Amazonas-Regenwald reagiert auf El-Niño-Dürre mit neuen chemischen Schutzstoffen
Wie sich der tropische Wald in Brasilien unter extremem Trockenstress chemisch anpasst, zeigt eine neue Studie. Diese Reaktion hält auch noch lange nach Ende der Dürre an. Im Verlauf des El-Niño-Ereignisses 2023–2024 stiegen die Sesquiterpen-Emissionen um 122 Prozent, während sich die Isopren- und Monoterpen-Werte kaum veränderten. In der Regenzeit nach der Dürre setzten die Bäume unerwartet spezielle weniger flüchtige Alkohole frei. Das spricht dafür, dass der Wald seinen chemischen Schutzmechanismus weit über das akute Stressereignis hinaus aufrechterhält. Das berichten Forschende unter Leitung des Max-Planck-Instituts (MPI) für Chemie in Mainz, die in Nature Communications Earth & Environment.