18. Dez 2015 · News · Forschungsergebnis

Ein winziger Pilz als Bananenkiller

In einer neuen Kranksheitwelle befällt der Pilz Fusarium oxysporum f. sp. cubense (kurz: Foc) Bananen und löst dort die gefürchtete Panama-Krankheit aus. Der bodenbürtige Pilz dringt über die Wurzeln in die Bananenpflanze ein, verstopft deren Leitbahnen und verhindert Wasser- sowie Nährstofftransport. Die derzeit wütende Variante verbreitet sich rasch und hat neben Australien und Südostasien bereits die Arabische Halbinsel und nun auch Afrika erreicht. Schon einmal gab es eine solche Krankheitswelle. Damals stieg man von einer Sorte auf eine andere um, um die Produktion zu retten. Eine solche Alternative gibt es derzeit nicht. Die Landwirte sind daher dringend auf neue Sorten mit verbesserter Resistenz oder Neuzüchtungen angewiesen. Über den Stand der Ausbreitung und die neuen Wege die Forschenden, berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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18. Dez 2015 · News · Forschungsergebnis

Rückblick: Wichtigster Durchbruch in der Forschung 2015

Nach Ansicht des Forschungsmagazins Science ist die Aufklärung des CRISPR-Systems und seine Nutzbarmachung als Präzisionsinstrument, mit dem sich körpereigene Gene an genau definierten Stellen schneiden lassen, der wichtigste wissenschaftliche Durchbruch des Jahres. Eine seiner Entdeckerinnen, Professorin Dr. Emmanuelle Charpentier vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin, wurde vor kurzem mit einem der Leibniz-Preise ausgezeichnet (siehe DBG-Meldung vom 10.12.2015).
Quelle: Science

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17. Dez 2015 · News · Forschungsergebnis

Jahresrückblick: Wichtigste Ergebnisse der Wissenschaft

Das Forschungsmagazin Nature nennt in ihrer Sichtung der wichtigen Ereignisse des Jahres die Anwendung der CRISPR-CAS-Genscheren Methode zur exakten Editierung des Genoms eine der wichtigsten Diskussionen des Jahres. Denn im Dezember hatte das internationale Gipfeltreffen zur Humanen Genomeditierung dazu aufgefordert, die Methode nicht auf menschliche Embryos anzuwenden, sie aber für die Grundlagenforschung zu erlauben.
Quelle: Nature

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17. Dez 2015 · News · Forschungsergebnis

Genetische Vielfalt von Raps

Forschende des PLANT 2030 Projekts "Pre-Breed Yield" haben ein klares Bild der genetischen Vielfalt des Rapses aufgezeichnet. Demnach sind moderne Sorten durch eine geringe genetische Varianz ausgezeichnet als ältere Sorten. Ihr Ergebnis präsentierten sie nun im Journal Scientific Data und damit nur ein Jahr nach der erfolgreichen Genomsequenzierung des Rapses, meldet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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17. Dez 2015 · News · Politik

UN-Wissenschaftsbeirat identifiziert acht Herausforderungen für nachhaltige Entwicklung

Die Rolle der Wissenschaft bei der Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsagenda und des Klimaabkommens von Paris standen im Zentrum der Debatten des wissenschaftlichen Beirats von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon auf einer Tagung am 14. und 15. Dezember 2015 in Sankt Petersburg. 26 führenden Wissenschaftler aus aller Welt legten die acht wichtigsten globalen Herausforderungen aus Sicht der Wissenschaft fest: die nachhaltige Bewirtschaftung der Ozeane, wirksame Schutzsysteme für die biologische Vielfalt, der Schutz gegen Infektionserreger; belastbare Vorhersagen von Wetterextremen, der Abschied von fossilen Treibstoffen, die Trinkwasserversorgung, Strategien zum Bevölkerungswachstum und mehr Gerechtigkeit bei der Ressourcennutzung sowie eine öffentliche Mindestförderung der Grundlagenforschung. Der Beirat (Scientific Advisory Board, SAB) rief dazu auf, "Big Data" effektiver für die Lösung globaler Herausforderungen zu nutzen. Das meldet die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit der Deutschen UNESCO-Kommission.
Quelle: Leopoldina

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17. Dez 2015 · News · Köpfe und Karrieren

ERC Grant für Molekularbiologie der Gerstenähren

PD Dr. Thorsten Schnurbusch wird die Entwicklung von Gerstenähren analysieren. Foto: IPK

Der Wissenschaftler PD Dr. Thorsten Schnurbusch vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben (IPK) erhält einen ERC Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC) für exzellente Nachwuchswissenschaftler. Überzeugt hat er das internationale Begutachtungspanel in Brüssel mit einem Forschungsprojekt zur Entwicklungsanalyse von Getreideähren bei Gerste auf molekularer Ebene. Ein besseres Verständnis dieses bisher kaum erforschten Prozesses eröffnet neue Ansätze zur Ertragssteigerung, meldet das Institut. Der Forscher erhält eine Fördersumme von zwei Millionen Euro für die Dauer von fünf Jahren.
Quelle: IKP (pdf-Datei)

