15. Apr 2016 · News · Forschungsergebnis

Eingeschworene Bakteriengemeinschaft baut Algen der Nordsee ab

Schematische Darstellung des Algenabbaus. Darstellung: MPI für Marine Mikrobiologie, Manfred Schlösser

Jedes Frühjahr blühen in der Nordsee die Algen. Dabei können von Jahr zu Jahr unterschiedliche Algenarten die Überhand gewinnen. Bei den Bakterien, welche die Algen wieder abbauen, herrschen dennoch alljährlich dieselben spezialisierten Gruppen vor. Offensichtlich sind also nicht die Algen selbst, sondern vor allem deren Bestandteile – allen voran die sogenannten Mehrfachzucker oder Polysaccharide – entscheidend dafür, welche Bakterien sich in den einzelnen Phasen des Abbaus vermehren. Die Ergebnisse publizierten die Forschenden des Max-Planck-Instituts für marine Mikrobiologie im Fachjournal eLife.
Quelle: MPI f. marine Mikrobiologie

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15. Apr 2016 · News · Werkzeuge

Speicherung und Verarbeitung der Sequenzdaten

Der technologische Fortschritt bei der DNA-Analyse hat die Wissenschaft revolutioniert. Noch nie war es leichter und günstiger, Sequenzanalysen durchzuführen. Doch damit steht die Wissenschaft vor einem neuen Problem: Speicherung und Verarbeitung der Sequenzierungsdaten hinken hinterher. Einen Lösungsweg sehen Forscher in der „Compressive Genomics“, die geschickte Komprimierung von Rohdaten ohne Informationsverlust. Das Portal Pflanzenforschung stellt eines der neuen Werkzeuge namens CORA vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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14. Apr 2016 · News · Forschungsergebnis

Bäume tauschen untereinander Kohlenstoff aus

Künstliche Signale mit markiertem Kohlendioxid: Die Kronen von Fichten werden von einem Baukran aus mit Schläuchen begast. Foto: Forschungsgruppe C. Körner, Uni Basel

Waldbäume nutzen Kohlenstoff nicht nur für sich – sie tauschen auch große Mengen davon über ihre Wurzeln mit Nachbarbäumen aus. Diese Entdeckung machten Botaniker der Universität Basel, wie sie im Wissenschaftsmagazin Science berichten. Der intensive Kohlenstoffhandel von Baum zu Baum – auch zwischen verschiedenen Arten – verläuft über symbiotische Pilzfäden im Boden. Wie Dr. Tamir Klein und Prof. Christian Körner von der Universität Basel sowie Dr. Rolf Siegwolf vom Paul-Scherrer-Institut (PSI) berichten, geht der Zuckertransport also über viel weitere Strecken als bisher angenommen.
Quelle: Uni Basel

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14. Apr 2016 · News · Forschungsergebnis

Gezielter Proteinabbau in Pflanzen

Moospflanzen von Physcomitrella patens in einer Petrischale. Foto: Sigrid Gombert

Welche Substrate und Interaktionspartner im Moos Physcomitrella patens den Proteinabbau nach der so genannten N-end Rule ermöglichen, hat ein Forschungsteam um den Freiburger Biologen Prof. Dr. Ralf Reski im Fachmagazin Molecular and Cellular Proteomics dargelegt. Das N-end Rule im Proteinabbau beschreibt den Einfluss, den eine bestimmte Aminosäure, die sich am Anfang eines Proteins befindet, auf dessen Abbaugeschwindigkeit hat. Für die neue Studie hat das Freiburger Team mit Prof. Dr. Andreas Schlossers Gruppe vom Rudolf-Virchow-Zentrum für Experimentelle Biomedizin der Universität Würzburg zusammengearbeitet und neue Methoden der Immunpräzipitation und der Massenspektrometrie entwickelt. Nach der Analyse von mehr als 30.000 Proteinspektren haben sie vier Proteine identifiziert, die von ATE mit Arginin markiert werden. Das Enzym namens ATE heftet die Aminosäure Arginin an Proteine, die daraufhin von den Proteasomen – aus unterschiedlichen Proteinen zusammengesetzte Komplexe – abgebaut werden. "Unsere Ergebnisse bieten neue Einsichten in die Mechanismen des gezielten Proteinabbaus in Pflanzen", erklärt Reski.
Quelle: Uni Freiburg

