30. Mär 2018 · News · Forschungsergebnis

Der Nitrogenase auf der Spur

Nitrogenase-Enzym. Quelle: Oliver Einsle

Die molekularen Mechanismen der biologischen Fixierung von Stickstoff durch das Enzym Nitrogenase sind ein Stück weiter aufgeklärt: Wie Freiburger Forschende zeigten, kann der Eisen-Vanadium-Cofaktor (FeVco) des Enzyms ein einzelnes Schwefelion abgeben und wieder binden. Die Forscherinnen und Forscher konnten bereits zuvor teilweise das Zentrum einer anderen Nitrogenase, den Eisen-Molybdän-Cofaktor (FeMoco), analysieren. Um dessen Reaktionen noch besser zu verstehen, untersuchte Schiller eine besondere Variante des Enzyms, die statt Molybdän das Element Vanadium enthält, was zu einer Reihe leicht veränderter chemischer Eigenschaften führt. Wenn FeVco das Schwefelion abgibt, wird die Bindestelle für Stickstoff freigelegt. Zwei Aminosäuren, als Teile des Proteins, stehen dann bereit, um die für die Reaktion benötigten Protonen zu liefern und die umgesetzte Stickstoffverbindung präzise am Platz zu halten. Dr. Daniel Sippel aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Oliver Einsle am Institut für Biochemie der Universität Freiburg hat die Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Science vorgestellt.
Quelle: Uni Freiburg

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29. Mär 2018 · News · Anwendung

ABS: Erste registrierte Sammlung Europas

Die Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen (DSMZ) ist als erste Einrichtung in das europäische Register von Sammlungen aufgenommen worden, die die Anforderungen des Nagoya-Protokolls zum Access and Benefit Sharing (ABS) erfüllen. Kunden, die Bakterien, Pilze oder andere Mikroorganismen bei der DSMZ bestellen, haben damit der wichtigsten Sorgfaltspflicht im Rahmen des Nagoya-Protokolls Genüge getan. Das Nagoya-Protokoll erschwert die Arbeit mit biologischen Ressourcen und führt zu erheblichem bürokratischem Mehraufwand. Diesen Mehraufwand nimmt die DSMZ ihren Kunden nun ab.
Quelle: DSMZ

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28. Mär 2018 · News · Forschungsergebnis

Pestizide machen Bienen das Lernen schwer

Hohe Dosen ein neues Pestizids beeinflussen Geschmackswahrnehmung, Lernen und Gedächtnis von Honigbienen negativ. Foto: Ricarda Scheiner, Uni WÜrzburg

Wissenschaftlerinnen der Uni Würzburg haben den Einfluss eines neuen Pestizids Flupyradifuron auf die Honigbiene untersucht. Hoch dosiert zeigt es einen negativen Einfluss auf die Geschmackswahrnehmung und das Lernvermögen der Tiere, berichten die Forschenden im Fachmagazin Nature Scientific Reports.
Quelle: Uni Würzburg

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28. Mär 2018 · News · Veranstaltung

Pflanzenschutz im Öko-Gemüseanbau

Beim 3. Zukunftsdialog Ökolandbau diskutieren Expert*innen aus Wirtschaft, Beratung und Praxis an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) das Thema Pflanzenschutzmit-tel und Nützlinge im ökologischen Gemüseanbau. Anmeldungen für die Fachtagung, die von der HNEE und dem Julius Kühn-Institut (JKI) organisiert wird, sind ab sofort möglich. Die Tagung findet vom 16. Mai, 13 Uhr, bis 17. Mai 2018, 13 Uhr an der HNEE auf dem Stadtcampus in Eberswalde statt. Tagungskosten betragen 30 Euro. Für Studierende und JournalistInnen ist die Teilnahme kostenfrei.
Quelle: HMEE

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27. Mär 2018 · News

Sideretin und Fraxetin helfen Pflanzen auf kalkhaltigen Böden

Eisenmangel induziert die Synthese der Coumarin-artigen Siderophore durch Enzyme. Moleküle werden in die Rhizosphäre abgegeben. Sie helfen Pflanzen Eisen aus unlöslichen Quellen zu mobilisieren. Grafik: Ricardo FH Giehl und Jakub Rajniak

Weltweit sind ungefähr ein Drittel der Böden basisch, sodass der Nährstoff Eisen ausfällt und für Pflanzen kaum verfügbar ist. Pflanzen entwickelten daher unterschiedliche Strategien, wie sie diesen schlecht löslichen, essentiellen Nährstoff mobilisieren. Forschende vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) haben nun die chemischen Besonderheiten bei der Eisen-Mobilisierung durch Abscheidungen der Wurzeln entdeckt. In Zusammenarbeit mit Elizabeth Sattely von der Universität Stanford, Kalifornien, gelang es ihnen, die fehlenden Schritte im Biosyntheseweg der Coumarin-artigen Siderophore zu entschlüsseln. Dabei erkannten sie eine unerwartet hohe Variabilität in deren chemischer Struktur, die mehrere Vorteile mit sich bringt. Ihre Ergebnisse publizierten sie in der Fachzeitschrift Nature Chemical Biology. Die Aufklärung des biochemischen Synthesewegs von Coumarin-artigen Komplex-Bildnern für Eisen bereitet neue Wege zur Verbesserung der Eiseneffizienz in Kulturpflanzen.
Quelle: IPK (pdf)

