Actualia der DBG
30. Nov 2021 · Actualia · Tagungsbericht

Sektionstreffen der Systematiker*innen-Community und Wahl der neuen Sprecherin

Insgesamt 40 Teilnehmende nahmen am wissenschaftlichen Treffen der Sektion Biodiversität und Evolutionsbiologie in der DBG teil, auch wenn nicht alle per Bildschirm zugeschaltet waren. Screenshot: Sektion Biodiversität und Evolutionsbiologie

Auch wenn virtuelle Zusammenkünfte eine Präsenztagung nicht ersetzten können, trafen sich mehr als drei Dutzend Systematiker*innen im Oktober, um ihre Forschungsergebnisse zu diskutieren. Sprecher der Sektion Biodiversität und Evolutionsbiologie, Prof. Dr. Dirk Albach, nennt die Themenvielfalt der Forschenden und welche drei internationalen Nachwuchsforscher die Preise für die besten Vorträge ergattern konnten. Er listet die Tätigkeiten der vergangenen Jahre, berichtet von der Vorstandswahl, bei der zwei Neue gewählt wurden, und hofft auf ein Präsenztreffen in zwei Jahren.

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23. Nov 2021 · Actualia · Anwendung · Köpfe und Karrieren

Marburger Team gewinnt beim internationalen iGEM-Wettbewerb mit pflanzenbiologischem Thema

Das Marburger iGEM-Team setzte sich beim internationalen Wettbewerb gegen mehrere Hundert universitäre Teams durch, holte den Gesamtsieg und präsentierte sich am Abend der Verleihung in Paris. Foto: OpenPlast-Team Marburg

Über 350 Teams von Universitäten aus der ganzen Welt haben am diesjährigen iGEM-Wettbewerb (international Genetically Engineered Machine competition) teilgenommen. Den ersten Platz ergatterte das Team aus Marburg: Mit ihrem Projekt OpenPlast haben 17 Studierende unterschiedlicher Fachdisziplinen der Philipps-Universität Marburg eine neue Technologie präsentiert, welche die Entwicklung neuer, klimaresistenter Nutzpflanzen rasant beschleunigen kann. Dazu setzte das Team auf Photosynthese treibende Chloroplasten, was einige Vorteile für die finale Anwendung in Nutzpflanzen bietet. Genetische Veränderungen im Chloroplasten werden nicht durch Pollen übertragen und erhöhen die biologische Sicherheit. Mit diesem Ansatz holte es den Gesamtsieg. Außerdem kommunizierte es die Ergebnisse an Schulen und in der Landwirtschaft. Warum das Team die Jury überzeugte und was ihr neues System auszeichnet, schildern die Betreuer und die Studierenden hier.

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18. Nov 2021 · Actualia · Köpfe und Karrieren

Ausgezeichnet: wie Eiweiße einen zentralen Gen-Schalter im Keimling steuern

Im Labor der Freien Universität Berlin analysiert Dr. Katharina Bursch die Stängellänge von Arabidopsis-Keimlingen und bestimmt so den Grad des photomorphogenetischen Wachstums. Foto: Venja Röber

Die Wilhelm-Pfeffer-Stiftung der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) verleiht Dr. Katharina Bursch den mit 1.000 Euro dotierten Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung. „Mehr als 20 Jahre nach deren Voraussage hat Dr. Bursch die Existenz und Wirkungsweise von Cofaktoren belegt, welche das Stängelwachstum des Keimlings beeinflussen, nachdem er durch den Boden ans Licht gewachsen ist“, begründet das Präsidium der DBG-eigenen Stiftung seine Entscheidung. Die Protein-Cofaktoren namens BBX20, BBX21 und BBX22 wirken dabei nicht direkt, sondern interagieren ihrerseits mit dem Transkriptionsfaktor HY5 (LONG HYPOCOTYL 5), einem zentralen Aktivator der Licht-beeinflussten Gestaltbildung einer Pflanze, der sog. Photomorphogenese. Mit ihrem in der Zeitschrift Nature Plants veröffentlichten Fachartikel (Identification of BBX proteins as rate-limiting cofactors of HY5 https://doi.org/10.1038/s41477-020-0725-0) hat Dr. Bursch aus der Arbeitsgruppe von Dr. Henrik Johansson von der Freien Universität Berlin das Modell der Wirkweise des Transkriptionsfaktors bereichert und gezeigt, wie ein zentraler Bestandteil einer Regulationskette durch Cofaktoren seine Funktion und Spezifität erhält und wie Licht diesen Prozess in der Modellpflanze Arabidopsis thaliana anregen kann. Dr. Bursch wird die Urkunde auf der Botanik-Tagung im kommenden September in Bonn verliehen werden, das Preisgeld erhält die Pflanzenforscherin schon jetzt.

15. Nov 2021 · Actualia · Tagungsbericht

Schwefel in Rot und Grün

An der Tagung S-Bio-2021 Glucosinolate nahmen rund 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler teil: ungefähr die Hälfte in Präsenz, die andere Hälfte online. Sie setzte vorpandemische Zusammenkünfte der Pflanzen- und Humanforschung im spanischen Sevilla fort. Foto: Luis Romero und Cecilia Gotor

Mit einjähriger Verspätung fand das Joint Meeting for Plant and Human Sulfur Biology and Glucosinolates zwischen dem 26. und 30. September pandemiebedingt als Hybrid-Konferenz statt. Ein großer Dank geht an DBG und FESPB, durch deren Sponsoring die Teilnahme von sieben Doktorand*innen in Präsenz möglich war. Die Gastgebenden, Luis Romero und Cecilia Gotor, haben die technische Herausforderungen gemeistert und für eine beinahe reibungslose Koordination der live und online Formate gesorgt. Stanislav Kopriva und Caroline Müller berichten, wie sich der Austausch zwischen grüner Pflanzen- und roter Humanwissenschaft wechselseitig bereicherten.

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12. Okt 2021 · Actualia · Tagungsbericht

Zell und Molekularbiologie der Grünalge Chlamydomonas reinhardtii

Für viele aus der Chlamydomonas-Community war die Zusammenkunft an der französischen Riviera die erste Präsenztagung seit eineinhalb Jahren. Foto: Oliver Vallon

250 Forschende diskutierten ihre neuesten Ergebnisse bei der International Conference on the Cell and Molecular Biology of Chlamydomonas. Der Kaiserlauterner Konferenz-Mitorganisator Prof. Dr. Michael Schroda gibt Einblick in die jüngsten Forschungsschwerpunkte und schildert, was den Teilnehmenden besonders gefiel.

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29. Sep 2021 · Actualia · DBG

Neue Gemeinsame Fachgruppe Synthetische Biologie wählt drei DBG-Mitglieder in ihren Beirat

Mehrere Fachgesellschaften haben in der Gemeinsamen Fachgruppe Synthetische Biologie im September ihren ersten Beirat gewählt, der sich für diese Forschungsdisziplin einsetzen wird. Synthetische Biologie hat unter anderem zum Ziel, einzelne Moleküle, Zellen, Organismen und biologische Systeme mit neuen Eigenschaften zu designen. Die gewählten DBG-Mitglieder werden dort ihre Expertise in den Pflanzenwissenschaften einbringen. Beiratsmitglied Prof Dr. Müller-Röber (Potsdam) nennt im Artikel seine Mitstreiter*innen, die Aufgaben und Ziele der neuen Fachgruppe sowie die Mitgestaltungsmöglichkeiten für unsere Mitglieder.

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29. Jun 2021 · DBG · Veranstaltung

Invited speakers: It's in your RNA - Hot Topic Workshop

The speakers invited to the Workshop It's in your RNA: Emerging new techniques to unravel transcriptional and post-transcriptional regulation in plants on a global scale (#DBGHotTop2021) are: 

  • Peter Brodersen (University of Copenhagen, DEN)
  • Yiliang Ding (John Innes Center, UK)
  • Koen Geuten (KU Leuven, BEL)
  • Sascha Laubinger (Oldenburg University, GER)
  • François Parcy (CNRS, FRA)
  • Romy Schmidt (Bielefeld University, GER)
  • Gordon Simpson (University of Dundee, UK)

Attendance to the first DBG's Eduard Strasburger HOT TOPIC Workshop is free and will be organised by Dr. Marlene Reichel and Dr. Elisabeth Fitzek for early career plant scientists at Bielefeld University (ZiF), Germany, 18 - 19 November 2021.

Details and registration will soon be possible under: www.dbghottopic2021.com

17. Jun 2021 · Actualia

Ausschreibung: Preis für die beste Veröffentlichung 2021

Der Vorstand der Wilhelm-Pfeffer-Stiftung der DBG bittet um Vorschläge für mögliche Kandidatinnen und Kandidaten für den diesjährigen Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung („Best-Paper-Preis“). Der Preis wird für herausragende Publikationen des Vorjahres vergeben, die aus einer Master-, Diplom- oder Promotionsarbeit hervorgegangen sind, und ist mit 1.000 Euro dotiert. Vorschlagsberechtigt sind exklusiv DBG-Mitglieder, auch Selbstvorschläge sind möglich.

Der/die Preisträger/-in und die ausgezeichnete Veröffentlichung werden an der Botanikertagung 2022 vorgestellt und die Arbeit auf der Website der DBG präsentiert. Bitte richten Sie Ihre Vorschläge mit den erforderlichen Unterlagen der Bewerber/-in bis zum 31. August 2021 in elektronischer Form an den Präsidenten der Stiftung, Professor Severin Sasso (severin.sasso @ uni-leipzig.de).  

Zu den Details

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20. Apr 2021 · Actualia · DBG

Jahresbericht des Deutschen Nationalkomitees Biologie (DNK)

Über die Aktivitäten der International Union of Biological Sciences (IUBS), in der die DBG über das DNK Mitglied ist, berichtet unser frühere Präsident, Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, und führt detailliert aus:  

  • Neues Länder-Mitglied in der IUBS
  • Kommende General Assembly der IUBS ist für Ende 2022 oder Anfang 2023 im Japanischen Tokyo anvisiert
  • Mögliche Beteiligung der IUBS am Internationalen Jahr der Grundlagenforschung
  • Förderung der weltweiten Verbesserung der naturwissenschaftlichen und biologischen Bildung in Schulen und durch außerschulische Aktivitäten
  • IUBS-Tagungen und Workshops für die globale Community
  • Gendergerechtigkeit in der Biowissenschaft und ihren Institutionen wie der IUBS
  • Unterstützungsformate der IUBS für Tagungen und „seed funding“

Die kommende Mitgliederversammlung des DNK ist für Mitte des Jahres als online-Zusammenkunft geplant, wozu weitere Informationen folgen.

