Grasländer ohne Vielfalt könnten 2050 15 Prozent weniger CO₂ aufnehmen
Funktionale Diversität steigert die Ertragssicherheit des Graslandes weltweit im Klimawandel - langjährige Daten des Projekts 'Ökoeffiziente Weidemilcherzeugung Lindhof' gingen in die Modellierungen des PIK ein - in temperierten Klimaten ist u.a. die Kombination der Funktionen 'Wurzellängendichte' (Gräser), 'Stickstoff-Fixierung' (Klee-Arten) und 'Wurzeltiefgang' (Kräuter) bestimmend für die Resilienz des Produktionssystems. Foto: R. Loges, CAU Kiel
Ein starker Verlust der Pflanzenvielfalt könnte dazu führen, dass Grasländer wie Wiesen und Weiden weltweit gegen Mitte des Jahrhunderts rund 15 Prozent weniger CO₂ durch Photosynthese aufnehmen als bei erhaltener Vielfalt. In besonders stark betroffenen Regionen könnte der Unterschied bis zu 50 Prozent betragen – und das schon in einem Szenario, in dem die Erwärmung auf unter zwei Grad begrenzt bleibt. Die Ergebnisse wurden heute in einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht.