23. Feb 2018 · News · Karriere · Politik

Für mehr Chancengleichheit an den Hochschulen

Das Professorinnen-Programm geht in die dritte Runde. Es ist das zentrale Instrument von Bund und Ländern, um die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen zu fördern, die Zahl von Frauen in Spitzenfunktionen in der Wissenschaft zu steigern und die Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen zu verbessern. Denn Frauen machen heute häufiger Abitur als Männer, sie studieren häufiger, und sie verfassen fast die Hälfte aller Promotionen. Damit auch mehr Frauen sich für Berufswege in der Wissenschaft entscheiden, will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit diesem Programm strukturelle Veränderungen herbeiführen.
Quelle: BMBF

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23. Feb 2018 · News · Tagungsbericht

Bioökonomie sichtbarer machen

Wie das Portal Bioökonomie berichtet, steht der Fahrplan für die neue Bioökonomie-Strategie in Europa. Die Expertinnen und Experten betonen jedoch während des Treffens des europäischen Konsortiums BioSTEP, dass die Bioökonomie künftig für die Bürger greifbarer und sichtbarer gemacht werden muss. Das Portal fasst die Abschlusskonferenz des Konsortiums zusammen, die mit 100 Bioökonomie-Experten am 22. Februar in Brüssel stattfand.
Quelle: Bioökonomie.de

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21. Feb 2018 · News · Forschungsergebnis

Wie Bakterien Pflanzen manipulieren

Wenn Bakterien der Gattung Xanthomonas Tomaten- und Paprikapflanzen befallen, schleusen sie schädliche Eiweiße in die Zellen der Pflanzen ein. Wie einer dieser Stoffe die Nährstoffversorgung und den Hormonhaushalt der Pflanzen manipuliert, haben nun Forschende um die Pflanzengenetikerin Prof. Dr. Ulla Bonas an der Martin-Luther-Uni Halle-Wittenberg (MLU), sowie der Unis Bonn und Freiburg sowie des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie (IPB) in Halle herausgefunden. Eines der schädlichen Eiweiße, XopH genannt, greift demnach gezielt einen der Hauptphosphorspeicher in der Pflanzenzelle an, wie die Forschenden mit einer neuen Methode nachweisen konnten. Ihre Studie erschien im Dezember im Fachjournal Nature Communications (DOI: 10.1038/s41467-017-02195-8).
Quelle: MLU

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21. Feb 2018 · News · Veranstaltung

Nutzpflanzen von der Vorgeschichte bis in die Neuzeit

Der Schlafmohn gehört zu unseren ältesten Kulturpflanzen und wird seit der Jungsteinzeit genutzt. Foto: Ute C. Bauer

Seit der Vorgeschichte lassen sich fünf Zeiträume benennen, in denen das Kulturpflanzeninventar innerhalb der damaligen Welt erstaunlich gleichartig war: Welche Nahrungs- und Genussmittel, Heilpflanzen oder Färbemittel prägten Geschmack und Kultur der Menschen in der Steinzeit und der Bronzezeit? Wie führten militärische Logistik in der Römerzeit, bäuerliche Wirtschaft im Mittelalter und der Fernhandel in der Neuzeit zu einer Vereinheitlichung genutzter Pflanzen? Diese frühen „Globalisierungen“ bei Nutzpflanzen, die zugleich Phasen kultureller und gesellschaftlicher Neuerungen sind, zeigt eine Wanderausstellung des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums. Sie eröffnet eine ganz neue Sicht auf die Beziehung von Mensch und Pflanze in den genannten Epochen und ist nun als Sonderausstellung im Hamburger Loki-Schmidt-Haus zu sehen.
Quelle: Loki-Schmidt-Haus

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20. Feb 2018 · News · Forschungsergebnis

Bestätigt: Geologische Umbrüche bedingen große Diversität tropischer Regenwälder

Die Pflanze Mosannona costaricensis zählt zu einer der beiden untersuchten Annonengewächs-Gattungen, hier in Costa Rica Foto und ©: Reinaldo Aguilar, Uni Mainz

