02. Jul 2016 · News · Tagungsbericht

Konferenzbericht von der ICAR

Wer an der 27. Internationalen Arabidopsis Research Conference (ICAR) nicht teilnehmen konnte, kann die zusammenfassenden Tagungsberichte bei der American Society of Plant Biologists (ASPB) nachlesen.

Oder unter dem Hashtag #ICAR_2016 bei Twitter oder im Storify der GARnet-Gruppe nachlesen, was anderen Kongressbesuchern bemerkenswert erschien, sofern sie es mit dem Hashtag versehen haben.

Die kommende, 28., ICAR soll übrigens vom 19. bis 26. Juni 2017 in den USA in St. Louis stattfinden.

01. Jul 2016 · News · Forschungsergebnis

Seetang als Salzersatz

Seetang der Art Ascophyllum nodosum. Foto: Fraunhofer

Das lebenswichtige Nahrungsmittel Natriumchlorid versteckt sich vor allem in industriell gefertigten Lebensmitteln. Zuviel Natrium schadet Herz, Magen und Nieren. Seetang hat von Natur aus einen salzigen Geschmack. Wie Fraunhofer-Forschende nun zeigten, haben die Algen das Potenzial als Salzersatz zu dienen. In dem von der Europäischen Union geförderten Projekt TASTE hatten die Forschenden des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV in Freising zusammen mit Partnern aus Island, Irland, Frankreich, Spanien, Slowenien und Deutschland untersucht, ob sich Seetang als Salzersatz eignet.
Quelle: Fraunhofer

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01. Jul 2016 · News · Forschungsergebnis

Effekte des Klimawandels auf Weltwirtschaft modelliert

Forschende des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und der Columbia University haben herausgefunden, dass sich die Anfälligkeit der globalisierten Welt auf Hitzestress im vergangenen Jahrzehnt verdoppelt hat. Ursache ist, dass sich durch die stärker vernetzten Volkswirtschaften auch durch Extremereignisse verursachte Produktionsverluste über Ländergrenzen hinweg auswirken. Wie der Klimawandel werden diese zu einem globalen Problem, berichtet das Portal Pflanzenforschung über eine im Fachjournal Science Advances erschienene Studie.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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01. Jul 2016 · News · Politik

Anbau von Gentechnik-Pflanzen in USA unverändert hoch

Wie das Portal Transgen berichtet, ist der Trend ungebrochen: In den USA setzen die Farmer weiterhin auf gentechnisch veränderte Pflanzen, trotz Kennzeichnung. Die Flächen, auf denen sie Saatgut für gentechnische veränderte Sojabohnen, Mais und Baumwolle ausgebracht haben, sind im diesem Frühjahr wieder gestiegen. Der Anteil gentechnisch veränderter Organismen bei diesen Kulturarten ist nahezu unverändert und liegt weiterhin zwischen 92 und 94 Prozent. Offenbar haben die auch in den USA heftiger werdende kontroverse öffentliche Diskussion und die Forderung nach Kennzeichnung bei den Landwirten nicht dazu geführt, wieder zu konventionellen Sorten zurückzukehren.
Quelle: Transgen

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01. Jul 2016 · News · Politik

Brexit: Ende der Milliarden-Sause an britischen Elite-Unis

Viele Forschende sind vom geplanten EU-Ausstieg entsetzt. Hinter den Kulissen beginnt jetzt das Tauziehen um Geld, Studenten und mächtige wissenschaftliche Behörden. Die Süddeutsche Zeitung hat Zahlen und Fakten aus der Forschung auf der Insel zusammengestellt und beantwortet aufkommende Fragen.
Quelle: Süddeutsche

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01. Jul 2016 · News · Politik

Brexit: "Das ERC wäre im Kern gefährdet"

Was der Brexit für die britische und europäische Wissenschaft konkret bedeutet, erläutert Max-Planck-Präsident Professor Martin Stratmann im Interview mit der Tageszeitung die Welt unter der Überschrift "Ein Eigentor für die britische Wissenschaft".
Quelle: die Welt

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30. Jun 2016 · News · Forschungsergebnis

