25. Mär 2016 · News · Werkzeuge

Der P(roblem)-Wert

Der statistische p-Wert wird häufig verwendet, um das Ergebnis einer wissenschaftlichen Untersuchung zu bewerten. Viele Biologen, Psychologen oder Mediziner verwenden ihn, aber die meisten würden ihn damit missbrauchen und verstünden ihn nicht. Das leitet der Biostatistiker Servan Grüninger im Campus-Blog der Neuen Zürcher Zeitung her. Auch die American Statistical Association (ASA) kritisiert den leichtfertigen Umgang mit der Statistik. Der verständliche und mit vielen Links versehene Artikel erläutert, was der p-Wert ist, wie man ihn klug anwendet und dass er keine Interpretation für Forschungserbnisse ist, sondern dass er selbst einer Interpretation bedarf.
Quelle: NZZCampus

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24. Mär 2016 · News · Forschungsergebnis

Wald in Europa: mehr Arten, mehr Nutzen

Homogene Wälder können auch weniger Dienstleistungen erbringen. Foto und ©: Senckenberg

Welche Auswirkungen die Artenvielfalt auf die Ökosystemleistungen von Wäldern in sechs europäischen Ländern haben, schildert ein internationales Team aus 29 Institutionen in einer großangelegten Studie. Wie es zeigte, erbringen artenreichere Waldstücke mehr und vielfältigere „Dienstleistungen“ als weniger artenreiche. Die Forschenden warnen vor einem Verlust der Biodiversität in europäischen Wäldern und den damit einhergehenden Einbußen an Leistungen für Mensch und Natur. Die Ergebnisse, an denen mehrere Forschende des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums beteiligt waren, publizierten sie heute in einem frei zugänglichen Artikel im Fachjournal Nature Communications. Das berichtet Senckenberg beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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24. Mär 2016 · News · Forschungsergebnis

Genorte schneller identifizieren

Wie Forschende der Uni Bielefeld herausfanden, kann man vom Phänotyp ausgehend zügig zum verantwortlichen Gen gelangen. Dazu verfeinerten sie eine Methode zur Genidentifizierung bei Zuckerrüben (Beta vulgaris). Zusammengefasst handelt es sich um eine Kombination aus Next Generation Sequencing und der Bulk-Segregant-Analysis. Das Team von Prof. Dr. Bernd Weisshaar liefert den Züchtern damit ein neues, zeitersparendes Tool, da u.a. langwierige Kreuzungen und Rückkreuzungen vermieden werden. Seine Ergebnisse publizierte das Team im Fachjournal BMC Genomics, berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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23. Mär 2016 · News · Forschungsergebnis

Primärpoduktion eines ganzen Riffs berechnet

Unterwasserlandschaft im nördlichen Roten Meer in der Nähe von Aqaba, Jordanien. Foto: Ulisse Cardini, Uni Bremen

Eine bestimmte Gruppe von Bakterien ist in der Lage, einen großen Teil der Nährstoffe zu liefern, die Hart- und Weichkorallen, Schwämme, Algen, Seegräser und viele andere Lebewesen der Riffe zum Wachsen brauchen. Das ist das Ergebnis einer neuen Langzeitstudie, in der für jede Gruppe von Organismen jeweils im Frühling, Sommer, Herbst und Winter sowohl die Kohlenstofffixierung über die Photosynthese bestimmt wurde, als auch die Stickstofffixierung über assoziierte Bakterien. Diesen einmaligen und riesigen Datensatz konnten die Forschenden dann benutzen, um zum ersten Mal Kohlenstoff- und Stickstofffixierung für ein gesamtes Riff-Ökosystem zu beschreiben und dabei den Einfluss von saisonalen Umweltveränderungen aufzuzeigen. Die Stickstofffixierung durch assoziierte Bakterien ist ein weit verbreiteter Prozess, der auf allen untersuchten Lebewesen gemessen wurde, der aber offensichtlich sehr empfindlich gegenüber Umweltveränderungen ist: Über alle Organismen hinweg zeigte sich, dass immer dann, wenn die Nährstoffkonzentrationen im Umgebungswasser sehr gering sind (vor allem im Sommer), die Stickstofffixierung ansteigt. Das kann dann wichtige Nährstoffe für Wachstum liefern. Die Ergebnisse publizierten das internationale Forscherteam unter der Leitung von Professor Christian Wild, Hochschullehrer für Marine Ökologie an der Universität Bremen, im Fachjournal Ecosystems. Das berichtet die Uni beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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23. Mär 2016 · News · Forschungsergebnis

