Actualia der DBG
20. May 2020 · Actualia · Köpfe und Karrieren

Ausgezeichnet: Pflanzen „wittern“ wer bald an ihnen fressen wird und wehren sich

Dr. Norbert Bittner erhält den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung von der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) für seine Arbeit an Waldkiefern und deren frühen Verteidigungsstrategien gegen Insektenbefall. Foto: privat und Benjamin Fuchs

Weil er die erfolgreiche Abwehr bei drohendem Insektenbefall bei Kiefern aufdeckte, erhält Dr. Norbert Bittner von der Freien Universität Berlin den diesjährigen Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung der Wilhelm-Pfeffer-Stiftung. Wie das Präsidium der DBG-eigenen Stiftung ausführt, hat Bittner erstmals gezeigt, wie sich Waldkiefern bereits im Vorfeld eines Insektenbefalls mit Kiefernbuschhornblattwespen erfolgreich gegen die Eiablage zur Wehr setzen. Gemeinsam mit Forschenden der FU Berlin um Professorin Dr. Monika Hilker sowie Universitäten im spanischen Barcelona und im schwedischen Lund schildert Bittner im Fachmagazin PNAS (DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1910991116), dass die Pflanzen das Schadinsekt bereits wahrnehmen, wenn weibliche Blattwespen mit einem Sexualpheromon Männchen zur Paarung anlocken, also noch bevor diese ihre Eier ablegen, aus denen später gefräßige Larven schlüpfen. Kiefernbäume, die dem Sexuallockstoff der Blattwespe ausgesetzt waren, verstärken anschließend ihre molekulare und chemische Verteidigungsstrategie. Durch Pheromone „gewarnte“ Pflanzen konnten die Insekteneier effektiver abtöten und sich so noch vor beginnenden Fraßschäden durch die Larven schützen. Bittner, der jetzt im SFB 973 im Labor von Prof. Dr. Reinhard Kunze forscht, wird die Urkunde des Preises auf der kommenden Botanikertagung in Bonn entgegennehmen. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro erhält Bittner schon jetzt.

Mehr zur Nachwuchsförderung der DBG

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14. May 2020 · Actualia · DBG

Actualia in neue Hände übergeben

Im Jahr 1998 erschien die Actualia noch als gedruckte Anlage unserer Zeitschrift Botanica Acta, die heute Plant Biology heißt.

Der Herausgeber unserer Actualia, Seniorprofessor Dr. Christian Wilhelm (Uni Leipzig) übergibt nach 23 Jahren dieses Ehrenamt nun Professorin Dr. Jutta Ludwig-Müller von der TU Dresden. Was unsere neue Herausgeberin auszeichnet, was die Actualia leistet, wie sie entstand und welchen Arbeiten Wilhelm sich nun zuwendet, schildert dieser Artikel.

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02. Apr 2020 · Actualia · Tagungsbericht

Mitteldeutsche Pflanzenphysiologie-Tagung

Teilnehmende vor dem Matthias-Schleiden-Institut in Jena. Foto: Vivien Hotter

Zum 18. Mal trafen sich Wissenschaftler*innen aus Halle, Dresden, Jena und Leipzig zur Mitteldeutschen Pflanzenphysiologie-Tagung. Die zweitägige Veranstaltung fand am 21. und 22. Februar 2020 in Jena statt und bot vor allem Studierenden und Promovierenden Gelegenheit, ihre neuesten Forschungsergebnisse zur Physiologie und Zellbiologie photosynthetisch aktiver Organismen vorzustellen. Prof. Jan Schirawski beendete die Konferenz als eingeladener Gastreferent mit einem Vortrag über einen parasitären Pilz, der die Entwicklung der Nutzpflanze Mais beeinflusst. Die Jenaer Doktorandin Vivien Hotter nennt die Vorträge und fasst die Schwerpunkte der Tagung zusammen.

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27. Mar 2020 · Actualia · Tagungsbericht

Phykologentagung in der Eifel

Die Teilnehmenden diskutierten phykologische Forschungsergebnisse im Kloster Steinfeld. Foto: Kerstin Hoef-Emden

Die 18. wissenschaftliche Tagung der Sektion Phykologie fand vom 8. bis 11. März 2020 im Kloster Steinfeld in der Eifel statt. Prof. Dr. Burkhard Becker hatte die Algenforscher*innen zum wissenschaftlichen Austausch geladen und 65 Teilnehmende waren dem Ruf gefolgt. Prof. Dr. Peter Kroth, Vorstandsmitglied und Bindeglied zur Federation of European Phycological Societies (FEPS), listet die Vorträge und Tagungsschwerpunkte. Die Sektion verlieh erstmals den Schüler*innen-Preis und zeichnete hervorragende Vorträge und Poster der Nachwuchskräfte mit Preisen aus. Die turnusgemäße Wahl der Sprecher*innen und Funktionäre bestätigte alle amtierenden Mitglieder des Vorstands im Amt.

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25. Mar 2020 · Actualia · Tagungsbericht

Molekularbiologie der Pflanzen 2020

Junge wie etablierte Forscher*innen trotzten dem stürmischen Februar-Wetter. Auf der Jahrestagung der Sektion tauschten sie sich über neueste Forschungsergebnisse aus. Foto: Pavlína Miklankova

Die 33. Tagung Molecular Biology of Plants unserer Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie fand vom 11. bis 14. Februar 2020 wieder in Dabringhausen im Bergischen Land statt. Organisator Prof. Dr. Rüdiger Hell berichtet über die Themenschwerpunkte der von DBG und GBM geförderten Tagung und nennt die ausgezeichneten Preisträger*innen der Poster- und Vortragspreise.

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22. Mar 2020 · Actualia · Nachwuchsförderung · Tagungsbericht

Strasburger-Workshop: Wie freundliche und feindliche Mikroben mit Pflanzen interagieren

Die Teilnehmenden wanderten am zweiten Tag zur nahegelegenen Burgruine Drachenfels im Siebengebirge, die auf 321 Meter Höhe liegt. Foto: Sebastian Klenner

Ihre Ergebnisse und Forschungsarbeiten über die vielfältigen Interaktionen zwischen (Nutz-)Pflanzen und Mikroben tauschten knapp 20 angehende Wissenschaftler*innen aus drei Ländern im Februar in Königswinter aus. Die Tagung thematisierte sowohl Symbiosen als auch Pflanzen-Pathogene. Eine externe Vortragende berichtete über Jobs außerhalb von Universtäten und ein Mitmach-Workshop ermunterte die Teilnehmenden über Chancen und Risiken der öffentlichen Kommunikation ihrer Forschungsthemen nachzudenken. Einig war man sich, dass es ein großes Interesse an der Interaktions-Forschung geben sollte, da diese dazu beiträgt, anwenderfreundliche Lösungen für den Erhalt der Pflanzengesundheit und der Ertragsmengen zu bieten. Die fünf Organisator*innen des Eduard-Strasburger-Workshops der DBG von angehenden Nachwuchskräften der Sektion für Interaktionen für andere junge Pflanzenwissenschaftler*innen fassen die Veranstaltung zusammen.

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28. Jan 2020 · Actualia · Köpfe und Karrieren · Nachwuchsförderung

DBG zeichnet beste Master-Arbeiten aus

Prof. Dr. Christian Wirth (Betreuer der Master-Arbeit), Preisträgerin Hellen Bellasus, Ronny Richter (Co-Betreuer der Master-Arbeit), Prof. Dr. Alexandra Weigelt (Jury-Mitglied), Prof. Dr. Severin Sasso (Ansprechpartner der DBG an der Uni Leipzig) (v.l.n.r.). Foto: Anja Kahl

Temperaturregulation in Baumkronen, wie Schwermetalle Herbivoren beeinflussen, natürliche Artbildung, die Entwicklung von Fluoreszenzsensoren, ein Zuckerrübenvirus, die (Bio-)Synthese und Chemie von Suberin und Leucin sowie die Wandlung von Streuobstbeständen in der Stadt waren die Themen der zehn ausgezeichneten Master-Arbeiten, die die DBG 2019 prämierte. Die DBG hat damit zum sechsten Mal die mit je 100 Euro dotierten Preise für die besten pflanzenwissenschaftlichen Master-Arbeiten vergeben, die teils während akademischer Abschlussfeiern oder an den Universitäts-Lehrstühlen übergeben wurden. Die Arbeiten fertigten die Preistragenden an den Universitäten Bayreuth, Bielefeld, Bonn, Dresden, Köln, Leipzig, Münster, Oldenburg, Rostock, Salzburg, sowie am Karlsruher Institut für Technologie an. Das Präsidium der DBG dankt allen Jurymitgliedern an den Hochschulen.

Zur Übersicht aller ausgezeichneten MSc Arbeiten

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27. Jan 2020 · Actualia · Nachwuchsförderung

Ausschreibung: Preis für das beste pflanzenwissenschaftliche Paper

Der Vorstand der Wilhelm-Pfeffer-Stiftung der DBG bittet um Nominierungen für den diesjährigen Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung („Best-Paper-Preis“). Die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung wird für herausragende Publikationen des Vorjahres vergeben, die aus einer Master-, Diplom- oder Promotionsarbeit hervorgegangen sind. Der/die Preisträger*in und die ausgezeichnete Veröffentlichung werden am Eröffnungstag der Botanikertagung 2021 vorgestellt und auf der Website präsentiert. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2020. Bitte senden Sie die erforderlichen Unterlagen in elektronischer Form an den Präsidenten der Stiftung, Professor Severin Sasso.

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07. Jan 2020 · Actualia

Registrierung verlängert: Workshop über Pflanzen-Mikroben-Interaktionen

Die Registrierung für den 5. Eduard Strasburger Workshop der DBG für Nachwuchswissenschaftler*innen wurde bis zum 10. Januar verlängert.

Der Workshop thematisiert vom 3. bis 5. Februar 2020 Diversity of chemical and molecular signaling networks in plant-microbe interactions. Dazu lädt das Organisationsteam um Dr. Sophie de Vries (Uni Düsseldorf), die DBG sowie deren Sektion für Interaktionen alle Nachwuchskräfte nach Königswinter bei Bonn ein. Jeder der für die nur 26 zur Verfügung stehenden Plätze angenommenen Teilnehmenden wird einen Vortrag halten können. Die Teilnahme sowie Kost und Logis sind kostenfrei.

Zur Workshop-Website

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03. Jan 2020 · Actualia · DBG

Neuer Präsident und neues Vorstandsmitglied im Amt

Prof. Dr. Andreas Weber (rechts) und Prof. Dr. Andreas Meyer. Fotos: privat

Seit erstem Januar arbeitet das Präsidium unserer Gesellschaft in teils neuer Besetzung. Zu den neun schon länger amtierenden Vorstandsmitgliedern kommen zwei neue Pflanzenwissenschaftler, die während der Botanikertagung vergangenen September in Rostock einstimmig gewählt worden waren: Unser neuer Präsident, Prof. Dr. Andreas Weber, ist Molekularbiologe an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und folgt auf unseren langjährigen Präsidenten, Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, der sich nicht zur Wahl gestellt hatte. Prof. Dr. Andreas Meyer von der Uni Bonn ist Mitglied des erweiterten Präsidiums und wird 2021 die kommende Botanikertagung organisieren. Alle anderen Präsidiumsmitglieder waren wiedergewählt worden.

Prof. Dr. Stefan Rensing (Uni Marburg), Sprecher unserer Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie, und Prof. Dr. Ute Wittstock (TU Braunschweig), Sprecherin der Sektion Pflanzliche Naturstoffe, hatten ihre Ämter bereits direkt nach ihrer Wahl im September angetreten.

siehe: Vorstellung der beiden Neuen

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30. Oct 2019 · Actualia

Einladung: Workshop über Pflanzen-Mikroben-Interaktionen

Die Registrierung für den 5. Eduard Strasburger Workshop der DBG für Nachwuchswissenschaftler*innen ist seit heute (und noch bis 21. Dezember 2019) möglich. Der Workshop thematisiert vom 3. bis 5. Februar 2020 Diversity of chemical and molecular signaling networks in plant-microbe interactions. Dazu lädt das Organisationsteam um Dr. Sophie de Vries (Uni Düsseldorf), die DBG sowie deren Sektion für Interaktionen alle Nachwuchskräfte nach Königswinter bei Bonn ein. Jeder der für die nur 26 zur Verfügung stehenden Plätze angenommenen Teilnehmenden wird einen Vortrag halten können. Die Teilnahme sowie Kost und Logis sind kostenfrei. Die Bewerber*innen erfahren bis spätestens KW1 (2020) ob sie für einen Vortrag und den Workshop ausgewählt wurden.

Zur Workshop-Website

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15. Oct 2019 · Actualia · Tagungsbericht

ZMBP-Summer Academy über Kommunikation

Teilnehmende der Summer Academy 2019. Foto: ZMBP-Summer Academy 2019

Kommunikation war das Thema für die nunmehr vierte Summer Academy, die Doktorand*innen des Zentrums für Molekularbiologie der Pflanzen (ZMBP, Universität Tübingen) seit 2013 alle zwei Jahre von und für Studierende der molekularen und biochemischen Pflanzenwissenschaften organisieren. Von der im September auf der Schwäbischen Alb abgehaltenen Zusammenkunft berichtet Louis-Philippe Maier. Im Fokus standen nicht nur die Kommunikation in Form der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in Fachzeitschriften, sondern auch die wissenschaftliche Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Die thematische Orientierung dieser Tagungen wird seit jeher entsprechend den Interessen und Bedürfnissen der Doktorand*innen selbst bestimmt.

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10. Oct 2019 · Actualia · DBG · Botanikertagung · Tagungsbericht

Botanikertagung: Pflanzenforschung ist essentiell für unsere Zukunft

Tagungspräsidentin Prof. Dr. Birgit Piechulla trug zur Eröffnung der Botanikertagung ein T-Shirt, das das Motto der Tagung Plant Science for our Future zeigte. Foto: Thomas Rahr

Mehr als 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als zwei Duzend Ländern kamen im September zur Botanikertagung zusammen, um jüngste Forschungsergebnisse zu diskutieren. Anhand der Plenarvorträge stellt Tagungspräsidentin, Prof. Dr. Birgit Piechulla, die Vielfalt der pflanzenwissenschaftlichen Disziplinen heraus, die in Rostock besonderes Augenmerk verdienen. Die rasante Entwicklung neuer Züchtungsmethoden u.a. mit CRISPR thematisierte der öffentliche Abendvortrag an der Universität, die dieses Jahr ihre 600-Jahrfeier beging.

