Publication

Aktualisiertes Bioökonomie-Lehrbuch veröffentlicht

Die zweite, stark erweiterte Auflage des zentralen Lehrbuchs zur Bioökonomie der Uni Hohenheim ist online frei zugänglich sowie als Hard- und Softcover erhältlich. Foto und (c): Max Kovalenko, Uni Hohenheim

Die Bioökonomie ist der Schlüssel zu einer nachhaltigen Zukunft. Angesichts globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit und Ernährungssicherheit wächst der Bedarf an Fachkräften, die über interdisziplinäres Wissen verfügen. Eine fundierte und umfassende Beschreibung aller Aspekte einer nachhaltigen Bioökonomie bietet das englischsprachige Lehrbuch, das die Universität Hohenheim in Stuttgart jetzt unter der Federführung von Prof. Dr. Iris Lewandowski in einer zweiten, stark erweiterten Auflage herausgebracht hat. Dabei beschreiten Verlag und Herausgeber auch didaktisch neue Wege. Unter dem Titel Bioeconomy − Advancing the Transition to a Sustainable, Biobased Economy bietet das Buch nicht nur für Studierende, sondern auch für Fachleute und andere an dem Thema Interessierte wertvolle Informationen. Das Buch steht als pdf-Datei allen zur Verfügung.

Quelle: Uni Hohenheim
People and Careers

Aufnahme in Norwegische Wissenschaftsakademie für Polarforschung

Professor Olaf Eisen (links) und Professor Kai Bischof. Foto und (c): Volker Diekamp, MARUM

Prof. Dr. Kai Bischof, stellvertretender Direktor des MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen und Professor für Meeresbotanik am Fachbereich Biologie/Chemie, erforscht seit fast 30 Jahren die Ökophysiologie von Großalgen und insbesondere die Unterwasservegetation polarer Küstenökosysteme. Nun ist der Wissenschaftler gemeinsam mit dem Eisschild-Forscher, Prof. Dr. Olaf Eisen, in die Norwegische Wissenschaftsakademie für Polarforschung berufen worden. Unter der Schirmherrschaft des norwegischen Königs Harald ist die Norwegische Wissenschaftsakademie für Polarforschung die weltweit einzige wissenschaftliche Akademie, die sich in allen wissenschaftlichen Disziplinen und mit einer internationalen Perspektive auf die Polarregionen und die damit verbundenen Herausforderungen konzentriert.

Quelle: Uni Bremen
Research locations

Berliner Pflanzen-Forschungsinstitut nach mehr als 100 Jahren umgewidmet

Hauptgebäude der Angewandten Genetik des Dahlem Centre of Plant Sciences (DCPS). Foto und (c): Bernd Wannenmacher, FU Berlin

Die Pflanzenwissenschaften verlieren mit der Schließung der Angewandten Genetik des Instituts für Biologie der Freien Universität Berlin Ende vergangenen Jahres einen historischen Standort (siehe Bericht im Tagesspiegel). Zu Beginn der 1920er Jahre zog das wenige Jahre zuvor gegründete Institut für Vererbungslehre in das neu errichtete Gebäude der Königlich Preußischen Landwirtschaftlichen Hochschule in Berlin-Dahlem ein. Das Institut wurde damals als Erstes seiner Art in Deutschland gegründet, um die Anwendung der neu entdeckten Mendelschen Regeln in der Landwirtschaft zu untersuchen. Seitdem wurden mehr als ein Jahrhundert lang das Erbgut, der Zellaufbau, die Entwicklung und die Züchtung von Pflanzen erforscht. 1972 wechselte die Einrichtung unter dem Namen 'Angewandte Genetik' an das Institut für Biologie der FU Berlin. Seit 2009 war die Angewandte Genetik Teil des Dahlem Centre of Plant Sciences (DCPS) der FU Berlin. Zuletzt vertraten dort Prof. Dr. Thomas Schmülling die Molekulare Entwicklungsbiologie der Pflanzen und Prof. Dr. Reinhard Kunze die Molekulargenetik der Pflanzen. Nun werden, mehr als 100 Jahre nach dem Erstbezug, die Gebäude einer neuen Bestimmung zugeführt und sollen – so Schmülling – nach der Renovierung u.a. von der Professur für Angewandte Zoologie und Ökologie der Tiere genutzt werden. 

Research Result

Wie Pflanzen ihren Proteinhaushalt regulieren

Ein spezieller zellulärer Mechanismus reguliert den Proteinhaushalt von Pflanzen und beeinflusst damit, wie sie auf umweltbedingten Stress reagieren. Eine entscheidende Rolle spielt dabei ein besonderer Proteinkomplex, der dynamisch den Abbau und das Recycling von Proteinen steuert. Das hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Privatdozent Dr. Markus Wirtz vom Centre for Organismal Studies der Universität Heidelberg bei Arabidopsis thaliana herausgefunden. „Wir konnten zeigen, dass der NatB-Proteinkomplex durch den Prozess der Acetylierung bestimmte Proteine für den Abbau markiert. Mithilfe dieses Mechanismus reguliert der NatB-Komplex die Aktivität einer Proteinkinase, die das Protein-Recycling in Pflanzen steuert“, sagt Wirtz, der im Rahmen des Excellenzclusters GreenRobust zu physiologischen Stressreaktionen von Pflanzen forscht. Die im Fachmagazin Nature Communications veröffentlichte internationale Studie liefert neue Erkenntnisse dazu, wie dieser grundlegende Vorgang – die sogenannte N-terminale Acetylierung – das Gleichgewicht im Proteinumsatz aufrechterhält und damit zur Stabilität des pflanzlichen Proteoms beiträgt.

Quelle: Uni Heidelberg