot zu färben vermag, haben Forschende zur Alge des Jahres gewählt. Auch 200 Jahre nach einer Expedition, bei der Kapitän John Ross auf einer Polarfahrt den Roten Schnee zeichnete und den Verursacher im Mikroskop zu erkennen suchte, gibt die Alge weiterhin Rätsel auf. Schneealgenexperte Dr. Thomas Leya vom Potsdamer Fraunhofer IZI-BB erklärt, warum das so ist und wo der winzige Einzeller zu entdecken ist. Leya ist Mitglied der Sektion Phykologie, in der die Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) organisiert sind, die Chlamydomonas nivalis zur Alge des Jahres 2019 gewählt haben.

Wie sich die Schneealge Chlamydomonas nivalis trotz ihrer Auffälligkeit immer wieder zu verbergen versteht stellt die Sektion Phykologie in Text und Bild (auch zum Download) auf ihrer Website vor.

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Weitere Fotos

Einzelbilder der drei Preistragenden und eine Grafik über die Zucker-Transporter entlang der Pflanzenwurzel:

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Wurzelmikrobiom wechselt entlang der Wurzel

Den Eduard-Strasburger-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) erhält dieses Jahr Dr. Eliza Loo. Wie die Mikrobiologin und Pflanzenwissenschaftlerin an der Universität Düsseldorf herausfand, verteilen sich die Lebensgemeinschaften um Pflanzenwurzeln nicht gleichmäßig entlang der Wurzeln, sondern die mikrobielle Besiedlung verändert sich entlang der Pflanzenwurzel. Analog zur Wurzel kann also auch das Wurzel-Mikrobiom in verschiedene Abschnitte unterteilt werden, auch wenn sich diese Wurzelbereiche bei der Ackerschmalwand rein äußerlich nicht in einzelne Abschnitte gliedern lassen. Loo und das Team um Prof. Dr. Wolf Frommer wiesen dazu in der Fachzeitschrift Cell Host & Microbe nach, dass Mikroben die Verteilung dreier Zuckertransporter der SWEET-Familie beeinflussen und das Gleichgewicht der Stoffwechselprodukte entlang der Wurzeln aufrechterhalten. Veränderte Metabolite verändern ihrerseits die Besiedlung mit Wurzelmikroben. Solche unterschiedlichen Abschnitte erinnern an die Besiedlung im Darm von Menschen und Fruchtfliegen. Ähnlich wie die im Darm siedelnden Lebensgemeinschaften bei uns Menschen helfen die Lebensgemeinschaften auch den Pflanzen: nämlich Nährstoffe im Boden aufzuschließen, Stress zu bewältigen und die Pflanze gegen Krankheiten zu verteidigen. Loos neue Erkenntnisse werden die Pflanzenforschung voranbringen, da das pflanzliche Mikrobiom von nun an wie ein Organ betrachtet werden sollte, das aus verschiedenen Zonen mit unterschiedlichen Mikrobengemeinschaften besteht. Dies gilt es zu berücksichtigen, wenn mikrobielle Gemeinschaften optimiert werden und in Zukunft beispielsweise zur besseren Pflanzengesundheit beitragen sollen. Loo möchte nun als neue Leiterin der Reisgruppe am Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf erforschen, ob sich mit ihren Erkenntnissen Nutzpflanzen verbessern lassen. Dr. Loo wird den vom Springer-Spektrum-Verlag gestifteten und mit 2.500 Euro dotieren Eduard-Strasburger-Preis am 17. September aus den Händen des Präsidenten der Deutschen Botanischen Gesellschaft, Prof. Dr. Andreas Weber, entgegen nehmen. Sie ist eingeladen, ihre Forschungsergebnisse in einem Plenarvortrag während der diesjährigen internationalen Botanik-Tagung der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) in Halle (Saale) zu präsentieren.