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08. Oct 2019 · Actualia · Tagungsbericht

Proteostase-Expert*innen trafen sich in Freiburg

Wissenschaftler*innen aus 16 Ländern kamen in Freiburg zusammen, um sich über den Stand der Proteostase-Forschung auszutauschen und über die Trends der Zukunft zu diskutieren. Foto: Marco Trujillo

Wie reagieren Pflanzen auf Umweltstressoren wie Hitze oder Trockenheit, mit denen sie der Klimawandel zunehmend konfrontiert? Zellen können Stress unter anderem dadurch mindern, indem sie bestimmte Proteine abbauen und die Herstellung neuer Proteine an die veränderten Umweltbedingungen anpassen. Dieses als Protein-Homöostase oder kurz Proteostase bezeichnete Gleichgewicht zwischen Synthese, Faltung, Modifizierung und kontrolliertem Abbau von Proteinen stand im Mittelpunkt der International Conference on Plant Proteostasis, zu der sich etwa 100 Pflanzenforscherinnen und Pflanzenforscher aus aller Welt vom 10. bis 13. September an der Universität Freiburg einfanden. Die Tagung bot Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, sich mit Expert*innen in diesem jungen und schnell wachsenden Feld auszutauschen und zu vernetzen. Mitorganisator Dr. Marco Trujillo (Freiburg) thematisiert in seinem englischen Tagungsbericht.

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28. Sep 2019 · Actualia · DBG · Botanikertagung

Bilder der Botanikertagung

Alle Bilder der Tagung. Fotos: Thomas Rahr et al.

Alle Bilder der Botanikertagung, zu der mehr als 420 Forschende nach Rostock gereist waren, stehen nun im Intranet zur Verfügung. Herzlichen Dank an Photograf Thomas Rahr und alle anderen Fotografinnen und Fotografen!

Zum Intranet (Mitglieder LogIn erforderlich)

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27. Sep 2019 · Actualia · DBG · Botanikertagung

Keine Nachhaltigkeit ohne Pflanzen und Pflanzenforschung

Titelbild des Tagungsbandes. Foto: Thomas Rahr, Uni Rostock

In seiner Begrüßungsrede betonte DBG-Präsident Prof. Dr. Karl-Josef Dietz die Bedeutung der Pflanzenwissenschaften für die Grundbedürfnisse der Menschen und für unsere Gesellschaft. Es gebe „keine Nachhaltigkeit ohne Pflanzen“, sagte Dietz in seiner Begrüßungsansprache zur Eröffnung der internationalen Botanikertagung am 16. September, zu der mehr als 420 Forschende aus 27 Ländern nach Rostock gekommen waren. Wenn sie umweltschonend angebaut werden, sind Pflanzen das nachhaltigste Produktionssystem der Erde! Die Pflanzenforschung selbst kann zu 8 der insgesamt 17 Nachhaltigkeitszielen der UN beitragen, etwa in Form von Wetter- und Stress-resistenten Nutzpflanzen, um das Ziel des „zero hunger“ zu erreichen, oder Pflanzen, die Wasser von Giften befreien, oder Pflanzen als nachhaltige Biomasselieferanten, etc. Dies alles verdeutlicht, wie wichtig die Pflanzenforschung für unsere Zukunft ist.

Lesen Sie die ganze Begrüßungsrede

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27. Sep 2019 · Actualia · DBG

Dank an Präsident der Wilhelm Pfeffer-Stiftung

Präsidiumsmitglied Prof. Dr. Birgit Piechulla übergab das Präsent an Prof. Dr. Christian Wilhelm. Foto: DBG

Nachdem er im Frühjahr in Ruhestand gegangen war, trat nach 12 Jahren der Präsident der DBG-eigenen Wilhelm Pfeffer-Stiftung, Prof. Dr. Christian Wilhelm, von diesem Amt zurück. Während der Botanikertagung im September in Rostock, dankte DBG-Präsident Prof. Dr. Karl-Josef Dietz seinem Kollegen Wilhelm für dessen ehrenamtliche Präsidentschaft über so viele Jahre  und sein Engegement für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Tagungspräsidentin Prof. Dr. Birgit Piechulla überreichte ein Präsent. Das Präsidium der Wilhelm Pfeffer-Stiftung entscheidet unter anderem alle zwei Jahre über die Vergabe des Wilhelm Pfeffer-Preises und in den dazwischen liegenden Jahren über die Vergabe des Preises für die Beste Veröffentlichung. Als neuer Präsident der Stiftung wurde Prof. Dr. Severin Sasso gewählt, der seit diesem Frühling Professor für Pflanzenphysiologie an der Universität Leipzig ist.

26. Sep 2019 · Actualia · DBG · Botanikertagung · Nachwuchsförderung

Posterpreise Botanikertagung 2019

Die Preisträgerinnen und Preisträger der Poster-Preise und des Nicon-Poster-Preises 2019. Foto: Thomas Rahr

Aus den mehr als 190 während der Botanikertagung 2019 in Rostock präsentierten wissenschaftlichen Poster wählten die Teilnehmenden die besten aus. Eine Fachjury zählte die vergebenen Stimmen aus. Folgende Poster von Nachwuchskräften erhielten eine Urkunde und den Betrag von je 137 Euro, weil sich die Gründung der Deutschen Botanischen Gesellschaft in diesem Jahr zum 137ten Mal jährt.

Alle ausgezeichneten Nachwuchstalente und die von ihnen vorgestellten Poster (pdf-Datei)

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25. Sep 2019 · Actualia · DBG · Ehrenmitglied

Prof. Dr. Heinz Rennenberg wird neues Ehrenmitglied

DBG-Präsident Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, Ehrenmitglied Prof. em. Dr. Heinz Rennenberg und Laudator Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hartmut Lichtenthaler (v.l.n.r.). Foto: DBG

Einstimmig votierte die Mitgliederversammlung dafür, den Freiburger Forstwissenschaftler Prof. em. Dr. Heinz Rennenberg als neues Ehrenmitglied der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) aufzunehmen. Angeregt hatten dies die vier Pflanzenwissenschaftler*innen Prof. Dr. Robert Hänsch (Braunschweig), Prof.in Dr. Cornelia Herschbach (Freiburg), Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hartmut Lichtenthaler (Karlsruhe) und Prof.in Dr. Christiane Werner (Freiburg). Wie Ehrengast Lichtenthaler in der Laudatio (pdf-Datei) herausstellte, könne Rennenberg nicht nur auf ein international hoch anerkanntes wissenschaftliches Werk mit vielen internationalen Kooperationen schauen, sondern auch auf ein erfolgreiches, 16 jähriges Wirken als Editor-in-Chief unserer Fachzeitschrift Plant Biology. Er engagierte sich als Präsident für die Federation of European Societies of Plant Biology (FESPB) und für unsere Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie in der DBG und für die Deutsche Botanik insgesamt.

weitere Aufnahme

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24. Sep 2019 · Actualia · DBG

Dank an Präsident Prof. Dr. Karl-Josef Dietz

Präsident Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, Tagungspräsidentin Prof. Dr. Birgit Piechulla und Schriftführerin Prof. Dr. Caroline Müller (von links). Foto: DBG

Im Namen des gesamten DBG Präsidiums dankte Schriftführerin, Prof. Dr. Caroline Müller, dem zum Jahresende aus dem Amt scheidenden Präsidenten der DBG, Prof. Dr. Karl-Josef Dietz aus Bielefeld, ganz herzlich für seine Erfolge sowie seine kooperative Art, die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) in den vergangenen acht Jahren zu führen. Ein weiteres Präsent erhielt der Präsident während der Mitgliederversammlung von Tagungspräsidentin Prof. Dr. Birgit Piechulla, die ihm für das angenehme Zusammenwirken bei der Organisation der diesjährigen Botanikertagung dankte.

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DBG Update
06. Jul 2020

VBIO-Rückblick - Juni

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) ist - gemeinsam mit anderen - Partner des vom Bundesamt für Naturschutz finanzierten Projektes „Unterstützende BERatung für den Sektor Akademische Forschung“, das Angebote und Hilfestellungen zur Umsetzung des Nagoya Protokolls systematisieren und praxistauglich aufarbeiten will. Nachrichten von A wie Artenvielfalt, Bioökonomie, MINT Bildung bis Z wie Zukunftsvertrag runden den Rückblick auf den vergangenen Monat berichtet der Dachverbandes ab.

Link zur Juni-Ausgabe (LogIn erforderlich)

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20. May 2020 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 48

Welches Modell hilft, um neue Pflanzenwirkstoffe zu entdecken, wo die Pflanzenvielfalt abnimmt und an welchem unerwarteten Ort einst ein ganzer Regenwald wuchs, zeigen unsere Forschungsnachrichten. Unser Newsletter berichtet außerdem, wer einen ERC-Grant für eine neue Züchtungstechnik für die Landwirtschaft erhielt. Die DBG freut sich, den Preisträger der besten pflanzenwissenschaftlichen Publikation eines Nachwuchsforschers bekannt zu geben. Die Sektionen für Angewandte Botanik präsentiert sich mit einer neuen Website. Weitere Forschungsnachrichten und Meldungen aus unseren Sektionen runden den Newsletter ab.

zum 48. Newsletter (LogIn erforderlich)

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13. May 2020

VBIO-Rückblick - April 2020

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) bekräftigt in einer Stellungnahme den Stellenwert biologischer Bildung in Zeiten der Corona-Pandemie. Biologie ist ein Kernfach der Schule. Damit widerspricht er der Leopoldina. Eine Übersicht weiterer wissenschaftspolitischer und fachbezogener Nachrichten des vergangenen Monates rundet den Rückblick des Dachverbandes ab, in dem auch die DBG Mitglied ist.

Link zurApril-Ausgabe (LogIn erforderlich)

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27. Mar 2020 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 47

Ein Protein-Atlas für Arabidopsis, wie Wurzeln Wasser finden und wie das Erbgut eines zweiten Vaters eingeschmuggelt werden kann, sind Themen in unseren Forschungsnachrichten.
Nur noch wenige Tage bleiben unseren Mitgliedern, die ein gutes Paper von Nachwuchskräften mit Lorbeeren bekränzt sehen möchten. Die DFG bittet uns um fachlichen Input zur Bewertung zukünftiger Datenstrategien. Berichte über drei Tagungen sowie die Förderinstrumente der DBG runden unseren Newsletter aus den diversen Home-Offices in dieser beispiellosen Zeit ab.

zum 47. Newsletter (LogIn erforderlich)

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06. Dec 2019

"Abschiedbrief" unseres scheidenden Präsidenten

Zum Jahreswechsel übernimmt Prof. Dr. Andreas Weber (Düsseldorf) das Präsidentenamt unserer DBG. Anlässlich seines Abschieds freut sich unser scheidender Präsident, Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, über die vielen erfolgreichen Pflanzenforscher*innen in unseren Reihen, dankt all jenen, die sich für unsere Disziplin stark machen, nennt die Vorteile in fünf Bereichen, von denen unsere Mitglieder profitieren, und verabschiedet sich mit einem Appell.

Weiterlesen im Intranet (Log-In erfroderlich)

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16. Sep 2019 · DBG · Pressemitteilung

Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) fordert eine nachhaltige Ressourcen- und Klimapolitik

Entscheidungen über die Ressourcen unserer Erde müssen nachhaltig und wissenschaftsbasiert sein. Zur Eröffnung der Botanikertagung an der Universität Rostock, zu der sich mehr als 420 Pflanzenforschende angemeldet haben, fordert das Präsidium der Deutschen Botanischen Gesellschaft die Beteiligten am Klimakabinett und alle Parteien auf, nachhaltige und mutige Entscheidungen zu treffen, um die Ressourcen unseres Planeten und das Klima nachhaltig zu schützen.

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09. Sep 2019 · DBG · Nachwuchsförderung · Presse · Pressemitteilung

Auszeichnungen für vier Pflanzenforscherinnen und -forscher

Die vier Preistragenden (von oben links im Uhrzeigersinn): Dr. Constantin Mario Zohner, Dr. Eva-Sophie Wallner, Dr. Moisés Expósito Alonso und Dr. Jessica Lee Erickson. Fotos: Jaimie Crowther, Jörg Abendroth, Tobias Jung und Carolin Alfs

Wie sich der Klimawandel auf den Blattaustrieb von Gehölzen und das Überleben von Blumen auswirkt, welche Substanzen die Form von Plastiden beeinflussen und welche Eiweiße den Startschuss für die Phloem-Entwicklung geben, sind die Themen der vier Forschenden, die mit den diesjährigen Wissenschaftspreisen der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) ausgezeichnet werden. Dr. Constantin Mario Zohner, Dr. Jessica Lee Erickson, Dr. Moisés Expósito Alonso und Dr. Eva-Sophie Wallner erhalten ihre Auszeichnungen während der Botanikertagung vom 16. bis 19. September in Rostock, wo sie den mehr als 420 angemeldeten Pflanzenforscherinnen und –forschern ihre Ergebnisse vorstellen werden.

