12. Mai 2022 · News · Forschungsergebnis

Überreste früher Algen dokumentieren Wassertemperatur und Klimawandel

Für die Studie verwendete Algenkulturen. Foto: Sebastiaan Rampen, Algenkultursammlung der Universität Göttingen (SAG)

Im Mittelmeer hat ein Forschungsteam eine bislang unbekannte Gruppe von frühen Algen entdeckt, deren Überreste Aufschluss über die Wassertemperatur und damit die Klimaveränderungen über Millionen von Jahren hinweg geben können. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen untersuchten eine Gruppe von Lipiden, die weltweit häufig in Meeressedimenten beobachtet wird. Diese Long chain Diol Index genannten Verbindungen konnten sie bisher unbekannten Algen aus der Gruppe der Eustigmatophyten zuordnen. Das Team stellt seine Ergebnisse im Fachjournal PNAS vor.

Quelle: Uni Göttingen

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12. Mai 2022 · News · Forschungsergebnis

Wie sich Wiederaufforstung auf den Wasserkreislauf auswirkt

Historischer Baumbestand auf dem Potsdamer Telegrafenberg, Teil eines Gartendenkmals. Foto: Josef Zens, GFZ

Wie würden sich Aufforstung und Renaturierung großer Flächen weltweit auf die Wasserströme auswirken? Eine Studie unter der Leitung der Wissenschaftlerin Anne Hoek van Dijke von der Universität Wageningen und unter Mitwirkung von Martin Herold vom Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) liefert Antworten: Die Auswirkungen auf Niederschläge reichen demnach weit über Ländergrenzen und Kontinente hinaus: So kann die Wiederaufforstung von Bäumen im Amazonasgebiet Niederschläge in Europa und Ostasien beeinflussen. In der Studie, die in Nature Geoscience veröffentlicht wurde, wurden die globalen Auswirkungen einer groß angelegten Baumsanierung auf die Wasserflüsse und die Wasserverfügbarkeit berechnet.

Quelle: GFZ

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12. Mai 2022 · News · Forschungsergebnis

Genetische Herkunft der ersten Ackerbauern der Welt geklärt

Extraktion antiker DNA im Labor der Universität Mainz. Die Arbeit erfolgt unter sterilen Bedingungen, um eine Kontamination durch moderne DNA zu vermeiden. Foto: Joachim Burger, JGU

Der genetische Ursprung der ersten Bauern der Jungsteinzeit schien lange Zeit im Nahen Osten zu liegen. Eine neue Studie, die in der Fachzeitschrift Cell veröffentlicht wurde, zeigt, dass die ersten Bauern in Wirklichkeit eine Mischung aus eiszeitlichen Jagd- und Sammlungsgruppen darstellten, die sich über den Nahen Osten bis nach Südosteuropa erstreckten. An der Studie waren Forschende der Universität Bern und des Schweizerischen Instituts für Bioinformatik sowie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und der Universität Freiburg beteiligt.

Quelle: Uni Bern

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10. Mai 2022 · News · Förderung · Projekt

Schwerpunktprogramm verlängert: Mit Photosynthese treibenden Mikroorganismen den Klimawandel stoppen

Organismen, die CO2 zum Wachstum brauchen, reduzieren das klimaschädliche Gas und damit die Klimaerwärmung. Damit die winzigen Organismen optimale Bedingungen vorfinden und trotz ihrer minimalen Größe viel Biomasse bilden, fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Forschende der Universität Stuttgart, der Technischen Universitäten Hamburg (TUHH) und München (TUM) sowie weiterer Forschungseinrichtungen im Schwerpunktprogramm InterZell für weitere drei Jahre, um Scale-up (Maßstabsübertragung) und Prozessoptimierung zu untersuchen.

Quelle: Uni Stuttgart

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10. Mai 2022 · News · Köpfe und Karrieren · Projekt

Wie Kieselalgen die Qualität salzhaltiger Gewässer anzeigen

Kieselalgen (Diatomeen) ackern, auch für uns. „Diese Mikroalgen mit Silikatschalen sind auf der Erde enorm wichtig. Sie produzieren bis zu 25 Prozent des weltweiten Sauerstoffs und gehören damit zu den bedeutendsten Primärproduzenten“, sagt Danijela Vidakovic. Sie untersucht ihre Gemeinschaften an der Fakultät für Biologie der Universität Duisburg-Essen (UDE) bei Prof. Dr. Bánk Beszteri unter anderem mit molekularen Methoden. „Sie werden bei der Bewertung des ökologischen Zustands von Gewässern nach EU-Recht einbezogen“, sagt die gebürtige Serbin. Die Qualität des Wassers zu kontrollieren, sei für eine nachhaltige Nutzung wichtig. Und die Einzeller helfen sie zu verbessern. Die Biologin möchte dazu herausfinden, wie die Kieselalgen auf ihre Umwelt reagieren und einwirken. „Sie könnten eine echte Unterstützung dabei sein, die salzhaltigen Gebiete zu erhalten“, so Vidakovic. Finanziell unterstützt wird ihre Forschung durch ein Postdoc-Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Quelle: Uni Duisburg-Essen beim idw

