17. Nov 2017 · News · Forschungsergebnis

Bedeutung von Biodiversität in Wäldern könnte mit Klimawandel zunehmen

Biodiverser Herbstwald in Deutschland mit Fichte, Buche und Birke. Foto: Christian Hueller, iDiv

Wälder erfüllen zahlreiche wichtige Funktionen dann besonders gut, wenn sie reich an unterschiedlichen Baumarten sind. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie, die im Fachjournal Ecology Letters erschien. Zudem muss man sich bei der Bewirtschaftung des Waldes nicht für ausschließlich eine Leistung – wie Holzproduktion oder Naturschutz – entscheiden, wie eine zweite Studie, ebenfalls in Ecology Letters, zeigt: Mehrere Leistungen von Waldökosystemen lassen sich gleichzeitig verbessern. Beide Studien wurden unter Federführung der Universität Leipzig und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) durchgeführt. Beteiligt waren auch Forschende von Senckenberg.
Quelle: iDiv

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17. Nov 2017 · News · Forschungsergebnis

Wie eine Hilfs-Uhr den Biorhythmus in Pflanzen beeinflusst

Um die Details im Biorhythmus zu klären, ernteten Katja Meyer und Dr. Tino Köster die Blätter der Pflanze Ackerschmalwand. Foto: Universität Bielefeld

Wie das Team um die Biochemikerin Professorin Dr. Dorothee Staiger von der Universität Bielefeld herausfand, haben Pflanzen nicht nur eine innere Uhr, sondern auch ein Protein als „Hilfs-Uhr“. Dieses sorgt dafür, dass in den Zellen wiederkehrende Routinen ablaufen. Bei der Modellpflanze Arabidopsis thaliana (Ackerschmalwand) ist diese „Hilfs-Uhr“ ein Protein namens AtGRP7. „Interessanterweise verhält sich das AtGRP7-Protein fast wie ein Uhr-Protein – es beeinflusst seinen eigenen 24-Stunden-Rhythmus“, sagt Dr. Tino Köster. „Dadurch steigt die Menge an AtGRP7 Protein tagsüber an und sinkt nachts wieder.“ Köster und seine Kollegin Katja Meyer sind die Erstautoren der Studie, die im Forschungsjournal Genome Biology erschien.
Quelle: Uni Bielefeld

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17. Nov 2017 · News · Forschungsorte

Forschungsschwerpunkte am CEPLAS im Film

Der Filmausschnitt zeigt die Pflanzenforschung am CEPLAS. Quelle: CEPLAS

Seit kurzem zeigt ein Image-Film, an welchen Projekten der Multicenter Forschungsverbund CEPLAS (Cluster of Excellence on Plant Sciences) tüftelt. Fast 50 Forschungsgruppen entwickeln dort die Nahrungs-, Futter- und Energiepflanzen der Zukunft. Dazu untersuchen sie etwa die Grundlagen der C3- und C4-Pflanzen, die Ein- und Mehrjährigkeit von Pflanzen oder das Mikrobiom.
Quelle: CEPLAS

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17. Nov 2017 · News · Politik

Genome-Editing: Rechtslage USA, Kanada und Argentinien

Das interdisziplinäre Portal Dialog-GEA zum Genome Editing in der Landwirtschaft zeigt, wie unterschiedlich die Herangehensweisen sein können, wenn es um die Bewertung der neuen Techniken zur Genomänderung geht. Sie stellen die Rechtslagen in den USA, Kanada und Argentinien gegenüber.
Quelle: Dialog GEA

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16. Nov 2017 · News · Forschungsergebnis

Genomsequenz eines Weizenvorfahren eröffnet neue Zucht

Ein internationales Forschungsteam hat die komplexe Genomsequenz von Ziegenaugengras (Aegilops tauschii) entschlüsselt, einem Vorfahren des Brotweizens. Das Genom vom diploiden Aegilops tauschii ist komplex und nicht einfach zu dechiffrieren. Es bringt wichtige Eigenschaften in Hinblick auf Brotbackqualität und Widerstandsfähigkeit in diesen ein. Die Sequenzen wurden nun im Fachmagazin Nature veröffentlicht und ermöglichen die gezielte Züchtung und Verbesserung der Qualität des Weizens sowie eine erhöhte Anpassungsfähigkeit moderner Weizensorten an klimatische Bedingungen. Am Projekt war das Helmholtz Zentrum München maßgeblich beteiligt.
Quelle: Helmholtz

