23. Dez 2015 · News · Forschungsergebnis

Pflanzen nutzen nur Bruchteil möglicher Merkmalskombinationen

Kollage der sechs untersuchten Pflanzenmerkmale maximale Wuchshöhe, Stammdichte, Gewicht der Samen, Größe der Blätter, deren Struktur und deren Stickstoffgehalt. Foto: Angela Günther, MPI-BGC

Die Größe von Pflanzen und der Bauplan ihrer Blätter haben bei der Evolution von Gefäßpflanzen eine besondere Rolle gespielt. Von sechs analysierten Pflanzenmerkmalen konnte die Evolution nur die genannten zwei frei wählen. Ein Großteil anderer, potentiell möglicher Kombinationen bleibt dagegen von heutigen Pflanzen ungenutzt, da sich die Merkmale offenbar nicht unabhängig voneinander entwickelt haben, schreiben Forschende nun im Fachmagazin Nature. Dazu werteten sie Merkmale von über 46.000 Gefäßpflanzen aus 423 Pflanzenfamilien aus, die die bisher größte veröffentlichte Spannweite an Wachstumsformen und Standorten repräsentieren. Ihre Ergebnisse basieren auf der Globalen Datenbank für Pflanzenmerkmale (TRY) des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie MPI-BGC), Jena, und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv).
Quelle: MPI-BGC

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23. Dez 2015 · News · Forschungsergebnis

Benachbarte Bäume konkurrieren weltweit gleich um Wachstumsvorteile

In Nature erschien die bislang umfangreichste Studie zum Wettbewerb um die Ressourcen im Wald. Foto: Mitteleuropäischer Laubwald, Böhmisches Mittelgebirge, Tschechien, Tilo Arnhold, iDiv

Wenige funktionelle Pflanzenmerkmale können das Wachstum beim Wettbewerb zwischen benachbarten Bäumen im Wald dominieren. Die Konkurrenz innerhalb der gleichen Art scheint aber immer größer zu sein als zwischen den Arten, schreibt ein internationales Team in der aktuellen Ausgabe von Nature. Grundlage für die Studie war unter anderem die Globale Datenbank für Pflanzenmerkmale (TRY), die am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena angesiedelt ist und auch vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) getragen wird.
Quelle: iDiv

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23. Dez 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Vielzitierte Pflanzenforscher

Der US-Medienkonzern Thomson Reuters nennt in seiner im September veröffentlichten und bis Mitte Dezember offenen Liste „Highly Cited Researchers“ mehrere deutsche, österreichische und schweizer Pflanzenwissenschaftler, die zu den weltweit am häufigsten zitierten Forscher zählen. Dieses Jahr sind auf der Liste der Pflanzenforschenden mehrere Mitglieder der DBG genannt, wie auch deren Präsident, Professor Karl-Josef Dietz von der Universität Bielefeld. Außerdem sind dort (in alphabetischer Reihenfolge) gelistet: Ian T Baldwin, Thomas Boller, George Coupland, Alisdair R Fernie, Jiri Friml, Jonathan Gershenzon, Wilhelm Gruissem, Beat Keller, Joachim Kopka, Ute Kraemer, Joerg Kudla, Brigitte Mauch-Mani, Enrico Martinoia, Ralph Panstruga, Jane E Parker, Martin Parniske, Wolf-Ruediger Scheible, Paul Schulze-Lefert, Joachim Selbig, York-Dieter Stierhof, Mark Stitt, Takayuki Tohge, Detlef Weigel, Bernd Weisshaar und Bjoern Usadel. Die Zitationshäufigkeit gilt als Messgröße für die wissenschaftliche Qualität der von ihnen geleisteten Arbeiten.
Quelle: HighlyCited

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22. Dez 2015 · News · Forschungsergebnis