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09. Mai 2022 · News · Forschungsergebnis

Moorpflanzen sind die besten CO2-Speicher

Hochmoor in der Region Archangelsk. Foto: Michael Succow

Feuchtgebiete speichern etwa fünfmal mehr Kohlenstoff pro Quadratmeter als Wälder und 500-mal mehr als Ozeane. In diesen Ökosystemen stimulieren Pflanzenwachstum und Kohlenstoffablagerung im Boden einander gegenseitig. Schutz und Restaurierung solcher Feuchtgebiete können dem Menschen helfen, angesichts der Klimakrise die CO2-Konzentration in der Atmosphäre zu reduzieren. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie, die jetzt im Wissenschaftsjournal Science unter dem Titel Recovering wetland biogeomorphic feedbacks to restore the world’s biotic carbon hotspots veröffentlicht wurden. Das internationale Autor*innen-Team mit Beteiligung des Greifswalder Moorforschers Prof. Dr. Hans Joosten hat auch eine gute Nachricht: wir schaffen es immer besser diese Ökosysteme zu managen und zu restaurieren.

Quelle: Uni Greifswald

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09. Mai 2022 · News · Förderung

Graduiertenkolleg TreeDì über Interaktionen von Bäumen und Sträuchern im Wald verlängert

Promovierende des Graduiertenkollegs bei der Feldarbeit im BEF-China Experiment. Foto: Rémy Beugnon

Mehr als vier Millionen Euro für die Forschung an Bäumen und Sträuchern: Das internationale Graduiertenkolleg TreeDì an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) kann seine Arbeit fortsetzen. Das hat der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am Freitag beschlossen. Das Programm wird in Kooperation mit den Universitäten in Jena und Leipzig sowie der Universität der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (UCAS) betrieben. Auf deutscher Seite haben die Promovierenden ihren Sitz am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig. Ziel der Forschung ist ein besseres Verständnis der Interaktionen von Bäumen und Sträuchern in Wäldern.

Quelle: Uni Halle

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09. Mai 2022 · News · Förderung

Graduiertenkolleg (IGK) TreeDì - Tree Diversity Interactions verlängert

Um eine weitere Förderphase verlängert wird das internationale Graduiertenkolleg namens TreeDì - Tree Diversity Interactions: Die Rolle von Baum-Baum-Interaktionen in lokalen Nachbarschaften in chinesischen subtropischen Wäldern. Dessen Sprecher ist Professor Dr. Helge Bruelheide; ebenfalls antragstellend sind die Universitäten Jena und Leipzig. Sie kooperieren mit der Graduate University of Chinese Academy of Science, Beijing, China. Das gab die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) anlässlich der heutigen Förderzusage von 13 neuen Graduiertenkollegs (GRK) zur weiteren Stärkung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in frühen Karrierephasen bekannt, die ab Herbst 2022 erstmals für eine Dauer von zunächst fünf Jahren gefördert werden. Unter diesen 13 Neuen ist kein rein pflanzenwissenschaftlich ausgerichtetes Kolleg.

Quelle: DFG

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08. Mai 2022 · News · Köpfe und Karrieren

Peter Hegemann zum Mitglied der AAAS ernannt

Prof. Dr. Peter Hegemann vom Lehrstuhl für Experimentelle Biophysik am Institut für Biologie der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) ist für seine herausragenden und kontinuierlichen Leistungen in der Forschung zum internationalen Mitglied der Amercian Academy of Arts and Science (AAAS) ernannt worden. Hegemann entdeckte die lichtempfindlichen mikrobiellen Rhodopsine (mikrobielle Proteine) in Cyanobakterien (auch Blaualgen genannt) und die Nutzung ihrer Eigenschaften zur Entwicklung der Optogenetik. Die Technik ermöglicht es Forschenden, die Aktivität von Gehirnzellen zu kontrollieren, in dem sie quasi mit Licht an- und abgeschaltet werden, um den Ionenfluss in und aus Neuronen zu steuern. Die Optogenetik ermöglicht die Untersuchung von Gehirnfunktionen und bietet Wege zum besseren Verständnis neurodegenerativer Erkrankungen und psychischer Erkrankungen.

Quelle: HU Berlin

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