14. Juli 2017 · News · Forscheralltag · Politik

Destatis: mehr als 40.000 Professoren und vier mal soviele WiMis

Rund 46 700 Professorinnen und Professoren lehrten und forschten Ende 2016 an deutschen Hochschulen. Das waren 0,8 % mehr als im Vorjahr. Der Frauenanteil erhöhte sich innerhalb der Professorenschaft im Vergleich zu 2015 leicht um 0,7 Prozentpunkte auf gut 23 %. Die größte Gruppe des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals bildeten die 182 000 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (WiMi), deren Zahl gegenüber dem Vorjahr um 1,3 % anstieg. Der Frauenanteil lag hier bei 42 %.
Quelle: Destatis

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13. Juli 2017 · News · Forschungsergebnis

Proteinfunktion zur Regulation der Samenruhe entschlüsselt

Die Forschenden halten ihre Forschungsobjekte hoch: Dr. Guillaume Née die von ihnen untersuchte Ackerschmalwand (kleine Pflanze links) sowie er und Professorin Dr. Iris Finkemeier Rapspflanzen, welche auch das DOG1-Protein besitzen. Foto und ©: Peter Grewer, Uni Münster

Die Samenruhe entscheidet darüber, ob Pflanzen sich erfolgreich vermehren. Ein internationales Forscherteam um Dr. Wim Soppe vom Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung (MPIPZ) in Köln, Dr. Guillaume Née und Professorin Dr. Iris Finkemeier von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) hat nun erstmals gezeigt, welche Rolle ein Protein namens "DOG1" im Zusammenspiel mit regulatorischen Enzymen bei der Steuerung der Samenruhe spielt. DOG1 steht für "delay of germination" ("Verzögerung der Keimung"). Ihre Studie ist im Fachmagazin Nature Communications veröffentlicht.
Quelle: Uni Münster

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13. Juli 2017 · News · Ausbildung · Forschungsorte

Graduiertenschule untersucht Stresstoleranz

An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) entstehen unter dem Namen "Agripoly" zwei neue internationale Graduiertenschulen in den Agrar- und den Polymerwissenschaften, die mit rund vier Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESF) gefördert werden. Die Graduiertenschule in den Pflanzen- und Agrarwissenschaften thematisiert, wie Pflanzen auf biotische wie abiotische Belastungen reagieren und wie diese Reaktionen die Leistungsfähigkeit unserer Kulturpflanzen beeinflussen. "In Zeiten des globalen Klimawandels ist es unausweichlich, verschiedene Stressfaktoren zu betrachten: Steigende Temperaturen etwa betreffen nicht nur die Pflanzen, sondern auch ihre Schädlinge. Das wiederum könnte positive oder negative Folgen für Pflanzen haben", sagt der Pflanzenpathologe Prof. Dr. Holger B. Deising, der die Graduiertenschule gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus Humbeck vom Institut für Biologie leitet. Erforscht werden die genetischen Grundlagen der Stresstoleranz bei Pflanzen, aber auch die Signalverarbeitung in Zellen, die Aufnahme von Nährstoffen und wie Kulturpflanzen dazu gebracht werden können, die Qualität und Quantität des Ertrags zu steigern. Die Arbeiten können so einen Beitrag zur langfristigen und nachhaltigen Ernährungssicherheit leisten.
Quelle: Uni Halle

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12. Juli 2017 · News · Projekt

Förderbescheide für Obst- und Reben-Projekte

Die Entwicklung multiresistenter Rebunterlagen und eines Testsystems für Phytoplasmenbefall im Obst- und Weinbau sind Ziele zweier neu geförderten Forschungsarbeiten an der Hochschule Geisenheim, die heute ihre Förderbescheide erhielten. Im Projekt MureViU entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule Geisenheim, Institut für Rebenzüchtung, gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Praxis innovative, multiresistente Unterlagen für den Weinbau in den nördlichen Anbauregionen. Das Institut für Phytomedizin der Hochschule entwickelt im Projekt PhytoDiag gemeinsam mit dem Institut für Obstbau und der Firma IDENTXX in Stuttgart ein im Feld nutzbares Diagnoseverfahren für Phytoplasmenbefall bei Himbeeren, Äpfeln, Birnen und Reben.
Quelle: Hochschule Geisenheim

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11. Juli 2017 · News · Forschungsergebnis

Evolution eines bakteriellen Enzyms in Grünalgen

Im Labor haben Vera Engelbrecht und Thomas Happe einen Einblick in die Evolution der Grünalgen gweonnen. Foto und ©: Marquard, RUB

