28. Oktober 2016 · News · Forschungsergebnis

Wie Pflanzen die Welt erobern

Dr. Mialy Razanajatovo ist Erstautorin der Studie des Konstanzer Teams um Mark van Kleunen. Foto Uni Konstanz

Pflanzen, die in der Lage sind, Samen ohne Partner oder Bestäuber zu produzieren, können sich eher außerhalb ihres natürlichen Lebensraumes ansiedeln. Selbstbefruchter können sich somit besser weltweit verbreiten als andere Pflanzen. Das zeigt eine Studie von Ökologinnen und Ökologen der Universität Konstanz. Die Ergebnisse des Kooperationsprojekts der Konstanzer Biologen Dr. Mialy Razanajatovo und Dr. Noëlie Maurel aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Mark van Kleunen mit internationalen Fachkollegen (darunter auch Kollegen der Uni Wien) wurden im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht.
Quelle: Uni Konstanz

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27. Oktober 2016 · News · Forschungsergebnis

Wie ein Pilz das Immunsystem von Pflanzen hemmt

Die Bilder zeigen eine Pflanzenwurzel, die vom Pilz Piriformospora indica besiedelt ist. Die grüne Färbung deckt auf, an welchen Stellen sich das Protein FBG1 befindet. Aufnahmen: Stephan Wawra, Uni Würzburg

Ein neu entdecktes Protein aus einem Pilz ist dazu in der Lage, das angeborene Immunsystem von der besiedelten Pflanzen zu unterdrücken. Das Protein Fungal Glucan Binding 1 (FGB1) bewirkt unter anderem, dass in der Pflanze der „oxidative burst“ unterbleibt. Dabei werden normalerweise aggressive Sauerstoffradikale erzeugt, die potenzielle Krankheitserreger zerstören und das Immunsystem der Pflanze aktivieren. So sorgt der Pilz dafür, dass er nicht wie krankheitserregende Pilze attackiert wird und die Beziehung auf Dauer gelingen kann. Das berichten Forschungsteams aus Köln und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg im Fachblatt Nature Communications.
Quelle: Uni Würzburg

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27. Oktober 2016 · News · Forschungsergebnis

Pflanzenhormon ABA im evolutionären Wandel

Die Funktion des Pflanzenhormons ABA und der von ABA regulierten Kinase OST1 während der Evolution der Landpflanzen. Bild verändert nach McAdam et al., 2016, PNAS, Uni Würzburg

Geschlechtsbestimmung, Samenruhe, Wasserhaushalt: Im Lauf der Evolution hat das Pflanzenhormon Abscisinsäure (ABA) seine Tätigkeitsfelder erweitert, berichtet ein internationales Forschungsteam im Fachblatt PNAS, unter ihnen Forschende aus Würzburg.
Quelle: Uni Würzburg

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27. Oktober 2016 · News · Forschungsergebnis

Begonien nutzen Nanostrukturen für bessere Lichtausbeute

Bestimmte Begonien-Arten gedeihen auch an sehr schattigen Standorten. An diesen schattigen Plätzen bilden sie blau schimmernde Blätter. Forschende fanden jetzt heraus, dass in den Chloroplasten dieser Blätter photonische Kristalle eingelagert werden. Sie sorgen für eine bessere Lichtausbeute an schattigen Plätzen, beschrieben die Forschenden im Fachjournal Nature Plants. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Studie vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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27. Oktober 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Frommer als neuer Alexander von Humboldt-Professor vorgeschlagen

Der 58jährige Pflanzenmolekularbiologe Wolf B. Frommer von der Stanford University, USA, soll 2017 den höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands erhalten und wieder nach Deutschland wechseln. Frommer ist einer von insgesamt sechs mit einer Alexander von Humboldt-Professur für 2017 ausgezeichneten Forschenden, die mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro dotiert sind. Sie treten nun in Berufungsverhandlungen mit den deutschen Universitäten, die sie für den Preis vorgeschlagen haben. Nehmen die Wissenschaftler die Humboldt-Professur an, wird ihnen der Preis im Mai 2017 verliehen. Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hatte Frommer gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich und dem Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln nominiert.
Quelle: Alexander von Humboldt Stiftung

