Actualia der DBG
28. Jan 2020 ·  Actualia · Köpfe und Karrieren · Nachwuchsförderung

DBG zeichnet beste Master-Arbeiten aus

Prof. Dr. Christian Wirth (Betreuer der Master-Arbeit), Preisträgerin Hellen Bellasus, Ronny Richter (Co-Betreuer der Master-Arbeit), Prof. Dr. Alexandra Weigelt (Jury-Mitglied), Prof. Dr. Severin Sasso (Ansprechpartner der DBG an der Uni Leipzig) (v.l.n.r.). Foto: Anja Kahl

Temperaturregulation in Baumkronen, wie Schwermetalle Herbivoren beeinflussen, natürliche Artbildung, die Entwicklung von Fluoreszenzsensoren, ein Zuckerrübenvirus, die (Bio-)Synthese und Chemie von Suberin und Leucin sowie die Wandlung von Streuobstbeständen in der Stadt waren die Themen der zehn ausgezeichneten Master-Arbeiten, die die DBG 2019 prämierte. Die DBG hat damit zum sechsten Mal die mit je 100 Euro dotierten Preise für die besten pflanzenwissenschaftlichen Master-Arbeiten vergeben, die teils während akademischer Abschlussfeiern oder an den Universitäts-Lehrstühlen übergeben wurden. Die Arbeiten fertigten die Preistragenden an den Universitäten Bayreuth, Bielefeld, Bonn, Dresden, Köln, Leipzig, Münster, Oldenburg, Rostock, Salzburg, sowie am Karlsruher Institut für Technologie an. Das Präsidium der DBG dankt allen Jurymitgliedern an den Hochschulen.

Zur Übersicht aller ausgezeichneten MSc Arbeiten

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27. Jan 2020 ·  Actualia · Nachwuchsförderung

Ausschreibung: Preis für das beste pflanzenwissenschaftliche Paper

Der Vorstand der Wilhelm-Pfeffer-Stiftung der DBG bittet um Nominierungen für den diesjährigen Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung („Best-Paper-Preis“). Die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung wird für herausragende Publikationen des Vorjahres vergeben, die aus einer Master-, Diplom- oder Promotionsarbeit hervorgegangen sind. Der/die Preisträger*in und die ausgezeichnete Veröffentlichung werden am Eröffnungstag der Botanikertagung 2021 vorgestellt und auf der Website präsentiert. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2020. Bitte senden Sie die erforderlichen Unterlagen in elektronischer Form an den Präsidenten der Stiftung, Professor Severin Sasso.

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07. Jan 2020 ·  Actualia

Registrierung verlängert: Workshop über Pflanzen-Mikroben-Interaktionen

Die Registrierung für den 5. Eduard Strasburger Workshop der DBG für Nachwuchswissenschaftler*innen wurde bis zum 10. Januar verlängert.

Der Workshop thematisiert vom 3. bis 5. Februar 2020 Diversity of chemical and molecular signaling networks in plant-microbe interactions. Dazu lädt das Organisationsteam um Dr. Sophie de Vries (Uni Düsseldorf), die DBG sowie deren Sektion für Interaktionen alle Nachwuchskräfte nach Königswinter bei Bonn ein. Jeder der für die nur 26 zur Verfügung stehenden Plätze angenommenen Teilnehmenden wird einen Vortrag halten können. Die Teilnahme sowie Kost und Logis sind kostenfrei.

Zur Workshop-Website

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03. Jan 2020 ·  Actualia · DBG

Neuer Präsident und neues Vorstandsmitglied im Amt

Prof. Dr. Andreas Weber (rechts) und Prof. Dr. Andreas Meyer. Fotos: privat

Seit erstem Januar arbeitet das Präsidium unserer Gesellschaft in teils neuer Besetzung. Zu den neun schon länger amtierenden Vorstandsmitgliedern kommen zwei neue Pflanzenwissenschaftler, die während der Botanikertagung vergangenen September in Rostock einstimmig gewählt worden waren: Unser neuer Präsident, Prof. Dr. Andreas Weber, ist Molekularbiologe an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und folgt auf unseren langjährigen Präsidenten, Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, der sich nicht zur Wahl gestellt hatte. Prof. Dr. Andreas Meyer von der Uni Bonn ist Mitglied des erweiterten Präsidiums und wird 2021 die kommende Botanikertagung organisieren. Alle anderen Präsidiumsmitglieder waren wiedergewählt worden.

Prof. Dr. Stefan Rensing (Uni Marburg), Sprecher unserer Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie, und Prof. Dr. Ute Wittstock (TU Braunschweig), Sprecherin der Sektion Pflanzliche Naturstoffe, hatten ihre Ämter bereits direkt nach ihrer Wahl im September angetreten.

siehe: Vorstellung der beiden Neuen

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30. Okt 2019 ·  Actualia

Einladung: Workshop über Pflanzen-Mikroben-Interaktionen

Die Registrierung für den 5. Eduard Strasburger Workshop der DBG für Nachwuchswissenschaftler*innen ist seit heute (und noch bis 21. Dezember 2019) möglich. Der Workshop thematisiert vom 3. bis 5. Februar 2020 Diversity of chemical and molecular signaling networks in plant-microbe interactions. Dazu lädt das Organisationsteam um Dr. Sophie de Vries (Uni Düsseldorf), die DBG sowie deren Sektion für Interaktionen alle Nachwuchskräfte nach Königswinter bei Bonn ein. Jeder der für die nur 26 zur Verfügung stehenden Plätze angenommenen Teilnehmenden wird einen Vortrag halten können. Die Teilnahme sowie Kost und Logis sind kostenfrei. Die Bewerber*innen erfahren bis spätestens KW1 (2020) ob sie für einen Vortrag und den Workshop ausgewählt wurden.

Zur Workshop-Website

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15. Okt 2019 ·  Actualia · Tagungsbericht

ZMBP-Summer Academy über Kommunikation

Teilnehmende der Summer Academy 2019. Foto: ZMBP-Summer Academy 2019

Kommunikation war das Thema für die nunmehr vierte Summer Academy, die Doktorand*innen des Zentrums für Molekularbiologie der Pflanzen (ZMBP, Universität Tübingen) seit 2013 alle zwei Jahre von und für Studierende der molekularen und biochemischen Pflanzenwissenschaften organisieren. Von der im September auf der Schwäbischen Alb abgehaltenen Zusammenkunft berichtet Louis-Philippe Maier. Im Fokus standen nicht nur die Kommunikation in Form der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in Fachzeitschriften, sondern auch die wissenschaftliche Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Die thematische Orientierung dieser Tagungen wird seit jeher entsprechend den Interessen und Bedürfnissen der Doktorand*innen selbst bestimmt.

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10. Okt 2019 ·  Actualia · DBG · Botanikertagung · Tagungsbericht

Botanikertagung: Pflanzenforschung ist essentiell für unsere Zukunft

Tagungspräsidentin Prof. Dr. Birgit Piechulla trug zur Eröffnung der Botanikertagung ein T-Shirt, das das Motto der Tagung Plant Science for our Future zeigte. Foto: Thomas Rahr

Mehr als 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als zwei Duzend Ländern kamen im September zur Botanikertagung zusammen, um jüngste Forschungsergebnisse zu diskutieren. Anhand der Plenarvorträge stellt Tagungspräsidentin, Prof. Dr. Birgit Piechulla, die Vielfalt der pflanzenwissenschaftlichen Disziplinen heraus, die in Rostock besonderes Augenmerk verdienen. Die rasante Entwicklung neuer Züchtungsmethoden u.a. mit CRISPR thematisierte der öffentliche Abendvortrag an der Universität, die dieses Jahr ihre 600-Jahrfeier beging.

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08. Okt 2019 ·  Actualia · Tagungsbericht

Proteostase-Expert*innen trafen sich in Freiburg

Wissenschaftler*innen aus 16 Ländern kamen in Freiburg zusammen, um sich über den Stand der Proteostase-Forschung auszutauschen und über die Trends der Zukunft zu diskutieren. Foto: Marco Trujillo

Wie reagieren Pflanzen auf Umweltstressoren wie Hitze oder Trockenheit, mit denen sie der Klimawandel zunehmend konfrontiert? Zellen können Stress unter anderem dadurch mindern, indem sie bestimmte Proteine abbauen und die Herstellung neuer Proteine an die veränderten Umweltbedingungen anpassen. Dieses als Protein-Homöostase oder kurz Proteostase bezeichnete Gleichgewicht zwischen Synthese, Faltung, Modifizierung und kontrolliertem Abbau von Proteinen stand im Mittelpunkt der International Conference on Plant Proteostasis, zu der sich etwa 100 Pflanzenforscherinnen und Pflanzenforscher aus aller Welt vom 10. bis 13. September an der Universität Freiburg einfanden. Die Tagung bot Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, sich mit Expert*innen in diesem jungen und schnell wachsenden Feld auszutauschen und zu vernetzen. Mitorganisator Dr. Marco Trujillo (Freiburg) thematisiert in seinem englischen Tagungsbericht.

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28. Sep 2019 ·  Actualia · DBG · Botanikertagung

Bilder der Botanikertagung

Alle Bilder der Tagung. Fotos: Thomas Rahr et al.

Alle Bilder der Botanikertagung, zu der mehr als 420 Forschende nach Rostock gereist waren, stehen nun im Intranet zur Verfügung. Herzlichen Dank an Photograf Thomas Rahr und alle anderen Fotografinnen und Fotografen!

Zum Intranet (Mitglieder LogIn erforderlich)

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27. Sep 2019 ·  Actualia · DBG · Botanikertagung

Keine Nachhaltigkeit ohne Pflanzen und Pflanzenforschung

Titelbild des Tagungsbandes. Foto: Thomas Rahr, Uni Rostock

In seiner Begrüßungsrede betonte DBG-Präsident Prof. Dr. Karl-Josef Dietz die Bedeutung der Pflanzenwissenschaften für die Grundbedürfnisse der Menschen und für unsere Gesellschaft. Es gebe „keine Nachhaltigkeit ohne Pflanzen“, sagte Dietz in seiner Begrüßungsansprache zur Eröffnung der internationalen Botanikertagung am 16. September, zu der mehr als 420 Forschende aus 27 Ländern nach Rostock gekommen waren. Wenn sie umweltschonend angebaut werden, sind Pflanzen das nachhaltigste Produktionssystem der Erde! Die Pflanzenforschung selbst kann zu 8 der insgesamt 17 Nachhaltigkeitszielen der UN beitragen, etwa in Form von Wetter- und Stress-resistenten Nutzpflanzen, um das Ziel des „zero hunger“ zu erreichen, oder Pflanzen, die Wasser von Giften befreien, oder Pflanzen als nachhaltige Biomasselieferanten, etc. Dies alles verdeutlicht, wie wichtig die Pflanzenforschung für unsere Zukunft ist.

Lesen Sie die ganze Begrüßungsrede

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27. Sep 2019 ·  Actualia · DBG

Dank an Präsident der Wilhelm Pfeffer-Stiftung

Präsidiumsmitglied Prof. Dr. Birgit Piechulla übergab das Präsent an Prof. Dr. Christian Wilhelm. Foto: DBG

Nachdem er im Frühjahr in Ruhestand gegangen war, trat nach 12 Jahren der Präsident der DBG-eigenen Wilhelm Pfeffer-Stiftung, Prof. Dr. Christian Wilhelm, von diesem Amt zurück. Während der Botanikertagung im September in Rostock, dankte DBG-Präsident Prof. Dr. Karl-Josef Dietz seinem Kollegen Wilhelm für dessen ehrenamtliche Präsidentschaft über so viele Jahre  und sein Engegement für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Tagungspräsidentin Prof. Dr. Birgit Piechulla überreichte ein Präsent. Das Präsidium der Wilhelm Pfeffer-Stiftung entscheidet unter anderem alle zwei Jahre über die Vergabe des Wilhelm Pfeffer-Preises und in den dazwischen liegenden Jahren über die Vergabe des Preises für die Beste Veröffentlichung. Als neuer Präsident der Stiftung wurde Prof. Dr. Severin Sasso gewählt, der seit diesem Frühling Professor für Pflanzenphysiologie an der Universität Leipzig ist.

26. Sep 2019 ·  Actualia · DBG · Botanikertagung · Nachwuchsförderung

Posterpreise Botanikertagung 2019

Die Preisträgerinnen und Preisträger der Poster-Preise und des Nicon-Poster-Preises 2019. Foto: Thomas Rahr

Aus den mehr als 190 während der Botanikertagung 2019 in Rostock präsentierten wissenschaftlichen Poster wählten die Teilnehmenden die besten aus. Eine Fachjury zählte die vergebenen Stimmen aus. Folgende Poster von Nachwuchskräften erhielten eine Urkunde und den Betrag von je 137 Euro, weil sich die Gründung der Deutschen Botanischen Gesellschaft in diesem Jahr zum 137ten Mal jährt.

Alle ausgezeichneten Nachwuchstalente und die von ihnen vorgestellten Poster (pdf-Datei)

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25. Sep 2019 ·  Actualia · DBG · Ehrenmitglied

Prof. Dr. Heinz Rennenberg wird neues Ehrenmitglied

DBG-Präsident Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, Ehrenmitglied Prof. em. Dr. Heinz Rennenberg und Laudator Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hartmut Lichtenthaler (v.l.n.r.). Foto: DBG

Einstimmig votierte die Mitgliederversammlung dafür, den Freiburger Forstwissenschaftler Prof. em. Dr. Heinz Rennenberg als neues Ehrenmitglied der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) aufzunehmen. Angeregt hatten dies die vier Pflanzenwissenschaftler*innen Prof. Dr. Robert Hänsch (Braunschweig), Prof.in Dr. Cornelia Herschbach (Freiburg), Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hartmut Lichtenthaler (Karlsruhe) und Prof.in Dr. Christiane Werner (Freiburg). Wie Ehrengast Lichtenthaler in der Laudatio (pdf-Datei) herausstellte, könne Rennenberg nicht nur auf ein international hoch anerkanntes wissenschaftliches Werk mit vielen internationalen Kooperationen schauen, sondern auch auf ein erfolgreiches, 16 jähriges Wirken als Editor-in-Chief unserer Fachzeitschrift Plant Biology. Er engagierte sich als Präsident für die Federation of European Societies of Plant Biology (FESPB) und für unsere Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie in der DBG und für die Deutsche Botanik insgesamt.

weitere Aufnahme

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24. Sep 2019 ·  Actualia · DBG

Dank an Präsident Prof. Dr. Karl-Josef Dietz

Präsident Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, Tagungspräsidentin Prof. Dr. Birgit Piechulla und Schriftführerin Prof. Dr. Caroline Müller (von links). Foto: DBG

Im Namen des gesamten DBG Präsidiums dankte Schriftführerin, Prof. Dr. Caroline Müller, dem zum Jahresende aus dem Amt scheidenden Präsidenten der DBG, Prof. Dr. Karl-Josef Dietz aus Bielefeld, ganz herzlich für seine Erfolge sowie seine kooperative Art, die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) in den vergangenen acht Jahren zu führen. Ein weiteres Präsent erhielt der Präsident während der Mitgliederversammlung von Tagungspräsidentin Prof. Dr. Birgit Piechulla, die ihm für das angenehme Zusammenwirken bei der Organisation der diesjährigen Botanikertagung dankte.

