News · Politik

EU-Länder können über den Anbau von gv-Pflanzen künftig selbst entscheiden

EU-Ministerrat und Europa-Parlament haben sich geeinigt: Künftig können einzelne Mitgliedsstaaten den Anbau gentechnisch veränderter (gv) Pflanzen auf ihrem Gebiet untersagen. Ein solches Verbot muss für jede neu zugelassene gv-Pflanze einzeln ausgesprochen und begründet werden. Generelle Verbote sind nicht erlaubt. Im Kern hat sich der Ministerrat mit seinen im Sommer beschlossenen Verfahrensregeln durchgesetzt. Die abschließenden Abstimmungen im Januar gelte nur noch als Formsache, schreibt das Portal Transgen.

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News · Forschungsergebnis

Ozean paradox! - Kieselalgen, Kohlendioxid und Klima

Die Kieselalge Arachnodiscus sp. Foto: C. Lopes, CIIMAR, Porto

In den Proceedings der US-amerikanischen Akademie der Wissenschaften (PNAS) berichtet ein internationales Forschungsteam von überraschenden Vorgängen im Ozean: Als sich die Erde am Ende der letzten Eiszeit erwärmte, nahmen die Wachstumsraten des pflanzlichen Planktons im Nordost-Pazifik ab. Dennoch wurde mehr Überreste der mikroskopisch kleinen Pflanzen am Meeresboden abgelagert. In ihrem Artikel klären die Forschenden das scheinbare Paradoxon auf und zeigen seine Bedeutung für unsere Klimazukunft auf, meldet das Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen (MARUM).

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News · Anwendung

Nachhaltiges Gewächshaus

Die Zukunftsinitiative Niedrigenergiegewächshaus (ZINEG) hat den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung 2014 erhalten. Das Gewächshauskonzept schont Ressourcen auf allen Ebenen der Pflanzenproduktion und ermöglicht einen regionalen, klimafreundlichen Anbau von frischem Gemüse. Johanna Wanka hat den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung für die innovativste Idee für eine Green Economy vergeben, meldet ihr Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Zum Forschungsverbund gehören die  Hochschule Osnabrück, die Humboldt-Universität zu Berlin (HU), die Technische Universität München und die Leibniz Universität Hannover sowie fünf weitere Forschungseinrichtungen. Seit Mai 2009 forschte das Team gemeinsam an einer Lösung im Gartenbau- und Gewächshaussektor regionale Kreisläufe zu etablieren und hat den Engergieverbrauch deutlich gesenkt.

Quellen: BMBF

Hochschule Osnabrück

HU beim idw

TUM

Uni Hannover

News · Forschungsergebnis

Wild siegt über Artenschutz

Wildverbiss im thüringischen Naturwaldreservat Keula. Foto: Thomas Stephan

Schutzgebiete im Wald können kaum zum Artenschutz beitragen, solange Wild die artenreiche Baumverjüngung der geschützten Waldfluren auffrisst, macht eine Studie deutlich. Nicht überall wo Artenschutz erreicht werden soll, kommt es auch zum Schutz von Arten, wie Forschende vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie (bgc) in Jena zusammen mit rumänischen Kollegen auf fast 7000 Flächen in Thüringen und in Rumänien bei der Untersuchung der Waldverjüngung herausfanden. Die im Fachjournal Annals of Forest Research veröffentlichten Daten machen deutlich, dass Artenschutz und deren Konzepte nur im komplexen Zusammenhang mit der gesamten Fauna und Flora gesehen werden kann.
Quelle: bgc

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News · Veranstaltung

Wasserlinsen in Grundlagenforschung und Anwendung

Vom 3. bis  6. Juli 2015 treffen sich die Wasserlinsenforscher an der Kyoto-Universität in Japan zur 3rd International Conference on Duckweed Research and Applications 2015 (ICDRA). Dort können alle Grundlagenforscher und Anwendungs-Spezialisten zusammenkommen, die den Kurs in der Nutzung dieses neuen Agrikultursystems mitgestalten möchten. Dieses System eignet sich sowohl zur Biomassenproduktion als auch zur Reinigung von Abwässern.
Details im Circular (pdf)

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News · Forschungsergebnis

Karnivore Klebefallen aus Baltischem Bernsteinwald

Fossile Klebefalle der fleischfressenden Pflanze in Baltischem Bernstein. Foto: PNAS und Universität Göttingen, Alexander Schmidt

