DBG · Nachwuchsförderung

Greta Jarck (Universität Osnabrück)

Greta Jarck erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Universität Osnabrück im Jahr 2025 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft für die Arbeit:

Identifikation von Interaktionspartnern des Ethylen-Signalproteins EIN2 mittels Proximity Labelling (TurboID)

In dieser Arbeit wurde die Interaktion des zentralen Ethylen-Signalweg-Regulators EIN2 (ETHYLEN INSENSITIV 2) mit der E3-Ubiquitin-Ligase PRT1 (PROTEOLYSIS 1, einem Bestandteil des N-degron-Wegs des Proteinabbaus) untersucht, was neue Einblicke in die regulierten Abbau- und Aktivierungsmechanismen von EIN2 nach der Ethylen-Wahrnehmung bietet.

Als zentraler Schalter des Ethylen-Signalwegs verbindet EIN2 hormonelle Signale mit nachgeschalteten Regulationsprozessen, die möglicherweise durch die Ubiquitin-Ligase PRT1 reguliert werden. Um diese Interaktion nachzuweisen, wurden in dieser Arbeit verschiedene Fragmente von EIN2 in einen binären Pflanzenexpressionsvektor kloniert, um im nachfolgenden Schritt Interaktionsstudien mittels TurboID, einer aktuell vielfach verwendeten Methode zur Aufdeckung von Protein-Protein-Wechselwirkungen, durchzuführen. Zusätzlich wurde die Stabilität von EIN2 transient in Protoplasten von Arabidopsis thaliana sowie mittels Infiltration in Nicotiana tabacum getestet. Erste Ergebnisse in prt1 ein2-Doppelmutanten sowie in Peptid-Arrays deuten darauf hin, dass PRT1 EIN2-Fragmente erkennt und somit fortlaufend auch für den Abbau markieren könnte. Die folgenden Interaktionsstudien könnten eine mögliche Interaktion nachweisen, aber auch weitere zentrale Interaktionspartner von EIN2 aufdecken.

___

Greta Jarck fertigte die Arbeit in der Abteilung Pflanzenphysiologie der Universität Osnabrück unter Anleitung von Prof. Dr. Nico Dissmeyer an.