25. Mai 2018 · News · Forschungsergebnis

Europas letzte Urwälder kartiert

Die letzten Urwälder in Europa. Copyright: Esri, HERE, Garmin, OpenStreetMap contributors, GIS user community

Die erste Karte der letzten Urwälder Europas haben Forschende des Geografischen Instituts der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) erarbeitet. Diese zeigt, wo mehr als 1,4 Millionen Hektar solcher Wälder in 34 Ländern noch zu finden sind. „Dass diese Wälder noch niemals von Menschen betreten wurden, ist in Europa wohl kaum vorstellbar“, erklärt Dr. Francesco Maria Sabatini, Koordinator der Studie, die jetzt in der Zeitschrift Diversity & Distributions veröffentlicht wurde. „Es handelt sich vielmehr um Wälder, in denen der menschliche Einflusses sehr gering ist, in denen ökologische Prozesse also noch weitestgehend natürlich ablaufen.“ Das teilt die HU beim Informationsdienst Wissenschaft (idw) mit.
Quelle: HU Berlin

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25. Mai 2018 · News · Forschungsergebnis

Wenn Symbiosen verloren gehen

Die Symbiose mit Stickstoff-fixierenden Bakterien kann Pflanzen einen ökologischen Vorteil verschaffen. Trotzdem ging diese Symbiose im Lauf der Evolution mehrfach wieder verloren, darunter auch in den Vorfahren von Kulturpflanzen wie Erdbeeren, Brombeeren oder Äpfeln. Das zeigt ein Vergleich von 37 Pflanzengenomen (Phylogenomik), die Forschende der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und des Helmholtz Zentrums München (HMGU) in Kooperation mit französischen und chinesischen Kollegen durchführten und im Fachmagazin Science publizierten.
Quelle: LMU

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25. Mai 2018 · News · Förderung · Projekt

Partner für norddeutsches Projekt Plant3 gesucht

Schilf-Ernte bei Anklam. Foto: Tobias Dahms, lensescape.org

Das Projekt Plant3 gehört zu 32 ausgewählten des Programmes „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die Initiatoren des Projektes haben sich zum Ziel gesetzt, aus dem großen Fundus von pflanzlichen Ressourcen hochwertige Produkte herzustellen, um durch Bioökonomie den Strukturwandel unter anderem in Vorpommern zu fördern. Nach dem Projektstart Anfang Mai laden die vier Partner – Universität Greifswald, WITENO GmbH, Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern mbH und Enzymicals AG – weitere regionale Akteure aus Wirtschaft, Forschung und Verbänden zur aktiven Mitarbeit ein. Bei erfolgreichem Abschluss der Konzeptphase könnten in der Umsetzungsphase bis zu 15 Millionen Euro Bundesförderung in die Region fließen.
Quelle: Uni Greifswald

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25. Mai 2018 · News · Forschungsergebnis

Mais warnt Nachbarpflanzen wenn es eng wird

Da Pflanzen immobil sind, ist der Austausch von Informationen über ihre Umwelt für sie lebenswichtig. Jetzt haben Forschende im Fachjournal PLoS ONE beschrieben, dass Mais Stoffe über seine Wurzeln ausscheidet, um die Enge über dem Boden mitzuteilen. So kann er das Wachstum der Nachbarpflanzen beeinflussen. Über die Studie berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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24. Mai 2018 · News

Deutscher Naturschutzrechtstag fordert neues Landwirtschaftsgesetz

Rechtsexperten fordern ein modernes biodiversitätserhaltendes, klimaschonendes und gewässerschützendes Landwirtschaftsgesetz. Foto: André Künzelmann, UFZ

Ende April fand am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig der 13. Deutsche Naturschutzrechtstag (DNRT) zum Thema „Naturschutzrecht und Landwirtschaft“ statt. In diesem Rahmen beschloss die Mitgliederversammlung des DNRT e.V. die sogenannte „Leipziger Erklärung“. Darin werden die Bundesregierung und der Bundesgesetzgeber aufgefordert, „im Zusammenwirken mit der Wissenschaft, den Landwirten und den Verbänden ein modernes biodiversitätserhaltendes, klimaschonendes und gewässerschützendes Landwirtschaftsgesetz zu konzipieren, das zusammen mit entsprechenden Gesetzgebungsakten in Frankreich und anderen Mitgliedstaaten der EU richtungsweisend auch für die künftige Agrarförderung in der EU wäre“.
Quelle: UFZ

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24. Mai 2018 · News · Tagungsbericht

Biomaterialien im Fokus

Rund 200 Bioökonomie-Experten haben sich Mitte Mai zwei Tage lang zur „International Conference on Bio-based Materials“ in Köln getroffen, um über neueste Trends bei Biomaterialien zu diskutieren. Über die tagung berichtet das Portal Bioökonomie. Mit dabei: Bioplastik, das starek ist und sich biologisch abbaut, sowie Cachew-Nüsse.
Quelle: Bioökonomie.de

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23. Mai 2018 · News · Anwendung

Nano-Teilchen gegen Pilze auf Weinreben

Dr. Frederik Wurm (rechts) und Thiago Machado (Links) bereiten die Reben für die Injektion ihres Nano-Wirkstoffes vor. Foto und © MPI-P