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DBG Update
31. Jan 2020 ·  DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 46

Mit welchen Molekülen Embryo und Endosperm kommunizieren, welche Schalter den Energiestoffwechsel im Samen anwerfen und welche neue Methoden und Werkzeuge die pflanzenwissenschaftliche Gemeinschaft nutzt und zur Verfügung stellt sind Themen in unseren Forschungsnachrichten. 

Die DBG bittet um Nominierungen für das beste pflanzenwissenschaftliche Paper. Sie präsentiert außerdem die ausgezeichneten Master-Arbeiten und die Themen der Preistragenden, die von den Wurzeln bis in die Baumkronen reichen und Ökologie, Molekularbiologie, Interaktionen, Biochemie sowie Evolution umfassen.

zum 46. Newsletter (LogIn)

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30. Jan 2020 ·  Nachwuchsförderung

Programm: Pflanzen-Mikroben-Interaktionen

Das Programm des 5. Eduard Strasburger Workshops der DBG steht nun auf der Tagungswebsite. Der Workshop von angehenden Pflanzenforscher*innen für Nachwuchskräfte thematisiert diesmal "Diversity of chemical and molecular signaling networks in plant-microbe interactions". Er findet am 3. - 5. Februar 2020 in Königswinter statt und wird von Sophie de Vries (Düsseldorf), Janina von Dahlen (Düsseldorf), Lena Steins (Bochum), Sebastian Klenner (Bochum) sowie Tom Maus (Bochum) organisiert.

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DBG · Ausschreibung

Aktuelle Ausschreibung: "Beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung"

Die DBG prämiert wieder herausragende Publikationen des Vorjahres, die aus einer Master-, Diplom- oder Promotionsarbeit hervorgegangen sind. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung mit den erforderlichen Unterlagen bis zum 31. März 2020 beim Präsidenten der DBG-eigenen Wilhelm Pfeffer-Stiftung ein:

Prof. Dr. Severin Sasso
Pflanzenphysiologie
Universität Leipzig
Institut für Biologie
Johannisallee 21-23
04103 Leipzig
Deutschland
E-Mail: severin.sasso@uni-leipzig.de

08. Jan 2020

VBIO-Rückblick - Dezember

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) berichtet von der meist positiven Resonanz auf sein Positionspapier zum Thema Grundlagenforschung und den Hürden der Umsetzung. Weiterhin verweist er auf den Bericht vom Landesbiologentag in Sachsen sowie auf die bis 15. Januar befristete Ausschreibung des Ars Legendi-Preises für Lehrende. In der Rubrik Politik thematisiert der den Green Deal der EU, die ab 2050 klimaneutral sein will, und bemängelt das Fehlen konkreter Reduktionsziele für Pflanzenschutzmittel sowie die Nennung der neuen Züchtungsverfahren und ihrer Potenziale für nachhaltige Landwirtschaft und mehr Biodiversität.

Link zur Dezember-Ausgabe (LogIn erforderlich)

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09. Dez 2019 ·  DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 45

Warum Grünkohl erst nach dem ersten Frost schmeckt, in wie vielen Pflanzenfamilien die C4-Photosynthese „erfunden“ wurde und dass horizontaler Gentransfer von Bakterien in Algen erst den Landgang der Pflanzen möglich machte, sind Themen in unseren Forschungsnachrichten.Forschende sollen mehr über ihre Wissenschaft informieren, wünschen sich Bürgerinnen und Bürger. Derweil etabliert die Wissenschaftsministerin das Thema Wissenschaftskommunikation als Voraussetzung für zukünftige Förderungen. Und unser zum Jahresende ausscheidende Präsident blickt auf seine Amtszeit zurück.

zum 45. Newsletter (Log-in erforderlich)

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06. Dez 2019

"Abschiedbrief" unseres scheidenden Präsidenten

Zum Jahreswechsel übernimmt Prof. Dr. Andreas Weber (Düsseldorf) das Präsidentenamt unserer DBG. Anlässlich seines Abschieds freut sich unser scheidender Präsident, Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, über die vielen erfolgreichen Pflanzenforscher*innen in unseren Reihen, dankt all jenen, die sich für unsere Disziplin stark machen, nennt die Vorteile in fünf Bereichen, von denen unsere Mitglieder profitieren, und verabschiedet sich mit einem Appell.

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11. Okt 2019 ·  DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 44

Das älteste ökologische Freilandexperiment im Tropenwald, wie schlecht heimische Arabidopsis-Individuen auf die Klimakrise vorbereitet sind und ein neuer Biosensor zum Messen von Stressreaktionen sind Themen in den Forschungsnachrichten.

Wo Ihre Stimme als Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler erwünscht wird, an welchen Stellen sich die DBG für die Pflanzenforschung und die Wissenschaft eingesetzt hat und welche Entscheidungen bei unserer Mitgliederversammlung getroffen wurden, steht in den beiden darauffolgenden Rubriken. Außerdem berichten wir von der Präsidiumswahl der DBG und über die Wahlergebnisse von zwei unserer sechs Sektionen.

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16. Sep 2019 ·  DBG · Pressemitteilung

Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) fordert eine nachhaltige Ressourcen- und Klimapolitik

Entscheidungen über die Ressourcen unserer Erde müssen nachhaltig und wissenschaftsbasiert sein. Zur Eröffnung der Botanikertagung an der Universität Rostock, zu der sich mehr als 420 Pflanzenforschende angemeldet haben, fordert das Präsidium der Deutschen Botanischen Gesellschaft die Beteiligten am Klimakabinett und alle Parteien auf, nachhaltige und mutige Entscheidungen zu treffen, um die Ressourcen unseres Planeten und das Klima nachhaltig zu schützen.

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09. Sep 2019 ·  DBG · Nachwuchsförderung · Presse · Pressemitteilung

Auszeichnungen für vier Pflanzenforscherinnen und -forscher

Die vier Preistragenden (von oben links im Uhrzeigersinn): Dr. Constantin Mario Zohner, Dr. Eva-Sophie Wallner, Dr. Moisés Expósito Alonso und Dr. Jessica Lee Erickson. Fotos: Jaimie Crowther, Jörg Abendroth, Tobias Jung und Carolin Alfs

Wie sich der Klimawandel auf den Blattaustrieb von Gehölzen und das Überleben von Blumen auswirkt, welche Substanzen die Form von Plastiden beeinflussen und welche Eiweiße den Startschuss für die Phloem-Entwicklung geben, sind die Themen der vier Forschenden, die mit den diesjährigen Wissenschaftspreisen der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) ausgezeichnet werden. Dr. Constantin Mario Zohner, Dr. Jessica Lee Erickson, Dr. Moisés Expósito Alonso und Dr. Eva-Sophie Wallner erhalten ihre Auszeichnungen während der Botanikertagung vom 16. bis 19. September in Rostock, wo sie den mehr als 420 angemeldeten Pflanzenforscherinnen und –forschern ihre Ergebnisse vorstellen werden.

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Ansprechpartner

Eduard Strasburger-Preisträger: Dr. Constantin Mario Zohner

ETH Zürich
Universitätsstrasse 16
8092 Zürich
Schweiz
Tel.: +41 44 633 83 87
E-Mail: constantin.zohner[at]t-online.de  

Wilhelm Pfeffer-Preisträgerin: Dr. Jessica Lee Erickson

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institutsbereich Genetik
Prof. Dr. Ulla Bonas Labor
Weinbergweg 10 – Biologicum
06120 Halle (Saale)
Deutschland
Tel.: +49 345 5526286
E-Mail: jessica.erickson2525[at]gmail.com  

Wilhelm Pfeffer-Preisträger: Dr. Moisés Expósito Alonso

Carnegie's Department of Plant Biology
Stanford University
260 Panama Street
Stanford, CA 94305, USA
E-Mail: mexpositoalonso[at]carnegiescience.edu

Horst Wiehe-Förderpreisträgerin: Dr. Eva-Sophie Wallner

Stanford University
Dominique Bergmann lab
371 Serra Mall
Stanford, CA 94305-5020, USA
Tel.: +1 650 665-3913
E-Mail: ewallner[at]stanford.edu 

Laudator: Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, Präsident der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG)

Lehrstuhl Biochemie und Physiologie der Pflanzen, Fakultät für Biologie, Universität Bielefeld, Postfach 100131, 33501 Bielefeld, Deutschland
Tel.: +49-(0)521-106 5589
E-Mail: karl-josef.dietz[at]uni-bielefeld.de
Website: http://web.biologie.uni-bielefeld.de/pflanzenbiochemie/

Laudator: Prof. Dr. Christian Wilhelm, Präsident der Wilhelm Pfeffer-Stiftung der DBG

Institut für Biologie, Abteilung Pflanzenphysiologie, Johannisallee 21-23, 04103 Leipzig, Deutschland
Tel.: +49-(0)341-9736870
E-Mail: cwilhelm[at]rz.uni-leipzig.de
Web: https://biologie.biphaps.uni-leipzig.de/ag/pflaphys/

Titel der ausgezeichneten Arbeiten

Constantin Mario Zohner (2016): The biogeography, evolution, and function of leaf-out phenology studied with experimental, monitoring, and phylogenetic approaches. Dissertation, Fakultät für Biologie, Ludwig-Maximilians-Universität München. https://edoc.ub.uni-muenchen.de/21673/1/Zohner_Constantin.pdf  

Jessica Lee Erickson (2019): Shaping plastid stromules.  Dissertation, Faculty of Biology, Department of Plant Physiology, Martin Luther University Halle-Wittenberg. DOI: http://dx.doi.org/10.25673/13909

Moisés Expósito Alonso (2018): On climate change and genetic evolution in Arabidopsis thaliana. Dissertation. Max Planck Institute for Developmental Biology and Eberhard Karls University of Tübingen. DOI: http://dx.doi.org/10.15496/publikation-26332  

Eva-Sophie Wallner (2018): Early events in phloem formation: Exploring the molecular network of SMXL3/4/5, Fakultät für Biowissenschaften. Heidelberg, Universität Heidelberg. Dissertation (Dr. rer. nat): 128. DOI: http://doi.org/10.11588/heidok.00025313 URL: www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/25313

Hintergrundinformationen

Seit 1994 verleiht die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) den Eduard Strasburger-Preis für hervorragende und originelle Leistungen. Das Preisgeld wird alle zwei Jahre von Springer Spektrum (www.springer-spektrum.de) bereitgestellt. Die Stiftung wurde aus Anlass der 100jährigen Wiederkehr des Erscheinens der ersten Auflage des "Lehrbuchs der Botanik für Hochschulen" von Eduard Strasburger, Fritz Noll, Heinrich Schenck und A. F. Wilhelm Schimper aus dem Jahr 1894 eingerichtet. Die Wahl des Preisträgers erfolgt durch eine Jury, die aus den Autorinnen und Autoren der nächsten Auflage des „Strasburger Lehrbuch der Botanik", dem Präsidenten der DBG und der Biologieplanerin von Springer Spektrum besteht. Details:
https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/eduard-strasburger-preis.html

Die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) verleiht seit 1990 den Wilhelm Pfeffer-Preis für eine herausragende Dissertation aus den Pflanzenwissenschaften. Das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro und die Auszeichnung durch die Wilhelm Pfeffer-Stiftung soll die Karriere junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fördern. Sie wird von einer Jury aus Mitgliedern des Vorstands der Wilhelm Pfeffer-Stiftung gewählt. Details: https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/wilhelm-pfeffer-preis.html

Die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) verleiht den Horst Wiehe-Förderpreis alle zwei Jahre für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit über ein ausschließlich pflanzenwissenschaftliches Thema. Berücksichtigt werden nur Arbeiten junger Wissenschaftler/innen bis zur erfolgten Habilitation oder hervorragende Dissertationen. Der mit mindestens 1.500 Euro dotierte Preis stammt aus der Stiftung von Horst Wiehe, der der DBG einen Betrag zur Auszeichnung von Nachwuchswissenschaftlern bereitstellte. Details: https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/horst-wiehe-preis.html

Die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) ist das größte Netzwerk für Pflanzenwissenschaften und Botanik im deutschsprachigen Raum. Als gemeinnützige Gesellschaft vertritt sie alle Fachdisziplinen und fördert die Wissenschaft. Sie ist eine der ältesten, aktiven Botanischen Gesellschaften der Welt, bringt Nachwuchskräfte voran, vereint alle Forschergenerationen und unterstützt den wissenschaftlichen Austausch ihrer rund 850 Mitglieder. Die DBG ist eines der Gründungsmitglieder des Biologen-Dachverbandes VBIO. Mehr: www.deutsche-botanische-gesellschaft.de

03. Sep 2019 ·  DBG · Politik

Grundlagenforschung wertschätzen, fördern und kommunizieren

Grundlagenforschung braucht mehr Wertschätzung, eine wirksame und längerfristige Finanzierung und die strukturelle Absicherung der dort Beschäftigten. Auch die Wissenschaftskommunikation muss ausgebaut werden, fordert der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. (VBIO) in seinem Positionspapier. Diese Positionen teilt die DBG, die im Dachverband der Biolog*innen Mitglied ist, und das Papier gemeinsam mit weiteren 12 biowissenschaftlichen Fachgesellschaften gezeichnet hat.