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14. Apr 2016 · News · Forschungsergebnis

Pflanzen zwingen Pilzpartner zu fairem Verhalten

Die in der Studie untersuchten Pflanzen im Gewächshaus. Foto und © UZH

Pflanzen reagieren intelligent auf ihre Umwelt: Wenn sie die Wahl zwischen kooperativen und weniger kooperativen Pilzpartnern haben, versorgen sie letztere mit weniger Nahrung und zwingen sie damit zu verstärkter Kooperation. Wenn eine Pflanze mit unterschiedlich kooperativen Pilzpartnern vergesellschaftet ist - also einem „geizigeren“, der pro gelieferte Kohlenhydrat-Einheit weniger Phosphate abliefert, und einem „großzügigeren“, der für seine Ernährung mit mehr Phosphaten „bezahlt“ – dann kann sich die Pflanze entscheiden, dem geizigeren Partner gezielt weniger Kohlenhydrate zur Verfügung stellen. Das schließen die Ökologen Pascal Niklaus und Bernhard Schmid von der Universität Zürich (UZH) aus den Resultaten ihrer neuen Studie, die im Fachjournal Ecology Letters erschienen ist. Aufgrund dieser Ergebnisse glauben die Wissenschaftler auch, dass sich Pflanzen zum Testen von Markt- und Verhaltenstheorien eignen.
Quelle: UZH

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14. Apr 2016 · News · Forschungsergebnis

Mit CRISPR/Cas9 zu herbizidresistenten Kulturpflanzen

Forschenden ist es gelungen, Reis mithilfe der neuen Züchtungsmethode CRISPR/Cas9 resistent gegen Herbizide der sogenannten ALS-Hemmer zu machen. Somit reiht sich die Studie in eine lange Liste von Publikationen, die die Machbarkeit einzelner Forschungshypothesen belegen und neue Anwendungsfelder für die Genom Editierung (Engl.: Genome Editing) erschließen. Dadurch erhöht sich auch der Druck auf politische Entscheidungsträger, eine Bewertung zu einem ganzen Set von neuen Züchtungsmethoden abzugeben, inklusive der Genom Editierung mittels CRISPR/Cas9. So kommentiert das Portal Pflanzenforschung eine im Fachjournal Molecular Plant erschienen Studie.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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13. Apr 2016 · News · Anwendung

Globale Anbaufläche mit gv-Pflanzen leicht rückläufig

Der Anbau gentechnisch veränderter (gv) Pflanzen ist 2015 weltweit leicht zurückgegangen, meldet das Portal Transgen. Damit werde der seit zwanzig Jahren anhaltende Trend mit gleichbleibend hohen Zuwachsraten erstmals durchbrochen: Die Flächen sanken um 1,7 Millionen auf nunmehr 179,7 Millionen Hektar. Den deutlichsten Rückgang verzeichneten die USA, während in Brasilien und Australien die Flächen weiterhin gestiegen sind. Vor allem bei Mais und Baumwolle ging der globale Anbau insgesamt zurück. Die Flächen für gv-Pflanzen folgten dieser Entwicklung. Bei Soja hingegen nahmen sowohl die Gesamtanbauflächen als auch die Aussaat gentechnisch veränderter Sorten zu.
Quelle: Transgen

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12. Apr 2016 · News · Wirtschaft

Deutsche Biotech-Branche zeigt nachhaltiges Wachstum 2015

Die deutschen Biotech-Firmen können auf ein wachstumsstarkes Jahr 2015 zurückblicken und stoßen auch im Ausland auf wachsendes Interesse. Die wichtigsten Kennzahlen haben erneut deutlich zugelegt, wie die zentralen Ergebnisse aus dem Branchenreport „Die Deutsche Biotechnologie-Branche 2016“ des Portals biotechnologie.de belegen. Dazu hatte das Portal Biotech-Firmen befragt.
Quelle: Biotechnologie.de

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12. Apr 2016 · News · Veranstaltung