Seltene Erbsubstanz-Bausteine gemessen und neues Pflanzen-Enzym entdeckt

Dr. Henryk Straube erhält den diesjährigen Wilhelm-Pfeffer-Preis 2024 der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG). In seiner ausgezeichneten Doktorarbeit gelang es Straube, Methoden neu zu kombinieren und damit zum ersten Mal umfassend seltene Nukleotide in Pflanzenzellen zu messen, die die Bausteine der Erbinformationen sind. Die neuen Messungen erlaubten es, die nur in winzigen Mengen in Zellen vorliegenden Desoxynukleotide zu bestimmen. Straube hat darüber hinaus am Institut für Pflanzenernährung der Leibniz Universität Hannover und betreut von Dr. Marco Herde und Prof. Dr. Claus-Peter Witte sogar die Mengen geschädigter Stoffwechselprodukte wie etwa Inosintriphosphat exakt messen können. So entdeckte er auch ein neues Enzym, die Inosintriphosphat-Pyrophosphatase, welche den Abbau von geschädigten Nukleotiden koordiniert. Seine Arbeiten ermöglichen es in Zukunft den pflanzlichen Nukleotid-Stoffwechsel besser zu erforschen. Straube erforscht nun als PostDoc an der dänischen Universität Kopenhagen die Biosynthese von Vicin und Convicin, zwei giftigen Alkaloiden in Ackerbohnen, einer vielversprechenden Quelle für pflanzliches Protein in Europa. Diese Alkaloide leiten sich nicht - wie die meisten Alkaloide - von Aminosäuren ab, sondern von Nukleotiden und entstehen daher durch einen anderen Biosyntheseweg. Dr. Straube wird den mit 2.500 Euro dotierten Preis der DBG-eigenen Wilhelm-Pfeffer-Stiftung am 16. September 2024 aus den Händen des Stiftungspräsidenten, Prof. Dr. Severin Sasso, entgegennehmen und seine Arbeit in einem Plenar-Vortrag vorstellen.  

Neue Methode kann RNA-bindende Proteine in lebenden Pflanzen analysieren

Für die von ihm entwickelte Methode zur Analyse von RNA-bindenden Proteinen an ihre Ziel-RNA in lebenden Pflanzen erhält Dr. Martin Lewinski den Horst-Wiehe-Förderpreis 2024. Ihm gelang es, ein iCLIP2 (individual nucleotide resolution crosslinking and immunoprecipitation) genanntes Laborprotokoll zur Bestimmung von hochaufgelösten Bindestellen RNA-bindender Proteine zu entwickeln inklusive dazugehöriger bioinformatischer Auswertung. Die in der Fachzeitschrift Nature Protocols veröffentlichte Methode ermöglicht nun, die genauen Bindestellen pflanzlicher RNA-bindender Proteine zu untersuchen, um weitere Teile des biologischen Interaktionsnetzwerks aufzudecken. Bislang war dies in Pflanzen hauptsächlich für DNA-bindende Proteine untersucht worden. Die an der Universität Bielefeld in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Dorothee Staiger entwickelte Methode zur Ermittlung der genauen Bindestellen auf den Ziel-RNAs kann Rückschlüsse auf die Regulation durch das Protein geben. Damit können aktuelle Paradigmen der Wechselwirkung zwischen RNA und Proteinen bestätigt oder erweitert werden. Lewinski wird die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung für angehende Forschende am 18. September aus den Händen der Generalsekretärin der DBG, Prof. Dr. Caroline Müller, entgegen nehmen und seine neue Methode in einem Plenar-Vortrag vorstellen. 

Kontakte

Eduard-Strasburger-Preisträgerin: Dr. Eliza Loo (Düsseldorf)

Arbeitsgruppenleiterin Reis-Team
Gebäude: 26.14
Etage/Raum: 00.104
Tel.: +49 211 81-41608
E-Mail: loo[at]uni-duesseldorf.de 
Website: https://www.molecular-physiology.hhu.de/team-rice/mitglieder-team-rice

Laudator:

Prof. Dr. Andreas Weber, Präsident der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG)
Institute for Plant Biochemistry, Heinrich-Heine-University, Universitaetsstrasse 1, 40225 Düsseldorf
Tel.: +49-211-81-12347
E-Mail: andreas.weber[at]uni-duesseldorf.de
Web: www.plant-biochemistry.hhu.de  

Wilhelm-Pfeffer-Preisträger: Dr. Henryk Straube (Hannover)

Derzeit:
Universität von Kopenhagen, Department of Plant and Environmental Sciences, Thorvaldsensvej 40, 1871 Frederiksberg C, Denmark
Tel.: ++45 35328955
E-Mail: henryk[at]plen.ku.dk  

Laudator:

Prof. Dr. Severin Sasso, Präsident der Wilhelm-Pfeffer-Stiftung der DBG
Universität Leipzig, Institut für Biologie, Abtl. Pflanzenphysiologie, Johannisallee 21-23, 04103 Leipzig
Tel.: ++49 (0) 341-9736893
E-Mail: severin.sasso[at]uni-leipzig.de
Web: https://www.lw.uni-leipzig.de/institut-fuer-biologie/abteilungen/pflanzenphysiologie 

Horst-Wiehe-Förderpreisträger: Dr. Martin Lewinski (Bielefeld)

Universität Bielefeld, Universitätsstraße 25, 33615 Bielefeld
Tel.: ++49 (0) 521 106-5639  
E-Mail: martin.lewinski[at]uni-bielefeld.de

