Actualia der DBG
15. Feb 2018 · Actualia · Tagungsbericht

Mitteldeutsche Pflanzenphysiologie-Tagung

Die Teilnehmenden der 16. Mitteldeutschen Pflanzenphysiologie-Tagung stellten sich im Biologie-Bau der TU Dresden zur Aufnahme. Foto: Susann Auer

Mit ungebremstem Erfolg fand die Mitteldeutsche Pflanzenphysiologie-Tagung nun bereits zum 16. Mal mit etwa 60 Teilnehmenden statt – diesmal am 9. und 10. Februar 2018 in Dresden. Dort erweiterte sich der Kreis der pflanzenphysiologisch arbeitenden Gruppen um zwei weitere aus Halle, was die Themenvielfalt noch einmal breiter und spannender machte. Von der Tagung für Nachwuchsforscherinnen und –forscher berichtet Organisatorin Prof. Dr. Jutta Ludwig-Müller. Die Dresdner Professorin nennt die Forschungsschwerpunkte der Nachwuchskräfte, berichtet über „Okapi-“ und „Giraffen-“Mutanten und schildert, was die Vorträge der DBG-geförderten Zusammenkunft diesmal noch besser machte.

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26. Jan 2018 · Actualia · Köpfe und Karrieren · Nachwuchsförderung

DBG würdigt beste Master-Arbeiten

Die Uni Bielefeld verlieh Urkunden für die besten Master-Arbeiten des Jahres 2017, darunter für die beste pflanzenwissenschaftliche Masterarbeit, die die Deutsche Botanische Gesellschaft an Jan Hendrik Hoerner verlieh (dritter von rechts). An der Bielefelder Veranstaltung nahmen 13 Fakultäten mit etwa 3.000 Absolventinnen und Absolventen teil. Foto und Copyright: Ch. Weische, Uni Bielefeld am 6.12.2017

Warum invasive Nacktschnecken manche Salatköpfe verschlingen und andere verschmähen war Thema einer der ausgezeichneten Masterarbeiten (kleiner Tipp: es liegt nicht direkt am Salat). Die anderen thematisierten, welche Funktionen N-glykosylierte Proteine in Pflanzen haben, was auf genetischer Ebene passiert, wenn die Entwicklung der Chloroplasten gehemmt wird, oder welche Substanzen einer invasiven Pflanze erhebliche Ernteausfälle verursachen. Und eine Arbeit klärte die Identität dreier schon vor mehr als 100 Jahren beschriebenen Taxa der einzelligen Trachelomonas Algen. Bereits zum vierten Mal hat die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) damit Preise für die besten pflanzenwissenschaftlichen Master-Arbeiten verliehen. Sie gingen dieses Jahr an drei Biologinnen und zwei Biologen an den Universitäten Bielefeld, Münster, Salzburg, Kiel sowie an der Münchner LMU. Die Kurzfassungen der Arbeiten und Bilder stehen nun auf der Website zum Abruf bereit.
Zur Übersicht aller ausgezeichneten MSc Arbeiten

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03. Jan 2018 · Actualia · Tagungsbericht

From Tree Physiology to Ecosystem Physiology

80 Teilnehmende aus dem In- und Ausland kamen zum Symposium in das Schloss Reinach, Munzigen bei Freiburg. Foto: Cornelia Herschbach, Uni Freiburg

Zum zweitägigen Symposium „From tree pyhsiology to ecosystem physiology“ kamen die Forschenden vom 28. bis zum 29. September nach Munzingen in der Nähe Freiburgs zusammen, das anlässlich der Emeritierung von Professor Heinz Rennenberg veranstaltet wurde. Für internationales Flair sorgten 23 Teilnehmende, die aus Übersee und dem europäischen Ausland angereist waren. 10 Plenarvorträge international ausgewiesener Experten sorgten für ein hohes wissenschaftliches Niveau der Tagung. Organisatorin Professorin Christiane Werner und ihre Kollegin Professorin Cornelia Herschbach nennen in ihrem Bericht die Rednerinnen und Redner sowie die übergeordneten Themen.

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02. Jan 2018 · Actualia

Zwei neue Präsidiumsmitglieder im Amt

Caroline Müller (links) und Birgit Piechulla wurden einstimmig ins Präsidium der DBG gewählt. Fotos: privat

Seit erstem Januar arbeitet der Vorstand der Gesellschaft in teilweise neuer Besetzung. Zu den neun schon länger amtierenden Vorstandsmitgliedern kommen seit Anfang des Jahres zwei neue Pflanzenwissenschaftlerinnen, die während der Botanikertagung vergangenen September während der Botanikertagung in Kiel einstimmig gewählt worden waren: Professorin für chemische Ökologie, Dr. Caroline Müller von der Uni Bielefeld, als neue Generalsekretärin der DBG und die Professorin Dr. Birgit Piechulla von der Uni Rostock als Mitglied des erweiterten Vorstands.
siehe: Vorstellung der beiden Neuen nach deren Wahl im letzten Jahr

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12. Dez 2017 · Actualia · DBG · Outreach

„Wissenschaft lebt von Netzwerken“

Prof. Dr. Karl-Josef Dietz. Foto: Kim-Christ

Die Wissenschaft wird derzeit von Kritikern herausgefordert. Gleichzeitig sollen die Pflanzenwissenschaften Lösungen für drängende Probleme der Menschheit finden. Anlässlich seiner Wiederwahl im September beschreibt der Präsident der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), Professor Karl-Josef Dietz von der Uni Bielefeld, welche Herausforderungen es zu bewältigen gilt, was die DBG dazu beitragen kann und wie er einst selbst zum Pflanzenforscher wurde. Und er schildert warum die DBG sich – anders als früher – auch außerhalb der Wissenschaft für die Forschung einsetzt.

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08. Dez 2017 · Actualia · Tagungsbericht

10. Internationales Doktorandenkolleg für Entwicklungsbiologie

Die jungen Teilnehmenden tauschten sich intensiv über ihre wissenschaftliche Arbeit aus, sowohl untereinander als auch mit den geladenen etablierten Forschenden. Auch neue Kooperationen und Netzwerke sind schon Dank der PhD School entstanden. Foto: PhD School

Knapp 60 vorwiegend junge Forschende aus elf Ländern trafen sich zur zehnten International PhD School Plant Development, die in Retzbach nahe Würzburg stattfand. Professorin Rita Groß-Hardt schildert in ihrer Tagungsnachlese die Motivation der Gründungsväter, schildert das Konzept der Tagung und die technischen Fortschritte in der pflanzlichen Entwicklungsbiologie. Und sie nennt die beiden Preisträger für den besten Vortrag und das beste Poster zu den Themen Pflanzen mit drei Eltern sowie Epigenetik.

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07. Dez 2017 · Actualia · Tagungsbericht

Endosymbioseforscher am Bodensee

Viele Nachwuchsforscher tauschten sich mit Etablierten über (zell-)innere Symbiosen aus und kamen zum Foto auf dem Universitätscampus zusammen. Foto: Alexander Haas

In Konstanz am Bodensee traf sich vom 3. bis 6. September 2017 die Deutsche Sektion der International Society of Endocytobiology (ISE). Organisator Professor Peter Kroth berichtet in seiner Tagungsnachlese von Vorträgen über Zellen, Organellen und Symbiosen, den Sonderfall Plastiden und von Meeresschnecken, die sich Plastiden einverleiben und für sich nutzen. Die Teilnehmenden erinnerten sich in einem Ehrenvortrag an den Ulmer Professor Dr. Axel Brennicke, der vielen Forschenden weit über die Biologie hinaus bekannt war, und kürten Preisträger für beste Vorträge und Poster. 