Quelle: VBIO

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25. Jul 2019 ·  DBG · Politik

Für genetische Präzisionsmethoden und nachhaltige Nutzpflanzen

Auch die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) und ihre Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie (SPPMB) appellieren an das neu gewählte Europäische Parlament und die Kommission der Europäischen Union (EU), das veraltete Gentechnikrecht aus dem Jahr 2001 an den Kenntnisstand der Wissenschaft und die internationalen Gegebenheiten anzupassen und entsprechend zu modernisieren. Gemeinsam mit 115 anderen Wissenschaftsorganisationen und -instituten plädieren sie dafür die Nutzung neuer Präzisionsmethoden der Genomeditierung zur Zucht von Kulturpflanzen zu vereinfachen, um eine nachhaltige Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion in der EU zu ermöglichen.

Lesen Sie das gemeinsame Statement (pdf), ins Deutsche übertragen von

  • Prof. Dr. Holger Puchta (Botanisches Institut, Karlsruher Institut für Technologie, KIT),
  • Prof. Dr. Claus Schwechheimer (Systembiologie der Pflanzen, Technische Universität München, TUM),
  • Prof. Dr. Caroline Gutjahr (Pflanzengenetik, Technische Universität München, TUM),
  • Prof. Dr. Andreas Graner (Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung, IPK) und
  • Prof. Dr. Ralph Bock (Max Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie, Potsdam)
  • Prof. Dr. Andreas P.M.Weber (Biochemie der Pflanzen, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
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04. Jun 2019 ·  News · Ausschreibung

Erster Schüler-Wettbewerb: Mit Algen die Zukunft gestalten

Dank der vielen Arten und Verwendungen ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten für Projekte rund um das Thema Algen für den Wettbewerb. Fotos: Mitwirkende in der Sektion Phykologie

Alle Schülerinnen und Schüler in Gymnasien, Gesamtschulen und ähnlichen Einrichtungen können Projekte einreichen zum ersten Wettbewerb „Mit Algen die Zukunft gestalten“. Jedes Projekt kann teilnehmen, sofern die Einreichenden 16 Jahre oder älter sind. Den Preistragenden winken neben Auszeichnung und Preisgeld auch eine Einladung zur nächsten wissenschaftlichen Konferenz der Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft, in der die ausschreibenden Algenforscherinnen und -forscher organisiert sind. Vom 8. bis 11. März 2020 in Steinfeld in der Eifel können die Preistragenden ihr Projekt den Forscherinnen und Forschern vorstellen. Einsendeschluss ist der 15. Januar 2020.

Quelle: Sektion Phykologie in der DBG

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24. Okt 2018 ·  DBG · Politik

Europäische Forschende sind für Präzisionszüchtung

Mehr als 85 Europäische Wissenschaftler*innen und Wissenschaftsorganisationen, darunter unsere Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG), bitten den Europäischen Gerichtshof (EuGH) das Urteil über neue Pflanzen-Züchtungsmethoden wie CRISPR/Cas9 und andere Formen der Genom Editierung zu überarbeiten. Sie alle plädieren dafür, dass Präszisionszüchtung für nachhaltige Landwirtschaft anders gehandhabt werden muss als im Urteil vom 25. Juli 2018. Die Unterzeichnenden fordern, dass Präzisionszüchtungen und Pflanzenzüchtungen ohne Fremd-Gene genau so wie herkömmliche Züchtungen anzusehen sind, weil sie genauso sicher sind. Die Erkenntnisse der Wissenschaft müssen in die Handhabung einfließen und die diesbezügliche Gesetzgebung muss daher schnellstens korrigiert werden. Langfristig muss dann auch das veraltete Gentechnikrecht an die aktuellen Erkenntnisse der Wissenschaft angepasst werden. Eine deutsche Übersetzung der belgischen Pressemitteilung bietet das Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenforschung in Potsdam auf seiner Website. Wer das Positionspapier unterstützen möchte, kann auch seinen Namen auf der Liste der Unterzeichner hinzufügen. 
Zur Pressemitteilung und offenem (englischen) Brief der Europäischen Initiative und zum Unterzeichnen

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Wochen-Chronik
20. Feb 2020 ·  News · Köpfe und Karrieren · WissKomm

Preis für Wissenschafts-Kommunikation 2020

Doktorand Robert Hoffie vom IPK wurde für sein Engagement in Sozialen Medien ausgezeichnet. Foto: Iris Koeppel

Unsere Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie hat erstmals einen Preis für Wissenschaftskommunikation verliehen. Die Auszeichnung ging an Robert Hoffie, Doktorand am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben (IPK). Als @ForscherRobert engagiert sich der Pflanzenforscher in Sozialen Medien, erklärt geduldig das Wissen über moderne Methoden der Pflanzenforschung und scheut - wenn es nötig ist - auch nicht die Auseinandersetzung mit Politikern. „Wenige andere Pflanzenwissenschaftler sind so engagiert in den sozialen Netzwerken wie Robert Hoffie“, sagte Prof. Dr. Stefan Rensing, Sprecher der Sektion. Er wünsche sich mehr Wissenschaftler wie Robert Hoffie, die unsere Themen in die Öffentlichkeit tragen und unsere Sichtbarkeit erhöhen. Die Auszeichnung verlieh die Sektion am 13. Februar, während der jährlichen Konferenz Molecular Biology of Plants in Dabringhausen (Nordrhein-Westfalen). „Der Preis ist für mich Motivation und Bestätigung zugleich“, erklärte Robert Hoffie. Denn der aktuelle Stand der Wissenschaft sei das Beste, was wir haben, um zu fundierten Einschätzungen zu kommen. "Worauf, wenn nicht darauf, sollen wir unsere Einschätzungen denn sonst stützen?“ fragt sich der 28-Jährige. Zwar könne die Wissenschaft nicht die Politik ersetzen, werde aber selbst immer mehr zu einem gesellschaftlichen Akteur.

Quelle: IPK beim idw

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20. Feb 2020 ·  News · Anwendung

Essbare Stadt München: Umfrage zu Krautgärten belegt drei Vorteile

Krautgarten Gut Riem in München. Foto: K. Sartison, IÖR-Media

Seit 1999 bietet die Stadt München der Bevölkerung die Möglichkeit, auf kommunalem Ackerland in der Stadt eigenes Bio-Gemüse anzubauen. Inzwischen gibt es die "Münchner Krautgärten" an 26 Standorten. Die Flächen dienen nicht nur der Selbstversorgung der Bevölkerung, sondern sind zugleich Orte der Erholung und des Lernens. Dies hat die Befragung von Nutzerinnen und Nutzern der Krautgärten ergeben. Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) hat die Umfrage im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes durchgeführt.

Quelle: IÖR

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18. Feb 2020 ·  News · Anwendung · Forschungsergebnis

Methode zur Isolation von DNA bei Pflanzen eingesetzt

Forschende haben ein Verfahren entwickelt, mit dem die so genannte FAIRE-Methode nun auch bei der Versuchspflanze Ackerschmalwand angewendet werden kann. Für die Anwendung an Pflanzen war die Methode bislang nicht etabliert. Pflanzen haben eine rigide Zellwand, die den experimentellen Zugang oft erschwert. Durch das Aufbrechen von Pflanzenzellen werden auch andere Strukturen und Moleküle – beispielsweise die DNA – in Mitleidenschaft gezogen. Die Erkenntnisse der Arbeitsgruppe unter Leitung von Professor Uwe Conrath, Biochemie und Molekularbiologie der Pflanzen der RWTH Aachen, tragen dazu bei, eine erhöhte Abwehrbereitschaft von Pflanzen besser zu verstehen. Darauf aufbauend lassen sich künftig natürliche oder naturnahe Substanzen identifizieren, mit denen Nutzpflanzen umweltschonend vor Schadorganismen geschützt werden können. Ihre Ergebnisse publizierte das Team am 10. Februar in der Fachzeitschrift Nature Protocols (DOI: https://doi.org/10.1038/s41596-019-0277-9). Das meldet die RWTH heute beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).

Quelle: RWTH beim idw

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18. Feb 2020 ·  News · Ausbildung

Nachwuchsakademie für nachhaltige Landnutzung

Herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Agrarwissenschaften können an der DFG-Nachwuchsakademie „Agrarökosysteme 2020“ am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. teilnehmen. Eine Teilnahme ermöglicht eine zweijährige Begleitung durch erfahrene Expertinnen und Experten bis zur eigenständigen Projektleitung im Bereich ressourcenschonende und klimafreundliche Landnutzung.

Quelle: ZALF

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13. Feb 2020 ·  News · Köpfe und Karrieren

Forschungspreis für verbesserte Sequenzierung von Getreide-Genomen

Preisträger Dr. Martin Mascher neben Laudator Prof. Dr. Klaus Pillen (links) und Prof. Dr. Jens Léon, Vorsitzender der Günter und Anna Wricke-Stiftung. Foto: Hans Eder

Dr. Martin Mascher vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) ist am Mittwoch in Tulln (Österreich) für seine umfassenden Arbeiten zur verbesserten Sequenzierung von Getreide-Genomen mit dem Günter und Anna Wricke-Forschungspreis 2020 ausgezeichnet worden. Die mit 30.000 Euro dotierte Auszeichnung wird nur alle drei Jahre verliehen. Der 34-Jährige „Martin Mascher ist ein herausragender junger Wissenschaftler, der sich durch seine innovativen Forschungsarbeiten innerhalb weniger Jahre einen ausgezeichneten Ruf als international führender Experte auf dem Gebiet der Genomsequenzierung von Getreidearten erworben hat“, bekräftigte Laudator Klaus Pillen, der Mitglied im Kuratorium der Günter und Anna Wricke-Stiftung ist.

Quelle: IPK Gatersleben

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13. Feb 2020 ·  News · Veranstaltung · Wirtschaft

Workshop on Access and Benefit-Sharing

Der Workshop des Verbandes der Chemischen Industrie e.V. in Kooperation mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit dem Titel Access and Benefit-Sharing - Putting the Nagoya Protocol in practice: Issues and approches for biotechnology companies in Germany wird am Mittwoch, 11. März 2020, von 9:30 – 17:00 Uhr in Frankfurt stattfinden (siehe Anfahrtsbeschreibung, pdf). Der Workshop soll dazu beitragen, Basiswissen zu Access and Benefit-Sharing zu vermitteln, den Unternehmen ihre Sorgfaltspflicht im Zusammenhang mit dem Nagoya-Protokoll in verschiedenen Phasen der Forschung und Entwicklung aufzuzeigen und eine Hilfestellung bei dem Einrichten von ABS-Compliance im Unternehmen zu geben: Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten? Wie sind Konzepte wie „die Nutzung genetischer Ressourcen“ zu interpretieren? Wie baut ein Unternehmen ein wirksames ABS-Compliance-System auf? Der Workshop findet in englischer Sprache statt.

Details vom VCI (pdf)

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12. Feb 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Verwandtschaft kalkiger Rotalgen erstmals mit Nano-Kristallstrukturen analysiert

Kalkige Rotalgen tragen wesentlich zur Stabilisierung von Riffsystemen bei. Foto: Derek Keats from Johannesburg, South Africa [CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)]

Erstmals ist gelungen, die genetischen Verwandtschaftsbeziehungen von kalkigen Rotalgen über Nanokristalle in deren Skeletten zu bestimmen. Ihre Ergebnisse deckten sich mit den Befunden molekularbiologischer Verfahren. Die im Journal Science Advances (https://advances.sciencemag.org/content/6/7/eaay2126) publizierte Studie von Erdwissenschafter*innen der Universität Graz eröffnet neue Möglichkeiten zur Erforschung der Zusammenhänge zwischen Evolution und genetischer sowie morphologischer Anpassung an sich ändernde Umweltbedingungen, etwa durch den Klimawandel.

Quelle: Uni Graz

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12. Feb 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Wie Wurzeln zum Wasser finden

Die Pflanze (Arabidopsis thaliana) wird dreidimensional montiert, steht aufrecht in einem pflanzlichen Gel und kann artgerecht mit Medium und Licht versorgt werden. Grafik und Bildrechte: Daniel von Wangenheim

Während die Hauptwurzel einer Pflanze in die Tiefe wächst, erkunden feine Seitenwurzeln den Boden in allen Richtungen. Wie Forschende aus Nottingham, Heidelberg und von der Goethe-Universität Frankfurt in der aktuellen Ausgabe von Nature Plants (DOI: https://doi.org/10.1038/s41477-019-0580-z) berichten, „wissen“ die seitlichen Wurzeln schon ganz früh, wo sie Wasser finden. „Pflanzen verzweigen ihre Wurzeln also erst einmal in alle Richtungen, aber schon mit den ersten Zellteilungen weiß die Wurzel offenbar, wo sie Wasser und Nährstoffe findet“, fasst Daniel von Wangenheim die Ergebnisse zusammen. „So können Pflanzen flexibel auf eine Umgebung mit schwankenden Ressourcen reagieren.“ Das Ergebnis beruht auf vielen Stunden Filmmaterial, das von Wangenheim in einem anschaulichen Erklärvideo im Zeitraffer auf Twitter zur Verfügung stellte: https://twitter.com/DvonWangenheim/status/1224365891292405760.

Uni Frankfurt

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12. Feb 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Rarität: Düsseldorfs Wollemie blüht

Erst nach einigen Jahren bilden sich in der Baumkrone auch die weiblichen Zapfen aus. Foto: Sabine Etges

Es gibt nur wenige lebende Pflanzen, die als botanische Dinosaurier gelten: die Wollemie (Wollemia nobilis). An der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) wachsen zwei Bäume dieser australischen Koniferenart, die lange als ausgestorben galt und zu den seltensten Arten auf der Erde zählt. Und nun hat einer von ihnen im Kuppelgewächshaus des Botanischen Gartens weibliche Blüten entwickelt, eine kleine Sensation. Besucherinnen und Besucher können diese in den kommenden Monaten bestaunen.

