Krankheitsresistenter Reis für den Einsatz in Ostafrika
Mit der „markergestützten Züchtung“ hat eine Forschungskooperation Varianten von afrikanischen Elite-Reissorten entwickelt, die gegen die gefährliche Reiskrankheit „Weißblättrigkeit“ (englisch Bacterial Leaf Blight, kurz BB) resistent sind. Die Ansätze, die die Forschenden der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) in Zusammenarbeit mit französischen Partnern dabei verfolgten, stellen sie nun in der Fachzeitschrift Rice vor. Das Team des von Prof. Dr. Wolf B. Frommer vom Institut für Molekulare Physiologie der HHU geleiteten internationalen Forschungsprojekts Healthy Crops mit ihrer Leiterin Dr. Eliza Loo (Preisträgerin unseres Eduard Strasburger-Preises 2024) hat einen Weg gefunden, das krankmachende Bakterium Xanthomonas oryzae pv. oryzae (Xoo) von seiner Nährstoffversorgung abzuschneiden. Prof. Frommer: „Damit unsere Linien schnell zu den Landwirten kommen, haben wir mithilfe der sogenannten markergestützten Rückkreuzungszüchtung (MAB) Resistenzgene in drei in Afrika verbreitete Elitereissorten eingebracht.“ Diese moderne Züchtungsmethode nutzt genetische Marker, um gezielt gewünschte Eigenschaften in Pflanzen schneller und präziser als in klassischer Züchtung zu etablieren. So verkürzen sich die typischen Entwicklungszeiten drastisch.