Anwendung · Forschungsergebnis

Agri-PV & Agroforst: Ackerpflanzen vertragen Beschattung besser als gedacht

Auch typische Sonnenpflanzen können ihre Photosynthese unter Teilbeschattung in Agroforst- und Agri-PV-Systemen anpassen. Foto und (c): Markus Pflugfelder, Uni Hohenheim

Typische Sonnenkulturen sind anpassungsfähiger als bislang angenommen: Wie eine Feldstudie zeigt können sich Gerste, Ackerbohnen, Kartoffeln, Kohl und Mais unter den Beschattungsbedingungen von Agroforst- und Agri-Photovoltaik-Systemen physiologisch an Beschattung anpassen. Ihr Lichtbedarf sinkt unter der typischen Teilbeschattung deutlich. Damit können die Pflanzen bei geringerer Lichtverfügbarkeit CO2 besser zur Photosynthese nutzen. Für die Forschenden ist diese Anpassungsfähigkeit, die schon in konventionellen Sorten vorhanden ist, ein vielversprechender Ausgangspunkt für die gezielte Auswahl und Züchtung von Agri-PV- und Agroforst-Nutzpflanzen. Details der Studie der Universität Hohenheim in Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich erschienen im European Journal of Agronomy.

Quelle: Uni Hohenheim
Forschungsergebnis

Hessischer Wald im Langzeitcheck: Was nach dem Kahlschlag geschieht

Baumbestand aus Eichen, Buchen und Hainbuchen auf der 1946 gerodeten Kiefern-Waldfläche, eine Krautschicht fehlt weitgehend. Foto und (c): Gregor, Senckenberg

Eine über sieben Jahrzehnte laufende Langzeitstudie zeigt, wie sich Waldflächen nach einem Kahlschlag entwickeln können. Auf drei eng benachbarten Untersuchungsflächen nahe der Ortschaft Schlitz in Oberhessen nahm die Pflanzenvielfalt im Laufe der Jahrzehnte insgesamt deutlich ab, wobei insbesondere nährstoffarme Waldarten verschwanden. Als wichtige Ursachen sehen die Forschenden die zunehmende Beschattung und Nährstoffanreicherung. Zugleich zeigt die Studie, dass alte Wälder nicht nur für die Artenvielfalt bedeutsam sind, sondern auch langfristig große Mengen Kohlenstoff speichern können. Veröffentlicht sind die Ergebnisse der Forschenden der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung im Fachmagazin Phytocoenologia.

Quelle: Senckenberg
Politik

Neues Positionspapier empfiehlt Integriertes Feuermanagement und eine nationale Konferenz

Brand bei Zell am Harmersbach und Biberach (Baden) am 11. August 2026. In Südwestdeutschland ist das Brandrisiko durch die langanhaltende Trockenheit in diesem Jahr stark erhöht. Foto und (c): Lena Himmelsbach, GFMC

Zur Unterstützung politischer Entscheidungen legt das Global Fire Monitoring Center des Max-Planck-Instituts für Chemie und der Universität Freiburg ein Positionspapier mit einer Neubewertung der Landschaftsbrände in Deutschland vor – verbunden mit der Empfehlung, eine fachübergreifende nationale Konferenz zur Klimakrise einzurichten. Gemeinsame Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Chemie und der Universität Freiburg.

Quelle: MPI für Chemie