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Ansprechpartner

Eduard Strasburger-Preisträger: Dr. Constantin Mario Zohner

ETH Zürich
Universitätsstrasse 16
8092 Zürich
Schweiz
Tel.: +41 44 633 83 87
E-Mail: constantin.zohner[at]t-online.de  

Wilhelm Pfeffer-Preisträgerin: Dr. Jessica Lee Erickson

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institutsbereich Genetik
Prof. Dr. Ulla Bonas Labor
Weinbergweg 10 – Biologicum
06120 Halle (Saale)
Deutschland
Tel.: +49 345 5526286
E-Mail: jessica.erickson2525[at]gmail.com  

Wilhelm Pfeffer-Preisträger: Dr. Moisés Expósito Alonso

Carnegie's Department of Plant Biology
Stanford University
260 Panama Street
Stanford, CA 94305, USA
E-Mail: mexpositoalonso[at]carnegiescience.edu

Horst Wiehe-Förderpreisträgerin: Dr. Eva-Sophie Wallner

Stanford University
Dominique Bergmann lab
371 Serra Mall
Stanford, CA 94305-5020, USA
Tel.: +1 650 665-3913
E-Mail: ewallner[at]stanford.edu 

Laudator: Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, Präsident der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG)

Lehrstuhl Biochemie und Physiologie der Pflanzen, Fakultät für Biologie, Universität Bielefeld, Postfach 100131, 33501 Bielefeld, Deutschland
Tel.: +49-(0)521-106 5589
E-Mail: karl-josef.dietz[at]uni-bielefeld.de
Website: http://web.biologie.uni-bielefeld.de/pflanzenbiochemie/

Laudator: Prof. Dr. Christian Wilhelm, Präsident der Wilhelm Pfeffer-Stiftung der DBG

Institut für Biologie, Abteilung Pflanzenphysiologie, Johannisallee 21-23, 04103 Leipzig, Deutschland
Tel.: +49-(0)341-9736870
E-Mail: cwilhelm[at]rz.uni-leipzig.de
Web: https://biologie.biphaps.uni-leipzig.de/ag/pflaphys/

Titel der ausgezeichneten Arbeiten

Constantin Mario Zohner (2016): The biogeography, evolution, and function of leaf-out phenology studied with experimental, monitoring, and phylogenetic approaches. Dissertation, Fakultät für Biologie, Ludwig-Maximilians-Universität München. https://edoc.ub.uni-muenchen.de/21673/1/Zohner_Constantin.pdf  

Jessica Lee Erickson (2019): Shaping plastid stromules.  Dissertation, Faculty of Biology, Department of Plant Physiology, Martin Luther University Halle-Wittenberg. DOI: http://dx.doi.org/10.25673/13909

Moisés Expósito Alonso (2018): On climate change and genetic evolution in Arabidopsis thaliana. Dissertation. Max Planck Institute for Developmental Biology and Eberhard Karls University of Tübingen. DOI: http://dx.doi.org/10.15496/publikation-26332  

Eva-Sophie Wallner (2018): Early events in phloem formation: Exploring the molecular network of SMXL3/4/5, Fakultät für Biowissenschaften. Heidelberg, Universität Heidelberg. Dissertation (Dr. rer. nat): 128. DOI: http://doi.org/10.11588/heidok.00025313 URL: www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/25313

Hintergrundinformationen

Seit 1994 verleiht die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) den Eduard Strasburger-Preis für hervorragende und originelle Leistungen. Das Preisgeld wird alle zwei Jahre von Springer Spektrum (www.springer-spektrum.de) bereitgestellt. Die Stiftung wurde aus Anlass der 100jährigen Wiederkehr des Erscheinens der ersten Auflage des "Lehrbuchs der Botanik für Hochschulen" von Eduard Strasburger, Fritz Noll, Heinrich Schenck und A. F. Wilhelm Schimper aus dem Jahr 1894 eingerichtet. Die Wahl des Preisträgers erfolgt durch eine Jury, die aus den Autorinnen und Autoren der nächsten Auflage des „Strasburger Lehrbuch der Botanik", dem Präsidenten der DBG und der Biologieplanerin von Springer Spektrum besteht. Details:
https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/eduard-strasburger-preis.html

Die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) verleiht seit 1990 den Wilhelm Pfeffer-Preis für eine herausragende Dissertation aus den Pflanzenwissenschaften. Das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro und die Auszeichnung durch die Wilhelm Pfeffer-Stiftung soll die Karriere junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fördern. Sie wird von einer Jury aus Mitgliedern des Vorstands der Wilhelm Pfeffer-Stiftung gewählt. Details: https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/wilhelm-pfeffer-preis.html

Die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) verleiht den Horst Wiehe-Förderpreis alle zwei Jahre für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit über ein ausschließlich pflanzenwissenschaftliches Thema. Berücksichtigt werden nur Arbeiten junger Wissenschaftler/innen bis zur erfolgten Habilitation oder hervorragende Dissertationen. Der mit mindestens 1.500 Euro dotierte Preis stammt aus der Stiftung von Horst Wiehe, der der DBG einen Betrag zur Auszeichnung von Nachwuchswissenschaftlern bereitstellte. Details: https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/horst-wiehe-preis.html

Die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) ist das größte Netzwerk für Pflanzenwissenschaften und Botanik im deutschsprachigen Raum. Als gemeinnützige Gesellschaft vertritt sie alle Fachdisziplinen und fördert die Wissenschaft. Sie ist eine der ältesten, aktiven Botanischen Gesellschaften der Welt, bringt Nachwuchskräfte voran, vereint alle Forschergenerationen und unterstützt den wissenschaftlichen Austausch ihrer rund 850 Mitglieder. Die DBG ist eines der Gründungsmitglieder des Biologen-Dachverbandes VBIO. Mehr: www.deutsche-botanische-gesellschaft.de

03. Sep 2019 · DBG · Politik

Grundlagenforschung wertschätzen, fördern und kommunizieren

Grundlagenforschung braucht mehr Wertschätzung, eine wirksame und längerfristige Finanzierung und die strukturelle Absicherung der dort Beschäftigten. Auch die Wissenschaftskommunikation muss ausgebaut werden, fordert der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. (VBIO) in seinem Positionspapier. Diese Positionen teilt die DBG, die im Dachverband der Biolog*innen Mitglied ist, und das Papier gemeinsam mit weiteren 12 biowissenschaftlichen Fachgesellschaften gezeichnet hat.

Quelle: VBIO

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25. Jul 2019 · DBG · Politik

Für genetische Präzisionsmethoden und nachhaltige Nutzpflanzen

Auch die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) und ihre Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie (SPPMB) appellieren an das neu gewählte Europäische Parlament und die Kommission der Europäischen Union (EU), das veraltete Gentechnikrecht aus dem Jahr 2001 an den Kenntnisstand der Wissenschaft und die internationalen Gegebenheiten anzupassen und entsprechend zu modernisieren. Gemeinsam mit 115 anderen Wissenschaftsorganisationen und -instituten plädieren sie dafür die Nutzung neuer Präzisionsmethoden der Genomeditierung zur Zucht von Kulturpflanzen zu vereinfachen, um eine nachhaltige Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion in der EU zu ermöglichen.

Lesen Sie das gemeinsame Statement (pdf), ins Deutsche übertragen von

  • Prof. Dr. Holger Puchta (Botanisches Institut, Karlsruher Institut für Technologie, KIT),
  • Prof. Dr. Claus Schwechheimer (Systembiologie der Pflanzen, Technische Universität München, TUM),
  • Prof. Dr. Caroline Gutjahr (Pflanzengenetik, Technische Universität München, TUM),
  • Prof. Dr. Andreas Graner (Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung, IPK) und
  • Prof. Dr. Ralph Bock (Max Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie, Potsdam)
  • Prof. Dr. Andreas P.M.Weber (Biochemie der Pflanzen, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
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04. Jun 2019 · News · Ausschreibung

Erster Schüler-Wettbewerb: Mit Algen die Zukunft gestalten

Dank der vielen Arten und Verwendungen ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten für Projekte rund um das Thema Algen für den Wettbewerb. Fotos: Mitwirkende in der Sektion Phykologie

Alle Schülerinnen und Schüler in Gymnasien, Gesamtschulen und ähnlichen Einrichtungen können Projekte einreichen zum ersten Wettbewerb „Mit Algen die Zukunft gestalten“. Jedes Projekt kann teilnehmen, sofern die Einreichenden 16 Jahre oder älter sind. Den Preistragenden winken neben Auszeichnung und Preisgeld auch eine Einladung zur nächsten wissenschaftlichen Konferenz der Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft, in der die ausschreibenden Algenforscherinnen und -forscher organisiert sind. Vom 8. bis 11. März 2020 in Steinfeld in der Eifel können die Preistragenden ihr Projekt den Forscherinnen und Forschern vorstellen. Einsendeschluss ist der 15. Januar 2020.

Quelle: Sektion Phykologie in der DBG

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24. Oct 2018 · DBG · Politik

Europäische Forschende sind für Präzisionszüchtung

Mehr als 85 Europäische Wissenschaftler*innen und Wissenschaftsorganisationen, darunter unsere Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG), bitten den Europäischen Gerichtshof (EuGH) das Urteil über neue Pflanzen-Züchtungsmethoden wie CRISPR/Cas9 und andere Formen der Genom Editierung zu überarbeiten. Sie alle plädieren dafür, dass Präszisionszüchtung für nachhaltige Landwirtschaft anders gehandhabt werden muss als im Urteil vom 25. Juli 2018. Die Unterzeichnenden fordern, dass Präzisionszüchtungen und Pflanzenzüchtungen ohne Fremd-Gene genau so wie herkömmliche Züchtungen anzusehen sind, weil sie genauso sicher sind. Die Erkenntnisse der Wissenschaft müssen in die Handhabung einfließen und die diesbezügliche Gesetzgebung muss daher schnellstens korrigiert werden. Langfristig muss dann auch das veraltete Gentechnikrecht an die aktuellen Erkenntnisse der Wissenschaft angepasst werden. Eine deutsche Übersetzung der belgischen Pressemitteilung bietet das Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenforschung in Potsdam auf seiner Website. Wer das Positionspapier unterstützen möchte, kann auch seinen Namen auf der Liste der Unterzeichner hinzufügen. 
Zur Pressemitteilung und offenem (englischen) Brief der Europäischen Initiative und zum Unterzeichnen

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Wochen-Chronik
10. Jul 2020 · News · Forschungsergebnis

Klimawandel wird laubabwerfende Pflanzen in asiatischen Tropen zurückdrängen

In den asiatischen Tropen - wie in dieser Baumsavanne in Indien - wird bis zum Ende des Jahrhunderts im Mittel bis zu 23 Prozent mehr oberirdische holzige Biomasse wachsen. Foto und (c): Simon Scheiter

Durch höhere Kohlenstoffdioxidwerte in der Luft wachsen in den asiatischen Tropen bis zum Jahr 2100 mehr immergrüne Pflanzen als bisher; laubabwerfende Pflanzen hingegen gehen zurück. Zudem wird die Vegetation der Region in Zukunft stärker in die Höhe wachsen. Das ist das Ergebnis einer Simulation von Senckenberg-Wissenschaftler*innen die im Fachmagazin Global Change Biology (DOI: https://doi.org/10.1111/gcb.15217) erschienen ist. In Folge dieser Entwicklung entsteht in den asiatischen Tropen bis zum Ende des Jahrhunderts im Mittel bis zu 23 Prozent mehr oberirdische holzige Biomasse. Die Region könnte daher eine globale Kohlenstoffsenke sein, vorausgesetzt heutige Flächen mit natürlicher Vegetation werden nicht gerodet.

Quelle: Senckenberg

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10. Jul 2020 · News · Outreach

Fakten, Forschung, Expertise: Klima-Initiative startet Website

Die Helmholtz-Klima-Initiative hat ihre Website grundlegend überarbeitet. Ab sofort bietet sie unter www.helmholtz-klima.de Artikel, Hintergrundwissen, Factsheets und vieles mehr rund um den aktuellen Stand der Klimaforschung. In einer Expert*innenvermittlung bietet sie Kontakt zu Helmholtz-Klima-Wissenschaftler*innen.

Quelle: Helmholtz-Klima-Initiative

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09. Jul 2020 · News · Forschungsergebnis

Neuer fleischfressender Sonnentau von Madagaskar

Die neu entdeckte Art Drosera arachnoides am Wuchsort auf Madagaskar. Foto: Fortunat Rakotoarivony, Missouri Botanical Garden, Madagascar Research and Conservation Program

Ein internationales Team von Botaniker*innen aus Madagaskar, Brasilien, Frankreich und der Botanischen Staatssammlung München (SNSB-BSM) hat eine neue fleischfressende Pflanze aus der Gattung Drosera (Sonnentau) entdeckt und beschrieben. Der Botaniker Dr. Andreas Fleischmann - Preisträger unseres Eduard-Strasburger-Preises von 2015 - entdeckte  Herbarscans, die auf den Seiten des Herbariums des US-amerikanischen Missouri Botanical Garden online gestellt wurden, sowie auf Fotos der Herbar-Belege in der Sammlung des Naturhistorischen Museums Paris. Die Untersuchung der gesammelten Herbar-Belege brachte dann eindeutig Klarheit. Die neue Art Drosera arachnoides kommt nur auf Madagaskar vor. Eine genaue Beschreibung der neuen Pflanzenart veröffentlichten die Wissenschaftler nun in der wissenschaftlichen Zeitschrift Plant Ecology and Evolution (DOI: https://doi.org/10.5091/plecevo.2020.1705).

Quelle: SNSB-BSM

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08. Jul 2020 · News · Ausbildung · Projekt

Graduiertenkolleg "Immunabwehr der Pflanze" verlängert

Die Forscher*innen des internationalen Graduiertenkollegs "PRoTECT" untersuchen die Abwehrmechanismen von Pflanzen. Links: Sprecher Prof. Dr. Ivo Feussner. Foto: Philipp Niemeyer, 2019

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Förderung eines internationalen, pflanzenwissenschaftlichen Graduiertenkollegs (IGRK) verlängert. Das Graduiertenkolleg „PRoTECT – Pflanzliche Gefahrenabwehr“ untersucht die Abwehrmechanismen von Pflanzen und die Infektionsstrategien von Pathogenen auf molekularer Ebene. Daran beteiligt sind die Fakultäten für Biologie und Psychologie und für Forstwissenschaften und Waldökologie der Universität Göttingen. Die DFG fördert das Kolleg nun für weitere viereinhalb Jahre mit insgesamt rund 4,1 Millionen Euro. „Unser Ziel ist die Aufklärung komplexer mechanistischer Pfade, die beim Aufbau wirksamer Abwehrbarrieren gegen eindringende Krankheitserreger eine Rolle spielen“, erklärt der Sprecher des Graduiertenkollegs, Prof. Dr. Ivo Feußner. „Mit der zweiten Förderperiode haben wir jetzt die Möglichkeit, die Forschung in diesem für die Produktivität von Nutzpflanzen wichtigen Bereich fortzusetzen und das Thema um hitze- und dürrestressspezifische Forschungsfragen zu erweitern.“

Quelle: Uni Göttingen

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08. Jul 2020 · News · Köpfe und Karrieren

Pflanzenwissenschaftler Enrico Schleiff wird Präsident der Goethe-Universität

Prof. Dr. Enrico Schleiff. Foto: Uwe Dettmar, Goethe-Universität Frankfurt

Prof. Dr. Enrico Schleiff, früherer Vizepräsident und Professor für Molekulare Zellbiologie der Pflanzen an der Goethe-Universität, ist am Mittwoch (8. Juli) vom Erweiterten Senat zum Präsidenten der Goethe-Universität gewählt worden. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre und beginnt nach der Ernennung durch den Hochschulrat am 1. Januar 2021. Schleiff hatte im Jahr 2004 unseren Strasburger-Preis für seine Forschungsergebnisse erhalten über die Funktion, Struktur und Regulation der molekularen Maschine zur Erkennung und zum Transport kernkodierter Proteine über die äußere Hüllmembran von Plastiden höherer Pflanzen.