Wie Pollenschläuche zu Eizellen finden

Die Pollenschläuche werden bei der Befruchtung von den sogenannten LURE Peptiden zu den Eizellen gelockt. Grfik und ©: Nagoya University

Auch bei Blütenpflanzen müssen erst Sperma- und Eizellen zueinander finden, bevor eine neue Pflanze entstehen kann. Vor wenigen Jahren fanden Forschende bereits heraus, dass die Pollenschläuche bei der Befruchtung von sogenannten LURE Peptiden zu den Eizellen gelockt werden. Diese Peptide entstehen in den Eizellen. Nun schildern Forschende im Fachjournal Nature den Mechanismus, welcher Rezeptor in den Pollenschläuchen die LURE Peptide erkennt. Mit diesem Wissen werde nicht nur die Grundlagenforschung bereichert, damit ließe sich in Zukunft auch das Wachstum des Pollenschlauches verändern, was wiederum zu einer verbesserten Fertilisationsrate für Nutz- und Zierpflanzen führen kann, berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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23. Mär 2016 · News · Veranstaltung

Satellitenmeeting über C4-Photosynthese

Am 4. und 5. August 2016 wird das deutsche Exzellenzcluster Pflanzenforschung (Cluster of Excellence on Plant Sciences, CEPLAS) und die Heinrich Heine Universität Düsseldorf (HHU) einen "Satellite Workshop on C4 Photosynthesis" während der 17. internationalen Tagung zur Photosyntheseforschung (Congress on Photosynthesis Research) anbieten, der vom 7. bis 12. August 2016 im niederländischen Maastricht stattfindet. Vorschläge für Abstracts sind bis 15. April erbeten, bis 15. Juli kann man sich anmelden.
Quelle: HHU

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23. Mär 2016 · News · Veranstaltung

Call: Junges Forum für Sammlungs- und Objektforschung

Vom 22. bis 24. September 2016 findet der erste Workshop in der Reihe "Junges Forum für Sammlungs- und Objektforschung" an der Humboldt-Universität Berlin statt. Eingeladen sind Doktorandinnen und Doktoranden aller Disziplinen, die mit materiellen Objekten und Sammlungen arbeiten. Die von der VolkswagenStiftung geförderte Workshop-Reihe hat das Ziel, eine Plattform zu schaffen, um Nachwuchskräfte fächerübergreifend miteinander zu vernetzen und Fragen der objektbasierten Forschung insbesondere in wissenschaftlichen Sammlungen zu reflektieren. Veranstaltet wird der Workshop von der Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland und der Gesellschaft für Universitätssammlungen e.V. Die Organisatoren bitten bis zum 31. Mai 2016 um Abstracts. Details im Circular (pdf)
Quelle: Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen

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23. Mär 2016 · News · Projekt

Eine Genkarte für präzisere Hopfenzüchtung

In keinem Land der Welt wird so viel Hopfen angebaut wie in der Biernation Deutschland. Experten befürchten jedoch, dass die Spitzenposition beim Hopfenanbau gefährdet ist, wenn Innovationen in der Züchtungsforschung ausbleiben. Unter Leitung der Universität Hohenheim wollen Forschende nun die Hopfenzüchtung in Deutschland vorantreiben und Sorten entwickeln, die den veränderten Klimabedingungen besser angepasst sind und den neuen Marktanforderungen hinsichtlich der Geschmacksvielfalt mehr gerecht werden. Als ersten Schritt in Richtung Präzisionszüchtung will die Forschergruppe bis 2017 eine genetische Landkarte deutscher Hopfenpflanzen erstellen, berichtet das Portal Biotechnologie.
Quelle: Biotechnologie.de