Details im Bericht (pdf)

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12. Mär 2021 · Actualia · Tagungsbericht

Molekularbiologie der Pflanzen 2021

Die mehr als 500 registrierten Teilnehmer*innen stammten aus über 40 Ländern und der Anteil männlicher wie weiblicher Teilnehmender war ausgeglichen. Grafik: Marcel Quint

Die 34. Tagung Molecular Biology of Plants (MBP2021) fand Pandemie-bedingt in diesem Jahr als eintägiges, virtuelles Symposium statt und nicht - wie gewohnt – in Präsenz im Bergischen Land in Dabringhausen. Bei einzelnen Vorträgen schalteten sich mehr als 300 Teilnehmende gleichzeitig dazu am 4. März zusammen, sodass die Tagung die internationalste in der Konferenzgeschichte wurde. Prof. Dr. Marcel Quint (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) berichtet welche Vorgehensweise und welche Beiträge das erste digitale Symposium zu einem erfolgreichen und wissenschaftlich adäquaten Ersatz der seit 1988 einmal jährlich stattfindenden Konferenz der Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie (SPPMB) machte. Unterstützt wurde Quint vom Organisationsteam um die Professor*innen Ute Höcker (Universität zu Köln), Andreas Meyer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) sowie Rüdiger Hell (Universität Heidelberg).

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01. Dez 2020 · Actualia · Tagungsbericht

UV4Plants Netzwerk-Treffen

An der Tagung der UV4Plants-Gesellschaft nahmen Forschende aus 30 Ländern und 4 Kontinenten teil, die sich über ihre Forschungsergebnisse zum Thema ultraviolette Strahlung und Pflanzen austauschten.

In der ersten virtuell abgehaltenen Tagung der International UV4Plants Association (UV4Plants Gesellschaft) thematisierten die Teilnehmenden sechs Schwerpunkte von der Messung und Auswirkung ultravioletter Strahlung auf Pflanzen, deren Anpassungs- und Schutzmechanismen bis hin zu Wahrnehmung und landwirtschaftlichen Anwendungen. Der wissenschaftliche Austausch gelang nicht nur über Vorträge, sondern auch mittels Poster-Präsentation und ausgiebige wissenschaftliche Diskussion. Das Organisationsteam um Prof. Wolfgang Bilger und Dr. Frauke Pescheck berichtet darüber hinaus von seinen Erfahrungen mit dem virtuellen Format: welche Technik sich für die Präsentation von Postern eignet und welche begleitenden Maßnahmen und welche Software dazu beitrugen, dass das Treffen zum Erfolg wurde. Weiterhin präsentieren sie eine Idee, die auch den Ausklang der Tagung in den Abendstunden netter machte.

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30. Nov 2020 · Actualia

Organisation Internationaler Botanik Kongress 2029

Die International Association for Botanical and Mycological Societies (IABMS) würde gerne den übernächsten Internationalen Botanik-Kongress in Europa abhalten und bitte daher um Interessensbekundungen:

Call for conference organisation of International Botanical Congress 2029
The Chair of the International Association for Botanical and Mycological Societies (IABMS), Patrick S. Herendeen, calls for letters of interest from individuals and professional societies who may be interested in organizing and hosting the International Botanical Congress (IBC) in 2029. The conference will take place every six years. The next International Botanical Congress will be held in Brazil in 2023 and the organisation would like that the subsequent conference is being hosted in Europe. The call for letters of interest can be found (https://www.iaptglobal.org/iabms-ibc-2029). They ask to receive letters of interest by 31st December 2020.

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09. Sep 2020 · DBG · Politik

Statement: Keine Nachweismethode für genomeditierte Nutzpflanzen

Die gentechnische Methode, mit der ein genetisch veränderter Raps erzeugt wurde, lässt sich nicht mit einer quantitativen Polymerasekettenreaktion (qPCR) nachweisen. Dies kann nicht so funktionieren, wie es ein kürzlich in der Zeitschrift Foods erschienener Artikel nahelegt1). Die im Foods-Artikel beschriebene Methode eignet sich lediglich für den Nachweis und die Quantifizierung einer spezifischen Punktmutation im Gen AHAS1C. Diese Mutation ist in der von der Firma Cibus entwickelten Raps-Sorte Falco enthalten, die resistent gegen Sulfonylharnstoff- und Imidazolinon-Herbizide ist. Die Methode weist also lediglich ein spezielles DNA-Muster in dieser Raps-Pflanze nach.

Die in der Zeitschrift erwähnte Methode eignet sich jedoch nicht, die Ursache der Punktmutation festzustellen, also ob sie durch die modernen Methoden der Genomeditierung entstand oder durch ungerichtete, zufällige Mutagenese etwa nach radioaktiver Bestrahlung. Somit steht auch keine Methode zur Verfügung, mit Genscheren erzeugte Nutzpflanzen durch eine quantitative Polymerasekettenreaktion (qPCR) nachzuweisen.

Es ist zudem keineswegs sicher, dass die untersuchten Rapslinien tatsächlich durch Genomeditierung mit Hilfe der Oligonukleotid-vermittelten Mutagenese (ODM) erzeugt wurden. Im Gegenteil ist vielmehr davon auszugehen, dass die Punktmutation in dem oben genannten Gen der Elternlinie BnALS-57 nicht durch ODM, sondern spontan während der Gewebekultur entstanden ist (somaklonale Variation), wie eine Studie nahelegt2).
 
Diese Methode ist somit ungeeignet, durch Genomeditierung erzeugtes Saatgut (im Sinne der EU Direktive 2001/18/EC) von nicht reguliertem Saatgut (also in der EU-Direktive ausgenommenen Verfahren wie Strahlungs- oder chemische Mutagenese) zu unterscheiden.

Eine Nachweismethode für die genetischen Veränderungen von Pflanzen, die mit den neuen Verfahren der Genom-Editerung entstanden sind, wäre die Voraussetzung um die oben erwähnte, vom EuGH erlassene Richtlinie umsetzen zu können. Demnach müssen die neuen Methoden wie die frühere Gentechnik reguliert werden, in der jedoch oft fremde Gene eingebracht wurden, die sich einfach nachweisen lassen.

Auch wenn der Foods-Artikel dies nahelegt, ist es weiterhin nicht möglich mit Genomeditierung erzeugte Nutzpflanzen von in der Natur zufällig mutierten oder durch radioaktive bzw. chemische Mutagenese entstandenen Pflanzen zu unterscheiden.   

Die DBG appelliert daher weiterhin an das Europäische Parlament und die Europäische Kommission, die bestehende europäische Richtlinie für die Präzisionszüchtung für Pflanzen, zu überarbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse über die Genomeditierung zu berücksichtigen.

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Prof. Dr. Andreas P.M. Weber (Biochemie der Pflanzen, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf),
Sprecher des Exzellenz-Clusters für Pflanzenforschung CEPLAS und
Präsident unserer Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG)


1) Chhalliyil et al. (2020): A Real-Time Quantitative PCR Method Specific for Detection and Quantification of the First Commercialized Genome-Edited Plant. Foods, 9, 1245

2) Novel Food Information - Cibus Canola Event 5715 (Imidazolinone and Sulfonylurea Herbicide Tolerant). https://www.canada.ca/en/health-canada/services/food-nutrition/genetically-modified-foods-other-novel-foods/approved-products/novel-food-information-cibus-canola-event-5715-imidazolinone-sulfonylurea-herbicide-tolerant.html). Kanadisches Gesundheitsministerium, abgerufen am 9.9.2020

24. Jul 2020 · DBG · Politik

Öffentliche Stellungnahme zur Genomeditierung von Nutzpflanzen

Die EU und Neuseeland stechen mit ihrer derzeitigen Regulation der neuen Methoden für Präzisionszüchtung heraus (nach Schmidt, Belisle, Frommer (2020), EMBO Rep 2020, e50680, https://doi.org/10.15252/embr.202050680)

132 Europäische Forschungseinrichtungen und wissenschaftliche Verbände - darunter unsere DBG – appellieren an das Europäische Parlament und die Europäische Kommission die bestehende europäische Richtlinie für die Präzisionszüchtung für Pflanzen, auch unter dem Begriff Genomeditierung bekannt, zu überarbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse über die Genomeditierung zu berücksichtigen. Das ist nicht nur wichtig, um nachhaltige Wege aus der COVID-19 Krise zu finden sondern auch, weil die Genomeditierung zahlreiche Lösungen bietet für eine einfache, zielgerichtete und schnelle Zucht klimaresistenter Nutzpflanzen. Auch die Entwicklung von Pflanzen, die weniger Düngemittel und Pestizide benötigen, ist mit diesen Methoden effizienter. Das schont die natürlichen Ressourcen unserer Erde und unterstützt daher das Erreichen der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals ,SDGs)“ der Vereinten Nationen sowie des Green Deal der EU. Das European Sustainable Agriculture through Genome Editing (EU-SAGE) Netzwerk, unter der die oben genannten Institutionen vereint sind, empfiehlt der Europäischen Kommission, diese Tatsachen zum Nutzen und zum Wohlergehen aller EU-Bürgerinnen und EU-Bürger anzuerkennen und die rechtlichen Regelungen zur Nutzung der Genomeditierung für Nutz- und Kulturpflanzen an den Stand der Forschung anzupassen. In ihrer öffentlichen Stellungnahme zitiert EU-SAGE die wissenschaftlichen Studien für die erfolgreiche Zucht genomeditierter Nutzpflanzen mit erhöhter Widerstandskraft gegenüber den Folgen des Klimawandels, mit größerer Resistenz gegenüber Schädlingen und Krankheiten und daher verbessertem Ernteertrag. Auch Studien zum verringerten Pestizideinsatz bei Reis, Wein, Weizen, Tomaten sowie Grapefruits gibt es inzwischen. Daneben lassen sich mit dieser Technik auch die gesundheitsrelevanten Eigenschaften von Obst- und Gemüsesorten mit Präzisionszüchtung beschleunigen, wie Studien belegen.