Quelle: Goethe-Universität Frankfurt

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07. Jul 2020 · News · Forschungsergebnis

Proteinmodifikation: Acetyltransferasen als Doppelagenten

Die neu entdeckte Familie der Acetyltransferasen (GNAT) können zwei verschiedene Acetylierungen an Proteinsequenzen antreiben. Grafik und (c): Annika Brünje, Molecular Systems Biology

Forschende haben in Chloroplasten eine neue Familie bestimmter Acetyltransferasen (GNAT) entdeckt. Die Enzyme können zwei verschiedene Acetylierungen an Proteinsequenzen antreiben, berichtet das internationale Forschungsteam aus Deutschland, Finnland und Frankreich im Fachjournal Molecular Systems Biology (DOI: https://doi.org/10.15252/msb.20209464). Wie es berichtet, hat es acht neue Acetyltransferasen in Ackerschmalwand-Pflanzen identifiziert. Dabei machten die Wissenschaftler*innen eine überraschende Entdeckung: Die Enzyme sind in der Zelle auf doppelte Weise katalytisch aktiv – machen also auf unterschiedlichen Wegen Reaktionen möglich. Zuvor war angenommen worden, dass die verschiedenen Acetylierungen auch durch verschiedene Enzyme angetrieben werden. „Unsere Studie deckt eine ganz neue Komplexität innerhalb der Enzym-Maschinerie auf. Die Ergebnisse legen nahe, dass auch andere Enzyme in eukaryotischen Zellen solche ,Doppel-Aktivitäten‘ aufweisen können“, betont Studienleiterin Prof. Dr. Iris Finkemeier von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU). Mithilfe quantitativer Massenspektrometrie belegten sie darüber hinaus, dass die Enzyme sowohl bei der N-terminalen Acetylierung als auch der Lysin-Acetylierung aktiv sind und die Proteine entsprechend verändern.

Quelle: Uni Münster

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07. Jul 2020 · News · Anwendung · Forschungsergebnis

Umweltfreundliche Alternative: Nährstoffe aus Algen

Mikroalgen könnten eine alternative Quelle für die gesunden Omega-3-Fettsäuren in der menschlichen Ernährung sein – und das umweltfreundlicher als beliebte Fischarten. Das zeigt eine neue Studie. "Wir wollten herausfinden, ob Mikroalgen, die in Deutschland in Photobioreaktoren produziert werden, eine umweltfreundlichere Quelle für wichtige Nährstoffe sein könnten als Fisch", sagt Susann Schade vom Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Die Studie erschien in der Fachzeitschrift Journal of Applied Phycology (DOI: https://doi.org//10.1007/s10811-020-02181-6) und gibt erste Hinweise auf die zu erwartenden Umwelteffekte, wenn Mikroalgen in Deutschland kultiviert würden.

Quelle: MLU

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06. Jul 2020 · News · Förderung · Projekt

Molekulare Mechanismen von Pflanzenkrankheiten

Wie die Kommunikation zwischen Wirtspflanzen und ihren interagierenden Mikroben abläuft, untersucht eine der drei neu von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligten Forschungsgruppen. Die interdisziplinäre Gruppe an der Schnittstelle zwischen Agrarwissenschaften und Biologie trägt den Titel „Kommunikation in der Wirtspflanzen-Mikroben-Interaktion durch exRNA: ein systemanalytischer Ansatz zur Erforschung der molekularen Mechanismen und der agronomischen Anwendung“. Sie erforscht insbesondere die Rolle von extrazellulärer Ribonukleinsäure (exRNA) bei der Entstehung und Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten. Die gewonnenen Erkenntnisse über die Mechanismen von Pflanzenkrankheiten und der pflanzlichen Immunität können langfristig helfen, neue Strategien zur Minderung des chemischen Pflanzenschutzes und zur Ertragssicherung von wichtigen Kulturpflanzen zu entwickeln. Sprecher ist Professor Dr. Karl-Heinz Kogel von der Universität Gießen. Die neue Forschungsgruppe wird in den nächsten vier Jahrenmit insgesamt rund 3,5 Millionen Euro von der DFG gefördert.

Quelle: Uni Gießen

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03. Jul 2020 · News · Anwendung · Forschungsergebnis

Elektroden nach dem Vorbild von Laubblättern

Die Forschenden haben Blattadern mit Kupfer beschichtet und sie so in elektrisch leitfähige und optisch transparente Elektroden umgewandelt. Foto: Sven Döring, Leibniz-IPHT

Ein Forschungsteam hat aus Laubblättern Elektroden mit besonderen optischen und elektronischen Eigenschaften gebaut. Die Forschenden des Jenaer Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben Blattadern mit Kupfer beschichtet und sie so in elektrisch leitfähige und optisch transparente Elektroden umgewandelt. Sie nutzten also die für den Transport in Pflanzen optimierte, verzweigte Struktur der Blattadern, wie sie im Fachmagazin Nano-Micro Letters (DOI: https://doi.org/10.1007/s40820-019-0359-9) berichten. Konstruiert nach dem Vorbild der Natur, könnten sich mit den Blattstruktur-Elektroden neuartige Solarzellen, LEDs oder Displays entwerfen lassen.

Quelle: Leibniz-IPHT

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03. Jul 2020 · News · Anwendung · Politik

Pflanzen reisen innerhalb der EU nur noch mit Reisepass

EU-Pflanzenpassaufkleber auf einem Blumentopf. Foto: Irene Fischbeck, JKI

Seit Dezember 2019 gilt eine Pflicht, dass eingeführte Pflanzen einen Gesundheitspass mitführen müssen. Das gilt  
auch für Zimmer-, Garten- und Balkonpflanzen sowie für Pflanzenteile und Saatgut bestimmter Arten. Zu erkennen sind diese Pässe an der aufgedruckten EU-Flagge und der Aufschrift „Pflanzenpass/Plant Passport“. Aufmerksamen Verbraucherinnen und Verbrauchern dürften beim Kauf von Pflanzen in jüngster Zeit die kleinen Etiketten aufgefallen sein. Allerdings sind die ablesbaren Informationen auf dem Pflanzenpass an Kontrolleure und Behörden gerichtet. Der Pass macht so Handelsketten nachverfolgbar und soll die Verbreitung gefährlicher Schädlinge unterbinden. Denn finden mitgereiste Schadorganismen hier optimale Lebensbedingungen vor, können sie sich stark vermehren, ausbreiten und oftmals große ökologische und ökonomische Schäden anrichten. In einem kurzen Video zeigt das Julius Kühn-Institut (JKI), worauf beim Pflanzenkauf im Internet geachtet werden sollte: https://www.youtube.com/watch?v=fxAf-ZGmNP0.

Quelle: JKI

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03. Jul 2020 · News · Forschungsergebnis

Algen als lebende Biokatalysatoren für eine grüne Industrie

Algen haben großes Potenzial für die umweltfreundliche Energiegewinnung. Foto und (c): Marquard, RUB

Viele Substanzen, die wir täglich nutzen, wirken nur in der richtigen 3D-Struktur. Natürliche Enzyme könnten sie umweltfreundlich herstellen – wenn sie nicht einen bisher nur teuer zu erzeugenden Hilfsstoff bräuchten. Ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum (RUB) hat in einzelligen Grünalgen genau die gewünschten Enzyme entdeckt. Und noch besser: Da lebende Algen als Biokatalysatoren für bestimmte Substanzen infrage kommen, bringen sie den Hilfsstoff gleich mit und stellen ihn umweltfreundlich durch Photosynthese her. Das Team veröffentlichte seine Ergebnisse unter dem Titel Evolutionary diverse Chlamydomonas reinhardtii Old Yellow Enzymes reveal distinctive catalytic properties and potential for whole-cell biotransformations am 17. Juni in der Zeitschrift Algal Research (DOI: https://doi.org/10.1016/j.algal.2020.101970).

Quelle: RUB

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02. Jul 2020 · News · Forschungsergebnis

Moos-Protein korrigiert Erbgut-Fehler anderer Pflanzen

Dr. Anke Hein, Bastian Oldenkott und Dr. Mareike Schallenberg-Rüdinger untersuchen Linien des Mooses Physcomitrium mit eingebrachten PPR-Proteinen aus Blütenpflanzen. Foto und (c): Elena Lesch, Uni Bonn

Fast alle Landpflanzen beschäftigen ein Heer molekularer Redakteure, die Fehler in ihrer Erbinformation berichtigen. Forscher*innen der Universität Bonn haben nun mit Kolleg*innen aus Hannover, Ulm und Kyoto einen dieser Korrekturleser vom Moos Physcomitrium patens (bisher bekannt als Physcomitrella patens) in die Blütenpflanze Arabidopsis thaliana übertragen. Erstaunlicherweise verrichtet er dort seine Arbeit ähnlich zuverlässig wie im Moos selbst, obwohl mehr als 400 Millionen Jahre Evolutionsgeschichte zwischen beiden Pflanzen liegen. Die Studie eröffnet möglicherweise einen neuen Weg, das Erbgut von Chloroplasten und Mitochondrien zu modifizieren. „Insbesondere für pflanzliche Mitochondrien ist das bislang noch gar nicht möglich“, betont Dr. Mareike Schallenberg-Rüdinger. Eventuell lässt sie sich auch zur Entwicklung leistungsfähigerer Nutzpflanzen einsetzen. Die Studie publizierten das Team in der Fachzeitschrift The Plant Cell (DOI: https://doi.org/10.1105/tpc.20.00311).

Quelle: Uni Bonn

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02. Jul 2020 · News · Forschungsergebnis

Meeresalgen-Wirkstoff als Mittel gegen Infektionen und Hautkrebs entdeckt

Blasentang. Foto: Larissa Büdenbender, GEOMAR

Neue, bioaktive Bestandteile des auch in der Ostsee beheimateten Blasentangs und seines Pilzsymbionten haben Forschende des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel nun als wirksam gegen infektiöse Bakterien bzw. Hautkrebs ausgemacht. „Auf Algorithmen basierende Chemo- und Bioinformatik-Strategien sowie maschinelle Lernwerkzeuge haben es uns ermöglicht, das massive Metabolom der Braunalge zu kartieren und gleichzeitig die für ihre antibiotische Aktivität verantwortlichen Wirkstoffcluster vorherzusagen“, sagt Dr. Larissa Büdenbender, ehemalige Postdoktorandin in der Gruppe von Prof. Tasdemir und Hauptautorin eines der beiden jetzt in der Fachzeitschrift Marine Drugs (DOI: https://doi.org/10.3390/md18060311 und https://doi.org/10.3390/md18010047) erschienenen Artikel.

Quelle: GEOMAR

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01. Jul 2020 · News · Forschungsergebnis

So verarbeiten Pflanzen überlebenswichtige Signale

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben das Signalnetzwerk in Pflanzen kartiert und neue Erkenntnisse darüber gewonnen, wie Pflanzen Informationen über ihre Umwelt verarbeiten. Die Forschungsgruppe hat das molekulare Proteinnetzwerk von Pflanzen systematisch kartographiert, indem es mehr als 17 Millionen Proteinpaare experimentell auf wechselseitige Interaktionen prüfte. Dafür setzte sie eine robotergestützte Pipeline in Kombination mit Methoden der Bioinformatik ein. Wie sie im Fachmagazin Nature (DOI: https://doi.org/10.1038/s41586-020-2460-0) zeigen, regeln alle getesteten Interaktionen zwischen Proteinen, von denen man bisher annahm, dass sie nur Teil eines einzigen Signalweges sind, die Kommunikation tatsächlich zwischen verschiedenen Signalwegen. „Das ist eines der erstaunlichsten Erkenntnisse aus dieser Studie: Die meisten Proteine fungieren in mehreren Signalwegen," sagt Dr. Melina Altmann, Erstautorin der Studie. Die Forschenden des Helmholtz Zentrums München und der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) sehen darin auch Potential für neue Strategien um beispielsweise Nutzpflanzen besser vor zunehmender Dürre schützen zu können.

Quelle: Helmholtz Zentrums München

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01. Jul 2020 · News · Förderung

DataPLANT: Konsortium für Pflanzenforschung gefördert

Als eines von neun Zentren der Nationalen Dateninfrastrukturinitiative (NFDI) wird das neue Konsortium DataPLANT für die moderne Pflanzenforschung große Datenmengen erfassen, aufbereiten und bereitstellen. In der Pflanzenforschung entstehen komplexe, riesige Datenmengen unterschiedlicher Disziplinen, die computergestützt verarbeitet und interpretiert werden müssen. „Ein Ziel dieser Forschung ist ein besseres Verständnis davon, wie sich Nutzpflanzen genetisch und biochemisch so verändern lassen, dass sie auch in Zeiten des Klimawandels und bei wachsender Weltbevölkerung widerstandsfähig und ertragreich sein können“, erklärt Ralf Reski, Professor für Pflanzenbiotechnologie an der Universität Freiburg und Mitglied der Geschäftsleitung von DataPLANT. So trägt die Forschung zur Ernährungs- und Versorgungssicherheit und das neue Service-Zentrum zur Demokratisierung von Forschungsdaten bei. Partnerinstitutionen sind die Universität Tübingen, das Forschungszentrum Jülich und die Technische Universität Kaiserslautern. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Service-Einrichtung mit rund elf Millionen Euro.

Quelle: Uni Freiburg

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01. Jul 2020 · News · Politik

Wissenschafts-Kommunikation im Bundestag

Die Stärkung der Wissenschaftskommunikation war Thema eines Öffentlichen Fachgesprächs des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Die Sachverständigen waren sich überwiegend darin einig, dass Wissenschaftskommunikation immer wichtiger werde, sie institutionell auch in der Forschung stärker verankert werden müsse und Wissenschaftsjournalismus stärker finanziert werden solle, wie das Portal heute im Bundestag (hib) berichtet.

Quelle: hib

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01. Jul 2020 · News · Förderung · Politik

Chancengleichheit: Bedarf an Förderung weiterhin groß

Die immer noch ungleiche Verteilung der Geschlechter auf den verschiedenen Hierarchiestufen der wissenschaftlichen Karriere sowie in zentralen Gremien und Kommissionen macht deutlich, dass eine gezielte Förderung von Frauen zur Entlastung von der mehrfachen Inanspruchnahme in Beruf und Familie weiterhin notwendig ist. Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass sich diese generelle Problematik durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie noch verschärft hat. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat sich daher im Rahmen der DFG-Jahresversammlung mit Rekrutierungsverfahren zur Gewinnung von Wissenschaftlerinnen und mit ihrer Entlastung für die Gremienarbeit befasst. Sie beschloss die Veröffentlichung der „Zusammenfassung und Empfehlungen 2020“ zu diesen zwei Schwerpunktthemen der Chancengleichheit in der Wissenschaft. Die Mitgliederversammlung tagte wegen der Coronavirus-Pandemie per Videokonferenz.