Die größte Vielfalt an Pflanzen findet sich in den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas. Nirgendwo sonst auf der Erde gibt es so viele verschiedene Pflanzenarten. Durch Eingriffe des Menschen ist die gesamte Region jedoch zunehmend bedroht, weshalb sich Wissenschaftler verstärkt darum bemühen, die erstaunliche Biodiversität zu erfassen und zu erforschen, wie sie entstanden ist. Eine Studie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und niederländischen Forschungseinrichtungen ist der Frage nach den Ursachen der Pflanzenvielfalt nachgegangen, indem zwei nahe verwandte Baumgruppen aus der Familie der Annonengewächse untersucht wurden: Cremastosperma und Mosannona. Sie bestätigt die Wichtigkeit von drei Faktoren: die Gebirgsbildung der Anden, die natürlich erfolgte Austrocknung des Pebas-Sees im heutigen Amazonasgebiet und die Bildung einer Landbrücke zwischen Mittel- und Südamerika durch den Panama-Isthmus, wie die Froschenden im Fachmagazin Royal Society Open Science berichten (DOI: 10.1098/rsos.171561).
Quelle: Uni Mainz

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20. Feb 2018 · News · Forschungsergebnis

Neue Klasse von Biokatalysatoren für Abbau mariner Algen entdeckt

Abbildung der Alge Delessaria. Foto: Jan-Hendrik Hehemann

Forschende aus Greifswald und Bremen haben erstmals in umfangreichen Experimenten nachgewiesen, wie wichtig Enzyme sind von entscheidender Bedeutung beim Abbau von Algen-Biomasse im Meer sind. Dabei entdeckten sie eine völlig neue Unterklasse von Biokatalysatoren im Zuckerabbau in marinen Bakterien. Ihre Ergebnisse stellen Forschenden der Universitäten Greifswald und Bremen und des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie (MPIMM) in Bremen in der Fachzeitschrift Nature Chemical Biology (DOI: 10.1038/s41589-018-0005-8) vor.
Quelle: Uni Greifswald

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19. Feb 2018 · News · Forschungsergebnis

Welche Stoffe und Stoffwechselwege in Tomaten stecken

Die Züchtung beeinflusst die chemische Zusammensetzung der Tomatenfrucht. Foto: S. Osorio Algar, MPI-MP

Forschende haben die stoffliche Zusammensetzung und das Erbgut der Tomaten-Früchte analysiert und veröffentlichten zum ersten Mal einen Überblick über den menschlichen Einfluss auf die chemische Zusammensetzung einer Nutzpflanze im Fachjournal Cell (DOI: https://doi.org/10.1016/j.cell.2017.12.019). Darin beschreiben die Forscherinnen und Forscher das Genom und Metabolom der Pflanze und schildern die Schritte der Tomatenzucht. Dabei entdeckten sie auch mehrere neue Gene und Stoffwechselschritte. An der Studie beteiligt waren Forschende aus China, Amerika, Bulgarien und Deutschland, darunter Alisdair Fernie vom Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP) in Potsdam.
Quelle: MPI-MP

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19. Feb 2018 · News · Forschungsergebnis

Genomforschung bringt Reis-Züchtung in Schwung

Mehr als 3,5 Milliarden Menschen essen täglich Reis. Um die steigende Nachfrage zu decken, müssen diese Pflanzen weiter optimiert werden. Dazu sind umfassende Kenntnisse der molekularen Mechanismen von komplexen Pflanzeneigenschaften wie Trocken- und Schädlingstoleranz oder Ertragsmenge und Kornqualität erforderlich. Moderne Hochdurchsatzverfahren und Bioinformatik zur Auswertung riesiger Datensätze helfen Wissenschaftlern dabei, die einzelnen Puzzlestücke zu einem großen Ganzen zusammenzusetzen. Über eine im Fachjournal Molecular Plant erschienen Studie informiert das Portal Pflanzenforschung, die die Forschung der vergangenen Dekade zusammenfasst und einen Blick in die Zukunft wagt.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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19. Feb 2018 · News · Forschungsergebnis · Politik

EU-Agrarpolitik muss evidenzbasiert sein

Dr. Guy Pe'er. Foto: S. Bernhardt, iDiv

Heute treffen sich die AgrarministerInnen der EU-Mitgliedstaaten, um über die Direktzahlungen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu diskutieren, ohne die viele Betriebe eingingen. Tatsächlich sind diese aber wirkungslos, meint der Ökologe Dr. Guy Pe’er. Gemeinsam mit Ökonomen, Soziologen und weiteren ExpertInnen hat er die GAP auf ihre Wirtschaftlichkeit, Wirksamkeit und Erfüllung der globalen Nachhaltigkeitsziele untersucht und festgestellt: Sie erreicht keines ihrer selbst gesteckten Ziele. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt für mutige Schritte und eine echte Neuerung, meint Pe’er in Richtung neuer Bundesregierung. Wie diese aus Forschungssicht aussehen müsste, erklärt er im Interview des Netzwerkforums Biodiversität (NeFo).
Quelle: NeFo

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