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23. Nov 2017 · Actualia

Nachruf: Professor Dr. Otto Kandler (1920–2017)

Professor Dr. Dr. h.c. Otto Kandler mit dem Modell von Pseudomurein. Foto: privat, mit freundlicher Genehmigung der Familie Kandler

Ehrenmitglied der DBG Otto Kandler, Inhaber des Lehrstuhls für Botanik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, wurde als Kind für seine Darwin-Begeisterung bestraft, doch sein biologisches Interesse blieb. Er widmete sich zahlreichen Disziplinen: Er untersuchte Physiologie, Biochemie und Systematik von Pflanzen und Bakterien und entdeckte physiologische Prozesse, wie erstmals die lichtabhängige ATP-Bildung in vivo oder die Synthese verzweigt-kettiger Monosaccharide. Gemeinsam mit Carl Woese entwickelte er das Drei-Domänen-Konzept des Lebens. Kandler ist vor kurzem im Alter von 96 Jahren verstorben. Sein Schüler, Professor Dr. Widmar Tanner, erinnert in seinem Nachruf an Leben und wissenschaftliches Werk der vielfach ausgezeichneten, temperamentvollen und diskutier-freudigen Wissenschaftlerpersönlichkeit.

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21. Nov 2017 · Actualia · Tagungsbericht

Botanikertagung 2017: Dänische und internationale Perspektive

Ein Teil der Teilnehmer fand sich in einer Pause zum Gruppenfoto auf dem Campus der Universität Kiel (CAU) zusammen. Foto: Christian-Urban, CAU

„Pflanzenwissenschaften in einer sich wandelnden Welt“, war das Motto, unter dem die diesjährige Botanikertagung vom 17. bis zum 21. September an der Christian-Albrechts-Universität (CAU) in Kiel stattfand. Erstmals war die Tagung in enger Kooperation mit dänischen Kollegen durchgeführt worden, die vom interdisziplinären Konzept begeistert waren. Tagungspräsidentin Professorin Karin Krupinska berichtet in ihrer Tagungsnachlese außerdem von den Vorteilen für Nachwuchswissenschaftler und warum der interdisziplinäre Austausch wichtig bleibt, um die Zukunft zu sichern.

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07. Nov 2017 · Actualia · Tagungsbericht

Symposium zum Andenken an Prof. Diter von Wettstein

Mehr als 50 Forschende gedachten dem Forscher, die schon vor der Start der Botanikertagung teils aus Übersee nach Kiel gereist waren. Foto: Karl-Heinz Kogel

Diter von Wettstein war ein renommierter Pflanzengenetiker und -züchter, der 13. April 2017 nach einem erfüllten Leben als Wissenschaftler im Alter von 87 Jahren in Kopenhagen verstarb. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler gedachten seiner in einem wissenschaftlichen Satellitensymposium vor der diesjährigen Botanikertagung der DBG am 17. September in Kiel. In seinem Bericht erinnern die Organisatoren Prof. Karl-Heinz Kogel (Gießen), Prof. Mats Hansson (Lund) und Prof. Karin Krupinska (Kiel) an Wettsteins berufliche Stationen, Forschungsthemen und Auszeichnungen und spannen eine Brücke hin zu den aktuellen Forschungsthemen und –vorträgen der Wegbegleiter von Wettsteins.

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03. Nov 2017 · Actualia · Nachwuchsförderung

Strasburger-Workshop: Kooperation und Konflikt zweier Genome

Die Teilnehmenden am dritten Workshop zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses waren aus mehr als fünf Ländern angereist. Foto: Niklas Buhk

Der 3. Eduard Strasburger Workshop mit dem Titel Two Genomes in one Cell - Communication and Conflict lockte mehr als 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Polyploidie- und Hybridisierungsforschung nach Bremen. Dort thematisierten sie, welche Schwierigkeiten Zellen meistern, die ihre Chromosomensätze mischen oder gar vervielfältigen. Der Workshop fand vom 30. August und 1. September 2017 statt unter der Regie der Nachwuchswissenschaftler Dawit Girma Tekleyohans, Niklas Buhk und Thomas Nakel der Universitäten Oldenburg und Bremen. Die vorwiegend jungen Nachwuchskräfte reisten aus mehreren Nationen an, darunter Deutschland, Österreich, Schweiz, Schweden und Pakistan, was die internationale Relevanz des Themas unterstreicht. Die Organisatoren berichten in ihrer Tagungsnachlese unter anderem über neue Modellpflanzen, einen Genomschock, eine Methode zum Nachweis von drei Eltern und in welcher Weise junge Forschende bevorzugt wurden.

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02. Nov 2017 · Actualia · Tagungsbericht

N-term 2017: Proteinspezialisten treffen sich in Halle

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „N-term 2017“ kurz nach der Aufforderung ...and now, show your favorite N-terminal amino acid in single-letter code! Foto: Antje Hellmuth, IPB Halle

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt thematisierten vom 11.-13. September 2017 am Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie in Halle/Saale das Schicksal von Proteinen. Die Tagung N-term 2017 – Proteostasis via the N-terminus lockte über 100 SpezialistInnen zu über 40 Vorträgen aus Tier- und Pflanzenwissenschaften sowie Medizin und Biotechnologie in die Saalestadt. Trotz dieser vermeintlich unterschiedlichen Fachgebiete vereinte die Experten die Proteinhomöostase oder Proteostase, also die Regulierung von Eiweißen in lebenden Zellen. Hauptorganisator Nico Dissmeyer berichtet in seiner Tagungsnachlese über das erste interdisziplinäre Zusammentreffen der Proteinexperten, die besten Poster und Vorträge sowie über ein Forschungsthema, in dem die Pflanzenwissenschaften stark vertreten sind. Eine Fortführung der Tagung ist bereits geplant.

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29. Sep 2017 · Actualia

Fotos: Botanikertagung 2017 in Kiel

Alle Bilder der Tagung.

Im Intranet sind nun die Aufnahmen der Botanikertagung 2017 verfügbar. Herzlichen Dank an alle Fotografinnen und Fotografen.

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27. Sep 2017 · Actualia · Tagungsbericht

Wenn Botanik, Kunst, Kultur und Literatur zusammentreffen

Der mehr als 300 Jahre alte Botanische Garten von Halle mit der von Carl Gotthard Langhans erbauten Sternwarte sorgte für eine wunderbare Tagungsatmosphäre. Foto: Jana Kittelmann

Mehr als 60 Teilnehmende kamen im September in Halle zum internationalen Symposium „Botanik und Ästhetik“ zusammen. Sie tauschten sich auf dem interdisziplinären Treffen erstmals medien-, epochen- und fächerübergreifend über das Thema aus und verbanden Buchillustrationen, Pflanzenbildherstellung, Kunst, Literatur, Philosophie, Architektur, Gartenkunst, Pflanzengeographie und Pflanzenökologie. Neben den Naturforschern Goethe, Humboldt, von Haller und Haeckel fielen Namen wie Wassily Kandinsky und Paul Klee. Die Vorträge hielten Doktoranden und PostDocs der verschiedensten Disziplinen und international bekannte Forschende, berichtet Dr. Jana Kittelmann in ihrer Tagungsnachlese.

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DBG Update
05. Feb 2018

VBIO-Aktuell - Januar

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) hat aktuelle Informationen über Forschungspolitik im Allgemeinen und die Aktivitäten des Bio-Dachverbandes zusammengestellt, in dem auch die DBG Mitglied ist. Diesmal unter anderem zu den Themen Genome Editing, zur GVO-Freisetzungsrichtlinie und zur Umsetzung des Nagoya-Protokolls.
zu den Details im Intranet (LogIn)

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29. Jan 2018 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 34

Welche genetischen Eigenschaften Weizen und Mais stärken, wie Sex-Verzicht und räumliche Verbreitung zusammenhängen und warum die Biosynthese eines Hormons auch nach vielen Jahren noch für eine Überraschung gut ist, sind Themen dieser Ausgabe.
Die DBG empfiehlt ihre neue Schnuppermitgliedschaft und die ausgezeichneten Master-Arbeiten.

