Nicht nur das Klima: Merkmale der Arten steuern Rhythmus der Ökosysteme
Saisonale Ereignisse in der Natur wie das Austreiben von Blättern, das Öffnen von Blüten, das Reifen von Früchten oder die Fortpflanzung von Tieren verschieben sich infolge des Klimawandels. Doch die zeitlichen Verschiebungen – zeitigerer Frühlingsanfang, längere Fruchtperioden und veränderte Fortpflanzungszeiten – sind komplexer als der erste Blick vermuten lässt. Eine neue Sammlung von Artikeln zeigt: Die Phänologie, also das zeitliche Auftreten saisonaler Ereignisse, wird maßgeblich durch die Wechselwirkung zwischen Artmerkmalen und Klimawandel bestimmt. Dies gilt für unterschiedlichste Lebewesen – von Eidechsen bis Olivenbäume – und hat weitreichende Folgen für Artinteraktionen und Ökosystemfunktionen. Die Sonderausgabe der Fachzeitschrift Functional Ecology wurde herausgegeben von Forscherinnen und Forscher des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.