26. Jul 2019 · News · Forschungsergebnis

Keimfähigkeitstest für Saatgutbanken entwickelt

Ein neuer einfacher und zuverlässiger Keimfähigkeitstest erleichtert das Management von Saatgutbanken: In jeder Vertiefung wird ein Same auf Keimfähigkeit untersucht. Foto: Klaus Mummenhoff, Uni Osnabrück

Die Vielfalt von Wild- und Nutzpflanzen schwindet rasant. Eine der Möglichkeiten, pflanzliche Biodiversität zu bewahren, sind Saatgutbanken. Das Management solcher Sammlungen ist aufwendig: Die eingelagerten Samen müssen regelmäßig auf ihre Keimfähigkeit untersucht werden. Bisherige Tests sind unzuverlässig. Die Biologen der Universität Osnabrück Dr. Said Mohammed, Dr. Samik Bhattacharya und apl. Prof. Dr. Klaus Mummenhoff haben nun einen Keimfähigkeitstest etabliert, der diese Nachteile nicht aufweist und berichten darüber in der renommierten Fachzeitschrift Trends in Plant Science (DOI: https://doi.org/10.1016/j.tplants.2019.05.014).

Quelle: Uni Osnabrück

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25. Jul 2019 · News · Politik

Institutionen fordern Modernisierung des europäischen Gentechnik-Gesetzes

117 Forschungseinrichtungen, darunter Direktoren aus der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), appellieren an die neu gewählten Institutionen, Hemmnisse bei Zucht neuer Pflanzensorten zu beseitigen. In der konventionellen Pflanzenzüchtung dauert es meist verhältnismäßig lange neue Pflanzensorten mit günstigen Eigenschaften zu züchten. Präzisionszüchtung mit Genscheren wie CRISPR-Cas kann dies dagegen deutlich beschleunigen. Die derzeitige Auslegung der Europäischen Gesetzgebung verhindert jedoch den Einsatz der Genom-Editierung in der Europäischen Union. Europäische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler appellieren nun an das neu gewählte Europäische Parlament und die Europäische Kommission, die Nutzung neuer Methoden für die züchterische Verbesserung von Kulturpflanzen zu vereinfachen, um die Entwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft in Europa zu ermöglichen.

Quelle: MPG

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25. Jul 2019 · News · Politik

Appell an die EU: Gentechnik-Gesetz modernisieren

Weitere Unterzeichnende des oben genannten und auch von uns unterzeichneten Appels sind:

Forschende der Technischen Universität München: Nachhaltige Landwirtschaft durch Genomeditierung

Forschende der Universität Münster: Biologen wünschen sich neue Regeln für die Pflanzenzucht

Forschende der Heinrich-Heine-Universität (HHU) Düsseldorf: HHU-Pflanzenforscher nehmen Stellung zu Präzisionsmethoden in der Züchtungsforschung

Die Pflanzenforschergruppe in der Gesellschaft für Molekularbiologie (GBM)

Das Exzellenz-Cluster of Excellence on Plant Sciences (CEPLAS)  

25. Jul 2019 · News · In den Medien

Appell zur Modernisierung des europäischen Gentechnik-Gesetzes

Der auch von der DBG und der Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie (SPPMB) unterzeichnete offene Brief an EU-Parlament und EU-Kommission haben folgende Medien thematisiert:

Ergänzt am 6.8.2019:

Ergänzt am 12.8.2019:

  • Welt: Forscher fordern liberalere Regeln bei Gentechnik. u.a. mit Zitaten von Chris-Carolin Schön, Professorin für Pflanzenzucht und Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Deutschlands Leopoldina, sowie Hanno Schaefer, Professor für Biodiversität, beide an der TU München
25. Jul 2019 · News · Forschungsergebnis

Kleine Helfer für den Regenwald

Ein Schwarzstirntamarin (Leontocebus nigrifrons) verbreitet die Samen im Regenwald von Peru. Foto: Andrea Schell

Welche Rolle Affen bei der Regeneration von durch menschlichen Einfluss zerstörten Regenwäldern spielen, haben Forschende vom Deutschen Primatenzentrum (DPZ) – Leibniz-Institut für Primatenforschung, von der Universität Estadual Paulista, Brasilien, und der Universität Marburg in einer Langzeitstudie untersucht. Mehr als 20 Jahre lang haben sie zwei Tamarin-Arten im Regenwald in Peru beobachtet, die sich von Früchten ernähren und die Samen unverdaut mit ihrem Kot ausscheiden. Die Forschenden protokollierten Samenausbreitung und -keimung sowie das Wachstum und die genetische Herkunft verschiedener Pflanzen in einem Wald, der auf einer ehemaligen Weidefläche entstanden ist. So konnten sie erstmalig nachweisen, dass die Affen einen entscheidenden Einfluss auf die Ausbreitung von Samen aus dem ursprünglichen Primärwald in den sich regenerierenden Sekundärwald haben, wie sie im Fachjournal Scientific Reports (DOI: https://doi.org/10.1038/s41598-019-46683-x) berichten.

