Funktion des Ozeans als Klimaregulator steht unter Druck
Der Ozean nimmt einen gewaltigen Teil des von Menschen emittierten Kohlendioxids (CO2) und der zusätzlichen Wärme auf. Damit puffert er den Klimawandel ab. Doch diese Kapazität ist begrenzt. Der heute veröffentlichte Climate Technology Progress Report des Copenhagen Climate Centre des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP-CCC) fordert verstärkte Investitionen in „Ocean Carbon Intelligence“, also in Ozeanbeobachtung und Datenanalysen, um die Dynamik des Kohlenstoffkreislaufs im Ozean besser zu verstehen. Der Bericht erscheint im Vorfeld der Weltklimakonferenz COP31 und wird dort im Rahmen einer UNEP-Veranstaltung vorgestellt. Das Kapitel über die Grundlagen der Kohlenstoffaufnahme im Ozean verantworten als Leitautorinnen die beiden GEOMAR-Forscherinnen Dr. Nadine Mengis und Dr. Judith Ziegler. Der Climate Technology Progress Report (CTPR) erscheint jährlich und wird vor der Weltklimakonferenz COP veröffentlicht. Er wird vom Copenhagen Climate Centre des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP-CCC) in Zusammenarbeit mit dem Climate Technology Centre and Network (CTCN) und dem Technology Executive Committee (TEC) des Klimarahmens der Vereinten Nationen erstellt. Der Bericht analysiert, welche Voraussetzungen die Entwicklung und den Transfer von Klimatechnologien voranbringen und wo Lücken bestehen. Die Ausgabe 2026 widmet sich Technologien, die die Aufnahme und langfristige Speicherung von Kohlenstoff im Ozean schützen oder verbessern. Die Erstellung wird vom dänischen Außenministerium unterstützt.