Actualia der DBG
14. Apr 2022 · Actualia

Botanik-Tagung: Themen, Reise-Stipendien bis 24. Mai, Early-Bird-Rabatte

Mehr als 400 Beiträge aus den verschiedenen pflanzenwissenschaftlichen Disziplinen wurden für unsere Botanik-Tagung - International Conference of the German Society for Plant Sciences (#BT2022DBG) eingereicht, sodass das Scientific Committee um Organisator Prof. Andreas Meyer in Bonn sich nun um die weitere Auswahl, Rückmeldung und Programm-Organisation kümmern kann. Wissenschaftler*innen im frühen Karrierestadium können sich als Mitglied der DBG nur noch bis zum 24. Mai 2022 um eines der verbliebenen Reise-Stipendien bewerben, sofern sie dies noch nicht getan haben. Eine Mitgliedschaft kann auch jetzt noch beantragt werden; diese gibt es als "Schnupper"-Mitglied in den ersten beiden Jahren für nur 20 Euro Jahresbeitrag. Von den finanziellen Vergünstigungen für early birds können noch alle profitieren, die sich bis 31. Mai 2022 anmelden; sie sind besonders attraktiv für Pflanzenwissenschaftler*innen im frühen Karrierestadium. Unsere Tagung offeriert nicht nur den Austausch über wissenschaftliche Forschungsergebnisse sondern bietet auch zahlreiche Gelegenheiten zum Networking.

zur Website unserer Tagung

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14. Apr 2022 · Actualia

Botanik-Tagung: Abstract Submission Deadline verlängert

Die Abgabefrist zum Einreichen von Abstracts für Vorträge und Poster wurde verlängert. Sie liegt nun am 6. Mai 2022. Damit können sich mehr Wissenschaftler*innen im frühen Karrierestadium um eines unserer Reise-Stipendien bewerben. Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Übersichtsseite zur Botanik-Tagung (#BT2022DBG).

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14. Apr 2022 · Actualia · Tagungsbericht

Phykologie-Konferenz für den Nachwuchs

Vom 16. bis 17. März 2022 veranstaltete die Sektion Phykologie der DBG zum ersten Mal ein Online-Meeting für Nachwuchswissenschaftler*innen, um den Abstand zum nächsten Sektionstreffen nicht zu groß werden zu lassen. Das Online-Meeting, welches an den beiden Nachmittagen stattfand, war gut besucht, es waren bis zu 65 Personen gleichzeitig zugeschaltet. Dank des Organisationsteams fand nach den 20 Vorträgen der Nachwuchswissenschaftler*innen ein reger wissenschaftlicher Austausch über eine Vielzahl von Forschungsthemen von Ökologie, über Molekular- und Biotechnologie bis hin zu taxonomischen Themen statt. Professor Andreas Holzinger berichtet über die Themen des Treffens.

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06. Apr 2022 · Actualia · Tagungsbericht

35. Tagung Molecular Biology of Plants (MBP2022)

Mehrere hundert Teilnehmende von fünf Kontinenten und aus 38 Ländern hatten sich zur Tagung angemeldet, bei der Dr. David Spencer (unten links) den SciComm-Preis von Laudatorin Prof. Dr. Andrea Bräutigam (oben links) erhielt. Dem Team um Hauptorganisator Prof. Dr. Marcel Quint (Mitte links), mit Prof. Dr. Ute Höcker, Prof. Dr. Andreas Meyer und Prof. Dr. Rüdiger Hell (rechts von oben nach unten), gelang eine interessante virtuelle Veranstaltung. Grafik und Screenshots: SPPMB

Eigentlich wollten wir Neues bei der 35. Tagung Molecular Biology of Plants (MBP2022) ausprobieren. Denn aufgrund der Schließung der langjährigen Tagungsherberge in Dabringhausen, mussten die Organisator*innen einen neuen Veranstaltungsort finden. Das gelang im vergangenen Sommer, als die Sportschule Hennef - ansonsten Heimat der sportlichen Elite - als neuer Konferenzort gewonnen werden konnte. Wenn auch nicht ganz so abgeschieden wie das Haus Maria in der Aue, so versprach die Sportschule doch, eine ähnliche Tagungsatmosphäre mit viel Raum für wissenschaftlichen Austausch zu bieten, so wie früher in Dabringhausen. Doch leider machte dem die Pandemie - wie auch im Jahr zuvor - einen Strich durch die Rechnung, so dass auch MBP2022 wieder nur online stattfinden konnte. Das Organisationsteam mit Marcel Quint (Halle), Andreas Meyer (Bonn), Ute Höcker (Köln) und Rüdiger Hell (Heidelberg), technisch verstärkt durch Fabian Haas (Marburg), berichtet von der seit 1988 jährlich stattfindenden Konferenz der Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie, zu der sich mehr als 300 Teilnehmende gleichzeitig am 15. und 16. Februar zusammenschalteten. Neu waren auch ein wissenschaftlicher Preis sowie eine Out of Academia Session.

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28. Mär 2022 · Actualia · DBG

Kommende Mitglieder-Versammlung

Am 31. August 2022 lädt unsere Generalsekretärin, Prof. Dr. Caroline Müller, alle DBG-Mitglieder von 12.30 bis 14.00 Uhr ganz herzlich zur Mitgliederversammlung mit Neuwahl ein. Für ein Lunchpaket während der diesjährigen Botanik-Tagung im Hörsaal X der Universität Bonn sorgt die DBG, sodass die Zeit doppelt genutzt werden kann. Das Einladungsschreiben nennt alle Tagesordnungspunkte. Das gesamte Präsidium der DBG sieht der Versammlung mit Freude auf ein Wiedersehen entgegen.

zur Einladung mit Tagesordnung (pdf)

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04. Feb 2022 · Actualia

100 Reise-Stipendien für Nachwuchskräfte

Um möglichst vielen angehenden Pflanzenwissenschaftler*innen die Teilnahme zu ermöglichen, vergibt unsere DBG bis zu 100 Reise-Stipendien für Mitglieder, die mit einem Poster oder einem Vortrag zu unserer Botanik-Tagung, International Conference of the German Society for Plant Sciences, nach Bonn kommen, in Höhe von jeweils bis zu 350 Euro. Erstattungsfähig sind die Reisekosten, Übernachtungskosten und die Kongressgebühren. Die Stipendien werden nach der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben. Schnell sein lohnt sich also.

Details der Stipendien im Intranet (Log-In erforderlich)

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02. Feb 2022 · Actualia

Ausschreibung der drei Nachwuchspreise

Für ihre begehrten Nachwuchspreise bittet die DBG wieder um Nominierungen geeigneter Kandidat*innen der Pflanzenwissenschaften. Mit dem seit 1994 vom Verlag Springer Spektrum gestifteten Strasburger-Preis soll eine hervorragende und originelle Leistung von promovierten Pflanzenforscher*innen ausgezeichnet werden. Für den Wilhelm Pfeffer-Preis der gleichnamigen Stiftung bittet die DBG um Hinweise auf herausragende Dissertationen. Mit dem Horst Wiehe-Förderpreis wird eine hervorragende Publikation oder Dissertation ausgezeichnet. Vorschlagsberechtigt sind (habilitierte) Mitglieder der DBG. Auch Außenstehende haben ein Vorschlagsrecht; Selbstvorschläge sind teils ebenfalls möglich. Bewerbungsschluss ist jeweils der 15. April 2022.

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27. Jan 2022 · Actualia

Einladung zur Botanik-Tagung 2022

Faltblatt zur Botanik-Tagung 2022 zum Herunterladen (pdf)

Zur diesjährigen Botanik-Tagung, International Conference of the German Society for Plant Sciences, laden Prof. Dr. Andreas Meyer und sein Organisationsteam nach Bonn. 

Dear colleagues and friends,

We are back! Delayed by one year, we are now able to organize and run the next International Conference of the German Society for Plant Sciences (Botanik-Tagung 2022) as an in-person conference. On behalf of the German Society for Plant Sciences, I would like to invite you to Bonn for a lively exchange on the latest discoveries in plant sciences.
For more than 200 years, plant research has been a key research area at the University of Bonn, both at the basic level and as an applied science in agriculture. Plant research in Bonn is connected with names like Julius von Sachs, Wilhelm Pfeffer, Robert Caspary and of course Eduard Strasburger, who all worked in Bonn and set footprints that we still see today. Drawing on the spirit of translational research that has been established in Bonn for two centuries, the organizing committee put together a conference program that emphasizes the importance of Plant Sciences for a Sustainable Future in 8 plenary talks, 21 symposia and a number of workshops. Together with my colleagues, I would be thrilled if you take the opportunity to participate in this in-person meeting and actively engage in presenting and discussing current work
and ideas in Bonn. The City of Bonn welcomes you at the birthplace of Ludwig van Beethoven on the Rhine, a city with plenty of history and today a forward-looking, colorful, and charming international location.
See for yourself what variety is offered to you here both in science and beyond!
Prof. Dr. Andreas Meyer

Zum Faltblatt mit den Themen der Tagung und den Reisestipendien für Nachwuchskräfte:

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11. Jan 2022 · Actualia · Nachwuchsförderung

Beste Master-Arbeiten ausgezeichnet

Die Ausgezeichneten erhielten Urkunden von den Ansprechpartnern der DBG in den Universitäten. Die Fotos zeigen zwei der Übergaben sowie Einblicke in die diversen Forschungsprojekte. Fotos (im Uhrzeigersinn von links oben): Raphael von Büren, Maleen Hartenstein, Maxim Faroux, Julia Metzsch, Andreas Holzinger, Paul Buschbeck, Andreas Weber

16 herausragende pflanzenwissenschaftliche Masterarbeiten hat die DBG im zurückliegenden Jahr ausgezeichnet. Darin untersuchten die zwölf Preisträgerinnen und vier Preisträger folgende Themen und Fragestellungen, die unsere vielfältigen Disziplinen pflanzenwissenschaftlicher Forschung wiederspiegeln:

Wo Parasiten ihre Pflanzenwirte infizieren; wie sich Abwehrstrategien von Pflanzen gegen pathogene Bakterien entwickelten; Pflanzen-Mikroben-Interaktionen; Evolution der C3-C4 intermediären Photosynthese; Lokalisation von Membran-Transportproteinen; genetische Struktur allopolyploider Knabenkräuter; die Karyotyp-Evolution bei Zuckerrüben; Funktion des Cyclophilins im Redox-regulatorischen Netzwerk; der Status der bedrohten Sand-Silberscharte; Biosynthese von Terpenen in Cyanobakterien; funktionelle Charakterisierung der Enzyme der Violaxanthin-Biosynthese; Pathogensuszeptibilität und -abwehr in Arabidopsis-Suppressor-Mutanten; Lokalisierung der in der Lewis-Epitop-Formation involvierten Enzyme; Glutaredoxine sowie Habitat-Ansprüche alpiner Horstgräser.

Die inzwischen zum achten Mal verliehene Auszeichnung ist mit einer Urkunde und einem Preisgeld dotiert und wurde von den DBG-Ansprechpartnern an den teilnehmenden Hochschulen koordiniert. Die DBG gratuliert allen Preisträgerinnen und Preisträgern, dankt den Koordinator*innen und wünscht den Ausgezeichneten viel Erfolg für ihre weiteren Karrieren.

Alle Preisträgerinnen und Preisträger sowie die Titel der ausgezeichneten Arbeiten sind hier genannt

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17. Dez 2021 · Actualia · Tagungsbericht

Erster Eduard Strasburger HOT TOPIC Workshop: It’s in your RNA

Konferenz-Logo des ersten Strasburger HOT TOPIC Workshops der DBG.

Der erste Eduard Strasburger Hot Topic-Workshop brachte die RNA-Forschenden zusammen, präsentierte aktuelle Forschungsergebnisse und thematisierte die Trends in den Pflanzenwissenschaften. Diesen hatten die beiden Bielefelderinnen Dr. Marlene Reichel und Dr. Elisabeth Fitzek-Campbell als reine virtuelle Konferenz organisiert und neben eingeladenen Keynote-Redner*innen hauptsächlich Nachwuchskräften ein Forum zum Austausch jüngster Forschungsergebnisse und für Fachdiskussionen gegeben. Die beiden Organisatorinnen schildern in ihrem Tagungsbericht nicht nur, welche Vorträge der Nachwuchskräfte mit Preisen ausgezeichnet wurden, sondern auch, wie sie die Teilnehmenden nach Bielefeld mitnahmen, ohne dass diese anreisen brauchten.

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30. Nov 2021 · Actualia · Tagungsbericht

Sektionstreffen der Systematiker*innen-Community und Wahl der neuen Sprecherin

Insgesamt 40 Teilnehmende nahmen am wissenschaftlichen Treffen der Sektion Biodiversität und Evolutionsbiologie in der DBG teil, auch wenn nicht alle per Bildschirm zugeschaltet waren. Screenshot: Sektion Biodiversität und Evolutionsbiologie

Auch wenn virtuelle Zusammenkünfte eine Präsenztagung nicht ersetzen können, trafen sich mehr als drei Dutzend Systematiker*innen im Oktober, um ihre Forschungsergebnisse zu diskutieren. Sprecher der Sektion Biodiversität und Evolutionsbiologie, Prof. Dr. Dirk Albach, nennt die Themenvielfalt der Forschenden und welche drei internationalen Nachwuchsforscher die Preise für die besten Vorträge ergattern konnten. Er listet die Tätigkeiten der vergangenen Jahre, berichtet von der Vorstandswahl, bei der zwei Neue gewählt wurden, und hofft auf ein Präsenztreffen in zwei Jahren.

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23. Nov 2021 · Actualia · Anwendung · Köpfe und Karrieren

Marburger Team gewinnt beim internationalen iGEM-Wettbewerb mit pflanzenbiologischem Thema

Das Marburger iGEM-Team setzte sich beim internationalen Wettbewerb gegen mehrere Hundert universitäre Teams durch, holte den Gesamtsieg und präsentierte sich am Abend der Verleihung in Paris. Foto: OpenPlast-Team Marburg

Über 350 Teams von Universitäten aus der ganzen Welt haben am diesjährigen iGEM-Wettbewerb (international Genetically Engineered Machine competition) teilgenommen. Den ersten Platz ergatterte das Team aus Marburg: Mit ihrem Projekt OpenPlast haben 17 Studierende unterschiedlicher Fachdisziplinen der Philipps-Universität Marburg eine Technologie präsentiert, welche die Entwicklung neuer, klimaresistenter Nutzpflanzen rasant beschleunigen kann. Dazu setzte das Team auf Photosynthese treibende Chloroplasten, was einige Vorteile für die finale Anwendung in Nutzpflanzen bietet. Genetische Veränderungen im Chloroplasten werden nicht durch Pollen übertragen und erhöhen die biologische Sicherheit. Mit diesem Ansatz holte es den Gesamtsieg. Außerdem kommunizierte es die Ergebnisse an Schulen und in der Landwirtschaft. Warum das Team die Jury überzeugte und was ihr neues System auszeichnet, schildern die Betreuer und die Studierenden hier.