Quelle: HHU

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12. Feb 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Silizium erhöht Wasservorräte für Pflanzen

Amorphes Silikat ist in der Lage, die für Pflanzen verfügbaren Wasservorräte in den Böden erheblich zu steigern. Das haben Forschende der Universität Bayreuth und des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) jetzt im Fachjournal Scientific Reports (http://www.nature.com/articles/s41598-020-59437-x) beschrieben. Damit bietet sich eine Chance, die weltweite Ernährungssicherheit zu stärken. Sie plädieren für eine nachhaltige Bewirtschaftung von Böden, die einen höheren Gehalt von amorphem Silikat gewährleistet.

Quelle: Uni Bayreuth

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11. Feb 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Arsen-Verbindungen im Boden der Reisfelder

Prof. Dr. Britta Planer-Friedrich, Dr. Carolin Kerl und Jiajia Wang M.Sc. (v.l.n.r.) vor dem Massenspektrometer in Bayreuth, mit dem der Nachweis der Thioarsenate in Reisböden gelang. Foto: José Miguel Leon Ninin

Unter welchen Bedingungen und in welchem Umfang schwefelhaltige Arsen-Verbindungen in Reisböden entstehen, haben Forschende untersucht. Mit einem neuen Messverfahren haben die Forschenden die Entstehung von schwefelhaltigen Arsen-Verbindungen auf Reisfeldern in Italien und China über lange Zeiträume beobachtet. Dabei stellte sich heraus: Die Mengen der auftretenden Thioarsenate stehen in einem signifikanten Zusammenhang mit den pH-Werten der Böden und weiteren einfach zu messenden Parametern. Diese Thioarsenate wurden bei Beurteilungen der gesundheitlichen Folgen des Reiskonsums bisher nicht berücksichtigt. Im Fachmagazin Nature Geoscience (https://www.nature.com/articles/s41561-020-0533-1) stellen die Forschenden der Universität Bayreuth, aus Italien und China ihre Ergebnisse vor und identifizieren dringenden Forschungsbedarf mit dem Ziel, die Verbraucher*innen vor gesundheitlichen Risiken zu schützen.

Quelle: Uni Bareuth

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10. Feb 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Pflanzen in Südafrika wohl stärker durch Klimawandel gefährdet als angenommen

Die Königsprotea (Protea cynaroides) ist die südafrikanische Nationalblume und eine der untersuchten Arten. Foto: Frank Schurr, Uni Hohenheim

Der Klimawandel verändert die Umweltbedingungen und das Feuerregime in der südafrikanischen Kapregion – und das könnte viele Pflanzenarten stärker in Bedrängnis bringen als bisher angenommen. Das haben Forschende der Universität Hohenheim mit einer neuen Methode herausgefunden. Dazu entwickelten einen neuen Ansatz, die ökologische Nische einer Art nicht anhand der tatsächlichen geografischen Verbreitung sondern anhand direkter demographischer Daten zu einer Art zu bestimmen. Bei vielen Arten bemerkten sie große Diskrepanzen zwischen der ökologischen Nische und der tatsächlichen Verbreitung. Als Modellpflanzen dienten ihnen 26 Arten von Silberbaumgewächsen (Proteen). Diese wohl bekannteste Pflanzengruppe Südafrikas ist an häufig auftretende natürliche Feuer angepasst. Ihre Ergebnisse publizierten sie im Fachjournal PNAS (DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1908684117).

Quelle: Uni Hohenheim

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10. Feb 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Wenn Erbgut in die nächste Pflanzengeneration „geschmuggelt“ wird

Wiesen den DNA-„Schmuggel“ nach: Dr. Yanbo Mao, Professorin Rita Groß-Hardt und Dr. Thomas Nakel (v.l.n.r.). Foto: Jonas Ginter, InnoWi, Uni Bremen

Forschenden ist der Nachweis gelungen, dass man im Reproduktionsprozess von Pflanzen Erbgut an „Qualitäts-Checkpunkten“ vorbeischmuggeln kann. Wie sie herausfanden, kann das Erbgut eines zweiten Vaters an der Qualitätskontrolle vorbeigeschleust werden, während die DNA des ersten Vaters durch die Qualitätskontrolle des Nährgewebes muss. Das Forschungsergebnis publizierte die Arbeitsgruppe um die Molekulargenetikerin Professor Dr. Rita Groß-Hardt, Dr. Yanbo Mao und Dr. Thomas Nakel von der Universität Bremen im Wissenschaftsjournal eLife (DOI: https://doi.org/10.7554/eLife.52976).

Quelle: Uni Bremen

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07. Feb 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Biodiversität rechnet sich

Artenreichere Wiesen sind auch ökonomisch interessanter als Grünland aus nur einer Art. Foto: Valentin Klaus

Wenn Landwirte die Artenvielfalt auf ihren Wiesen und Weiden fördern, können sie höhere Umsätze erzielen. Zu diesem Schluss kommt ein interdisziplinäres Forschungsteam aus den Agrarwissenschaften, der Ökologie und der Ökonomie an der ETH Zürich um die Professoren Dr. Nina Buchmann und Dr. Robert Finger sowie weiteren Universitäten. Ihre Ergebnisse publizierten sie im Fachmagazin Nature Communications (DOI: https://dx.doi.org/10.1038/s41467-020-14541-4).

Quelle: ETH Zürich

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07. Feb 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Nachhaltige Waldbewirtschaftung leistet besseren Klimaschutz als Waldwildnis

Blick auf den Südabhang des Thüringer Waldes. Das Mosaik einer kleinflächigen Bewirtschaftung ist deutlich erkennbar. Foto: Foto: Ernst-Detlef Schulze

Wie sich nachhaltig bewirtschaftete und unbewirtschaftete Wälder der gemäßigten Klimazone hinsichtlich ihrer Klimabilanz unterscheiden, hat ein Team unter der Leitung von Professor Ernst-Detlef Schulze vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie (bgc-jena) untersucht. Die Ergebnisse der in Global Change Biology-Bioenergy (DOI: https://doi.org/10.1111/gcbb.12672) veröffentlichten Studie zeigen, dass nachhaltige Wirtschaftswälder das Klima besser schützen. Ihr wichtigster Beitrag ist das Ersetzen fossiler Brennstoffe durch energetische Nutzung von Holz.

Quelle: bgc-jena

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07. Feb 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Rhizosphären-Mikrobiom beeinflusst Wurzel-Ausscheidungen

Das mikrobielle Gemeinschaften können Veränderungen in der Wurzelausscheidung von Tomatenpflanzen durch Wurzel-zu-Wurzel-Signalisierung (root-to-root signalling) bewirken. Der zugrundeliegende Vorgang wurde „systematically induced root exudation of metabolites“ (SIREM) („systematisch induzierte Wurzelausscheidung von Stoffwechselprodukten“) benannt. Diesen schildern Forschende des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) am 3. Februar im Fachmagazin PNAS (DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1912130117). Das berichtet das IPK beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).

Quelle: IPK bim idw

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05. Feb 2020 ·  News · Forschungsergebnis · Werkzeuge

Metadaten-Datenbank für terrestrische Mikroorganismen

Metadaten-Datenbank "TerrestrialMetagenomeDB". Grafik: UFZ

Mikrobielle Gemeinschaften verraten einiges über den Zustand der Böden. Über diese Biodiversität wird auf genetischer Ebene rund um den Globus sehr viel geforscht, doch nicht immer lassen sich die Forschungsergebnisse von Dritten optimal nutzen. Der Grund: Die Informationen sind in verschiedenen Datenbanken gesammelt und unterschiedlich gut erfasst. Forscher*innen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) haben nun eine neue Metadaten-Datenbank für terrestrische Metagenome mit mehr als 15.000 Datensätzen aufgebaut (siehe: webapp.ufz.de/tmdb), die Wissenschaftler*innen weltweit die Arbeit erleichtern wird. Das schreiben sie im Fachblatt Nucleic Acids Research (DOI: https://doi.org/10.1093/nar/gkz994).

Quelle: UFZ

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05. Feb 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Über 80 Prozent der Ananasgewächse vom Aussterben bedroht

Vor allem lithophytische Pflanzen, die direkt auf Gestein wachsen, sind vom potentiellen Aussterben betroffen. Foto: Georg Zizka

Forschende kommen zu dem Schluss, dass Zweidrittel der über 3500 Arten ausder Pflanzenfamilie der der Bromeliengewächse möglicherweise vom Aussterben bedroht sind. Dazu hatten sie die Verbreitung und den Gefährdungsstatus der auch als Ananasgewächse bezeichneten Pflanzen untersucht, die in den Ökosystemen der amerikanischen Tropen eine wichtige Rolle spielen. Die Studie erschien kürzlich im Fachjournal Diversity and Distributions (DOI: https://doi.org/10.1111/ddi.13004).

Quelle: Senckenberg

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05. Feb 2020 ·  News · Projekt

Pflanzenblätter als Verpackungsalternative zu Plastik

Fermentierter Maisbrei (Akassa) verpackt in Blätter der Pflanze Thalia welwitschii. Foto und (c): Foto: Barbara Götz

Wie lassen sich Lebensmittel länger haltbar machen, ohne auf fossilbasierte Kunststoffverpackungen zurückzugreifen? Seit 2018 hat die Regierung von Benin mit Blick auf die Umweltprobleme durch Verpackungsmüll nicht bioabbaubarer Plastiktüten verboten. Forschende der Universität Bonn entwickeln nun mit Kollegen aus dem westafrikanischen Land nachhaltige Verpackungen aus natürlichen Materialien wie Bananenblättern. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft fördert das Vorhaben „WALF-Pack“ für drei Jahre mit 350.000 Euro.

Quelle: Uni Bonn

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05. Feb 2020 ·  News · Projekt

Kartoffeln: Formulierungsverfahren mit Nutzpilzen

Die Folgen der Klimaveränderungen sowie steigender Schädlingsbefall haben Auswirkungen auf das Wachstum der Kartoffel. Um diese dagegen zu wappnen und in ihrer Fruchtfolge zu stärken, entwickelt die Hochschule Rhein-Waal gemeinsam mit Partnern in einem Verbundprojekt ein Formulierungsverfahren mit Nutzpilzen. Das Forschungsprojekt „Entwicklung von innovativen Formulierungsverfahren mit Nutzpilzen als neuartige Pflanzenstärkungsmittel für die Kartoffelfruchtfolge (FORK)“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Von den Mitteln gehen 330.000 Euro an die Hochschule Rhein-Waal. Geforscht wird hier unter der Leitung von Professor Dr. Florian Wichern, Professor für Bodenkunde und Pflanzenernährung. Das meldet die Hochschule beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).

Quelle: Hochschule Rhein-Waal beim idw

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03. Feb 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Arktis wird immer grüner – Auf der Suche nach den Ursachen

Strauchtundra auf Grönland. Foto: Prof. Dr. Martin Wilmking

Die Pflanzen arktischer Gebiete reagieren auf ansteigende Sommertemperaturen. Da der Schnee früher schmilzt, beginnen die Pflanzen im Frühjahr eher zu wachsen. Tundra-Vegetation breitet sich in neue Gebiete aus und die Pflanzen wachsen auch höher – das sogenannte „Ergrünen der Arktis“. Ein 40-köpfiges internationales Forschungsteam von 36 Institutionen, unter anderem der Universität Greifswald und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, hat mit Hilfe moderner Technik herausgefunden, dass die Ursachen für diese Prozesse komplexer und variabler sind, als bislang angenommen. Ihre Ergebnisse stellen sie in der Zeitschrift Nature Climate Change (https://www.nature.com/articles/s41558-019-0688-1) vor.

Quelle: Uni Greifswald

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03. Feb 2020 ·  News · Anwendung · Forschungsergebnis

Pflanzen als Vorbild zur Entfernung von Öl aus Gewässern

Ein Rohöltropfen auf einer Wasseroberfläche wird sekundenschnell von einem Blatt des Schwimmfarnes Salvinia adsorbiert und aus dem Wasser gezogen. Fotos und (c): W. Barthlott, M. Mail, Uni Bonn

Öl stellt für Wasserlebewesen eine erhebliche Gefahr dar. Forscher der Universitäten Bonn und Aachen sowie der Heimbach-GmbH haben eine neue Methode entwickelt, solche Verunreinigungen zu beseitigen: Textilien mit speziellen Oberflächeneigenschaften schöpfen das Öl dabei passiv ab und transportieren es in einen schwimmenden Behälter. Als Vorbild dienten den Wissenschaftlern dabei Oberflächen aus dem Pflanzenreich. Die Studie ist nun in der Zeitschrift Philosophical Transactions A (DOI: https://doi.org/10.1098/rsta.2019.0447) erschienen.

Quelle: Uni Bonn

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03. Feb 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Boden- und Pflanzengesundheit durch Klimawandel beeinträchtigt

Der Klimawandel beeinträchtigt die Gesundheit landwirtschaftlich genutzter Böden. Durch eine Zunahme der Hitze und Trockenheit hat der krankheitserregende Pilz Pythium ultimum leichtes Spiel. Wie ein internationales Forscherteam unter Federführung der Universitäten Kassel und Bonn zeigt, sorgt der Pilz nach einem trocken-heißen Stressereignis bei Erbsen fast zum Totalausfall der Ernte. Eine kurzfristige Bodenerholung scheint nur ausnahmsweise zu gelingen. Die Studie ist nun im Fachjournal Applied Soil Ecology (DOI: https://doi.org/10.1016/j.apsoil.2019.103482) erschienen.

Quelle: Uni Bonn

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30. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Wie Pflanzen hyperaktive springende Gene beruhigen

Zwischen der Regulierung von Transposonen (springende Gene) und Genen, die die Entwicklung in Pflanzen und Tieren steuern, gibt es eine unerwartete Verbindung. Das hat die Analyse des Genoms des Lebermooses Marchantia polymorpha ergeben. Die neue Arbeit eines internationalen Teams unter der Führung des Wiener Gregor Mendel Instituts der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (GMI) und dem Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen Tübingen (ZMBP) wurde am Donnerstag in der Fachzeitschrift Current Biology (DOI: https://doi.org/10.1016/j.cub.2019.12.015) veröffentlicht.

