02. Feb 2018 · News · Forschungsergebnis

Trockenwälder stärker durch Abholzung bedroht als durch Klimawandel

Ein Großteil der Trockenwälder Ecuadors liegt im Südwesten des Landes, in der Region Tumbes-Chocó-Magdalena. Foto: Patrik Hildebrandt, TUM

Für die weltweit stark bedrohten tropischen Wälder sind Rodungen für Ackerland und der Klimawandel die zwei Hauptgefahren. Forschende der Technischen Universität München (TUM) und des Thünen-Instituts verglichen dazu die Verluste durch Rodung mit denen, die extreme Klimawandel-Szenarien in Ecuador mit sich bringen würden. Obwohl die globale Erwärmung die Artenverteilung verändern dürfte, geht durch Waldrodungen mehr Trockenwälder verloren als durch prognostizierte Klimawandelschäden, resümieren die Forschenden ihre Ergebnisse im Fachmagazin PLOSone.
Quelle: TUM

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02. Feb 2018 · News · Forschungsergebnis

Warum wilde Verwandte für Reis so nützlich sind

Reis ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Ertragssteigerungen, die durch herkömmliche Zucht zu erreichen sind, werden den rasant zunehmenden Bedarf an diesem Nahrungsmittel nicht decken können. Genomische Daten von wilden Reisverwandten können dabei helfen, modernen Kulturreis schneller als bisher widerstandsfähiger und ertragreicher zu machen. Unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie in Tübingen wurde dafür die Genome von sieben wilden Reisverwandten und zwei kultivierten Reis-Varietäten sequenziert. Das Portal Pflanzenforschung berichtet über die im Fachjournal Nature Genetics erschienene Studie.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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02. Feb 2018 · News · Köpfe und Karrieren

Forstwissenschaftler erhält Heisenberg-Stipendium

Dr. Dominik Seidel. Foto: Uni Göttingen

Der Forstwissenschaftler Dr. Dominik Seidel von der Universität Göttingen erhält ein Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Das Stipendium stattet den Nachwuchsforscher für die kommenden drei Jahre mit rund 188.000 Euro aus. Seidel und seine Arbeitsgruppe an der Abteilung Waldbau und Waldökologie der gemäßigten Zonen beschäftigen sich unter anderem mit der Entwicklung von Methoden zur Erfassung der Waldstruktur basierend auf moderner 3D-Lasertechnik.
Quelle: Uni Göttingen

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30. Jan 2018 · News · Veranstaltung

International Plant Immunity Symposium 2018

Zum internationalen Symposium am 14. und 15. Juni 2018 läd das DFG geförderte gemeinschaftliche Doktoranden-Ausbildungs-Programm “Plant Responses To Eliminate Critical Threats” an die Uni Göttingen. Das Symposium wird gemeinschaftlich von Forschenden der Uni Göttingen und der kanadischen University of British Columbia (UBC) in Vancouver veranstaltet. Es ist eine gute Platform, um ein Netzwerk zu bilden, neueste Methoden und Forschungsergebnisse zu diskutieren und um mit den ExpertInnen zusammen zu kommen, die sich auf die Immunität von Pflanzen spezialisiert haben. Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten.
Zur Tagungswebsite

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30. Jan 2018 · News · Forscheralltag · Politik

GEW fordert „Dauerstellen für Daueraufgaben“

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat CDU/CSU und SPD aufgefordert, sich in ihren Verhandlungen zur Bildung einer Großen Koalition darauf zu verständigen, die sachgrundlose Befristung abzuschaffen. „2016 hat der Bundestag die Anforderungen an eine Befristung von Beschäftigungsverhältnissen in der Wissenschaft verschärft: Zeitverträge sind nur noch zulässig, wenn die Befristung zur Förderung der Qualifizierung erfolgt oder es eine Drittmittelfinanzierung gibt. Hochschulen und Forschungseinrichtungen weichen daher mehr und mehr auf die Option der sachgrundlosen Befristung gemäß Teilzeit- und Befristungsgesetz aus. Die neue Bundesregierung muss endlich alle Schlupflöcher im Befristungsrecht schließen. Die Arbeitgeber müssen unbefristete Arbeitsverträge anbieten, wenn es keinen Befristungsgrund gibt. Es muss der Grundsatz ‚Dauerstellen für Daueraufgaben‘ gelten“, betonte der stellvertretende Vorsitzende und Hochschulexperte der GEW, Andreas Keller.
Quelle: GEW