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16. Dez 2015 · News · Forschungsergebnis

Biodiversitäts-Monitoring zum Schutz der biologischen Vielfalt vorgestellt

Forschende stellen in einer Studie im Fachmagazin Journal of Applied Ecology auf Grundlage von einigen wenigen Indikatoren ein Monitoring-Programm vor, das einfach anzuwenden ist. Es zeigt Veränderungen der biologischen Vielfalt an und ist zudem auch noch bezahlbar. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Ergebnisse vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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15. Dez 2015 · News · Forschungsergebnis

Neues Netzwerk priorisiert Daten der Wachstumsregulatoren in Arabidopsis

Unglaublich viele molekularbiologische Daten über die Modellpflanze Arabidopsis thaliana sind in themenspezifischen Datenbanken gespeichert. Könnte man diese miteinander vernetzen und in einen analytischen Zusammenhang bringen, so würde sich der Wert der Daten für die Wissenschaft vervielfachen. Denn ein integriertes Netzwerk könnte Überschneidungen von Ergebnissen identifizieren und Hinweise auf wichtige, noch zu identifizierende Genfunktionen liefern. Kürzlich gelang es Forschenden, ein solches Meta-Netzwerk aus sieben bestehenden Datenquellen zu generieren. Ihr Test zeigte: Das neue Netzwerk ist eine valide Datenbasis für eine effektivere Forschung. Im beschriebenen Fallbeispiel aus dem Fachjournal Scientific Reports suchten die Forschenden nach neuen Wachstumsfaktoren. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Studie vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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15. Dez 2015 · News · Projekt

Mit Pflanzen gegen Asbest in Böden

Asbestabfälle können durch landwirtschaftliche Bodenbearbeitung fein verteilt werden. Der gezielte Einsatz von Pflanzen könnte den Abbau des gefährlichen Materials beschleunigen. Foto und Copyright: Universität Wien

Asbestzement galt seit seiner Erfindung in Österreich im 19. Jahrhundert als architektonisches und technisches Wundermaterial. Erst seit den 1980er Jahren führten Untersuchungen über die stark krebserregenden Eigenschaften von Asbest zu Verboten der Nutzung des Materials. Ein internationales Forschungsteam rund um Stephan Krämer vom Department für Umweltgeowissenschaften der Universität Wien untersucht nun den sicheren Umgang mit dem gesundheitsschädlichen Stoff. Sie will außerdem herausfinden, wie schnell die natürliche Verwitterung von Asbest zur Selbstreinigung kontaminierter Böden führen kann und ob dieser Prozess durch gezielten Einsatz von Pflanzen beschleunigt wird. Vorstudien hatten gezeigt, dass Pflanzen und Bakterien die Verwitterungsgeschwindigkeit von Asbest in Böden beschleunigen.
Quelle: Uni Wien

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14. Dez 2015 · News

RNA ist mehr als nur Schnittstelle zwischen Erbgut und Eiweißen

Ribonukleinsäuren (RNA) sind Träger der genetischen Information, Hauptakteure in der Proteinherstellung und in der Lage, chemische Reaktionen zu beschleunigen. Diese Besonderheit macht RNA für die Funktionsweise von Lebewesen und für viele technische Anwendungen zugleich unersetzlich. In diesem Hintergrundbeitrag nimmt das Portal Pflanzenforschung das Molekül unter die Lupe und beschreibt die RNA als Steuereinheit der Genexpression, wie sie als Medikamente und in der Landwirtschaft eingesetzte wird, und zeigt auf, welche vielfältigen Funktionen die chemische Schwester der Erbsubstanz DNA noch übernimmt.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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14. Dez 2015 · News · Politik · Werkzeuge

Gentechnik: Mit CRISPR ändert sich alles

CRISPR: „Damit ändert sich in der Gentechnik alles“, titelte das Wissenschaftsmagazin Nature im Sommer. Mit diesem völlig neuen Verfahren ist es nun möglich, das Erbgut von Organismen „umzuschreiben“ – viel präziser, schneller und einfacher als mit der klassischen Gentechnik. In der Grundlagenforschung wird CRISPR schon länger eingesetzt. Aber nun steht es an der Schwelle erster praktischer Anwendungen – vor allem in der Medizin, aber bald wohl auch in der Tier- und Pflanzenzüchtung. Das Portal Transgen stellt die Technik vor, die das Ändern der arteigenen Gene ermöglicht, und erklärt, warum das Verfahren keine Gentechnik im klassischen Sinn ist.
Quelle: Transgen

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