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18. Nov 2021 · Actualia · Köpfe und Karrieren

Ausgezeichnet: wie Eiweiße einen zentralen Gen-Schalter im Keimling steuern

Im Labor der Freien Universität Berlin analysiert Dr. Katharina Bursch die Stängellänge von Arabidopsis-Keimlingen und bestimmt so den Grad des photomorphogenetischen Wachstums. Foto: Venja Röber

Die Wilhelm-Pfeffer-Stiftung der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) verleiht Dr. Katharina Bursch den mit 1.000 Euro dotierten Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung. „Mehr als 20 Jahre nach deren Voraussage hat Dr. Bursch die Existenz und Wirkungsweise von Cofaktoren belegt, welche das Stängelwachstum des Keimlings beeinflussen, nachdem er durch den Boden ans Licht gewachsen ist“, begründet das Präsidium der DBG-eigenen Stiftung seine Entscheidung. Die Protein-Cofaktoren namens BBX20, BBX21 und BBX22 wirken dabei nicht direkt, sondern interagieren ihrerseits mit dem Transkriptionsfaktor HY5 (LONG HYPOCOTYL 5), einem zentralen Aktivator der Licht-beeinflussten Gestaltbildung einer Pflanze, der sog. Photomorphogenese. Mit ihrem in der Zeitschrift Nature Plants veröffentlichten Fachartikel (Identification of BBX proteins as rate-limiting cofactors of HY5 https://doi.org/10.1038/s41477-020-0725-0) hat Dr. Bursch aus der Arbeitsgruppe von Dr. Henrik Johansson von der Freien Universität Berlin das Modell der Wirkweise des Transkriptionsfaktors bereichert und gezeigt, wie ein zentraler Bestandteil einer Regulationskette durch Cofaktoren seine Funktion und Spezifität erhält und wie Licht diesen Prozess in der Modellpflanze Arabidopsis thaliana anregen kann. Dr. Bursch wird die Urkunde auf der Botanik-Tagung im kommenden September in Bonn verliehen werden, das Preisgeld erhält die Pflanzenforscherin schon jetzt.

15. Nov 2021 · Actualia · Tagungsbericht

Schwefel in Rot und Grün

An der Tagung S-Bio-2021 Glucosinolate nahmen rund 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler teil: ungefähr die Hälfte in Präsenz, die andere Hälfte online. Sie setzte vorpandemische Zusammenkünfte der Pflanzen- und Humanforschung im spanischen Sevilla fort. Foto: Luis Romero und Cecilia Gotor

Mit einjähriger Verspätung fand das Joint Meeting for Plant and Human Sulfur Biology and Glucosinolates zwischen dem 26. und 30. September pandemiebedingt als Hybrid-Konferenz statt. Ein großer Dank geht an DBG und FESPB, durch deren Sponsoring die Teilnahme von sieben Doktorand*innen in Präsenz möglich war. Die Gastgebenden, Luis Romero und Cecilia Gotor, haben die technische Herausforderungen gemeistert und für eine beinahe reibungslose Koordination der live und online Formate gesorgt. Stanislav Kopriva und Caroline Müller berichten, wie sich der Austausch zwischen grüner Pflanzen- und roter Humanwissenschaft wechselseitig bereicherte.

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12. Okt 2021 · Actualia · Tagungsbericht

Zell und Molekularbiologie der Grünalge Chlamydomonas reinhardtii

Für viele aus der Chlamydomonas-Community war die Zusammenkunft an der französischen Riviera die erste Präsenztagung seit eineinhalb Jahren. Foto: Oliver Vallon

250 Forschende diskutierten ihre neuesten Ergebnisse bei der International Conference on the Cell and Molecular Biology of Chlamydomonas. Der Kaiserlauterner Konferenz-Mitorganisator Prof. Dr. Michael Schroda gibt Einblick in die jüngsten Forschungsschwerpunkte und schildert, was den Teilnehmenden besonders gefiel.

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29. Sep 2021 · Actualia · DBG

Neue Gemeinsame Fachgruppe Synthetische Biologie wählt drei DBG-Mitglieder in ihren Beirat

Mehrere Fachgesellschaften haben in der Gemeinsamen Fachgruppe Synthetische Biologie im September ihren ersten Beirat gewählt, der sich für diese Forschungsdisziplin einsetzen wird. Synthetische Biologie hat unter anderem zum Ziel, einzelne Moleküle, Zellen, Organismen und biologische Systeme mit neuen Eigenschaften zu designen. Die gewählten DBG-Mitglieder werden dort ihre Expertise in den Pflanzenwissenschaften einbringen. Beiratsmitglied Prof Dr. Müller-Röber (Potsdam) nennt im Artikel seine Mitstreiter*innen, die Aufgaben und Ziele der neuen Fachgruppe sowie die Mitgestaltungsmöglichkeiten für unsere Mitglieder.

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29. Jun 2021 · DBG · Veranstaltung

Invited speakers: It's in your RNA - Hot Topic Workshop

The speakers invited to the Workshop It's in your RNA: Emerging new techniques to unravel transcriptional and post-transcriptional regulation in plants on a global scale (#DBGHotTop2021) are: 

  • Peter Brodersen (University of Copenhagen, DEN)
  • Yiliang Ding (John Innes Center, UK)
  • Koen Geuten (KU Leuven, BEL)
  • Sascha Laubinger (Oldenburg University, GER)
  • François Parcy (CNRS, FRA)
  • Romy Schmidt (Bielefeld University, GER)
  • Gordon Simpson (University of Dundee, UK)

Attendance to the first DBG's Eduard Strasburger HOT TOPIC Workshop is free and will be organised by Dr. Marlene Reichel and Dr. Elisabeth Fitzek for early career plant scientists at Bielefeld University (ZiF), Germany, 18 - 19 November 2021.

Details and registration will soon be possible under: www.dbghottopic2021.com

17. Jun 2021 · Actualia

Ausschreibung: Preis für die beste Veröffentlichung 2021

Der Vorstand der Wilhelm-Pfeffer-Stiftung der DBG bittet um Vorschläge für mögliche Kandidatinnen und Kandidaten für den diesjährigen Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung („Best-Paper-Preis“). Der Preis wird für herausragende Publikationen des Vorjahres vergeben, die aus einer Master-, Diplom- oder Promotionsarbeit hervorgegangen sind, und ist mit 1.000 Euro dotiert. Vorschlagsberechtigt sind exklusiv DBG-Mitglieder, auch Selbstvorschläge sind möglich.

Der/die Preisträger/-in und die ausgezeichnete Veröffentlichung werden an der Botanikertagung 2022 vorgestellt und die Arbeit auf der Website der DBG präsentiert. Bitte richten Sie Ihre Vorschläge mit den erforderlichen Unterlagen der Bewerber/-in bis zum 31. August 2021 in elektronischer Form an den Präsidenten der Stiftung, Professor Severin Sasso (severin.sasso @ uni-leipzig.de).  

Zu den Details

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20. Apr 2021 · Actualia · DBG

Jahresbericht des Deutschen Nationalkomitees Biologie (DNK)

Über die Aktivitäten der International Union of Biological Sciences (IUBS), in der die DBG über das DNK Mitglied ist, berichtet unser frühere Präsident, Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, und führt detailliert aus:  

  • Neues Länder-Mitglied in der IUBS
  • Kommende General Assembly der IUBS ist für Ende 2022 oder Anfang 2023 im Japanischen Tokyo anvisiert
  • Mögliche Beteiligung der IUBS am Internationalen Jahr der Grundlagenforschung
  • Förderung der weltweiten Verbesserung der naturwissenschaftlichen und biologischen Bildung in Schulen und durch außerschulische Aktivitäten
  • IUBS-Tagungen und Workshops für die globale Community
  • Gendergerechtigkeit in der Biowissenschaft und ihren Institutionen wie der IUBS
  • Unterstützungsformate der IUBS für Tagungen und „seed funding“

Die kommende Mitgliederversammlung des DNK ist für Mitte des Jahres als online-Zusammenkunft geplant, wozu weitere Informationen folgen.

Details im Bericht (pdf)

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DBG Update
13. Mai 2022 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 60

Welche Pflanzen dem Menschen bei der Bewältigung der Klimakrise helfen können, wieviel früher eigentlich Frühblüher blühen, und wie nur ein Pflanzengen die Artenvielfalt eines ganzen Mini-Ökosystems beeinflusst, sind Ergebnisse unserer Forschungsnachrichten.  
Bei welchen beiden Konsultationen Ihre Expertise gefragt ist. Sowie ein Update zu unserer Botanik-Tagung, International Conference of the German Society for Plant Sciences, mit Mitgliederversammlung. Tagungsberichte und Veranstaltungshinweise runden unseren Newsletter ab.

zum 60. Newsletter (Log-In erforderlich)

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12. Apr 2022

VBIO-Rückblick - März

In seinem Positionspapier zur Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften fordert der Dachverband gemeinsam mit anderen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften Politik wie Schulträger dazu auf, Lehrkräften mathematisch-naturwissenschaftlicher Schulfächer qualifizierte Angebote zu verschaffen und die Teilnahme daran während der regulären Arbeitszeit zu erleichtern. Das soll der hohen Dynamik wissenschaftlicher Erkenntnisse Rechnung tragen, was ja zuletzt auch die Corona-Pandemie gezeigt habe. Außerdem berichtet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) über die Vergabe seines Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre. Weitere Nachrichten aus der Forschungspolitik runden den Rückblick ab.

Link zur März-Ausgabe (Log-In erforderlich)

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04. Apr 2022 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 59

Welcher Trick das Kartoffelgenom zu entschlüsseln half, was eine weiterentwickelte Genschere in Pflanzen nun ermöglicht, wie Pflanzen Polyspermie unterbinden und warum die Venusfliegenfalle vielleicht bald der Arzneimittelforschung dienen könnte, sind Themen in den Forschungsnachrichten.  
Das Präsidium der DBG lädt herzlich zur Mitbestimmung und Wahl bei unserer nächsten Mitgliederversammlung in Bonn. Es freut sich nicht nur über die Zusagen der acht Plenary Speaker zu unserer Botanik-Tagung, sondern auch auf die Diskussionen und den fachlichen Austausch in den mehr als 20 Sessions über aktuelle Themen der Pflanzenforschung in Bonn. Unser Präsident regt an, in Bonn auch deshalb zusammen zu kommen, um Förderquellen für die Forschung zu erschließen, die die interne Konkurrenz in den Fachgebieten nicht noch weiter verschärfen. Nur noch rund zwei Wochen hat Zeit, wer seinem Nachwuchs einen unserer Wissenschaftspreise und einen Auftritt in der Forschungs-Community angedeihen lassen möchte. Die European Plant Science Organisation assistiert, um Ukrainische Pflanzenforschende mit Laboren in ganz Europa zusammen zu bringen.

zum 59. Newsletter (Log-In erforderlich)

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14. Mär 2022

EPSOs Statement zum Krieg in der Ukraine und Hilfe für Ukrainische Forschende

Die Organisation für Pflanzenwissenschaften in Europa (European Plant Science Organisation, EPSO) veröffentlichte ein Statement gegen den Krieg in der Ukraine und Hilfe für ukrainische Forschende. Damit will EPSO, in dem die DBG assoziiertes Mitglied ist, dazu beitragen ein besseres Europa und eine bessere Welt zu realisieren, mit Listen, die ukrainischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hilft, ein Gastlabor zu finden.

Hier steht EPSOs Statement, in dem die Organisation auch auf internationale Gesetze hinweist (Genfer Konvention und Konvention der UN):
https://epsoweb.org/epso/scientists-contributing-to-building-a-better-europe-and-world-stop-war-in-ukraine-offer-support-to-ukrainian-scientists/2022/02/28/

Wenn Sie auch Ihr Labor auf die ständig erweiterte Liste der gastgebenden Institute setzen möchten, nutzen Sie bitte diesen Link zu einem Google-Formular: https://www.google.com/url?q=https://urldefense.com/v3/__https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSeRGe5Da_b6GGyC6VT7CLGViGs06SzeuX7wRKpC4K5tnvlhgg/viewform?usp%3Dsf_link__;!!C5qS4YX3!XnBWdlPAURTnwcPm57vNyo8-fN22nGHUvvPxL_RNPg4FR-40RmUPbMQ0l5qxmDHB$&sa=D&source=editors&ust=1646826005305500&usg=AOvVaw24bwgzVzsQ060tb-Fs3sTi

Wenn Sie nach einem Gast-Labor suchen, rufen Sie bitte dieses ständig erweiterte Google-Formular auf: https://docs.google.com/spreadsheets/d/1HqTKukfJGpmowQnSh4CoFn3T6HXcNS1T1pK-Xx9CknQ/edit#gid=320641758

08. Mär 2022

VBIO-Rückblick - Februar 2022

Im jüngsten Rückblick auf die Arbeit des Dachverbandes verweist der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) auf sein gemeinsam mit drei anderen großen naturwissenschaftlichen Organisationen veröffentlichtes Statement "Wissenschaft verbindet" - Statement gegen den Krieg in der Ukraine. Außerdem verweist er auf den Schüler-Wettbewerb unserer Sektion Phykologie "Mit Algen die Zukunft gestalten". Eine Zusammenschau weiterer Nachdichten aus der Wissenschaftspolitik rundet die Zusammenschau ab.

Link zur Februar Ausgabe (Log-In erforderlich)

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17. Feb 2022 · News

Zweiter Schüler*innen-Preis: Mit Algen die Zukunft gestalten

Die vielen Algen-Arten und deren Verwendungen ermöglichen zahlreiche Projekte für den Wettbewerb zum Schüler*innen-Preis. Fotos: Mitwirkende in der Sektion Phykologie

Alle Schülerinnen und Schüler in Gymnasien, Gesamtschulen und ähnlichen Einrichtungen können Projekte zum zweiten Wettbewerb „Mit Algen die Zukunft gestalten“ bei unserer Sektion Phykologie einreichen. Jedes Projekt kann teilnehmen, sofern die Einreichenden 16 Jahre oder älter sind. Den Preistragenden winken nicht nur eine Auszeichnung und ein Sachpreis, sondern auch eine Einladung zur nächsten wissenschaftlichen Konferenz der Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft, in der die ausschreibenden Algen-Forscher*innen organisiert sind. Vom 12. bis 15. März 2023 in Jena können die Preistragenden ihr Projekt den Forscherinnen und Forschern vorstellen. Einsendeschluss ist der 30. November 2022. Der Flyer (pdf-Datei) fasst alle Informationen zusammen.

Quelle: Sektion Phykologie

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15. Feb 2022 · News · Köpfe und Karrieren · Sektionen

Scicomm-Award: Grüne Gentechnik als Teil einer nachhaltigen Zukunft

David Spencer erhält den diesjährigen Preis für Wissenschaftskommunikation. Foto: privat

Für seine humorvolle wie kreative Art, Pflanzenforschung und Grüne Gentechnik allgemeinverständlich zu veranschaulichen, erhält der Pflanzenwissenschaftler David Spencer den diesjährigen Scicomm-Preis für Wissenschaftskommunikation von unserer Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie (SPPMB) in der Deutschen Botanischen Gesellschaft während der virtuell veranstalteten Konferenz Molecular Biology of Plants verliehen.

Quelle: SPPMB

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04. Feb 2022 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 58

Wie Hormone mitmischen, damit Pflanzen in die „Pubertät“ kommen und sich vor Hitze schützen, was in Pflanzen und Böden fließt, wenn man einen ganzen Wald austrocknet, was zur Biodiversitätskrise beiträgt und welche Sätze über Evolution im Lehrbuch wohl umgeschrieben werden müssen, sind Themen in den Wissenschaftsnachrichten.

