Citizen Science

Mitmachen beim Bürgerwissenschafts-Projekt GartenDiv

Gärten als Refugien für heimische Pflanzen. Das Große Wald-Windröschen wächst entlang einer Totholzabgrenzung zum Nachbargarten. Foto und (c): Dr. Ingmar Staude, Uni Leipzig

Das vor einem Jahr gestartete, deutschlandweite Bürgerwissenschaftsprojekt GartenDiv zur Erforschung der pflanzlichen Vielfalt in Deutschlands Gärten geht in die zweite Runde. Am 22. Mai – dem internationalen Tag der Biodiversität – beginnen erstmals die GartenDiv-Tage. Sie sollen als wiederkehrendes Format etabliert werden. Innerhalb von vier Wochen, vom 22. Mai bis zum Sommeranfang am 21. Juni, werden Gärtner*innen aus ganz Deutschland eingeladen, eine möglichst vollständige Inventur ihres Gartens vorzunehmen. "Mit den GartenDiv-Tagen schaffen wir die Grundlage, um Veränderungen in der Artenzusammensetzung über die Zeit sichtbar zu machen", sagt Projektleiter Dr. Ingmar Staude vom Institut für Biologie der Universität Leipzig und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv).

Quelle: Uni Leipzig
Projekt

Phänologische Veränderungen in Europa im Vergleich

Caroline Werner, studentische Hilfskraft im Projekt REPHASE, installiert ein Dendrometer zur Messung von Wachstumsvorgängen. Foto und (c): Jochner-Oette, upd

Dass Haselsträucher immer früher blühen und Obstbäume zeitiger austreiben, sind Naturbeobachtungen, die den Fußabdruck des Klimawandels zeigen. Wachstum und Entwicklung von Pflanzen, im Fachjargon Phänologie, sind nämlich stark temperaturabhängig. Umgekehrt beeinflussen Veränderungen in der Phänologie ökologische Prozesse, das Lokalklima, die Atmosphärenchemie und die Interaktion zwischen Pflanzen, Insekten und Menschen. Solche Veränderungen systematisch zu erfassen und über ganz Europa hinweg zu vergleichen, ist daher nun Kern eines neuen Forschungsprojekts an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU). „REPHASE – Reproduktion, Phänologie und Saisonalität im europäischen Vergleich“ wird geleitet von Prof. Dr. Susanne Jochner-Oette, Inhaberin der Professur für Physische Geographie / Landschaftsökologie und nachhaltige Ökosystementwicklung.

Quelle: KU Eichstädt
Ausschreibung

Bis zu 210.000 Euro für NGS in der Ökosystemforschung


Die Bauer-Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung setzt ihr erfolgreiches Programm "Forschungsgeist! Next Generation Sequencing (NGS) in der Ökosystemforschung" fort. Bis zum 31. Juli 2026 nimmt sie Anträge von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern entgegen, die eine eigene Arbeitsgruppe aufbauen wollen. Die aktuelle Ausschreibung ist mit einer erhöhten Fördersumme verbunden: Die Stiftung fördert bis zu zwei Projekte mit je bis zu 210.000 Euro für einen Zeitraum von maximal drei Jahren.

Quelle: Deutsches Stifterzentrum