07. Jan 2016 · News

Weizengenom schneller verfügbar als geplant

Das Internationale Konsortium für die Sequenzierung des Weizengenoms (IWGSC) kündigt eine schnellere Entschlüsselung des Brotweizengenoms an. Spätestens 2017 erwarten die beteiligten Forschenden am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) und ihre internationalen Kollegen die Referenzsequenz aller 21 Chromosomen. Das meldet das IPK beim Informationsdienst Wissenschaft (idw) und bezieht sich auf eine Pressemitteilung des IWGSC.

Quelle: IPK beim idw

direkt zur Meldung des IWGSC

siehe auch Artikel bei Biotechnologie.de

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07. Jan 2016 · News · Forschungsergebnis

Warum sich Pflanzenzellen schneller strecken können

Pflanzenzellen können sich viel schneller strecken als tierische Zellen. Das könnte daran liegen dass sie ihre Vakuolen wie einen Ballon im Inneren der Zellen aufblasen. Forschende der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) haben herausgefunden, dass die Form und Ausdehnung der Vakuole eine entscheidende Rolle bei der Wachstumsregulierung von Pflanzen besitzt. Das Volumen der Vakuole wird durch das Hormon Auxin kontrolliert. Das internationale Forscherteam um den Zellbiologen Jürgen Kleine-Vehn konnte nun zeigen, dass Veränderungen der Vakuole durch Auxin nur mit einem korrekt funktionierenden „Zellskelett“ (Cytoskelett) erfolgen können. Ist die Funktion des Cytoskelettes eingeschränkt, so kann die Vakuole ihr Volumen nur bedingt verändern und das Streckungswachstum ist gestört. Ihre Ergebnisse publizierten die Forschenden im Fachmagazin PNAS.
Quelle: BOKU

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06. Jan 2016 · News · Sektionen

Alge des Jahres 2016: Eisalge Melosira arctica – Gewinnerin oder Verliererin des Klimawandels?

Viele einzellige Melosira arctica hängen in Gallerte verpackt von den sie tragenden Eisschollen in das Meerwasser hinab, manche mehrere Meter weit. Foto und ©: Julian Gutt, AWI

Forschende der Sektion Phykologie haben eine der wichtigsten Algen des Arktischen Ozeans, Melosira arctica, zur Alge des Jahres gekürt. An ihr wollen Wissenschaftler die Auswirkungen des Klimawandels studieren. „Denn noch kann keiner voraussehen, ob Melosira Opfer oder Profiteur des schmelzenden Meereises werden wird, und noch weiß keiner, warum sie die produktivste Alge in dieser lebensfeindlichen Welt ist“, sagt der Biologe Dr. Klaus Valentin vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Er ist Mitglied der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), in der all jene Algenforscher organisiert sind, die Melosira zur Alge des Jahres 2016 gewählt haben. Obwohl sie die produktivsten Algen im arktischen Ozean sind, ist bislang nur wenig über ihre Lebensweise bekannt. Das soll ein neues Forschungsprojekt nun ändern und die Fragen der Biologen beantworten.
Quelle: Sektion Phykologie

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05. Jan 2016 · News · Forschungsergebnis

Vorfahren heutiger Landpflanzen haben bereits an Land gelebt

Die ersten Pflanzen an Land waren vermutlich Grünalgen, wie aus molekularen Vergleichen zu schlussfolgern ist. Eine neue Publikation im Fachjournal Trends in Plant Science liefert Hinweise, dass einzellige Grünalgen bereits terrestrisch lebten und sich aus diesen terrestrischen Algen die Vorfahren der Moose und Farne entwickelten. Trifft dies zu, muss die Entwicklungsgeschichte der Landpflanzen umgeschrieben werden, berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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05. Jan 2016 · News · Forschungsergebnis

Löwenzahn schützt sich mit Latex vor Maikäfer-Larven

Eine Maikäferlarve (Melolontha melolontha) frisst an der Wurzel eines Löwenzahns. Die Pflanze wehrt sich mit bitterem Latex aus ihren Wurzeln. Foto: Meret Huber, MPI f. Chem. Ökologie, PLOS Biology

