Wie die Natur die Photosynthese quantenphysikalisch optimiert
Quantenphysikalische Effekte wirken nicht nur in Teilchenbeschleunigern oder Speziallaboren, sondern in jedem grünen Blatt. Denn alle biologischen Prozesse, bei denen es um Energieübertragung oder Lichtabsorption geht, unterliegen den Gesetzmäßigkeiten der Quantenphysik. Wie sich solche Quanten-Effekte auf Elektronenbewegungen auswirken, erforschen Physiker und Biologen der Universitäten Münster und Ulm sowie der Hebrew University of Jerusalem im NEXT – Quantum Biology genannten Projekt der VolkswagenStiftung. „Biologische Energieprozesse wie die Photosynthese oder die Zellatmung verlaufen in Natura viel schneller und effektiver, als sie sich mit den Gesetzen der klassischen Physik oder Chemie erklären lassen“, sagt Professor Martin Plenio von der Universität Ulm. Zusammen mit Professor Helmut Zacharias (Koordination) und Professor Michael Hippler aus Münster und dem israelischen Wissenschaftler Professor Yossi Paltiel möchte der Ulmer Quantenforscher herausfinden, welche Rolle dabei die Quantenphysik spielt. Alle vier Forschenden erhalten dafür jeweils eine halbe Million Euro.