Unser Tagungspräsident lädt herzlich zur kommenden Botanik-Tagung nach Bonn, für die Nachwuchskräfte sich schon jetzt um Reise-Stipendien bewerben können. Wir rufen auf, Nominierungen für die drei Wissenschaftspreise zur Stärkung des Nachwuchses einzureichen. Ferner haben wir die 16 Preisträger*innen der Besten Master-Arbeiten bekannt gegeben und freuen uns auf Bewerbungen für den nächsten Strasburger-Hot-Topic-Workshop sowie für Labor-Besuch-Stipendien.

zum 58. Newsletter (Log-In erforderlich)

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03. Dez 2021 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 57

Welche Überraschungen die Genome kryptischer Algen offenbaren, wie KI hilft, die Bindungsspezifika von Transkriptionsfaktoren zu analysieren und welche Wasserpflanze es Landpflanzen gleichtut und vom Zusammenleben mit Bakterien profitiert, sind drei der Themen unserer Nachrichten aus der Forschung.

Tatatata, unsere DBG freut sich, die diesjährige Preisträgerin des Best-Paper-Preises bekannt zu geben, und dass die ersten Master-Preis-Auszeichnungen bereits verliehen werden konnten. Sie gratuliert außerdem dem jungen Team aus Deutschland, das den ersten Preis im internationalen Wettbewerb errang für ihr synbio-Projekt, das die Entwicklung neuer, klimaresistenter Nutzpflanzen beschleunigen könnte.

Editors and Chief Editor Prof. Christiane Werner of our journal Plant Biology recommend three reviews: on auxin’s role in plant development, on virus eradication and plant vaccination, and on the analysis of new genes in genome-wide identification studies.

zum 57. Newsletter (LogIn erforderlich)

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18. Mär 2021 · DBG · Politik

Stellungnahme: Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft

Das „Trilemma der Landnutzung“ im Spannungsfeld zwischen Ernährungssicherung, Klimawandel und Erhalt der Biodiversität veranschaulicht der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen (WBGU) in seinem aktuellen Gutachten. Unter dem Titel „Landwende im Anthropozän: Von der Konkurrenz zur Integration“ liefert das WBGU-Gutachten mehrere passende Lösungsvorschläge. Dass im Gutachten das Potential und die sowohl wissenschaftlich wie politisch anerkannten Lösungsmöglichkeiten der Pflanzenforschung inklusive der neuen Züchtungsmethoden jedoch kaum vorkommen, bedauern mehrere wissenschaftliche Gesellschaften und Vereine in ihrem Brief an die Ministerinnen Svenja Schulze (BMU) und Anja Karliczek (BMBF). Die Pflanzenwissenschaft kann die Grundlagen für neue Anwendungen bereitstellen und darf daher in den Lösungsvorschlägen nicht fehlen. Neben den im Bericht des WBGU erwähnten Maßnahmen bieten die züchterische Nutzung von genetischen Ressourcen und neue Züchtungstechniken wie die Genomeditierung zügig umzusetzende Lösungen für eine produktive, ressourcensparende sowie nachhaltige Landwirtschaft, um auf die derzeit wichtigsten Herausforderungen reagieren zu können. Die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG), die Gesellschaft für Pflanzenzüchtung (GPZ), die Deutsche Gesellschaft für Pflanzenernährung (DGP), der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO), das Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Universität Göttingen sowie das Öko-Progressive Netzwerk e.V. appellieren daher an die Ministerinnen, die Potentiale der Pflanzenforschung und -züchtung für eine nachhaltige Landwirtschaft zu nutzen. Sie alle bieten ihre fachliche Expertise als unabhängige Expertinnen und Experten für Pflanzenwissenschaften, Pflanzengenetik, Pflanzenzüchtung, Agrarökonomie und Agrarökologie an.

zum gemeinsamen Brief an die Ministerinnen (pdf)

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09. Sep 2020 · DBG · Politik

Statement: Keine Nachweismethode für genomeditierte Nutzpflanzen

Die gentechnische Methode, mit der ein genetisch veränderter Raps erzeugt wurde, lässt sich nicht mit einer quantitativen Polymerasekettenreaktion (qPCR) nachweisen. Dies kann nicht so funktionieren, wie es ein kürzlich in der Zeitschrift Foods erschienener Artikel nahelegt1). Die im Foods-Artikel beschriebene Methode eignet sich lediglich für den Nachweis und die Quantifizierung einer spezifischen Punktmutation im Gen AHAS1C. Diese Mutation ist in der von der Firma Cibus entwickelten Raps-Sorte Falco enthalten, die resistent gegen Sulfonylharnstoff- und Imidazolinon-Herbizide ist. Die Methode weist also lediglich ein spezielles DNA-Muster in dieser Raps-Pflanze nach.

Die in der Zeitschrift erwähnte Methode eignet sich jedoch nicht, die Ursache der Punktmutation festzustellen, also ob sie durch die modernen Methoden der Genomeditierung entstand oder durch ungerichtete, zufällige Mutagenese etwa nach radioaktiver Bestrahlung. Somit steht auch keine Methode zur Verfügung, mit Genscheren erzeugte Nutzpflanzen durch eine quantitative Polymerasekettenreaktion (qPCR) nachzuweisen.

Es ist zudem keineswegs sicher, dass die untersuchten Rapslinien tatsächlich durch Genomeditierung mit Hilfe der Oligonukleotid-vermittelten Mutagenese (ODM) erzeugt wurden. Im Gegenteil ist vielmehr davon auszugehen, dass die Punktmutation in dem oben genannten Gen der Elternlinie BnALS-57 nicht durch ODM, sondern spontan während der Gewebekultur entstanden ist (somaklonale Variation), wie eine Studie nahelegt2).
 
Diese Methode ist somit ungeeignet, durch Genomeditierung erzeugtes Saatgut (im Sinne der EU Direktive 2001/18/EC) von nicht reguliertem Saatgut (also in der EU-Direktive ausgenommenen Verfahren wie Strahlungs- oder chemische Mutagenese) zu unterscheiden.

Eine Nachweismethode für die genetischen Veränderungen von Pflanzen, die mit den neuen Verfahren der Genom-Editerung entstanden sind, wäre die Voraussetzung um die oben erwähnte, vom EuGH erlassene Richtlinie umsetzen zu können. Demnach müssen die neuen Methoden wie die frühere Gentechnik reguliert werden, in der jedoch oft fremde Gene eingebracht wurden, die sich einfach nachweisen lassen.

Auch wenn der Foods-Artikel dies nahelegt, ist es weiterhin nicht möglich mit Genomeditierung erzeugte Nutzpflanzen von in der Natur zufällig mutierten oder durch radioaktive bzw. chemische Mutagenese entstandenen Pflanzen zu unterscheiden.   

Die DBG appelliert daher weiterhin an das Europäische Parlament und die Europäische Kommission, die bestehende europäische Richtlinie für die Präzisionszüchtung für Pflanzen, zu überarbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse über die Genomeditierung zu berücksichtigen.

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Prof. Dr. Andreas P.M. Weber (Biochemie der Pflanzen, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf),
Sprecher des Exzellenz-Clusters für Pflanzenforschung CEPLAS und
Präsident unserer Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG)


1) Chhalliyil et al. (2020): A Real-Time Quantitative PCR Method Specific for Detection and Quantification of the First Commercialized Genome-Edited Plant. Foods, 9, 1245

2) Novel Food Information - Cibus Canola Event 5715 (Imidazolinone and Sulfonylurea Herbicide Tolerant). https://www.canada.ca/en/health-canada/services/food-nutrition/genetically-modified-foods-other-novel-foods/approved-products/novel-food-information-cibus-canola-event-5715-imidazolinone-sulfonylurea-herbicide-tolerant.html). Kanadisches Gesundheitsministerium, abgerufen am 9.9.2020

24. Jul 2020 · DBG · Politik

Öffentliche Stellungnahme zur Genomeditierung von Nutzpflanzen

Die EU und Neuseeland stechen mit ihrer derzeitigen Regulation der neuen Methoden für Präzisionszüchtung heraus (nach Schmidt, Belisle, Frommer (2020), EMBO Rep 2020, e50680, https://doi.org/10.15252/embr.202050680)

132 Europäische Forschungseinrichtungen und wissenschaftliche Verbände - darunter unsere DBG – appellieren an das Europäische Parlament und die Europäische Kommission die bestehende europäische Richtlinie für die Präzisionszüchtung für Pflanzen, auch unter dem Begriff Genomeditierung bekannt, zu überarbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse über die Genomeditierung zu berücksichtigen. Das ist nicht nur wichtig, um nachhaltige Wege aus der COVID-19 Krise zu finden sondern auch, weil die Genomeditierung zahlreiche Lösungen bietet für eine einfache, zielgerichtete und schnelle Zucht klimaresistenter Nutzpflanzen. Auch die Entwicklung von Pflanzen, die weniger Düngemittel und Pestizide benötigen, ist mit diesen Methoden effizienter. Das schont die natürlichen Ressourcen unserer Erde und unterstützt daher das Erreichen der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals ,SDGs)“ der Vereinten Nationen sowie des Green Deal der EU. Das European Sustainable Agriculture through Genome Editing (EU-SAGE) Netzwerk, unter der die oben genannten Institutionen vereint sind, empfiehlt der Europäischen Kommission, diese Tatsachen zum Nutzen und zum Wohlergehen aller EU-Bürgerinnen und EU-Bürger anzuerkennen und die rechtlichen Regelungen zur Nutzung der Genomeditierung für Nutz- und Kulturpflanzen an den Stand der Forschung anzupassen. In ihrer öffentlichen Stellungnahme zitiert EU-SAGE die wissenschaftlichen Studien für die erfolgreiche Zucht genomeditierter Nutzpflanzen mit erhöhter Widerstandskraft gegenüber den Folgen des Klimawandels, mit größerer Resistenz gegenüber Schädlingen und Krankheiten und daher verbessertem Ernteertrag. Auch Studien zum verringerten Pestizideinsatz bei Reis, Wein, Weizen, Tomaten sowie Grapefruits gibt es inzwischen. Daneben lassen sich mit dieser Technik auch die gesundheitsrelevanten Eigenschaften von Obst- und Gemüsesorten mit Präzisionszüchtung beschleunigen, wie Studien belegen.

Lesen Sie die ganze Statement von EU-SAGE (pdf), ins Deutsche übertragen von

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16. Sep 2019 · DBG · Pressemitteilung

Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) fordert eine nachhaltige Ressourcen- und Klimapolitik

Entscheidungen über die Ressourcen unserer Erde müssen nachhaltig und wissenschaftsbasiert sein. Zur Eröffnung der Botanikertagung an der Universität Rostock, zu der sich mehr als 420 Pflanzenforschende angemeldet haben, fordert das Präsidium der Deutschen Botanischen Gesellschaft die Beteiligten am Klimakabinett und alle Parteien auf, nachhaltige und mutige Entscheidungen zu treffen, um die Ressourcen unseres Planeten und das Klima nachhaltig zu schützen.

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03. Sep 2019 · DBG · Politik

Grundlagenforschung wertschätzen, fördern und kommunizieren

Grundlagenforschung braucht mehr Wertschätzung, eine wirksame und längerfristige Finanzierung und die strukturelle Absicherung der dort Beschäftigten. Auch die Wissenschaftskommunikation muss ausgebaut werden, fordert der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. (VBIO) in seinem Positionspapier. Diese Positionen teilt die DBG, die im Dachverband der Biolog*innen Mitglied ist, und das Papier gemeinsam mit weiteren 12 biowissenschaftlichen Fachgesellschaften gezeichnet hat.

Quelle: VBIO

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25. Jul 2019 · DBG · Politik

Für genetische Präzisionsmethoden und nachhaltige Nutzpflanzen

Auch die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) und ihre Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie (SPPMB) appellieren an das neu gewählte Europäische Parlament und die Kommission der Europäischen Union (EU), das veraltete Gentechnikrecht aus dem Jahr 2001 an den Kenntnisstand der Wissenschaft und die internationalen Gegebenheiten anzupassen und entsprechend zu modernisieren. Gemeinsam mit 115 anderen Wissenschaftsorganisationen und -instituten plädieren sie dafür die Nutzung neuer Präzisionsmethoden der Genomeditierung zur Zucht von Kulturpflanzen zu vereinfachen, um eine nachhaltige Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion in der EU zu ermöglichen.

Lesen Sie das gemeinsame Statement (pdf), ins Deutsche übertragen von

  • Prof. Dr. Holger Puchta (Botanisches Institut, Karlsruher Institut für Technologie, KIT),
  • Prof. Dr. Claus Schwechheimer (Systembiologie der Pflanzen, Technische Universität München, TUM),
  • Prof. Dr. Caroline Gutjahr (Pflanzengenetik, Technische Universität München, TUM),
  • Prof. Dr. Andreas Graner (Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung, IPK) und
  • Prof. Dr. Ralph Bock (Max Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie, Potsdam)
  • Prof. Dr. Andreas P.M.Weber (Biochemie der Pflanzen, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
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24. Okt 2018 · DBG · Politik

Europäische Forschende sind für Präzisionszüchtung

Mehr als 85 Europäische Wissenschaftler*innen und Wissenschaftsorganisationen, darunter unsere Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG), bitten den Europäischen Gerichtshof (EuGH) das Urteil über neue Pflanzen-Züchtungsmethoden wie CRISPR/Cas9 und andere Formen der Genom Editierung zu überarbeiten. Sie alle plädieren dafür, dass Präszisionszüchtung für nachhaltige Landwirtschaft anders gehandhabt werden muss als im Urteil vom 25. Juli 2018. Die Unterzeichnenden fordern, dass Präzisionszüchtungen und Pflanzenzüchtungen ohne Fremd-Gene genau so wie herkömmliche Züchtungen anzusehen sind, weil sie genauso sicher sind. Die Erkenntnisse der Wissenschaft müssen in die Handhabung einfließen und die diesbezügliche Gesetzgebung muss daher schnellstens korrigiert werden. Langfristig muss dann auch das veraltete Gentechnikrecht an die aktuellen Erkenntnisse der Wissenschaft angepasst werden. Eine deutsche Übersetzung der belgischen Pressemitteilung bietet das Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenforschung in Potsdam auf seiner Website. Wer das Positionspapier unterstützen möchte, kann auch seinen Namen auf der Liste der Unterzeichner hinzufügen. 
Zur Pressemitteilung und offenem (englischen) Brief der Europäischen Initiative und zum Unterzeichnen

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Wochen-Chronik
19. Mai 2022 · News · Politik

Berliner Erklärung: Für die Zukunft der Menschheit

Dreißig Jahre nach dem ersten Weltnaturgipfel in Rio de Janeiro sind der Verlust der Artenvielfalt und der globale Klimawandel die größten und drängendsten Herausforderungen der Zukunft. Nichts weniger als unsere eigene Existenz steht auf dem Spiel. Unter der Federführung der drei Leibniz-Naturforschungsmuseen ruft ein breites Bündnis renommierter Forscher:innen in ihrer heute veröffentlichten "Berliner Erklärung" Deutschland dazu auf, der besonderen Verantwortung der G7-Präsidentschaft bei der Bekämpfung dieser "Zwillingskrise" gerecht zu werden. Der derzeit für Ende August geplante Weltnaturgipfel (CBD COP15) böte die historische Gelegenheit einer dringend notwendigen Trendumkehr zugunsten von mehr Klima- und Biodiversitätsschutz. „Gelingt es uns in dieser Dekade nicht, den katastrophalen Verlust der Biologischen Vielfalt aufzuhalten, laufen wir Gefahr, bis zu einer Million Arten zu verlieren und 80 Prozent der Nachhaltigkeitsziele sowie zentrale Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens nicht zu erreichen!“, warnt Prof. Johannes Vogel, Generaldirektor am Museum für Naturkunde Berlin (MfN) und fährt fort: „Der ungebremste Verlust der Biodiversität und die zunehmende Erderwärmung sind die Herausforderungen für die Zukunft unserer Gesellschaft Zukunft.“ In ihrem Positionspapier präsentieren die Forschenden konkrete Handlungsempfehlungen mit "naturbasierten Lösungen"als einem wesentlichen Schlüssel zum Erfolg.