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30. Jan 2018 · News · Veranstaltung

Pflanzenforschung auf der Grünen Woche in Berlin

Die Redaktion des Portals Pflanzenforschung hat sich auf dem Messegelände umgeschaut und neben den kulinarischen Attraktionen auch viel Wissenschaft entdeckt, wie sie in ihrem etwas anderen Messerundgang schildert. Die Internationale Grüne Woche ist die weltweit bedeutendste Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau, zu der im Januar rund 400.000 Fach- und Privatbesucher strömten und nicht nur die Gaumenfreuden aus aller Welt kosteten. MIt dabei: nachwachsende Rohstoffe, Bioökonomie, moderne Pflanzenzüchtung, hochwertige Extraktstoffe aus biogenen Roh- und Reststoffen, Nutz- und Zierpflanzen.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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29. Jan 2018 · News · Forschungsergebnis

Gewinner und Verlierer der Alpenflora

Für die "Verlierer" der derzeitigen Erwärmung, wie für die Alpenaster, steigt der Konkurrenzdruck im hochalpinen Raum. Foto: Stefan Dullinger

Typischerweise reagieren Gebirgspflanzen mit einer "Flucht nach oben" auf den Klimawandel, besiedeln also immer höherer Lagen. Ein Team von ÖkologInnen der Uni Wien um Sabine Rumpf und Stefan Dullinger hat nun gemeinsam mit Schweizer KollegInnen der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) Daten gesammelt, die ein vollständigeres Bild der Reaktion von Alpenpflanzen auf Klimaveränderungen ergeben. Die wichtigsten Trends: Die Verbreitungsschwerpunkte verschieben sich generell nach oben und viele Arten werden innerhalb ihres Verbreitungsgebietes häufiger. Allerdings reagieren Pflanzen in tieferen Lagen schneller und dürften daher die hochalpine Flora zunehmend unter Konkurrenzdruck bringen, berichten die Forschenden im Fachjournal PNAS. Ungleiche Geschwindigkeiten führen dazu, dass Gewinner und Verlierer des Klimawandels sich entlang des Höhengradienten zu sortieren scheinen. Knapp 20 Prozent der Arten sind Verlierer dieser Veränderungen, weil sie heute seltener geworden sind und zugleich ein schmaleres Höhenintervall besiedeln.
Quelle Uni Wien

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29. Jan 2018 · News · Forschungsergebnis

Wie Pflanzen einen eigenen Weg der Zellteilung erfanden

Vielzeller teilen ihre Zellen nach zwei verschiedenen Mustern. Eine verfolgen Mensch, Tier und Pilz – die andere findet sich nur bei Pflanzen. Dr. Misoon Park und Professor Gerd Jürgens vom Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen der Universität Tübingen haben die molekulare Maschinerie hinter der Zellteilung von der Alge zur Blütenpflanze erforscht und können nun den eigenen Weg nachzeichnen, den vor allem die Blütenpflanzen in der Evolution dabei genommen haben. Ihre Studie haben sie in der Fachzeitschrift Developmental Cell veröffentlicht. Die ganz eigene Strategie der Zellteilung sei in der Evolution entstanden, noch bevor aus Algen die ersten Landpflanzen hervorgegangen sind, sagt Jürgens.
Quelle: Uni Tübingen

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News

Jubiläum: Leopoldina wird 10

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina geht 2018 in ihr zehntes Jahr als Nationale Akademie der Wissenschaften. Am 14. Juli 2008 wurde die 1652 gegründete Akademie von der gemeinsamen Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder zur Nationalakademie ernannt und übernahm die Aufgabe als wissenschaftliche Beraterin von Politik und Gesellschaft. Gemeinsam mit der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und weiteren Wissenschaftsorganisationen wie zum Beispiel der Deutschen Forschungsgemeinschaft macht die Nationalakademie den Stand der Forschung sichtbar und nimmt Stellung zu grundlegenden Fragen unserer Zeit. Seither vertritt sie die deutsche Wissenschaft in internationalen Gremien und berät die Regierung unter anderem im Vorfeld der G7- und G20-Gipfel. Zentrale Themenfelder ihrer Arbeit sind zurzeit die Digitalisierung mit ihren gesellschaftlichen Auswirkungen, Fragen der Welternährung, die Krankheitsbekämpfung und der demografische Wandel.
Quelle: Leopoldina

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