Kalkalgen verdauen sich zur Not selbst

Die Kalkalge Emiliania huxleyi im Elektronenmikroskop. Foto: C. Hoppe, AWI

Welche molekularen Mechanismen Mikroalgen einsetzen, um in Zeiten akuten Nährstoffmangels von schnellem Wachstum auf Stillstand umzuschalten, haben Forschende des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) herausgefunden. In Laborversuchen konnten sie beobachten, dass kalkbildende Mikroalgen bei Nährstoffmangel zunächst ihren Stoffwechsel auf Sparsamkeit und Effizienz trimmen, bevor sie sich notgedrungen sogar teilweise selbst verdauen. Die molekularen Schalter für diese Grundfunktionen von Zellen sind in allen Lebewesen auffallend ähnlich. Es sind offenbar eben diese Schalter, deren Fehlfunktion im Menschen dazu führt, dass Zellen die Kontrolle über ihre Teilungsaktivität verlieren und zu Krebszellen werden können. Die Studie ist im Online-Magazin Frontiers of Marine Science erschienen.
Quelle: AWI

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30. Jun 2016 · News · Forschungsergebnis

Metabolom-Analyse verbessert Vorhersage von Reis-Erträgen

Moderne Methoden der Pflanzenzüchtung machen es möglich, den Ertrag einer Pflanze vorherzusagen noch bevor sie auf dem Feld wächst. Nutzt man für Prognosen anstelle der Genom-Daten detaillierte Informationen zum Stoffwechsel (Metabolom), kann die Ausbeute sogar noch genauer vorausgesagt werden: Bei Hybrid-Reispflanzen verdoppelte sich die Vorhersagekraft mit den Metabolitenprofilen beinahe, wie eine neue Studie im Fachmagazin Plant Journal zeigt, die das Portal Pflanzenforschung vorstellt.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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30. Jun 2016 · News · Anwendung

Neue Methode zur Erforschung von Proteinen

Protein-Microarrays ermöglichen es, tausende Proteine in einem einzigen Experiment parallel zu analysieren. Foto: Falter-Braun, TUM

Seit das Genom entschlüsselt worden ist, geht es nun darum, die Funktionsweise von Proteinen besser zu verstehen: Ein internationales Team von Forschenden unter leitender Beteiligung der Technischen Universität München (TUM) hat eine neue molekularbiologische Methode entwickelt, mit der die Funktion tausender Proteine parallel untersucht werden kann. So konnten hunderte, bislang noch unbekannte Wechselwirkungen zwischen Proteinen aufgezeigt werden. Die neue Methode stellten die Forschenden im Fachjournal PNAS vor.
Quelle: TUM

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30. Jun 2016 · News · Politik

Nobelpreisträger fordern Umdenken bei Grüner Gentechnik

Mit einem offenen Brief wenden sich mehr als 110 Nobelpreisträger an die Organisation Greenpeace und an Regierungen und fordern diese auf, Grüne Gentechnik in der Landwirtschaft zuzulassen. Denn die steigende Weltbevölkerung sei ohne gentechnisch veränderte Pflanzen nicht zu ernähren, zitiert das Magazin Spektrum aus dem Brief. Greenpeace solle vor allem seinen Widerstand gegen den mehr Betacarotin und Provitamin A produzierenden Goldenen Reis aufgeben. Diesen vorzuenthalten sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Gentechnisch hergestellte Nahrungsmittel sind sicher, betonen die Nobelpreisträger, wenn nicht sogar sicherer als andere Nahrungsmittel. Die Nobelpreisträger verwahren sich gegen Meinungsmache und Feldzerstörungen.
Quelle: Spektrum

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30. Jun 2016 · News · Forscheralltag · Politik

Gesetz zur Umsetzung des Nagoya-Protokolls tritt in Kraft

Am 1. Juli tritt das Gesetz zur Umsetzung der Verpflichtungen aus dem Nagoya-Protokoll in Kraft. Damit müssen nun alle Forscherinnen und Forscher, die mit genetischen Ressourcen / biologischem Material arbeiten, die Regeln zu Zugang und Vorteilsausgleich befolgen, die eigentlich zum Eindämmen von Biopiraterie aufgestellt wurden. Dr. Thomas Hörnschemeyer von der Senckenberg-Gesellschaft war so freundlich und hat für die Gesellschaft für Biologische Systematik mehrere Informationsquellen zusammengestellt. Die Umsetzung kontrolliert das Bundesamt für Naturschutz (BfN), das auch Hilfe für Forschende und Sammlungswissenschaftler bereitstellt.
Quelle: BfN