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16. Nov 2017 · News · Politik

Gutachten: Keine ausreichende Kontrolle Neuer Techniken außerhalb des Gentechnikrechts

Ein vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) beauftragtes Rechtsgutachten (Gutachten als pdf) zeigt, dass die verschiedenen europäischen Spezialgesetze außerhalb des Gentechnikrechts keine adäquaten Kontroll- und Prüfmaßstäbe für die Regulierung von Umweltauswirkungen für Techniken, wie CRISPR/Cas und andere Verfahren der Genom-Bearbeitung, zur Verfügung stellen. Die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) Prof. Beate Jessel will deshalb die neuen Techniken nicht aus dem Gentechnikrecht herausnehmen und pocht auf das Vorsorgeprinzip. Der begutachtende Jurist analysierte unter anderem das Saatgutrecht, das europäische Lebens- und Futtermittelrecht sowie das Pflanzenschutzmittel- und Sortenschutzrecht und zeigt dabei Regelungslücken auf.
Quelle: BfN

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15. Nov 2017 · News · Forschungsergebnis

Reis auf dem Weg zur ertragreicheren C4-Pflanze

Kommt demnächst der ertragreiche „Superreis“, der die Nahrungssicherung der Weltbevölkerung sicherstellt? Beim Umbau des Reis-Genoms von einer sog. C3-Pflanze zu einer wesentlich effektiveren C4-Pflanze ist den Forschenden ein erster – und entscheidender – Schritt geglückt. Wie sie im Fachjournal Current Biology berichten, haben sie einen Schlüssel in der Evolution der Blattanatomie von C3 zu C4-Pflanzen entdeckt. Das Portal Pflanzenforschung schildert die Studie des Forscherverbundes.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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15. Nov 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Deutsche iGEM-Teams wieder stark in Boston

Beim Finale des Studentenwettbewerbs zur Synthetischen Biologie iGEM haben die 15 deutschen Teams erneut überzeugt, auch wenn sie nicht den Gesamtsieg errangen. Wie das Portal Bioökonomie berichtet, holten sie achtmal Gold, dreimal Silber und dreimal Bronze, dazu Medaillen und Sonderpreise (zur Übersicht der Gewinner). Das Portal stellt die Forschungsansätze der deutschen Teams von den insgesamt 313 angetretenen Teams kurz vor.
Quelle: Bioökonomie.de

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14. Nov 2017 · News · Projekt

Wurzelarchitektur in Getreide

Dank der Bewilligung eines Projekts mit dem Titel „Mechanisms controlling root architecture in crop plants“ durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) wird es im kommenden Jahr möglich sein, auch die langjährige Kooperation der Professur für Pflanzenzüchtung der Uni Gießen (JLU) mit Partnern an der University of Queensland (UQ ) in Brisbane weiter zu intensivieren. In Voruntersuchungen hatten die Agrarwissenschaftler ein Gen identifiziert, das die Wurzelarchitektur in verschiedenen Getreidearten maßgeblich beeinflusst – und somit auch die Reaktion der Pflanze auf unterschiedliche Wasserverfügbarkeitsszenarien im Boden. Im Rahmen des jetzt bewilligten Projekts sollen mit Hilfe von Genomanalysen und detaillierten physiologischen Studien die genauen Mechanismen der Wurzelregulierung durch das Gen näher untersucht werden. Darüber hinaus wird die Nutzung verschiedener Wurzelformen in der Züchtung unterschiedlicher Getreidearten für Trockenstressstandorte in den Blick genommen. Das meldet die Uni Gießen beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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14. Nov 2017 · News · Forschungsergebnis

Flechten passen sich durch Algenwechsel an neues Klima an

Lebensgemeinschaft aus Grünalge (obere grüne Schicht) und Pilz: die Flechte Lasallia pustulata. Copyright: Francesco Dal Grande, Senckenberg