Quelle: DFG

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30. Jun 2020 · News · Forschungsergebnis

Wie Blühstreifen, Öko-Landbau und kleine Felder auf Wildbienen wirken

Costanza Geppert sammelt Bienen und andere Insekten am Rande eines Getreidefelds. Foto: Bettina Donkó

Sowohl die Anlage von Blühstreifen an konventionellen Getreidefeldern als auch die erhöhte Blütendichte im Öko-Landbau fördern Hummeln wie auch einzeln lebende Wildbienen und Schwebfliegen. Hummelvölker profitieren von Blühstreifen an kleinen Feldern, aber von großen Feldern im Ökolandbau. Das legen Agrarökologinnen und Agrarökologen der Universität Göttingen in einem Vergleich verschiedener Anbausysteme und Landschaftstypen dar. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Journal of Applied Ecology (DOI: https://doi.org/10.1111/1365-2664.13682) erschienen. „Die Ergebnisse zeigen, dass Maßnahmen auf lokaler wie auch auf Landschaftsebene wichtig sind, um Wildbienen zu fördern“, betont Costanza Geppert, Erstautorin der Studie.

Quelle: Uni Göttingen

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26. Jun 2020 · News · Forschungsergebnis

Wissenschaftler*innen warnen vor der Ausbreitung gebietsfremder, invasiver Arten

Die Anzahl gebietsfremder Arten nimmt rasant zu. Aktuell gibt es weltweit bereits mehr als 18.000 dieser Arten, berichten internationale Wissenschaftler*innen heute im Fachjournal „Biological Reviews“. Ein kleiner Teil gebietsfremder Arten sind invasiv und sorgen in ihren neuen Lebensräumen für eine Menge von Problemen, wie beispielsweise die Verdrängung einheimischer Arten. „Eine Analyse der Roten Liste der Weltnaturschutz-Organisation IUCN hat gezeigt, dass bei 25 Prozent der ausgestorbenen Pflanzen und 33 Prozent der ausgestorbenen Land- und Süßwassertiere gebietsfremde Arten mitverantwortlich für das Aussterben waren. Die jährlichen Verluste durch die Umweltauswirkungen nicht-heimischer Arten in den USA, Großbritannien, Australien, Südafrika, Indien und Brasilien belaufen sich auf über 100 Milliarden US-Dollar“, erklärt Dr. Hanno Seebens, Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum (SBiK-F). Das Forschungsteam warnt daher im Fachmagazin Biological Reviews (DOI: https://doi.org/10.1111/brv.12627) eindringlich vor der steigenden Bedrohung durch solche Arten. Um die Eindringlinge aufzuspüren, ihre Ausbreitung zu kontrollieren und möglichst zu stoppen, sei ein sofortiges Handeln nötig.

Quelle: SBiK-F

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26. Jun 2020 · News · Anwendung · Forscheralltag · Förderung

Konsortien DataPLANT und NFDI4BioDiversität erhalten Förderung

Wie die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) heute bekannt gab, werden als zwei von neun Konsortien zum Aufbau einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) die Konsortien DataPLANT für Daten in der Pflanzen-Grundlagenforschung sowie NFDI4BioDiversität für Biodiversität, Ökologie und Umweltdaten gefördert werden. Diese erhalten ihre Förderung gemeinsam mit sieben weiteren NFDI-Zentren aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen auf Grundlage einer Förderempfehlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Der Empfehlung der DFG lag ein mehrstufiger wissenschaftsgeleiteter Prozess zugrunde, in den auch zahlreiche internationale Gutachtende einbezogen waren. Bund und Länder haben bei der Satzung großen Wert darauf gelegt, dass die fachlich-technischen Grundsätze sowie die inhaltlich-strategische Steuerung der NFDI wissenschaftszentriert und von wissenschaftlichen Mitgliedern ausgestaltet werden. Zudem soll der Verein grundsätzlich auch Mitgliedseinrichtungen von NFDI-Konsortien offenstehen, die noch nicht in die Bund-Länder-Förderung aufgenommen worden sind. Dadurch soll der inklusive Charakter der NFDI zum Ausdruck gebracht und von Beginn an eine größtmögliche Breitenwirkung im Wissenschaftssystem erzielt werden. Das DataPLANT-Konsortium hat seinen Sitz an der Uni Freiburg (https://nfdi4plants.de/) und das NFDI4BioDiversität ist bei der Gesellschaft für Biologische Daten e.V. (GFBio) in Bremen ansässig (https://www.nfdi4biodiversity.org/).

Quelle: GWK (pdf)

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26. Jun 2020 · News

Ausgezeichnet: Mehr lebendiges Totholz im Wald

Pilze sind sehr wichtig für den Abbau von Totholz. Dabei werden im Holz gebundene Nährstoffe wieder verfügbar gemacht. Foto: Stefan Hotes

Für zahlreiche Tier-, Pilz- und Pflanzenarten sind abgestorbene Bäume ein wichtiger Lebensraum sowie wertvolle Nahrungsquelle. Der Wunsch nach einem „aufgeräumten“ und wirtschaftlich profitablen Wald führt aber oftmals dazu, dass nur noch sehr wenig Holz „ungenutzt“ im Wald bleibt. Das Verbundprojekt BioHolz unter Federführung der Philipps-Universität Marburg sucht nach neuen Wegen, um die unterschiedlichen Ansprüche von Forstwirtschaft, Naherholung, Tourismus und Naturschutz an Wälder und Holz miteinander in Einklang zu bringen. Dafür wird BioHolz nun als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

Quelle: Uni Marburg

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25. Jun 2020 · News · Forschungsergebnis

Klimaextreme werden Wälder verändern

Abgestorbene Buchen im Forst der Universität Würzburg im Steigerwald, 2019. Foto: Martin Wegmann; JMU

So heiß und trocken wie 2018 war kein Jahr seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Wälder in Mitteleuropa sind davon nachhaltig geschädigt. Das damals ausgelöste Baumsterben wird noch Jahre andauern. „Fichten sind am stärksten betroffen, denn ihr natürlicher Lebensraum in Mitteleuropa liegt in feuchten und kühlen Bergwäldern, nicht in Tieflagen“, erklärt Professor Bernhard Schuldt von der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg. „Für viele überraschend war allerdings, dass auch Buchen in diesem Ausmaß betroffen sind. Hier in Unterfranken habe ich mehrere Bestände gesehen, die komplett eingegangen sind, vor allem auf flachgründigen Standorten auf Muschelkalk.“ Trotzdem würden Buchen zum Teil noch als „Zukunftsbäume“ eingestuft, auch wenn ihre Toleranz gegenüber Trockenheit schon seit dem Hitzejahr 2003 kontrovers diskutiert wird. Was tun? „Ich denke, dass sich im Zuge des Klimawandels extreme Dürre- und Hitzeereignisse häufen werden“, so der JMU-Wissenschaftler. Zumindest lokal werde es darum zu einem Umbau der Wälder kommen müssen. Nötig seien Mischwälder mit möglichst trockenresistenten Baumarten. „Aber da müssen wir noch erforschen, welche Baumarten in welcher Kombination am besten geeignet sind, auch aus ökologischer und forstwirtschaftlicher Sicht. Das wird ein längerer Weg.“  Ihre Ergebnisse publizierten die Forschenden im April im Fachmagazin Basic and Applied Ecology (DOI: https://doi.org/10.1016/j.baae.2020.04.003) und stellten sie heute der Öffentlichkeit vor.

Quelle: JMU

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25. Jun 2020 · News · Forschungsergebnis

Neuer Pflanzenstamm entdeckt

Bisher wurden Pflanzen in zwei Abteilungen oder Stämme eingeteilt:

  • Die Streptophyta, die neben einigen Algen alle Landpflanzen umfassen,
  • sowie die Chlorophyta, unter die alle übrigen Grünalgen fallen.

Während die Evolution der Landpflanzen bereits recht gut erforscht ist, liegt der Ursprung der grünen Pflanzen noch weitgehend im Dunkeln. Nun beschreibt ein internationales Team unter Leitung der Universität Duisburg-Essen (UDE) in einer Erbgutanalyse, dass die Vorfahren der Alge Prasinoderma coloniale sich vor der Trennung der Pflanzen in Chlorophyta und Streptophyta im Stammbaum abspalteten und einem neuen, dritten Stamm, den Prasinodermophyta, angehörenm, wie sie im Fachmagazin Nature Ecology and Evolution schreiben (DOI: https://doi.org/10.1038/s41559-020-1221-7). Die Forschnden fanden aber noch etwas Erstaunliches im Genom: „Es gibt Hinweise darauf, dass die Alge mit der Zeit verlorengegangene Funktionen nun durch Bakterien ersetzt“, erklärt UDE-Seniorprofessor Dr. Michael Melkonian. So kann P. coloniale zum Beispiel die lebensnotwendigen Vitamine B1, B7 und B12 nicht mehr selbst herstellen. Diese bekommt sie nun vermutlich von Bakterien zur Verfügung gestellt, die mit den Algen in Symbiose leben – das heißt, sie profitieren jeweils voneinander.

Quelle: UDE

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25. Jun 2020 · News · Forschungsergebnis

Erster Schritt der Fucoxanthin-Biosynthese entschlüsselt

Für die braune Farbe von Kieselalgen und Dinoflagellaten sind die Lichtsammelcarotinoide Fucoxanthin beziehungsweise Peridinin verantwortlich, welche die absorbierte Lichtenergie zur fotosynthetischen Nutzung auf Chlorophylle übertragen. Foto und (c): Martin Lohr, JGU

Forschende haben den ersten Biosyntheseschritt eines in den Weltmeeren dominierenden Photosynthese-Pigmentes aufgeklärt. Interessanter weise ist das für den ersten Schritt in der Fucoxanthin-Biosynthese verantwortliche Enzym eng verwandt mit einem bereits gut untersuchten Enzym namens Violaxanthin-Deepoxidase, das in Landpflanzen und den meisten Algen vorkommt und unter Starklichtstress die Bildung von Lichtschutz-Carotinoiden bewirkt.  „Wir können davon ausgehen, dass Carotinoide in photosynthetisch aktiven Organismen ursprünglich nur als Lichtschutzpigmente gedient haben“, erklärt Dr. Martin Lohr, der Leiter dieses Forschungsprojektes an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). „Wie unsere Arbeiten zeigen, haben Algen aus dem für die Bildung dieser Carotinoide erforderlichen Enzym-Werkzeugkasten einzelne Werkzeuge dupliziert und für eine der Kopien eine neue Funktion entwickelt. Dadurch konnten sie komplexer aufgebaute Pigmente mit veränderten Absorptionseigenschaften bilden, die sich offensichtlich besonders gut als Lichtsammelpigmente eignen.“ IHre Ergebnisse veröffentlichten die Forschenden am 4. März im Fachmagazin Science Advances (DOI: https://doi.org/10.1126/sciadv.aaw9183).

Quelle: JGU

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25. Jun 2020 · News · Forschungsergebnis

Neuer Kandidat für Rohstoffsynthese durch Gentransfer

Cyanobakterien als Produzenten von Ethanol oder Wasserstoff – natürlicher Gentransfer könnte das möglich machen. Foto: Amadeus Bramsiepe, KIT

Cyanobakterien brauchen kaum Nährstoffe und nutzen die Energie des Sonnenlichts. Badegäste kennen die – oft fälschlich „Blaualgen“ genannten – Mikroorganismen von ihrem Auftreten in Gewässern. Eine Forschungsgruppe am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat herausgefunden, dass sich die mehrzellige Art Phormidium lacuna durch natürliche Transformation genetisch verändern lässt und dadurch zum Beispiel Ethanol oder Wasserstoff produzieren könnte. Ihre Ergebnisse stellen sie in der Online-Fachzeitschrift PLOS ONE vor (DOI: https://doi.org/10.1371/journal.pone.0234440).

Quelle: KIT

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24. Jun 2020 · News · Forschungsergebnis

Nicht-heimische Nutzpflanzen breiten sich erfolgreicher aus

Der Nickende Sauerklee (Oxalis pes-caprae) ist in Südafrika heimisch. Er wurde for allem als Bienenweide für die Honigproduktion und als Zierpflanze in viele Regionen eingeführt. Heutzutage findet man ihn weltweit. Foto und (c): Mark van Kleunen

Ob sich eine nichtheimische Art in ihrer neuen Umgebung dauerhaft ausbreiten kann, hängt stark davon ab, ob und zu welchem Zweck sie wirtschaftlich genutzt wird, zum Beispiel als Heil- oder Futterpflanze. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Studie u.a. von Forschenden der Unis Konstanz und Wien, die erstmals den Einfluss der kommerziellen Nutzung von nicht-heimischen Pflanzen auf deren Einbürgerungserfolg weltweit untersuchte. Dazu analysierte das Team einen globalen Datensatz zu 11.685 Nutzpflanzenarten (World Economic Plants Database) in Kombination mit einem weltweiten Datensatz von 12.013 eingebürgerten Neophyten (Global Naturalized Alien Flora Database). Die Ergebnisse dieser Arbeit tragen wesentlich zum Verständnis der Ausbreitung nichtheimischer Arten bei. Die Ergebnisse dieser m Fachjournal Nature Communications veröffentlichten Arbeit (DOI: https://doi.org/10.1038/s41467-020-16982-3) tragen wesentlich zum Verständnis der Ausbreitung nichtheimischer Arten bei.

Quelle: Uni Wien

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23. Jun 2020 · News · Forschungsergebnis

Wie die Venusfliegenfalle zuschnappt

Venusfliegenfalle mit Beute. Foto: Plant Biomechanics Group

Die Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula) braucht nur 100 Millisekunden, um ihre Beute zu fangen. Haben sich ihre zu Schnappfallen umgewandelten Blätter geschlossen, können Insekten nicht mehr entrinnen. Ein Team des Botanischen Gartens Freiburg und der Universität Stuttgart hat anhand von biomechanischen Experimenten und mit virtuellen Venusfliegenfallen detailliert analysiert, wie die Fallenhälften zuklappen. Ihre Ergebnisse publizierten sie im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences USA (DOI: https://10.1073/pnas.2002707117).

Quelle: Uni Freiburg

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23. Jun 2020 · News · Forschungsergebnis

Wann es Zeit zum Blühen ist

Woher wissen Pflanzen, wann sie am besten blühen sollten? Dieser Frage sind Pflanzenwissenschaftler*innen nachgegangen und haben zwei Gene ausgemacht, die dafür maßgeblich sind: Die Gene ELF3 und GI kontrollieren die innere Uhr der Pflanzen, überwachen die Dauer des Tageslichts und können so den richtigen Blütezeitpunkt bestimmen. Die Erkenntnisse könnten dabei helfen, Pflanzen zu züchten, die besser an ihre Umgebung angepasst sind. Die Studie haben die Forschenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in der Fachzeitschrift The Plant Journal (DOI: https://doi.org/10.1111/tpj.14604) veröffentlicht.