Lesen Sie die ganze Statement von EU-SAGE (pdf), ins Deutsche übertragen von

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20. Mai 2020 · Actualia · Köpfe und Karrieren

Ausgezeichnet: Pflanzen „wittern“ wer bald an ihnen fressen wird und wehren sich

Dr. Norbert Bittner erhält den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung von der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) für seine Arbeit an Waldkiefern und deren frühen Verteidigungsstrategien gegen Insektenbefall. Foto: privat und Benjamin Fuchs

Weil er die erfolgreiche Abwehr bei drohendem Insektenbefall bei Kiefern aufdeckte, erhält Dr. Norbert Bittner von der Freien Universität Berlin den diesjährigen Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung der Wilhelm-Pfeffer-Stiftung. Wie das Präsidium der DBG-eigenen Stiftung ausführt, hat Bittner erstmals gezeigt, wie sich Waldkiefern bereits im Vorfeld eines Insektenbefalls mit Kiefernbuschhornblattwespen erfolgreich gegen die Eiablage zur Wehr setzen. Gemeinsam mit Forschenden der FU Berlin um Professorin Dr. Monika Hilker sowie Universitäten im spanischen Barcelona und im schwedischen Lund schildert Bittner im Fachmagazin PNAS (DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1910991116), dass die Pflanzen das Schadinsekt bereits wahrnehmen, wenn weibliche Blattwespen mit einem Sexualpheromon Männchen zur Paarung anlocken, also noch bevor diese ihre Eier ablegen, aus denen später gefräßige Larven schlüpfen. Kiefernbäume, die dem Sexuallockstoff der Blattwespe ausgesetzt waren, verstärken anschließend ihre molekulare und chemische Verteidigungsstrategie. Durch Pheromone „gewarnte“ Pflanzen konnten die Insekteneier effektiver abtöten und sich so noch vor beginnenden Fraßschäden durch die Larven schützen. Bittner, der jetzt im SFB 973 im Labor von Prof. Dr. Reinhard Kunze forscht, wird die Urkunde des Preises auf der kommenden Botanikertagung in Bonn entgegennehmen. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro erhält Bittner schon jetzt.

Mehr zur Nachwuchsförderung der DBG

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14. Mai 2020 · Actualia · DBG

Actualia in neue Hände übergeben

Im Jahr 1998 erschien die Actualia noch als gedruckte Anlage unserer Zeitschrift Botanica Acta, die heute Plant Biology heißt.

Der Herausgeber unserer Actualia, Seniorprofessor Dr. Christian Wilhelm (Uni Leipzig) übergibt nach 23 Jahren dieses Ehrenamt nun Professorin Dr. Jutta Ludwig-Müller von der TU Dresden. Was unsere neue Herausgeberin auszeichnet, was die Actualia leistet, wie sie entstand und welchen Arbeiten Wilhelm sich nun zuwendet, schildert dieser Artikel.

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02. Apr 2020 · Actualia · Tagungsbericht

Mitteldeutsche Pflanzenphysiologie-Tagung

Teilnehmende vor dem Matthias-Schleiden-Institut in Jena. Foto: Vivien Hotter

Zum 18. Mal trafen sich Wissenschaftler*innen aus Halle, Dresden, Jena und Leipzig zur Mitteldeutschen Pflanzenphysiologie-Tagung. Die zweitägige Veranstaltung fand am 21. und 22. Februar 2020 in Jena statt und bot vor allem Studierenden und Promovierenden Gelegenheit, ihre neuesten Forschungsergebnisse zur Physiologie und Zellbiologie photosynthetisch aktiver Organismen vorzustellen. Prof. Jan Schirawski beendete die Konferenz als eingeladener Gastreferent mit einem Vortrag über einen parasitären Pilz, der die Entwicklung der Nutzpflanze Mais beeinflusst. Die Jenaer Doktorandin Vivien Hotter nennt die Vorträge und fasst die Schwerpunkte der Tagung zusammen.

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27. Mär 2020 · Actualia · Tagungsbericht

Phykologentagung in der Eifel

Die Teilnehmenden diskutierten phykologische Forschungsergebnisse im Kloster Steinfeld. Foto: Kerstin Hoef-Emden

Die 18. wissenschaftliche Tagung der Sektion Phykologie fand vom 8. bis 11. März 2020 im Kloster Steinfeld in der Eifel statt. Prof. Dr. Burkhard Becker hatte die Algenforscher*innen zum wissenschaftlichen Austausch geladen und 65 Teilnehmende waren dem Ruf gefolgt. Prof. Dr. Peter Kroth, Vorstandsmitglied und Bindeglied zur Federation of European Phycological Societies (FEPS), listet die Vorträge und Tagungsschwerpunkte. Die Sektion verlieh erstmals den Schüler*innen-Preis und zeichnete hervorragende Vorträge und Poster der Nachwuchskräfte mit Preisen aus. Die turnusgemäße Wahl der Sprecher*innen und Funktionäre bestätigte alle amtierenden Mitglieder des Vorstands im Amt.

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25. Mär 2020 · Actualia · Tagungsbericht

Molekularbiologie der Pflanzen 2020

Junge wie etablierte Forscher*innen trotzten dem stürmischen Februar-Wetter. Auf der Jahrestagung der Sektion tauschten sie sich über neueste Forschungsergebnisse aus. Foto: Pavlína Miklankova

Die 33. Tagung Molecular Biology of Plants unserer Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie fand vom 11. bis 14. Februar 2020 wieder in Dabringhausen im Bergischen Land statt. Organisator Prof. Dr. Rüdiger Hell berichtet über die Themenschwerpunkte der von DBG und GBM geförderten Tagung und nennt die ausgezeichneten Preisträger*innen der Poster- und Vortragspreise.

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22. Mär 2020 · Actualia · Nachwuchsförderung · Tagungsbericht

Strasburger-Workshop: Wie freundliche und feindliche Mikroben mit Pflanzen interagieren

Die Teilnehmenden wanderten am zweiten Tag zur nahegelegenen Burgruine Drachenfels im Siebengebirge, die auf 321 Meter Höhe liegt. Foto: Sebastian Klenner

Ihre Ergebnisse und Forschungsarbeiten über die vielfältigen Interaktionen zwischen (Nutz-)Pflanzen und Mikroben tauschten knapp 20 angehende Wissenschaftler*innen aus drei Ländern im Februar in Königswinter aus. Die Tagung thematisierte sowohl Symbiosen als auch Pflanzen-Pathogene. Eine externe Vortragende berichtete über Jobs außerhalb von Universtäten und ein Mitmach-Workshop ermunterte die Teilnehmenden über Chancen und Risiken der öffentlichen Kommunikation ihrer Forschungsthemen nachzudenken. Einig war man sich, dass es ein großes Interesse an der Interaktions-Forschung geben sollte, da diese dazu beiträgt, anwenderfreundliche Lösungen für den Erhalt der Pflanzengesundheit und der Ertragsmengen zu bieten. Die fünf Organisator*innen des Eduard-Strasburger-Workshops der DBG von angehenden Nachwuchskräften der Sektion für Interaktionen für andere junge Pflanzenwissenschaftler*innen fassen die Veranstaltung zusammen.

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DBG Update
12. Okt 2021

VBIO-Rückblick - September 2021

Gemeinsam mit dem Leibniz-Netzwerk Biodiversität und dem Konsortium Deutscher Naturforschender Sammlungen hat der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) eine gemeinsame Stellungnahme eingereicht zu einem Papier, in dem der aktuelle Stand der Diskussion sowie mögliche politische Optionen und Modalitäten für die Regulierung von Digitalen Sequenzinformationen festgelegt werden. Informationen über Forschungspolitik, Ausbildung und die kommende Bundesdelegiertenversammlung des VBIO am 15.November 2021 runden den Rückblick auf den Monat September ab.

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04. Okt 2021 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 56

Wie beide Zweige pflanzlicher Immunabwehr verknüpft sind, warum die Photosynthese auch bei Hitze funktioniert und wie sich Wurzeln vor Jahrmillionen entwickelten, sind drei der Themen in unserer Forschungsrubrik.

Tagungspräsident Prof. Dr. Andreas Meyer und das DBG-Präsidium freuen sich auf unsere Botanik-Tagung 2022 in Bonn. Die DBG möchte außerdem wieder die Verfassenden der besten Master-Arbeiten des Jahres auszeichnen und empfiehlt ihre Stipendien für Labor-Besuche.

Und wie immer: News aus den Sektionen, DBG-geförderte Tagungen und andere Termine sowie Forschungsnachrichten.

Dear members and colleagues, Editors and Chief Editor Prof. Christiane Werner of our journal Plant Biology recommend a paper about floral visitors and vine, the review “Drought and crop yield”, and invite advanced early career scientists to make use of such Short Reviews. 

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07. Sep 2021

VBIO-Rückblick - August 2021

Anlässlich der Wahl hat der VBIO gemeinsam mit anderen mathematisch-naturwissenschaftlichen Gesellschaften Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2021 zusammengestellt. Dazu hatten sie den Parteien Fragen aus „Wissenschaft und Öffentlichkeit“, „Beziehungen von Wissenschaft und Politik", „Wissenschaft und Technik in Europa“ oder „Forschungsförderung“, "Bildung", sowie zu „Klima und Umwelt“ und „Nachhaltigkeit“ gestellt und die Antworten auf ihrer Website öffentlich zugänglich gemacht. Die Rückschau auf den Monat August runden Meldungen aus der Forschungspolitik ab.

Link zur August Ausgabe (LogIn erforderlich)

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10. Aug 2021

VBIO-Rückblick - Juli 2021

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) fordert in einem Positionspapier zu nicht-formalen Bildungsangeboten Weichenstellungen von Politik und Förderinstitutionen zur Entwicklung naturwissenschaftlicher bzw. biologischer Grundbildung. Darüber hinaus berichtet der Dachverband über seine Aktivitäten im vergangenen Monat über seine Beteiligung an der Vorbereitung der Biodiversitätskonferenz in Kunming und die gemeinsame Forderung von 400 Organisationen und Institutionen, dass digitale Sequenzinformationen als Gemeingut erhalten bleiben müssen. Informationen aus Hochschul- und Wissenschaftspolitik runden den Rückblick auf den Juli ab.

