Forschungsergebnis

Wie ein Pilz Gewebewucherungen in Mais erzeugt

Gallen an Mais (links). Unter dem Mikroskop wird die durch die Infektion veränderte Gewebestruktur sichtbar (Mitte). Wenn die Pflanze Arabidopsis thaliana (rechts) Tip4 bildet, wandeln sich Seitenwurzeln in gallenartige Ansammlungen undifferenzierter Zellen um. Fotos und (c): AG Djamei, Uni Bonn

Wenn der Pilz Ustilago maydis eine Maispflanze befällt, bilden sich am Ort der Infektion tumorähnliche Gewebewucherungen. Wie der Erreger seinen Wirt dazu bringt, war bislang ein Rätsel. Eine aktuelle Studie der Universität Bonn zeigt nun, dass er dazu ein Programm der Pflanze für die Bildung der Seitenwurzeln zweckentfremdet, um in den Mais-Blättern die Zellteilungsaktivität zu erhöhen und so typischen Gallen zu erzeugen. Die Ergebnisse des Teams um Dr. Mamoona Khan und Prof. Dr. Armin Djamei vom INRES-Institut der Universität Bonn in der Abteilung Pflanzenpathologie, sind in der Fachzeitschrift New Phytologist erschienen.

Quelle: Uni Bonn
Anwendung

Mobiles Labor für die Früherkennung von Schaderregern im Obst- und Weinbau

Durch den Klimawandel eingeschleppte Schaderreger gefährden den Weinbau in Deutschland. Foto und (c): Fraunhofer IFF

Einige Schädlinge und Krankheiten sind für Pflanzen und Bäume so gefährlich, dass ihre Verbreitung sofort unterbunden werden muss. Fraunhofer-Forschende suchen gemeinsam mit Partnern nach Wegen, befallene Reben, Aprikosen-, Apfel- und Birnbäume frühzeitig zu erkennen, damit zeitnah geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Ein mobiles Labor, der PhenoTruck®, hilft bei der schnellen und sicheren Identifizierung der Schadorganismen direkt vor Ort. Dort werden bei der Analyse der Krankheitssymptome Methoden des Maschinellen Lernens, drohnengestützte Multispektralsensorik, Hyperspektralsensorik und molekularbiologische Tests intelligent in einer hochmobilen Plattform, dem PhenoTruck®, kombiniert.

Quelle: Fraunhofer