Pilzbefall von Nutzpflanzen verursacht jährlich einen Millionenschaden in der Landwirtschaft. Oft können sie nicht oder nur schwer durch handelsübliche Spritzmittel von der Krankheit befreit werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Priv.-Doz. Dr. Frederik R. Wurm vom Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P, Abteilung Prof. Dr. Katharina Landfester) in Mainz entwickeln daher einen auf Nanotechnologie basierenden Schutz mit minimalem Einsatz von Wirkstoff, der das übermäßige Spritzen von Fungiziden vermeidet. Das Projekt ging heute in die nächste Phase: An einem Weinfeld des DLR in Neustadt a. d. Weinstraße wurde das Mittel für einen Test zum Einsatz gebracht.
Quelle: MPI für Polymerforschung

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25. Mai 2018 · News · Veranstaltung

Zukunft der Landwirtschaft ist wissensbasiert

Die Universität Vechta lockte zur „Strategiekonferenz: Zukunft agrar Nordwest“ mehr als 220 Teilnehmende aus Wissenschaft, Wirtschaft sowie Politik und Verwaltung. Sie diskutierten Ziele und Wege zu einer nachhaltigen Agrar- und Ernährungswirtschaft im Nordwesten Niedersachsens. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie der Wandel zu einer akzeptierten, umweltverträglichen und wirtschaftlich erfolgreichen Landwirtschaft in Niedersachsen gelingen kann. Nur wenn Wissenschaft und Wirtschaft zusammenarbeiteten, könnten neue Verfahren, Produkte und Geschäftsmodelle ihre volle Kraft entfalten. Wissenschaftliche Erkenntnisse, belastbare Fakten und Unternehmergeist spielten dabei eine große Rolle. Eingeladen zur Konferenz hatte der Verbund „Transformationswissenschaft agrarische Intensivregion im Nordwesten Niedersachsens“, ein Verbund aus niedersächsischen Hochschulen und Wirtschaftseinrichtungen.
Quelle: Universität Vechta

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23. Mai 2018 · News · Forschungsergebnis

Raubzüge ins Rapsfeld

Bereichert Agrarlandschaften: Eine junge Blühfläche in voller Blüte. Foto: Fabian Bötzl

Man kann die Schädlinge klein halten, indem man ihren natürlichen Feinden hilft. Dazu gehören zum Beispiel Laufkäfer, Spinnen und andere räuberische Insekten, die am Boden leben. Aber wie kann man die Feinde der Rapsfresser in der modernen Agrarlandschaft stärken? Ein Forschungsteam der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) hat herausgefunden, dass dies vergleichsweise einfach möglich sein müsste mit Hilfe von Blühflächen und anderen sogenannten Agrarumweltmaßnahmen. Diese seien den Landwirten vom Staat vorgeschrieben und auf den Fluren in Deutschland auch relativ gut etabliert. Es sei aber nötig, die Maßnahmen noch planvoller und strategischer einzusetzen, berichtet das Forschungsteam im Journal of Applied Ecology. Diese Ergebnisse hat das Forschungsteam auf 31 Studienflächen in der Umgebung von Würzburg erarbeitet. Dazu untersuchte es die Effekte von älteren und jüngeren Blühflächen, von ökologischen Vorrangflächen und von natürlichen Kalkmagerrasen.
Quelle: JMU

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23. Mai 2018 · News · Forschungsergebnis

Genetische Vielfalt schützt vor Krankheiten

Die Rasterelektronenmikroskop-Aufnahme zeigt zwei Filamente von Cyanobakterien in 6000-facher Vergrößerung. Das untere Bakterium ist infiziert. Bild: Reingard Roßberg / IGB

Nicht der Fitteste überlebt, sondern Vielfalt ist Trumpf: Einem Team von Forschenden des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) ist es gelungen, experimentell nachzuweisen, dass genetische Diversität Populationen zu einer besseren Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten verhilft.
Quelle: IGB

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23. Mai 2018 · News · Politik

Leopoldina-Experten fordern strengere Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel

Etliche chemische Pflanzenschutzmittel, auch Pestizide genannt, haben in ihrem derzeitigen Einsatz eine schädliche Wirkung auf Ökosysteme und die biologische Vielfalt. Neben dem Klimawandel, den Veränderungen der globalen Nährstoffkreisläufe und der Zerstörung von Lebensräumen durch veränderte Landnutzung hat auch der Einsatz von Pestiziden zu einem dramatischen Rückgang der Artenvielfalt geführt. Dies erklärt eine Leopoldina-Expertengruppe in dem heute veröffentlichten Diskussionspapier.
Quelle: Leopoldina

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23. Mai 2018 · News · Tagungsbericht

Im Fokus: Klimaangepasste Pflanzen

Kerstin Neumann spricht über Ertragsbildung von Pflanzen unter Hitze- und Trockenstress. Foto: Climate Change Conference, IPK via idw

Eine internationale Klimakonferenz fand vom 18. bis 19. Mai in Nikosia auf Zypern statt. Hochrangige Politiker und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen aus der Klimaforschung, Medizin, der Wirtschafts- und Energiebranche sowie der Landwirtschaft diskutierten über Herausforderungen und Lösungen bezüglich des Klimawandels im Mittleren Osten und im Mittelmeerraum, berichtet das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK).
Quelle: IPK (pdf)

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