Ein Forscherteam hat die weltweit ersten, fossilen Klebefallen einer karnivoren Pflanze entdeckt. Dabei handelt es sich um zwei mit Drüsen bedeckte Blättchen, die in einem Stück Baltischen Bernsteins eingeschlossen sind. Das Bernsteinstück stammt aus einem Tagebau bei Kaliningrad in Russland und ist etwa 35 bis 47 Millionen Jahre alt. Bisher beschränkte sich der fossile Nachweis karnivorer Pflanzen auf Samen und Pollen von Sonnentaugewächsen. Die Ergebnisse stellte das Team der Universitäten Göttingen, Bielefeld und der Botanischen Staatssammlung München (SNSB-BSM) im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA (PNAS) vor. Das meldet das SNSB beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: SNSB

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News · Forschungsergebnis

„Algenmelder“ für Gewässer

Neues Messgerät für Algenwachstum zur Überwachung der Gewässer-funktionalität. Foto und Copyright: HA Hessen Agentur GmbH, Jan Michael Hosan

Wenn sich Baggerseen farblich ins blau-grüne verändern, kann dies von einer „Algenblüte“ herrühren. Auch in anderen Gewässern können Verunreinigungen und klimatische Extreme dazu führen, dass sich Algen zu sehr vermehren und die vorgesehene Nutzung von Gewässern beeinträchtigen. Ein neues Messgerät ermöglicht es nun, Veränderungen in Bächen, Flüssen und Seen zu dokumentieren, um bei unerwünschten Zuständen rascher einzugreifen. Der „Algenmelder“ misst und zeichnet verschiedene Wasserparameter auf. Er wurde von der Mesocosm GmbH in Kooperation mit dem LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F), dem Forschungszentrum Neu-Ulrichstein und weiteren Partnern entwickelt, meldet das zu Senckenberg gehörende BiK-F beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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News · Wirtschaft

Biotech-Aufschwung an der Börse

Der europäische Kapitalmarkt ist für die Biotech-Industrie wieder eine ernstzunehmende Finanzierungsalternative. Dies belegen Ergebnisse einer neuen Studie, über die das Portal Biotechnologie berichtet: Demnach haben sich insgesamt zwölf Firmen im Jahr 2014 für einen Börsengang an einem der 15 Handelsplätze in Europa entschieden. Weitere sechs sind an die US-Börse Nasdaq gegangen. Insgesamt drei deutsche Firmen haben sich neu notieren lassen, allerdings alle außerhalb ihres Heimatmarktes.
Quelle: Biotechnologie.de

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News · Politik

US-Pflanzenwissenschaftler werden politischer

Der neue Präsident der US-amerikanischen Gesellschaft für Pflanzenwissenschaftler (ASPB), Julian Schroeder, wünscht sich mehr politisches Engagement der Mitglieder. Dazu hat die Gesellschaft eigens neue Seiten in ihrem Webauftritt eingerichtet, auf denen sie Tipps und Links für Outreach und das Treffen mit Politikern anbietet, um die Anliegen der Pflanzenforscher mit vielen Stimmen vorzubringen.
Quelle: Blog der ASPB

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News

Neue Seerosenart in Kanada entdeckt

Die neubeschriebene Seerosenart Nymphaea loriana ist im Norden Kanadas heimisch. Aufnahme am Egg Lake, Saskatchewan. Bild und copyright: T. Borsch and C.B. Hellquist

Schon vor 60 Jahren wurden in Kanada Seerosen beobachtet, die sich von der weitverbreiteten nordamerikanischen Wohlriechenden Seerose (Nymphaea odorata) äußerlich unterscheiden. Botaniker wussten den Fund nicht einzuordnen. Ein internationales Wissenschaftlerteam hat das Rätsel nun gelöst: es ist eine eigene Art. Sie wurde gerade unter dem Namen Nymphaea loriana in der Zeitschrift Botany veröffentlicht. An der Entdeckung beteiligt waren die führenden Experten für Seerosen Thomas Borsch und seine Arbeitsgruppe am Botanischen Garten und Botanischen Museums Berlin-Dahlem (BGBM) der Freien Universität Berlin sowie US-Forscher, unter anderem des Massachusetts College of Liberal Arts.
Quelle: BGBM

