07. Sep 2018 · News · Forschungsergebnis

Neuer Eisentransporter bei Getreide-assoziierten Bakterien entdeckt

Maispflanzen können den Eisen-Gramibactin-Komplex zur verstärkten Chlorophyllsynthese nutzen (4 dunkle Blätter rechts). Kontrollversuche mit eisenfreiem Siderophor führen zu helleren Blättern (links). Foto: Ron Hermenau, Leibniz-HKI

Ein neu entdecktes Siderophor („Eisenträger“) namens Gramibactin haben Forschende entdeckt. Das Molekül wird von Bakterien gebildet, die im Wurzelbereich von Mais und Weizen leben, bindet schwerlösliches Eisen aus der Umgebung und bringt es in den bakteriellen Stoffwechsel ein. Auch die Getreidepflanzen profitieren davon, da sie das von den Bakterien mobilisierte Eisen aufnehmen und mehr Chlorophyll bilden können. Gramibactin bindet Eisen auf eine aus der Natur bisher nicht bekannte Art. Die im Fachjournal Nature Chemical Biology veröffentlichte Studie des Forscherteams um Christian Hertweck vom Leibnizer - Hans-Knöll-Institut (HKI) in Jena beleuchtet das komplexe Zusammenspiel des Wurzelmikrobioms mit der Wirtspflanze und dessen Bedeutung für die menschliche Ernährung.
Quelle: HKI

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05. Sep 2018 · News · Anwendung · Forschungsergebnis

Maniok mit verbesserter Stärke dank CRISPR/Cas9

Maniokfeld in Thailand: In weiten Teilen Südostasiens wird Maniok zur Gewinnung von Stärke für die Industrie angebaut. Foto: Hervé Vanderschuren, ETH Zürich

PflanzenbiotechnologInnen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich) haben Maniok mit Hilfe der Genschere CRISPR/Cas9 genetisch verändert. Die neue Sorte enthält amylosefreie Stärke, welche von der Industrie bevorzugt wird. Sie nutzt sie beispielsweise für die Papierherstellung oder als stärkehaltigen Lebensmittelzusatz. Doch obwohl Maniokpflanzen ziemlich anspruchslos sind und selbst in Trockengebieten überleben, ist es zeitaufwändig, den von Bauern bevorzugten Sorten mittels Kreuzungen neue, nützliche Merkmale anzuzüchten. Mehrere Teams von Forschenden um den ETH-Wissenschaftler Simon Bull haben deshalb die Genschere verwendet, um Maniok mit neuen Eigenschaften auszustatten. Ihre Studie erschien im Fachmagazin Science Advances. Die Pressemitteilung der ETH schildert, wie die Forschenden dabei vorgingen.
Quelle: ETH Zürich

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05. Sep 2018 · News

Kalzium-Taxis: Transportproteine für Photosynthese identifiziert

Kalzium reguliert in Pflanzen neben anderen Prozessen auch die Photosynthese. Bisher war nicht bekannt, wie dieser Stoff dabei zu seinem Wirkort gelangt. Prof. Dr. Edgar Peiter und Prof. Dr. Sacha Baginsky der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) stellen nun im Fachjournal New Phytologist Transportproteine vor, die diese Aufgabe in der Modellpflanze Ackerschmalwand (Arabidopsis) erfüllen. Sie sind essenziell für eine effiziente Photosynthese und damit für das Wachstum von Pflanzen.
Quelle: MLU

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05. Sep 2018 · News · Projekt

Sommertrockenheit löst Heidesterben auf Hiddensee aus

Abgestorbene Besenheide-Pflanze. Foto: Sven Dahlke, Archiv Biologische Station Hiddensee

Durch die extreme Trockenheit im Sommer 2018 sind im gesamten Gebiet der Dünenheide Sträucher vertrocknet. Studierende der Uni Greifswald haben im Ökologischen Geländepraktikum das Heidesterben in der Dünenheide dokumentiert. Bei der Besenheide wurde festgestellt, dass mehr als ein Viertel der oberirdischen Biomasse abgestorben war. Die Untersuchung ergab, dass die Sträucher in der nördlichen Dünenheide weniger stark betroffen sind als im südlichen Bereich des Gebietes. In der nördlichen Dünenheide waren in den vergangenen Jahren auf größeren Flächen verschiedene Pflegemaßnahmen durchgeführt worden mit dem Ziel, die Bestände der Besenheide zu verjüngen und zu regenerieren. „Diese jüngeren Heidebestände haben die Trockenheit wesentlich besser vertragen, stehen in voller Blüte und weisen kaum tote Biomasse auf“, sagt PD Dr. Irmgard Blindow von der Biologischen Station Hiddensee, die die Pflegemaßnahmen in der Heide wissenschaftlich begleitet.
Quelle: Uni Greifswald