Link zur Juli-Ausgabe (LogIn erforderlich)

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02. Jul 2021 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 55

Bilder auf atomarer Ebene zeigen, wie pflanzliche Proteine werkeln. Wie schon ein kleiner Mix auf dem Acker den Ertrag steigert und wie sich Konkurrenz im Klimawandel auswirkt, sind weitere Themen in den Forschungsnachrichten.

Die DBG bittet um Nominierungen für unseren Best-Paper-Preis. Da ausschließlich unsere Mitglieder vorschlagsberechtigt sind, stehen die Chancen gut, mit dem Preis die Karriere angehender Forscher*innen zu befeuern. Ferner haben britische, dänische, belgische und französische Forschende ihr Kommen zum ersten Hot-Topic-Workshop der DBG über RNA-Regulation zugesagt.

Dear members and colleagues, we are inviting nominations for the prize for outstanding plant science papers. Since DBG’s members are able to submit proposals exclusively, chances to be awarded are high. Also, British, Danish, Belgian, and French scientists have confirmed to present their research at DBG’s first HOT-TOPIC-Workshop on RNA regulations.  

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07. Mai 2021 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 54

Warum die Genschere für den Ökolandbau Europas sinnvoll ist, mit welcher Genschere Forschende 12 Gene auf einen Streich ausschalteten und warum wir in Zukunft mehr faden Kaffee in unseren Tassen haben dürften, sind Themen der Forschungsrubrik.

Die EU hält eine Novellierung des Gentechnik-Rechtes bzgl. neuer Züchtungstechniken und zur Realisation der Nachhaltigkeitsziele für notwendig, ein Ziel für das sich auch die DBG stark gemacht hat. Pflanzenforscher*innen begrüßen dies und nennen konkrete Vorschläge, damit die Zucht nachhaltiger und Klima-resilienter Pflanzen gelingen kann.

Dear members and colleagues, our science journal Plant Biology invites papers concerning responses of European forests to global change-type droughts and our
Section Applied Botany invites papers focussing on the trade-off between sustainability and yield/food security.

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19. Mär 2021 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 53

Welche Substanz die Balance zwischen Wachstum und Verteidigung in Arabidopsis-Pflanzen verschiebt, warum eine Reis-Variante kaum Arsen aufnimmt, auch wenn sie auf arsenreichen Böden wächst, und wie Pflanzen die Mega-Diversität der Insekten im Laufe der Evolutiuon beflügelten, sind Themen in der Wissenschaftsrubrik.

Die DBG unterstützt den Appell junger Forschender an zwei Bundesministerien und macht sich für die Pflanzenwissenschaften und eine nachhaltige Landnutzung stark.

Wie die bislang meistgebuchte Tagung der Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie auch im Virtuellen als wssenschaftlich adäquater Ersatz funktionierte, berichtet Tagungsorganisator Marcel Quint.

Dear members and colleagues, in our new rubric the editors of our scientific journal Plant Biology recommend one of the papers of the latest issue.

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18. Mär 2021 · DBG · Politik

Stellungnahme: Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft

Das „Trilemma der Landnutzung“ im Spannungsfeld zwischen Ernährungssicherung, Klimawandel und Erhalt der Biodiversität veranschaulicht der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen (WBGU) in seinem aktuellen Gutachten. Unter dem Titel „Landwende im Anthropozän: Von der Konkurrenz zur Integration“ liefert das WBGU-Gutachten mehrere passende Lösungsvorschläge. Dass im Gutachten das Potential und die sowohl wissenschaftlich wie politisch anerkannten Lösungsmöglichkeiten der Pflanzenforschung inklusive der neuen Züchtungsmethoden jedoch kaum vorkommen, bedauern mehrere wissenschaftliche Gesellschaften und Vereine in ihrem Brief an die Ministerinnen Svenja Schulze (BMU) und Anja Karliczek (BMBF). Die Pflanzenwissenschaft kann die Grundlagen für neue Anwendungen bereitstellen und darf daher in den Lösungsvorschlägen nicht fehlen. Neben den im Bericht des WBGU erwähnten Maßnahmen bieten die züchterische Nutzung von genetischen Ressourcen und neue Züchtungstechniken wie die Genomeditierung zügig umzusetzende Lösungen für eine produktive, ressourcensparende sowie nachhaltige Landwirtschaft, um auf die derzeit wichtigsten Herausforderungen reagieren zu können. Die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG), die Gesellschaft für Pflanzenzüchtung (GPZ), die Deutsche Gesellschaft für Pflanzenernährung (DGP), der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO), das Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Universität Göttingen sowie das Öko-Progressive Netzwerk e.V. appellieren daher an die Ministerinnen, die Potentiale der Pflanzenforschung und -züchtung für eine nachhaltige Landwirtschaft zu nutzen. Sie alle bieten ihre fachliche Expertise als unabhängige Expertinnen und Experten für Pflanzenwissenschaften, Pflanzengenetik, Pflanzenzüchtung, Agrarökonomie und Agrarökologie an.

zum gemeinsamen Brief an die Ministerinnen (pdf)

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09. Sep 2020 · DBG · Politik

Statement: Keine Nachweismethode für genomeditierte Nutzpflanzen

Die gentechnische Methode, mit der ein genetisch veränderter Raps erzeugt wurde, lässt sich nicht mit einer quantitativen Polymerasekettenreaktion (qPCR) nachweisen. Dies kann nicht so funktionieren, wie es ein kürzlich in der Zeitschrift Foods erschienener Artikel nahelegt1). Die im Foods-Artikel beschriebene Methode eignet sich lediglich für den Nachweis und die Quantifizierung einer spezifischen Punktmutation im Gen AHAS1C. Diese Mutation ist in der von der Firma Cibus entwickelten Raps-Sorte Falco enthalten, die resistent gegen Sulfonylharnstoff- und Imidazolinon-Herbizide ist. Die Methode weist also lediglich ein spezielles DNA-Muster in dieser Raps-Pflanze nach.

Die in der Zeitschrift erwähnte Methode eignet sich jedoch nicht, die Ursache der Punktmutation festzustellen, also ob sie durch die modernen Methoden der Genomeditierung entstand oder durch ungerichtete, zufällige Mutagenese etwa nach radioaktiver Bestrahlung. Somit steht auch keine Methode zur Verfügung, mit Genscheren erzeugte Nutzpflanzen durch eine quantitative Polymerasekettenreaktion (qPCR) nachzuweisen.

Es ist zudem keineswegs sicher, dass die untersuchten Rapslinien tatsächlich durch Genomeditierung mit Hilfe der Oligonukleotid-vermittelten Mutagenese (ODM) erzeugt wurden. Im Gegenteil ist vielmehr davon auszugehen, dass die Punktmutation in dem oben genannten Gen der Elternlinie BnALS-57 nicht durch ODM, sondern spontan während der Gewebekultur entstanden ist (somaklonale Variation), wie eine Studie nahelegt2).
 
Diese Methode ist somit ungeeignet, durch Genomeditierung erzeugtes Saatgut (im Sinne der EU Direktive 2001/18/EC) von nicht reguliertem Saatgut (also in der EU-Direktive ausgenommenen Verfahren wie Strahlungs- oder chemische Mutagenese) zu unterscheiden.

Eine Nachweismethode für die genetischen Veränderungen von Pflanzen, die mit den neuen Verfahren der Genom-Editerung entstanden sind, wäre die Voraussetzung um die oben erwähnte, vom EuGH erlassene Richtlinie umsetzen zu können. Demnach müssen die neuen Methoden wie die frühere Gentechnik reguliert werden, in der jedoch oft fremde Gene eingebracht wurden, die sich einfach nachweisen lassen.

Auch wenn der Foods-Artikel dies nahelegt, ist es weiterhin nicht möglich mit Genomeditierung erzeugte Nutzpflanzen von in der Natur zufällig mutierten oder durch radioaktive bzw. chemische Mutagenese entstandenen Pflanzen zu unterscheiden.   

Die DBG appelliert daher weiterhin an das Europäische Parlament und die Europäische Kommission, die bestehende europäische Richtlinie für die Präzisionszüchtung für Pflanzen, zu überarbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse über die Genomeditierung zu berücksichtigen.

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Prof. Dr. Andreas P.M. Weber (Biochemie der Pflanzen, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf),
Sprecher des Exzellenz-Clusters für Pflanzenforschung CEPLAS und
Präsident unserer Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG)


1) Chhalliyil et al. (2020): A Real-Time Quantitative PCR Method Specific for Detection and Quantification of the First Commercialized Genome-Edited Plant. Foods, 9, 1245

2) Novel Food Information - Cibus Canola Event 5715 (Imidazolinone and Sulfonylurea Herbicide Tolerant). https://www.canada.ca/en/health-canada/services/food-nutrition/genetically-modified-foods-other-novel-foods/approved-products/novel-food-information-cibus-canola-event-5715-imidazolinone-sulfonylurea-herbicide-tolerant.html). Kanadisches Gesundheitsministerium, abgerufen am 9.9.2020

24. Jul 2020 · DBG · Politik

Öffentliche Stellungnahme zur Genomeditierung von Nutzpflanzen

Die EU und Neuseeland stechen mit ihrer derzeitigen Regulation der neuen Methoden für Präzisionszüchtung heraus (nach Schmidt, Belisle, Frommer (2020), EMBO Rep 2020, e50680, https://doi.org/10.15252/embr.202050680)

132 Europäische Forschungseinrichtungen und wissenschaftliche Verbände - darunter unsere DBG – appellieren an das Europäische Parlament und die Europäische Kommission die bestehende europäische Richtlinie für die Präzisionszüchtung für Pflanzen, auch unter dem Begriff Genomeditierung bekannt, zu überarbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse über die Genomeditierung zu berücksichtigen. Das ist nicht nur wichtig, um nachhaltige Wege aus der COVID-19 Krise zu finden sondern auch, weil die Genomeditierung zahlreiche Lösungen bietet für eine einfache, zielgerichtete und schnelle Zucht klimaresistenter Nutzpflanzen. Auch die Entwicklung von Pflanzen, die weniger Düngemittel und Pestizide benötigen, ist mit diesen Methoden effizienter. Das schont die natürlichen Ressourcen unserer Erde und unterstützt daher das Erreichen der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals ,SDGs)“ der Vereinten Nationen sowie des Green Deal der EU. Das European Sustainable Agriculture through Genome Editing (EU-SAGE) Netzwerk, unter der die oben genannten Institutionen vereint sind, empfiehlt der Europäischen Kommission, diese Tatsachen zum Nutzen und zum Wohlergehen aller EU-Bürgerinnen und EU-Bürger anzuerkennen und die rechtlichen Regelungen zur Nutzung der Genomeditierung für Nutz- und Kulturpflanzen an den Stand der Forschung anzupassen. In ihrer öffentlichen Stellungnahme zitiert EU-SAGE die wissenschaftlichen Studien für die erfolgreiche Zucht genomeditierter Nutzpflanzen mit erhöhter Widerstandskraft gegenüber den Folgen des Klimawandels, mit größerer Resistenz gegenüber Schädlingen und Krankheiten und daher verbessertem Ernteertrag. Auch Studien zum verringerten Pestizideinsatz bei Reis, Wein, Weizen, Tomaten sowie Grapefruits gibt es inzwischen. Daneben lassen sich mit dieser Technik auch die gesundheitsrelevanten Eigenschaften von Obst- und Gemüsesorten mit Präzisionszüchtung beschleunigen, wie Studien belegen.