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26. Jan 2018 · DBG · Ausschreibung

Ausschreibung "Best-Paper-Preis"

Die DBG prämiert wieder hervorragende Publikationen, die aus Masterarbeiten oder Promotionen hervorgegangen sind. Vorschlagsberechtigt sind alle DBG-Mitglieder, auch Selbstvorschläge sind möglich. Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung für den mit 1.000 Euro dotierten Preis mit dem Titel Wilhelm-Pfeffer-Preis der DBG für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung mit den erforderlichen Unterlagen bis zum 31. März 2018 beim Präsidenten der DBG-eigenen Wilhelm Pfeffer-Stiftung ein:

Prof. Dr. Christian Wilhelm
Institut für Biologie
Abteilung Pflanzenphysiologie
Universität Leipzig
Johannisallee 23
04103 Leipzig
E-Mail: cwilhelm[at]rz.uni-leipzig.de

09. Jan 2018

VBIO-Aktuell - Dezember

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) informiert über Forschungspolitik im Allgemeinen und die Aktivitäten des Bio-Dachverbandes, in dem auch die DBG Mitglied ist.

Link zur Dezember-Ausgabe (LogIn)

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12. Dez 2017 · Actualia · DBG · Outreach

„Wissenschaft lebt von Netzwerken“

Prof. Dr. Karl-Josef Dietz. Foto: Kim-Christ

Die Wissenschaft wird derzeit von Kritikern herausgefordert. Gleichzeitig sollen die Pflanzenwissenschaften Lösungen für drängende Probleme der Menschheit finden. Anlässlich seiner Wiederwahl im September beschreibt der Präsident der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), Professor Karl-Josef Dietz von der Uni Bielefeld, welche Herausforderungen es zu bewältigen gilt, was die DBG dazu beitragen kann und wie er einst selbst zum Pflanzenforscher wurde. Und er schildert warum die DBG sich – anders als früher – auch außerhalb der Wissenschaft für die Forschung einsetzt.

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12. Dez 2017 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 33

Welches Schlüssel-Enzym der Photosynthese nun für Optimierungen zur Verfügung steht, wie fremde Stoffwechselwege auch in nicht-transformierbare Pflanzen integriert werden können und wie Bakterien Grünalgen ausschalten, sind Themen der Forschungsrubrik. Außerdem sind die weltweiten Zitierungen von Forschenden wieder frisch ausgezählt.
Zum 135jährigen Jubiläum der DBG erzählt der Präsident der DBG im Interview, warum Netzwerken so wichtig ist, welche Herausforderungen er für die Pflanzenwissenschaften sieht und wie sich die DBG dazu stellt.
Die Organisatoren von sechs geförderten Tagungen dieses Herbstes berichten und die DBG informiert über eigene und weitere Fördermöglichkeiten für Nachwuchskräfte. 

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07. Dez 2017

VBIO-Aktuell - November

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) informiert über Forschungspolitik im Allgemeinen und die Aktivitäten des Bio-Dachverbandes, in dem auch die DBG Mitglied ist.

Link zur November Ausgabe (LogIn)

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02. Nov 2017 · Ausschreibung · Nachwuchsförderung

FESPB Awards

Die FESPB, Europäischer Dachverband für Pflanzenwissenschaften, ruft zu Bewerbungen für ihren angesehenen und mit 1.500 Euro dotierten Nachwuchspreis auf. Die beiden PreisträgerInnen werden eingeladen, ihre Forschung in einem 30minütigen Vortrag auf dem Europäischen Kongress für Pflanzenwissenschaften vorzustellen. Plant Biology Europe PBE2018 wird vom 18.-21. Juni in Kopenhagen stattfinden. Vorschlagsberechtigt sind FESPB-Mitgliedsgesellschaften, wie die DBG, die die jeweils beste Bewerbung ihres Landes auswählen. Bitte füllen Sie dazu das online-Bewerbungsformular bei der FESPB bis zum 16. Februar 2018 aus, damit der DBG Zeit bleibt, Ihre Bewerbung zu studieren und eine Empfehlung an die FESPB zu verfassen.

zum Bewerbungsformular bei der FESPB

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01. Nov 2017 · News

Early-Bird-Konditionen für Algenforscher verlängert

Die günstigen Early-Bird-Konditionen für die kommende wissenschaftliche Tagung der Sektion Phykologie der DBG sind bis 15. November verlängert. Mitglieder der Sektion profitieren darüber hinaus von einer vergünstigen Teilnahmegebühr. Die wissenschaftliche Tagung mit dem Titel Conference of the Phycology Section DBG 2018 erstreckt sich über alle Disziplinen der Algenforschung und wird vom 11.-14. März 2018 in Berchtesgaden stattfinden. Abstracts werden noch bis zum 15. Dezember angenommen.
direkt zur Tagungs-Website

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30. Okt 2017 · News · Veranstaltung

Registrierung MPB2018 möglich

Die Tagung Molecular Biology of Plants 2018 der Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie der DBG wird vom 20. bis 23. Februar 2018 in Dabringhausen stattfinden. Erstmals können sich junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um eines der Reisestipendien bewerben, das 200 Euro umfasst. Es ist Studierenden sowie nicht voll vergüteten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern (Studierenden und Doktorierenden) vorbehalten, die Mitglied der Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie sind. Registrierungen sind bis zum 27. November 2017 möglich. Der Kongress wird organisiert von Prof. Dr. Dorothee Staiger (Universität Bielefeld), Prof. Dr. Andreas Weber (Universität Düsseldorf) und Prof. Dr. Stefan Rensing (Universität Marburg).
direkt zur Tagungs-Website

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06. Okt 2017 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 32

Fett hat schon vor 100derten Millionen Jahren das Überleben gesichert. In Erdbeeren entscheidet ein Gen über die Fruchtmenge, was neue Zuchtansätze erlaubt. Zwei pflanzenwissenschaftliche Anträge haben die erste Hürde in der Exzellenz-Initiative genommen. Und warum Forscher Diskriminierung nicht erkennen. All dies sind Themen dieser Ausgabe.

Die DBG blickt zurück auf eine erfolgreiche Botanikertagung, hat ab Januar Neue im Präsidium sowie zwei neue Ehrenmitglieder. Auch eine Sektion hat über ihre Sprecher entschieden. Drei Sektionen laden zu Tagungen im kommenden Jahr. Und bei einer endet bereits zum 31. des Monats der günstige Early-Bird-Rabatt.

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19. Jul 2017

Einladung zur Mitgliederversammlung

Sehr geehrte, liebe Mitglieder der Deutschen Botanischen Gesellschaft,

im Namen des Vorstands der DBG lädt der Generalsekretär, Prof. Dr. Volker Wissemann, Sie sehr herzlich zur kommenden Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 20. September während der Botanikertagung nach Kiel ein.

Einladungsschreiben und Tagesordnung im Intranet

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07. Jul 2017 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 31

CRISPR lässt DNA in lebenden Zellen leuchten, eine Methodenkombination spürt Resistenzgene in Rüben auf und ein Magazin hat nachgezählt, wer wie häufig zitiert wird. Dies und weitere Forschungs-News sind Thema unseres Newsletters.

Nur noch bis Montag haben Sie Gelegenheit, Ihren Beitrag zur internationalen Botanikertagung im September anzumelden. Einige Veranstaltungen sind nahezu ausgebucht und für junge Forschende stehen Reisekosten-Förderungen bereit.

Das Präsidium freut sich schon jetzt auf ein Wiedersehen mit Ihnen in Kiel, wo am 20. September unsere Mitgliederversammlung stattfinden wird. Bitte kommen Sie und diskutieren mit uns, wie sich die DBG zum Wohle der Pflanzenwissenschaften und unserer Gesellschaft zukunftsfest aufstellen soll.

Stöbern Sie auch durch die Tagungs- und Kongresshinweise, von denen neben Botanikertagung und Strasburger-Workshop drei weitere von der DBG gefördert werden.

