Biodiversität · News · Forschungsergebnis · Politik

Fahrplan für ein europaweites Biodiversitäts-Monitoring

Ein europaweites Monitoring soll den Wandel der biologischen Vielfalt verfolgen und den Naturschutz unterstützen. Das Foto zeigt einen Buchenwald im thüringischen Nationalpark Hainich. Foto und (c): Stefan Bernhardt

Die Biodiversität verändert sich, doch den Regierungen fehlen gute Daten, um den Wandel zu verfolgen und wirksame Naturschutzmaßnahmen abzuleiten. Eine neue Studie unter der Leitung der Universität Amsterdam (UvA), des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) schlägt nun einen umfassenden Fahrplan für den Aufbau eines modernen europäischen Netzwerks für Biodiversitätsbeobachtung (BON) vor – eines Netzwerks, das zu einem globalen Vorbild für das Monitoring biologischer Vielfalt werden könnte. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Nature Reviews Biodiversity veröffentlicht.

Quelle: iDiv
News · Forschungsergebnis

Torfseen im Kongobecken geben Jahrtausende alten Kohlenstoff ab

Am Zusammenfluss von Fimi und Kasaï in der Demokratischen Republik Kongo trifft schwarzbraunes Wasser aus Waldlandschaften auf das von Eisenoxiden rot gefärbtem Wasser aus Savannenlandschaften. Foto und (c): Matti Barthel, ETH Zürich

Forschende decken erstmals auf, dass große Schwarzwasserseen in den ausgedehnten Torfgebieten des zentralen Kongobeckens uralten Kohlenstoff ausstoßen. Bisher ging die Klimaforschung davon aus, dass der Kohlenstoff im Torf sicher für Jahrtausende gespeichert wird. Wie der Kohlenstoff aus dem Torf bis zum See mobilisiert und schließlich als CO2 in die Atmosphäre entlassen wird, ist noch nicht bekannt. Änderungen beim Klima und bei der Landnutzung, vor allem der Umwandlung von Wald in Kulturland, könnten den Trend verstärken – mit Folgen für das globale Klima. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse des Teams u.a. der Eidgenössischen Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich) im Fachjournal Nature Geoscience.

Quelle: ETH Zürich