Lesen Sie die ganze Statement von EU-SAGE (pdf), ins Deutsche übertragen von

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16. Sep 2019 · DBG · Pressemitteilung

Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) fordert eine nachhaltige Ressourcen- und Klimapolitik

Entscheidungen über die Ressourcen unserer Erde müssen nachhaltig und wissenschaftsbasiert sein. Zur Eröffnung der Botanikertagung an der Universität Rostock, zu der sich mehr als 420 Pflanzenforschende angemeldet haben, fordert das Präsidium der Deutschen Botanischen Gesellschaft die Beteiligten am Klimakabinett und alle Parteien auf, nachhaltige und mutige Entscheidungen zu treffen, um die Ressourcen unseres Planeten und das Klima nachhaltig zu schützen.

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03. Sep 2019 · DBG · Politik

Grundlagenforschung wertschätzen, fördern und kommunizieren

Grundlagenforschung braucht mehr Wertschätzung, eine wirksame und längerfristige Finanzierung und die strukturelle Absicherung der dort Beschäftigten. Auch die Wissenschaftskommunikation muss ausgebaut werden, fordert der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. (VBIO) in seinem Positionspapier. Diese Positionen teilt die DBG, die im Dachverband der Biolog*innen Mitglied ist, und das Papier gemeinsam mit weiteren 12 biowissenschaftlichen Fachgesellschaften gezeichnet hat.

Quelle: VBIO

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25. Jul 2019 · DBG · Politik

Für genetische Präzisionsmethoden und nachhaltige Nutzpflanzen

Auch die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) und ihre Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie (SPPMB) appellieren an das neu gewählte Europäische Parlament und die Kommission der Europäischen Union (EU), das veraltete Gentechnikrecht aus dem Jahr 2001 an den Kenntnisstand der Wissenschaft und die internationalen Gegebenheiten anzupassen und entsprechend zu modernisieren. Gemeinsam mit 115 anderen Wissenschaftsorganisationen und -instituten plädieren sie dafür die Nutzung neuer Präzisionsmethoden der Genomeditierung zur Zucht von Kulturpflanzen zu vereinfachen, um eine nachhaltige Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion in der EU zu ermöglichen.

Lesen Sie das gemeinsame Statement (pdf), ins Deutsche übertragen von

  • Prof. Dr. Holger Puchta (Botanisches Institut, Karlsruher Institut für Technologie, KIT),
  • Prof. Dr. Claus Schwechheimer (Systembiologie der Pflanzen, Technische Universität München, TUM),
  • Prof. Dr. Caroline Gutjahr (Pflanzengenetik, Technische Universität München, TUM),
  • Prof. Dr. Andreas Graner (Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung, IPK) und
  • Prof. Dr. Ralph Bock (Max Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie, Potsdam)
  • Prof. Dr. Andreas P.M.Weber (Biochemie der Pflanzen, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
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24. Okt 2018 · DBG · Politik

Europäische Forschende sind für Präzisionszüchtung

Mehr als 85 Europäische Wissenschaftler*innen und Wissenschaftsorganisationen, darunter unsere Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG), bitten den Europäischen Gerichtshof (EuGH) das Urteil über neue Pflanzen-Züchtungsmethoden wie CRISPR/Cas9 und andere Formen der Genom Editierung zu überarbeiten. Sie alle plädieren dafür, dass Präszisionszüchtung für nachhaltige Landwirtschaft anders gehandhabt werden muss als im Urteil vom 25. Juli 2018. Die Unterzeichnenden fordern, dass Präzisionszüchtungen und Pflanzenzüchtungen ohne Fremd-Gene genau so wie herkömmliche Züchtungen anzusehen sind, weil sie genauso sicher sind. Die Erkenntnisse der Wissenschaft müssen in die Handhabung einfließen und die diesbezügliche Gesetzgebung muss daher schnellstens korrigiert werden. Langfristig muss dann auch das veraltete Gentechnikrecht an die aktuellen Erkenntnisse der Wissenschaft angepasst werden. Eine deutsche Übersetzung der belgischen Pressemitteilung bietet das Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenforschung in Potsdam auf seiner Website. Wer das Positionspapier unterstützen möchte, kann auch seinen Namen auf der Liste der Unterzeichner hinzufügen. 
Zur Pressemitteilung und offenem (englischen) Brief der Europäischen Initiative und zum Unterzeichnen

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Wochen-Chronik
29. Nov 2021 · News · Forschungsergebnis

Überraschung bei Genomanalyse der kryptischen Algen-Art Chlorokybus

Dr. Tatyana Darienko, Universität Göttingen, Mitautorin der Studie, sammelt die grünen Biofilme auf den Bäumen und Felsen, die der natürliche Lebensraum der seltenen Alge Chlorokybus sind.

Alle Landpflanzen sind aus einem einzigen evolutionären Ereignis hervorgegangen: Süßwasseralgen fassten an Land Fuß und brachten eine erstaunliche Artenvielfalt von Pflanzen auf der Erde hervor. Die Gruppe von Algen, aus der später die Landpflanzen hervorgingen, lebte und entwickelte sich jedoch bereits seit über einer Milliarde Jahren sowohl in Süßwasser- als auch in Landlebensräumen. Eine winzige Gruppe der heutzutage noch existierenden Algenvertreter, welche das am weitesten entfernte Verwandtschaftsverhältnis zu Landpflanzen aufweisen, wurde nun genauer unter die Lupe genommen. Dazu hatten sich Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen auf eine Gattung dieser seltenen Algen, Chlorokybus, konzentriert, welche „Zellpakete“ bildet und in feuchten Böden und Felsspalten lebt. Sie entdeckten, dass Chlorokybus nicht, wie bisher angenommen, eine, sondern mindestens fünf verschiedene Arten enthält. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B erschienen. „Die Erfassung der tatsächlichen Artenvielfalt dieser Algengruppe ist von entscheidender Bedeutung, um die Anpassung und die Entwicklung der Landpflanzen und ihrer Algenverwandten zu erklären“, sagt Prof. Dr. Jan de Vries von der Universität Göttingen.

Quelle: Uni Göttingen

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23. Nov 2021 · News · Forschungsergebnis

Hochrekombinogene Pflanzen für die Züchtung identifizieren

Grafische Illustration der Unterschiede in der Rekombinationsrate zwischen den 45 Sommergerstenfamilien, wobei rot eine hohe und weiß eine niedrige Rekombinationsrate bedeuten. Grafik: Federico Casale, HHU

Kombinationen aller Genvarianten zu erzeugen, um so zwischen Pflanzen mit vielen unterschiedlichen Eigenschaften die geeignetsten auswählen zu können. Die Arbeitsgruppe um den Genetiker Prof. Dr. Benjamin Stich von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat nun eine Methode entwickelt, um mittels natürlicher Variationen sogenannte hochrekombinogene Individuen zu identifizieren. Ihre bei einem großangelegten Gerstenexperiment erprobte Methode stellen sie in der Fachzeitschrift Plant Biotechnology vor.

Quelle: HHU

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23. Nov 2021 · News · Forschungsergebnis

Struktur der DNA spielt wichtige Rolle bei der Proteinbindung

Janik Sielemann bearbeitet den Code für die Vorhersagen am Computer. Foto: Uni Bielefeld

Wie Transkriptionsfaktoren spezifisch DNA binden haben Forschende der Universität Bielefeld am 12. November im Fachmagazin Nature Communications beschrieben und heute der Öffentlichkeit vorgestellt. Demnach ließen sich bestimmte, wiederkehrende Muster in der DNA erkennen, die einen Einfluss auf die Bindung eines Transkriptionsfaktors in den untersuchten Arabidopsis-Pflanzen zu haben schienen. „Die räumliche Struktur der DNA war für uns die Erklärung, warum ein Transkriptionsfaktor nicht an alle identischen Basenfolgen bindt, sondern nur an ganz bestimmten Stellen“, erklärt Biologie-Professorin Dr. Andrea Bräutigam. Für ihre Forschung analysierten die Mitglieder der Arbeitsgruppe zunächst die 3D-Struktur der DNA der Pflanze und die Basenfolgen, an denen Transkriptionsfaktoren binden. „Wir haben uns nicht nur bestimmte Basenmotive angeguckt, also sich wiederholende Abfolgen der Basenpaare in der DNA, sondern auch auf ihre Struktur im Raum geachtet“, sagt Janik Sielemann, Erstautor der Studie und Doktorand in der Arbeitsgruppe. Dazu hatten sie durch maschinelles Lernen ein Modell entwickelt, mit dem sie Vorhersagen treffen können, welche Proteine wo binden werden.

Quelle: Uni Bielefeld

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23. Nov 2021 · News · Forschungsergebnis · Politik

Biologische Vielfalt: Zeit, endlich zu handeln

Um die globalen Ziele zum Erhalt der biologischen Vielfalt zu erreichen, muss die Umsetzung auf nationaler Ebene deutlich verbessert werden. Verbindliche Maßnahmen und verantwortliche Akteure müssen klar definiert und die Umsetzung durch systematisches Monitoring überwacht werden. Diese Empfehlungen stehen im Zentrum eines dreistufigen Rahmenplans, den ein internationales Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) in der Fachzeitschrift Conservation Letters veröffentlicht hat. Um ein erneutes Scheitern der internationalen Vereinbarungen zu vermeiden, dürfe vor allem ein Fehler nicht mehr passieren.