Ein neues Puzzlestück in der Evolution von Grünalgen haben Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) mit Kollegen vom Max-Planck-Institut in Mülheim an der Ruhr entdeckt. Sie untersuchten das wasserstoffproduzierende Enzym einer stammesgeschichtlich alten Alge. Es hatte ganz andere Eigenschaften als vergleichbare Enzyme in moderneren Algen. Das Team um Vera Engelbrecht und Prof. Dr. Thomas Happe von der Bochumer Arbeitsgruppe Photobiotechnologie beschreibt die Ergebnisse im Fachjournal Biochimica et Biophysica Acta.
Quelle: RUB

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11. Juli 2017 · News · Forschungsergebnis

Genetische Diversität bei Mais höher als gedacht

Forschende haben ein neues, detaillierteres Referenzgenom von Mais veröffentlicht. Von ihm erhoffen sich Forscher neue Einsichten und ein besseres Verständnis in Bezug auf die Genregulation. 2009 wurde sein Genom erstmals vollständig sequenziert. Das Portal Pflanzenforschung stellt die im Mai im Fachjournal Nature Letter erschienene Studie vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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10. Juli 2017 · News · Forschungsergebnis

Wie Kieselalgen die Fähigkeit zur Redox-Regulation erwarben

Zellen der Kieselalge Phaeodactylum tricornutum mit markierten Zellorganellen: Der Zellkern ist grün und die Chloroplasten sind rot hervorgehoben. Aufnahme: Shiri Graff van Creveld, The Weizmann Institute

Ein internationales Forschungsteam fand Hinweise, dass die Redox-Regulation in der Kieselalge Phaeodactylum tricornutum ihren Ursprung in zwei aufeinanderfolgenden Plastiden-Endosymbiose-Ereignissen hatte. Das internationale Team aus Forschenden vom Institut für Allgemeine Mikrobiologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und vom israelischen Weizmann Institute of Science erkannte, dass die Entwicklung der Redox-Regulation höherer Lebewesen zeitlich mit dem Ablauf einer mehrstufigen Plastiden-Endosymbiose zusammenfiel. Beim Vergleich der Protein-Sequenzen verschiedener Vorgänger zeigte sich, dass es bei den Vorfahren der Kieselalge zeitgleich mit der Aufnahme der ersten Plastide plötzlich zu einem vermehrten Vorkommen von Redox-regulierten Proteinen kam. Die Forschenden beschrieben damit auch die Evolution der Anpassung des Lebens an die photosynthetische Energiegewinnung und die damit notwendig gewordenen erweiterten Regulationsmechanismen der Pflanzenzelle. Die Ergebnisse des internationale Forschungsteams erschienen in der Fachzeitschrift Nature Plants.
Quelle: CAU

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10. Juli 2017 · News · Projekt

Stickstoffumsatz im Boden besser verstehen

Welchen Einfluss hat intensive Landnutzung auf den Stickstoffkreislauf in unseren Böden hat, untersuchen Forschende im Rahmen des Forschungsschwerpunkts „Biodiversitätsexploration“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die Forscherinnen und Forscher im „BE-Cult“ genannten Projekt vom Institut für Mikrobiologie der Leibniz Universität Hannover und dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) starteten die Grundlagenforschung bereits im April und werden mit 212.000 Euro gefördert.
Quelle: Uni Hannover

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10. Juli 2017 · News · Politik

Experten fordern Förderung für Phyto-Extrakt-Forschung zu erhöhen

Um die wachsende Nachfrage nach Phyto-Extrakten für Lebensmittel, Pharmazie oder Agrochemie zu erfüllen und ihr Potential voll auszuschöpfen, sind koordinierte und öffentlich geförderte Forschungsanstrengungen zwingend notwendig. Im aktuellen Positionspapier Phytoextracts – Proposal towards a new and comprehensive research focus skizziert die ProcessNet-Fachgruppe "Phytoextrakte - Produkte und Prozesse" den aktuellen Stand von Forschung und Technik und formuliert Empfehlungen für Forschungsziele sowie das weitere Vorgehen. Die Fachgemeinschaft "Phytoextrakte - Produkte und Prozesse" in ProcessNet ist eine gemeinsame Initiative von Dechema und VDI. Deren Papier steht nun zum Download bei der Dechema zur Verfügung (pdf-Datei). Das meldet die Dechema beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: Dechema beim idw

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