Quelle: GMI

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29. Jan 2020 ·  News

Blütenpflanzen in Städten besser bestäubt als im Umland

Bestäubung in Städten funktioniert besser als auf dem Land, wie ein Experiment offenbarte. Forschende fanden zwar auf dem Land insgesamt eine größere Vielfalt an Fluginsekten – in den Städten sorgten aber mehr Bienen und Hummeln für mehr bestäubte Blüten an den Testpflanzen. Mit Abstand am fleißigsten bestäubten Hummeln, die vermutlich von einer höheren Zahl geeigneter Lebensräume in der Stadt profitieren. Um Bestäubung zu fördern, empfehlen die Forschenden, die Bedürfnisse von Bienen bei der Grünflächenplanung besser zu berücksichtigen. Die Forschenden des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Nature Communications (https://www.nature.com/articles/s41467-020-14496-6).

Quelle: iDiv

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29. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Vierblättrigen Einbeere nutzt Pilze als Nahrungsquelle

Vierblättrige Einbeere. Foto: Philipp Giesemann

Die Vierblättrigen Einbeere (Paris quadrifolia) bezieht einen Teil ihrer kohlenstoffhaltigen Nährstoffe von Pilzpartnern, mit denen sie in einer Paris-type arbuskulären Mycchoriza zusammenlebt. Das zeigen Forschende der Uni Bayreuth im Fachmagazin The New Phytologist (DOI: https://doi.org/10.1111/nph.16367). Die Zahl der Pflanzenarten, die organische Nährstoffe von Pilzen gewinnen, könnte demnach weitaus höher sein als bisher angenommen, folgern die Forschenden. 

Quelle: Uni Bayreuth

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28. Jan 2020 ·  News · Politik

Stand der Umsetzung des Nagoya-Protokolls

Die Bundesregierung hat ihren dritten Bericht zum Stand der Umsetzung des Nagoya-Protokolls (Unterrichtung 19/16721) vorgelegt, wie der VBIO meldet. Schwerpunkte bilden dabei Beratung und Vollzug sowie die Abschätzung des Personalbedarfs des Bundesamtes für Naturschutz.

Quelle: VBIO

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28. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Zu viel Stickstoff bremst Waldwachstum in Europa

Austausch der Sammler zur Bestimmung des Stoffeintrags mit dem Regen auf der LWF-Fläche in Vordemwald AG. Im Hintergrund ein Streusammler. Foto: Peter Waldner, WSL

Zusätzlicher Stickstoff regt das Baumwachstum an. Geraten aus Luftverunreinigungen jedoch jährlich mehr als etwa 30 Kilogramm pro Hektar in einen Wald, dann verringert sich der Holzzuwachs, denn es fehlen andere für das Wachstum wichtige Elemente. Dies zeigt eine in 23 europäischen Ländern durchgeführte Studie unter Leitung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) im Fachmagazin Forest Ecology and Management (DOI: https://doi.org/10.1016/j.foreco.2019.117762).

Quelle: WSL

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27. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Einzigartiger Zentromer-Typ in der Nessel-Seide

Die holozentrische Nessel-Seide umschlingt eine Brennnessel. Foto: Jiri Macas

Forschende haben einen neuen Zentromer-Typ in der Nessel-Seide (Cuscuta europaea) entdeckt, die normalerweise in der Forschung wegen ihrer parasitischen Lebensweise und ihrem damit einhergehenden Mangel an Chloroplasten erforscht wird. Während die chromosomale Anordnung von Zentromeren für gewöhnlich durch die Positionierung vom CENH3-Histon bestimmt wird, verteilen sich die Zentromere der Nessel-Seide unabhängig vom Vorkommen dieser Histonvariante. Das beschreiben Forschende der Tschechischen Akademie der Wissenschaften in Ceské Budejovice in Zusammenarbeit mit Forschenden des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben. Ihre Ergebnisse stellen sie im Fachmagazin Fronierts in Plant Science (DOI: https://doi.org/10.3389/fpls.2019.01799) vor, meldet das IPK beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).

Quelle: idw

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27. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Effiziente Photosynthese der Cyanobakterien

Jacqueline Thiemann (links) und Marc Nowaczyk wollen demnächst bei Cyanobakterien abgucken. Foto: Marquard, RUB

Cyanobakterien betreiben eine besonders effiziente Photosynthese, weil sie das Kohlenstoffdioxid zunächst in wasserlösliche Kohlensäure umwandeln und zwischenspeichern. Wie genau sie das machen, konnte ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum (RUB) gemeinsam mit internationalen Kollegen erstmals im Detail klären. Das macht es künftig möglich, die Tricks der Bakterien zu nutzen, zum Beispiel für die Produktion nachhaltiger Kraftstoffe. Das Team berichtet in der Zeitschrift Nature Communications (https://www.nature.com/articles/s41467-020-14347-4).

Quelle: RUB

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27. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Vegetation der Berggebiete trocknet Alpenflüsse aus

In der Fachzeitschrift Nature Climate Change (DOI: https://doi.org/10.1038/s41558-019-0676-5) berichten Forschende der ETH Zürich, dass Pflanzen in höheren Lagen während Dürren nicht verdorren, sondern prächtig gedeihen. Anhand der Simulation berechneten sie, dass die Evapotranspiration von bewaldeten Berggebieten in einer Höhenlage von 1300 bis 3000 m.ü.M im Hitzesommer 2003 in weiten Teilen der Alpen überdurchschnittlich hoch war. Die Vegetation dieser Höhenlage war also massgeblich daran beteiligt, den halb ausgetrockneten Flüssen und Bächen das Wasser abzugraben, folgern sie daraus.

Quelle: ETH Zürich

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27. Jan 2020 ·  News · Outreach

Botanischer Garten Leipzig meldet Besucherrekord

Die Winter-Heckenkirsche, die gerade im Botanischen Garten, wird zutreffend auch Duft-Heckenkirsche genannt, denn auffälliger als die Blütenfarbe ist der süßliche Duft. Foto: Botanischer Garten der Uni Leipzig

Der Botanische Garten der Universität Leipzig hat im Jahr 2019 einen Besucherrekord erreicht. Im vergangenen Jahr kamen 45.829 Menschen, um die faszinierende Vielfalt an Pflanzen in den Gewächshäusern und den Außenanlagen zu sehen. Ein Jahr zuvor wurden noch 33.421 Besucher*innen gezählt. „Die Mühen der letzten Jahre haben uns abermals einen Besucherrekord beschert. Diese selbstverstärkende Dynamik nehmen wir jetzt auf und möchten mit unserem Zukunftskonzept 2025 den Botanischen Garten als echten Besuchermagnet und Transfer-Hotspot etablieren“, betont der Direktor des Botanischen Gartens, Prof. Dr. Christian Wirth.

Quelle: Uni Leipzig

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News · Forschungsergebnis

Klimawandel könnte Artenvielfalt der Alpen künftig stärker beeinflussen als Landwirtschaft

Forscher*innen der Uni Wien und der BOKU haben berechnet, welche Einflüsse die Landwirtschaft und der Klimawandel in Zukunft auf die Artenvielfalt in den Alpen haben. Foto und (c): Iwona Dullinger

Intensive landwirtschaftliche Nutzung wirkt sich stark auf die Artenvielfalt aus. Der Klimawandel könnte die Landwirtschaft in Zukunft aber als Hauptursache der Biodiversitätskrise ablösen. Modellrechnungen dazu waren bislang selten, da Vorhersagen über die Entwicklung der Landwirtschaft schwierig sind. Wissenschaftler*innen der Universität Wien und der Universität für Bodenkultur haben ein kombiniertes Modell für eine Beispielregion in den österreichischen Alpen entwickelt. Die Ergebnisse bestätigen, dass der Klimawandel tatsächlich zum einflussreichsten Faktor für die Verbreitung von Arten in dieser Region werden könnte. Die Studie erscheint in der Fachzeitschrift Global Change Biology (DOI: https://doi.org/10.1111/gcb.14977).

Quelle: Uni Wien

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24. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Molekularer Dialog in Pflanzen-Samen entschlüsselt

Embryo und Endosperm im sich entwickelnden Samen von Arabidopsis (lichtmikroskopische Aufnahme). Aufnahme: Uni Hohenheim

Unter der Samenhülle verbergen sich zwei genetisch verschiedene Organismen, die miteinander kommunizieren müssen. Dies hat mit dem besonderen Fortpflanzungsweg der Blütenpflanzen zu tun. Wie Forschende der Universitäten Hohenheim in Stuttgart, Genf, Lausanne und federführend der Universität Lyon herausfanden, basiert die Kommunikation des Embryos und des ihn umgebenden Endosperms auf Peptidhormonen. Sie funktioniert deshalb grundlegend anders als die meisten bisher erforschten Steuerungsmechanismen von Pflanzen. Ihre Ergebnisse präsentieren die beteiligten Forschenden im Wissenschaftsmagazin Science (https://science.sciencemag.org/cgi/doi/10.1126/science.aaz4131).

Quelle: Uni Hohenheim

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24. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Ansatzstelle zur Stärkung des Immunsystems von Pflanzen entdeckt

Manche Pilze verstecken sich vor dem pflanzlichen Immunsystem, indem sie einige ihrer Chitin-Bausteine modifizieren: es entsteht Chitosan. Forschende der Universität Münster haben jetzt herausgefunden, dass Pflanzen auf ein ganz bestimmtes Muster in diesem Chitosan mit einer Stimulierung ihres Immunsystems reagieren, wie sie im Fachmagazin Journal of the American Chemical Society (DOI: https://doi.org/10.1021/jacs.9b11466) bersichten. Sie arbeiten nun daran, ein Immunstimulans für Pflanzen zu entwickeln, um den Einsatz chemischer Pestizide in der Landwirtschaft verringern zu können.

Quelle: Uni Münster

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22. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Naturstoff gegen Fibrose in Belladonna-Lilie entdeckt

Die Natur ist eine unerschöpfliche Quelle für therapeutisch wirksame Substanzen. Allerdings gleicht die Fahndung nach einem passenden Wirkstoff gegen eine bestimmte Erkrankung oft der berühmten Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Jetzt ist es einem internationalen Forscherteam aus den USA, Frankreich, Spanien, Italien und der Medizinischen Hochschule Hannover, Deutschland, gelungen, gleich zwei Verbindungen zu entdecken, die das als Fibrose bekannte krankhafte Wachstum des Herzmuskels verhindern und gleichzeitig dafür sorgen, dass sich das Herz in der sogenannten diastolischen Pumpphase entspannen und wieder mit Blut füllen kann. Das haben sie im Tiermodell belegt. Die Studie wurde von dem Institut für Molekulare und Translationale Therapiestrategien der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) durchgeführt. Die Ergebnisse hat jetzt die Fachzeitschrift Circulation (DOI: https://doi.org/10.1161/CIRCULATIONAHA.119.042559) veröffentlicht.

Quelle: MHH

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21. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Welche Regulatoren bei Eisenmangel aktiv sind

Bioinformatische Arbeitsschritte, um die cis-regulatorischen Elemente zu identifizieren. Die Ergebnisse der Studie tragen dazu bei, die genetische Regulation der Eisenmangelantwort in Pflanzen zu verstehen. Abbildung: Birte Schwarz, HHU

Eisenmangel ist ein kritischer Umstand für Pflanzen, auf den sie mit speziellen genetischen Programmen reagieren. Mit Methoden der Künstlichen Intelligenz hat ein Forschungsteam um Prof. Dr. Petra Bauer vom Institut für Botanik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Prof. Dr. Shin-Han Shiu vom Department of Plant Biology der MSU ein Vorhersageverfahren entwickelt und damit Kandidaten für diese spezielle cis-regulatorische Elemente (CRE) identifiziert, die in Pflanzenwurzeln bei regulatorischen Prozessen bei Eisenmangel aktiv sein können. Damit können nun regulatorische Genabschnitte vorhergesagt werden. Die Ergebnisse veröffentlichten sie in der Fachzeitschrift Plant Physiology (DOI: https://doi.org/10.1104/pp.19.00760). „Die gefundenen CREs können von Züchtern genutzt werden, um die Eisenaufnahme in neuen Pflanzensorten gezielt zu steigern“, betont Prof. Bauer. Ihre Mitarbeiterin und Erstautorin der Studie Dr. Birte Schwarz ergänzt: „So kann eine bessere Eisenversorgung gewährleistet werden und eine bessere Anpassung der Pflanzen auch an schlechte Böden.“

Quelle: HHU

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21. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Modifizierte Pflanzen gegen den Klimawandel

Im Kampf gegen den Klimawandel sind neue Techniken gesucht. Würzburger Bioinformatiker haben jetzt möglicherweise einen Weg gefunden, der Pflanzen in die Lage versetzt, mehr Kohlendioxid zu binden.

Quelle: Uni Würzburg

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20. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Mit „Kmasker plants“ Genomsequenzen einfacher bearbeiten

Was kurze Sequenzstücke (k-mer) verraten. Anwendungen und Methoden des bioinformatischen Tools „Kmasker plants“ zur Analyse von Sequenzdaten. Grafik: Chris Ulpinnis, IPB Halle und Pixabay

Die Entwicklung von Next-Generation-Sequencing (NGS) hat es Forschern ermöglicht, Genome zu untersuchen, die zuvor als zu komplex oder aufgrund ihrer Größe als zu teuer galten. Trotzdem ist die Analyse komplexer Pflanzengenome, die oft einen enormen Anteil an repetitiven Sequenzen besitzen, noch immer eine Herausforderung. Daher haben Bioinformatiker des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie (IPB) nun „Kmasker plants“ entwickelt – ein Bioinformatik-Tool, welches durch die Identifizierung repetitiver Sequenzen die Analyse von Pflanzengenomen vereinfacht. Es baut auf die Identifizierung von k-meren (Nukleotidsequenzen einer bestimmten Länge ‚k‘) auf. Das Werkzeug wurde unter dem Namen „Kmasker plants“ im Fachmagazin The Plant Journal (DOI: https://doi.org/10.1111/tpj.14645) veröffentlicht. „Kmasker plants“ steht als Webservice zur Verfügung oder kann installiert werden via: https://github.com/tschmutzer/kmasker.