Quelle: iDiv

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23. Nov 2021 · News · Förderung

Innovationen für gesunde Kulturpflanzen und nachhaltige Verfahren des Pflanzenschutzes gesucht

Förderaufruf: Um die Landwirtschaft in Deutschland flächendeckend nachhaltiger auszurichten und den veränderten Bedingungen im Bereich Pflanzenschutz Rechnung zu tragen, fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) innovative Vorhaben, die zur Entwicklung von nachhaltigen sowie ressourcenschonenden Maßnahmen und Pflanzenschutzverfahren beitragen. Bis 10. März 2022, 12 Uhr, können Unternehmen oder Verbünde aus Wirtschaft und Wissenschaft ihre Projektskizzen beim Projektträger Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) einreichen.  

Quelle: BLE

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22. Nov 2021 · News · Outreach · Politik

Neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Politik stärken gesellschaftliches Vertrauen

Der Stifterverband veröffentlicht eine neue Analyse und Vorschläge zur wissenschaftsbasierten Politikberatung auf Basis der Erfahrungen der Covid-19-Pandemie. Im Zentrum der Empfehlungen stehen neue Orte der ko-kreativen Zusammenarbeit von öffentlicher Verwaltung und Wissenschaft in Form eines Science Policy Hubs. Die Publikation steht als Download zur Verfügung unter: https://www.stifterverband.org/medien/wissenschaftsbasierte-politikberatung

Quelle: Stifterverband

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22. Nov 2021 · News · Forschungsergebnis

Züchtungsforschung: Mikroben-Schatz im Gerstensamen als neuer Ansatz?

Das Mikrobiom des Gerstensamens hängt in seiner Zusammensetzung und Diversität stark vom Genotyp der Gerste ab. Das zeigt eine Studie des Julius Kühn-Instituts (JKI) und der Universität Kopenhagen, die das Samen-Mikrobiom von sieben verschiedenen Gerste-Genotypen unter die Lupe genommen hat. Neben den genannten Unterschieden konnte darüber hinaus auch ein Genotyp-übergreifendes „Kern-Mikrobiom“ der Gerste identifiziert werden, wie die Forschenden im Fachmagazin Environmental Microbiome berichten.

Quelle: JKI

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22. Nov 2021 · News · Projekt

Torfersatzstoffe: Forschungsverbund bearbeitet Fragen der Gartenbau-Praxis

Versuch mit Petunie in torfreduziertem Substrat. Foto: M.-F. Ohmes, JKI

Der Forschungsverbund zur Entwicklung und Bewertung von torfreduzierten Produktionssystemen im Gartenbau, kurz ToPGa, hat seine Arbeit aufgenommen, berichtet das Julius Kühn-Institut (JKI). In dem vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) geförderten Verbundprojekt bündeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus sieben Institutionen ihre Kompetenzen. Ziel ist es, den Sparten des Gartenbaus fachliche Lösungen anzubieten, um den ökologisch dringenden Umstieg auf torfreduzierte und torffreie Substrate zu erleichtern.

Quelle: JKI

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21. Nov 2021 · News · Politik · Tagungsbericht

Biodiversität als Chance. Handeln. Jetzt.

Die digitale „Konferenz der Arten III“ endete heute mit einem großen Anliegen der mehr als 300 Teilnehmenden: Es ist jetzt nötig, zu handeln, um die abstürzende Kurve des Biodiversitätsverlustes wieder nach oben zu biegen – und zwar auf allen Ebenen! Im Privaten, an den Schule, in der Politik und in der Verwaltung. Es ist dringend notwendig, aktiv zu werden und das Artensterben zu stoppen. Die Energiewende darf nicht auf Kosten der Biodiversität gehen. Die Klimakrise kann nicht ohne die Biodiversitätskrise gedacht werden. Mit mehr Vernetzung und mehr Austausch durch gemeinsames Handeln können nachhaltige Lösungen entstehen, die die Welt lebenswerter machen. In den Vorträgen, Workshops und virtuellen Diskussionsräumen sind unglaublich viele neue mögliche Aktivitäten zur Förderung der Artenvielfalt genannt worden. Darüber berichtet das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) beim Informationsdiesnt Wissenschaft (idw).

Quelle: idw

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18. Nov 2021 · News · Forschungsergebnis

Mutter der Schattenmorelle: Genomsequenz der Steppenkirsche entschlüsselt

Steppenkirsche Prunus fruticosa. Foto und (c): Thomas Wöhner, JKI

Einer Forschungsgruppe des Julius Kühn-Instituts (JKI), der Universitäten Budapest, Greifswald und Hohenheim sowie der niederländischen Firma KeyGene ist es nun gelungen, die Bausteine des Erbguts der Steppenkirsche zu entschlüsseln. Die in der Fachzeitschrift Genomics veröffentlichte Studie beschreibt die neuartigen Technologie zur Erzeugung langer DNA-Sequenzen, mit deren Hilfe die Forschenden das bislang größte Kirschengenom mit einer Länge von 1,1 Milliarden Basen sequenzieren konnten. Die daraus abgeleiteten acht Basischromosomen ergeben eine Gesamtgröße von 366 Millionen Basen.

Quelle: JKI

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18. Nov 2021 · News · Forschungsergebnis

Weltkarte der wichtigsten Schutzgebiete zur Abwendung einer Klimakatastrophe

Eine Studie von Conservation International im Fachmagazin Nature Sustainability beschreibt die entscheidenden Ökosysteme auf der Erde, die die Menschheit schützen muss, um eine Klimakatastrophe zu vermeiden. Diese Ökosysteme enthalten so dichte Kohlenstoffspeicher, dass sie bei Zerstörung und Freisetzung nicht rechtzeitig wiederhergestellt werden könnten, um die gefährlichsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern. Diese von den Forschenden als "unwiederbringlicher Kohlenstoff" bezeichneten Speicher sind vor allem Mangroven, tropische Wälder und Torfgebiete sowie alte Wälder in den gemäßigten Breiten. Der besondere Schutz dieser entscheidenden Gebiete birgt noch einen Vorteil: Sie sind auch Horte der Artenvielfalt. So kann der gezielte Schutz dieser unwiederbringlichen Kohlenstoffspeicher gleichzeitig einen erheblichen Beitrag zum Artenschutz leisten. Das berichtet das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).

Quelle: PIK

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17. Nov 2021 · News · Forschungsergebnis

Photosystem II: großer Schritt in Richtung Entschlüsselung der Photosynthese

Einen entscheidenden Schritt in der Entschlüsselung eines der wichtigsten Prozesse zum Erhalt des Lebens auf der Erde gelang Forschenden der Humboldt-Universität zu Berlin (HU Berlin), des Berkeley National Laboratory (USA) und der Uppsala University (Schweden). Mit ultrakurzen Röntgenlaserimpulsen gelang es, atomare Schnappschüsse des Photosystem II (PSII) zu erzeugen und dabei die Funktionsweise des biologischen Nanosystems während der Wasserspaltungsreaktion zu beobachten. „Um den komplexen Mechanismus zu verstehen, ist es notwendig, die Protonenfreisetzung während der Wasseroxidation zu verfolgen“, erklärt Dr. Mohamed Ibrahim aus der Gruppe von Prof. Holger Dobbek an der Humboldt-Universität zu Berlin – einer der Hauptautoren der Studie. Die Studie haben sie im Journal Nature Communications veröffentlicht.

Quelle: HU Berlin

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17. Nov 2021 · News · Projekt

Grünlandflächen: Forschung gegen das Artensterben

Der Bestand an artenreichen Grünlandflächen nimmt seit Jahren ab. Dr. Vicky Temperton, Professorin für Ecosystem Functioning & Services an der Leuphana Universität Lüneburg, beschäftigt sich gemeinsam mit einem Team von Forscher*innen und Praktiker*innen in einem Verbundprojekt mit der Frage, wie sich diese ökologisch besonders wertvolle Landschaft wiederherstellen lässt. Das Bundesforschungsministerium (BMBF) fördert jetzt die Untersuchung von 90 ausgewählten Renaturierungsflächen aus ökologischer, sozioökonomischer und sozial-ökologischer Perspektive über drei Jahre mit gut drei Millionen Euro, rund 1,2 Millionen davon für das Team der Leuphana.

Quelle: Leuphana Universität Lüneburg

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16. Nov 2021 · News · Forschungsergebnis

Naturstoffe beenden Single-Dasein – bei der Grünalge Chlamydomonas reinhardtii

Zwei oder mehr Chlamydomonas reinhardtii-Zellen lagern sich unter Einfluss von Marginolaktonen zu sogenannten Gloeokapsoiden zusammen, die von einer gemeinsamen Außenhülle umgeben sind. Aufnahme: Mario Krespach, Leibniz-HKI

Marginolaktone – von Bodenbakterien produzierte Naturstoffe – lösen die Bildung eines bislang unbekannten mehrzelligen Zustands bei der eigentlich einzelligen Grünalge Chlamydomonas reinhardtii aus. Die Entstehung von vielzelligen Organismen stellte einen wesentlichen Schritt in der Entstehung von Tieren und Pflanzen dar. Doch wie kam es dazu, dass aus einzelligen Organismen dauerhafte mehrzellige Lebewesen wurden? Ein mögliches Puzzlestück dieser komplexen Vorgänge konnte ein Forschungsteam aus Jena und Leipzig jetzt entschlüsseln. Seine Ergebnisse veröffentlichte es unter dem Titel Bacterial marginolactones trigger formation of algal gloeocapsoids, protective aggregates on the verge of multicellularity im Fachmagazin PNAS, wie das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Institut (HKI) meldet.