Quelle: DPZ beim idw

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24. Jul 2019 · News · Forschungsergebnis

Wie die Natur Wasserstoff produzierende Enzyme baut

Wie Wasserstoff produzierende Enzyme, die sogenannten Hydrogenasen, während ihrer Biosynthese aktiviert werden, hat ein Team der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und der University of Oxford herausgefunden. Wie sie im Fachmagazin PNAS (DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1908121116) zeigen, wie der Kofaktor – ein Teil des aktiven Zentrums und zugleich das Herzstück des Enzyms – ins Innere eingeschleust wird.

Quelle: RUB

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24. Jul 2019 · News · Projekt

Eschensterben und bedrohte Biodiversität

Eine durch den Schadpilz stark geschädigte Esche. Die Konsequenzen sind großer Blattverlust und abgestorbene Äste. Foto und ©: Institut für Ökosystemforschung, CAU

Die in Europa heimische Esche wird bis zu 40 Meter hoch und 300 Jahre alt – wenn sie gesund ist. Doch sie ist bedroht – und damit auch die Artenvielfalt eschenreicher Wälder. Schuld ist ein invasiver Pilz aus Asien, der die Blätter verwelken und die jungen Triebe absterben lässt. Ein Forschungsteam vom Institut für Ökosystemforschung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) untersucht, wie sich die Krankheit – das Eschentriebsterben – auf die biologische Vielfalt eschenreicher Wälder in Schleswig-Holstein auswirkt und welche Maßnahmen helfen können, diese zu erhalten. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, jetzt nimmt das Projekt „Bedeutung des Eschentriebsterbens für die Biodiversität von Wäldern und Strategien zu ihrer Erhaltung“ (FraDiv) konkrete Züge an. Geleitet wird FraDiv gemeinsam von Professorin Alexandra Erfmeier und Professor Joachim Schrautzer. Es wird seit Februar dieses Jahres für sechs Jahre mit insgesamt 2,4 Millionen Euro im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung in Schleswig-Holstein (MELUND) gefördert.

Quelle: CAU

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23. Jul 2019 · News · Projekt

Flora des Böhmerwaldes

Der Blick auf den Großen Arbersee zeigt die landschaftlichen Besonderheiten des Böhmerwaldes, wo noch weitläufige Wälder und Feuchtgebiete zu finden sind. Foto: Wolfgang Diewald, SNSB-BSM

Das nun gestartete Forschungsprojekt „Flora des Böhmerwaldes“ soll die Pflanzenvielfalt in diesem biologisch einzigartigen Gebiet umfassend erforschen, weil bislang nur wenig über die pflanzliche Artenvielfalt vor Ort bekannt ist. Die dabei gesammelten Daten über die aktuelle und historische Verbreitung sowie Häufigkeit der Gefäßpflanzenarten des Böhmerwaldes werden nach Auswertung durch Experten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht - auf einem gemeinsamen Onlineportal in tschechischer und deutscher Sprache. Kooperationspartner des Projekts sind die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns (SNSB) mit dem SNSB IT-Zentrum und der Botanischen Staatssammlung München (SNSB-BSM), der Lehrstuhl für Botanik der Südböhmischen Universität Budweis sowie die beiden Nationalparke Bayerischer Wald und Šumava.

Quelle: SNSB

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23. Jul 2019 · News · Outreach

Ökologie-Forschungsstation eröffnet

Die Technische Universität München (TUM) hat heute die „TUM Forschungsstation Friedrich N. Schwarz“ im Bayerischen Berchtesgaden eröffnet. In dem nachhaltigen Holzgebäude wird die TUM das Ökosystem des Alpenraums erforschen und neue Formen des naturwissenschaftlichen Schulunterrichts erproben. Zu diesem Zweck richtet die TUM derzeit eine neue Professur ein, die in Personalunion die Forschung des Nationalparks leitet. In Kombination mit dem Schneefernerhaus auf der Zugspitze deckt die Forschungsinfrastruktur der TUM damit alpine Höhenlagen bis zu knapp 3.000 Metern ab. Finanziert wurde die Station durch die TUM Universitätsstiftung.

Quelle: TUM

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