Quelle: MLU

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19. Jun 2020 · News · Forschungsergebnis

Wie ein Schadpilz die Pflanzenabwehr außer Kraft setzt

Weißfäule-Pilz (Sclerotinia sclerotiorum) auf einer Arabidopsis-Pflanze. Foto: Anna Schroll

Kohlpflanzen wehren sich gegen Fraßfeinde und Erreger durch die sogenannte Senföl-Bombe. Bei Verwundung bildet die Pflanze giftige Isothiocyanate, die die Angreifer wirksam abwehren können. Forschende am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie und der Universität Pretoria konnten nun in einer im Fachmagazin Nature Communications publizierten Studie (DOI: https://doi.org/10.1038/s41467-020-16921-2) zeigen, dass diese Verteidigung zwar auch gegen den weitverbreiteten Schadpilz Sclerotinia sclerotiorum wirksam ist, dieser aber mindestens zwei verschiedene Entgiftungsmechanismen nutzt, um sich auf sich derlei verteidigten Pflanzen erfolgreich ausbreiten zu können.

Quelle: MPI für chemische Ökologie

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18. Jun 2020 · News · Forschungsergebnis

Waldverlust verstärkt Biodiversitätswandel

Das Tempo, mit dem die biologische Vielfalt auf den Verlust von Wäldern reagiert, variiert von wenigen Jahren, wie bei vielen Gräsern und lichtliebenden Pflanzen, bis hin zu Jahrzehnten, wie bei langlebigen Bäumen. Foto: Gergana Daskalova

Der Verlust von Waldflächen verringert nicht grundsätzlich die biologische Vielfalt – aber er kann sie stark verändern. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forscherteam unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Die im Fachmagazin Science veröffentlichte Studie (DOI: https://doi.org/10.1126/science.aba1289) zeigt anhand von Biodiversitätsdaten der vergangenen 150 Jahre von mehr als 6000 Orten, dass der Rückgang von Wäldern auf der ganzen Welt bestehende Zunahmen oder Rückgänge bei den vorherrschenden Tier- und Pflanzenarten verstärkt. Doch diese Veränderungen werden mitunter erst nach Jahrzehnten deutlich.

Quelle: iDiv

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17. Jun 2020 · News · Forschungsergebnis

Stickstoffbelastung: Seegraswiesen am Limit

Auf den Seegräsern vor der chinesischen Insel Hainan wuchern Kleinalgen, die durch stickstoffreiche Abwässer aus Aquakulturteichen genährt werden. Foto: Lucia Herbeck

Seegraswiesen geraten zunehmend in Bedrängnis durch ungeklärte Abwässer, die ins Meer geleitet werden. In einer aktuellen Studie im Fachjournal Marine Environmental Research (DOI: https://doi.org/10.1016/j.marenvres.2020.104986) benennen der Biogeochemiker Tim Jennerjahn vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) und sein Team erstmals jenen kritischen Punkt, ab dem dieser für die Umwelt so wichtige Lebensraum unrettbar verlorengeht. „Es gelang uns erstmalig einen Grenzwert der Stickstoffbelastung zu ermitteln, ab dem der Lebensraum Seegraswiese sich nicht mehr von diesem Umweltstress erholen kann und stirbt“, so Jennerjahn. „Er liegt bei einer Konzentration von 112 Mikrogramm gelöstem anorganischen Stickstoff pro Liter Wasser, der über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren einwirkt.“

Quelle: ZMT

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17. Jun 2020 · News · Forschungsergebnis

Wie seine Rinde den Riesenmammutbaum schützt

Riesenmammutbaum im Sequoia National Forest, USA. Foto: Plant Biomechanics Group Freiburg

Der Riesenmammutbaum (Sequoia giganteum) hat effektive Strategien entwickelt, um sich in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet der Sierra Nevada gegen äußere Einflüsse zu schützen. Seine Rinde sorgt dafür, dass der Baum Waldbrände und Steinschlag nahezu unbeschadet übersteht. Prof. Dr. Thomas Speck und Max Langer vom Exzellenzcluster Living, Adaptive and Energy-autonomous Materials Systems (livMatS) haben gemeinsam mit Dr. Georg Bold vom Institut für Biologie erstmals detailliert die strukturellen Eigenschaften seiner Rinde untersucht. Das Forschungsteam der Universität Freiburg zeigt, dass die Fasern der Rinde ein dreidimensionales Netz mit Hohlräumen bilden und sich einwirkende Energie so besonders gut im Gewebe verteilt. Die Ergebnisse erschienen am 9. Mai in der Fachzeitschrift International Journal of Molecular Sciences (DOI: https://doi.org/10.3390/ijms21093355).

Quelle: Uni Freiburg

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17. Jun 2020 · News

Nicht nur Koffein macht den Kaffee bitter

Inhaltsstoffe im Kaffee - wie etwa Koffein - tragen unterschiedlich stark zur Bitterkeit bei, wie eine Analyse des molekularen Zusammenspiels zwischen Bitterstoffen und Bitterrezeptoren zeigt. Wie das Forschungsteam aufgrund seiner Ergebnisse annimmt, reagieren hauptsächlich zwei der 25 menschlichen Bitterrezeptortypen auf Inhaltsstoffe im Kaffee. Die Forschenden des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie und der Technischen Universität München (TUM) veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachmagazin Journal of Agricultural and Food Chemistry (DOI: https://doi.org/10.1021/acs.jafc.0c01373).

Quelle: Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie

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16. Jun 2020 · News · Forschungsergebnis

Biodiversität: 40% Waldanteil in Kulturlandschaft notwendig

Lacandona-Regenwald im Südosten Mexikos: Das ein Hektar große Waldstück in der Mitte hat hohe Bäume, die als Nistplatz seltener Ara-Papageien dienen. Foto: Victor Arroyo-Rodriguez

Wälder, insbesondere in den Tropen, beherbergen die weltweit größte Artenvielfalt, sind aber durch die fortschreitende Landnutzung gefährdet. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat untersucht, wie hoch der Waldanteil in Kulturlandschaften sein muss, um die meisten Tier- und Pflanzenarten zu schützen, die von diesem Lebensraum abhängen. Die Waldanteile müssen bei mindestens 40 Prozent liegen, wobei rund zehn Prozent in großen Schutzgebieten und 30 Prozent in der Landschaft zerstreut sein können. Ihre Ergrbnisse stellen die Forschenden im Fachjournal Ecology Letters vor (DOI: https://doi.org/10.1111/ele.13535).

Quelle: Uni Göttingen

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15. Jun 2020 · News · Forschungsergebnis

Wie Pflanzen ihre Heilung koordinieren

Zu viel Auxin kann tumoröses Verhalten verursachen. Aufnahme: Lukas Hoermayer, IST Austria

Pflanzenzellen können eine Verwundung nicht mit geweglichen Zellen wie Tiere schließen. Stattessen beginnen die benachbarten Zellen schnell zu wachsen oder sich zu vermehren um die Verletzung zu verschließen. Dabei entscheidet jede einzelne Zelle, ob sie sich ausdehnen oder teilen muss, um die Wunde zu füllen. Wie Zellen diese Entscheidung treffen, war jedoch bislang unklar. Nun entdeckten Forschende in der Gruppe von Professor Jiří Friml vom Institute of Science and Technology Austria (IST Austria), dass das Hormon Auxin und der Druck den Weg der Pflanze zur Regeneration lenken, wie sie im Fachmagazin PNAS (DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.2003346117) berichten.

Quelle: IST

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12. Jun 2020 · News · Forschungsergebnis

Beste Eltern: Genetisch möglichst divers mit ähnlichen Vorlieben

Feldversuche zur Evaluierung der Heterosis bzgl. Kornertrag. Foto: Norman Philipp, IPK

Je diverser in der Genetik, desto besser. Aber nur bei ähnlichen Vorlieben. Einem Forschungsteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) Gatersleben ist es gelungen, die Antwort auf eine lange ungelöste Frage bei der Züchtung von Pflanzenhybriden zu liefern. Wie das Team herausfand, werden Hybriden immer leistungsstärker, je weiter ihre Eltern genetisch voneinander entfernt sind. Die Frage, ob es eine ideale genetische Distanz gibt verneinen die Froschenden jedoch. Vorausgesetzt, die Eltern sind an vergleichbare Standorte angepasst. Ihre Forschungsergebnisse publizierten sie heute in der Fachzeitschrift Science Advances (DOI: https://doi.org/10.1126/sciadv.aay4897).

Quelle: IPK (pdf)

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12. Jun 2020 · News · Forschungsergebnis

Statistische Analysen von Inhaltsstoffen erlauben erstmals soliden Test von Theorien der Pflanzenabwehr

Das Blatt einer Tabak-Pflanze ist von der Raupe eines Afrikanischen Baumwollwurm (Spodoptera littoralis) befallen. Foto: Danny Kessler

Hochdurchsatzauswertungen von Stoffwechselprodukten des Kojoten-Tabaks belegen, dass komplexe Stoffwechseländerungen nach Insektenbefall zielgerichtet zur Produktion von Abwehrstoffen erfolgen. Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie und des CNRS-Instituts für Molekulare Pflanzenbiologie/Universität Straßburg in Frankreich kombinierten umfangreiche Messungen bekannter und unbekannter pflanzlicher Stoffwechselprodukte mittels Massenspektrometrie mit statistischen Annahmen aus der Informationstheorie und zeigten, dass der Stoffwechsel bei Befall zielgerichtet zur Bildung von effektiven Abwehrstoffen gesteuert wird, wie sie im Fachmagazin Science Advances (DOI: https://doi.org/10.1126/sciadv.aaz0381).

Quelle: MPI für chemische Ökologie

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12. Jun 2020 · News · Forschungsergebnis

Wasserbakterien gestalten "Gärten"

Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme von Stieleria maiorica. Zellen in pink. Matrix in blau. Foto: Manfred Rohde, HZI

Forschende haben in einer neu entdeckten Bakterienart Naturstoffe aufgespürt, mit deren Hilfe die im Wasser lebenden Mikroorganismen die Zusammensetzung solcher Biofilme steuern und wie einen Garten nach eigenen Bedürfnissen bestellen. Das Bakterium Stieleria maiorica ist eine von fast 80 neu entdeckten Bakterienarten, die auf Wasserpflanzen und Algen in Biofilmen siedeln und vom Team um den Mikrobiologen Prof. Dr. Christian Jogler der Universität Jena vor der Küste Mallorcas aus dem Mittelmeer gefischt wurde. Stieleria maiorica produziert eine bisher unbekannte Gruppe chemischer Verbindungen, die nach dem Bakterium „Stieleriacine“ benannt wurden. Durch die Stieleriacine werden einige Roseobacter-Arten in ihrem Wachstum gefördert, andere dagegen gehemmt. „Für die Planctomyceten ist das ein entscheidender Vorteil“, ordnet Prof. Jogler ein. „Sie selbst sind gegen das Antibiotikum resistent. Andere Bakterienarten aber, die mit den Planctomyceten im Biofilm konkurrieren, werden durch das Antibiotikum gehemmt.“ Im Fachmagazin Communications Biology stellt das Team aus Deutschland und den Niederlanden seine Ergebnisse vor (DOI: https://doi.org/10.1038/s42003-020-0993-2).

Quelle: Uni Jena

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10. Jun 2020 · News · Forschungsergebnis

Flower-Power in der Stadt fördert Insekten

Heimische Wildpflanzen wie die Acker-Witwenblume bieten Nahrung und Lebensraum für Insekten im Siedlungsraum. Hier treffen sich Knautien-Sandbiene (Wildbiene des Jahres 2017, l.) und Gelbbindige Furchenbiene (Wildbiene des Jahres 2018). Foto: Karsten Mody

Attraktive Umgestaltung: Wenn exotische Gehölze in der Stadt durch Wildblumen-Wiesen ersetzt werden, lockt dies vermehrt Insekten an und trägt wesentlich zur Förderung vieler Insektengruppen bei. Zugleich ist die Pflege der Wildblumen-Flächen deutlich kostengünstiger im Unterhalt als die vorherige Begrünung. Dies zeigte eine zweijährige Freilandstudie im hessischen Ried unter Federführung der TU Darmstadt. Die Ergebnisse wurden jetzt im Fachmagazin PLOS ONE (DOI:  https://doi.org/10.1371/journal.pone.0234327) veröffentlicht.

Quelle. TU Darmstadt

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10. Jun 2020 · News · Forschungsergebnis

Dürresommer 2018: Das Erbe eines warmen Frühlings

Die Basis für die extreme Dürre im Sommer 2018 wurde bereits im Frühjahr gelegt: Aufgrund einer Hitzewelle üppig wachsende Pflanzen entzogen dem Boden früh viel Wasser und verstärkten damit die sommerliche Trockenheit. Das zeigen Simulationen von Klimaforscherinnen und -forschern der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), wie sie im Fachjournal Science Advances (DOI: https://doi.org/10.1126/sciadv.aba2724) berichten.

Quelle: LMU

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10. Jun 2020 · News · Projekt

Pflanzen-Datenbank wird runderneuert

Die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) ist eine von vielen Glockenblumenarten in Deutschland, die nicht leicht zu unterscheiden sind. Auf FloraWeb gibt es zu allen ausführliche Informationen. Foto: Michaela Schwager

Das Online-Datenportal FloraWeb stellt Informationen über wildwachsende Pflanzenarten in Deutschland bereit. Doch die Website ist etwas in die Jahre gekommen. Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz und Botaniker*innen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) legen das Informationsportal nun neu auf. Es wird modernisiert und aktualisiert sowie durch weitere Datenbanken und einen digitalen Bestimmungsschlüssel, der das genaue Erkennen der Pflanzen erleichtern soll, ergänzt. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit fördert das Projekt für drei Jahre mit rund 410.000 Euro.

Quelle: MLU

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09. Jun 2020 · News · Projekt

Voraussetzungen für mehr Ernährungssicherheit trotz Klimastress

Blick in die Versuchsanlage Moving Fields der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL). Foto: Wouter Vahl, LfL

Wie gut Getreidepflanzen Dürre-Stress überstehen, hängt von ihren Wechselwirkungen mit Wasser, Nährstoffen, Bakterien und Pilzen im Boden ab. Der neue, von Junior-Professorin Dr. Johanna Pausch von der Uni Bayreuth koordinierte Forschungsverbund RhizoTraits will der unterschiedlich ausgeprägten Widerstandsfähigkeit von Getreidesorten genauer auf den Grund gehen und analysieren, welche speziellen Eigenschaften der Rhizosphäre den Pflanzen in Dürrezeiten nützen oder ihnen schaden. Die Ergebnisse sollen in bioökonomische Konzepte zur Stärkung der Ernährungssicherheit einfließen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben für zunächst vier Jahre mit 1,9 Mio. Euro. Kooperationspartner im neuen Forschungsverbund sind die TU München, das Karlsruher Institut für Technologie und die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft.

