Methoden · Forschungsergebnis

Unterirdische Pilz-Netzwerke in 3D

Pilzfäden in der Erde sind feinste Strukturen, die bereits durch geringe Einwirkungen oder Säuberungen zerstört werden können. Mit dem neuen Ansatz gelang es, diese so wenig wie möglich zu verändern. Foto und (c): Jan Jansa

Forschende haben erstmals das komplexe Netzwerk von Pflanzenwurzeln und Mykorrhiza-Pilzen im Boden dreidimensional sichtbar gemacht. Die entwickelte Methode basiert auf der Synchrotron-Computertomographie. Das Verfahren ermöglicht die Darstellung feinster Strukturen, die mit konventionellen CT-Verfahren häufig nicht sichtbar sind. Die Pflanzen wachsen dabei in einem „Korb“, mit dem sie samt Bodenmaterial aus der Erde entnommen werden – ohne dem Wurzelgeflecht zu schaden. Aus einer Vielzahl hochauflösender Projektionsaufnahmen dieser Probe wird so ein dreidimensionales Modell rekonstruiert, das Pflanzenwurzeln, Pilzfäden und Pilzsporen in ihrer natürlichen Umgebung sichtbar macht. Die Forschenden der Technischen Universität München (TUM) sehen in dem Verfahren eine Chance für die Forschung zu klimaresilienten Pflanzen und haben ihre Ergebnisse im Fachjournal New Phytologist veröffentlicht.

Quelle: TUM