Quelle: MfN

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19. Mai 2022 · News · Anwendung

Schatzkammern deutscher Herbarien gehen online

Pflanzenbelege im im Willdenow-Herbar / Alexander von Humboldt / Herbarium Berolinense im Botanischen Garten Berlin. Foto und (c): Christiane Patić

Mit rund 23 Millionen getrockneten Pflanzen, Pilzen und Algen in über 70 Herbarien verfügt Deutschland über den weltweit drittgrößten Bestand. Das Onlineportal www.herbarium.gbif.de zeigt nun mit einer Million digital vernetzten Belegen, welches Wissen in ihnen schlummert. Die Schätze von 22 bedeutenden deutschen Herbarien können hier erstmals als Gesamtschau eingesehen werden. Dort können Botanik-Interessierte neben hochaufgelösten Fotografien von 300.000 historischen Belegen – unter ihnen Originalbelege von Alexander von Humboldt oder Carl Ludwig Willdenow – auch die genauen Fundorte auf einer digitalen Weltkarte entdecken. Kuratiert wird das Virtuelle Herbarium Deutschland vom Botanischen Garten Berlin (BGBM) der Freien Universität Berlin, der gemeinsam mit der internationalen Open Data-Plattform Global Biodiversity Information Facility (GBIF) auch die Software hinter dem Portal entwickelt hat.

Quelle: BGBM

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19. Mai 2022 · News · Anwendung · Forschungsergebnis

Überwachung der Artenvielfalt per Satellit rückt in Reichweite

Pflanzliche Artenvielfalt in vier unterschiedlichen Ökosystemen dargestellt als spektrale Variation. Aufnahme: Anna Schweiger, UZH

Um Massnahmen zum Schutz der globalen Artenvielfalt evidenzbasiert zu steuern, braucht es Daten, wie sich die Biodiversität von Pflanzen verändert. Forschende der Universitäten Zürich (UZH) und Montréal zeigen, dass Pflanzengemeinschaften mit Hilfe Bildspektroskopie zuverlässig überwacht werden können – in Zukunft auch per Satellit. Das ebnet den Weg für ein globales Monitoring der biologischen Vielfalt beinahe in Echtzeit. Darüber berichten die Forschenden im Fachjournal Nature Communications.

Quelle: UZH

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18. Mai 2022 · News · Forschungsergebnis

In zwei Schritten zur Anpassung an das Leben am Vulkan

Die untersuchten Pflanzen wuchsen am Fuß eines aktiven Stratovulkans. Foto: Ahmed F. Elfarargi

Arabidopsis-Pflanzen am Fuße eines aktiven Stratovulkans haben in einem zweistufigen molekularen Prozess den Nährstofftransport in der Population neu vernetzt und damit die Anpassung der Pflanzen an das Leben am Vulkan ermöglicht. Das zeigt ein internationales Team unter der Leitung von Angela Hancock vom Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln (MPIPZ, Deutschland) und Wissenschaftler*innen der Associação Projecto Vitó und des Parque Natural do Fogo (Kap Verde), der Universität Nottingham (Großbritannien) und der Universität Bochum (Deutschland) im Fachmagazin Science Advances. Somit belegt das Forschungsteam einen eindeutigen Fall der Anpassung in einer Wildpopulation mit weitreichenden Auswirkungen auf die Evolutionsbiologie. Das ist auch eine gute Nachricht für die Pflanzenzüchtung. Denn bisher wurden Informationen über die Funktion von Genen durch Studien an einzelnen Mutantenlinien gewonnen. Durch die Nutzung der in der Natur vorhandenen Variation ist es jedoch möglich, komplexere mehrstufige Prozesse aufzudecken, die zu Veränderungen bei landwirtschaftlich relevanten Merkmalen führen können.

Quelle: MPIPZ

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18. Mai 2022 · News · Forschungsergebnis

Gärtnern mit heimischen Pflanzen für den Arterhalt

Der Gartenbau kann einen wichtigen Beitrag zur Bestandsentwicklung von Pflanzenarten leisten. Die Traubenhyazinthe (Muscari botryoides) wird auf der deutschen Roten Liste als „gefährdet" geführt, wird aber häufig als Zierpflanze verwendet und hat ihren Bestand in den letzten Jahrzehnten um 65 Prozent erhöht. Bild: Wikimedia Commons, iDiv

Auf urbanen Grünflächen könnten vermehrt rückläufige heimische Arten gepflanzt werden. Wie dieses große Potenzial für den Artenschutz genutzt werden kann, beschreiben Forschende des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), der Universität Leipzig und anderer Einrichtungen. In ihrer jüngsten Studie, die in der Zeitschrift Nature Sustainability veröffentlicht worden ist, empfehlen sie konkrete Maßnahmen des Conservation Gardenings für eine Trendwende im Gartenbau.

Quelle: iDiv

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18. Mai 2022 · News · Forschungsergebnis

Erstmals Hafer sequenziert

Das Hafer-Genom ist sehr komplex und umfasst mehr als 80.000 Gene. Foto: Olof Olsson

Forschenden gelang es erstmals, das gesamte Erbgut von Hafer zu sequenzieren und umfassend zu charakterisieren. Im Vergleich zu anderen Getreidearten und zum Menschen ist das Hafer-Genom sehr komplex. Warum Hafer als gesünder gilt und weniger Allergien und Unverträglichkeiten auslöst als andere Getreide, konnten das Team unter Federführung von Wissenschaftler*innen des Helmholtz Zentrums München und der schwedischen Universität Lund nun erstmals auf genetischer Ebene aufklären. Ihre Ergebnisse publizierte das Team, zu dem auch Forschende aus Freiburg, vom IPK Gatersleben sowie aus den USA, Kanada und Australien gehören, im Fachmagazin Nature.

Quelle: Helmholtz Zentrum München

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18. Mai 2022 · News · Forschungsergebnis

Nicht nur Bäume sind wichtig zur Verringerung von städtischem Hitzestress

Welche Auswirkungen Bäume auf die Temperatur in der Stadt haben, untersuchten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) im Rahmen einer mehrjährigen empirischen Studie. Am Beispiel der Stadt Würzburg zeigen die Forschenden, dass ein Grünflächenanteil von rund 40 Prozent nötig ist, um im Sommer für kühlere Temperaturen zu sorgen, wie sie in einer im Januar erschienenen Studie in Scientific Reports zeigten und heute in einer Pressemitteilung erklärten.  

Quelle: TUM

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17. Mai 2022 · News · Forschungsergebnis

Biologische Krusten festigen den Boden in Trockengebieten und spielen eine wichtige Rolle fürs Klima

Biologische Bodenkrusten wirken wie ein Staubfänger und sorgen dafür, dass weniger Sand aufgewirbelt wird und somit auch weniger Staubpartikel in die Atmosphäre gelangen. Foto: Emilio Rodriguez-Caballero

Erstmals haben Biolog*innen umfassende Zahlen und Fakten zur Bedeutung biologischer Bodenkrusten für den regionalen und weltweiten Staubkreislauf unter aktuellen und zukünftigen Bedingungen veröffentlicht. „Wir schätzen, dass alle [Bodenkrusten-]Vorkommen zusammen die globalen atmosphärischen Staubemissionen um etwa 60 Prozent reduzieren“, fasst Bettina Weber eine Studie zusammen, die im Wissenschaftsjournal Nature Geoscience erschien. Die Biologin der Universität Graz und Gastwissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für Chemie, erwartet gemeinsam mit internationalen Kolleginnen und Kollegen bis 2070 eine starke Abnahme der Biokrusten-Decke durch Klimawandel und Intensivierung der Landnutzung: je nach Szenario zwischen 25 und 40 Prozent. Mit der Folge, dass mehr Staub in die Atmosphäre gelangt – mit verschiedenen Auswirkungen.

Quelle: MPI für Chemie

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17. Mai 2022 · News · Forschungsergebnis

Überweidung kippt komplettes Gras-Ökosystem

Überweidetes Grasland: Intensive Beweidung, vor allem in der Nähe von Siedlungen, führt zur Erosion des fruchtbaren Oberbodens. Foto und (c): Lena Becker, Leibniz Universität Hannover

Das tibetische Hochland hat eine besondere Bedeutung als Weideökosystem, als globaler Kohlenstoffspeicher, für die Entstehung des Monsuns und für die Trinkwasserversorgung eines Fünftels der Erdbevölkerung. Ein internationales Forschungsteam der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), der Universitäten Göttingen und Hannover und der Chinese Academy of Science hat nun erstmals auf mikrobiologischer Basis den kritischen Grenzwert der Beweidung in der zentralasiatischen Landschaft identifiziert, ab dem eine Degradation der Weiden unumkehrbar ist. Die Forschenden fanden heraus, dass kleinere Flächen bereits unwiederbringlich verloren sind, aber der Großteil des beweideten Gebietes noch gerettet werden könnte - wenn die Viehhaltung dort reduziert wird. Die Fachzeitschrift Nature Communications hat die Forschungsergebnisse veröffentlicht.

Quelle: CAU

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16. Mai 2022 · News · Forschungsergebnis

Photorezeptoren und biologische Lichtsteuerung

Kristallstrukturen eines LOV Proteins, in dem das Glutamin durch Leucin ersetzt wurde (L513). Im Vergleich zum Dunkelzustand (links) weist das LOV-Protein im Licht Bewegungen bestimmter Reste auf, insbesondere eines Asparagins (N414). Grafik: Andreas Möglich

Pflanzen, Pilze und Bakterien nehmen durch Photorezeptoren Blaulicht wahr. Forscher*innen der Universität Bayreuth haben jetzt entdeckt, dass bestimmte Rezeptoren ein bisher für unentbehrlich gehaltenes Glutamin nicht zwingend benötigen. Auch ohne dieses Glutamin kann Blaulicht in vielen Organismen entscheidende Steuerungssignale auslösen, wenn auch oft mit verminderter Effizienz. Die vergangene Woche in Nature Communications präsentierten Ergebnisse der Photobiochemiker*innen leisten einen Beitrag zum Verständnis der Mechanismen von Photorezeptoren und ihren Anwendungen.

Quelle: Uni Bayreuth

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12. Mai 2022 · News · Forschungsergebnis

Überreste früher Algen dokumentieren Wassertemperatur und Klimawandel

Für die Studie verwendete Algenkulturen. Foto: Sebastiaan Rampen, Algenkultursammlung der Universität Göttingen (SAG)

Im Mittelmeer hat ein Forschungsteam eine bislang unbekannte Gruppe von frühen Algen entdeckt, deren Überreste Aufschluss über die Wassertemperatur und damit die Klimaveränderungen über Millionen von Jahren hinweg geben können. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen untersuchten eine Gruppe von Lipiden, die weltweit häufig in Meeressedimenten beobachtet wird. Diese Long chain Diol Index genannten Verbindungen konnten sie bisher unbekannten Algen aus der Gruppe der Eustigmatophyten zuordnen. Das Team stellt seine Ergebnisse im Fachjournal PNAS vor.

Quelle: Uni Göttingen

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12. Mai 2022 · News · Forschungsergebnis

Wie sich Wiederaufforstung auf den Wasserkreislauf auswirkt

Historischer Baumbestand auf dem Potsdamer Telegrafenberg, Teil eines Gartendenkmals. Foto: Josef Zens, GFZ

Wie würden sich Aufforstung und Renaturierung großer Flächen weltweit auf die Wasserströme auswirken? Eine Studie unter der Leitung der Wissenschaftlerin Anne Hoek van Dijke von der Universität Wageningen und unter Mitwirkung von Martin Herold vom Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) liefert Antworten: Die Auswirkungen auf Niederschläge reichen demnach weit über Ländergrenzen und Kontinente hinaus: So kann die Wiederaufforstung von Bäumen im Amazonasgebiet Niederschläge in Europa und Ostasien beeinflussen. In der Studie, die in Nature Geoscience veröffentlicht wurde, wurden die globalen Auswirkungen einer groß angelegten Baumsanierung auf die Wasserflüsse und die Wasserverfügbarkeit berechnet.

Quelle: GFZ

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12. Mai 2022 · News · Forschungsergebnis

Genetische Herkunft der ersten Ackerbauern der Welt geklärt

Extraktion antiker DNA im Labor der Universität Mainz. Die Arbeit erfolgt unter sterilen Bedingungen, um eine Kontamination durch moderne DNA zu vermeiden. Foto: Joachim Burger, JGU

Der genetische Ursprung der ersten Bauern der Jungsteinzeit schien lange Zeit im Nahen Osten zu liegen. Eine neue Studie, die in der Fachzeitschrift Cell veröffentlicht wurde, zeigt, dass die ersten Bauern in Wirklichkeit eine Mischung aus eiszeitlichen Jagd- und Sammlungsgruppen darstellten, die sich über den Nahen Osten bis nach Südosteuropa erstreckten. An der Studie waren Forschende der Universität Bern und des Schweizerischen Instituts für Bioinformatik sowie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und der Universität Freiburg beteiligt.

Quelle: Uni Bern

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10. Mai 2022 · News · Förderung · Projekt

Schwerpunktprogramm verlängert: Mit Photosynthese treibenden Mikroorganismen den Klimawandel stoppen

Organismen, die CO2 zum Wachstum brauchen, reduzieren das klimaschädliche Gas und damit die Klimaerwärmung. Damit die winzigen Organismen optimale Bedingungen vorfinden und trotz ihrer minimalen Größe viel Biomasse bilden, fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Forschende der Universität Stuttgart, der Technischen Universitäten Hamburg (TUHH) und München (TUM) sowie weiterer Forschungseinrichtungen im Schwerpunktprogramm InterZell für weitere drei Jahre, um Scale-up (Maßstabsübertragung) und Prozessoptimierung zu untersuchen.

