Research locations

FutureWaterCampus an der Uni Duisburg-Essen

Die Universität Duisburg-Essen erhält ein neues Zentrum für ihre international anerkannte Wasserforschung: Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäische Fonds für regionale Entwicklung fördern den FutureWaterCampus. Umweltminister Oliver Krischer hat heute einen Bewilligungsbescheid über 11,5 Millionen Euro übergeben. Drei wissenschaftliche Schwerpunkte stehen dabei im Fokus:

  • Algenforschung: Die Universität Duisburg-Essen verfügt über die weltweit größte universitäre Algensammlung und ist international führend, unter anderem in Kooperation mit Partnern wie der University of California, Berkeley.
  • Membranforschung: Als Schlüsseltechnologie moderner Trennverfahren spielt sie eine zentrale Rolle in der Wasseraufbereitung sowie in der Umwelt- und Biotechnologie.
  • Photokatalyseforschung: Innovative Verfahren zur Wasserreinigung, etwa durch den Einsatz von Licht werden entwickelt.
Quelle: Uni Duisburg-Essen
Research Result

Rolle der Biodiversität für die Widerstandsfähigkeit von Mangrovenwäldern

Mangrovenbäume in den Sundarbans in Bangladesch. Foto und (c): Martin Zimmer, ZMT

Wie widerstandsfähig Mangrovenwälder gegenüber zunehmenden Umweltbelastungen sind, hat ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) untersucht und dabei auf die Rolle der Biodiversität für die Resilienz von Mangrovenwäldern fokussiert. Die Studie entstand in den Sundarbans, einem der größten zusammenhängenden Mangrovenökosysteme der Erde. Um die Widerstandsfähigkeit der Sundarbans und die damit verbundenen Einflussfaktoren zu untersuchen und zu bewerten, nutzten die Forschenden satellitengestützte Messwerte für Pflanzenwachstum (Vegetationsindizes) sowie Biodiversitäts- und Umweltdaten. Mit Hilfe eines komplexen statistischen Modells konnten sie die Korrelation verschiedener Messgrößen für Artenvielfalt und Umweltparameter mit Werten für die Widerstandsfähigkeit vergleichen. Die Berechnungen zeigten: In den Sundarbans wirken bis zu acht Umweltstressoren auf das Ökosystem ein. Dazu zählen: Zyklone, das Eindringen von Salzwasser, Hitze und eine verringerte Süßwasserverfügbarkeit während Trockenzeiten. Die Widerstandsfähigkeit der Mangrovenwälder gegenüber derartigen Störungen und Stress unterschied sich je nach Gebiet und Zone. Insgesamt jedoch verloren in den vergangenen Jahrzehnten 10 bis 15 Prozent der gesamten Sundarbans an Widerstandskraft, berichten die Forschenden im Fachjournal Nature Communications Earth & Environment.

Quelle: ZMT
Research locations

Neuer Elitestudiengang „Ecological Forecasting“

Der neue Elitestudiengang Ecological Forecasting (M.Sc.) qualifiziert Expertinnen und Experten darin, ökologische Veränderungen qualifiziert vorherzusagen. Er startet zum Wintersemester 2026/27 an der Universität Bayreuth. Dabei steht die datengestützte Entwicklung, Validierung und kontinuierliche Verbesserung von Vorhersagemodellen im Mittelpunkt. „Angesichts der tiefgreifenden ökologischen Veränderungen braucht unsere Gesellschaft dringend Expertinnen und Experten, die diese Herausforderung kompetent und vorausschauend meistern können“, betont Prof. Dr. Steven Higgins, Studiengangsmoderator und Professor für Pflanzenökologie an der Uni Bayreuth.