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23. Jun 2017 · DBG

Nachruf: Professor Ulrich Heber (1930–2016)

Ulrich Heber bei den Rundgeprächen zur Photosynthese in Wallenfels 1998. Foto: Renate Scheibe

Die Deutsche Botanische Gesellschaft erinnert an Ulrich Heber als einen begeisterten Pflanzenphysiologen, visionären Diskutanten und Kosmopoliten. Sein hauptsächliches Forschungsinteresse galt dem integrierenden Verständnis der Photosynthese, von den Ereignissen im Elektronentransport, der Regulation im Calvin-Benson-Zyklus, des Stoffaustauschs bis hin zu den Reaktionen in einer austrocknenden Flechte oder in Waldbäumen. Ulrich Heber lehrte und forschte auf dem Lehrstuhl für Botanik I in Würzburg, auf dem einst Julius von Sachs die Pflanzenphysiologie entwickelte. Er war Mitglied der Akademie der Wissenschaften Leopoldina und erhielt zahlreiche wissenschaftliche Auszeichnungen. Er verließ uns im Alter von 85 Jahren an seinem Lieblingsort, in der Natur weilend in seinem Heimatdorf Höckendorf bei Dresden, schreibt DBG-Präsident Professor Karl-Josef Dietz in seinem Nachruf.

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02. Jun 2017

VBIO-Rundbrief

Der Dachverband berichtet über die Verleihung des Ars legendi-Fakultätenpreises 2017 in der Kategorie Biowissenschaften an Prof. Jorge Groß, verweist auf seinen jüngsten Jahresbericht, schildert Impressionen vom March for Science, fasst die Arbeitsmarktgespräche in Biologie zusammen und lädt zur Biotech & Pharma Business Summer School. Der Verband bittet bis 31. August um Fotos für seinen Wettbewerb "Biowissenschaften". Die Zusammenstellung der Informationen aus den Fachgesellschaften und der Terminkalender schließen den Rundbrief.

Zum Download bitte ins Intranet einloggen:

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22. Mai 2017 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 30

Wie Blütenpflanzen die Reproduktion starten, welche Konflikttheorie nun widerlegt ist und warum Algen nach Musikern benannt wurden sind Thema unserer Forschungsnachrichten. Darin finden Sie auch die frisch geförderten Großprojekte der DFG, die mit ERC-Grants bedachten Köpfe sowie eine Nachlese zum March for Science.

Die DBG macht auf das erweiterte Programm der internationalen Botanikertagung aufmerksam, zu dem sich mehr und mehr renommierte Forschende anmelden. Zwei Tagungsnachlesen betrachten die Zusammenkünfte junger und etablierter, physiologisch und molekularbiologisch arbeitender Pflanzenwissenschaftlerinnen und - wissenschaftler.

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Wochen-Chronik
14. Feb 2018 · News · Forschungsergebnis

Fragmentierung der Tropenwälder nahe kritischem Punkt

Die Waldfragmente des Brasilianischen Atlantischen Regenwaldes im Nordosten Brasiliens (Mata Atlântica) sind von Zuckerrohrplantagen umgeben. Foto: Mateus Dantas de Paula

Die Tropenwälder rund um den Globus beherbergen eine große Artenvielfalt und sind ein wichtiger Kohlenstoffspeicher. Doch nach wie vor werden sie durch Abholzungen weiter zerschnitten und damit gefährdet. Forschende des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) haben nun eine Methode aus der Physik abgeleitet, mit der sich die Fragmentierung erstmals auf globaler Ebene erklären und mathematisch beschreiben lässt. Dabei zeigte sich u.a., dass sich die Tropenwälder aller drei Kontinente nahe an einem kritischen Punkt befinden, ab dem die Anzahl der Fragmente stark ansteigen wird. Dies wird schwerwiegende Folgen für die Biodiversität und die Kohlenstoffspeicherung haben, schreiben die Forschenden im Wissenschaftsjournal Nature.
Quelle: UFZ

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14. Feb 2018 · News · Forschungsergebnis

Schnelle Evolution der Alge Emiliania auch im Meer

Emiliania-huxleyi-Zellen in einer elektronenmikroskopischen Aufnahme. Foto: Lennart Bach, GEOMAR (CC BY 4.0)

Einige Stämme der Kalkalge Emiliania huxleyi zeigen eine ungewöhnlich schnelle Anpassung an die zunehmende Ozeanversauerung. Um die Reaktion dieses wichtigen Schlüsselorganismus im Plankton (siehe Alge des Jahres 2009) in zukünftigen Umweltbedingungen zu messen, haben Forschende GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel erstmals Laborexperimente, die leicht kontrollier– und reproduzierbar sind aber komplexe Ökosysteme nur ungenügend abbilden, mit Versuchen unter realen Bedingungen in der Natur verknüpft, die deutlich aufwendiger und schwerer kontrollierbar sind. Schon nach drei Jahren im Labor kamen die Algen besser mit der Versauerung zurecht, als zu Beginn der Studie. Obgleich alle Algenstämme des Versuchs im Ozean denselben Vorfahren hatten, unterschieden sie sich nach nur drei Jahren erheblich in ihrer Fähigkeit, sich in der natürlichen Planktongemeinschaft durchzusetzen: Einige Stämme vermehrten sich rasch, andere wurden nach kurzer Zeit verdrängt, unabhängig davon, ob sie zuvor an Ozeanversauerung angepasst waren oder nicht. „Das spricht für die Fähigkeit von Emiliania huxleyi, sich innerhalb sehr kurzer Zeit weiterzuentwickeln“, fasst Erstautor Dr. Lennart Bach zusammen. Die Studie veröffentlichten sie in der Fachzeitschrift Nature Ecology and Evolution.
Quelle: GEOMAR

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14. Feb 2018 · News · Forschungsergebnis

Photoautotrophe Organismen bedingen Diversität in Bodenkrusten

Gruppenleiterin Bettina Weber (Mitte), Doktorandin Alexandra Tamm (l.) und Postdoc Stefanie Maier (r.) untersuchen Moose und Flechten mithilfe einer CO2-Gaswechselanlage. Foto: Anne Reuter

Nach einer neuen Studie scheinen die in Bodenkrusten wachsenden Bakterien und Pilze vor allem durch die photosynthetisch aktiven, namensgebenden Krustenkomponenten und die von ihnen freigesetzten Stoffwechselprodukte bedingt zu sein, fasst Professorin Bettina Weber, Gruppenleiterin in der Abteilung Multiphasenchemie am MPI für Chemie, zusammen. Sie hatte sich zusammen mit Erstautorin Dr. Stefanie Maier die organismische Vielfalt der nacheinander auftretenden und ineinander übergehenden, sogenannte Sukzessionsstufen von Bodenkrusten angeschaut, die in stets derselben Reihe aufeinander folgen: erst Cyanobakterien-, dann Flechten- und schließlich Moos-dominierte Bodenkrusten. Die Studie erschien open access im ISME Journal der International Society for Microbial Ecology (doi: 10.1038/s41396-018-0062-8). „Es ist faszinierend, dass im Verborgenen solch eine enorme Vielfalt existiert, die die verschiedensten Prozesse beeinflusst, die wir erst jetzt beginnen zu verstehen“, ist die Biologin Bettina Weber begeistert.
Quelle: MPI für Chemie

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13. Feb 2018 · News · Forschungsergebnis

Rezeptoren-hin-und-her in lebenden Zellen beobachtet

Mit Tabakzellen haben die Forschenden die fluoreszenzmikroskopischen Aufnahmen erstellt. Aufnahme: Peter Pimpl, SUSTech Shenzhen, China

Um sicherzustellen, dass Proteine an ihren Einsatzort in der Pflanze gelangen, werden sie von einer zelleigenen Transportmaschinerie ständig sortiert und in Position gebracht. Sortierungsrezeptoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Sie erkennen und binden die zu transportierenden löslichen Proteine und speisen sie in die Transportabläufe ein. Professor Peter Pimpl und seine Forschergruppe am Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen (ZMBP) in Tübingen entwickelten nun ein Verfahren, mit dem sich die Transportwege einzelner Rezeptoren erstmals in Pflanzenzellen im Detail verfolgen lassen. Bislang gab es keine Möglichkeiten, in lebenden Zellen zwischen Rezeptoren zu unterscheiden, die erstmals vorwärts transportieren und solchen, die sich zurückbewegen. Die Ergebnisse haben die Forschenden nun im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht, berichtet die Uni Tübingen beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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13. Feb 2018 · News · Forschungsergebnis