Quelle: Uni Stuttgart

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10. Mai 2022 · News · Köpfe und Karrieren · Projekt

Wie Kieselalgen die Qualität salzhaltiger Gewässer anzeigen

Kieselalgen (Diatomeen) ackern, auch für uns. „Diese Mikroalgen mit Silikatschalen sind auf der Erde enorm wichtig. Sie produzieren bis zu 25 Prozent des weltweiten Sauerstoffs und gehören damit zu den bedeutendsten Primärproduzenten“, sagt Danijela Vidakovic. Sie untersucht ihre Gemeinschaften an der Fakultät für Biologie der Universität Duisburg-Essen (UDE) bei Prof. Dr. Bánk Beszteri unter anderem mit molekularen Methoden. „Sie werden bei der Bewertung des ökologischen Zustands von Gewässern nach EU-Recht einbezogen“, sagt die gebürtige Serbin. Die Qualität des Wassers zu kontrollieren, sei für eine nachhaltige Nutzung wichtig. Und die Einzeller helfen sie zu verbessern. Die Biologin möchte dazu herausfinden, wie die Kieselalgen auf ihre Umwelt reagieren und einwirken. „Sie könnten eine echte Unterstützung dabei sein, die salzhaltigen Gebiete zu erhalten“, so Vidakovic. Finanziell unterstützt wird ihre Forschung durch ein Postdoc-Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Quelle: Uni Duisburg-Essen beim idw

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09. Mai 2022 · News · Forschungsergebnis

Moorpflanzen sind die besten CO2-Speicher

Hochmoor in der Region Archangelsk. Foto: Michael Succow

Feuchtgebiete speichern etwa fünfmal mehr Kohlenstoff pro Quadratmeter als Wälder und 500-mal mehr als Ozeane. In diesen Ökosystemen stimulieren Pflanzenwachstum und Kohlenstoffablagerung im Boden einander gegenseitig. Schutz und Restaurierung solcher Feuchtgebiete können dem Menschen helfen, angesichts der Klimakrise die CO2-Konzentration in der Atmosphäre zu reduzieren. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie, die jetzt im Wissenschaftsjournal Science unter dem Titel Recovering wetland biogeomorphic feedbacks to restore the world’s biotic carbon hotspots veröffentlicht wurden. Das internationale Autor*innen-Team mit Beteiligung des Greifswalder Moorforschers Prof. Dr. Hans Joosten hat auch eine gute Nachricht: wir schaffen es immer besser diese Ökosysteme zu managen und zu restaurieren.

Quelle: Uni Greifswald

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09. Mai 2022 · News · Förderung

Graduiertenkolleg TreeDì über Interaktionen von Bäumen und Sträuchern im Wald verlängert

Promovierende des Graduiertenkollegs bei der Feldarbeit im BEF-China Experiment. Foto: Rémy Beugnon

Mehr als vier Millionen Euro für die Forschung an Bäumen und Sträuchern: Das internationale Graduiertenkolleg TreeDì an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) kann seine Arbeit fortsetzen. Das hat der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am Freitag beschlossen. Das Programm wird in Kooperation mit den Universitäten in Jena und Leipzig sowie der Universität der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (UCAS) betrieben. Auf deutscher Seite haben die Promovierenden ihren Sitz am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig. Ziel der Forschung ist ein besseres Verständnis der Interaktionen von Bäumen und Sträuchern in Wäldern.

Quelle: Uni Halle

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09. Mai 2022 · News · Förderung

Graduiertenkolleg (IGK) TreeDì - Tree Diversity Interactions verlängert

Um eine weitere Förderphase verlängert wird das internationale Graduiertenkolleg namens TreeDì - Tree Diversity Interactions: Die Rolle von Baum-Baum-Interaktionen in lokalen Nachbarschaften in chinesischen subtropischen Wäldern. Dessen Sprecher ist Professor Dr. Helge Bruelheide; ebenfalls antragstellend sind die Universitäten Jena und Leipzig. Sie kooperieren mit der Graduate University of Chinese Academy of Science, Beijing, China. Das gab die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) anlässlich der heutigen Förderzusage von 13 neuen Graduiertenkollegs (GRK) zur weiteren Stärkung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in frühen Karrierephasen bekannt, die ab Herbst 2022 erstmals für eine Dauer von zunächst fünf Jahren gefördert werden. Unter diesen 13 Neuen ist kein rein pflanzenwissenschaftlich ausgerichtetes Kolleg.

Quelle: DFG

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08. Mai 2022 · News · Köpfe und Karrieren

Peter Hegemann zum Mitglied der AAAS ernannt

Prof. Dr. Peter Hegemann vom Lehrstuhl für Experimentelle Biophysik am Institut für Biologie der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) ist für seine herausragenden und kontinuierlichen Leistungen in der Forschung zum internationalen Mitglied der Amercian Academy of Arts and Science (AAAS) ernannt worden. Hegemann entdeckte die lichtempfindlichen mikrobiellen Rhodopsine (mikrobielle Proteine) in Cyanobakterien (auch Blaualgen genannt) und die Nutzung ihrer Eigenschaften zur Entwicklung der Optogenetik. Die Technik ermöglicht es Forschenden, die Aktivität von Gehirnzellen zu kontrollieren, in dem sie quasi mit Licht an- und abgeschaltet werden, um den Ionenfluss in und aus Neuronen zu steuern. Die Optogenetik ermöglicht die Untersuchung von Gehirnfunktionen und bietet Wege zum besseren Verständnis neurodegenerativer Erkrankungen und psychischer Erkrankungen.

Quelle: HU Berlin

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06. Mai 2022 · News · Forschungsergebnis

Tropische Trockenwälder weltweit immer stärker bedroht

Seit 2000 sind schon mehr als 71 Millionen Hektar tropischer Trockenwälder verloren gegangen. Die bislang umfassendste globale Studie zur Entwaldung der verbliebenen Trockenwälder in den Tropen zeigt: Ein Drittel ist bedroht, da in diesen Regionen die Abholzung besonders rasch voranschreitet. In Afrika sind Trockenwälder zwar noch vergleichsweise intakt, jedoch fand das Forschungsteam auch dort viele Regionen, in denen Rodungsprozesse kürzlich begonnen haben. Die Ergebnisse seiner Studie auf Basis von Satellitenbildern veröffentlichte das Team um die Forschenden des Geographischen Instituts der Humboldt-Universität zu Berlin und des Earth and Life Institute der belgischen Université Catholique de Louvain nun in der Fachzeitschrift Nature Sustainability.

Quelle: HU Berlin

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05. Mai 2022 · News · Forschungsergebnis

Zellteilung bei Moos und Tieren ähnlicher als gedacht

Gestörte Zellteilung in der Moos-Mutante beeinträchtigt das Pflanzenwachstum (rechts) im Vergleich zum Wildtyp Moos (links). Fotos: Elena Kozgunova

Wie der mitotische Apparat am Beginn jeder Zellteilung lokalisiert werden kann, zeigen Freiburger Forschende in genetisch veränderten Physcomitrella-Moosen. In Mutanten, denen fünf TPX2-Gene fehlen - die bei Tieren an einem Signalmolekül ähneln, das für die Mitose wichtig sind - wandert die Mitose-Spindel genauso wie in tierischen Zellen. „Solche beweglichen Spindeln wurden noch nie bei Pflanzenzellen beobachtet!“, freut sich Erstautorin Dr. Elena Kozgunova. „Es ist eine Art Tauziehen zwischen Mikrotubuli und Aktin, das die Mitosespindel in der Zelle ausrichtet. Das ähnelt sehr den Vorgängen in der tierischen Zelle“, verdeutlicht Prof. Dr. Ralf Reski. Darüber berichtet das Freiburger Forschungsteam in Kooperation mit einem Team aus der Nagoya-Universität im Fachjournal Nature Communications.

Quelle: Uni Freiburg

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05. Mai 2022 · News · Forschungsergebnis

Pilzeffektor Rip 1 unterdrückt Abwehrreaktionen beim Mais

Eine mit dem Pilz Ustilago maydis infizierte Maispflanze. Foto: Khong-Sam Chia

Die Koevolution zwischen den Virulenzfaktoren von Pathogenen und dem Immunsystem einer Wirtspflanze bildet ein Netzwerk von Interaktionen aus. Diese bleiben phänotypisch unerkannt und funktionell schwer verständlich, so lange nicht einzelne Akteure entfernt werden. Der Pilz Ustilago maydis, der Mais befällt, sondert ein Gemisch aus manipulierenden Faktoren, sogenannten Effektoren ab. Dies unterdrückt die Abwehrmechanismen und beeinflusst den Stoffwechsel des Wirts zu seinen Gunsten. Ein Forschungsteam unter Federführung des Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) und der Universität Bonn hat die Rolle des Pilz-Effektorproteins Rip1 aufgeklärt, das an der Unterdrückung der Immunität beteiligt ist. Die Ergebnisse publizierte das Team nun im Fachjournal Plant Cell.

Quelle: IPK (pdf)

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03. Mai 2022 · News · Forschungsergebnis

In Pappeln verstärken sich Hormone gegen pathogene Pilze gegenseitig

Chhana Ullah, Erstautor der Studie, charakterisiert genetisch veränderte Pappeln, die hohe Mengen Salicylsäure bilden. Foto: Anna Schroll, MPI für chemische Ökologie

Wie Forschende zeigen, sind in Pappeln, die erhöhte Mengen an Salicylsäure produzierten, auch höhere Mengen an Jasmonsäure nachweisbar. Pflanzen, die höhere Konzentrationen beider Hormone aufwiesen, waren außerdem resistenter gegen den Rostpilz Melamspora larici-populina, ohne dass sich dies negativ auf das Wachstum auswirkte, die das Team am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie im Fachjournal New Phytologist beschreiben. Kenntnisse über das positive Zusammenspiel dieser an der pflanzlichen Abwehr beteiligten Hormone könnten dazu beitragen, Pappeln und andere Bäume besser gegen Schädlinge und Krankheitserreger zu schützen.

Quelle: MPI für chemische Ökologie

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02. Mai 2022 · News · Forschungsergebnis

Aussterben der Dinosaurier veränderte Pflanzenevolution

Die großen, holzigen Früchte der Palme Manicaria saccifera, die für ihre Verbreitung auf große Tiere angewiesen sind. Foto: John Dransfield

Das Fehlen großer Pflanzenfresser nach dem Aussterben der Dinosaurier hat die Evolution von Pflanzen verändert. Die 25 Millionen Jahre lange Abwesenheit großer Pflanzenfresser verlangsamte die Entwicklung neuer Pflanzenarten. Verteidigungsmerkmale wie Stacheln bildeten sich zurück und die Früchte wurden größer. Dies hat ein Forschungsteam unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Universität Leipzig am Beispiel von Palmen nachgewiesen. Ihre Ergebnisse hat es im April in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B veröffentlicht.

Quelle: iDiv

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02. Mai 2022 · News · Forschungsergebnis

Unter Seegraswiesen liegt haufenweise Zucker

Üppige Seegraswiesen von Posidonia oceanica im Mittelmeer. Die Forschenden des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie gehen davon aus, dass ihre Erkenntnisse für viele Lebensräume von Meerespflanzen relevant sind. Foto: HYDRA Marine Sciences GmbH

Seegräser geben große Mengen Zucker in den Boden ab. Weltweit sind das mehr als 1 Million Tonnen Saccharose – genug Zucker für 32 Milliarden Dosen Cola. Das ist erstaunlich: Normalerweise verbrauchen Mikroben blitzartig jeden frei verfügbaren Zucker. Forschende des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie fanden zudem, dass die Seegräser auch Phenole freisetzen. Diese halten die meisten Mikroben davon ab, die Saccharose abzubauen. So ist es möglich, dass sie unter den Seegraswiesen vergraben bleibt und nicht in CO2 umgewandelt und wieder in den Ozean und die Atmosphäre freigesetzt wird. Die Forschenden präsentieren ihre Entdeckung nun in der Zeitschrift Nature Ecology & Evolution.

Quelle: MPI für Marine Mikrobiologie

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02. Mai 2022 · News · Forschungsorte

Gemeinsam für die Landwirtschaft der Zukunft

Ein Forschungsprojekt untersucht beispielsweise die Reaktionen von Rapspflanzen auf Dürrestress. An Raps forschen JLU und JKI gemeinsam. Foto: Katrina Friese, JLU

In neun Forschungsprojekten forschen das Julius Kühn-Institut (JKI) und die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) bereits zusammen. Nun soll diese Zusammenarbeit ausgebaut und intensiviert werden. Dabei geht es etwa um die Steigerung der Nährstoffnutzungseffizienz von Winterraps, um Stickstoffbilanzen in der Landwirtschaft oder um die biologische Bekämpfung von giftigen Greiskräutern im Grünland. In dem Ende April unterzeichneten Kooperationsvereinbarung zwischen dem JKI und der JLU, speziell dem Fachbereich Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement (FB09)betonen beide Institutionen die Förderung angehender Wissenschaftler*innen im Rahmen von Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten sowie den Wissenstransfer durch Lehraufträge an der JLU. Die die Partner streben auch an, Professuren im FB09 der Universität Gießen und Arbeitsgruppenleitungen am JKI künftig verstärkt gemeinsam zu berufen.

Quelle: JKI

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02. Mai 2022 · News · Projekt

Wie Gärten zum Schutz der biologischen Vielfalt beitragen können

Mohn- und Kornblume vor Wohnhaus. Foto: Stefanie Biel, NaturGarten e.V.

Um das Artensterben aufzuhalten können Gärten eine wichtige Rolle spielen: Schätzungen zufolge gibt es 17 Millionen Gärten in Deutschland, eine riesige Anzahl kleiner Lebensräume. Bislang ist die biologische Vielfalt in Gärten vielerorts allerdings niedrig und hat in den letzten Jahren sogar abgenommen. Das Projekt gARTENreich unter der Leitung von Dr. Alexandra Dehnhardt vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung gGmbH (IÖW) möchte darauf hinwirken, dass sich dies ändert. Um zu erforschen, wie Gärten zum Erhalt der Biodiversität in Deutschland beitragen können, und um mit diesem Wissen die biologische Vielfalt in Gärten zu fördern, arbeiten mehrere Institutionen aus Wissenschaft und Praxis mit kommunalen Partnern zusammen und werden dabei vom Bundesforschungsministerium gefördert. Projektpartner Im Projekt gARTENreich sind das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), der NABU (Naturschutzbund Deutschland), die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, der Verein NaturGarten, die Stadt Gütersloh und die Gemeinde Aumühle

Quelle: IÖW

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28. Apr 2022 · News · Forschungsergebnis

Klimawandel: Frühblüher eine Woche früher dran als vor hundert Jahren

Franziska Willems im Herbarium Tubingense, dem Tübinger Herbar. Foto: Jörg Jäger, Uni Tübingen

Buschwindröschen, Waldmeister, Lungenkraut, Frühlings-Platterbse und andere frühblühenden Pflanzen in europäischen Wäldern beginnen die Blühsaison heute im Schnitt eine Woche früher als vor hundert Jahren. Davon zeugen Herbarbelege, wie Dr. Franziska Willems und Professor Oliver Bossdorf vom Institut für Evolution und Ökologie der Universität Tübingen gemeinsam mit Professor J. F. Scheepens von der Goethe-Universität Frankfurt herausgefunden haben. Das Forschungsteam nutzte die Sammeldaten von Herbarbelegen aus mehr als einem Jahrhundert für eine neu entwickelte Methode der geografisch-räumlichen Modellierung. So konnte das Team auch belegen, dass die frühere Blütezeit der Wildpflanzen mit der Klimaerwärmung zusammenhängt, wie sie in der Fachzeitschrift New Phytologist berichten.

