13. Nov 2015 · News · Forschungsergebnis

Fossile Bienen fütterten den Nachwuchs mit ausgewählten Pollen

Zwei versteinerte Bienen und einige der Pollen, die an ihren Hinterbeinen klebten. Foto und Copyright: AG Wappler, Uni Bonn

Die Vorläufer der Honigbienen waren vor 50 Millionen Jahren ziemlich wählerisch, was das Futter für ihren Nachwuchs anbelangte. Das zeigt eine Studie unter Federführung der Universität Bonn, an der auch Forschende aus Österreich und den USA beteiligt sind. Demnach stammten die Pollen, die die Insekten für ihre Larven sammelten, stets von denselben Pflanzen. Wenn es um das eigene leibliche Wohl ging, zeigten sie sich dagegen nicht so mäkelig: Sie selbst fraßen auf ihren Sammelflügen so ziemlich alles, was ihnen vor die Mundwerkzeuge kam. Die Ergebnisse sind nun im Fachjournal Current Biologie erschienen.
Quelle: Uni Bonn

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11. Nov 2015 · News · Forschungsergebnis

Dürreresistenter Winzling mit großem Potenzial

Professorin Dr. Dorothea Bartels mit dem Gras Oropetium thomaeum in der Anzuchtkammer des Instituts für Molekulare Physiologie und Biotechnologie der Pflanzen an der Universität Bonn. Foto und copyright: Barbara Frommann, Uni Bonn

Ein Zwerg, der Erstaunliches leistet: Das winzige Gras Oropetium thomaeum kann fast vollständig austrocknen, ohne Schaden zu nehmen. Amerikanische Forschende haben unter Beteiligung der Universität Bonn nun das Erbgut der aus Indien stammenden Pflanze mittels Einzel-Molekül-Sequenzierung in bislang unerreichter Genauigkeit entschlüsselt. Gene, die den Bauplan für Schutzstoffe bei Austrocknung enthalten, liegen bei Oropetium besonders häufig vor. Sie könnten als Vorbild für die Züchtung dürreresistenter Getreide dienen, doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Die Ergebnisse sind nun im Fachjournal Nature veröffentlicht.
Quellen: Uni Bonn

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11. Nov 2015 · News · Politik

Anhörung: Experten gegen ausufernde Zeitverträge

Wissenschaftliche Stellen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollen nicht mehr in so starkem Maß befristet werden wie bisher. Viele Wissenschaftler an Universitäten müssen mit sehr kurzen Vertragslaufzeiten von lediglich bis zu einem Jahr zurechtkommen. Das soll nun geändert werden. Zu dem Thema "Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses" hatte der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung am Mittwochvormittag zu einer Öffentlichen Anhörung eingeladen. Überwiegend befanden alle geladenen Sachverständigen, dass eine Novellierung des WissZeitVG dringend nötig sei. Das berichtet das Portal „Heute im Bundestag“ (hib).
Quelle: hib

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10. Nov 2015 · News · Forschungsergebnis

Was bei Forschenden das Belohnungszentrum aktiviert

Wenn Forscherinnen und Forscher eigene Publikationen in Fachzeitschriften mit hohem Impact Factor erwarten, wird ihr Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie zu den Implikationen der Anreizstrukturen im Universitätssystem, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität zu Lübeck im Fachjournal Plos one veröffentlichten. Die Gruppe um Dr. Frieder Paulus und Dr. Sören Krach aus dem Social Neuroscience Lab der Klinik für Psychiatrie berichten darin die Ergebnisse zweier Studien, die sie mittels funktionaler Magnet-Resonanztomographie (fMRT) durchgeführt haben.
Quelle: Uni Lübeck

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10. Nov 2015 · News · Politik

Neuer Präsident der ASPB setzt sich für Forschungsförderung und Öffentlichkeitsarbeit ein