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News · Forschungsergebnis

Vorbereitung für den »Stresstest« im Meer

Steigende Temperaturen, saureres Wasser und weniger Nährstoffe – der Klimawandel stellt das ökologische Gleichgewicht der Ozeane vor neue Herausforderungen. Viele dieser Stressoren, wirken gleichzeitig auf die Meereslebewesen und können sich sogar gegenseitig verstärken oder abmildern. Bisher wurden die Stressfaktoren zumeist individuell und getrennt voneinander betrachtet. Ein internationales Forscherteam hat nun mit Beteiligung der Geoökologin Sinikka Lennartz von der Technischen Universität Braunschweig einen Ansatz entwickelt, der eine systematische und gemeinsame Untersuchung wichtiger Stressoren ermöglicht. Grundlage der Studie waren Untersuchungen des Phytoplanktons. Mit Hilfe von Klimasimulationen und einem statistischen Verfahren gelang es dem Forscherteam mehrere Stressfaktoren zu erfassen und zu gruppieren, um ihre Wirkung als so genannte Multistressoren auf das Phytoplankton besser verstehen und abbilden zu können. Ihre Studie ist in der aktuellen Ausgabe der Fachjournals Nature Climate Change veröffentlicht.
Quelle: TU Braunschweig

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News · Politik

Status der Verhandlungen: Nationale Verbote beim Gentechnik-Anbau

Die Verhandlungen zwischen EU-Ministerrat und Europa-Parlament über nationale Ausstiegsklauseln beim Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen kommen in die entscheidende Phase. Weitgehend unstrittig ist, dass die Mitgliedsstaaten künftig solche Verbote aussprechen können sollen. Doch beim Wie liegen die Vorstellungen noch weit auseinander. Während sich der Ministerrat mit großer Mehrheit für ein zweistufiges Verfahren entschieden hat, wollen Teile des EU-Parlaments und viele NGOs umfassende, "rechtssichere" Verbote der Grünen Gentechnik, ohne dafür im Einzelnen überprüfbare Gründe anführen zu müssen. Anfang Januar soll über die neuen Vorschriften endgültig entschieden werden. Über den Status berichtet das Portal Transgen.

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News · Publikation

Sammelband "Projektion Natur"

Ob Grüne Gentechnik, bei der Pflanzen mithilfe gentechnischer Verfahren gezüchtet werden, als gut oder schlecht empfunden wird, hängt nicht nur vom Wissen darüber ab. Vor allem verrät es etwas über unser Bild von Natur, so die Arbeitshypothese eines Forschungsschwerpunkts am Center for Advanced Studies (CAS) der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Im nun erschienenen Sammelband „Projektion Natur. Grüne Gentechnik im Fokus der Wissenschaften“ beleuchtet die interdisziplinäre Projektgruppe Hintergründe der Debatte um gentechnisch veränderte Pflanzen. Der Vorstellung des Buches kann beiwohnen, wer sich anmeldet. 
Quelle: LMU

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News · Publikation

Kulturpflanzen – wie wir sie und wie sie uns verändern

Thomas Miedaner: Kulturpflanzen. Bildquelle: Montage Bild Clipdealer

Ohne Kartoffel hätte es die Industrialisierung wohl nicht gegeben und ohne halluzinogene Pilze auf befallenem Getreide wäre vielleicht manch angebliche Hexe vorm Scheiterhaufen bewahrt geblieben: Es sind diese Bezüge, die das jüngste Sachbuch des Kulturpflanzenexperten Prof. Dr. Thomas Miedaner von der Universität Hohenheim besonders unterhaltsam machen. Gleichzeitig wird manchen Leser erstaunen, wie viel Innovation nötig war, um kaum verwertbare Wildpflanzen in Grundnahrungsmittel, Rohstoffproduzenten und Energielieferanten zu verwandeln. Das Buch, das es als Hardcover oder als e-book gibt, präsentiert neun wichtige Kulturpflanzen: Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Triticale, Mais, Raps, Zuckerrüben und Kartoffeln. Jede von ihnen war eine bedeutende Innovation, ohne die unser heutiges Leben nicht so satt, zufrieden und sicher wäre.

Quellen: Uni Hohenheim beim idw

Springer-Verlag

News · Forschungsorte

Sachsen-Anhalt ist reif für nachhaltiges Wachstum in der Bioökonomie

Doktoranden der WCH-Nachwuchsgruppe am Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie Foto: Wissenschafts-Campus Halle, Markus Scholz

Pflanzenbasierte Bioökonomie kann dank einer aktuellen Auswahlentscheidung der Leibniz-Gemeinschaft für weitere vier Jahre seine Arbeit fortsetzen. Gemeinsam gefördert wird die regionale Kooperation durch die Leibniz-Gemeinschaft, das Land Sachsen-Anhalt sowie die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU).
Quelle: MLU

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