Früher Start in den Frühling

Die Kirschblüten treiben in Japan seit Mitte des 20. Jahrhunderts immer früher aus. Ein Phänomen, das sich auch in unseren Breiten beobachten lässt, wie Jenaer Biologinnen nachgewiesen haben. Foto: Anne Günther, FSU

Forschende haben den Tag der ersten Blüte eines Jahres in 18 Orten der nördlichen Hemisphäre analysiert. Nach ihren Ergebnissen treiben beispielsweise Kirschblüten in Japan seit Mitte des 20. Jahrhunderts immer früher aus. Auch Gräser, Kräuter und Sträucher haben den Start der Blütezeit deutlich verlagert. „Die globalen Klimaveränderungen führen zu veränderten Blühzeiten insgesamt, wobei in der Regel ein früherer Blühbeginn zu beobachten ist“, weiß Patrizia König aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Christine Römermann von der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena. Die Biologinnen publizierten die Ergebnisse im Fachmagazin Global Ecology and Biogeography.
Quelle: Uni Jena

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13. Feb 2018 · News · Projekt

Schwimmfarn als Vorbild für Schiffsschutz

Außen am Schwimmfarn Salvinia sind Mikro- und Nanostrukturen, die die Wasserpflanze in ein Luftpolster hüllen, das sowohl als Schwimmkörper als auch als Schutzschicht dient. Nun soll der Trick der Pflanze als Vorlage dienen, um technisch produzierbare, marktrelevante Beschichtungen für Schiffe zu entwickeln. Dazu erhält das Bionik-Forschungsprojekt „AIRCOAT“ für umweltschonende Schiffsoberflächen eine Förderung der EU. Das Bionik-Innovations-Centrum (B-I-C) der Hochschule Bremen wird im Rahmenprogramm „Horizon 2020 – Mobilität für Wachstum“ in den kommenden drei Jahren Forschungsgelder in Höhe von 650.000 Euro erhalten. Projektstart ist im Mai 2018. Insgesamt verteilen sich 5,5 Millionen Euro auf ein internationales Konsortium, bestehend aus zehn Kleinen und Mittleren Unternehmen und Forschungsinstitutionen aus Belgien, Deutschland, Finnland, Malta, Niederlande und Zypern.
Quelle: Hochschule Bremen

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09. Feb 2018 · News · Forschungsergebnis

Wie Schimmelpilze pflanzliches Wachstumshormon bilden

Die Strukturvorhersage der beteiligten Enzyme ließ die Forschenden vermuten, dass Neurospora crassa in der Lage ist, Auxin zu bilden. Grafik: Prof. Frank Kempken, Puspendu Sardar, Uni Kiel

Pflanzen, Bakterien und verschiedene Pilze bilden Auxine, die gemeinsam mit anderen Hormonen für eine Streckung von Pflanzenzellen sorgen und damit beispielsweise zum schnellen Wachstum junger Sprosse beitragen. Die Art und Weise, wie Pflanzen diese Stoffe herstellen, wurde viele Jahrzehnte erforscht. Wie die Biosynthese hingegen bei Pilzen abläuft, haben Kieler Pflanzenforscher nun entschlüsselt und im Fachmagazin PLoS One dargelegt.
Quelle: Uni Kiel

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09. Feb 2018 · News · Politik

Offener Zugang zu digitalen Sequenzinformationen gefährdet

Die Nutzung digitaler Sequenzinformationen genetischer Ressourcen könnte in Zukunft im Rahmen des Nagoya-Protokolls und der Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) eingeschränkt werden. Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen warnt daher eindringlich vor weitreichenden Konsequenzen für die Umwelt- und Lebenswissenschaften sowie die Biodiversitätsforschung, sollte zukünftig auch die Nutzung von digitalen Sequenzinformationen genetischer Ressourcen den Regelungen des Nagoya-Protokolls und der Konvention über die biologische Vielfalt unterliegen. Insbesondere würde die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit in diesen Bereichen erheblich behindert werden. Die bisher unternommenen gemeinsamen Anstrengungen für mehr Transparenz und Offenheit der Wissenschaft (z.B. European Open Science Cloud Declaration) und für den grundsätzlich offenen Zugang zu Daten aus der öffentlich geförderten Forschung würden zumindest teilweise zunichte gemacht.
Quelle: Fraunhofer

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08. Feb 2018 · News · Politik

VBIO begrüßt "Biologie und Innovation" im Koalitionsvertrag

Der von CDU/CSU und SPD vorgelegte Koalitionsvertrag liefert nach Ansicht des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO e. V.) wichtige Impulse und Weichenstellungen für Bildung und Wissenschaft. Der Dachverband der Biowissenschaften begrüßt besonders die angekündigte Agenda „Von der Biologie zur Innovation“. Konfliktpotential sieht der Verband in den Festlegungen des Koalitionsvertrages zur Gentechnik und zur Biodiversitätsforschung. Und der Biologenverband, in dem auch die DBG Mitglied ist, macht auf die Abschnitte der Koalitionsvereinbarungen aufmerksam, in denen wissenschaftliche Expertise noch integriert werden muss.
Quelle: VBIO

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07. Feb 2018 · News · Forschungsergebnis

Sex dient der DNA-Reparatur

Warum ist die sexuelle Fortpflanzung bei allen höheren Lebewesen dominant? Worin liegen die Vorteile dieses aufwändigen Prozesses? Um diese kontroversen Fragen der Evolutionsbiologie zu beantworten, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Göttingen und Amsterdam die Entstehung von Lebewesen mit Zellkern vor etwa zwei Milliarden Jahren rekonstruiert. Ihre Hypothese: Mit der Entwicklung der Sauerstoffatmung wuchs die Gefahr von oxidativen Schäden an der DNA durch Sauerstoffradikale. Vor diesem Hintergrund diente Sex womöglich ursprünglich in erster Linie der DNA-Reparatur. „Sex ist also eine physiologische Notwendigkeit, als Folge eines sauerstoffbasierten Stoffwechsels bei allen höheren Organismen“, erläutert die Göttinger Pflanzenwissenschaftlerin Prof. Dr. Elvira Hörandl. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B erschienen.
Quelle: Uni Göttingen

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07. Feb 2018 · News · Politik

HRK Koalitionsvereinbarung ist starke Basis für Hochschulpolitik

„Wenn es nach den Hochschulen geht, kann es auf dieser Basis jetzt losgehen.“ So kommentierte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz,  Prof. Dr. Horst Hippler, den Entwurf der Koalitionsvereinbarung von CDU/CSU und SPD. „Angesichts des erfreulich hohen Stellenwerts, den die Parteien Bildung und Wissenschaft einräumen wollen, hoffen wir nun auf ein zügiges Zustandekommen der Großen Koalition. Die Vereinbarung wäre grundsätzlich eine spürbar verbesserte, starke Basis für notwendige Fortschritte in der Hochschulpolitik und spiegelt Vieles wider, was die HRK in der Vergangenheit formuliert und vorgeschlagen hat.“
Quelle: HRK

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06. Feb 2018 · News · Forschungsergebnis

Tropenwälder der Erde neu klassifiziert

Waldgebiet am Kilimanjaro. Foto: Andreas Hemp, Uni Bayreuth

Forschende von weltweit 159 Universitäten und Forschungsinstituten haben erstmals systematisch untersucht, wie die tropischen Wälder der Erde evolutionsgeschichtlich miteinander verwandt sind. Wie sie herausfanden, lassen sich die Wälder nach ihrem Verwandtschaftsgrad in zwei Typen auftrennen: Wälder des amerikanisch-afrikanische Raumes und des indo-pazifische Raumes. Sie widerlegten eine bis dahin verbreitete Einteilung in neo- und paleotropische Wälder, wie sie im Fachjournal PNAS berichten. Mit Untersuchungen zu den Waldgebieten in Ostafrika, insbesondere rund um den Kilimanjaro, war der Pflanzensystematiker Andreas Hemp von der Universität Bayreuth beteiligt. Andere Forschende, wie die Pflanzenwissenschaftlerin Janet Franklin, arbeiten an der University of California in Riverside.
Quelle: Uni Bayreuth