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27. Oktober 2016 · News · Forschungsergebnis

Phytochrome messen Umgebungstemperatur

Nach einem warmen Winter blühen die lang ersehnten Frühlingsblüher wie Tulpen und Narzissen früher als nach einem kalten. Auch die Modellpflanze Arabidopsis thaliana blüht im Labor bei konstanten 23°C viel früher als bei konstanten 18°C. Warum das so ist, haben Forschende nun erstmals im Fachmagazin Science beschrieben. Der zelluläre Mechanismus beruht auf einer bislang unentdeckten Funktion der Phytochrome. In der Dunkelheit werden die Photorezeptor-Proteine zu Wärmefühlern und können so die Umgebungstemperatur messen, berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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27. Oktober 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Pflanzenforscher Erb erhält ERC Starting Grant

Der Interaktionsforscher Professor Dr. Matthias Erb (34) ist Leiter der Abteilung Biotische Interaktionen am Institut für Pflanzenwissenschaften (IPS) der Universität Bern. Seine Abteilung untersucht die Auswirkungen pflanzlicher Inhaltsstoffe auf andere Organismen. Sein Projekt wird mit einem ERC Starting Grant mit rund 2.2 Millionen gefördert und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Der von der Europäischen Union 2007 gegründete European Research Council (ERC) ist die erste gesamteuropäische Förderagentur für Spitzen-Grundlagenforschung. Seine Aufgabe und sein Anspruch ist die Förderung der freien Forschung der besten Forschenden Europas. Die Starting Grants sollen die talentiertesten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Europas darin unterstützen, ihre Karriere zu starten. (s. auch alle ERC-Starting Grants für 2016, pdf-Datei).
Quelle: Uni Bern

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24. Oktober 2016 · News · Forschungsergebnis

Wachsen oder sich Wehren - Wie Pflanzen Prioritäten setzen

Das Molekül SDI unterdrückt die Biosynthese von Glucosinolaten bei Schwefelmangel durch Wechselwirkung mit dem Transkriptionsfaktor MYB28. Grafik: MPI-MP (zum Vergrößern bitte anklicken)

Schwefel wird von Pflanzen nicht nur beim Wachsen verwendet, sondern auch in Stoffe eingebaut, die der Abwehr von Krankheiten und Schädlingen dienen. Wie Pflanzen bei einer Unterversorgung dafür sorgen, dass der vorhandene Schwefel vorrangig für Wachstumsprozesse verwendet und nicht in die Abwehr gesteckt wird, haben Forschende am Max-Planck-Institut (MPI) für Molekulare Pflanzenphysiologie untersucht. Demnach wird bei Schwefelmangel die Produktion von Glucosinolaten für die Abwehr gebremst. Verantwortlich für diese Glucosinolat-Bremse sind Gene, die bei Schwefelmangel hochreguliert werden. Das Team um Dr. Rainer Höfgen kooperierte für diese Studie mit Forschenden in Japan und den USA und veröffentlichte die Ergebnisse im Fachjournal Science Advances.
Quelle: MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie

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24. Oktober 2016 · News · Veranstaltung

iGEM-Finale: 13 deutsche Teams nach Boston

Das große Finale des internationalen iGEM-Wettbewerbs für Synthetische Biologie steht bevor: Diesmal steigt das Giant Jamboree vom 27. bis 31. Oktober in Boston. Mit dabei ist erneut ein großer Tross aus Deutschland: 13 deutsche Hochschulteams reisen dieses Jahr an die US-Ostküste, um beim Saisonhöhepunkt des studentischen Biotech-Tüftelwettbewerbs dabei zu sein. Es werden rund 300 Teams und tausende Teilnehmer aus aller Welt im Hynes Convention Center erwartet. Das Portal Biotechnologie stellt die Projekte der deutschen Teams vor.
Quelle: Biotechnologie.de

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