Quelle: Uni Tübingen

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27. Apr 2022 · News · Köpfe und Karrieren

Suche nach neuen Immunsystemen in Pflanzen

Eine EMBO-Postdoktoranden-Förderung sowie eine HFSP-Langzeitförderung ermöglichen dem Genetiker Gal Ofir eine Forschungsstelle am Max-Planck-Institut (MPI) für Biologie in Tübingen bis 2026 anzutreten. In seiner Forschung möchte Ofir bisher unentdeckte immunologische Mechanismen zur Virus-Abwehr in Pflanzen aufspüren. Damit setzt er seine bislang auf Bakterien fokussierte Forschung an Pflanzen fort. "Ich möchte meine Erfahrung in bioinformatischen und experimentellen Methoden nutzen, um das heutige Wissen über Immunsysteme von Pflanzen zu erweitern", erklärt Ofir seine Motivation. Seine erwarteten Erkenntnisse könnten dazu beitragen, bislang unbekannte antivirale Mechanismen im Menschen aufzudecken, neue biotechnologische Werkzeuge zu entwickeln sowie die Evolution des Immunsystems bei verschiedenen Lebewesen zu verstehen.

Quelle: MPI für Biologie Tübingen

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26. Apr 2022 · News · Forschungsergebnis

Wie das Klima vom Erhalt der biologischen Vielfalt profitieren kann

Reisterrassen der Philippinen: Die Weltkulturerbestätte mit ihren bewässerten Feldern verdankt ihre Existenz einer kontinuierlichen Wasserversorgung durch die darüberliegenden Wälder. Während durch die Reiskultur Methan ausgestoßen wird, wird hier zugleich die traditionelle genetische Vielfalt der Reispflanzen bewahrt, die die Grundlage für zukünftige Anpassungen darstellen können. Außerdem wird der Wald erhalten, der sich durch eine enorme Artenvielfalt und einen hohen Anteil nur dort vorkommender Tier- und Pflanzenarten auszeichnet. Dieser Schutz trägt zugleich zur Bindung von Kohlenstoff in den Wäldern bei. Foto und (c): André Künzelmann, UFZ

Maßnahmen für den Klimaschutz sowie für den Schutz der Biodiversität wurden bislang oft parallel zueinander entwickelt. Doch dies gilt mittlerweile als überholt, da viele Ansätze sowohl das Klima als auch die Artenvielfalt schützen können. Vor dem Hintergrund der anstehenden UN-Artenschutzkonferenz hat ein internationales Team von Forschenden die Rolle der künftigen globalen Biodiversitätsziele (Post-2020 Action Targets for 2030) für den Klimaschutz bewertet und dabei festgestellt, dass immerhin zwei Drittel der globalen Biodiversitätsziele auch helfen können, den Klimawandel zu bremsen. Darüber berichten das Team mit Beteiligung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in einer Studie, die es jetzt in der Fachzeischrift Global Change Biology veröffentlicht hat.

Quelle: UFZ

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26. Apr 2022 · News · Köpfe und Karrieren

Bioinformatiker erhält ERC Advanced Grant für Simulation von Anpassungen

Prof. Dr. Martin Lercher, Leiter der Arbeitsgruppe für Computergestützte Zellbiologie am Institut für Informatik der HHU, erhält eine Förderung des Europäischen Forschungsrats. Foto: Christoph Kawan, HHU

Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, kurz ERC) unterstützt in den kommenden fünf Jahren Prof. Dr. Martin Lercher vom Institut für Informatik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU): Seine Arbeiten zur Computersimulation der Anpassung von Pflanzen an sich ändernde Umweltbedingungen werden mit über 1,7 Millionen Euro gefördert.

Quelle: HHU

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25. Apr 2022 · News · Forschungsergebnis

Auch Waldbäume nehmen Nanoplastik auf

Umweltnaturwissenschafterin Maria Elvira Murazzi schneidet bei einer Birke die untersten Wurzeln, die sich für einige Tage in einer Nanoplastik-Lösung befunden hatten, für die Analyse ab. Foto: Paula Ballikaya

Überreste von Plastik verschmutzen mittlerweile sämtliche Ökosysteme auf der Welt, auch fern von der Zivilisation. Die Auswirkungen auf die Nahrungskette sind noch unklar. Nun zeigt eine in iForest publizierte Laborstudie der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), dass auch Waldbäume Plastikpartikel über die Wurzeln aufnehmen und in die oberirdischen Pflanzenteile transportieren.

Quelle: WSL

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Stellenangebote
13. Mai 2022 · Offene Stellen

Lehrkraft (PostDoc) für besondere Aufgaben (m/w/d)

Pharmazeutische Biologie: Isolierung neuer antimikrobieller und zytostatischer Naturstoffe aus Arzneipflanzen

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Lehrstuhl für Pharmazeutische Biologie, Erlangen, Deutschland

Start: 1 Juni 2022 oder so bald wie möglich

Deadline: 23 Mai 2022

Details: FAU Website

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10. Mai 2022 · Offene Stellen

PostDoc position (m/f/d)

Molecular plant or fungal systematics / evolution

Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Frankfurt am Main, Germany

Start: 1 July 2022

Deadline: 31 May 2022

Details (pdf)

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10. Mai 2022 · Offene Stellen

21 PostDoc positions (m/f/d)

In 21 different research projects

CEPLAS Cluster of Excellence on Plant Sciences, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Cologne Unicersity, Max-Planck-Institute for Plant Breeding Research Cologne, Forschungszentrum Jülich, Germany

Deadline: 6 June 2022

Details: at CEPLAS's website

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03. Mai 2022 · Offene Stellen

PhD position (m/f/d)

Mycorrhizal Functions in the Forest Floor

Universität Hamburg, Functional Forest Ecology, Hamburg, Germany

Deadline: 22 May 2022

Details (pdf)

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29. Apr 2022 · Offene Stellen

Doktorand*in (m/w/d)

Biochemie der Funktion und Regulation von Nicotianamin-Synthasen

Ruhr-Universität Bochum (RUB), Lehrstuhl für Molekulargenetik und Physiologie der Pflanzen, Bochum, Deutschland

Deadline: 31 Mai 2022

Details (pdf)

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25. Apr 2022 · Offene Stellen

PostDoc position (m/f/d)

Plant Cell Biology: Protein physiology and biochemistry in plants and diatoms

Goethe-University Frankfurt am Main, Department of Biosciences, Institute of Molecular Bioscience, Plant Cell Biology, Franfurt, Germany

earliest Start: 1 October 2022

Deadline: 31 May 2022

Details (pdf)

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DBG-Veranstaltungen
Newsroom
02. Dez 2021 · Pressemitteilung · Sektionen

Alge des Jahres 2022: Panzergeißler Stylodinium droht zu verschwinden, bevor seine kuriose Lebensweise erforscht ist

Die kugelförmige Alge Stylodinium cf. bavariense aus den ehemaligen Torfstichen nahe des bayerischen Seeon heftet sich mit einem Stiel an eine fadenförmige Alge, nachdem sie ihr schwimmendes Stadium aufgegeben hat. Lichtmikroskopische Aufnahme: Corinna Romeikat, Ludwig-Maximilians-Universität München

Eine im Verborgenen heimischer Moore lebende Alge namens Stylodinium haben Forschende zur Alge des Jahres 2022 gewählt. Sie heftet sich an andere Algen an, auch wenn sie eigentlich selbst schwimmen kann, und gibt daher Rätsel auf. Doch der einzellige Panzergeißler droht gemeinsam mit seinem Lebensraum zu verschwinden, noch bevor seine den Aufsitzerpflanzen im Regenwald ähnliche Lebensweise erforscht ist. Stylodinium dient außerdem der Erkennung ökologisch intakter Moor-Gewässer. Die Stielalge kann der Biodiversitäts- und Klimaforschung dienen, wenn deren Arten zweifelsfrei bestimmbar werden. Daran arbeiten Teams um Prof. Dr. Marc Gottschling von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und Dr. Urban Tillmann vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven. Beide Algenforscher sind Mitglieder der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), in der all jene Wissenschaftler*innen organisiert sind, die Stylodinium zur Alge des Jahres gewählt haben.

Die Alge des Jahres 2022 stellen die beteiligten Forscher*innen auf der Website der Sektion Phykologie in Text und Bild vor.

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21. Dez 2020 · Pressemitteilung

Alge des Jahres 2021: Schlauchalge Vaucheria velutina verändert das Wattenmeer

Die sich rasch ausbreitende Alge Vaucheria velutina häuft über sandigem Wattboden große Mengen Schlick an (linke Seite). Am Horizont liegt die Insel Sylt. Foto: Karsten Reise

Weit draußen im Sylter Watt, wo sonst Seehunde auf Sandbänken dösen, steckte der Wattforscher Karsten Reise vom Alfred-Wegener-Institut dieses Jahr unverhofft in weichem Schlick fest. Hier entdeckte er im Sommer erstmals Schlauchalgen, die über weite Flächen verbreitet waren und sonst nur am Ufer wachsen. In den Vaucheria-Algen verfängt sich der Schlick, wodurch die Gänge der Wattwürmer verstopft werden. Somit verändert sich das Weltnaturerbe Wattenmeer. Wie Nataliya Rybalka von der Universität Göttingen durch molekulargenetische Analysen herausfand, stammen die gelbgrünen Vaucheria velutina Algen von nur einem Mutter-Organismus ab. Die von diesem Klon besiedelten Areale dehnten sich schnell auf einer Fläche von mehr als 280 Fußballfeldern aus. Aufgrund ihrer plötzlichen Dominanz und den absehbaren ökologischen Folgen haben Algenforscher in der Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft Vaucheria velutina zur Alge des Jahres 2021 gewählt.

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16. Sep 2019 · DBG · Pressemitteilung

Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) fordert eine nachhaltige Ressourcen- und Klimapolitik

Entscheidungen über die Ressourcen unserer Erde müssen nachhaltig und wissenschaftsbasiert sein. Zur Eröffnung der Botanikertagung an der Universität Rostock, zu der sich mehr als 420 Pflanzenforschende angemeldet haben, fordert das Präsidium der Deutschen Botanischen Gesellschaft die Beteiligten am Klimakabinett und alle Parteien auf, nachhaltige und mutige Entscheidungen zu treffen, um die Ressourcen unseres Planeten und das Klima nachhaltig zu schützen.

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09. Sep 2019 · DBG · Nachwuchsförderung · Presse · Pressemitteilung

Auszeichnungen für vier Pflanzenforscherinnen und -forscher

Die vier Preistragenden (von oben links im Uhrzeigersinn): Dr. Constantin Mario Zohner, Dr. Eva-Sophie Wallner, Dr. Moisés Expósito Alonso und Dr. Jessica Lee Erickson. Fotos: Jaimie Crowther, Jörg Abendroth, Tobias Jung und Carolin Alfs

Wie sich der Klimawandel auf den Blattaustrieb von Gehölzen und das Überleben von Blumen auswirkt, welche Substanzen die Form von Plastiden beeinflussen und welche Eiweiße den Startschuss für die Phloem-Entwicklung geben, sind die Themen der vier Forschenden, die mit den diesjährigen Wissenschaftspreisen der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) ausgezeichnet werden. Dr. Constantin Mario Zohner, Dr. Jessica Lee Erickson, Dr. Moisés Expósito Alonso und Dr. Eva-Sophie Wallner erhalten ihre Auszeichnungen während der Botanikertagung vom 16. bis 19. September in Rostock, wo sie den mehr als 420 angemeldeten Pflanzenforscherinnen und –forschern ihre Ergebnisse vorstellen werden.

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09. Jan 2020 · Pressemitteilung

Chromera velia, autonomer Verwandter prominenter Parasiten ist Alge des Jahres 2020

Die Alge Chromera velia im Lichtmikroskop. Die Chloroplasten mit dem einzigartigen genetischen Code erscheinen im Lichtmikroskop goldbraun. Aufnahme: Miroslav Oborník

Die Alge Chromera velia lebt im australischen Great Barrier Reef in Gesellschaft von Korallen. Sie ist verwandt mit Parasiten wie den Malaria-Erregern. Die Alge kann jedoch ohne Wirt leben, wohingegen Parasiten von ihren Wirten abhängig sind. Chromera velia verbindet die Lebensweise freilebender Algen mit der von Parasiten. Sie hilft so die Evolution der Krankheitserreger zu verstehen. Algenforscherinnen und Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) haben Chromera velia nun zur Alge des Jahres 2020 gewählt.

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07. Jan 2019 · Pressemitteilung · Sektionen

Seit 200 Jahren bekannt und noch voller Rätsel: Die blutrote Schneealge ist Alge des Jahres 2019

Die leuchtend roten Schneefelder, die die Blutschneealgen enthalten, erstrecken sich über weite Flächen, wie hier auf dem Doktorbreen-Gletscher in Spitzbergen im August 2004. Foto: Thomas Leya

Die Alge Chlamydomonas nivalis, die auf der ganzen Welt Schnee blutrot zu färben vermag, haben Forschende zur Alge des Jahres gewählt. Auch 200 Jahre nach einer Expedition, bei der Kapitän John Ross auf einer Polarfahrt den Roten Schnee zeichnete und den Verursacher im Mikroskop zu erkennen suchte, gibt die Alge weiterhin Rätsel auf. Schneealgenexperte Dr. Thomas Leya vom Potsdamer Fraunhofer IZI-BB erklärt, warum das so ist und wo der winzige Einzeller zu entdecken ist. Leya ist Mitglied der Sektion Phykologie, in der die Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) organisiert sind, die Chlamydomonas nivalis zur Alge des Jahres 2019 gewählt haben.

Wie sich die Schneealge Chlamydomonas nivalis trotz ihrer Auffälligkeit immer wieder zu verbergen versteht stellt die Sektion Phykologie in Text und Bild (auch zum Download) auf ihrer Website vor.

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08. Jan 2018 · News · Pressemitteilung · Sektionen

Klebsormidium: Pendler zwischen scheintot und Wiedererwachen ist Alge des Jahres 2018

In der lichtmikroskopischen Aufnahme der Alge Klebsormidium dissectum wird deren Kallose-haltige Zellwand sichtbar, die es ihr erlaubt, sich bei Austrocknung wie eine Ziehharmonika zusammen zu ziehen. Foto und ©: Andreas Holzinger, Universität Innsbruck

Die mehrzellige Grünalge Klebsormidium lebt an Land an solchen Orten, wo keine andere Pflanze mehr wachsen kann. Als weltweit verbreiteter Pionier schafft sie neue Lebensräume, was Farmer und Wüstenanrainer nutzen. Forscher interessieren sich für ihre biologischen Tricks, wie sie zwischen leblos und Wiedererwachen hin und her wechselt. Die Professoren Andreas Holzinger (Universität Innsbruck) und Ulf Karsten (Universität Rostock) erforschen in enger Kooperation die Fähigkeiten, die die Alge vor Austrocknung und gefährlichen UV-Strahlen schützt. Beide sind Mitglieder der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), die Klebsormidium zur Alge des Jahres 2018 kürte.

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12. Sep 2017 · Pressemitteilung

Drei ausgezeichnete Pflanzenwissenschaftler

Die Preisträger während der Arbeit (v. links im Kreis): Inês Barbosa, Birgit Oelschlägel und Severin Irl. Fotos: Schwechheimer Lab, Birgit Oelschlägel und Angel Rebolé.