Komm ins Beet

Das Max-Planck-Institut (MPI) für Molekulare Pflanzenphysiologie lädt von Mai bis September an jedem letzten Samstag im Monat zu öffentlichen Führungen ein. Es möchte in kostenlosen Führungen am Potsdamer Standort einen Einblick in die Geschichte der Pflanzenzüchtung geben und über die aktuelle Forschung des Instituts berichten. Besucht werden die Gewächshäuser und Freiflächen. An mehreren Stationen werden neben den Grundlagen der Genetik und der Entwicklung verschiedener Kulturpflanzen, aktuelle Verfahren zur Herstellung von Hochleistungssorten erklärt. Außerdem vorgestellt: die Erforschung und Erschließung der natürlichen Diversität sowie der Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen in Forschung und Landwirtschaft. Die Rolle von Pflanzen als nachwachsende Rohstoffe behandelt das MPI ebenfalls beim Rundgang. Die Führungen beginnen jeweils um 14.00 Uhr. Um eine kurze Anmeldung per Telefon oder E-Mail (bis zum jeweiligen Freitagabend 17 Uhr beet[at]mpimp-golm.mpg.de ) wird gebeten.
Quelle: MPI f. Molekulare Pflanzenphysiologie

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11. Apr 2016 · News · Forschungsergebnis

Mutationen an- und wieder ausschalten

Je mehr Doxycyclin man zugibt, desto aktiver wird das mobile genetische Element und damit steigt die Zahl der mutierten Pilz-Kolonien. Foto: Prof. Frank Kempken

Mit einem neuen Verfahren erleichtert ein Kieler Forschungsteam die funktionale Genomik. Um die genetischen Mechanismen zu erkunden, die Aufschluss über das mögliche Anwendungsspektrum von Schimmelpilzen und ihrer Stoffwechselprodukte geben können, hat ein Forschungsteam der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen von der niederländischen Universität Leiden das neue Verfahren entwickelt. Es erlaubt die schnelle Erzeugung einer großen Anzahl genetisch unterschiedlicher Varianten des Schimmelpilzes Aspergillus niger und die anschließende Fixierung der gewonnen genetischen Eigenschaften. Die Forschenden um Professor Frank Kempken, Leiter der Abteilung für Botanische Genetik und Molekularbiologie an der CAU und Mitglied des Forschungsschwerpunkts Kiel Life Science, veröffentlichten ihre neuen Erkenntnisse nun im Fachmagazin Applied Microbiology and Biotechnology. Das berichtet die CAU beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle idw

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11. Apr 2016 · News · Karriere

Karrierewege für Pflanzenforscher

Mehr Nachwuchswissenschaftler werden derzeit ausgebildet, als später Professuren zur Verfügung stehen. Daher berichtet der Blog der American Society of Plant Biologists (ASPB) über die zahlreichen Wege, die junge Pflanzenwissenschaftler einschlagen und wie sie ihre Expertise erweitern können, sodass ihnen mehrere Türen offen stehen. Der Artikel „Career building: Where do you want to go and how will you get there?” von Mary Williams nennt konkrete Ziele und anzustrebende Projekte. Sie schildert auch, wie erworbene Zusatzqualifikationen am besten im Lebenslauf zitiert werden können und empfiehlt das Soziale Netzwerk Twitter. Ihr Blogbeitrag startet mit ihrem Vortrag, den sie vor kurzem am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam gehalten hat.
Quelle: ASPB-Blog

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11. Apr 2016 · News · Ausschreibung

20 Stipendien für Interdisziplinäre Wissenschaft

Auch 2016 schreibt die Joachim Herz-Stiftung wieder 20 „Add-on Fellowships for Interdisciplinary Science“ für Doktorandinnen und Doktoranden sowie PostDocs verschiedener Disziplinen aus, die an fachübergreifenden Fragen im Bereich der Systembiologie und verwandten Forschungsfeldern arbeiten. Die mit bis zu 12.000 Euro dotierten Stipendien über zwei Jahre sind für Konferenzbesuche, Forschungsreisen, Weiterbildungen, … gedacht. Bewerbungsschluss ist der 5. Juli 2016.
Quelle: Joachim Herz-Stiftung

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11. Apr 2016 · News · Politik

DBU fordert für Landwirtschaft "dritten Weg der Nachhaltigkeit"

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fordert eine offene, sachgerechte und entideologisierte Diskussion über die Zukunft einer wirklich nachhaltigen globalen Landwirtschaft. Die in der öffentlichen Wahrnehmung bestehenden Gegensätze zwischen Bio-Bauern und konventionellen Landwirten müssten abgebaut und Strukturen einer Lebensmittelproduktion geschaffen werden, die ökonomisch tragfähig, sozial vertretbar und ökologisch vorzeigbar seien.
Quelle: DBU

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