Quelle: Leibniz-HKI

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15. Nov 2021 · News · Anwendung · Köpfe und Karrieren

iGEM-Sieg für schneller zu entwickelnde Nutzpflanzen

Das Marburger iGEM-Team holte den Gesamtsieg beim diesjährigen Wettbewerb. Foto: Uni Marburg

Auch in diesem Jahr kamen Studierende aus der ganzen Welt zusammen, um sich im Bereich der synthetischen Biologie zu messen. Dabei waren die Studierenden der Philipps-Universität Marburg besonders erfolgreich: Sie holten den Gesamtsieg des internationalen iGEM-Wettbewerbs (international Genetically Engineered Machine (iGEM) competition, https://jamboree.igem.org/results/specials). Das Marburger Gewinn-Team entwickelte eine neue Technologie, um die Erforschung neuer klimaresistenter Nutzpflanzen rasant zu beschleunigen – das Konzept überzeugte die Jury. „Dazu haben sie zellfreie Systeme entwickelt, die es erlauben, genetische Bausteine zu testen, ohne die Erbinformation DNA in eine lebende Zelle einbringen zu müssen,“ sagt der molekulare Pflanzenphysiologe Prof. Dr. Lars Voll. Er betreute das Studierendenteam gemeinsam mit Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Institutes für terrestrische Mikrobiologie, Coach Rene Inckemann und Dr. Henrike Niederholtmeyer, Leiterin der Emmy Noether Forschungsgruppe Cell Free Biology. „Dieser zellfreie Ansatz könnte in der Zukunft die Entwicklung neuer Nutzpflanzen rasant beschleunigen, da viele Tests innerhalb eines Tages etabliert sowie mit hohem Durchsatz durchgeführt werden können, bevor eine lebende Pflanze verändert wird,“ sagte Voll.

Quelle: Uni Marburg

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11. Nov 2021 · News · Forschungsergebnis

Wälder auf dem Teller

Während der Agrarhandel wichtig für die Ernährung zahlloser Menschen ist, stellt er zugleich auch eine wichtige Triebkraft für Abholzung, den Verlust natürlicher Habitate und den Verlust von Biodiversität dar. Foto: Wikimedia Commons

Senckenberg-Wissenschaftler*innen haben eine der wenigen Überblicksstudien zu den ökologischen Auswirkungen des weltweiten Lebensmittelhandels im Fachjournal One Earth veröffentlicht. Die ökologischen Kosten des Handels – insbesondere von Kaffee, Tee, Soja und Rindfleisch – sind laut der Studie unverändert hoch. Die Forscher*innen plädieren dennoch dafür, den Agrarhandel differenziert zu betrachten und auch seine positiven Wirkungen zu berücksichtigen.

Quelle: Senckenberg

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11. Nov 2021 · News · Tagungsbericht

Zukunft des Gartenbaus

Marvin Krüger, Mitarbeiter am Julius Kühn-Institut, demonstriert den mobilen Messstand zur Analyse des Gesundheitszustands von Paprikapflanzen. Foto: Mariska Schäffer, HortiCo 4.0

Vom 9. bis 11. November 2021 trafen sich Forschende aus ganz Deutschland in Braunschweig zu einem Erfahrungsaustausch wie man Schnittblumen und andere Zierpflanzen frisch, möglichst umweltverträglich im Idealfall mit kurzen Wege bis zum Verkauf prodzuieren kann. Die Forschenden berieten daher über neue digitale und technische Wege für den „Gartenbau 4.0“. Entscheidend ist es, so wurde auf dem Workshop deutlich, Forschungsergebnissen den Weg in die gärtnerische Praxis zu ebnen. Denn gute Ideen für Innovationen und Automatisierungen sind keine Selbstläufer. Einen Einblick in die Gartenbau-4.0-Forschungen am Julius Kühn-Institut gewährten die Wissenschaftler Jelto Branding und Marvin Krüger. Sie demonstrierten unter anderem einen Versuchsaufbau, der es ermöglicht, verschiedene Insekten an ihren Fluggeräuschen zu erkennen, sowie einen mobilen Messstand, der mit hyperspektraler Bildgebung den Gesundheitszustand einer Pflanze analysieren kann, ohne zuvor eine Blatt- oder Bodenprobe zu entnehmen. Inwiefern es möglich ist, auch aus den Entwicklungen in der Landwirtschaft Nutzen für den Gartenbau zu ziehen, wurde mit Prof. Dr. Jens Karl Wegener vom Julius Kühn-Institut (JKI) erörtert.

Zum Tagungsbericht beim JKI

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10. Nov 2021 · News · Ausschreibung · Förderung

Mitforschen erwünscht!

Hochschulwettbewerb im Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt!

Im Rahmen des Hochschulwettbewerbs sucht Wissenschaft im Dialog (WiD) kreative und interaktive Projekte, die Forschung und Kommunikation zusammen denken, indem sie gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung durchgeführt werden und Fragen der Öffentlichkeit in ihre Forschung mit einbeziehen. Kurzum: Projekte, die auf kreative Weise die vielen verschiedenen Dimensionen der gesellschaftlichen Partizipation an Wissenschaft und Forschung ausloten. Im diesjährigen Hochschulwettbewerb lautet das Motto: „Mitforschen erwünscht!“ Die besten 15 Projektideen werden mit je 10.000 € zur Umsetzung der Partizipationsvorhaben gefördert und mit Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich der Wissenschaftskommunikation sowie dem Zugang zum Alumni-Netzwerk des Hochschulwettbewerbs belohnt.

Details hat der VBIO zusammengestellt 

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09. Nov 2021 · News · Projekt

Sechs Richtige für Europas Äcker

Im CROPDIVA-Projekt werden Feldversuche zum Mischanbau durchgeführt, wie z.B. von Hafer und Ackerbohne. Foto: Stefanie Hahn, JKI

Hafer, Nacktgerste, Triticale, Buchweizen, Ackerbohnen und Lupinen, diese sechs Ackerkulturen sollen wieder häufiger auf europäischen Feldern wachsen. Die sechs sind nicht mehr so häufig in den Fruchtfolgen zu finden, u. a. weil sie züchterisch wenig bearbeitet wurden oder ihr Anbau aus anderen Gründen für Landwirte nicht mehr lukrativ ist. Das soll sich ändern und CROPDIVA, ein neues Horizon 2020-Projekt, will dazu beitragen. Dazu haben sich 27 europäische Partner aus 12 Ländern zusammengeschlossen, um die genetische Diversität der unternutzten Kulturarten zu erforschen, Impulse zur Züchtung besserer Sorten zu geben und um lokale Wertschöpfungsketten zu fördern. Beteiligt sind auch Forschende des Julius Kühn-Instituts (JKI) in Mecklenburg-Vorpommern. Die Koordination für das Züchtungsarbeitspaket an den sechs Kulturarten liegt beim JKI.

Quelle: JKI

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08. Nov 2021 · News · Ausbildung · Förderung

Neues Graduiertenkolleg untersucht zelluläre Reaktionen auf Stress

Bei extremen Umweltbedingungen wie Hitze, Trockenheit oder hohen Salzkonzentrationen schalten Organismen in den Stressmodus, um sich zu schützen. Dabei laufen in den Zellen von Pilzen, Pflanzen, Tieren und Menschen ähnliche Reaktionsroutinen ab. Doch welche fundamentalen Prinzipien stecken dahinter, welche Umbaumaßnahmen in den Zellen führen letztlich zu Resistenz und damit der Anpassung an „ungemütliche“ Lebensbedingungen? Dies untersuchen jetzt Forschende aus den Fachbereichen Biologie und Chemie an der TUK im neuen Graduiertenkolleg STRESSistance. Das Kolleg erhält rund 3,9 Mio. Euro in einer ersten Förderperiode über viereinhalb Jahre und ist eines der 14 neuen Graduiertenkollegs, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert. das Vorhaben mit rund 3,9 Mio. Euro in einer ersten Förderperiode über viereinhalb Jahre. Sprecher ist Prof. Dr. Johannes Herrmann von der TU Kaiserslautern. Eines der verlängerten Graduierenkollegs analysiert den "Einfluss funktionaler Eigenschaften beigemischter Koniferen auf die Funktionsweise von Rotbuchenökosystemen“. Deren Sprecher ist  Professor Dr. Christian Ammer von der Universität Göttingen.

Quelle: TU Kaiserlautern beim idw

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05. Nov 2021 · News · Forschungsergebnis

Auch Witterung im Winter wichtig für den Getreideertrag

Die Witterungsbedingungen im Winter sowie in den Übergangsphasen von Herbst zu Winter und von Winter zu Frühjahr beeinflussen die Ertragsleistung wichtiger Getreidearten wie Wintergerste und Winterweizen maßgeblich. Dies ist das Ergebnis der Forschungsarbeit eines Wissenschaftsteams am Lehrstuhl für Pflanzenernährung vom am Lehrstuhl für Pflanzenernährung der Technischen Universität München (TUM), über das sie im Fachmagazin Climate berichten.

Quelle: TUM 

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05. Nov 2021 · News · Projekt

Projekt SUPERB unterstützt Widerherstellung von Biodiversität und Ökosystemleistungen der Wälder

Entscheidungsträger*innen bei Maßnahmenplanungen zur Wiederherstellung von Biodiversität und Ökosystemleistungen der Wälder zu unterstützen ist ein Ziel des Forschungsverbundes SUPERB – Systemic Solutions For Upscaling Urgent Ecosystem Restoration For Forest Related Biodiversity And Ecosystem Services der EU zum European Green Deal. Ein weiteres: ein dauerhaftes förderliches Umfeld für einen Wandel hin zu einer großflächigen Wiederherstellung von Wäldern und Waldlandschaften vor dem Hintergrund des Klimawandels schaffen. Daran beteiligt sind sind Prof. Dr. Jürgen Bauhus und Dr. Metodi Sotirov von der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Universität Freiburg. SUPERB erhält circa 20 Millionen Euro, wovon 732.500 Euro auf die Universität Freiburg entfallen.

Quelle: Uni Freiburg

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04. Nov 2021 · News · Forschungsergebnis

Wasserpflanze offenbart evolutionäre Überraschungen in Erbgut-Sequenz

Betreibt eine besondere Art der Photosynthese: Isoëtes taiwanensis, ein Brachsenkraut. Foto: Pi-Fong Lu

Brachsenkräuter sind ein im Wasser lebender, uralter Stamm der Gefäßpflanzen. Er hat sich vor mehr als 400 Millionen Jahren von anderen Gefäßpflanzen evolutionär abgespalten. Ein internationales Forschungsteam, an dem auch die Universität Göttingen beteiligt war, hat zum ersten Mal das vollständige Genom sequenziert. Wie das Team in der Fachzeitschrift Nature Communications schildert, betreibt Isoëtes taiwanensis Photosynthese vom CAM-Typ, der üblicherweise von Wüstenpflanzen praktiziert wird. Anhand der Daten konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verstehen, wie diese Wasserpflanzen die CAM-Photosynthese regulieren, um unter Wasser um Kohlenstoffdioxid zu konkurrieren. Prof. Dr. Jan de Vries aus Göttingen konnte durch die Analysen Aufschluss über die verschiedenen Evolutionswege geben, die zum „Holzmolekül“ Lignin führen. 

