Project

Invasive Pflanzen aus der Luft mit Drohnen und KI erkennen

In feuchten Naturräumen - sogenannten „Feuchten Hochstaudenfluren“ entlang von Fließgewässern - breiten sich invasive Pflanzen häufig schnell und unbemerkt aus. Um diese schwer zugänglichen Lebensräume besser zu schützen und Renaturierungsmaßnahmen zu begleiten, starten Geoinformatiker*innen der Universität Osnabrück gemeinsam mit der Hochschule Osnabrück und dem Natur- und Geopark TERRA.vita das Projekt „MapAid“. Mit kameragestützten Drohnen und Künstlicher Intelligenz (KI) wollen die Forschenden den Naturschutz in die Luft bringen und dazu die KI mit einem innovativen Ansatz trainieren. Gefördert wird das Projekt, das am 1. September 2026 startet, von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit einer Summe von rund 173.000 Euro.

Quelle: Uni Osnabrück
People and Careers

Neue Professur für Interaktionsökologie und Klima

Eike Lena Neuschulz tritt zum 1. September die neue Professur für „Interaktionsökologie und Klima“ an. Foto und (c): Müller, Senckenberg

Insekten, die Pflanzen bestäuben, Vögel, die Samen ausbreiten, oder Pilze, die mit Pflanzenwurzeln interagieren – Wechselwirkungen zwischen Organismen sind ein zentrales Element der Biodiversität. Insbesondere für die Regeneration von Pflanzen spielen sie eine wichtige Rolle. Klimatische Veränderungen und der Wandel der Landnutzung beeinflussen diese Beziehungen jedoch zunehmend. Im Mittelpunkt der Arbeit der heute von Prof. Dr. Eike Lena Neuschulz angetretenen und neu eingerichteten Professur für „Interaktionsökologie und Klima“ stehen die Beziehungen zwischen Pflanzen und Tieren und deren Bedeutung für das Funktionieren von Ökosystemen – von alpinen Wäldern über tropische Regenwälder bis hin zu Kulturlandschaften in der Rhein-Main-Region. Die Professur wird im Rahmen einer gemeinsamen Berufung der Goethe-Universität Frankfurt und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung getragen.

Quelle: Senckenberg
Research Result

Neuer Mechanismus der pflanzlichen Immunabwehr entdeckt

Ertragreicher und widerstandsfähiger: Das Team um Prof. Dr. Brigitte Poppenberger erforscht Mechanismen der Krankheitsresilienz in Pflanzen. Foto und (c): Andreas Heddergott, TUM

Wachstum oder Krankheitsabwehr? Forschende haben nun einen Mechanismus entdeckt, mit dem pflanzliche Steroidhormone die Immunabwehr hemmen und dadurch Ressourcen für das Wachstum bereitstellen können. Pflanzenzüchter stoßen oft an biologische Grenzen, wenn sie die Immunabwehr der Pflanzen stärken möchten, denn das geht häufig auf Kosten des Wachstums. Das Team um Brigitte Poppenberger, Professorin für Biotechnologie gartenbaulicher Kulturen an der Technischen Universität München (TUM), hat nun einen Mechanismus entdeckt, der helfen könnte, diese biologischen Grenzen zu verschieben: pflanzliche Steroidhormone regulieren einen molekularen Schalthebel, über den die Immunabwehr gesteuert wird. Das konnten die Forschenden an der Modellpflanze Ackerschmalwand beim Befall mit einem Erreger zeigen, der Mehltau verursacht. Wie Brassinosteroid-regulierte Transkriptionsfaktoren epigenetische Änderungen beeinflussen, die die pflanzliche Immunreaktion unterdrücken, schildert das Team im Fachmagazin PNAS.

Quelle: TUM
Project

EU-Projekt erforscht Vernetzung von Korallenriffen, Mangrovenwäldern und Seegraswiesen

Küstenlinie von (Nord-)Sulawesi, Indonesien: Korallenriffe, Mangrovenwälder und Seegraswiesen sind eng miteinander vernetzt und bilden gemeinsam eine 'Tropische Triade' von Küstenökosystemen. Foto und (c): Sebastian Ferse, ZMT

Zwanzig interdisziplinäre Partner aus 12 Ländern in Europa, Südostasien und Melanesien starten im September 2026 das vierjährige Verbundprojekt m-CONNECT (Management of Coastal Networks Nurtured through Ecosystem Assessment, Collaboration and Technology). Es untersucht Korallenriffe, Mangrovenwälder und Seegraswiesen als Ökosysteme von zentraler Bedeutung für Biodiversität, Klimaresilienz und das Wohlergehen der Menschen an tropischen Küsten. Es wird vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) in Bremen koordiniert und von der Europäischen Union mit einem Budget von sechs Millionen Euro finanziert.

Quelle: ZMT