Quelle: IPK (pdf)

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20. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Die Welt ernähren, ohne den Planeten zu schädigen, ist möglich

Fast die Hälfte der derzeitigen Nahrungsmittelproduktion ist schädlich für unseren Planeten – sie führt zum Verlust biologischer Vielfalt, setzt den Ökosystemen zu und verschärft die Wasserknappheit. Kann das gutgehen, angesichts einer weiter wachsenden Weltbevölkerung? Eine neue Studie im Fachmagazin Nature Sustainability (https://www.nature.com/articles/s41893-019-0465-1) untersucht umfassende Lösungsvorschläge, wie man 10 Milliarden Menschen innerhalb der Belastungsgrenzen unseres Planeten ernähren kann. Eine angemessene und gesunde Ernährung für jeden Menschen bei weitgehend intakter Biosphäre erfordert nicht weniger als eine technologische und soziokulturelle Kehrtwende, resümieren die Forschenden unter der Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK).

Quelle: PIK

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17. Jan 2020 ·  News · Politik

Stellungnahme: Nationale Bioökonomiestrategie muss nachhaltig sein

Am 15. Januar 2020 wurde die neue Nationale Bioökonomiestrategie veröffentlicht. Das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) sowie die Bioökonomie-Plattform am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) betonen vor diesem Hintergrund, dass die Bioökonomie kein Mittel zur Weiterführung nicht-nachhaltiger Wirtschaftsprozesse und Lebensstile sein darf.

Quelle: DBFZ

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16. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Schnellere Vorhersage zu Gewinnern und Verlierern des Klimawandels

Forscher*innen wollen anhand des Erbguts schneller vorhersagen, wie Arten auf den Klimawandel reagieren können; im Vordergrund stehen Arten, die für ihr Ökosystem von zentraler Bedeutung sind. Foto: Barbara Feldmeyer

Forschende wollen mit einem neuen Forschungsansatz schneller und für eine größere Anzahl an Arten vorhersagen, welche Tiere und Pflanzen es schaffen können, sich an den Klimawandel anzupassen und welche nicht. Der Schlüssel ist laut den Forscher*innen des Senckenberg und des LOEWE-Zentrums für Translationale Biodiversitätsgenomik im Erbgut der jeweiligen Art zu finden. In Kombination mit ökologischen Daten sind die Ergebnisse vor allem für den Naturschutz relevant. Das Team plädiert daher dafür, zunächst Arten in den Blick zu nehmen, die für ihr jeweiliges Ökosystem von besonderer Bedeutung sind. Die Studie ist soeben im Fachjournal Evolution Letters (DOI: https://doi.org/10.1002/evl3.154) erschienen.

Quelle: Senckenberg

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15. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Unsere Wälder wachsen unter dem Einfluss des Klimawandels langsamer

Kiefernwälder am Ostseestrand – Foto: Karolina Janecka

Die Sommertrockenheit beeinträchtigt immer mehr das Wachstum von Buche und Eiche im Ostseeraum. Dagegen wird das Wachstum der Kiefer stärker von den Winterbedingungen beeinflusst. Dabei gibt es regionale Unterschiede. In Norddeutschland, Südschweden und Westpolen vollzieht sich der Wandel schneller als im Osten Polens und in den baltischen Staaten. Das fand ein internationales Forschungskonsortium unter Greifswalder Leitung heraus, indem es Daten von über 300 Waldstandorten auswertete. Die Ergebnisse sind in der Zeitschrift Global Change Biology (DOI: https://doi.org/10.1111/gcb.14966) veröffentlicht.

Quelle: Uni Greifswald

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15. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Blaualgen im Wasser und an Land als Quelle für Methan identifiziert

Massenentwicklung von Cyanobakterien, die auch als Blaualgen bezeichnet werden, weil sie Photosynthese treiben. Foto: Angelina Tittmann, IGB

Cyanobakterien, umgangssprachlich auch Blaualgen genannt, gehören zu den häufigsten Organismen auf der Erde. Ein Forschungsteam zeigte nun erstmalig, dass Cyanobakterien in Meeren, Binnengewässern und an Land relevante Mengen an Methan produzieren. Die durch den Klimawandel zunehmenden Blaualgenblüten werden die Freisetzung von Methan aus Binnengewässern und Meeren in die Atmosphäre mit hoher Wahrscheinlichkeit verstärken, folgern die Forschenden unter Leitung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und der Universität Heidelberg.
Ihre Ergebnisse publizierten sie im Fachjournal Science Advances (DOI: https://doi.org/10.1126/sciadv.aax5343).

Quelle: IGB

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14. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

"Autophagie ist das Fein-Tuning zellulärer Programme"

Wenn Pflanzen sich auf veränderte Umweltbedingungen wie Dürre, extreme Temperaturen oder Krankheitserreger reagieren, leiten sie neue zelluläre Programme ein, die die passenden Proteine für die jeweilige Situation produzieren. Eine neue Forschungsarbeit eines internationalen Teams aus Dänemark, Österreich und Norwegen hat nun gezeigt, dass Pflanzen auch imstande sein müssen alte zelluläre Programme zu löschen, damit das neue Anpassungsprogramm etabliert werden kann. Dazu betreiben sie Autophagie, wobei beschädigte oder unerwünschte Zellkomponenten erkannt und anschließend recycelt werden. Sie publizierten ihre Studie im Fachmagazin EMBO Journal (DOI: https://doi.org/10.15252/embj.2019103315). „Unser Daten sind der überzeugende Beweis, dass eine der Hauptaufgaben der Autophagie das Fein-Tuning zellulärer Programme ist. Der Verlust der Autophagie hat gravierende Konsequenzen auf mehreren Ebenen. Dies hat bisher zu Verwirrung über die Rolle der Autophagie geführt,“ sagt Yasin Dagdas vom Wiener Gregor Mendel Institut (GMI) im Informationsdienst Wissenschaft (idw).

Quelle: GMI im idw

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14. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Fledermausblume als Vorlage für Sonarnavigation

Die Sonarsysteme und -reflektoren (unten) sind von Fledermäusen und Blüten inspiriert. Foto: Ralph Simon, Vrije Universiteit Amsterdam

Sonarsysteme sind für autonome Roboter und selbstfahrende Autos unerlässlich, da sie sehr kostengünstige Sensoren für Abstandsmessungen sind. Doch manchmal sind die erzielbaren Messergebnisse irreführend und bisher gab es auch keine Sonarzeichen, -schilder oder -signale, die die Navigation unterstützen können. Nun hat ein Forschungsteam der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) gemeinsam mit Forschenden der Universitäten in Antwerpen und Amsterdam eine Lösung gefunden, die durch eine spezielle Koevolution zwischen Fledermäusen und Blumen inspiriert wurde. Ihre Ergebnisse haben sie in der Fachzeitschrift PNAS (DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1909890117) veröffentlicht.

Quelle: FAU

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14. Jan 2020 ·  News · Veranstaltung

Pflanzenernährung, Wachstum und Interaktionen mit der Umwelt

Zur vierten internationalen Konferenz Plant Nutrition, Growth & Environment Interaction trifft sich die Forschungs-Community am 24 und 25 Februar 2020 in Wien. Themen der englischsprachigen Tagung in Österreich sind:

  • Plant-Microorganism Interactions
  • Nutrient Availability in Soils, Toxicity & Remediation
  • Nutrient Uptake, Transport & Homeostasis
  • Nutrient Functions in Plants
  • Nutrient Management & Fertilizers in Crop Production
  • Plant Nutrition, Crop Productivity & Food Quality
  • Plant-Environment Interaction & Global Climate Change

Abstracts werden noch bis 20. Januar 2020 angenommen. Zur Tagung laden Prof. Karl H. Mühling (Kiel University, Chair, Scientific Program) und Prof. Alisher Touraev (VISCEA, Local Organizer).

Quelle: Tagungswebsite

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13. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Paradigmenwechsel für Landwirtschaftsflächen mit hohem Naturschutzwert nötig

Extensiv bewirtschaftetes, artenreiches Grünland im Thüringer Wald, Deutschland. Foto: Landschaftspflegeverband Thüringer Wald e.V.

Zunehmende und intensivere Landwirtschaft hat zu vielfältigen Konflikten mit dem Naturschutz geführt. Trotz dieses weltweiten Trends weisen in der Europäischen Union etwa 30 Prozent der Agrarflächen als sogenannten High Nature Value Farmlands (HNV-Farmlands) einen hohen Naturschutzwert auf. Ein europäisches Forschungsteam mit Beteiligung der Universitäten Göttingen und Kassel sowie des Braunschweiger Thünen-Instituts für Biodiversität hat in einer aktuellen Studie die Zukunft dieser Agrarflächen untersucht. Die Forschenden entwickelten eine Reihe von Empfehlungen, wie Agrarlandschaften mit hohem Naturschutzwert durch finanzielle, soziale, politische, technische und Produkt-Innovationen über die Agrarpolitik unterstützt werden können, denn Agrarflächen mit hohem Naturwert stellen wertvolles Kapital dar. Sie ermöglichen es der Gesellschaft, aktuell existierende und zukünftige Umweltprobleme zu bewältigen. Allerdings bedürfe es eines Paradigmenwechsels, um die naturverträglich wirtschaftenden Bauernhöfe zu erhalten und die Agrarlandschaften von hohem Naturschutzwert für zukünftige Generationen zu erhalten. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Frontiers in Ecology and the Environment (DOI: https://doi.org/10.1002/fee.2116) erschienen.

Quelle: Thünen-Institut

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13. Jan 2020 ·  News · Projekt

Phänologie tropischer Bäume: neue Emmy-Noether-Forschungsgruppe

Die Marburger Naturschutzbiologin Dr. Katrin Heer beim Aufstieg auf einen der Beobachtungstürme im ecuadorianischen Bergregenwald. Foto: Katja Trachte

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine neue Emmy-Noether-Forschungsgruppe an der Philipps-Universität Marburg bewilligt. Leiterin Dr. Katrin Heer erforscht die Phänologie tropischer Baumarten, das heißt deren Wachstums- und Entwicklungsprozesse im Jahreskreislauf. Die Naturschutzbiologin will beispielsweise die Frage beantworten, wie Bäume in den Tropen – wo es die klassischen vier Jahreszeiten nicht gibt – erkennen, wann sie blühen müssen. Was trivial klingt ist nicht trivial, da es dort weder große Unterschiede in der Tageslänge noch in der Temperatur gibt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Nachwuchsgruppe zunächst für drei Jahre mit rund 750.000 Euro, eine zweite dreijährige Förderperiode steht in Aussicht.

Quelle: Uni Marburg

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13. Jan 2020 ·  News · Politik

Naturwissenschaftliche Fachgesellschaften: „Hört auf die Wissenschaft!“

Vier große mathematisch-naturwissenschaftliche Fachgesellschaften in Deutschland fordern von Politik und Wirtschaft energische Maßnahmen gegen den Klimawandel. Die vier Fachgesellschaften – der Dachverband der Geowissenschaften (DVGeo), die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV), die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) sowie der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) – sind besorgt über die zunehmende Erderwärmung. Sie fordern Politik und Wirtschaft nachdrücklich auf, die von der Wissenschaft bereitgestellten Fakten zu beachten und wirkungsvolle Maßnahmen zum Klimaschutz zu treffen. Sie verweisen dabei auf die vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse, die ein entschlosseneres Handeln erfordern.

Quelle: VBIO

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09. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Vielfältige Landschaften funktionieren besser

Studiendesign: Landschaften mit unterschiedlicher Landbedeckung. Grafik: Uni Zürich

Dass Ökosysteme mit grosser Biodiversität besser funktionieren, ist bekannt. Nun zeigen Umweltwissenschaftler der Universität Zürich erstmals, dass vergleichbare Zusammenhänge auch auf Stufe von Landschaften gelten: Die Mischung von Wiesen, Wäldern, Siedlungen und Gewässern verbessern Funktion und Stabilität einer Landschaft – unabhängig von Pflanzenvielfalt, Region und Klima. Ihre Ergebnisse publizierten sie im Fachmagazin Nature Communications (https://www.nature.com/articles/s41467-019-14002-7).

Quelle: Uni Zürich

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09. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Gurken-Virus in Deutschland nachgewiesen

Blätter einer mit CABYV infizierten Pflanze mit Symptomen des Chlorophyllmangels. Foto: W. Menzel, DSMZ

Der Pflanzenvirologe Dr. Wulf Menzel vom Leibniz-Institut Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH (DSMZ) in Braunschweig hat zusammen mit Kollegen aus Nürnberg und Freising erstmals das „Gurken-Virus“ Cucurbit aphid-borne yellows virus (CABYV) in Deutschland isoliert. Ihre Ergebnisse publizierten die Wissenschaftler jetzt im Fachmagazin New Disease Report (DOI: http://dx.doi.org/10.5197/j.2044-0588.2020.041.001). Im Sommer 2019 berichteten zahlreiche bayerische Landwirte, dass ihre Gurkenpflanzen mit einer nicht bekannten Krankheit infiziert waren. In den meisten Beständen lag die Infektionsrate bei 90 Prozent. Insgesamt sank der Ernteertrag um bis zu 50 Prozent. Die serologischen und molekularen Untersuchungen wiesen zweifelsfrei eine Infektion mit CABYV nach. Die Forschenden gehen davon aus, dass sich CABYV auch in Ländern von Mitteleuropa etablieren wird.

Quelle: DSMZ

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08. Jan 2020 ·  News · Projekt

Hochland-Steppe Ecuadors im Fokus

Das „Humboldt“-Haus in Archidona im Páramo, der Hochland-Steppe Ecuadors. In diesem Haus übernachtete der deutsche Naturforscher Alexander von Humboldt (1769 bis 1859), bevor er den Vulkan Antisana (im Hintergrund) bestieg. Foto und (c): Dietmar Quandt, Uni Bonn

Ecuador gehört zu den artenreichsten Ländern auf der Erde. Doch gerade die Hochgebirgslagen sind durch unsachgemäße Nutzung und den Klimawandel bedroht. Das „German-Ecuadorian Biodiversity Consortium“ (BIO-GEEC) will nun unter Federführung der Universität Bonn diese sensiblen Lebensgrundlagen untersuchen. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) fördern das Projekt in den nächsten 18 Monaten mit rund einer Viertelmillion Euro.