Laudatorin:

Prof. Dr. Caroline Müller, Generalsekretärin der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG)
Lehrstuhl für Chemische Ökologie, Universität Bielefeld, Fakultät für Biologie, W1-142, Universitätsstraße 25, 33615 Bielefeld
Tel.: +49 521 106-5524
E-Mail: caroline.mueller[at]uni-bielefeld.de 
Web: https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/biologie/forschung/arbeitsgruppen/chem_eco/

Titel der ausgezeichneten Arbeiten

Loo E.P.I., Durán P, Pang TP, Westhoff P, Deng C, Durán C, Lercher M., Garido-Oter, R. & Frommer W.B. (2024) Sugar transporters spatially organize microbiota colonization along the longitudinal root axis of Arabidopsis. Cell Host Microbe 32, 543-556.e6. DOI: https://doi.org/10.1016/j.chom.2024.02.014

Straube, Henryk (2023): Investigation of the metabolism of rare nucleotides in plants. Dissertation. Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, 241 S., Referent: Prof. Dr. Claus-Peter Witte. DOI: https://doi.org/10.15488/13270

Lewinski M., Brüggemann M., Köster T., Reichel, M., Bergelt, T., Meyer, K., König, J., Zarnack, K., Staiger, D. (2024): Mapping protein-RNA binding in plants with individual-nucleotide-resolution UV cross-linking and immunoprecipitation (plant iCLIP2). Nature Protocols 19, 1183–1234. DOI: https://doi.org/10.1038/s41596-023-00935-3    

 

Hintergrund

Seit 1994 verleiht die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) den Eduard-Strasburger-Preis für hervorragende und originelle wissenschaftliche Leistungen. Das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro wird alle zwei Jahre von Springer Spektrum (www.springer-spektrum.de) bereitgestellt. Die Stiftung wurde aus Anlass der 100jährigen Wiederkehr des Erscheinens der ersten Auflage des "Lehrbuchs der Botanik für Hochschulen" von Eduard Strasburger, Fritz Noll, Heinrich Schenck und A. F. Wilhelm Schimper aus dem Jahr 1894 eingerichtet, das inzwischen „Strasburger – Lehrbuch der Pflanzenwissenschaften“ betitelt ist. Die Wahl des Preisträgers erfolgt durch eine Jury, die aus den Autorinnen und Autoren der nächsten Auflage des Lehrbuches, dem Präsidenten der DBG und der Biologieplanerin von Springer Spektrum besteht. Details: https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/strasburger-preis

Die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) verleiht seit 1990 den Wilhelm-Pfeffer-Preis für eine herausragende Dissertation aus den Pflanzenwissenschaften. Das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro und die Auszeichnung durch die Wilhelm-Pfeffer-Stiftung soll die Karriere junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fördern. Der Preis wird vom Vorstand der DBG-eigenen Wilhelm-Pfeffer-Stiftung vergeben. Details: https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/pfeffer-preis

Die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) verleiht den Horst-Wiehe-Förderpreis alle zwei Jahre für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit über ein ausschließlich pflanzenwissenschaftliches Thema. Berücksichtigt werden nur Arbeiten von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bis zur erfolgten Habilitation. Der mit 2.000 Euro dotierte Preis stammt aus der Stiftung von Horst Wiehe, welcher der DBG einen Betrag zur Auszeichnung angehender Forschender bereitstellte. Details: https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/wiehe-preis

Die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) ist das größte Netzwerk für Pflanzenwissenschaften und Botanik im deutschsprachigen Raum. Als gemeinnützige Gesellschaft vertritt sie alle Fachdisziplinen und fördert die Pflanzenwissenschaften. Gegründet im Jahr 1882 ist sie eine der ältesten, aktiven Botanischen Gesellschaften der Welt, fördert Wissenschaftler*innen im frühen Karrierestadium, vereint alle Forschungsgenerationen und unterstützt den Austausch ihrer mehr als 1.000 Mitglieder. Mehr: www.deutsche-botanische-gesellschaft.de

 

Über die DBG

Portrait

Die DBG ist das größte Netzwerk für Pflanzenwissenschaften und Botanik im deutschsprachigen Raum. Als gemeinnützige Gesellschaft vertritt sie alle Fachdisziplinen und fördert die Wissenschaft. Sie ist eine der ältesten, aktiven Botanischen Gesellschaften der Welt, fördert Wissenschaftler*innen im frühen Karrierestadium, vereint alle Forschungsgenerationen und unterstützt den Austausch ihrer mehr als 1.000 Mitglieder.

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