17. Dez 2019 ·  News · Forschungsergebnis

Neue Lebensgemeinschaft in der Atacama-Wüste entdeckt

Die biologische Bodenkruste auf dem Cover der Zeitschrift Geobiology, wird von zahlreichen Organismen wie Flechten, Pilzen, Cyanobakterien und Grünalgen gebildet. Foto: Uni Rostock

Forschende haben in der trockensten, nicht-polaren Wüste der Welt eine neue Organismengemeinschaft identifiziert, die in den Gebieten überlebt, in denen nahezu täglich frühmorgendlich Küstennebel liegt. Das interdisziplinäre Forschungsteam der Universitäten Rostock und Kaiserslautern, der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Philipps-Universität Marburg veröffentlichte seine Ergebnisse über die neue Bodenkruste im Fachjournal Geobiology (DOI:  https://doi.org/10.1111/gbi.12368).

Quelle: Uni Rostock

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17. Dez 2019 ·  News · Forschungsergebnis

Algen: Wanderer zwischen Wasser und Land

Typischer Lebensraum für terrestrische Algen aud Fuerteventura (Spanien). Foto: Barbara Melkonian, UDE

Algen aus der Gruppe der Streptophyta teilen viele Eigenschaften mit Moosen, Farnen und Samenpflanzen. Unklar war bisher, wann die Algen erstmals Land eroberten. Ein internationales Team sequenzierte deshalb das Erbgut von zwei einzelligen Algen, die zu den ursprünglichsten Streptophyta gehören. Wie die Genomstudie zeit, hatten Mesostigma viride und Chlorokybus atmophyticus einen gemeinsamen Vorfahren. Sie sind die ursprünglichste Abstammungslinie der Steptophyta. Mesostigma ist ein mit Geißeln, die zur Fortbewegung dienen, ausgestatteter Einzeller, der am Boden kleiner Teiche lebt. Chlorokybus bildet Pakete ineinander geschachtelter Einzelzellen, die von einer festen Zellwand umgeben sind, und lebt zwischen Moosen, auf der Erde, an Steinen und Wänden. „Die Genomanalysen beider Algen zeigten große Unterschiede in der Größe und Struktur ihres Erbgutes und im Genbestand“, sagt Studienleiter Prof. Dr. Michael Melkonian von der Universität Duisburg-Essen (UDE) über die im Fachmagazin Nature Plants (https://www.nature.com/articles/s41477-019-0560-3) publizierte Arbeit.„Algen lebten offenbar lange vor der Entstehung der eigentlichen Landpflanzen außerhalb des Wassers, ihre Evolution erfolgte aber nicht linear, sondern es gab immer wieder Rückentwicklungen in den aquatischen Lebensraum, nach dem Prinzip, zwei Schritte vorwärts, einer zurück“, schließt Prof. Melkonian.

Quelle: UDE

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16. Dez 2019 ·  News · Ausbildung · Outreach

Schulexperimente für smart gesteuertes Wachstum von Pflanzen

Um Schülerinnen und Schüler praktisch an Technikthemen mit aktuellem Forschungsbezug heranzuführen, möchte ein gemeinsames biodidaktisches Projekt der Technischen Hochschule Köln und des Exzellenzclusters CEPLAS für Pflanzenzüchtungsforschung (Universitäten Köln und Düsseldorf) innovative Experiment-Setups für den Unterricht entwickeln. Das Projekt „RhizoTech – Forschend-entdeckendes Lernen und Lehren in Biologie und Technik zur Ökologie des Wurzelraums der Pflanze“ wird von der RheinEnergie-Stiftung für eine Laufzeit von drei Jahren gefördert. Der Botaniker Professor Dr. Marcel Bucher von der Universität zu Köln erklärt, dass die Schülerinnen und Schüler die Wurzeln einer Pflanze und den sie umliegenden Raum untersuchen und ansteuern werden. Zur Entwicklung einer didaktischen Einheit werden die Forscherinnen und Forscher der beteiligten Hochschulen zunächst einen Roboter-Prototypen entwickeln, dessen Sensoren sämtliche Umweltparameter in der Erde aufzeichnen sollen. Diese Informationen sollen auf Basis von Cloud-Technologie ausgewertet werden, um eine automatisierte bedarfsgerechte Bewässerung von Pflanzen herbeizuführen.

Quelle: Uni Köln

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16. Dez 2019 ·  News · Forscheralltag

Informationsmaterial zu Nagoya-Protokoll-relevanten Forschungsvorhaben

Die DFG-Senatskommission für Grundsatzfragen der biologischen Forschung hat Erläuterungen und Mustervertragsklauseln veröffentlicht, die den Umgang mit den gesetzlichen Regelungen erleichtern sollen. In den beiden Dokumenten finden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

  • „Erläuterungen zu Forschungs- und/oder Entwicklungsvorhaben, die Zugang zu genetischen Ressourcen und/oder zu traditionellem Wissen, das sich auf genetische Ressourcen bezieht, beinhalten“ sowie die
  • Model Clauses for Mutually Agreed Terms on Access to Genetic Resources and Benefit Sharing”.

Sie enthalten praxisrelevante Erläuterungen und Auslegungshinweise. Dazu gehören neben Entscheidungshilfen, ob das eigene Forschungsprojekt als Nagoya-Protokoll-relevant einzustufen ist, Informationen über die Rechtslage, die Verantwortlichkeiten sowie die erforderlichen Schritte insbesondere im Vorfeld eines Forschungsprojekts. Die Bereitstellung eines Katalogs von Musterklauseln (Model Clauses) ist ein Angebot an betroffene Forscherinnen und Forscher sowie ihre Institutionen, diesen Bausteinen Anregungen für die abzuschließenden Verträge zu ihren individuellen Forschungsprojekten zu entnehmen.

Quelle: DFG

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