Quelle: Uni Bonn

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07. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Landnutzung hat langfristige Auswirkung auf biologische Vielfalt

Einer der untersuchten Graslandflächen im Val-de-Sevre in Südwest-Frankreich. Foto und Copyright: Gaëtane Le Provost

Die Vergangenheit lässt die Biodiversität in Agrarlandschaften nicht los - das zeigt eine aktuelle Studie von Wissenschaftler*innen des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums im Fachjournal PNAS (https://www.pnas.org/content/early/2020/01/01/1910023117). Anhand einer Agrarlandschaft in Südwest-Frankreich belegte das Team, dass eine Zwischennutzung von Wiesen und Weiden als Acker auch nach 20 Jahren die Eigenschaften zur Bewegung und Nahrungssuche innerhalb einzelner Artengemeinschaften auf heutigen Wiesen und Weiden homogenisiert. Bestehende Wiesen und Weiden in Agrarlandschaften sollten daher langfristig erhalten werden, um Arten eine Zuflucht zu bieten, die durch Umbruch in Äcker verloren gehen.

Quelle: Senckenberg

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07. Jan 2020 ·  News · Outreach · WissKomm

Partner werden im Wissenschaftsjahr Bioökonomie

Hocschulen, Institutionen und Bildungseinrichtungen können sich aktiv am neuen Wissenschaftsjahr 2020 mit dem Thema Bioökonomie beteiligen. Die Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) soll erste Schritte hin zu einer biobasierten Wirtschaftsweise aufzeigen und Außenstehnde einladen, diesen Wandel aktiv mitzugestalten. Über die Webseite des BMBF zum Wissenschaftsjahr  kann man als Blog-Autor*in das eigene Projekt einer größeren Öffentlichkeit vorstellen oder über die Forschungsbörse Schulklassen Auskunft darüber geben.

Quelle: wissenschaftsjahr.de

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06. Jan 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Wie sich Arabidopsis an hohe Lichtintensitäten anpasst

Pflanzen aktivieren bei hoher Lichtintensität Schutzmechanismen, welche die Photosynthese drosseln können. Eine Schlüsselrolle bei diesem Anpassungsprozess spielen drei V, P und Z genannten Proteine. Die Biologen Antoni Garcia-Molina und Dario Leister von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) konnten nun zeigen, dass in der Modellpflanze Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) diese drei Schlüsselproteine die Photosynthese drosseln und sich die Pflanze auch rascher an wechselnde Lichtverhältnisse anpassen konnte - sogar schneller als VPZ-Tabakpflanzen, bei denen dieser Vorgang schon früher untersucht worden war. Allerdings fanden die Münchner Biologen auch heraus, dass diese Ackerschmalwand VPZ-Pflanzen jedoch nicht schneller wuchsen – ganz im Gegenteil, wie sie im Fachjournal Nature Plants zeigen (DOI: https://www.nature.com/articles/s41477-019-0572-z). „Möglichweise stört der erhöhte Schutz gegen Lichteinstrahlung sogar andere für die Pflanze wichtige Mechanismen,“ sagt Leister. Die Forschenden folgern, dass es keine einfachen und universellen Lösungen gibt, um (Nutz-)Pflanzen künstlich auf den Klimawandel einzustellen.

Quelle: LMU

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News

Rückblick auf KW 52

Thiol-Redox-Schalter beeinflussen früheste Ereignisse der Samenkeimung 

Alle Nachrichten dieser Woche

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News

Rückblick auf KW 49

Das 136 Millionen Atom-Modell: Wissenschaftler*innen simulieren Photosynthese

Forscherinnen modellieren Evolution der C4-Photosynthese

Untermieter-Pilz produziert Wirkstoff der Heilpflanze

Gene für die Biosynthese des Antidepressivums Hypericin in Johanniskraut entdeckt

Wie sich Blüten an ihre Bestäuber anpassen 

Gene machen Eichen robust gegen Trockenheit 

Kleine Wälder sind wichtiger als bisher angenommen

Süßkartoffel warnt ihre Nachbarn bei Befall mit einzigem Duftstoff

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Stellenangebote
20. Feb 2020 ·  Offene Stellen

PhD Position

The postglacial biogeography and evolution of willow species (Salix L.) of the European Alps

Georg-August-Universität Göttingen, Department of Systematics, Biodiversity and Evolution of Plants, Göttingen, Germany

Start: 1 May - 1 June 2020

Deadline: 15 March 2020

Details (pdf)

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19. Feb 2020 ·  Offene Stellen

PhD Position

Cuticular and peridermal transpiration of leaves and branches of various tree species as a function of environmental factors

University of Würzburg, Chair of Botany II, Würzburg, Germany

Deadline: 22 March 2020

Details (pdf)

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18. Feb 2020 ·  Offene Stellen

PostDoc position

Evolutionary genomics of whole genome duplication

Charles University, Department of Botany, Prague, Czech Republic

Start: Autumn 2020 (negotiable)

Details (pdf)

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18. Feb 2020 ·  Offene Stellen

PhD Position

Adaptive value of Polyploidy

Charles University, Department of Botany, Prague, Czech Republic

Details (pdf)

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18. Feb 2020 ·  Offene Stellen

PhD Position

Polyploid speciation in plants

Charles University, Department of Botany, Prague, Czech Republic

Details (pdf)

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17. Feb 2020 ·  Offene Stellen

PhD position

Molecular biology of plants / plant – microbe interactions

Technical University of Munich (TUM), Chair of Phytopathology, Munich, Germany

Deadline: 29 February 2020

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17. Feb 2020 ·  Offene Stellen

PostDoc position

Phylogenetics and floral evolution of Asimina

Ghent University, Ghent, Belgium

Start: 1 April 2020 (earliest)

Deadline: 28 February 2020

Website: Lars Chatrou (Wixsite.com)

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14. Feb 2020 ·  Offene Stellen

PhD position

Plant‐aphid interaction and chemical ecology

Bielefeld University, Chemical Ecology Group, Bielefeld, Germany

Start: 1 May 2020 (preferably)

Details (pdf)

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30. Jan 2020 ·  Offene Stellen

Professorship (W3)

Evolutionary Plant Sciences

Johannes Gutenberg-Universität, Faculty of Biology, Mainz, Germany

Deadline: 26 March 2020

Details (pdf)

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29. Jan 2020 ·  Offene Stellen

several PhD scholarships

From Molecules to Organisms

International Max-Planck-Research School "From Molecules to Organisms", Max Planck Institute for Developmental Biology conjunct with Friedrich Miescher Laboratory and the Eberhard Karls University in Tübingen, Germany

Start: September 2020

Deadline: 29 February

Details (pdf)

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DBG-Veranstaltungen
Newsroom
09. Jan 2020 ·  Pressemitteilung

Chromera velia, autonomer Verwandter prominenter Parasiten ist Alge des Jahres 2020

Die Alge Chromera velia im Lichtmikroskop. Die Chloroplasten mit dem einzigartigen genetischen Code erscheinen im Lichtmikroskop goldbraun. Aufnahme: Miroslav Oborník

Die Alge Chromera velia lebt im australischen Great Barrier Reef in Gesellschaft von Korallen. Sie ist verwandt mit Parasiten wie den Malaria-Erregern. Die Alge kann jedoch ohne Wirt leben, wohingegen Parasiten von ihren Wirten abhängig sind. Chromera velia verbindet die Lebensweise freilebender Algen mit der von Parasiten. Sie hilft so die Evolution der Krankheitserreger zu verstehen. Algenforscherinnen und Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) haben Chromera velia nun zur Alge des Jahres 2020 gewählt.

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16. Sep 2019 ·  DBG · Pressemitteilung

Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) fordert eine nachhaltige Ressourcen- und Klimapolitik

Entscheidungen über die Ressourcen unserer Erde müssen nachhaltig und wissenschaftsbasiert sein. Zur Eröffnung der Botanikertagung an der Universität Rostock, zu der sich mehr als 420 Pflanzenforschende angemeldet haben, fordert das Präsidium der Deutschen Botanischen Gesellschaft die Beteiligten am Klimakabinett und alle Parteien auf, nachhaltige und mutige Entscheidungen zu treffen, um die Ressourcen unseres Planeten und das Klima nachhaltig zu schützen.

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09. Sep 2019 ·  DBG · Nachwuchsförderung · Presse · Pressemitteilung

Auszeichnungen für vier Pflanzenforscherinnen und -forscher

Die vier Preistragenden (von oben links im Uhrzeigersinn): Dr. Constantin Mario Zohner, Dr. Eva-Sophie Wallner, Dr. Moisés Expósito Alonso und Dr. Jessica Lee Erickson. Fotos: Jaimie Crowther, Jörg Abendroth, Tobias Jung und Carolin Alfs

Wie sich der Klimawandel auf den Blattaustrieb von Gehölzen und das Überleben von Blumen auswirkt, welche Substanzen die Form von Plastiden beeinflussen und welche Eiweiße den Startschuss für die Phloem-Entwicklung geben, sind die Themen der vier Forschenden, die mit den diesjährigen Wissenschaftspreisen der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) ausgezeichnet werden. Dr. Constantin Mario Zohner, Dr. Jessica Lee Erickson, Dr. Moisés Expósito Alonso und Dr. Eva-Sophie Wallner erhalten ihre Auszeichnungen während der Botanikertagung vom 16. bis 19. September in Rostock, wo sie den mehr als 420 angemeldeten Pflanzenforscherinnen und –forschern ihre Ergebnisse vorstellen werden.

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07. Jan 2019 ·  Pressemitteilung · Sektionen

Seit 200 Jahren bekannt und noch voller Rätsel: Die blutrote Schneealge ist Alge des Jahres 2019

Die leuchtend roten Schneefelder, die die Blutschneealgen enthalten, erstrecken sich über weite Flächen, wie hier auf dem Doktorbreen-Gletscher in Spitzbergen im August 2004. Foto: Thomas Leya

Die Alge Chlamydomonas nivalis, die auf der ganzen Welt Schnee blutrot zu färben vermag, haben Forschende zur Alge des Jahres gewählt. Auch 200 Jahre nach einer Expedition, bei der Kapitän John Ross auf einer Polarfahrt den Roten Schnee zeichnete und den Verursacher im Mikroskop zu erkennen suchte, gibt die Alge weiterhin Rätsel auf. Schneealgenexperte Dr. Thomas Leya vom Potsdamer Fraunhofer IZI-BB erklärt, warum das so ist und wo der winzige Einzeller zu entdecken ist. Leya ist Mitglied der Sektion Phykologie, in der die Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) organisiert sind, die Chlamydomonas nivalis zur Alge des Jahres 2019 gewählt haben.

Wie sich die Schneealge Chlamydomonas nivalis trotz ihrer Auffälligkeit immer wieder zu verbergen versteht stellt die Sektion Phykologie in Text und Bild (auch zum Download) auf ihrer Website vor.

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08. Jan 2018 ·  News · Pressemitteilung · Sektionen

Klebsormidium: Pendler zwischen scheintot und Wiedererwachen ist Alge des Jahres 2018

In der lichtmikroskopischen Aufnahme der Alge Klebsormidium dissectum wird deren Kallose-haltige Zellwand sichtbar, die es ihr erlaubt, sich bei Austrocknung wie eine Ziehharmonika zusammen zu ziehen. Foto und ©: Andreas Holzinger, Universität Innsbruck

Die mehrzellige Grünalge Klebsormidium lebt an Land an solchen Orten, wo keine andere Pflanze mehr wachsen kann. Als weltweit verbreiteter Pionier schafft sie neue Lebensräume, was Farmer und Wüstenanrainer nutzen. Forscher interessieren sich für ihre biologischen Tricks, wie sie zwischen leblos und Wiedererwachen hin und her wechselt. Die Professoren Andreas Holzinger (Universität Innsbruck) und Ulf Karsten (Universität Rostock) erforschen in enger Kooperation die Fähigkeiten, die die Alge vor Austrocknung und gefährlichen UV-Strahlen schützt. Beide sind Mitglieder der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), die Klebsormidium zur Alge des Jahres 2018 kürte.

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12. Sep 2017 ·  Pressemitteilung

Drei ausgezeichnete Pflanzenwissenschaftler

Die Preisträger während der Arbeit (v. links im Kreis): Inês Barbosa, Birgit Oelschlägel und Severin Irl. Fotos: Schwechheimer Lab, Birgit Oelschlägel und Angel Rebolé.

Wo neue Pflanzenarten entstehen, eine Pfeilwinde, die Räuber reinlegt, und wie ein Enzym das Pflanzenhormon Auxin reguliert, sind im Forschungsfokus von Dr. Severin Irl, Dr. Birgit Oelschlägel und Dr. Inês Barbosa. Die drei erhalten die diesjährigen Wissenschaftspreise der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) für herausragende Nachwuchskräfte. Sie nehmen ihre Auszeichnungen am Dienstag, 19. September, während der Botanikertagung in Kiel entgegen und stellen den mehr als 450 angemeldeten Pflanzenwissenschaftlern ihre jüngsten Forschungsergebnisse vor.