Wo neue Pflanzenarten entstehen, eine Pfeilwinde, die Räuber reinlegt, und wie ein Enzym das Pflanzenhormon Auxin reguliert, sind im Forschungsfokus von Dr. Severin Irl, Dr. Birgit Oelschlägel und Dr. Inês Barbosa. Die drei erhalten die diesjährigen Wissenschaftspreise der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) für herausragende Nachwuchskräfte. Sie nehmen ihre Auszeichnungen am Dienstag, 19. September, während der Botanikertagung in Kiel entgegen und stellen den mehr als 450 angemeldeten Pflanzenwissenschaftlern ihre jüngsten Forschungsergebnisse vor.

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12. Sep 2017 · Pressemitteilung

Fotos zur Pressemitteilung: Drei ausgezeichnete Pflanzenwissenschaftler

Aristolochia rotunda-Blüte mit einer von ihr angelockten Halmfliege, die am Rand der Kesselfalle sitzt. Foto und Copyright: Birgit Oelschlägel

Nutzungsrechte: Die Bilder sind freigegeben für die redaktionelle Berichterstattung über die diesjährigen Preisverleihungen und die hier erwähnten wissenschaftlichen Ergebnisse der drei Preisträger/-innen. Bitte nennen Sie jeweils die angegebenen Urheber. Für andere Nutzungsformen kontaktieren Sie bitte die Urheber.

weitere Fotos zum Download in Druckqualität

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12. Sep 2017

Kontakte

Eduard Strasburger-Preisträger: Dr. Severin D. H. Irl

Lehrstuhl für Biogeografie, Universität Bayreuth
Telefon: +49 (0)921-552299
E-Mail: Severin.Irl[at]uni-bayreuth.de
Website:  http://www.biogeo.uni-bayreuth.de/biogeo/de/mitarbeiter/mit/mitarbeiter_detail.php?id_obj=85540

Horst Wiehe-Förderpreisträgerin: Dr. Birgit Oelschlägel

Lehrstuhl für Botanik, Arbeitsgruppe Prof. Christoph Neinhuis, TU Dresden
Tel.: +49 (0)351-463 34070
E-Mail: birgit.oelschlaegel[at]tu-dresden.de 
Website: https://tu-dresden.de/mn/biologie/botanik/botanik

Wilhelm Pfeffer-Preisträgerin: Dr. Inês C Ramos Barbosa

Laboratoire de Biologie Cellulaire Végétale, Département de Biologie, Moléculaire Végétale (DBMV), Biophore, UNIL-Sorge, University of Lausanne, 1015 Lausanne, Suisse
E-Mail: ines.barbosa[at]unil.ch  
Website: http://wp.unil.ch/geldnerlab/lab-members/current/

Laudator: Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, Präsident der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG)

Lehrstuhl Biochemie und Physiologie der Pflanzen, Fakultät für Biologie, Universität Bielefeld, Postfach 100131, 33501 Bielefeld
Tel.: +49-(0)521-106 5589
E-Mail: karl-josef.dietz[at]uni-bielefeld.de
Website: http://web.biologie.uni-bielefeld.de/pflanzenbiochemie/

Laudator: Prof. Dr. Christian Wilhelm, Präsident der Wilhelm Pfeffer-Stiftung der DBG

Institut für Biologie, Abteilung Pflanzenphysiologie, Johannisallee 21-23, 04103 Leipzig
Telefon: +49-(0)341-9736870
E-Mail: cwilhelm[at]rz.uni-leipzig.de
Web: https://biologie.biphaps.uni-leipzig.de/ag/pflaphys/ 

Titel der ausgezeichneten Arbeiten

Irl SDH, Harter DEV, Steinbauer MJ, Puyol Gallego D, Fernández-Palacios JM, Jentsch A, Beierkuhnlein C (2015): Climate vs. topography – spatial patterns of plant species diversity and endemism on a high-elevation island. Journal of Ecology, 103, 1621–1633. DOI: 10.1111/1365-2745.12463

Oelschlägel B, v. Tschirnhaus M, Nuss M, Nikolić T, Wanke S, Dötterl S, Neinhuis C (2016): Spatio-temporal patterns in pollination of deceptive Aristolochia rotunda L. (Aristolochiaceae). Plant Biology 18: 928-937. http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/plb.12503/full

Oelschlägel B, Nuss M, von Tschirnhaus M, Pätzold C, Neinhuis C, Dötterl S, Wanke S (2015): The betrayed thief - the extraordinary strategy of Aristolochia rotunda to deceive its pollinators. New Phytol 206, 342-351. DOI: 10.1111/nph.13210

Barbosa IC (2015): Trafficking and polarity control of the D6 PROTEIN KINASE from Arabidopsis thaliana. Doktorarbeit an der Technischen Universität München (TUM). Wesentliche Teile sind publiziert in:
Barbosa IC, Shikata H, Zourelidou M, Heilmann M, Heilmann I, Schwechheimer ( (2016): Phospholipid composition and a polybasic motif determine D6 PROTEIN KINASE polar association with the plasma membrane and tropic responses. Development 143(24):4687-4700. DOI: 10.1242/dev.137117
Barbosa IC, Zourelidou M, Willige BC, Weller B, Schwechheimer C (2014): "D6 PROTEIN KINASE activates auxin transport-dependent growth and PIN-FORMED phosphorylation at the plasma membrane. Developmental Cell 29(6):674-685. DOI: 10.1016/j.devcel.2014.05.006

Hintergrund

Seit 1994 verleiht die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) den Eduard Strasburger-Preis für hervorragende und originelle Leistungen. Das Preisgeld wird alle zwei Jahre von Springer Spektrum (www.springer-spektrum.de) bereitgestellt. Die Stiftung wurde aus Anlass der 100jährigen Wiederkehr des Erscheinens der ersten Auflage des "Lehrbuchs der Botanik für Hochschulen" von Eduard Strasburger, Fritz Noll, Heinrich Schenck und A. F. Wilhelm Schimper aus dem Jahr 1894 eingerichtet. Die Wahl des Preisträgers erfolgt durch eine Jury, die aus den Autoren der nächsten Auflage des „Strasburger Lehrbuch der Botanik", dem Präsidenten der DBG und dem Biologieplaner von Springer Spektrum besteht. Details:
https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/eduard-strasburger-preis.html

Die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) verleiht den Horst Wiehe-Förderpreis alle zwei Jahre für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit über ein ausschließlich botanisches Thema. Berücksichtigt werden nur Arbeiten junger Wissenschaftler/innen bis zur erfolgten Habilitation oder hervorragende Dissertationen. Der mit 1.500 Euro dotierte Preis stammt aus der Stiftung von Horst Wiehe, der der DBG einen Betrag zur Auszeichnung von Nachwuchswissenschaftlern bereitstellte. Details: https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/horst-wiehe-preis.html

Die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) verleiht seit 1990 den Wilhelm-Pfeffer-Preis für eine herausragende Dissertation aus der Botanik. Das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro und die Auszeichnung durch die Wilhelm-Pfeffer-Stiftung soll die Karriere junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fördern. Sie wird von einer Jury aus Mitgliedern des Vorstands der Wilhelm Pfeffer-Stiftung gewählt. Details: https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/wilhelm-pfeffer-preis.html

Die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) ist das größte Netzwerk für Pflanzenwissenschaften und Botanik im deutschsprachigen Raum. Als gemeinnützige Gesellschaft vertritt sie alle Fachdisziplinen und fördert die Wissenschaft. Sie ist eine der ältesten, aktiven Botanischen Gesellschaften der Welt, bringt Nachwuchskräfte voran, vereint alle Forschergenerationen und unterstützt den wissenschaftlichen Austausch ihrer rund 850 Mitglieder. Mehr: www.deutsche-botanische-gesellschaft.de

04. Jan 2017 · News · Pressemitteilung · Sektionen

Uralt und immer wieder Pionier: Blaugrüne Felskugel ist Alge des Jahres 2017

Nach dem Aufbrechen der Beacon-Sandstein genannten Felsformation der Antarktis wird die in den obersten Millimetern lebende Blaugrüne Felskugel (Chroococcidiopsis) sichtbar (siehe Pfeile). Sie kommt auch auf anderen Kontinenten vor. Foto: Burkhard Büdel, TU Kaiserslautern

Die Algenforscher der DBG haben die Blaugrüne Felskugel Chroococcidiopsis zur Alge des Jahres 2017 gekürt. Der Einzeller lebt in Steinen und Flechten, trotzt Extrembedingungen und erschließt lebensfeindliche Orte − heute wie wahrscheinlich schon vor Milliarden Jahren, als er den Weg für das Leben der Pflanzen und Tiere ebnete. Für die Blaugrüne Felskugel, die zu den Cyanobakterien zählt und wie alle Algen von Sonnenlicht lebt, interessieren sich Ökologen, Biotechnologen, Wüsten- und Weltraumforscher. Prof. Dr. Burkhard Büdel von der TU Kaiserslautern erforscht sie seit mehr als 30 Jahren. Er ist Mitglied der Sektion Phykologie der DBG, in der die Algenforscher organisiert sind, die dieses Jahr zum zehnten Mal eine Alge des Jahres vorstellen.

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06. Jan 2016 · News · Pressemitteilung · Sektionen

Alge des Jahres 2016: Eisalge Melosira arctica – Gewinnerin oder Verliererin des Klimawandels?

Viele einzellige Melosira arctica hängen in Gallerte verpackt von den sie tragenden Eisschollen in das Meerwasser hinab, manche mehrere Meter weit. Foto und ©: Julian Gutt, AWI

Forschende haben eine der wichtigsten Algen des Arktischen Ozeans, Melosira arctica, zur Alge des Jahres 2016 gekürt. An ihr wollen Wissenschaftler die Auswirkungen des Klimawandels studieren, weil derzeit völlig offen ist, ob Melosira Opfer oder Profiteur des schmelzenden Meereises werden wird. Obwohl sie die produktivsten Algen im Arktischen Ozean sind, ist nur wenig über ihre Lebensweise bekannt. Das soll ein neues Forschungsprojekt nun ändern. Die Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), in der all jene Algenforscher organisiert sind, die Melosira zur Alge des Jahres 2016 gewählt haben, stellt die Alge und das Forschungsprojekt auf ihrer Website in Bild und Text vor.

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26. Aug 2015 · DBG · Pressemitteilung

Ausgezeichnet: Fleischfressende Modellpflanze für Evolutionsstudien zur Genomgröße

Andreas Fleischmann fotografiert einen fleischfressenden Sonnentau in einem Sumpfgebiet Westaustraliens. Foto: Thomas Carow

Weil er Pflanzen der Gattung Genlisea (Reusenfallen) so gründlich untersuchte, dass diese sich zu neuen Modellorganismen für Genomstudien mausern können, erhält Dr. Andreas Fleischmann den diesjährigen Strasburger-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG). Diese fleischfressenden Pflanzen eignen sich besonders dafür zu erforschen, wie und warum es einige Organismen schaffen, ihren gesamten Bauplan und ihre gesamte Erbinformation auf sehr wenig „Speicherplatz“ unterzubringen, während andere − oft sogar nahe verwandte Arten − dafür ein Vielfaches mehr benötigen. Diese Frage beschäftigt Evolutionsbiologen schon lange. Fleischmann erhält den mit 2.500 Euro dotierten, von Springer Spektrum gestifteten Strasburger-Preis, am Montag, den 31. August 2015 während der diesjährigen Botanikertagung in Freising aus den Händen des Präsidenten der DBG, Prof. Dr. Karl-Josef Dietz.

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26. Aug 2015 · DBG · Pressemitteilung

Ausgezeichnet: DNA-Barcoding zur Gewässergüteanalyse mit Kieselalgen

Jonas Zimmernann erhält den Horst Wiehe-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft. Foto: privat

Jonas Zimmermann erhält Horst Wiehe-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft

Weil er das DNA-Barcoding als neue Methode für Gewässergüteanalysen mit Kieselalgen etablierte, erhält Dr. Jonas Zimmermann den diesjährigen Horst Wiehe-Förderpreis der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG). In seiner Dissertation identifizierte Zimmermann diejenigen Abschnitte auf der Erbsubstanz, die sich als zuverlässige Marker für das DNA-Barcoding eignen, einer mit den Strichcodes auf Waren im Supermarkt vergleichbaren Erkennungsmethode. Dabei entdeckte er auch vier neue Arten von Kieselalgen in Berliner Gewässern, die der Wissenschaft bis dato völlig unbekannt waren. Die neue Methode wird in Zukunft Umweltanalysen erleichtern, die zur Überwachung von Gewässern in der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) vorgeschrieben sind. Da er gleichzeitig bestehende Referenz-Datenbanken verbesserte, profitieren nicht nur Umweltbiologen sondern auch alle Kieselalgenforscher von seiner Arbeit. Zimmermann, der inzwischen am Botanischen Garten und Botanischen Museum in Berlin (BGBM) arbeitet, erhält den mit 2.000 Euro dotierten Nachwuchspreis während der Botanikertagung am Montag, den 31. August 2015, in München aus den Händen von Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, dem Präsidenten der DBG.

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26. Aug 2015 · DBG · Pressemitteilung

Ausgezeichnet: Endemische Pflanzen in Inseln auf Inseln

Manuel Steinbauer erhält den Wilhelm Pfeffer-Preis 2015 für seine herausragende, theoretische Arbeit zu den Verbreitungsmustern von Pflanzen am 31. August während der Botanikertagung in Freising.

Wilhelm Pfeffer-Preis der DBG geht an Dr. Manuel Steinbauer

Weil er herausfand, wo auf Inseln besonders viele, nur dort lebende, endemische Pflanzen vorkommen und ökologische Theorien weiterentwickelte, erhält der Biogeograph Dr. Manuel Steinbauer von der Universität Bayreuth den diesjährigen, mit 2.500 Euro dotierten Wilhelm Pfeffer-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG).

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05. Jan 2015 · Pressemitteilung · Sektionen

Meersalat Ulva kommt nur mit den richtigen Bakterien in Form

Ulva wächst bandförmig oder wie ein Salatblatt. Fotos und © Thomas Wichard, Universität Jena

Er wächst bandförmig oder wie ein Salatblatt, aber nur wenn Bakterien die Differenzierungs- und Entwicklungsprogramme der Grünalge anwerfen. Wie die Alge dies sicherstellt, schildert die Sektion Phykologie in Text und Bild auf ihrer Website.

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06. Jan 2014 · Pressemitteilung · Sektionen

Chlamydomonas reinhardtii - schneller Schwimmer steht Modell

Das Video zeigt die schraubenförmigen Schwimmbewegungen von Chlamydomonas reinhardtii im Lichtmikroskop.

Der auf der ganzen Welt verbreitete Einzeller misst Licht, schwimmt schneller als der Weltrekordhalter im Brustschwimmen. Die winzige Alge mauserte sich zum Modell-Organismus, an dem die Forschergemeinde ganz verschiedene Dinge untersucht. Sogar neue Forschungszweige in der Neurobiologie und Medizin etablierten sich ausgehend von der Alge: etwa die Optogenetik, die genetisch modifizierte Zellen als Lichtschalter einsetzt. Die Sektion Phykologie stellt das Modell in Text, Bild und Video auf ihrer Website vor.

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Empfohlen
12. Mai 2022 · Plant Biology · DBG

Review: Hydrogen sulphide - an emerging regulator of plant defence signalling

Hydrogen sulfide enhances plant immunity against invading pathogens.

