1,25 Millionen Euro für Erforschung bakterieller Infektionswege im Reis
Mit der Reinhart-Koselleck-Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) möchte Prof. Dr. Wolf B. Frommer mit seinem Team an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) diejenigen Mechanismen untersuchen, mit denen schädliche Bakterien in das Wasserleitgewebe (Xylem) von Reis eindringen und sich dort ausbreiten. Bakterien wie Xanthomonas oryzae pv. oryzae (Xoo) verursachen die sogenannte Weißblättrigkeit (englisch Bacterial Blight), eine der häufigsten Erkrankungen des Reises. Weltweit verursacht sie erhebliche Ernteausfälle, die eine veritable Gefahr für Reisbauern darstellen. Die Pflanze schützt sich zwar durch mehrere Barrieren, doch Xoo nutzt spezifische Strategien, um in die Wasserleitbahnen einzudringen, sich gegen den Wasserstrom zu bewegen und Nährstoffe aus der Pflanze zu gewinnen. Bisher ist wenig über die genauen Schritte der Infektion bekannt; besonders auf zellulärer Ebene und in Echtzeit existieren nur wenige empirische Beobachtungen. Das neue Projekt soll diese Lücke schließen. Mit modernsten Bildgebungsverfahren, Einzelzell-Analysen und Genomeditierung (CRISPR-Cas) wollen die Düsseldorfer Forschenden die verschiedenen Phasen der Infektion. Dabei steht das grundlegende Verständnis der Infektionsmechanismen im Vordergrund. Auf dieser Basis können gegebenenfalls in einem nächsten Schritt resistente Reissorten entwickelt werden.