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05. Feb 2018 · News · Forschungsergebnis

Bis zu 16 % sind potentielle Auswanderer

Die Vielblättrige Lupine (Lupinus polyphyllus) stammt eigentlich aus Nordamerika und ist mittlerweile die häufigste Lupinienart Mitteleuropas. Foto und Copyright: Franz Essl

16 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten haben das Potential, vom Menschen in andere Gebiete verschleppt zu werden. Momentan sind 28 Prozent solcher regional neu beobachteten, nicht-einheimischen Arten global gesehen sogenannte neue Neobiota. Die Kontrolle nicht-einheimischer Arten, die erhebliche Risiken bergen, erfordert daher höhere Anstrengungen als bisher, schreibt Senckenberg-Wissenschaftler Dr. Hanno Seebens gemeinsam mit einem internationalen Team, darunter Forschende der Uni Wien, im Fachjournal PNAS.
Quelle: Senckenberg

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05. Feb 2018 · News · Forschungsergebnis

Mehr Wissenschafts-Enthusiasten als Desinteressierte

Mehr Wissenschafts-Enthusiasten als Desinteressierte gibt es in der Schweiz. Grafik: UZH

Wenn es um Einstellungen zu Wissenschaft und Forschung geht, gibt es vier Typen von Schweizerinnen und Schweizern. Diese reichen von 28 Prozent Wissenschafts-Enthusiasten bis zu 13 Prozent Desinteressierten. Trotz vieler Unterschiede unterstützen alle Typen die Förderung von Wissenschaft und Forschung, wie eine Studie der Universitäten Zürich (UZH) und Freiburg zeigt, die die Forschenden im Fachmagazin Public Understanding of Science veröffentlichten. Das Langzeitprojekt „Wissenschaftsbarometer Schweiz“ erhebt, was die Schweizer Bevölkerung über wissenschaftliche Themen denkt, und wie unterschiedliche Informationsquellen von Massenmedien über Facebook und Twitter bis hin zu Familie und Freundeskreis die Wahrnehmung von wissenschaftlichen Themen beeinflussen. Befragt wurden 1051 Personen – 651 in der Deutschschweiz, 200 in der Westschweiz und 200 im Tessin.
Quelle: UZH

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News

Rückblick auf KW 5

Trockenwälder stärker durch Abholzung bedroht als durch Klimawandel

Wie Pflanzen einen eigenen Weg der Zellteilung erfanden

Gewinner und Verlierer der Alpenflora

Warum wilde Verwandte für Reis so nützlich sind 

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News

Rückblick auf KW 4

Pflaster mit Nano-Technik messen Wasserverdunstung

Kombi von Abwehr-Genen stärkt Weizen gegen Mehltau

Parasit legt Verteidigungs-Gene seiner Wirtspflanze lahm

Wie die Bewirtschaftungsweise klimatauglich optimiert werden kann

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News

Rückblick auf KW 3

Warum es für Pflanzen gut sein kann auf Sex zu verzichten

Wie Pflanzen Licht wahrnehmen

In Hochleistungs-Mais sind mehr Gene aktiv

Grüne Gentechnik: Podiumsdiskussion zu Risiken und Chancen für eine zukünftige Landwirtschaft 

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News

Rückblick auf KW 2

Wie der Klimawandel das Pflanzenwachstum verändert

Speedbreeding: Von der Weltraumforschung inspiriert

Tote Bäume haben zahlreiche und treue Begleiter

Klebsormidium: Pendler zwischen scheintot und Wiedererwachen ist Alge des Jahres 2018 

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News

Rückblick auf KW 1

Jasmonat: Bypass pflanzlicher SOS-Signale entdeckt

Trend: Mikroben-assoziierte Landwirtschaft

Wassersparen bei Sukkulenten abgeschaut

Sauerstoffarmut im Ozean nimmt zu

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News

Alle Wochenchroniken 2017

Alle Nachrichten aus Pflanzenforschung und Botanik 2017

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Newsroom
08. Jan 2018 · News · Pressemitteilung · Sektionen

Klebsormidium: Pendler zwischen scheintot und Wiedererwachen ist Alge des Jahres 2018

In der lichtmikroskopischen Aufnahme der Alge Klebsormidium dissectum wird deren Kallose-haltige Zellwand sichtbar, die es ihr erlaubt, sich bei Austrocknung wie eine Ziehharmonika zusammen zu ziehen. Foto und ©: Andreas Holzinger, Universität Innsbruck

Die mehrzellige Grünalge Klebsormidium lebt an Land an solchen Orten, wo keine andere Pflanze mehr wachsen kann. Als weltweit verbreiteter Pionier schafft sie neue Lebensräume, was Farmer und Wüstenanrainer nutzen. Forscher interessieren sich für ihre biologischen Tricks, wie sie zwischen leblos und Wiedererwachen hin und her wechselt. Die Professoren Andreas Holzinger (Universität Innsbruck) und Ulf Karsten (Universität Rostock) erforschen in enger Kooperation die Fähigkeiten, die die Alge vor Austrocknung und gefährlichen UV-Strahlen schützt. Beide sind Mitglieder der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), die Klebsormidium zur Alge des Jahres 2018 kürte.

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12. Sep 2017 · Pressemitteilung

Drei ausgezeichnete Pflanzenwissenschaftler

Die Preisträger während der Arbeit (v. links im Kreis): Inês Barbosa, Birgit Oelschlägel und Severin Irl. Fotos: Schwechheimer Lab, Birgit Oelschlägel und Angel Rebolé.

Wo neue Pflanzenarten entstehen, eine Pfeilwinde, die Räuber reinlegt, und wie ein Enzym das Pflanzenhormon Auxin reguliert, sind im Forschungsfokus von Dr. Severin Irl, Dr. Birgit Oelschlägel und Dr. Inês Barbosa. Die drei erhalten die diesjährigen Wissenschaftspreise der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) für herausragende Nachwuchskräfte. Sie nehmen ihre Auszeichnungen am Dienstag, 19. September, während der Botanikertagung in Kiel entgegen und stellen den mehr als 450 angemeldeten Pflanzenwissenschaftlern ihre jüngsten Forschungsergebnisse vor.

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12. Sep 2017

Kontakte

Eduard Strasburger-Preisträger: Dr. Severin D. H. Irl

Lehrstuhl für Biogeografie, Universität Bayreuth
Telefon: +49 (0)921-552299
E-Mail: Severin.Irl[at]uni-bayreuth.de
Website:  http://www.biogeo.uni-bayreuth.de/biogeo/de/mitarbeiter/mit/mitarbeiter_detail.php?id_obj=85540

Horst Wiehe-Förderpreisträgerin: Dr. Birgit Oelschlägel

Lehrstuhl für Botanik, Arbeitsgruppe Prof. Christoph Neinhuis, TU Dresden
Tel.: +49 (0)351-463 34070
E-Mail: birgit.oelschlaegel[at]tu-dresden.de 
Website: https://tu-dresden.de/mn/biologie/botanik/botanik

Wilhelm Pfeffer-Preisträgerin: Dr. Inês C Ramos Barbosa

Laboratoire de Biologie Cellulaire Végétale, Département de Biologie, Moléculaire Végétale (DBMV), Biophore, UNIL-Sorge, University of Lausanne, 1015 Lausanne, Suisse
E-Mail: ines.barbosa[at]unil.ch  
Website: http://wp.unil.ch/geldnerlab/lab-members/current/

Laudator: Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, Präsident der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG)

Lehrstuhl Biochemie und Physiologie der Pflanzen, Fakultät für Biologie, Universität Bielefeld, Postfach 100131, 33501 Bielefeld
Tel.: +49-(0)521-106 5589
E-Mail: karl-josef.dietz[at]uni-bielefeld.de
Website: http://web.biologie.uni-bielefeld.de/pflanzenbiochemie/

Laudator: Prof. Dr. Christian Wilhelm, Präsident der Wilhelm Pfeffer-Stiftung der DBG