Quelle: Uni Göttingen

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04. Nov 2021 · News · Karriere

Nächster virtual jobvector career day für Naturwissenschaft

Am 19. November 2021 findet die nächste Karriere-Veranstaltung von jobvector statt. Nach der erst vor Kurzem erfolgten Auflage im September, kündigt jobvector nun an, im kommenden Monat wieder Jobsuchende durch die MatchMaking-KI mit passenden Arbeitgebern zusammen zu bringen und ihrem Traumjob einen Schritt näher zu kommen. Durch die Möglichkeit Einzelgespräche in Form eines Videocalls zu führen, können sich Jobsuchende direkt bei den Arbeitgebern über ihre Jobchancen erkundigen. Die Anmeldung für den virtual jobvector career day am 19. November ist ab sofort ebenfalls kostenfrei unter www.jobvector.de/karrieremesse/ möglich.

Quelle: VBIO

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03. Nov 2021 · News · Forschungsergebnis

Seegras nimmt Stickstoff auf dank symbiotischer Bakterien

Die Symbiose unter dem Mikroskop: Links ein Querschnitt durch eine Seegraswurzel, rechts eine Fluoreszenzaufnahme der Bakterien (in Pink) im Inneren der Seegraswurzel. Aufnahmen: D. Tienken, S. Ahmerkamp, MPI für Marine Mikrobiologie

Seegraswiesen speichern große Mengen Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre im Ökosystem. Zum Wachsen brauchen Seegräser Nährstoffe, vor allem Stickstoff. Bisher glaubte man, dass die Pflanzen den Stickstoff vorwiegend aus dem Wasser und Sediment aufnehme – die allerdings extrem nährstoffarm sind. Nun zeigen Forschende des Bremer Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie im Fachmagazin Nature, dass Seegras im Mittelmeer in seinen Wurzeln eine Symbiose mit einem Bakterium unterhält, welches den für das Wachstum notwendigen Stickstoff liefert. Das war bisher nur von Landpflanzen bekannt.

Quelle: MPI für Marine Mikrobiologie

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02. Nov 2021 · News · Forschungsergebnis

Hundsgiftgewächse sind tropischen Ursprungs

Die "Wüstenrose" (Adenium obesum) ist eine strauchartige Stängel-Sukkulente der trockenen Regionen Afrikas und Arabiens. Photo und (c): Ulrich Meve (Sabya, Saudi Arabia)

Gemeinsam mit einer brasilianischen Forschergruppe hat ein Team des Lehrstuhls für Pflanzensystematik an der Universität Bayreuth die evolutionäre Entwicklung der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae) erforscht. Diese Familie von Blütenpflanzen, die zu den zehn größten der Welt gehört, hat ihren Ursprung in den Tropen. Bei ihrer globalen Verbreitung spielte der afrikanische Kontinent eine entscheidende Rolle, schildern die Forschenden im Fachmagazin Frontiers in Ecology and Evolution.

Quelle: Uni Bayreuth

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02. Nov 2021 · News · Forschungsergebnis

Landwirtschaft weltweit muss sich schon innerhalb des nächsten Jahrzehnts auf neue Klimarealität einstellen

Neue Computer-Simulationen der NASA und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) sagen tiefgreifende Veränderungen in den Anbaubedingungen und Erträgen der wichtigsten Kulturpflanzen schon in den nächsten 10 Jahren voraus, wenn sich die derzeitigen Trends der globalen Erwärmung fortsetzen. In den wichtigsten Kornkammern der Welt wird es viel schneller als bisher erwartet zu gravierenden Veränderungen kommen, so dass sich die Landwirte in aller Welt schon jetzt an die neuen klimatischen Gegebenheiten anpassen müssen. Bis Ende 2100 könnten die Maiserträge um fast ein Viertel zurückgehen, während die Weizenerträge möglicherweise weltweit um etwa 17 % steigen könnten, berichtet das Forschungsteam in der Fachzeitschrift Nature Food.

Quelle: PIK

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Stellenangebote
26. Nov 2021 · Offene Stellen

Wissenschaftliche Mitarbeit / PostDoc (m/w/d)

KI-gestützte Biodiversitätsforschung (Forschungsgruppe Flora Incognita)

Max Planck Institut für Biogeochemie, Abteilung Biogeochemische Integration, Forschungsgruppe Flora Incognita, Jena, und Technische Universität Ilmenau, Fachgebiet Datenintensive Systeme und Visualisierung, Ilmenau

Start: sobald wie möglich  

Deadline: 17 Dezember 2021

Details: MPI-BCG Jena

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26. Nov 2021 · Offene Stellen

Promotionsstelle (m/w/d)

KI-gestützte Biodiversitätsforschung (Flora Incognita)

Max Planck Institut für Biogeochemie, Abteilung Biogeochemische Integration, Forschungsgruppe Flora Incognita, Jena, und Technische Universität Ilmenau, Fachgebiet Datenintensive Systeme und Visualisierung, Ilmenau

Start: sobald wie möglich  

Deadline: 17 Dezember 2021

Details: MPI-BCG Jena

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16. Nov 2021 · Offene Stellen

Wissenschaftliche Mitarbeit (m/w/d) / Promotionsstelle

Bedeutung des Pflanzennährstoffes Magnesium für das Öffnen und Schließen der Blattstomata der Ackerbohne

Hochschule Geisenheim University, Institut für Bodenkunde und Pflanzenernährung, Geisenheim, Deutschland

Start: 15 Januar 2022

Deadline: 10 Dezember 2021

Details (pdf)

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12. Nov 2021 · Offene Stellen

Wissenschaftliche Mitarbeit / PostDoc Stelle (m/w/d)

Pflanzliche RNA-Biologie

Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Institute for Molecular Physiology, Molekulare Pflanzenwissenschaft, Mainz, Deuschland

Start: 1 Februar 2022

Deadline: 19 Dezember 2021

Details (pdf)

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08. Nov 2021 · Offene Stellen

W2 Tenure Track Assistant Professorship (m/f/d)

Plant Genome Engineering

Technical University of Munich (TUM), School of Life Sciences, Department Molecular Life Sciences, Munich, Germany

Start: as soon as possible  

Deadline: 30 November 2021

Details: TUM

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08. Nov 2021 · Offene Stellen

W2 Tenure Track Assistant Professorship (with tenure track to W3) or W3 Associate (m/f/d)

Plant Proteins and Nutrition

Technical University of Munich (TUM), School of Life Sciences, Department Molecular Life Sciences, Munich, Germany

Start: as soon as possible

Deadline: 6 December 2021

Details: TUM

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04. Nov 2021 · Offene Stellen

PostDoc position (m/f/d)

Light reactions of photosynthesis in plant and algae

Goethe Universität Frankfurt, Institut für Molekulare Biowissenschaften, Frankfurt, Germany

Start: March 2022

Deadline: 30 November 2021

Details (pdf)

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03. Nov 2021 · Offene Stellen

Wissenschaftliche Mitarbeit (m/w/d)

Mechanismen der Coccolith-Morphogenese von Kalkalgen

TU Dresden, Fakultät Biologie, Institut für Genetik, Molekulare Zellbiologie der Mikroalgen, Dresden, Deutschland  

Start: sobald wie möglich

Deadline: 24 November 2021

Details: TU Dresden

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26. Okt 2021 · Offene Stellen

9 PhD positions (m/f/d)

International Max Planck Research School (IMPRS): Understanding Complex Plant Traits using Computational and Evolutionary Approaches

Max Planck Institute for Plant Breeding Research (MPIPZ), Cologne, Germany, and University of Cologne, Germany

Start: between April and October 2022

Deadline: 6 December 2021

Details (pdf)

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25. Okt 2021 · Offene Stellen

Doktorand*innen Stelle

Ektomykorrhiza-induzierte pflanzliche Genexpression in Pappeln

Universität Bremen, Fachbereich 2, Botanik, Bremen, Deutschland

Start: 1 April 2022

Deadline: 15 Januar 2022

Details (pdf)

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19. Okt 2021 · Offene Stellen

Full Professorship (W3)

Plant Cell Biology

University of Freiburg, Faculty of Biology, Institute of Biology II, Freiburg, Germany

Start: as soon as possible

Deadline: 15 December 2021

Details: Freiburg University

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07. Sep 2021 · Offene Stellen

PhD position (m/f/d)

Redox-regulation of epigenetic mechanisms in response to future climate conditions

Helmholtz-Edinburgh International Research School for Epigenetics, Helmholtz Zentrum München and Edinburgh University, Munich / Edinburgh, Germany / Scotland

Start: May 2022

Deadline: 15 October 2021

Details (pdf)

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09. Jul 2021 · Offene Stellen

Wissenschaftliche Mitarbeit / PhD position (m/w/d)

Pflanzenbiotechnologie und Bioinformatik

TU Braunschweig, Institut für Pflanzenbiologie, Braunschweig, Deutschland

Start: 1 Oktober 2021

Deadline: 15 August 2021

Details: TU Braunschweig

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DBG-Veranstaltungen
DBG · Veranstaltung

Termine

18. - 19. November 2021

DBG's first Eduard Strasburger HOT TOPIC Workshop It's in your RNA: Emerging new techniques to unravel transcriptional and post-transcriptional regulation in plants on a global scale (#DBGHotTop2021)

2022

Konferenz Molecular Biology of Plants der Section Plant Physiology and Molecular Biology der DBG an der Sportschule Hennef, 15 - 18 Februar 2022

International Conference of the German Society for Plant Sciences, Botanik-Tagung, in Bonn: 28 August - 1 September 2022

Über die DBG

Portrait

Die DBG ist das größte Netzwerk für Pflanzenwissenschaften und Botanik im deutschsprachigen Raum. Als gemeinnützige Gesellschaft vertritt sie alle Fachdisziplinen und fördert die Wissenschaft. Sie ist eine der ältesten, aktiven Botanischen Gesellschaften der Welt, bringt Nachwuchskräfte voran, vereint alle Forschergenerationen und unterstützt den Austausch ihrer rund 950 Mitglieder.

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Mitgliedschaft