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29. Jun 2016 · News · Forschungsergebnis

Jasmonatarmer Tabak ist für Säugetiere ein gefundenes Fressen

Eine Taschenratte (Geomiydae) zieht den Stängel einer Tabakpflanze in ihr Nest. Fehlen die Steuerungshormone für die Nicotinproduktion, ist der Tabak auf der Speisekarte vieler Säuger zu finden. Foto: Arne Weinhold, MPI für chemische Ökologie

Der Kojotentabak Nicotiana attenuata enthält das Nervengift Nicotin. Die Bildung dieses starken Toxins wird durch das Pflanzenhormon Jasmonat je nach Bedarf oder Befall gesteuert. Wie wichtig dieses Hormon für das Überleben der Pflanzen in der Natur sind, wenn sie von Säugetieren angefressen werden, haben nun Forschende des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, der Universität Bern und der Washington State University gezeigt: Jasmonat-Mangel-Pflanzen wurden sowohl von Insekten als auch von Wirbeltieren stärker attackiert. Während sich Insektenbefall jedoch kaum auf die Blüten- und Samenbildung auswirkte, schädigten gefräßige Säugetiere die pflanzliche Reproduktionsfähigkeit nachhaltig. Dabei spielte das Nicotin als Abwehr gegen Säugetiere eine entscheidende Rolle. Die Studie, die die jasmonatgesteuerte pflanzliche Verteidigung gegen Säugetiere in der Natur untersuchte, wurde jetzt in der Zeitschrift eLife veröffentlicht.
Quelle: MPI für chemische Ökologie

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29. Jun 2016 · News · Politik

Brexit und Biowissenschaft

Die Entscheidung der britischen Wähler und Wählerinnen die Europäische Union zu verlassen, hat auch in der Wissenschaftsgemeinde überrascht und viele britische Forscher und Forscherinnen blicken in eine ungewisse Zukunft. Der Präsident der Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO), der Pflanzenwissenschaftler Prof. Dr. Bernd Müller-Röber, betont in diesem Zusammenhang die hervorragende Forschungskooperationen, „die ohne die Förderung der EU und die Freizügigkeit in der EU so nicht möglich gewesen wären. Wir sehen nun die Gefahr, dass die Kooperation mit unseren britischen Kollegen und Kolleginnen schwieriger und teilweise vielleicht sogar unmöglich wird.“ Der VBIO hofft, dass sich die britische Regierung auch weiterhin für den akademischen Austausch und die enge Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg einsetzen wird. Auch die biowissenschaftliche Forschung sei auf den freien Austausch von Köpfen und Ideen sowie auf faire und vergleichbare Rahmenbedingungen angewiesen. Das gute partnerschaftliche Verhältnis des VBIO zur britischen Royal Society of Biology dürfe durch den Austritt aus der EU keinen Schaden nehmen.
Quelle: VBIO

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28. Jun 2016 · News · Forschungsergebnis

Katastrophale ökologische Umwälzung verändert vor Jahrmillionen die Pflanzenwelt

Im Unteren Trias kommt die Sporenpflanze Densoisporites playfordii auf. Aufnahme: Uni Zürich

Forschende des Paläontologischen Instituts und Museums der Universität Zürich haben eine bisher unbekannte ökologische Krise in der Unteren Trias entdeckt. Das Team um Peter A. Hochuli und Hugo Bucher konnte aufzeigen, dass ungefähr 500.000 Jahre nach der großen Naturkatastrophe an der Perm/Trias-Grenze ein weiteres Ereignis die Vegetation grundlegend und nachhaltiger veränderte, wie sie im Fachjournal Nature Scientific Reports darlegen.
Quelle: Uni Zürich

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28. Jun 2016 · News · Forschungsergebnis

