07. Feb 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Biodiversität rechnet sich

Artenreichere Wiesen sind auch ökonomisch interessanter als Grünland aus nur einer Art. Foto: Valentin Klaus

Wenn Landwirte die Artenvielfalt auf ihren Wiesen und Weiden fördern, können sie höhere Umsätze erzielen. Zu diesem Schluss kommt ein interdisziplinäres Forschungsteam aus den Agrarwissenschaften, der Ökologie und der Ökonomie an der ETH Zürich um die Professoren Dr. Nina Buchmann und Dr. Robert Finger sowie weiteren Universitäten. Ihre Ergebnisse publizierten sie im Fachmagazin Nature Communications (DOI: https://dx.doi.org/10.1038/s41467-020-14541-4).

Quelle: ETH Zürich

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07. Feb 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Nachhaltige Waldbewirtschaftung leistet besseren Klimaschutz als Waldwildnis

Blick auf den Südabhang des Thüringer Waldes. Das Mosaik einer kleinflächigen Bewirtschaftung ist deutlich erkennbar. Foto: Foto: Ernst-Detlef Schulze

Wie sich nachhaltig bewirtschaftete und unbewirtschaftete Wälder der gemäßigten Klimazone hinsichtlich ihrer Klimabilanz unterscheiden, hat ein Team unter der Leitung von Professor Ernst-Detlef Schulze vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie (bgc-jena) untersucht. Die Ergebnisse der in Global Change Biology-Bioenergy (DOI: https://doi.org/10.1111/gcbb.12672) veröffentlichten Studie zeigen, dass nachhaltige Wirtschaftswälder das Klima besser schützen. Ihr wichtigster Beitrag ist das Ersetzen fossiler Brennstoffe durch energetische Nutzung von Holz.

Quelle: bgc-jena

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07. Feb 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Rhizosphären-Mikrobiom beeinflusst Wurzel-Ausscheidungen

Das mikrobielle Gemeinschaften können Veränderungen in der Wurzelausscheidung von Tomatenpflanzen durch Wurzel-zu-Wurzel-Signalisierung (root-to-root signalling) bewirken. Der zugrundeliegende Vorgang wurde „systematically induced root exudation of metabolites“ (SIREM) („systematisch induzierte Wurzelausscheidung von Stoffwechselprodukten“) benannt. Diesen schildern Forschende des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) am 3. Februar im Fachmagazin PNAS (DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1912130117). Das berichtet das IPK beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).

Quelle: IPK bim idw

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05. Feb 2020 ·  News · Forschungsergebnis · Werkzeuge

Metadaten-Datenbank für terrestrische Mikroorganismen

Metadaten-Datenbank "TerrestrialMetagenomeDB". Grafik: UFZ

Mikrobielle Gemeinschaften verraten einiges über den Zustand der Böden. Über diese Biodiversität wird auf genetischer Ebene rund um den Globus sehr viel geforscht, doch nicht immer lassen sich die Forschungsergebnisse von Dritten optimal nutzen. Der Grund: Die Informationen sind in verschiedenen Datenbanken gesammelt und unterschiedlich gut erfasst. Forscher*innen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) haben nun eine neue Metadaten-Datenbank für terrestrische Metagenome mit mehr als 15.000 Datensätzen aufgebaut (siehe: webapp.ufz.de/tmdb), die Wissenschaftler*innen weltweit die Arbeit erleichtern wird. Das schreiben sie im Fachblatt Nucleic Acids Research (DOI: https://doi.org/10.1093/nar/gkz994).

Quelle: UFZ

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05. Feb 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Über 80 Prozent der Ananasgewächse vom Aussterben bedroht

Vor allem lithophytische Pflanzen, die direkt auf Gestein wachsen, sind vom potentiellen Aussterben betroffen. Foto: Georg Zizka

Forschende kommen zu dem Schluss, dass Zweidrittel der über 3500 Arten ausder Pflanzenfamilie der der Bromeliengewächse möglicherweise vom Aussterben bedroht sind. Dazu hatten sie die Verbreitung und den Gefährdungsstatus der auch als Ananasgewächse bezeichneten Pflanzen untersucht, die in den Ökosystemen der amerikanischen Tropen eine wichtige Rolle spielen. Die Studie erschien kürzlich im Fachjournal Diversity and Distributions (DOI: https://doi.org/10.1111/ddi.13004).

Quelle: Senckenberg

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05. Feb 2020 ·  News · Projekt

Pflanzenblätter als Verpackungsalternative zu Plastik

Fermentierter Maisbrei (Akassa) verpackt in Blätter der Pflanze Thalia welwitschii. Foto und (c): Foto: Barbara Götz

Wie lassen sich Lebensmittel länger haltbar machen, ohne auf fossilbasierte Kunststoffverpackungen zurückzugreifen? Seit 2018 hat die Regierung von Benin mit Blick auf die Umweltprobleme durch Verpackungsmüll nicht bioabbaubarer Plastiktüten verboten. Forschende der Universität Bonn entwickeln nun mit Kollegen aus dem westafrikanischen Land nachhaltige Verpackungen aus natürlichen Materialien wie Bananenblättern. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft fördert das Vorhaben „WALF-Pack“ für drei Jahre mit 350.000 Euro.