Einige Flechtenarten können unter sehr unterschiedlichen klimatischen Bedingungen wachsen und sind daher echte Überlebenskünstler. Wie Senckenberg-WissenschaftlerInnen herausgefunden haben, trägt die Bereitschaft zur „Untreue“ zu diesem Erfolg bei: Entlang eines Klimagradienten wechseln flechtenbildende Pilze nämlich ihren Algenpartner. Die Forschenden vermuten, dass durch das Eingehen einer Symbiose mit einer jeweils optimal angepassten Alge, einige Flechten relativ schnell auf veränderte Klimabedingungen reagieren könnten. Wie sie herausfanden, lebt die flechtenbildenden Pilze Lasallia pustulata und Lasallia hispanica je nach Standort mit unterschiedlichen Grünalgen aus der Gattung Trebouxia zusammen. Die Studie ist im Fachblatt New Phytologist erschienen. Wenn sich die Flechten tatsächlich durch die Wahl des Algenpartners an das Klima anpassen könnten, hätten sie anderen Organismen etwas voraus.
Quelle: Senckenberg

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14. Nov 2017 · News · Projekt

„NovAL“ will gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe in Algen aufspüren

Im Algentechnikum an der Hochschule Anhalt in Köthen werden Algen gezüchtet. Foto: Carola Griehl

Mikroalgen stellen eine vielversprechende, doch bisher unzureichend genutzte Quelle für die Produktion essentieller Nährstoffe, wie Omega-3-Fettsäuren, dar. Um neue Algenarten und Verarbeitungstechnologien zu erschließen, wurde von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) gemeinsam mit den Universitäten Jena und Leipzig sowie der Hochschule Anhalt im Rahmen des Kompetenzclusters nutriCARD das Verbundprojekt "NovAL" initiiert, das nun startet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt drei Jahre lang mit 1,2 Millionen Euro. Denn von den geschätzt weltweit rund 400.000 bis 500.000 Algenarten sind erst 43.000 wissenschaftlich beschrieben. Industriell kultiviert werden bislang nicht mehr als 20 Arten. Koordiniert wird das Projekt von der Ernährungswissenschaftlerin Prof. Dr. Gabriele Stangl von der MLU.
Quelle: MLU

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14. Nov 2017 · News · Forschungsorte

Uni-Ranking: Uni Hohenheim an der Spitze

Mit dem Best Global Universities Ranking 2018 steigt das Medienunternehmen Zeitschrift U.S. News & World Report schon diesen Herbst in die neue Ranking-Saison ein. Erneut auf Deutschlands Spitzenplatz in Agrarforschung und Food Sciences: Die Universität Hohenheim in Stuttgart, meldet die Hochschule.
Quelle: Uni Hohenheim

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13. Nov 2017 · News · Forschungsergebnis

Stadtbäume weltweit wachsen schneller

Für die Studie sind Proben von Baumkernen aus Metropolen wie hier in Vietnams Hauptstadt Hanoi genommen und analysiert worden. Foto: TUM

Bäume in Metropolen wachsen weltweit seit den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts schneller als Bäume in ländlicher Umgebung. Dies belegt erstmals eine internationale Studie im Fachjournal Nature Scientific Reports zum Einfluss des städtischen Wärmeinseleffektes auf das Baumwachstum, die unter Leitung der Technischen Universität München (TUM) durchgeführt wurde. Die Analyse des Forscherteams zeigt zugleich, dass das Wachstum der Stadtbäume schon seit Längerem sich verändernden Klimabedingungen ausgesetzt ist, was sich für Bäume im ländlichen Umfeld gerade erst einstellt.
Quelle: TUM

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13. Nov 2017 · News · Forschungsergebnis

Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Räumliche Zusammensetzung der physiologischen Merkmale des Waldes (Blattgehalt an Chlorophyll, Karotinoiden und Wasser). Die Farbe entspricht den relativen Merkmalsanteilen pro Pixel (6x6 m). Bild: UZH

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. Forschenden gelang es nun, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Maßstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften, wie sie im Fachjournal Nature Communications berichten. Die neue Methode von Forschenden an der Universität Zürich ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.
Quelle: Uni Zürich (UZH)

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13. Nov 2017 · News · Forscheralltag

Wissenschaftsbilder und Tabellen schneller finden

Grafiken und Abbildungen aus wissenschaftlichen Publikationen kommen in den gängigen Suchmaschinen viel zu kurz. Daher haben Bioinformatiker um den Molekularbiologen Thomas Lemberger von der European Molecular Biology Organization (EMBO) eine kostenlose Plattform entwickelt, die sie im Fachmagazin Nature Methods publizierten. Das Laborjournal stellt die SourceData genannte Plattform dar, die es Forschenden erlaubt, Bilder und Tabellen so zu teilen, dass sie viel schneller gefunden werden.
Quelle: Laborjournal

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