Quelle: Uni Bayreuth
Research Result

Pilze kapern Pflanzenregulator, um Symbiose zu fördern

Die Co-Erstautoren Dr. An-Po Cheng und Manisha Haag untersuchten Lotus japonicus und seine Beziehung zu Rhizophagus irregularis, um der Frage nachzugehen, wie bestimmte Pilze in lebende Pflanzenzellen eindringen können, ohne eine Immunantwort auszulösen. Foto und (c): sevens+maltry, MPI-MP

Pflanzen sind ständig auf der Hut. Ihre Wurzeln sind mit molekularen Alarmsystemen ausgestattet, die eindringende Mikroben erkennen und Immunreaktionen auslösen. Dennoch gelingt es nützlichen Bodenpilzen regelmäßig, in lebende Pflanzenwurzeln einzudringen und dort enge Partnerschaften einzugehen, die für die Nährstoffversorgung der Pflanzen unerlässlich sind. Forschende des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP) haben nun entdeckt, dass diese Pilze kleine RNAs in die Pflanze einschleusen, die wahrscheinlich ausgewählte Abwehrsysteme von innen heraus heimlich ausschalten können. Sie nutzen den pflanzeneigenen Mechanismus zur Stilllegung von Genen, um gezielt bestimmte Gene, darunter auch solche zur Immunabwehr, vorübergehend auszuschalten. Dieser als „Cross-Kingdom RNA Interferenz” bezeichnete Prozess ermöglicht es Pilzen, Wurzeln zu besiedeln, ohne dabei eine Abwehrreaktion auszulösen, wie das Team gemeinsam mit Forschenden der LMU München in der Zeitschrift Nature Plants darlegt.

Quelle: MPI-MP
Research Result

Wie die Züchtung winterharter Ackerbohnen gelingen könnte

Gut differenzierte Winterhärte einer vielfältigen Gruppe von Inzuchtlinien von Frühjahrs- und Winter-Ackerbohnen. Foto und (c): Windhorst, IPK

Ein internationales Forschungsteam hat einen kleinen, aber folgenreichen genetischen Unterschied bei der Ackerbohne (Vicia faba) entdeckt. Ob eine Pflanze den Winter übersteht oder aber nur im Frühjahr angebaut werden kann, hängt maßgeblich von einer einzigen Stelle im Genom ab. Das schildert das Team mit Beteiligung des Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) im Fachmagazin Nature Genetics. Das Ergebnis könnte die Züchtung robuster Sorten deutlich beschleunigen.

Quelle: IPK (pdf)
Funding

Gesucht: Projektideen zum nachhaltigen Anbau von Leguminosen

Das Kompetenzzentrum Proteine der Zukunft sucht im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) Forschungseinrichtungen und Unternehmen für die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zum Thema "Nachhaltige Anbausysteme mit Leguminosen". Skizzen können bis zum 21. Mai 2026 bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) eingereicht werden.

Quelle: BLE
Research Result

Schlüsselprotein SYFO2 ermöglicht „Selbstdüngung“ von Hülsenfrüchten

Pflanzenwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Ott. Foto und (c): Michael Spiegelhalter, Uni Freiburg

Das in Wurzeln von Hülsenfrüchten vorkommende Protein SYFO2 ermöglicht die „Selbstdüngung“ der Pflanzen. Das zeigt erstmals ein internationales Forschungsteam um Prof. Dr. Thomas Ott, Mitglied des Exzellenzclusters CIBSS an der Uni Freiburg. Den Forschenden ist es zudem gelungen, die tomateneigene Version von SYFO2 zu aktivieren. Die Studie wurde im Fachmagazin Science veröffentlicht und erweitert das Verständnis darüber, wie tomateneigene Symbiose-Gene gesteuert werden können. Sie legt den Grundstein für zukünftige Bemühungen, die nützlichen Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Rhizobien zu verbessern und die Fähigkeit zur Stickstoff-Fixierung auf Nutzpflanzen zu übertragen – mit dem langfristigen Ziel, den Bedarf an Düngemitteln zu reduzieren.

Quelle: Uni Freiburg