Wiegen und Wege der Landwirtschaft

Zwei aktuelle Studien widmen sich den Anfängen der Landwirtschaft und fördern dabei Neues zutage: mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist die Landwirtschaft an zwei Orten im Nahen Osten entstanden. Außerdem soll die Landwirtschaft über die Balkanroute nach Europa gelangt sein und Migration dabei eine größere Rolle gespielt haben als bisher angenommen. Die Ergebnisse der in den Fachjournalen bioRxiv (englisch ausgesprochen "bio-archive") und PNAS veröffentlichten Studien fasst das Portal Pflanzenforschung zusammen.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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28. Jun 2016 · News · Forschungsergebnis

Verlust an Biodiversität verhindert notwendige Evolution der Arten

Das Aussterben von Arten kann die Entwicklung neuer Arten verlangsamen oder verhindern, die deren Funktionen im Ökosystem übernehmen. Zu diesem Ergebnis kommt die erste experimentelle Studie zu diesem Thema, die Biologen aus Utrecht, Göttingen, Leipzig und Montpellier vorgelegt haben. Sie fanden heraus, dass das Aussterben von Arten weit längerfristige und schädlichere Wirkungen haben kann als bislang angenommen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Science Advances erschienen.
Quelle: Uni Göttingen

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28. Jun 2016 · News · Veranstaltung

Internationale Konferenz „GEO BON“ will Wissenslücken zur globalen Artenvielfalt schließen

GEO BON (Group on Earth Observations - Biodiversity Observation Network) ist für die Daten zur biologischen Vielfalt innerhalb der globalen Erdbeobachtung GEOSS zuständig. Bild: GEO BON

Mehrere hundert internationale Experten für die Beobachtung der biologischen Vielfalt werden Anfang Juli am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) in Leipzig beraten, wie die enormen Wissenslücken über die globale Biodiversität geschlossen werden können. Hintergrund: Die Unterzeichner der UN-Biodiversitäts-Konvention (CBD), darunter auch Deutschland, haben sich verpflichtet, den Verlust an Biodiversität bis 2020 zu stoppen und den Trend umzukehren. Ohne Daten lässt sich dieses international verbindliche Ziel nicht effizient umsetzen und erst recht nicht überprüfen.
Quelle: iDiv

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28. Jun 2016 · News · Politik

Anne Glover zum Brexit: "Ich schäme mich für mein Land"

Anne Glover war die oberste Wissenschaftsberaterin der EU. Mit dem Austritt Großbritanniens aus der Staatengemeinschaft befürchtet die schottische Biologin verheerende Folgen für die Forschung im Vereinigten Königreich und befürwortet ein weiteres Referendum in Schottland: „Ich wäre lieber mit Schottland Teil der EU als Partner eines kleinen Englands zu sein“, sagte sie im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.
Quelle: Süddeutsche

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28. Jun 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Pioniere der Biofortifikation gewinnen den Welternährungspreis

Die diesjährigen Preisträger des World Food Prize sind vier Wissenschaftler/innen, die mit Vitamin A anreicherte Süßkartoffeln entwickelt haben. Die drei Forschenden Dr. Maria Andrade von Cape Verde, Dr. Robert Mwanga aus Uganda und Dr. Jan Low aus den USA arbeiten im International Potato Center (benannt nach dem spnaischen Akronym CIP) und haben den Preis erhalten, weil sie die Süßkartoffel mit Mikronährstoffen und Vitaminen anreicherten und Ernährungsstudien damit durchführten. Der Gründer des HarvestPlus-Programms am International Food Policy Research Institute (IFPRI), Dr. Howarth Bouis, ist der vierte Preisträger und erhält den Preis, weil er das Zusammenwirken zahlreicher Institutionen für die Biofortifikation genannte Anreicherung von Nahrungsmitteln als Pionier voranbrachte. Dank seiner Arbeit gibt es nun mit Eisen und Zink angereicherte Bohnen, Reis, Weizen, Perlhirse, Mais und die oben genannte Süßkartoffel. Der Preis wird seit 1994 von der World Food Prize Foundation vergeben.
Quelle: World Food Prize Foundation

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