Forschungsergebnis

Klimawandel verändert Europas Pflanzenwelt je nach Ökosystem unterschiedlich

Der Klimawandel wirkt sich unterschiedlich aus: In Gebirgen gehen selbst wärmeliebende Arten zurück, während in Wäldern und Grasländern vor allem solche Arten zunehmen. Das zeigt eine internationale Studie mit Beteiligung der Universität Bremen, die im März im Fachjournal Nature veröffentlicht wurde. „Grundlage der Analyse ist eine der bislang umfassendsten Datensammlungen zu Vegetationsveränderungen in Europa“, hebt Professor Martin Diekmann von der Universität Bremen hervor, Leiter der Arbeitsgruppe „Vegetationsökologie & Naturschutzbiologie“. Die Forschenden werteten mehr als 6.000 Dauer- und quasi Dauerbeobachtungsflächen in Wäldern, Grasländern und alpinen Gipfelregionen aus. Die Ergebnisse zeigen: Thermophilisierung verläuft je nach Lebensraum unterschiedlich. Für Europa liefert die Arbeit nach Einschätzung der Forschenden einen bislang einzigartigen Vergleich der Reaktionen unterschiedlicher Ökosysteme auf den Klimawandel.

Quelle: Uni Bremen
Köpfe und Karrieren · Projekt

Wie der Maisbeulenbrand-Pilz infiziert

Dr. Florian Altegoer am Institut für Mikrobiologie der HHU. Foto und (c): Steffen Köhler, HHU

Mit einem Exploration Grant der Boehringer Ingelheim Stiftung (BIS) wird der Biologe Dr. Florian Altegoer erforschen, wie der Pilz Ustilago maydis erkennt, wann er eine Infektion in Maispflanzen auslösen kann. Altegoer, Nachwuchsgruppenleiter am Institut für Mikrobiologie der Heinrich-Heine-Universität erklärt: „GPCRs [G-Protein gekoppelte Rezeptoren] sind beim Menschen sehr gut untersucht, sie stellen zentrale Angriffspunkte für viele Medikamente dar. Diese Rezeptoren gibt es genauso auch bei Pilzen, wo deren Rolle bisher aber wenig erforscht ist.“ Mit den 210.000 Euro des Grants will er in den kommenden zwei Jahren die molekularen Grundlagen den für die Wirtszelle unfreiwilligen Kommunikationsmechanismus analysieren. Dazu möchte er die Struktur des Gpe1-Rezeptors mithilfe der Kryo-Elektronenmikroskopie aufklären und auf der Basis den Aktivierungsmechanismus entschlüsseln. „Langfristig möchten wir verstehen, wie spezifische Kommunikationssignale zwischen Pilzen und ihren Wirten funktionieren", sagt Altegoer. "Dieses Wissen kann helfen, gezielt in solche Prozesse einzugreifen und neue Ansatzpunkte für die Bekämpfung von Pilzinfektionen zu entwickeln.“

Quelle: HHU