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27. Mär 2018 · News · Köpfe und Karrieren

Eva Nowack erhält den Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2018

Heinz Meier-Leibnitz Preisträgerin 2018: Dr. Eva Nowack. Foto: Ellen Barbara Reitz, HHU

Die Evolutionsbiologin Dr. Eva Nowack, Leiterin der Emmy Noether-Gruppe Microbial Symbiosis and Organelle Evolution („Frühe Schritten in der Evolution eines Organells“) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, ist Preisträgerin des Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2018. Der wichtigste deutsche Nachwuchspreis wird jährlich von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) an junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen vergeben, die sich mit exzellenten Forschungsarbeiten profiliert haben. Er ist mit 20.000 Euro dotiert. Dr. Nowack wird die hohe Auszeichnung am 29. Mai in Berlin entgegen nehmen – zusammen mit neun weiteren Preisträgern (siehe: DFG). Die Verleihung der Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2018 findet am 29. Mai 2018 in Berlin statt. Die DBG hatte Dr. Nowack bereits im Jahr 2009 den Wilhelm-Pfeffer-Preis für ihre herausragende Arbeit an der Amöbe Paulinella chromatophora verliehen.
Quelle: HHU

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27. Mär 2018 · News · Anwendung

DFG fördert Sequenzierungs-Zentrum an Uni Kiel

Mit der Einrichtung des Kieler Sequenzier-Zentrums wird die CAU einer von deutschlandweit nur vier Partnern im nationalen Kompetenznetzwerk für diese Schlüsseltechnologie in den Lebenswissenschaften. Foto: Christian Urban, CAU

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) trägt dem wachsenden Bedarf an komplexen Genomanalysen in den Lebenswissenschaften Rechnung und fördert deutschlandweit vier zentrale Kompetenzzentren für Hochdurchsatzsequenzierungen mit insgesamt 14 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren. Eines dieser Zentren, das Competence Centre for Genome Analysis Kiel (CCGA Kiel), wird jetzt an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) eingerichtet. Zusätzlich zu den bereits vorhandenen sechs Geräten werden mit der Förderung ein neues „NovaSeq“-Sequenziergerät und ein ultraschneller Rechenserver angeschafft. Die Besonderheit des aktuellen Förderprogramms ist die übergeordnete Strategie, mit der die DFG vier spezialisierte NGS-Zentren für das gesamte Bundesgebiet schafft. Sie sollen als gemeinsame Serviceeinrichtung für die Wissenschaft dienen und nach identischen Standards arbeiten.
Quelle: CAU

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27. Mär 2018 · News · Veranstaltung

11. Bundesalgen-Stammtisch

Unter dem Titel "Mikroalgen für Umwelt und Wertschöpfung" findet der diesjährige Bundesalgenstammtisch am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) statt. Die organisierende DECHEMA lädt Forschende und Entwickler, Technologieanbieterinnen und Produzenten ein. Das Vorbereitungskomitee für den diesjährigen Bundesalgenstammtisch hat folgende Themen-schwerpunkte gesetzt:

  • Alternative Kultivierungsprozesse
  • Moderne Methoden der Prozessentwicklung
  • Algen und Umwelt
  • Praxisbeispiele

Ziel des Bundesalgenstammtisches ist es, diese Themen zu adressieren, den Kenntnisstand zu verbessern und den Erfahrungsaustausch zu fördern.
Quelle: DECHEMA

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26. Mär 2018 · News · Forschungsergebnis

21 Millionen chinesische Kleinbauern bringen mehr Ertrag und bessere Ökobilanz zusammen

Bäuerliche Kleinbetriebe sind für einen großen Teil der globalen Nahrungsproduktion verantwortlich. Mit den richtigen Anbaupraktiken können sie Erträge und die Ökobilanz noch deutlich verbessern. Wie sich ein solches Wissen verbreiten und in die Praxis umsetzten lässt, haben Forschende in China erfolgreich erprobt. Über die im Fachmagazin Nature erschienen Studie berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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26. Mär 2018 · News · Köpfe und Karrieren

Detlef Weigel erhält Barbara McClintock Preis 2019

Detlef Weigel, Direktor am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen. Foto und © MPI für Entwicklungsbiologie

Detlef Weigel, Wissenschaftler und Direktor am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen, erhält die renommierte Auszeichnung für seine Erkenntnisse in Pflanzengenetik und Genomforschung. Wie das Maize Genetics Executive Committee während der Maize Genetics Conference 2018 in Saint-Malo bekannt gab, erhält Weigel den Barbara McClintock-Preis 2019. Der Preis wird jährlich an die kreativsten Köpfe und produktivsten Wissenschaftler verliehen, die die Struktur, Funktion und Evolution von Pflanzengenomen, einschließlich der Genregulation und Epigenetik, erforschen. Der Preis ist nach der angesehenen Genetikerin Barbara McClintock benannt, die 1983 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ausgezeichnet wurde. Verliehen wird die Auszeichnung an Weigel im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung auf der nächsten Maize Genetics Conference in St. Louis, Missouri.
Quelle: MPG

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