Quelle: Uni Bayreuth

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08. Jun 2020 · News · Forschungsergebnis

Gen reduziert Pollenzahl in Arabidopsis

Reife Staubbeutel von Arabidopsis thaliana: Im Vergleich zum Wildtyp (links) enthält die rdp1-Mutante (rechts) fast nur die Hälfte der Pollenkörner (in magenta). Aufnahme: Hiroyuki Kakui

Für selbstbefruchtende Pflanzen kann es vorteilhaft sein, weniger Samenzellen zu produzieren. Eine internationale Studie unter der Leitung der Universität Zürich hat in der Modellpflanze Arabidopsis thaliana ein Gen identifiziert, das die Pollenzahl reduziert. Mit einer genomweiten Assoziationsstudie fanden Forschende der Universität Zürich ein Gen, das die Zahl der Pollen beeinflusst, die jede Pflanze produziert. Wie sie im Fachjournal Nature Communications zeigen (https://www.nature.com/articles/s41467-020-16679-7), ist eine Verringerung der Pollenzahl bei einer selbstbefruchtenden  Art, nicht unbedingt schädlich, sondern eher vorteilhaft. Die Ergebnisse unterstützen die Evolutionstheorie und könnten dazu beitragen, die Pflanzenzüchtung und Domestizierung in der Landwirtschaft zu optimieren.

Quelle: Uni Zürich

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08. Jun 2020 · News · Förderung · Köpfe und Karrieren

Transregio The Green Hub verlängert

Der Pflanzenwissenschaflter Professor Ekkehard Neuhaus ist Sprecher des Transregios. Foto: TUK

Der Transregio-Sonderforschungsbereich The Green Hub wurde Ende Mai für vier weitere Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt. Darin wird untersucht, wie es Pflanzen gelingt sich an schnell wechselnde Umweltbedingungen, wie etwa Temperaturänderungen und Änderungen der Lichtintensitäten, optimal anzupassen. Green Hub ist ein Zusammenschluss von sechs Pflanzenwissenschaftlern aus Kaiserslautern (Dr. Möhlmann, Prof. Mühlhaus, Prof. Schroda, Dr. Trentmann, Prof. Willmund und Prof. Neuhaus), mit Kolleginnen und Kollegen von der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Humboldt-Universität Berlin sowie dem Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam. Übergeordnetes Ziel der Forschenden ist es, die Anpassungsstrategien von Pflanzen auf molekularer Ebene zu entschlüsseln. „Wir beabsichtigen insbesondere zu verstehen, wie Pflanzen teilweise extreme Bedingungen ertragen und wie wir, auf Basis dieses Wissens, Nutzpflanzen gezielter züch¬terisch verbessern können“, sagt Prof. Neuhaus. Besonders erfreulich für die TU Kaiserslautern (TUK): In der kommenden Förderphase fließen mehr Forschungsgelder nach Kaiserslautern, da sich die Anzahl der Teilprojekte vor Ort von vier auf sechs erhöht hat. Dies unterstreiche maßgeblich die Qualität der Pflanzenforschung, ergänzt Prof. Neuhaus in der Meldung, die die TUK heute beim Informationsdienst Wissenschaft veröffentlichte (idw).

Quelle: TUK beim idw

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Stellenangebote
04. Jul 2020 · Offene Stellen

Full Professor (W3)

Molecular Plant Physiology

RWTH Aachen University, Faculty of Mathematics, Computer Science and Natural Sciences, Aachen, Germany

Deadline: 15 July 2020

Details: RWTH (pdf)

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02. Jul 2020 · Offene Stellen

W1-Juniorprofessur (mit Tenure Track auf W2)

Grüne Biotechnologie

Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU), Institut für Biologie und Biotechnologie der Pflanzen, Münster, Deutschland

Start: ab sofort

Deadline: 31 August 2020

Details: WWU Website

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01. Jul 2020 · Offene Stellen

University Professorship (m/w/d)

Systematic and Evolutionary Botany

Universität Wien, Faculty of Life Sciences, Vienna, Austria

Deadline: 23 September 2020

Details: Uni Vienna website

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01. Jul 2020 · Offene Stellen

Wiss. Mitarbeit (m/w/d) in Vollzeit

SFB/Transregio 280: transdisziplinäre Arbeit zwischen Botanik und Ingenieurswissenschaften für Carbonbeton-Bauteile

Technische Universität Dresden, Chair of Botany, Dresden, Germany

Start: 1 September 2020

Deadline: 25 Juli 2020

Details (pdf)

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30. Jun 2020 · Offene Stellen

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d)

Physics for Food - Eine Region denkt um!

Universität Greifswald, Institut für Botanik und Landschaftsökologie, AG Pflanzenphysiologie, Greifswald, Deutschland

Start: 1 Oktober 2020

Deadline: 10 Juli 2020

Details (pdf)

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24. Jun 2020 · Offene Stellen

Collection-Manager*in (m/w/d)

Bayerische Botanische Staatssammlung und Botanischer Garten

Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns (SNSB), Botanische Staatssammlung und Botanischer Garten München, München, Deutschland

Start: zum nächstmöglichen Zeitpunkt

Deadline: 5 Juli 2020

Details (pdf)

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24. Jun 2020 · Offene Stellen

4 Scholarships for 12 months each

Docotal school Biodiversity throughout times

University of Hohenheim, near Stuttgart, Germany

Start: August 2020

Deadline: 10 July 2020

Details (pdf)

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23. Jun 2020 · Offene Stellen

Biostatistician / Bioinformatician (m/f/d)

Computational analysis of genomic and transcriptomic data generated by next-generation sequencing platforms from non-model plant species

Czech Academy of Sciences (CAS), Institute of Botany CAS (IBOT), Department of Bioinformatics, Průhonice (near Prague), Czech Republic

Details (pdf)

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19. Jun 2020 · Offene Stellen

PostDoc Stelle

20 % Lehre + 50 % Projektarbeit: Funktionelle Analyse des pflanzenspezifischen Glutaredoxins ROXY9

Georg-August-Universität Göttingen, Albrecht-von-Haller Institut, Göttingen, Deutschland

Start: 1 September 2020

Deadline: 10 Juli 2020

Details (pdf)

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19. Jun 2020 · Offene Stellen

Wissenschaftliche Mitarbeit (m/w/d)

MOdellierung von TRockenstresstoleranz in GerstE unter Anwendung von biologischem PflanzeNschutz – die Kulturpflanze von MORGEN

Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für Resistenzforschung und Stresstoleranz, Quedlinburg, Deutschland

Deadline: 31 Juli 2020

Details (pdf)

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15. Jun 2020 · Offene Stellen

PostDoc position (m/f/d)

Plants and microorganisms in the rhizosphere and (C4) plant mineral nutrition

University of Cologne, Institute for Plant Sciences, Cologne, Germany

Start: 1 November 2020

Deadline: 15 July 2020

Details (pdf)

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05. Jun 2020 · Offene Stellen

PhD student position (m/f/d)

Systemic calcium signals in Arabidopsis

Martin Luther University Halle-Wittenberg, Plant Nutrition Laboratory, Halle (Saale), Germany

Start: as soon as possible

Deadline: 7 July 2020

Details (pdf)

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DBG-Veranstaltungen
Newsroom
16. Sep 2019 · DBG · Pressemitteilung

Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) fordert eine nachhaltige Ressourcen- und Klimapolitik

Entscheidungen über die Ressourcen unserer Erde müssen nachhaltig und wissenschaftsbasiert sein. Zur Eröffnung der Botanikertagung an der Universität Rostock, zu der sich mehr als 420 Pflanzenforschende angemeldet haben, fordert das Präsidium der Deutschen Botanischen Gesellschaft die Beteiligten am Klimakabinett und alle Parteien auf, nachhaltige und mutige Entscheidungen zu treffen, um die Ressourcen unseres Planeten und das Klima nachhaltig zu schützen.

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09. Sep 2019 · DBG · Nachwuchsförderung · Presse · Pressemitteilung

Auszeichnungen für vier Pflanzenforscherinnen und -forscher

Die vier Preistragenden (von oben links im Uhrzeigersinn): Dr. Constantin Mario Zohner, Dr. Eva-Sophie Wallner, Dr. Moisés Expósito Alonso und Dr. Jessica Lee Erickson. Fotos: Jaimie Crowther, Jörg Abendroth, Tobias Jung und Carolin Alfs

Wie sich der Klimawandel auf den Blattaustrieb von Gehölzen und das Überleben von Blumen auswirkt, welche Substanzen die Form von Plastiden beeinflussen und welche Eiweiße den Startschuss für die Phloem-Entwicklung geben, sind die Themen der vier Forschenden, die mit den diesjährigen Wissenschaftspreisen der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) ausgezeichnet werden. Dr. Constantin Mario Zohner, Dr. Jessica Lee Erickson, Dr. Moisés Expósito Alonso und Dr. Eva-Sophie Wallner erhalten ihre Auszeichnungen während der Botanikertagung vom 16. bis 19. September in Rostock, wo sie den mehr als 420 angemeldeten Pflanzenforscherinnen und –forschern ihre Ergebnisse vorstellen werden.

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09. Jan 2020 · Pressemitteilung

Chromera velia, autonomer Verwandter prominenter Parasiten ist Alge des Jahres 2020

Die Alge Chromera velia im Lichtmikroskop. Die Chloroplasten mit dem einzigartigen genetischen Code erscheinen im Lichtmikroskop goldbraun. Aufnahme: Miroslav Oborník

Die Alge Chromera velia lebt im australischen Great Barrier Reef in Gesellschaft von Korallen. Sie ist verwandt mit Parasiten wie den Malaria-Erregern. Die Alge kann jedoch ohne Wirt leben, wohingegen Parasiten von ihren Wirten abhängig sind. Chromera velia verbindet die Lebensweise freilebender Algen mit der von Parasiten. Sie hilft so die Evolution der Krankheitserreger zu verstehen. Algenforscherinnen und Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) haben Chromera velia nun zur Alge des Jahres 2020 gewählt.

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07. Jan 2019 · Pressemitteilung · Sektionen

Seit 200 Jahren bekannt und noch voller Rätsel: Die blutrote Schneealge ist Alge des Jahres 2019

Die leuchtend roten Schneefelder, die die Blutschneealgen enthalten, erstrecken sich über weite Flächen, wie hier auf dem Doktorbreen-Gletscher in Spitzbergen im August 2004. Foto: Thomas Leya

Die Alge Chlamydomonas nivalis, die auf der ganzen Welt Schnee blutrot zu färben vermag, haben Forschende zur Alge des Jahres gewählt. Auch 200 Jahre nach einer Expedition, bei der Kapitän John Ross auf einer Polarfahrt den Roten Schnee zeichnete und den Verursacher im Mikroskop zu erkennen suchte, gibt die Alge weiterhin Rätsel auf. Schneealgenexperte Dr. Thomas Leya vom Potsdamer Fraunhofer IZI-BB erklärt, warum das so ist und wo der winzige Einzeller zu entdecken ist. Leya ist Mitglied der Sektion Phykologie, in der die Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) organisiert sind, die Chlamydomonas nivalis zur Alge des Jahres 2019 gewählt haben.

Wie sich die Schneealge Chlamydomonas nivalis trotz ihrer Auffälligkeit immer wieder zu verbergen versteht stellt die Sektion Phykologie in Text und Bild (auch zum Download) auf ihrer Website vor.

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08. Jan 2018 · News · Pressemitteilung · Sektionen

Klebsormidium: Pendler zwischen scheintot und Wiedererwachen ist Alge des Jahres 2018

In der lichtmikroskopischen Aufnahme der Alge Klebsormidium dissectum wird deren Kallose-haltige Zellwand sichtbar, die es ihr erlaubt, sich bei Austrocknung wie eine Ziehharmonika zusammen zu ziehen. Foto und ©: Andreas Holzinger, Universität Innsbruck

Die mehrzellige Grünalge Klebsormidium lebt an Land an solchen Orten, wo keine andere Pflanze mehr wachsen kann. Als weltweit verbreiteter Pionier schafft sie neue Lebensräume, was Farmer und Wüstenanrainer nutzen. Forscher interessieren sich für ihre biologischen Tricks, wie sie zwischen leblos und Wiedererwachen hin und her wechselt. Die Professoren Andreas Holzinger (Universität Innsbruck) und Ulf Karsten (Universität Rostock) erforschen in enger Kooperation die Fähigkeiten, die die Alge vor Austrocknung und gefährlichen UV-Strahlen schützt. Beide sind Mitglieder der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), die Klebsormidium zur Alge des Jahres 2018 kürte.

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12. Sep 2017 · Pressemitteilung

Drei ausgezeichnete Pflanzenwissenschaftler

Die Preisträger während der Arbeit (v. links im Kreis): Inês Barbosa, Birgit Oelschlägel und Severin Irl. Fotos: Schwechheimer Lab, Birgit Oelschlägel und Angel Rebolé.

Wo neue Pflanzenarten entstehen, eine Pfeilwinde, die Räuber reinlegt, und wie ein Enzym das Pflanzenhormon Auxin reguliert, sind im Forschungsfokus von Dr. Severin Irl, Dr. Birgit Oelschlägel und Dr. Inês Barbosa. Die drei erhalten die diesjährigen Wissenschaftspreise der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) für herausragende Nachwuchskräfte. Sie nehmen ihre Auszeichnungen am Dienstag, 19. September, während der Botanikertagung in Kiel entgegen und stellen den mehr als 450 angemeldeten Pflanzenwissenschaftlern ihre jüngsten Forschungsergebnisse vor.

