Die ‘Mitteldeutsche Pflanzenphysiologie-Tagung’, bei der sich jährlich hauptsächlich Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen aus vier Universitäten treffen, fand dieses Jahr zum 24. Mal turnusgemäß in Dresden statt. Neben dem sehr wichtigen Forum für Vorträge vom Nachwuchs spielt natürlich auch der allgemeine wissenschaftliche Austausch zwischen den benachbarten Universitäten Instituten der Pflanzenwissenschaften eine große Rolle. Es hatten sich etwa 50 Teilnehmende mit insgesamt 20 Vorträgen angemeldet, davon 15 von Bachelor-, Master-Studierenden sowie Doktorand*innen. Auch diesmal leiteten die sessions wieder Nachwuchskräfte als Chair. Für diejenigen, die schon länger teilnehmen, ist auch die Entwicklung von wissenschaftlichen Projekten über die Jahre spannend, und es ist möglich, die vielen Fortschritte eines Themas zu verfolgen. Diese Tagung ist für die Teilnehmenden kostenfrei. Die finanzielle Unterstützung der DBG ermöglich gut ausgestattete Kaffeepausen, und wir konnten sieben aktiv teilnehmende Studierende auf Bachelor- bzw. Masterniveau noch finanziell unterstützen.
Die präsentierten Themen reichten von Biochemie und Biotechnologie, Molekularbiologie, pflanzlicher Entwicklung über abiotischen Stress und biotische Interaktionen bis hin zu einigen Beiträgen, die sich mit Methodenentwicklung beschäftigten. Letztere versorgte viele Zuhörerinnen und Zuhörer mit neuen Ideen. Zu den Techniken gehörten - neben physiologischen - auch biochemische, molekulare und genetische Methoden. Zahlreiche Teilnehmende lobten die Vielfältigkeit der Themen und die Qualität der Vorträge. Da die Vorträge fast ausschließlich vom wissenschaftlichen Nachwuchs gehalten wurden, enthielten sie viele Daten aus noch nicht veröffentlichten Projekten. Diese wurden ausführlich diskutiert, wozu auch die vielen Kaffeepausen stark genutzt wurden. Das Tagungsformat, je zwei halbe Tage, hat sich wieder bewährt, da nicht nur während des wissenschaftlichen Programms und der Kaffeepausen diskutiert, sondern diese auch beim gemeinsamen Essen in einer lokalen Brauerei fortgeführt werden konnten. Über die Themen, neue Ideen und was im Fokus der Forschung stand, berichtet Organisatorin Prof. Dr. Jutta Ludwig Müller.