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09. Okt 2018 · News · Köpfe und Karrieren

Neuer Direktor am MPI für Pflanzenzüchtung in Köln

Wie das Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung (MPIPZ) mitteilt, hat Dr. Raphael Mercier vom INRA in Versailles den Ruf des Max-Planck-Präsidenten Martin Stratmann angenommen. Er wird im Herbst eine neue Abteilung am MPIPZ mit dem Schwerpunkt Chromosomenbiologie aufbauen. Mercier hat das Verständnis der mechanistischen Grundlagen der Rekombination und Meiose in Samenpflanzen entscheidend vorangebracht, indem er Schlüsselkomponenten der relevanten Mechanismen charakterisiert und deren Wechselwirkungen untersucht hat. Seine Forschungsgruppe identifizierte insbesondere Mechanismen, die meiotische Rekombination begrenzen und so neue Möglichkeiten zur Verbesserung von Nutzpflanzen durch Veränderung der allelischen Zusammensetzung von Chromosomen eröffnen. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern unternahm er erste wichtige Schritte zur technischen Nutzung der Apomixis, der ungeschlechtlichen, jedoch samenbasierten Klonvermehrung von Pflanzen.
Quelle: MPIPZ

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04. Sep 2018 · News · Forschungsergebnis

Verringerung der Stickstoffeinträge verhindert Algenblüten in Seen

Mikroskopische Aufnahme der stickstoff-fixierenden Blaualge Anabaena crassa aus dem Müggelsee. Foto: IGB

Schon lange wird diskutiert, ob ein verringerter Eintrag der Stickstoffverbindungen Nitrat und Ammonium die Gewässergüte nachhaltig verbessert, auch wenn Stickstoff von Blaualgen auch aus der Luft aufgenommen und verstoffwechselt werden kann. Bislang fehlten dazu Langzeitbeobachtungen von Seen, in denen Stickstoff verringert wurde. Nun haben Forschende vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) im Fachjournal Limnology and Oceanography dargelegt, dass eine Reduzierung von Stickstoff im Berliner Müggelsee der Schlüssel zur Vermeidung von Algenblüten im Sommer ist.
Quelle: IGB

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04. Sep 2018 · News · Outreach

Jeder zweite Deutsche kennt „Biodiversität“ oder „Biologische Vielfalt“

47 Prozent der deutschen Bevölkerung haben im Sommer 2018 schon einmal die Begriffe „Biodiversität“ oder „Biologische Vielfalt“ gehört oder gelesen. Im Jahr 2007 waren es erst 26 Prozent der deutschen Bevölkerung, wie eine Befragungsreihe des Vereins BioFrankfurt unter 2000 ausgewählten Personen ergeben hat. Zwei von drei Personen in Deutschland denken ferner, dass der Rückgang der Biologischen Vielfalt ein großes Problem für die Menschheit ist, ähnlich dem Problem des Klimawandels. Im Jahr 2007 war es erst knapp die Hälfte der Deutschen. Das berichtet die Uni Frankfurt mittels InformationsdienstWissenschaft (idw).
Quelle: idw

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03. Sep 2018 · News · Forschungsergebnis

Nahrungsmittel für die Stadt – aus der Stadt

Infographic on major food challenges and global trends. Graph and ©: Fraunhofer IAO

Während die globale Bevölkerung in Städten stetig wächst, schrumpft die ohnehin knappe Anbaufläche für Lebensmittel und Ressourcen. Diese Kluft könnte durch Urban Farming überbrückt werden, indem Nahrung innerhalb der Stadt erzeugt wird. In einer Studie untersucht das Fraunhofer IAO, welches Potenzial Lebensmittel- und Algenproduktion vor Ort für die Stadt birgt. Eine neue Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), die im Rahmen der Morgenstadt-Initiative durchgeführt wurde, untersuchte bestehende Initiativen und Modellvorhaben innerstädtischer Anbautechnologien für Lebensmittel und Mikroalgen und zeigt Potenziale für Kommunen und Unternehmen auf. IAO bietet einen kostenlosen Download der Studie „Urban Farming“ in englischer Sprache http://publica.fraunhofer.de/documents/N-506944.html
Quelle: IAO

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