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12. Sep 2017 · Pressemitteilung

Fotos zur Pressemitteilung: Drei ausgezeichnete Pflanzenwissenschaftler

Aristolochia rotunda-Blüte mit einer von ihr angelockten Halmfliege, die am Rand der Kesselfalle sitzt. Foto und Copyright: Birgit Oelschlägel

Nutzungsrechte: Die Bilder sind freigegeben für die redaktionelle Berichterstattung über die diesjährigen Preisverleihungen und die hier erwähnten wissenschaftlichen Ergebnisse der drei Preisträger/-innen. Bitte nennen Sie jeweils die angegebenen Urheber. Für andere Nutzungsformen kontaktieren Sie bitte die Urheber.

weitere Fotos zum Download in Druckqualität

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12. Sep 2017

Kontakte

Eduard Strasburger-Preisträger: Dr. Severin D. H. Irl

Lehrstuhl für Biogeografie, Universität Bayreuth
Telefon: +49 (0)921-552299
E-Mail: Severin.Irl[at]uni-bayreuth.de
Website:  http://www.biogeo.uni-bayreuth.de/biogeo/de/mitarbeiter/mit/mitarbeiter_detail.php?id_obj=85540

Horst Wiehe-Förderpreisträgerin: Dr. Birgit Oelschlägel

Lehrstuhl für Botanik, Arbeitsgruppe Prof. Christoph Neinhuis, TU Dresden
Tel.: +49 (0)351-463 34070
E-Mail: birgit.oelschlaegel[at]tu-dresden.de 
Website: https://tu-dresden.de/mn/biologie/botanik/botanik

Wilhelm Pfeffer-Preisträgerin: Dr. Inês C Ramos Barbosa

Laboratoire de Biologie Cellulaire Végétale, Département de Biologie, Moléculaire Végétale (DBMV), Biophore, UNIL-Sorge, University of Lausanne, 1015 Lausanne, Suisse
E-Mail: ines.barbosa[at]unil.ch  
Website: http://wp.unil.ch/geldnerlab/lab-members/current/

Laudator: Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, Präsident der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG)

Lehrstuhl Biochemie und Physiologie der Pflanzen, Fakultät für Biologie, Universität Bielefeld, Postfach 100131, 33501 Bielefeld
Tel.: +49-(0)521-106 5589
E-Mail: karl-josef.dietz[at]uni-bielefeld.de
Website: http://web.biologie.uni-bielefeld.de/pflanzenbiochemie/

Laudator: Prof. Dr. Christian Wilhelm, Präsident der Wilhelm Pfeffer-Stiftung der DBG

Institut für Biologie, Abteilung Pflanzenphysiologie, Johannisallee 21-23, 04103 Leipzig
Telefon: +49-(0)341-9736870
E-Mail: cwilhelm[at]rz.uni-leipzig.de
Web: https://biologie.biphaps.uni-leipzig.de/ag/pflaphys/ 

Titel der ausgezeichneten Arbeiten

Irl SDH, Harter DEV, Steinbauer MJ, Puyol Gallego D, Fernández-Palacios JM, Jentsch A, Beierkuhnlein C (2015): Climate vs. topography – spatial patterns of plant species diversity and endemism on a high-elevation island. Journal of Ecology, 103, 1621–1633. DOI: 10.1111/1365-2745.12463

Oelschlägel B, v. Tschirnhaus M, Nuss M, Nikolić T, Wanke S, Dötterl S, Neinhuis C (2016): Spatio-temporal patterns in pollination of deceptive Aristolochia rotunda L. (Aristolochiaceae). Plant Biology 18: 928-937. http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/plb.12503/full

Oelschlägel B, Nuss M, von Tschirnhaus M, Pätzold C, Neinhuis C, Dötterl S, Wanke S (2015): The betrayed thief - the extraordinary strategy of Aristolochia rotunda to deceive its pollinators. New Phytol 206, 342-351. DOI: 10.1111/nph.13210

Barbosa IC (2015): Trafficking and polarity control of the D6 PROTEIN KINASE from Arabidopsis thaliana. Doktorarbeit an der Technischen Universität München (TUM). Wesentliche Teile sind publiziert in:
Barbosa IC, Shikata H, Zourelidou M, Heilmann M, Heilmann I, Schwechheimer ( (2016): Phospholipid composition and a polybasic motif determine D6 PROTEIN KINASE polar association with the plasma membrane and tropic responses. Development 143(24):4687-4700. DOI: 10.1242/dev.137117
Barbosa IC, Zourelidou M, Willige BC, Weller B, Schwechheimer C (2014): "D6 PROTEIN KINASE activates auxin transport-dependent growth and PIN-FORMED phosphorylation at the plasma membrane. Developmental Cell 29(6):674-685. DOI: 10.1016/j.devcel.2014.05.006

Hintergrund

Seit 1994 verleiht die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) den Eduard Strasburger-Preis für hervorragende und originelle Leistungen. Das Preisgeld wird alle zwei Jahre von Springer Spektrum (www.springer-spektrum.de) bereitgestellt. Die Stiftung wurde aus Anlass der 100jährigen Wiederkehr des Erscheinens der ersten Auflage des "Lehrbuchs der Botanik für Hochschulen" von Eduard Strasburger, Fritz Noll, Heinrich Schenck und A. F. Wilhelm Schimper aus dem Jahr 1894 eingerichtet. Die Wahl des Preisträgers erfolgt durch eine Jury, die aus den Autoren der nächsten Auflage des „Strasburger Lehrbuch der Botanik", dem Präsidenten der DBG und dem Biologieplaner von Springer Spektrum besteht. Details:
https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/eduard-strasburger-preis.html

Die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) verleiht den Horst Wiehe-Förderpreis alle zwei Jahre für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit über ein ausschließlich botanisches Thema. Berücksichtigt werden nur Arbeiten junger Wissenschaftler/innen bis zur erfolgten Habilitation oder hervorragende Dissertationen. Der mit 1.500 Euro dotierte Preis stammt aus der Stiftung von Horst Wiehe, der der DBG einen Betrag zur Auszeichnung von Nachwuchswissenschaftlern bereitstellte. Details: https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/horst-wiehe-preis.html

Die Deutsche Botanische Gesellschaft e.V. (DBG) verleiht seit 1990 den Wilhelm-Pfeffer-Preis für eine herausragende Dissertation aus der Botanik. Das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro und die Auszeichnung durch die Wilhelm-Pfeffer-Stiftung soll die Karriere junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fördern. Sie wird von einer Jury aus Mitgliedern des Vorstands der Wilhelm Pfeffer-Stiftung gewählt. Details: https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/ueber-die-dbg/nachwuchsfoerderung/wilhelm-pfeffer-preis.html

Die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) ist das größte Netzwerk für Pflanzenwissenschaften und Botanik im deutschsprachigen Raum. Als gemeinnützige Gesellschaft vertritt sie alle Fachdisziplinen und fördert die Wissenschaft. Sie ist eine der ältesten, aktiven Botanischen Gesellschaften der Welt, bringt Nachwuchskräfte voran, vereint alle Forschergenerationen und unterstützt den wissenschaftlichen Austausch ihrer rund 850 Mitglieder. Mehr: www.deutsche-botanische-gesellschaft.de

04. Jan 2017 · News · Pressemitteilung · Sektionen

Uralt und immer wieder Pionier: Blaugrüne Felskugel ist Alge des Jahres 2017

Nach dem Aufbrechen der Beacon-Sandstein genannten Felsformation der Antarktis wird die in den obersten Millimetern lebende Blaugrüne Felskugel (Chroococcidiopsis) sichtbar (siehe Pfeile). Sie kommt auch auf anderen Kontinenten vor. Foto: Burkhard Büdel, TU Kaiserslautern

Die Algenforscher der DBG haben die Blaugrüne Felskugel Chroococcidiopsis zur Alge des Jahres 2017 gekürt. Der Einzeller lebt in Steinen und Flechten, trotzt Extrembedingungen und erschließt lebensfeindliche Orte − heute wie wahrscheinlich schon vor Milliarden Jahren, als er den Weg für das Leben der Pflanzen und Tiere ebnete. Für die Blaugrüne Felskugel, die zu den Cyanobakterien zählt und wie alle Algen von Sonnenlicht lebt, interessieren sich Ökologen, Biotechnologen, Wüsten- und Weltraumforscher. Prof. Dr. Burkhard Büdel von der TU Kaiserslautern erforscht sie seit mehr als 30 Jahren. Er ist Mitglied der Sektion Phykologie der DBG, in der die Algenforscher organisiert sind, die dieses Jahr zum zehnten Mal eine Alge des Jahres vorstellen.

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06. Jan 2016 · News · Pressemitteilung · Sektionen

Alge des Jahres 2016: Eisalge Melosira arctica – Gewinnerin oder Verliererin des Klimawandels?

Viele einzellige Melosira arctica hängen in Gallerte verpackt von den sie tragenden Eisschollen in das Meerwasser hinab, manche mehrere Meter weit. Foto und ©: Julian Gutt, AWI

Forschende haben eine der wichtigsten Algen des Arktischen Ozeans, Melosira arctica, zur Alge des Jahres 2016 gekürt. An ihr wollen Wissenschaftler die Auswirkungen des Klimawandels studieren, weil derzeit völlig offen ist, ob Melosira Opfer oder Profiteur des schmelzenden Meereises werden wird. Obwohl sie die produktivsten Algen im Arktischen Ozean sind, ist nur wenig über ihre Lebensweise bekannt. Das soll ein neues Forschungsprojekt nun ändern. Die Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), in der all jene Algenforscher organisiert sind, die Melosira zur Alge des Jahres 2016 gewählt haben, stellt die Alge und das Forschungsprojekt auf ihrer Website in Bild und Text vor.

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26. Aug 2015 · DBG · Pressemitteilung

Ausgezeichnet: Fleischfressende Modellpflanze für Evolutionsstudien zur Genomgröße

Andreas Fleischmann fotografiert einen fleischfressenden Sonnentau in einem Sumpfgebiet Westaustraliens. Foto: Thomas Carow

Weil er Pflanzen der Gattung Genlisea (Reusenfallen) so gründlich untersuchte, dass diese sich zu neuen Modellorganismen für Genomstudien mausern können, erhält Dr. Andreas Fleischmann den diesjährigen Strasburger-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG). Diese fleischfressenden Pflanzen eignen sich besonders dafür zu erforschen, wie und warum es einige Organismen schaffen, ihren gesamten Bauplan und ihre gesamte Erbinformation auf sehr wenig „Speicherplatz“ unterzubringen, während andere − oft sogar nahe verwandte Arten − dafür ein Vielfaches mehr benötigen. Diese Frage beschäftigt Evolutionsbiologen schon lange. Fleischmann erhält den mit 2.500 Euro dotierten, von Springer Spektrum gestifteten Strasburger-Preis, am Montag, den 31. August 2015 während der diesjährigen Botanikertagung in Freising aus den Händen des Präsidenten der DBG, Prof. Dr. Karl-Josef Dietz.

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26. Aug 2015 · DBG · Pressemitteilung

Ausgezeichnet: DNA-Barcoding zur Gewässergüteanalyse mit Kieselalgen

Jonas Zimmernann erhält den Horst Wiehe-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft. Foto: privat

Jonas Zimmermann erhält Horst Wiehe-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft

Weil er das DNA-Barcoding als neue Methode für Gewässergüteanalysen mit Kieselalgen etablierte, erhält Dr. Jonas Zimmermann den diesjährigen Horst Wiehe-Förderpreis der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG). In seiner Dissertation identifizierte Zimmermann diejenigen Abschnitte auf der Erbsubstanz, die sich als zuverlässige Marker für das DNA-Barcoding eignen, einer mit den Strichcodes auf Waren im Supermarkt vergleichbaren Erkennungsmethode. Dabei entdeckte er auch vier neue Arten von Kieselalgen in Berliner Gewässern, die der Wissenschaft bis dato völlig unbekannt waren. Die neue Methode wird in Zukunft Umweltanalysen erleichtern, die zur Überwachung von Gewässern in der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) vorgeschrieben sind. Da er gleichzeitig bestehende Referenz-Datenbanken verbesserte, profitieren nicht nur Umweltbiologen sondern auch alle Kieselalgenforscher von seiner Arbeit. Zimmermann, der inzwischen am Botanischen Garten und Botanischen Museum in Berlin (BGBM) arbeitet, erhält den mit 2.000 Euro dotierten Nachwuchspreis während der Botanikertagung am Montag, den 31. August 2015, in München aus den Händen von Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, dem Präsidenten der DBG.

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26. Aug 2015 · DBG · Pressemitteilung

Ausgezeichnet: Endemische Pflanzen in Inseln auf Inseln

Manuel Steinbauer erhält den Wilhelm Pfeffer-Preis 2015 für seine herausragende, theoretische Arbeit zu den Verbreitungsmustern von Pflanzen am 31. August während der Botanikertagung in Freising.

Wilhelm Pfeffer-Preis der DBG geht an Dr. Manuel Steinbauer

Weil er herausfand, wo auf Inseln besonders viele, nur dort lebende, endemische Pflanzen vorkommen und ökologische Theorien weiterentwickelte, erhält der Biogeograph Dr. Manuel Steinbauer von der Universität Bayreuth den diesjährigen, mit 2.500 Euro dotierten Wilhelm Pfeffer-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG).

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05. Jan 2015 · Pressemitteilung · Sektionen

Meersalat Ulva kommt nur mit den richtigen Bakterien in Form

Ulva wächst bandförmig oder wie ein Salatblatt. Fotos und © Thomas Wichard, Universität Jena

Er wächst bandförmig oder wie ein Salatblatt, aber nur wenn Bakterien die Differenzierungs- und Entwicklungsprogramme der Grünalge anwerfen. Wie die Alge dies sicherstellt, schildert die Sektion Phykologie in Text und Bild auf ihrer Website.

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06. Jan 2014 · Pressemitteilung · Sektionen

Chlamydomonas reinhardtii - schneller Schwimmer steht Modell

Das Video zeigt die schraubenförmigen Schwimmbewegungen von Chlamydomonas reinhardtii im Lichtmikroskop.

Der auf der ganzen Welt verbreitete Einzeller misst Licht, schwimmt schneller als der Weltrekordhalter im Brustschwimmen. Die winzige Alge mauserte sich zum Modell-Organismus, an dem die Forschergemeinde ganz verschiedene Dinge untersucht. Sogar neue Forschungszweige in der Neurobiologie und Medizin etablierten sich ausgehend von der Alge: etwa die Optogenetik, die genetisch modifizierte Zellen als Lichtschalter einsetzt. Die Sektion Phykologie stellt das Modell in Text, Bild und Video auf ihrer Website vor.

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Über die DBG

Portrait

Die DBG ist das größte Netzwerk für Pflanzenwissenschaften und Botanik im deutschsprachigen Raum. Als gemeinnützige Gesellschaft vertritt sie alle Fachdisziplinen und fördert die Wissenschaft. Sie ist eine der ältesten, aktiven Botanischen Gesellschaften der Welt, bringt Nachwuchskräfte voran, vereint alle Forschergenerationen und unterstützt den Austausch ihrer rund 950 Mitglieder.

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