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23. Mär 2016 · News · Ausschreibung

Gesucht: Transnationale Wald-Forschungsprojekte

Das EU-Forschungsnetzwerk Sumforest hat am 21. März 2016 den länderübergreifenden Forschungsaufruf „Nachhaltige Wälder für eine zukunftsfähige Gesellschaft“ gestartet. Interdisziplinäre Projekte sollen Grundlagen für Entscheidungen in der europäischen Forstpolitik schaffen. Anträge können bis zum 17. Juni 2016 bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) eingereicht werden.
Quelle: BLE

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22. Mär 2016 · News · Forschungsergebnis

Substanz aus Brokkoli unterstützt Darmkrebstherapie im Labor

Ein Pflanzeninhaltsstoff, der in hohen Konzentrationen beispielsweise in Brokkoli vorkommt, kann die körpereigene Enzymproduktion ankurbeln und so die Behandlung bei Darmkrebs unterstützen. Forschende fanden heraus, dass Darmkrebszellen, die zuerst mit dem Nahrungsmittelinhaltsstoff Sulforaphan in Berührung kommen, anschließend besser durch ein Medikament abgetötet werden. Der einzige Haken: Dieses Medikament ist noch nicht zugelassen – es befindet sich derzeit noch in Entwicklung. Über die im Fachjournal PLoS ONE erschienene Studie berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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22. Mär 2016 · News · Projekt

Unverträglichkeit: Ursachen und Grundlage für verträglichere Weizensorten

Bis zu fünf Prozent aller Weizenkonsumenten leiden an einer Unverträglichkeit von Weizen, die körperliche und psychische Krankheiten verursachen kann, wie etwa Durchfall oder Depression. Als ein möglicher Auslöser gelten bestimmte Proteine im Weizen. Jetzt haben sich Mediziner, Analytiker und Agrarwissenschaftler der Universitäten Mainz und Hohenheim zusammengetan, um das Phänomen zu erforschen. Ihre Erkenntnisse könnten dazu beitragen neue Weizensorten zu züchten, die gut verträglich sind und außerdem noch gute Backeigenschaften besitzen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt mit insgesamt 680.000 Euro.
Quelle: Uni Hohenheim

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22. Mär 2016 · News · Forscheralltag

Internationale Open Access-Initiative

Die Leibniz-Gemeinschaft setzt ihre Bemühungen fort, den umfassenden, offenen und onlinegestützten Zugang zu wissenschaftlichen Fachartikeln voranzubringen. Deshalb hat sie gemeinsam mit 30 weiteren Forschungsorganisationen eine internationale Absichtserklärung unterschrieben; diese sieht die Umstellung von Subskriptionsmodellen bei wissenschaftlichen Fachzeitschriften auf das Publizieren per Open Access vor. Die Absichtserklärung wurde jetzt veröffentlicht und ist online unter http://oa2020.org/mission/ verfügbar. Sie ist das Ergebnis der 12. Berlin Open Access Conference, die im Dezember 2015 von der Max-Planck-Gesellschaft ausgerichtet wurde. Nach dem Vorbild der „Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“ von 2003, die weltweit mehr als 500 Organisationen unterzeichnet haben, können sich auch dieser Absichtserklärung weitere Institutionen anschließen.
Quelle: Leibniz-Gemeinschaft

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21. Mär 2016 · News · Forschungsergebnis

Wiederansiedlung mit regionalen Blüten und Gräsern

Das Wiesen-Labkraut (Galium album) ist an die regionalen Bedingungen angepasst. Foto: Walter Durka, UFZ

Bunte, nicht zu intensiv genutzte Wiesen sehen nicht nur attraktiv aus, sie bieten auch wertvollen Lebensraum. Doch vielerorts sind sie selten geworden. Um wieder mehr solcher Gras- und Kräuterwelten zu schaffen, muss man die entsprechenden Pflanzen normalerweise einsäen. Doch mit welchen Samen? Viele Wissenschaftler und Naturschützer plädieren für Saatgut aus der gleichen Region. Ökologen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) haben nun zusammen mit Kollegen der Universitäten Tübingen und Münster sowie der TU München untersucht, wie sinnvoll dieser Ansatz ist. Demnach hat das Regio-Saatgut tatsächlich Vorteile, zeigen sie in zwei Studien in der Fachzeitschrift Journal of Applied Ecology.
Quelle: UFZ