Jahresrückblick: Bedeutende Pflanzenforschung

Wie Forschende dieses Jahr herausfanden enthalten 291 Sorten Süßkartoffeln fremde Bakterien-Gene in ihrem Genom, sind also das Ergebnis eines natürlichen Gentransfers. Diese Studie ist nach einer Auswertung des internationalen Rates für Pflanzenwissenschaften (Global Plant Council) die aufregendste Neuigkeit aus der Pflanzenforschung des Jahres. Auf seiner Website nennt der Rat vier weitere aufsehenerregende Entdeckungen des Jahres, darunter die Aufklärung des wichtigen Rezeptors des Pflanzenschädlings Striga (siehe DBG-Meldung vom 22.10.2015) oder die Entschlüsselung des Genoms der dürreresistenten Pflanze Oropetium thomaeum (siehe DBG-Meldung vom 11.11.2015).
Quelle: Global Plant Council

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22. Dez 2015 · News · Forschungsergebnis

Wie Aminosäuren in Pflanzensamen gelangen

Sich entwickelnde Samen von Arabidopsis thaliana: Die versorgende Vaskulatur ist grün, die Aminosäuretransporter am Ende der Vaskulatur sind jeweils rot dargestellt. Bild: PD Dr. Ulrich Hammes, Uni Regensburg

Um landwirtschaftliche Erträge zu steigern, muss man verstehen, wie Aminosäuren in die pflanzlichen Samen gelangen. Denn Aminosäuren sind ein wichtiger Bestandteil unserer Nutzpflanzen und teils essentieller Faktor unserer Ernährung. Forschende der Universität Regensburg ist es nun erstmals gelungen, vier Gene der Modellpflanze Arabidopsis thaliana (Acker-Schmalwand) zu identifizieren, die maßgeblich für den Aminosäuretransport von der Mutterpflanze zum Embryo verantwortlich sind. Die Ergebnisse erschienen im Fachjournal Current Biology (DOI: 10.1016/j.cub.2015.10.038).
Quelle: Uni Regensburg

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22. Dez 2015 · News · Forschungsergebnis

Invasive Meeresalge verstärkt ihre Abwehrmechanismen

Die Alge Gracilaria vermiculophylla und die Schneckenart Littorina brevicula einer ihrer wichtigen Fraßfeinde in Ostasien. Foto: F. Weinberger, GEOMAR.

Eine aus Asien stammende, essbare Meeresalge schützt sich durch giftige Substanzen vor Fraßfeinden. Die nach Nordamerika und Europa eingewanderten Stämme der Alge Gracilaria vermiculophylla enthalten aber deutlich mehr Abwehrstoffe als asiatische. Dies fand eine internationale Wissenschaftlergruppe unter der Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel in einer Studie heraus, die im Fachjournal Harmful Algae erschien. Sollten diese resistenteren Stämme ihren Weg nach Asien zurückfinden, könnte dort die Zahl der Vergiftungsfälle deutlich zunehmen.
Quelle: GEOMAR

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22. Dez 2015 · News · Forschungsergebnis

Großteil des Arabidopsis Mikrobioms kultiviert

Pflanzen beherbergen über hundert Bakterienarten, die mit der Pflanzen wechselwirken und vermutlich Pflanzenwachstum und Pflanzengesundheit beeinflussen. Wer dort wachsen darf, wählen Pflanzen offenbar gezielt aus. Forschende haben nun mehr als die Hälfte der auf Blättern und Wurzeln der Ackerschmalwand Arabidopsis thaliana vorkommenden Bakterien kultiviert. Damit lassen sich beliebige mikrobielle Lebensgemeinschaften in den Blättern und Wurzeln von Arabidopsis nachstellen. Damit wird Arabidopsis thaliana abermals zum Modell für andere Pflanzen. Nur dieses mal nicht allein, sondern in Gesellschaft von Mikroben. Über die in Nature erschienene Studie berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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22. Dez 2015 · News

Mittel für den Wissenschaftsstandort Deutschland

Mit einer stetigen Steigerung der Ausgaben für die Forschungsförderung, der Neufassung des Artikels 91b GG und der anstehenden Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes verbessert die Bundesregierung die Voraussetzungen für nachhaltige und zukunftsfähige Arbeitsbedingungen am Wissenschaftsstandort Deutschland. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/7014) auf die Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen (18/6798) die nach der Wirkung von Richtlinien der Forschungsförderung des Bundes auf Fachkräftesicherung und Beschäftigungsbedingungen in der Wissenschaft gefragt hatte.
Quelle: Bundestag.de

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