Klimawandel verändert Europas Pflanzenwelt je nach Ökosystem unterschiedlich
Der Klimawandel wirkt sich unterschiedlich aus: In Gebirgen gehen selbst wärmeliebende Arten zurück, während in Wäldern und Grasländern vor allem solche Arten zunehmen. Das zeigt eine internationale Studie mit Beteiligung der Universität Bremen, die im März im Fachjournal Nature veröffentlicht wurde. „Grundlage der Analyse ist eine der bislang umfassendsten Datensammlungen zu Vegetationsveränderungen in Europa“, hebt Professor Martin Diekmann von der Universität Bremen hervor, Leiter der Arbeitsgruppe „Vegetationsökologie & Naturschutzbiologie“. Die Forschenden werteten mehr als 6.000 Dauer- und quasi Dauerbeobachtungsflächen in Wäldern, Grasländern und alpinen Gipfelregionen aus. Die Ergebnisse zeigen: Thermophilisierung verläuft je nach Lebensraum unterschiedlich. Für Europa liefert die Arbeit nach Einschätzung der Forschenden einen bislang einzigartigen Vergleich der Reaktionen unterschiedlicher Ökosysteme auf den Klimawandel.