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21. Mär 2016 · News · Forschungsergebnis

Biologen helfen traditionelle Färbetechnik mit Symplocos zu bewahren

In indonesischen Bergregenwäldern wachsen „Aluminiumbäume“, mit deren Rinde und Blättern traditionelle Weberinnen Textilien beizen. Foto: Uni Ulm

Wie breitet sich Aluminium in Bäumen der tropischen Gattung Symplocos aus? Forschende um Prof. Steven Jansen und Marco Schmitt von der Uni Ulm sind dieser Frage in Indonesien nachgegangen. Für 13.000 traditionelle Weberinnen hat die Antwort praktische Relevanz, denn sie beizen Textilien mit Blättern und Rinden dieser Bäume. Zu diesem Zweck haben sie die tropischen Gewächse bisher oft gefällt. Doch jetzt konnten die Forschenden zeigen, dass die für das Färbeergebnis wichtige Aluminiumkonzentration in älteren Blättern am höchsten ist. Ein Fällen der Bäume ist also gar nicht nötig: die Weber und Weberinnen brauchen lediglich die Blätter aufzusammeln. Die aktuelle Studie ist im Online-Fachjournal PLOS One erschienen.
Quelle: Uni Ulm

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21. Mär 2016 · News · Forschungsergebnis

Kristallstruktur des Bräunungsenzyms Auronsynthase

Das Mädchenauge (Coreopsis grandiflora) verdankt seine gelbe Farbe u.a. auch einem bestimmten Enzym: der Auronsynthase. Foto und Copyright: Annette Rompel

Was haben Walnussblätter, Champignons und die Blütenblätter des Mädchenauges (Coreopsis grandiflora) gemeinsam? Sie enthalten große Mengen an jenen Enzymen, die auch für Bräunungsreaktionen in Bananen oder Äpfeln verantwortlich sind. Chemiker und Chemikerinnen der Uni Wien haben erstmals die Enzymstruktur in den Blütenblättern des Mädchenauges analysiert. In der aktuell in PNAS erschienenen Publikation präsentieren die Forscherenden die erste Kristallstruktur der Auronsynthase – sowohl in einer latenten als auch in einer aktiven Form. Außerdem belegen sie einen neuen Mechanismus für den Katalyse-Zyklus pflanzlicher Polyphenoloxidasen – also dem "Bräunungsvorgang" in Pflanzen. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Einteilung in Tyrosinase und Catecholoxidase generell überdacht werden muss", sagt der Erstautor Christian Molitor.
Quelle: Uni Wien

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21. Mär 2016 · News · Forschungsergebnis

Kaktus verbessert Arsen-Extraktion aus Trinkwasser

Schon im Alten Mexiko wusste man den Feigenkaktus (Opuntia) und seine Früchte zu schätzen: als Lebens- und Heilmittel. Das stachelige Gewächs lässt sich aber auch dazu nutzen, verunreinigtes Wasser zu säubern. Das gilt sogar für Umweltgifte wie Arsen, wie eine Studie im Fachjournal Environmental Science & Technology belegt. Das Portal Pflanzenforschung schildert, wie das aus dem Feigenkaktus gewonnene Pektin das Herausreinigen von Arsen aus Wasser verbessert.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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21. Mär 2016 · News · Projekt

Neues Schwerpunktprogramm: Taxon-OMICS

Neue Herangehensweisen zur Entdeckung und Benennung von Arten und Biodiversität sind Thema des neuen Schwerpunktprogrammes (SPP) "Taxon-OMICS", das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute bewilligte. Es ist eines der 17 Programme, die die DFG für das Jahr 2017 einrichten wird. Koordinatorin von Taxon-OMICS ist Professorin Dr. Susanne Sabine Renner vom Department Systematische Botanik und Mykologie der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Quelle: DFG

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