Der Löwenzahn (Taraxacum officinale agg.) gilt vielen als lästiges Unkraut. Neben Hobby-Gärtnern hat die Pflanze auch in der Natur viele Feinde. Vor diesen schützt sie sich mit einem latexhaltigen Saft. Forschende des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena und der Universität Bern haben jetzt im Fachmagazin PLOS Biology dargelegt, dass eine einzige Substanz aus dem bitteren Latexsaft die Wurzeln des Löwenzahns wirksam gegen gefräßige Maikäferlarven schützt. Latex ist demnach für die pflanzliche Verteidigung gegen Bodenschädlinge entscheidend.
Quelle: MPI f. Chem. Ökologie

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05. Jan 2016 · News · Publikation

"Deine Zukunft Biowissenschaften" in aktualisierter Auflage

Die Nachfrage nach der Broschüre „Deine Zukunft Biowissenschaften“ hat den herausgebenden Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) veranlasst, eine neue Auflage zu konzipieren und die Inhalte und Links zu aktualisieren. Die kostenlose Broschüre informiert umfassend über die verschiedenen Möglichkeiten der Ausbildung und des Studiums in den Biowissenschaften. Sie bietet Informationen über Ausbildungswege, Dauer und Kosten der Ausbildung, Gehälter, Bachelor- und Masterstudiengänge sowie Berufs- und Karrierechancen. Jedes Kapitel enthält weiterführende Links und Kontaktadressen, mit denen sich die Recherche in dem Berufsfeld ausweiten lässt.
Quelle: VBIO

direkt zur VBIO-Borschüre (pdf-Datei, 1,9 MB)

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04. Jan 2016 · News

Wie die Vegetation der Taiga das Weltklima verändern wird

Nach einem Brand in der sibirischen Taiga dominieren Laubbäume, wo einst hauptsächlich Nadelbäume wuchsen. Foto: Susanne Tautenhahn

In den kaltgemäßigten Breiten der Nordhalbkugel sind die Folgen des Klimawandels bereits jetzt zu beobachten. Hier – von Kanada und den USA, über Skandinavien bis Russland und Japan – wachsen die borealen Nadelwälder, die Susanne Tautenhahn im Rahmen ihrer Promotion am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena untersucht hat. Wie die Wissenschaftlerin inzwischen am Institut für Spezielle Botanik der Uni Jena nun mit einem internationalen Team in einer Publikation im Fachmagazin Global Change Biology schreibt, setzt der Temperaturanstieg in diesen Wäldern eine Kette von Ereignissen in Gang, in deren Folge die borealen Nadelwälder nicht nur ihr charakteristisches Aussehen verlieren, sondern selbst maßgeblich das Weltklima beeinflussen können. So erwarten die Forschenden, dass etwa die sibirische „dunkle Taiga“, in der heute vorwiegend Nadelbäume wie Fichten, Tannen und Kiefern wachsen, langfristig von Laubbäumen dominiert wird. Aus dem heute dunklen, wird so künftig ein viel lichterer Wald, wodurch sich grundlegende Klimaeinflussgrößen verändern, wie Albedo (Reflexionsvermögen der Erdoberfläche für Sonneneinstrahlung), Kohlenstoff-Speicherung und Verdunstungskühlung.
Quelle: Uni Jena

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04. Jan 2016 · News

Jahresrückblick: Weltpflanzenrat zitiert drei deutsche Entdeckungen

Ein Viertel der wichtigsten Ereignisse in den Pflanzenwissenschaften des vergangenen Jahres stammt aus deutschen Laboren. Das geht aus dem Rückblick hervor, den der Weltpflanzenrat (Global Plant Council) in seinem "2015 Plant Science Round-Up" über die vergangenen zwölf Monate berichtet: Im Februar 2015 etwa wird eine Veröffentlichung deutscher Forschender im Fachjournal Science herausgehoben, die mittels RNA Interferenz (RNAi) eine Präzisionswaffe gegen Kartoffelkäfer fanden (vgl. Meldung vom 26.2.2015). Im Mai wird die Veröffentlichung deutscher Biotechnologen hervorgehoben, die Biopharmazeutika mit dem Moos Physcomitrella patens herstellen (doi: 10.1111/pbi.12401). Im September beschrieben in Deutschland arbeitende Forschende erstmals Proteine im Fachmagazin Cell, die einem Ertragsverlust bei Salzstress entgegenwirken könnten (vgl. Meldung vom 3.9.2015). Als wichtig wird auch herausgestellt, dass die EU ihre Gesetzgebung zu Gentechnikpflanzen geändert hat und dass Deutschland keine Gentechnikpflanzen anbauen will.
Quelle: Global Plant Council

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