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12. Sep 2017 ·  Pressemitteilung

Fotos zur Pressemitteilung: Drei ausgezeichnete Pflanzenwissenschaftler

Aristolochia rotunda-Blüte mit einer von ihr angelockten Halmfliege, die am Rand der Kesselfalle sitzt. Foto und Copyright: Birgit Oelschlägel

Nutzungsrechte: Die Bilder sind freigegeben für die redaktionelle Berichterstattung über die diesjährigen Preisverleihungen und die hier erwähnten wissenschaftlichen Ergebnisse der drei Preisträger/-innen. Bitte nennen Sie jeweils die angegebenen Urheber. Für andere Nutzungsformen kontaktieren Sie bitte die Urheber.

weitere Fotos zum Download in Druckqualität

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12. Sep 2017

Kontakte

Eduard Strasburger-Preisträger: Dr. Severin D. H. Irl

Lehrstuhl für Biogeografie, Universität Bayreuth
Telefon: +49 (0)921-552299
E-Mail: Severin.Irl[at]uni-bayreuth.de
Website:  http://www.biogeo.uni-bayreuth.de/biogeo/de/mitarbeiter/mit/mitarbeiter_detail.php?id_obj=85540

Horst Wiehe-Förderpreisträgerin: Dr. Birgit Oelschlägel

Lehrstuhl für Botanik, Arbeitsgruppe Prof. Christoph Neinhuis, TU Dresden
Tel.: +49 (0)351-463 34070
E-Mail: birgit.oelschlaegel[at]tu-dresden.de 
Website: https://tu-dresden.de/mn/biologie/botanik/botanik

Wilhelm Pfeffer-Preisträgerin: Dr. Inês C Ramos Barbosa

Laboratoire de Biologie Cellulaire Végétale, Département de Biologie, Moléculaire Végétale (DBMV), Biophore, UNIL-Sorge, University of Lausanne, 1015 Lausanne, Suisse
E-Mail: ines.barbosa[at]unil.ch  
Website: http://wp.unil.ch/geldnerlab/lab-members/current/

Laudator: Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, Präsident der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG)

Lehrstuhl Biochemie und Physiologie der Pflanzen, Fakultät für Biologie, Universität Bielefeld, Postfach 100131, 33501 Bielefeld
Tel.: +49-(0)521-106 5589
E-Mail: karl-josef.dietz[at]uni-bielefeld.de
Website: http://web.biologie.uni-bielefeld.de/pflanzenbiochemie/

Laudator: Prof. Dr. Christian Wilhelm, Präsident der Wilhelm Pfeffer-Stiftung der DBG

Institut für Biologie, Abteilung Pflanzenphysiologie, Johannisallee 21-23, 04103 Leipzig
Telefon: +49-(0)341-9736870
E-Mail: cwilhelm[at]rz.uni-leipzig.de
Web: https://biologie.biphaps.uni-leipzig.de/ag/pflaphys/ 

Titel der ausgezeichneten Arbeiten

Irl SDH, Harter DEV, Steinbauer MJ, Puyol Gallego D, Fernández-Palacios JM, Jentsch A, Beierkuhnlein C (2015): Climate vs. topography – spatial patterns of plant species diversity and endemism on a high-elevation island. Journal of Ecology, 103, 1621–1633. DOI: 10.1111/1365-2745.12463

Oelschlägel B, v. Tschirnhaus M, Nuss M, Nikolić T, Wanke S, Dötterl S, Neinhuis C (2016): Spatio-temporal patterns in pollination of deceptive Aristolochia rotunda L. (Aristolochiaceae). Plant Biology 18: 928-937. http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/plb.12503/full

Oelschlägel B, Nuss M, von Tschirnhaus M, Pätzold C, Neinhuis C, Dötterl S, Wanke S (2015): The betrayed thief - the extraordinary strategy of Aristolochia rotunda to deceive its pollinators. New Phytol 206, 342-351. DOI: 10.1111/nph.13210

Barbosa IC (2015): Trafficking and polarity control of the D6 PROTEIN KINASE from Arabidopsis thaliana. Doktorarbeit an der Technischen Universität München (TUM). Wesentliche Teile sind publiziert in:
Barbosa IC, Shikata H, Zourelidou M, Heilmann M, Heilmann I, Schwechheimer ( (2016): Phospholipid composition and a polybasic motif determine D6 PROTEIN KINASE polar association with the plasma membrane and tropic responses. Development 143(24):4687-4700. DOI: 10.1242/dev.137117
Barbosa IC, Zourelidou M, Willige BC, Weller B, Schwechheimer C (2014): "D6 PROTEIN KINASE activates auxin transport-dependent growth and PIN-FORMED phosphorylation at the plasma membrane. Developmental Cell 29(6):674-685. DOI: 10.1016/j.devcel.2014.05.006

Hintergrund

Seit 1994 verleiht die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) den Eduard Strasburger-Preis für hervorragende und originelle Leistungen. Das Preisgeld wird alle zwei Jahre von Springer Spektrum (www.springer-spektrum.de) bereitgestellt. Die Stiftung wurde aus Anlass der 100jährigen Wiederkehr des Erscheinens der ersten Auflage des "Lehrbuchs der Botanik für Hochschulen" von Eduard Strasburger, Fritz Noll, Heinrich Schenck und A. F. Wilhelm Schimper aus dem Jahr 1894 eingerichtet. Die Wahl des Preisträgers erfolgt durch eine Jury, die aus den Autoren der nächsten Auflage des „Strasburger Lehrbuch der Botanik", dem Präsidenten der DBG und dem Biologieplaner von Springer Spektrum besteht. Details:
https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/eduard-strasburger-preis.html

Die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) verleiht den Horst Wiehe-Förderpreis alle zwei Jahre für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit über ein ausschließlich botanisches Thema. Berücksichtigt werden nur Arbeiten junger Wissenschaftler/innen bis zur erfolgten Habilitation oder hervorragende Dissertationen. Der mit 1.500 Euro dotierte Preis stammt aus der Stiftung von Horst Wiehe, der der DBG einen Betrag zur Auszeichnung von Nachwuchswissenschaftlern bereitstellte. Details: https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/horst-wiehe-preis.html

Die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) verleiht seit 1990 den Wilhelm-Pfeffer-Preis für eine herausragende Dissertation aus der Botanik. Das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro und die Auszeichnung durch die Wilhelm-Pfeffer-Stiftung soll die Karriere junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fördern. Sie wird von einer Jury aus Mitgliedern des Vorstands der Wilhelm Pfeffer-Stiftung gewählt. Details: https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/wilhelm-pfeffer-preis.html

Die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) ist das größte Netzwerk für Pflanzenwissenschaften und Botanik im deutschsprachigen Raum. Als gemeinnützige Gesellschaft vertritt sie alle Fachdisziplinen und fördert die Wissenschaft. Sie ist eine der ältesten, aktiven Botanischen Gesellschaften der Welt, bringt Nachwuchskräfte voran, vereint alle Forschergenerationen und unterstützt den wissenschaftlichen Austausch ihrer rund 850 Mitglieder. Mehr: www.deutsche-botanische-gesellschaft.de

04. Jan 2017 ·  News · Pressemitteilung · Sektionen

Uralt und immer wieder Pionier: Blaugrüne Felskugel ist Alge des Jahres 2017

Nach dem Aufbrechen der Beacon-Sandstein genannten Felsformation der Antarktis wird die in den obersten Millimetern lebende Blaugrüne Felskugel (Chroococcidiopsis) sichtbar (siehe Pfeile). Sie kommt auch auf anderen Kontinenten vor. Foto: Burkhard Büdel, TU Kaiserslautern

Die Algenforscher der DBG haben die Blaugrüne Felskugel Chroococcidiopsis zur Alge des Jahres 2017 gekürt. Der Einzeller lebt in Steinen und Flechten, trotzt Extrembedingungen und erschließt lebensfeindliche Orte − heute wie wahrscheinlich schon vor Milliarden Jahren, als er den Weg für das Leben der Pflanzen und Tiere ebnete. Für die Blaugrüne Felskugel, die zu den Cyanobakterien zählt und wie alle Algen von Sonnenlicht lebt, interessieren sich Ökologen, Biotechnologen, Wüsten- und Weltraumforscher. Prof. Dr. Burkhard Büdel von der TU Kaiserslautern erforscht sie seit mehr als 30 Jahren. Er ist Mitglied der Sektion Phykologie der DBG, in der die Algenforscher organisiert sind, die dieses Jahr zum zehnten Mal eine Alge des Jahres vorstellen.

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06. Jan 2016 ·  News · Pressemitteilung · Sektionen

Alge des Jahres 2016: Eisalge Melosira arctica – Gewinnerin oder Verliererin des Klimawandels?

Viele einzellige Melosira arctica hängen in Gallerte verpackt von den sie tragenden Eisschollen in das Meerwasser hinab, manche mehrere Meter weit. Foto und ©: Julian Gutt, AWI

Forschende haben eine der wichtigsten Algen des Arktischen Ozeans, Melosira arctica, zur Alge des Jahres 2016 gekürt. An ihr wollen Wissenschaftler die Auswirkungen des Klimawandels studieren, weil derzeit völlig offen ist, ob Melosira Opfer oder Profiteur des schmelzenden Meereises werden wird. Obwohl sie die produktivsten Algen im Arktischen Ozean sind, ist nur wenig über ihre Lebensweise bekannt. Das soll ein neues Forschungsprojekt nun ändern. Die Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), in der all jene Algenforscher organisiert sind, die Melosira zur Alge des Jahres 2016 gewählt haben, stellt die Alge und das Forschungsprojekt auf ihrer Website in Bild und Text vor.

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26. Aug 2015 ·  DBG · Pressemitteilung

Ausgezeichnet: Fleischfressende Modellpflanze für Evolutionsstudien zur Genomgröße

Andreas Fleischmann fotografiert einen fleischfressenden Sonnentau in einem Sumpfgebiet Westaustraliens. Foto: Thomas Carow

Weil er Pflanzen der Gattung Genlisea (Reusenfallen) so gründlich untersuchte, dass diese sich zu neuen Modellorganismen für Genomstudien mausern können, erhält Dr. Andreas Fleischmann den diesjährigen Strasburger-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG). Diese fleischfressenden Pflanzen eignen sich besonders dafür zu erforschen, wie und warum es einige Organismen schaffen, ihren gesamten Bauplan und ihre gesamte Erbinformation auf sehr wenig „Speicherplatz“ unterzubringen, während andere − oft sogar nahe verwandte Arten − dafür ein Vielfaches mehr benötigen. Diese Frage beschäftigt Evolutionsbiologen schon lange. Fleischmann erhält den mit 2.500 Euro dotierten, von Springer Spektrum gestifteten Strasburger-Preis, am Montag, den 31. August 2015 während der diesjährigen Botanikertagung in Freising aus den Händen des Präsidenten der DBG, Prof. Dr. Karl-Josef Dietz.

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26. Aug 2015 ·  DBG · Pressemitteilung

Ausgezeichnet: DNA-Barcoding zur Gewässergüteanalyse mit Kieselalgen

Jonas Zimmernann erhält den Horst Wiehe-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft. Foto: privat

Jonas Zimmermann erhält Horst Wiehe-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft

Weil er das DNA-Barcoding als neue Methode für Gewässergüteanalysen mit Kieselalgen etablierte, erhält Dr. Jonas Zimmermann den diesjährigen Horst Wiehe-Förderpreis der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG). In seiner Dissertation identifizierte Zimmermann diejenigen Abschnitte auf der Erbsubstanz, die sich als zuverlässige Marker für das DNA-Barcoding eignen, einer mit den Strichcodes auf Waren im Supermarkt vergleichbaren Erkennungsmethode. Dabei entdeckte er auch vier neue Arten von Kieselalgen in Berliner Gewässern, die der Wissenschaft bis dato völlig unbekannt waren. Die neue Methode wird in Zukunft Umweltanalysen erleichtern, die zur Überwachung von Gewässern in der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) vorgeschrieben sind. Da er gleichzeitig bestehende Referenz-Datenbanken verbesserte, profitieren nicht nur Umweltbiologen sondern auch alle Kieselalgenforscher von seiner Arbeit. Zimmermann, der inzwischen am Botanischen Garten und Botanischen Museum in Berlin (BGBM) arbeitet, erhält den mit 2.000 Euro dotierten Nachwuchspreis während der Botanikertagung am Montag, den 31. August 2015, in München aus den Händen von Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, dem Präsidenten der DBG.

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26. Aug 2015 ·  DBG · Pressemitteilung

Ausgezeichnet: Endemische Pflanzen in Inseln auf Inseln

Manuel Steinbauer erhält den Wilhelm Pfeffer-Preis 2015 für seine herausragende, theoretische Arbeit zu den Verbreitungsmustern von Pflanzen am 31. August während der Botanikertagung in Freising.

Wilhelm Pfeffer-Preis der DBG geht an Dr. Manuel Steinbauer

Weil er herausfand, wo auf Inseln besonders viele, nur dort lebende, endemische Pflanzen vorkommen und ökologische Theorien weiterentwickelte, erhält der Biogeograph Dr. Manuel Steinbauer von der Universität Bayreuth den diesjährigen, mit 2.500 Euro dotierten Wilhelm Pfeffer-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG).

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05. Jan 2015 ·  Pressemitteilung · Sektionen

Meersalat Ulva kommt nur mit den richtigen Bakterien in Form

Ulva wächst bandförmig oder wie ein Salatblatt. Fotos und © Thomas Wichard, Universität Jena

Er wächst bandförmig oder wie ein Salatblatt, aber nur wenn Bakterien die Differenzierungs- und Entwicklungsprogramme der Grünalge anwerfen. Wie die Alge dies sicherstellt, schildert die Sektion Phykologie in Text und Bild auf ihrer Website.

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06. Jan 2014 ·  Pressemitteilung · Sektionen

Chlamydomonas reinhardtii - schneller Schwimmer steht Modell

Das Video zeigt die schraubenförmigen Schwimmbewegungen von Chlamydomonas reinhardtii im Lichtmikroskop.

Der auf der ganzen Welt verbreitete Einzeller misst Licht, schwimmt schneller als der Weltrekordhalter im Brustschwimmen. Die winzige Alge mauserte sich zum Modell-Organismus, an dem die Forschergemeinde ganz verschiedene Dinge untersucht. Sogar neue Forschungszweige in der Neurobiologie und Medizin etablierten sich ausgehend von der Alge: etwa die Optogenetik, die genetisch modifizierte Zellen als Lichtschalter einsetzt. Die Sektion Phykologie stellt das Modell in Text, Bild und Video auf ihrer Website vor.

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Über die DBG

Portrait

Die DBG ist das größte Netzwerk für Pflanzenwissenschaften und Botanik im deutschsprachigen Raum. Als gemeinnützige Gesellschaft vertritt sie alle Fachdisziplinen und fördert die Wissenschaft. Sie ist eine der ältesten, aktiven Botanischen Gesellschaften der Welt, bringt Nachwuchskräfte voran, vereint alle Forschergenerationen und unterstützt den Austausch ihrer rund 950 Mitglieder.

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