Institut für Biologie, Abteilung Pflanzenphysiologie, Johannisallee 21-23, 04103 Leipzig
Telefon: +49-(0)341-9736870
E-Mail: cwilhelm[at]rz.uni-leipzig.de
Web: https://biologie.biphaps.uni-leipzig.de/ag/pflaphys/ 

Titel der ausgezeichneten Arbeiten

Irl SDH, Harter DEV, Steinbauer MJ, Puyol Gallego D, Fernández-Palacios JM, Jentsch A, Beierkuhnlein C (2015): Climate vs. topography – spatial patterns of plant species diversity and endemism on a high-elevation island. Journal of Ecology, 103, 1621–1633. DOI: 10.1111/1365-2745.12463

Oelschlägel B, v. Tschirnhaus M, Nuss M, Nikolić T, Wanke S, Dötterl S, Neinhuis C (2016): Spatio-temporal patterns in pollination of deceptive Aristolochia rotunda L. (Aristolochiaceae). Plant Biology 18: 928-937. http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/plb.12503/full

Oelschlägel B, Nuss M, von Tschirnhaus M, Pätzold C, Neinhuis C, Dötterl S, Wanke S (2015): The betrayed thief - the extraordinary strategy of Aristolochia rotunda to deceive its pollinators. New Phytol 206, 342-351. DOI: 10.1111/nph.13210

Barbosa IC (2015): Trafficking and polarity control of the D6 PROTEIN KINASE from Arabidopsis thaliana. Doktorarbeit an der Technischen Universität München (TUM). Wesentliche Teile sind publiziert in:
Barbosa IC, Shikata H, Zourelidou M, Heilmann M, Heilmann I, Schwechheimer ( (2016): Phospholipid composition and a polybasic motif determine D6 PROTEIN KINASE polar association with the plasma membrane and tropic responses. Development 143(24):4687-4700. DOI: 10.1242/dev.137117
Barbosa IC, Zourelidou M, Willige BC, Weller B, Schwechheimer C (2014): "D6 PROTEIN KINASE activates auxin transport-dependent growth and PIN-FORMED phosphorylation at the plasma membrane. Developmental Cell 29(6):674-685. DOI: 10.1016/j.devcel.2014.05.006

Hintergrund

Seit 1994 verleiht die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) den Eduard Strasburger-Preis für hervorragende und originelle Leistungen. Das Preisgeld wird alle zwei Jahre von Springer Spektrum (www.springer-spektrum.de) bereitgestellt. Die Stiftung wurde aus Anlass der 100jährigen Wiederkehr des Erscheinens der ersten Auflage des "Lehrbuchs der Botanik für Hochschulen" von Eduard Strasburger, Fritz Noll, Heinrich Schenck und A. F. Wilhelm Schimper aus dem Jahr 1894 eingerichtet. Die Wahl des Preisträgers erfolgt durch eine Jury, die aus den Autoren der nächsten Auflage des „Strasburger Lehrbuch der Botanik", dem Präsidenten der DBG und dem Biologieplaner von Springer Spektrum besteht. Details:
https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/eduard-strasburger-preis.html

Die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) verleiht den Horst Wiehe-Förderpreis alle zwei Jahre für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit über ein ausschließlich botanisches Thema. Berücksichtigt werden nur Arbeiten junger Wissenschaftler/innen bis zur erfolgten Habilitation oder hervorragende Dissertationen. Der mit 1.500 Euro dotierte Preis stammt aus der Stiftung von Horst Wiehe, der der DBG einen Betrag zur Auszeichnung von Nachwuchswissenschaftlern bereitstellte. Details: https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/horst-wiehe-preis.html

Die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) verleiht seit 1990 den Wilhelm-Pfeffer-Preis für eine herausragende Dissertation aus der Botanik. Das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro und die Auszeichnung durch die Wilhelm-Pfeffer-Stiftung soll die Karriere junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fördern. Sie wird von einer Jury aus Mitgliedern des Vorstands der Wilhelm Pfeffer-Stiftung gewählt. Details: https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/wilhelm-pfeffer-preis.html

Die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) ist das größte Netzwerk für Pflanzenwissenschaften und Botanik im deutschsprachigen Raum. Als gemeinnützige Gesellschaft vertritt sie alle Fachdisziplinen und fördert die Wissenschaft. Sie ist eine der ältesten, aktiven Botanischen Gesellschaften der Welt, bringt Nachwuchskräfte voran, vereint alle Forschergenerationen und unterstützt den wissenschaftlichen Austausch ihrer rund 850 Mitglieder. Mehr: www.deutsche-botanische-gesellschaft.de

04. Jan 2017 · News · Pressemitteilung · Sektionen

Uralt und immer wieder Pionier: Blaugrüne Felskugel ist Alge des Jahres 2017

Nach dem Aufbrechen der Beacon-Sandstein genannten Felsformation der Antarktis wird die in den obersten Millimetern lebende Blaugrüne Felskugel (Chroococcidiopsis) sichtbar (siehe Pfeile). Sie kommt auch auf anderen Kontinenten vor. Foto: Burkhard Büdel, TU Kaiserslautern

Die Algenforscher der DBG haben die Blaugrüne Felskugel Chroococcidiopsis zur Alge des Jahres 2017 gekürt. Der Einzeller lebt in Steinen und Flechten, trotzt Extrembedingungen und erschließt lebensfeindliche Orte − heute wie wahrscheinlich schon vor Milliarden Jahren, als er den Weg für das Leben der Pflanzen und Tiere ebnete. Für die Blaugrüne Felskugel, die zu den Cyanobakterien zählt und wie alle Algen von Sonnenlicht lebt, interessieren sich Ökologen, Biotechnologen, Wüsten- und Weltraumforscher. Prof. Dr. Burkhard Büdel von der TU Kaiserslautern erforscht sie seit mehr als 30 Jahren. Er ist Mitglied der Sektion Phykologie der DBG, in der die Algenforscher organisiert sind, die dieses Jahr zum zehnten Mal eine Alge des Jahres vorstellen.

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06. Jan 2016 · News · Pressemitteilung · Sektionen

Alge des Jahres 2016: Eisalge Melosira arctica – Gewinnerin oder Verliererin des Klimawandels?

Viele einzellige Melosira arctica hängen in Gallerte verpackt von den sie tragenden Eisschollen in das Meerwasser hinab, manche mehrere Meter weit. Foto und ©: Julian Gutt, AWI

Forschende haben eine der wichtigsten Algen des Arktischen Ozeans, Melosira arctica, zur Alge des Jahres 2016 gekürt. An ihr wollen Wissenschaftler die Auswirkungen des Klimawandels studieren, weil derzeit völlig offen ist, ob Melosira Opfer oder Profiteur des schmelzenden Meereises werden wird. Obwohl sie die produktivsten Algen im Arktischen Ozean sind, ist nur wenig über ihre Lebensweise bekannt. Das soll ein neues Forschungsprojekt nun ändern. Die Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), in der all jene Algenforscher organisiert sind, die Melosira zur Alge des Jahres 2016 gewählt haben, stellt die Alge und das Forschungsprojekt auf ihrer Website in Bild und Text vor.

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26. Aug 2015 · DBG · Pressemitteilung

Ausgezeichnet: Fleischfressende Modellpflanze für Evolutionsstudien zur Genomgröße

Andreas Fleischmann fotografiert einen fleischfressenden Sonnentau in einem Sumpfgebiet Westaustraliens. Foto: Thomas Carow

Weil er Pflanzen der Gattung Genlisea (Reusenfallen) so gründlich untersuchte, dass diese sich zu neuen Modellorganismen für Genomstudien mausern können, erhält Dr. Andreas Fleischmann den diesjährigen Strasburger-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG). Diese fleischfressenden Pflanzen eignen sich besonders dafür zu erforschen, wie und warum es einige Organismen schaffen, ihren gesamten Bauplan und ihre gesamte Erbinformation auf sehr wenig „Speicherplatz“ unterzubringen, während andere − oft sogar nahe verwandte Arten − dafür ein Vielfaches mehr benötigen. Diese Frage beschäftigt Evolutionsbiologen schon lange. Fleischmann erhält den mit 2.500 Euro dotierten, von Springer Spektrum gestifteten Strasburger-Preis, am Montag, den 31. August 2015 während der diesjährigen Botanikertagung in Freising aus den Händen des Präsidenten der DBG, Prof. Dr. Karl-Josef Dietz.

