10. Okt 2018 · News · Veranstaltung

Algen Modelsysteme im Aufwind

Das Symposium Algal Model Systems on the rise: understanding and exploiting the algae to land plant transistion fokussiert auf die Evolution der Charophyta und die Präadaptationen, welche den Landgang ermöglichten. Dazu laden die Organisatoren Henrik Buschmann (Osnabrück) und Andreas Holzinger (Innsbruck) am 30. Juni 2019 ins spanische Sevilla. Das Treffen der Forschenden ist als Satelliten-Symposium vor der Haupttagung der Society for Experimental Biology (SEB 2.-5. Juli) konzipiert und wird von der DBG gefördert. Der inhaltliche Fokus liegt auf

  • Molecular biology of charophyte algae
  • Phylogenomics
  • Cell biology and EvoDevo of algae
  • CRISPR and transformation technology
  • Synthetic biology of algae
  • Terrestrialization and pre-adaptation

Quelle: SEB

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09. Okt 2018 · News · Forschungsergebnis

Gene für Blütenfarbe im Löwenmäulchen identifiziert

Löwenmäulchen. Foto: David Field

In die Pyrenäen blühen Löwenmäulchen der Art Antirrhinum majus teils magentafarben, teils gelb. Zwischen den Farbräumen gibt es einen Streifen mit gemischten Blühfarben. Warum es dort die seltenen Hybrid-Zonen gibt, und sich die Farbmuster langfristig nicht mischen, haben Forschende vom Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) im Fachjournal PNAS dargelegt. In DNA-Sequenzierungsdaten fanden sie die Gene, die für den Farbunterschied zwischen den Blüten verantwortlich sind. Die Farbfelder bleiben erhalten, weil Bienen es vorziehen, die häufigste Blütenfarbe zu bestäuben. Diese Auswahl zugunsten der häufigsten Blütenfarbe führt zu einer scharfen Trennung der Farb-Populationen und verhindert den Austausch von Genen, die sich in der Nähe der Blütenfarbe-Gene befinden.
Quelle: IST Austria

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09. Okt 2018 · News · Köpfe und Karrieren

Auszeichnung für zwei Pflanzenforscherinnen

Die Preisträgerinnen Dr. Janina Braatz (3. v. l.) und Mona Schreiber (2. v. r.). Foto: Julie-Sophie Himpe, IPK

Das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) hat heute zwei junge Pflanzenforscherinnen für ihre Dissertationen ausgezeichnet. Dr. Janina Braatz erhielt den mit 2.500 Euro dotierten Gaterslebener Forschungspreis für ihre Ergebnisse zum Einsatz von CRISPR/Cas9 und EMS-Mutagenese zur Verbesserung der Schotenplatzfestigkeit von Raps. Ihre Arbeit war die Grundlage für die erste wissenschaftliche Publikation zur Nutzung der Genom Editierung mit Hilfe der Genschere CRISPR/CAS9 in tetraploiden Raps.
Mona Schreiber wurde mit dem diesjährigen, mit 1.500 Euro dotierten Beagle Award ausgezeichnet, den sie u.a. für ihre Dissertation über hochkomplexe Pflanzengenome erhielt. Mit Hilfe des Next Generation Sequencing analysierte sie unter anderem mehrere tausend Jahre alte Gerstenproben, was neue Einblicke in den Ursprung unserer Kulturpflanzen erlaubt.
Quelle: IPK (pdf)

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08. Okt 2018 · News · Forschungsergebnis

Wurzelextrakt lässt Würmer länger leben

Ein Wurzelextrakt des Vielblütigen Knöterichs (Polygonum multiflorum) lässt den Fadenwurm C. elegans länger leben und schützt ihn vor oxidativem Stress. Das zeigen Forschende der Ernährungswissenschaften in der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Sie liefern damit wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit dieses Extraktes, der vor allem in der traditionellen chinesischen Medizin und als Nahrungsergänzungsmittel verwendet wird. Gleichzeitig beschreiben sie erstmals die molekularen Signalwege, die der Wirkung des Extraktes zu Grunde liegen könnten. Ihre Studie erschien in der Fachzeitschrift Plants.
Quelle: MLU

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08. Okt 2018 · News · Politik

DFG: Standortbestimmung Synthetische Biologie

Die Ständige Senatskommission für Grundsatzfragen der Genforschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine Standortbestimmung zur Synthetischen Biologie veröffentlichten, die wesentliche wissenschaftliche Fortschritte auf diesem Gebiet beschreibt und mit Blick auf derzeitige gesellschaftliche Diskussionen einzuordnet. Die Analyse zeigt, dass die aktuellen wissenschaftlichen Fortschritte kein neues Gefährdungspotenzial erkennen lassen und somit durch bestehende gesetzliche Regelungen, insbesondere das Gentechnikgesetz, abgedeckt sind. Ebenso erwachsen aus den neuen Entwicklungen keine neuen ethischen Fragen, sie sind vielmehr bereits im Kontext der Debatten zur Gentechnologie und der Stammzellforschung erfasst. Mit der Standortbestimmung möchte die Senatskommission einen Beitrag zu einer sachlichen Diskussion der Chancen und Risiken der Synthetischen Biologie leisten und damit den satzungsgemäßen Auftrag der DFG zur wissenschaftlichen Politikberatung wahrnehmen.
Quelle: DFG

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