Quelle: Uni Bonn

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05. Feb 2020 ·  News · Projekt

Kartoffeln: Formulierungsverfahren mit Nutzpilzen

Die Folgen der Klimaveränderungen sowie steigender Schädlingsbefall haben Auswirkungen auf das Wachstum der Kartoffel. Um diese dagegen zu wappnen und in ihrer Fruchtfolge zu stärken, entwickelt die Hochschule Rhein-Waal gemeinsam mit Partnern in einem Verbundprojekt ein Formulierungsverfahren mit Nutzpilzen. Das Forschungsprojekt „Entwicklung von innovativen Formulierungsverfahren mit Nutzpilzen als neuartige Pflanzenstärkungsmittel für die Kartoffelfruchtfolge (FORK)“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Von den Mitteln gehen 330.000 Euro an die Hochschule Rhein-Waal. Geforscht wird hier unter der Leitung von Professor Dr. Florian Wichern, Professor für Bodenkunde und Pflanzenernährung. Das meldet die Hochschule beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).

Quelle: Hochschule Rhein-Waal beim idw

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03. Feb 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Arktis wird immer grüner – Auf der Suche nach den Ursachen

Strauchtundra auf Grönland. Foto: Prof. Dr. Martin Wilmking

Die Pflanzen arktischer Gebiete reagieren auf ansteigende Sommertemperaturen. Da der Schnee früher schmilzt, beginnen die Pflanzen im Frühjahr eher zu wachsen. Tundra-Vegetation breitet sich in neue Gebiete aus und die Pflanzen wachsen auch höher – das sogenannte „Ergrünen der Arktis“. Ein 40-köpfiges internationales Forschungsteam von 36 Institutionen, unter anderem der Universität Greifswald und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, hat mit Hilfe moderner Technik herausgefunden, dass die Ursachen für diese Prozesse komplexer und variabler sind, als bislang angenommen. Ihre Ergebnisse stellen sie in der Zeitschrift Nature Climate Change (https://www.nature.com/articles/s41558-019-0688-1) vor.

Quelle: Uni Greifswald

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03. Feb 2020 ·  News · Anwendung · Forschungsergebnis

Pflanzen als Vorbild zur Entfernung von Öl aus Gewässern

Ein Rohöltropfen auf einer Wasseroberfläche wird sekundenschnell von einem Blatt des Schwimmfarnes Salvinia adsorbiert und aus dem Wasser gezogen. Fotos und (c): W. Barthlott, M. Mail, Uni Bonn

Öl stellt für Wasserlebewesen eine erhebliche Gefahr dar. Forscher der Universitäten Bonn und Aachen sowie der Heimbach-GmbH haben eine neue Methode entwickelt, solche Verunreinigungen zu beseitigen: Textilien mit speziellen Oberflächeneigenschaften schöpfen das Öl dabei passiv ab und transportieren es in einen schwimmenden Behälter. Als Vorbild dienten den Wissenschaftlern dabei Oberflächen aus dem Pflanzenreich. Die Studie ist nun in der Zeitschrift Philosophical Transactions A (DOI: https://doi.org/10.1098/rsta.2019.0447) erschienen.

Quelle: Uni Bonn

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03. Feb 2020 ·  News · Forschungsergebnis

Boden- und Pflanzengesundheit durch Klimawandel beeinträchtigt

Der Klimawandel beeinträchtigt die Gesundheit landwirtschaftlich genutzter Böden. Durch eine Zunahme der Hitze und Trockenheit hat der krankheitserregende Pilz Pythium ultimum leichtes Spiel. Wie ein internationales Forscherteam unter Federführung der Universitäten Kassel und Bonn zeigt, sorgt der Pilz nach einem trocken-heißen Stressereignis bei Erbsen fast zum Totalausfall der Ernte. Eine kurzfristige Bodenerholung scheint nur ausnahmsweise zu gelingen. Die Studie ist nun im Fachjournal Applied Soil Ecology (DOI: https://doi.org/10.1016/j.apsoil.2019.103482) erschienen.

Quelle: Uni Bonn

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03. Feb 2020 ·  News · Anwendung · Politik

Wissenschaftsrat: Anwendungsorientierung in der Wissenschaft

Der Wissenschaftsrat hat ein Positionspapier zur Anwendungsorientierung in der Wissenschaft veröffentlicht. Forschende, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollen sich mit gesellschaftlichen Akteuren austauschen, kooperieren und strategische Partnerschaften aufbauen. Wissenschaftlich erzeugtes Wissen und seine Anwendung sind zentrale Treiber für technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel. Zunehmend bestehen Erwartungen an das Wissenschaftssystem, Antworten auf große gesellschaftliche Herausforderungen zu finden sowie einen Beitrag zu dringend erforderlichen Innovationen zu leisten. Die Empfehlungen im vorliegenden Positionspapier des Wissenschaftsrates richten sich an wissenschaftliche Gemeinschaften, Leitungen von Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Wissenschaftsorganisationen, Wissenschaftsförderer, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Akteure – sowie nicht zuletzt auch an die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern.

Quelle: Wissenschaftsrat

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