A growing body of evidence indicates potential role of H2S in plant defence, particularly against bacterial and fungal pathogens. Recent studies suggested that the gaseous signalling molecule participates in plant defence potentially by

  1. regulating glutathione metabolism,
  2. inducing expression of pathogenesis-related (PR) and other defence-related genes,
  3. modulating enzyme activity through post-translational modifications, and
  4. interacting with phytohormones such as jasmonic acid, ethylene and auxin.

The authors Choudhary, Singh, Khatri, and Gupta discuss the biosynthesis, metabolism and interaction of H2S with phytohormones, and highlight evidence gathered so far to support the emerging roles of H2S in plant defence against invading pathogens.

Read whole paper in our scientific journal Plant Biology DOI: 10.1111/plb.13376.

(DBG's members are able to access all Plant Biology papers via our intranet).

11. Mai 2022 · Plant Biology · DBG

Review: How H2S mitigates adverse effects of abiotic stress

Application of exogenous hydrogen sulfide induces changes, at the biochemical and molecular level, that mitigate the detrimental effects of diverse abiotic stressors.

Since signalling molecules like hydrogen sulfide (H2S) play a crucial role in mitigating the adverse effects of environmental stresses in plants it is important to understand the several physiological and biochemical mechanisms. The authors review recent advances in understanding the beneficial roles of H2S in conferring multiple abiotic stress tolerance in plants. And discuss the interaction and crosstalk between H2S and other signal molecules and highlight some genetic engineering-based current and future directions.

Read whole paper in our scientific journal Plant Biology DOI: 10.1111/plb.13368

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10. Mai 2022 · Plant Biology · DBG

Review: How H2S and NO crosstalk during waterlogging stress in legume crops

Hydrogen sulfide and Nitric oxide modulate the key traits, which are responsible for waterlogging tolerance in legumes

In their review the authors Tyagi, Sharma, Ali, and Gaikwad summarize the crosstalk of the important plant signalling molecules hydrogen sulphide (H2S) and nitric oxide (NO) during waterlogging stress in legumes, which are emitted from plants and soil microbes and that are known to regulate key physiological pathways. They provide an overall summary on H2S and NO, including biosynthesis, biological importance, crosstalk, transporter regulation as well as understanding their role during waterlogging using ‘multi-omics’ approach.

Read whole paper in our scientific journal Plant Biology DOI: 10.1111/plb.13319

(DBG's members are able to access all Plant Biology papers via our intranet).

28. Mär 2022 · Plant Biology · DBG

Seed biologists beware: Estimates of initial viability based on ungerminated seeds at the end of an experiment may be error-prone

It is recommended to determine initial seed viability at the start of the experiment, since prolonged duration of ungerminated seeds in germination treatments can lead to loss of viability.

In his viewpoint paper Author Lamont asks for caution against the routine use of end-of-trial germination and viability of ungerminated seeds as an estimate of initial viability in determining germination success of various treatments. He analyses Leucadendron species and in his paper also explores ways to deal with the problem and to preference estimates of initial viability to be undertaken on a separate sample of seeds concurrently with the experiment as this avoids the risk of seed death during the trial.

Read whole paper in our scientific journal Plant Biology (2022) DOI: 10.1111/plb.13407

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25. Mär 2022 · Plant Biology · DBG

Review: Expression and roles of GRAS gene family in plant growth, signal transduction, biotic and abiotic stress resistance and symbiosis formation

The GRAS gene family plays an important role in plant signaling, arbuscular mycorrhizal association as well as biotic and abiotic stress tolerance during various stage of plant growth and development.

In their review, the authors Khan, Xiong, Zhang, Liu, Yaseen und Hui highlight the diverse roles of GRAS in plant systems that could be useful in enhancing crop productivity through genetic modification, especially of crops. It is the first review to report the role and function of the GRAS gene family in plant systems.

Read whole paper in our scientific journal Plant Biology (2021) DOI: 10.1111/plb.13364

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24. Mär 2022 · Plant Biology · DBG

Does plant leaf flammability converge with increasing radiant heat flux in Australian fire-prone woodlands?

Leaf flammability patterns are significantly affected by increasing radiant heat flux, with important implications for integrating leaf flammability into wildfire models.

From their findings the authors Krix, Murray and Murray conclude that leaf flammability is significantly affected by increasing radiant heat flux. In their paper “Increasing radiant heat flux affects leaf flammability patterns in plant species of eastern Australian fire-prone woodlands” they suggest that of the flammability attributes assessed, flame duration is the most informative to include in wildfire models which explicitly consider species’ flammability, given that differences among species in flame duration are maintained across a radiant heat flux gradient.

Read whole paper in our scientific journal Plant Biology 24 (2022) 302–312. DOI: 10.1111/plb.13381

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20. Jan 2022 · Plant Biology · DBG

Review: Significance of miRNA in enhancement of flavonoid biosynthesis

miRNAs regulate flavonoid biosynthesis by acting on structural genes in the flavonoid biosynthesis pathway or by indirectly acting transcription complex to effecting structural genes.

In their review Yang, Han, Li, Ye, and Xu summarize the biosynthesis and mechanisms of miRNA, and provides a summary of the mechanisms of miRNAs involved in production of flavonoids, in order to elucidate the biosynthesis pathway and complex regulatory network of plant flavonoids. They aim to provide new insights into improving the content of flavonoid active ingredients in plants.

Read whole paper in our scientific journal Plant Biology (2021). DOI: 10.1111/plb.13361

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18. Jan 2022 · Plant Biology · DBG

How seedling's shoot:root ratio, moiture gradient and species niche are associated

The seedling shoot:root ratio has a general adaptive role of in relation to the species niche position on the soil moisture gradient in temperate grassland species.

In their research paper "Shoot:root ratio of seedlings is associated with species niche on soil moisture gradient", Mašková, Maternová, Tĕšitel explore evolutionary adaptations determining plant early growth strategies in 15 herbaceous genera of temperate grasslands differing in their requirements for soil water availability. Linear mixed-effect models identified the length-based shoot:root ratio of seedlings was positively associated with soil moisture requirements in a congeneric species comparison. Nitrogen and phosphorus seed concentrations had an additional negative effect on the shoot:root ratio. Neither of these trends was found for the mass-based shoot:root ratio.
They thus demonstrated for the first time that there might be a general adaptation modifying the seedling shoot:root ratio according to the species niche position on the soil moisture gradient in temperate grassland species across a broad range of angiosperm phylogeny. This adaptation seems to be affected by seed mineral nutrient reserves and may
operate in parallel to the well-known phenotypic plasticity.

Read whole paper in our scientific journal Plant Biology (2021). DOI: 10.1111/plb.13352.

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01. Dez 2021 · Plant Biology · DBG

Review: Genome-wide identification studies – A primer to explore new genes in plant species

Genome-wide studies provide an initial framework to identify gene families in plant genomes and further characterize their gene structures, evolutionary relationships, protein interactions, gene expression patterns in various tissues and predict putative gene functions using various computational tools.

Genome data have accumulated rapidly in recent years, doubling roughly after every 6 months due to the influx of next-generation sequencing technologies. A plethora of plant genomes are available in comprehensive public databases. This easy access to data provides an opportunity to explore genome datasets and recruit new genes in various plant species not possible a decade ago. In the past few years, many gene families have been published using these public datasets. These genome-wide studies identify and characterize gene members, gene structures, evolutionary relationships, expression patterns, protein interactions and gene ontologies, and predict putative gene functions using various computational tools. Such studies provide meaningful information and an initial framework for further functional elucidation. The review by I. Safder, G. Shao, Z. Sheng, P. Hu, and S. Tang provides a concise layout of approaches used in these gene family studies and demonstrates an outline for employing various plant genome datasets in future studies.

Read whole review in our scientific journal Plant Biology Early View. DOI: https://doi.org/10.1111/plb.13340

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30. Nov 2021 · Plant Biology · DBG

Review: Biotechnology of virus eradication and plant vaccination in phytobiome context

For successful control of viral diseases of grapes, the focus of research should shift from the complete eradication of viruses to a detailed study of the RNA pool of naturally occurring grape viruses, the efficient in vitro vaccination systems and possible tools to protect beneficial phytobiome from obliteration.

A plant’s associated biota plays an integral role in its metabolism, nutrient uptake, stress tolerance, pathogen resistance and other physiological processes. Although a virome is an integral part of the phytobiome, a major contradiction exists between the holobiont approach and the practical need to eradicate pathogens from agricultural crops. In their review, V. Oberemok, K. Laikova, I. Golovkin, L. Kryukov and R. Kamenetsky-Goldstein discuss grapevine virus control. But the issue is also relevant for numerous other crops, including potato, cassava, citrus, cacao and other species. Grapevine diseases, especially viral infections, cause main crop losses. Methods have been developed to eliminate viruses and other microorganisms from plant material, but elimination of viruses from plant material does not guarantee protection from future reinfection. Elimination of viral particles in plant material could create genetic drift, leading in turn to an increase in the occurrence of pathogenic strains of viruses. A possible solution may be a combination of virus elimination and plant propagation in tissue culture with in vitro vaccination. In this context, possible strategies to control viral infections include application of plant resistance inducers, cross protection and vaccination using siRNA, dsRNA and viral replicons during plant ‘cleaning’ and in vitro propagation. The experience and knowledge accumulated in human immunization can help plant scientists to develop and employ new methods of protection, leading to more sustainable and healthier crop production.

Read whole open access paper in our scientific journal Plant Biology - early view DOI: https://doi.org/10.1111/plb.13338

29. Nov 2021 · Plant Biology · DBG

Review: Auxin in plant development - structure, signalling, regulation and response mechanisms

Auxin-integrating chemical and molecular processes are involved in plant growth and development, regulated by the synthesis and distribution of the phytohormon.

Auxins as plant hormones play a central role in controlling growth and development across different environmental conditions. In their review G. L. B. Gomes and K. C. Scortecci summarise recent advances in understanding the biosynthetic pathways, both dependent and independent of tryptophan, highlighting the intermediate indole compounds (indole-3-acetamide, indole-3-acetaldoxime, indole-3-pyruvic acid and tryptamine) and the key enzymes for auxin biosynthesis, such as YUCs and TAAs. In relation to the signalling cascade, it has been shown that auxins influence gene expression regulation by the connection between synthesis and distribution. Moreover, the molecular action of the auxin response factors and auxin/indole-3-acetic acid transcription factors with the F-box TIR1/AFB auxin receptors regulates gene expression. In addition they also demonstrate the importance of microRNAs in the auxin signalling pathway and their influence on plant plasticity to environmental fluctuations. Finally, this review describes the chemical and biological processes involving auxins in plants.

Read whole review in our scientific journal Plant Biology 23 (Nov. 2021): 894-904. DOI: https://doi.org/10.1111/plb.13303

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28. Sep 2021 · Plant Biology · DBG

Review: Drought and crop yield

Drought stress negatively affects crop plants by reduced transpiration and root architecture leading to dehydration and yield penalty.

The review summarizes the effects of drought stress on crop plants and relates the dehydration-dependent yield penalty to the harvested organ and tissue. The control of shoot transpiration and the reorganization of root architecture are of core importance for maintaining proper plant water relationships. Upon dehydration, the provision and partitioning of assimilates and the uptake and distribution of nutrients define remaining growth activity. Domestication of crops by selection for high yield under high input has restricted the genetic repertoire for achieving drought stress tolerance. Introgression of suitable alleles from wild relatives into commercial cultivars might improve the ability to grow with less water. As the authors KJ Dietz, C Zörb, and CM. Geilfus,conclude, future research activities should focus more on field studies in order to generate more realistic improvements to crops. Robotic field phenotyping should be integrated into genetic mapping for the identification of relevant traits.

Read whole paper open access in our scientific journal Plant Biology - early view DOI: https://doi.org/10.1111/plb.13304 

15. Mär 2021 · Plant Biology · DBG

How pink and white flower colours affect pollinators and florivory

Pink flowers of Silene littorea receive more visits of pollinators, whilst white flowers suffer more florivory, but autonomous autogamy helps to maintain colour variation.

Results researchers Buide, Del Valle, Prado‐Comesaña and Narbona from Spain show in their recent paper "The effects of pollination, herbivory and autonomous selfing on the maintenance of flower colour variation in Silene littorea" in our scientific journal Plant Biology. DOI: https://doi.org/10.1111/plb.13209

23. Jun 2021 · Plant Biology · DBG

Factory of molecules

In Ballota acetabuolosa, peltates and long-stalked capitates are responsible for terpene production. γ-Muurolene, β-caryophyllene and (E)-nerolidol prevail in the foliar and floral volatile organic compound (VOC) profiles.

Within the Open Science project a multidisciplinary study analyzed Ballota acetabulosa (L.) Benth. at the Ghirardi Botanic Garden (Toscolano Maderno, BS, Italy). Micromorphological and histochemical investigations were performed on the secreting structures of the vegetative and reproductive organs under light, fuorescence and electronic microscopy. Concurrently spontaneously emitted volatiles from leaves and flowers were examined. Four trichome morphotypes were identified: peltate and short-stalked, mediumstalked and long-stalked capitate trichomes, each with a specific distribution pattern. The histochemical analysis was confirmed using ultrastructural observations, with the peltates and long-stalked capitates as the main sites responsible for terpene production. The head-space characterization revealed that sesquiterpene hydrocarbons dominated both in leaves and flowers, with c-muurolene, b-caryophyllene and (E)-nerolidol as the most abundant compounds. Moreover, a comparison with literature data concerning the ecological roles of the main compounds suggested their dominant roles in defence, both at the leaf and flower level.

Read whole paper "Micromorphological and phytochemical survey of Ballota acetabulosa (L.) Benth" in our scientific journal Plant Biology 23 (2021) 643–65. DOI: https://doi.org/10.1111/plb.13254

05. Mai 2021 · Plant Biology · DBG

Leaf level carbon and water fluxes under drought and nitrogen availability

Three abundant grassland plant species maintained leaf level carbon and water fluxes under strongly altered water and nitrogen availability (treatments). This was shown by Kübert, Kuester, Götz, Dubbert, Eiblmeier, Werner, Rothfuss and Dubbert from Freiburg, Berlin and Jülich in their recent paper "Combined experimental drought and nitrogen loading: the role of species-dependent leaf level control of carbon and water exchange in a temperate grassland", for which they had analysed data from a multifactorial field experiment.

in our scientific journal Plant Biology. DOI: https://doi.org/10.1111/plb.13230

24. Sep 2021 · Plant Biology · DBG

How vegetation, native and non-native bees are linked to vine production

Pollination is provided by biodiversity and maintains global food production. When we look to vineyards surrounded by intermediate native vegetation, we can observe a balance between the resource availability from vineyards and native vegetation.

There are positive relationships between vineyard production and native vegetation in the landscape. The native fragments inserted within landscapes with more native vegetation area exhibited better parameters of vine production and quality. Apis and non-Apis (such as flies and small bees) floral visitors, known to have different effects on vine pollination, could hypothetically provide variation in vine production and quality. Considering a near 20% native vegetation increment, there was an enhancement, on average, of ten-fold more berries per bunch, the changing physical and chemical fruit traits by vegetation increment could also increase the aggregate value of vines and the value of pollination services in the economy.

Read the whole paper "Different visitation frequencies of native and non-native bees to vines: how much vegetation is necessary to improve fruit production?"  in our scientific journal Plant Biology - early view DOI: https://doi.org/10.1111/plb.13327

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