07. Feb 2019 · News · Forschungsergebnis

Synthetisches Peptid macht Schnittblumen länger haltbar

Die Schnittblumen erhielten NOP-1 über das Gießwasser. Rechts: Zeitreihe mit fortschreitender Verwelkung; oben Nelken, unten Rosen. Bei beiden wird das Verwelken um drei bis sechs Tage verzögert. Foto und Grafik: Claudia Hoppen, Lena Müller und Georg Groth, HHU

Rechtzeitig zum Valentinstag stellen Pflanzenforschende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ein neues, synthetisches Peptid vor, das ein Verwelken von Schnittblumen verzögern kann. Das synthetische Peptid kann das gasförmige Pflanzenhormon Ethylen maßgeblich beeinflussen. Das Peptid blockiert die Kontaktfläche des Rezeptors an der Pflanzenmembran für das Effektorprotein EIN2 (aus dem Ethylensignalweg), was schließlich die Weiterleitung des Ethylensignals unterbricht. Die Ergebnisse des Forschungsteams um Prof. Dr. Georg Groth vom Institut für Biochemische Pflanzenphysiologie zur Seneszenz und zu dem von ihnen genannten Peptid  NOP-1 veröffentlichten sie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Scientific Reports (DOI: doi.org/10.1038/s41598-018-37571-x). Früher hatte die gruppe um Professor Groth bereits zeigen, dass NOP-1 auch die Fruchtreifung in Tomaten und Äpfeln verzögern kann.

Quelle: HHU

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07. Feb 2019 · News · Forschungsorte · Projekt

Neue Forschungsstelle für gartenbauliche Kulturpflanzen

Der Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, Wolfgang Tiefensee, überbrachte heute symbolisch den Förderbescheid des Landes für das Projekt „Forschungsstelle für gartenbauliche Kulturpflanzen Erfurt“ an der erfurter Fachhochschule, das bereits am 1. Januar startete. In enger Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena werden sich die Forschungen mit Fragen aus den heutigen und zukünftigen Herausforderungen des Gartenbaus beschäftigen. In vier Forschungsschwerpunkten wird innovationsorientierte, strategische Grundlagenforschung zu Fragestellungen betrieben werden, die sich aus der Züchtung, Vermehrung und Produktion gartenbaulicher Kulturpflanzen ergeben. Das Projekt hat folgende vier Schwerpunkte:

  • Molekulargenetische Grundlagen der Pflanzenzüchtung
  • Wechselwirkung von Pflanzen und Mikroorganismen im nachhaltigen Anbau
  • Steuerung von Entwicklungs- und Wachstumsprozessen
  • epigenetische Prozessen in der Pflanzenvermehrung

Quelle: FH Erfurt

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07. Feb 2019 · News · Köpfe und Karrieren

Typische Universitätsleitung: männlich, 59, aus Westdeutschland

Zahlen, Daten, Fakten zur Universitätsleitung in Deutschland. Studie und Grafik: CHE

Die typische Universitätsleitung ist männlich, deutsch und 59 Jahre alt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des CHE Centrum für Hochschulentwicklung (zur Studie, pdf-Datei www.che.de/downloads/CHECK_Universitaetsleitung_in_Deutschland.pdf). Die Auswertung der Lebensläufe von Universitätspräsident(inn)en und -rektor(inn)en zeigte zudem ein starkes regionales Gefälle: Jede dritte Führungskraft stammt aus Nordrhein-Westfalen, keine einzige aus einem ostdeutschen Bundesland. Drei Viertel aller Universitäten werden aktuell von Männern geleitet. Zuvor war die Quote noch höher, denn jede vierte Universitätspräsidentin oder – rektorin ist erst 2018 neu ins Amt gekommen.

Quelle: CHE

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06. Feb 2019 · News · Forschungsergebnis

Phytomodificine - neue sekundäre Pflanzenstoffe entdeckt

Mit Hilfe einer hochauflösenden Flüssigkeits-Chromatographie (HPLC) wurden die neu entdeckten Alkaloide aus dem Immergrün am Institut für Pflanzenbiologie isoliert und charakterisiert. Foto: Dirk Selmar, TU Braunschweig

Im Kleinen Immergrün (Vinca minor) haben Forschende eine neue Kategorie sekundärer Naturstoffe entdeckt. Diese Substanzen werden in gestressten Pflanzen aus anderen, bereits vorhandenen komplexen Naturstoffen durch Modifikationen gebildet. Sie sind daher weder den Phytoanticipinen (“präformierte Naturstoffe“, die von Natur aus in Pflanzen vorhanden sind) noch den Phytoalexinen (die erst reaktiv auf einen Pathogenbefall aus einfachen Vorstufen neu synthetisiert werden) zuzuordnen. Das Kleine Immergrün ist eine Arzneipflanze, die eine Reihe unterschiedlicher Indol-Alkaloide enthält, die in der Krebstherapie eine wichtige Rolle spielen. Ein Forscherteam um Professor Dirk Selmar von der TU Braunschweig hat die neue Klasse in der Fachzeitschrift Phytochemistry (DOI: doi.org/10.1016/j.phytochem.2018.12.015) vorgestellt. Selmar ist Sprecher unserer Sektion Angewandte Botanik.

Quelle: TU Braunschweig

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04. Feb 2019 · News · Forschungsergebnis

Hecken gut für Erdbeerfrüchte

Fressende Rapsglanzkäfer in den Blüten von Erdbeerpflanzen. Foto: Denise Castle

Aufgrund ihres Angebots an Blütenpflanzen und Nistmöglichkeiten stellen Hecken und Waldränder wichtige Lebensräume für bestäubende Insekten dar. Ein Team aus den Abteilungen Funktionelle Agrobiodiversität und Agrarökologie der Uni Göttingen hat untersucht, ob Hecken und ihre Verbindung zu Waldrändern sich positiv auf die Bestäubung von Erdbeeren auswirken. Wie sie im Fachmagazin Agriculture, Ecosystems & Environment (DOI: doi.org/10.1016/j.agee.2019.01.003) schildern, steigt sowohl das Gewicht als auch die Qualität der Erdbeerfrüchte, wenn die Erdbeerpflanzen an Hecken platziert sind. Damit zeigten die Forschenden, dass Hecken wichtige Lebensräume in der Agrarlandschaft sind, die die Verbindung zwischen Lebensräumen und angrenzenden Kulturpflanzen erhöhen und zur Fruchtquantität und Qualität beitragen können, auch wenn damit mehr Fraßinsekten in der Nachbarschaft sind.

Quelle: Uni Göttingen

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