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26. Aug 2015 · DBG · Pressemitteilung

Ausgezeichnet: DNA-Barcoding zur Gewässergüteanalyse mit Kieselalgen

Jonas Zimmernann erhält den Horst Wiehe-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft. Foto: privat

Jonas Zimmermann erhält Horst Wiehe-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft

Weil er das DNA-Barcoding als neue Methode für Gewässergüteanalysen mit Kieselalgen etablierte, erhält Dr. Jonas Zimmermann den diesjährigen Horst Wiehe-Förderpreis der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG). In seiner Dissertation identifizierte Zimmermann diejenigen Abschnitte auf der Erbsubstanz, die sich als zuverlässige Marker für das DNA-Barcoding eignen, einer mit den Strichcodes auf Waren im Supermarkt vergleichbaren Erkennungsmethode. Dabei entdeckte er auch vier neue Arten von Kieselalgen in Berliner Gewässern, die der Wissenschaft bis dato völlig unbekannt waren. Die neue Methode wird in Zukunft Umweltanalysen erleichtern, die zur Überwachung von Gewässern in der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) vorgeschrieben sind. Da er gleichzeitig bestehende Referenz-Datenbanken verbesserte, profitieren nicht nur Umweltbiologen sondern auch alle Kieselalgenforscher von seiner Arbeit. Zimmermann, der inzwischen am Botanischen Garten und Botanischen Museum in Berlin (BGBM) arbeitet, erhält den mit 2.000 Euro dotierten Nachwuchspreis während der Botanikertagung am Montag, den 31. August 2015, in München aus den Händen von Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, dem Präsidenten der DBG.

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26. Aug 2015 · DBG · Pressemitteilung

Ausgezeichnet: Endemische Pflanzen in Inseln auf Inseln

Manuel Steinbauer erhält den Wilhelm Pfeffer-Preis 2015 für seine herausragende, theoretische Arbeit zu den Verbreitungsmustern von Pflanzen am 31. August während der Botanikertagung in Freising.

Wilhelm Pfeffer-Preis der DBG geht an Dr. Manuel Steinbauer

Weil er herausfand, wo auf Inseln besonders viele, nur dort lebende, endemische Pflanzen vorkommen und ökologische Theorien weiterentwickelte, erhält der Biogeograph Dr. Manuel Steinbauer von der Universität Bayreuth den diesjährigen, mit 2.500 Euro dotierten Wilhelm Pfeffer-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG).

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05. Jan 2015 · Pressemitteilung · Sektionen

Meersalat Ulva kommt nur mit den richtigen Bakterien in Form

Ulva wächst bandförmig oder wie ein Salatblatt. Fotos und © Thomas Wichard, Universität Jena

Er wächst bandförmig oder wie ein Salatblatt, aber nur wenn Bakterien die Differenzierungs- und Entwicklungsprogramme der Grünalge anwerfen. Wie die Alge dies sicherstellt, schildert die Sektion Phykologie in Text und Bild auf ihrer Website.

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06. Jan 2014 · Pressemitteilung · Sektionen

Chlamydomonas reinhardtii - schneller Schwimmer steht Modell

Das Video zeigt die schraubenförmigen Schwimmbewegungen von Chlamydomonas reinhardtii im Lichtmikroskop.

Der auf der ganzen Welt verbreitete Einzeller misst Licht, schwimmt schneller als der Weltrekordhalter im Brustschwimmen. Die winzige Alge mauserte sich zum Modell-Organismus, an dem die Forschergemeinde ganz verschiedene Dinge untersucht. Sogar neue Forschungszweige in der Neurobiologie und Medizin etablierten sich ausgehend von der Alge: etwa die Optogenetik, die genetisch modifizierte Zellen als Lichtschalter einsetzt. Die Sektion Phykologie stellt das Modell in Text, Bild und Video auf ihrer Website vor.

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Stellenangebote
13. Feb 2018 · Offene Stellen

Professur (W1)

Synthetische Biologie photosynthetischer Organismen (Tenure Track)

Friedrich-Schiller-Universität Jena, Fakultät für Biowissenschaften, Jena, Germany

Start: 2019

Deadline: 27. April 2018

Details: Uni Jena

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13. Feb 2018 · Offene Stellen

PostDoc position

Evolutionary biology/genomics

University of Zurich (UZH), Department of Systematic and Evolutionary Botany, Zurich, Switzerland

Start: 1 May 2018

Review starts 20 February 2018

Details: UZH (pdf)

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13. Feb 2018 · Offene Stellen

PostDoc position

Bioinformatics

University of Zurich (UZH), Department of Systematic and Evolutionary Botany, Zurich, Switzerland

Start: 1 May 2018

Review starts 20 February 2018

Details: UZH (pdf)

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13. Feb 2018 · Offene Stellen

PostDoc position

Fungal genetics / comparative genomics

University of Cologne, Terrestrial Microbiology lab, Cologne, Germany

Start: 1 June 2018

Deadline: 23 February 2018

Details: University of Cologne, CEPLAS (pdf)

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08. Feb 2018 · Offene Stellen

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in

Intrazelluläre Kompartimentierung des oxidativen Pentosephosphatweges

Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Biologie und Biotechnologie der Pflanzen (IBBP), Münster, Deutschland

Deadline: 28 Februar 2018

Details (pdf)

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06. Feb 2018 · Offene Stellen

PostDoc position

Peptide Signaling in Plants

University of Hohenheim, close to Stuttgart airport, Germany

Details (pdf)

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30. Jan 2018 · Offene Stellen

PhD position

Chromosome Biology

Leibniz Institute of Plant Genetics and Crop Plant Research (IPK), Research  group  Meiosis, Gatersleben, Germany

Deadline: 7 March 2018

Details: IPK (pdf)

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08. Jan 2018 · Offene Stellen

Independent Research Group Leader

Sonderforschungsbereich 924: Molecular mechanism regulating yield and yield stability in plants

Technical University of Munich (Technische Universität München, TUM), Chair for Plant Systems Biology, Munich, Germany

Deadline: Position will remain open until filled

Details: pdf

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06. Jan 2018 · Offene Stellen

W3-Professur

Molekulare Pflanzenphysiologie

Friedrich-Alexander-Universität (FAU), Naturwissenschaftliche Fakultät, Department Biologie, Erlangen-Nürnberg, Deutschland

Start: frühestens 1. April 2019

Deadline: 16. März 2018

Quelle: FAU

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01. Jan 2018 · Offene Stellen

several PhD scholarships

Life Sciences: From Molecules to Organisms

International Max Planck PhD Research School (IMPRS), Max Planck Institute for Developmental Biology in conjunction with the Friedrich Miescher Laboratory and the Eberhard Karls University Tuebingen, Germany

Start IMPRS: September 2018

Deadline: 18 February 2018

Details (pdf)

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21. Dez 2017 · Offene Stellen

17 PhD student positions

Complex Plant Traits

International Max Planck Research School (IMPRS), Max Planck Institute for Plant Breeding Research (MPIPZ) in Cologne and Heinrich Heine University Düsseldorf, Germany

Daedline: 5 February 2018

Details (pdf)

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Veranstaltungen der DBG
Über die DBG

Portrait

Die DBG ist das größte Netzwerk für Pflanzenwissenschaften und Botanik im deutschsprachigen Raum. Als gemeinnützige Gesellschaft vertritt sie alle Fachdisziplinen und fördert die Wissenschaft. Sie ist eine der ältesten, aktiven Botanischen Gesellschaften der Welt, bringt Nachwuchskräfte voran, vereint alle Forschergenerationen und unterstützt den Austausch ihrer rund 950 Mitglieder.

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