Der neue Präsident der Amerikanischen Gesellschaft für Pflanzenwissenschaften (ASPB), Richard Dixon, wird sich ebenso sehr für ein besseres Ansehen der Pflanzenforschung in der Öffentlichkeit einsetzen, wie er sich für die Förderung der Forschung stark machen will. Die Öffentlichkeitsarbeit müsse vor allem wegen der Angst der Bevölkerung vor gentechnisch veränderten Pflanzen geleistet werden, begründet er. Sie sei auch deshalb nötig, weil US-Forschende in letzter Zeit gezwungen werden sollten, ihre E-Mails zu veröffentlichen, weil sie beschuldigt wurden, mit der Industrie gemeinsame Sache zu machen. Das geht aus seinem ersten "Brief des Präsidenten" an die Mitglieder der ASPB hervor, für die er sich einsetzen will. Unabhängig davon ob sie im Labor oder im Freiland forschen. Außerdem möchte er die Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen verbessern, wie etwa mit Lebensmittelforschern, Sozialwissenschaftlern und Juristen.
Quelle: Blog der ASPB

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10. Nov 2015 · News · Projekt

Uralte Bewirtschaftungsmethoden als Klimaretter?

Biokohle-Versuchsfeld in der Klimafolgen-forschungsstation in Linden-Leihgestern. Foto: Jochen Senkbeil. JLU

Bei einer Expedition zum Amazonas wird der Gießener Pflanzenökologe Prof. Dr. Christoph Müller in diesen Tagen untersuchen, wie uralte Bewirtschaftungsmethoden zur dauerhaften Speicherung von Kohlendioxid im Boden führen – und damit heute einen Beitrag zur Rettung des Klimas leisten könnten. Er wird die sogenannte Terra preta analysieren, eine tiefschwarze Bodenart im Regenwald. Das sind Böden, die durch menschlichen Einfluss und die Ablagerung von Holzkohle, Dung und Kompost vor hunderten von Jahren überaus fruchtbar wurden und bis heute sind – im Gegensatz zu den eher nährstoffarmen Böden des Regenwalds. „Die aktuellen Arbeiten stehen in direktem Zusammenhang mit unserem aktuellen Schwerpunkt, die Folgen des sich abzeichnenden Klimawandels auf heimische Ökosysteme zu untersuchen“, betont Prof. Müller vom Institut für Pflanzenökologie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). Er leitet das vom Land Hessen geförderte LOEWE-Exzellenzprogramm FACE2FACE, mit dem die Auswirkungen von erhöhten atmosphärischen CO2-Konzentrationen untersucht werden, wie sie in Mitteleuropa etwa Mitte des Jahrhunderts erwarten werden.
Quelle: JLU

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10. Nov 2015 · News · Politik

EU-Kommission benennt sieben Wissenschaftler als Berater

Sieben Forschende werden die EU-Kommission in Zukunft beraten. Das gab die Europäische Kommission heute bekannt. Die vier Männer und drei Frauen stemmen aus verschiedenen Forschungsdisziplinen. Das hatte die EU bereits im Frühjahr angekündigt (siehe Meldung vom 27.5.2015) nachdem sie der früheren Amtsinhaberin im Jahr zuvor gekündigt hatte (vgl. Meldung vom 14.11.2014). Neben dem hochrangigen Expertenteam vergibt die EU-Kommission Zuschüsse in Höhe von sechs Millionen Euro, um sich von Europäischen Akademien und wissenschaftlichen Gesellschaften bei der politischen Arbeit beraten zu lassen.
Quelle: EU-Kommission

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09. Nov 2015 · News · Ausbildung

Graduiertenkolleg Pflanzliche Gefahrenabwehr

Logo des neuen deutsch-kanadischen Graduiertenkollegs

Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bekannt gab, fördert sie an der Universität Göttingen künftig ein neues internationales Graduiertenkolleg in den Pflanzenwissenschaften. Das deutsch-kanadische Internationale Graduiertenkolleg „PRoTECT – Pflanzliche Gefahrenabwehr“ will die Mechanismen der pflanzlichen Immunität erforschen. Dazu sollen zum Beispiel Struktur und Biochemie von Zellwand und Kutikula oder Phloem- und Xylemzellen analysiert werden. Das interdisziplinär angelegte Kolleg – neben Botanik und Mikrobiologie, Zellbiologie und Genetik gehört auch die Chemie dazu – soll dabei nicht nur die Abwehrmechanismen der Pflanzen, sondern auch die Angreifer, also Pilze und Insekten, in die Betrachtung einbeziehen. Deutsche und kanadische Promovierende sollen in diesem Kolleg an sich ergänzenden Dissertationen arbeiten, die dann jeweils auch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus beiden Ländern gemeinsam betreut werden. Insgesamt 20 Promovierende erhalten damit eine strukturierte Ausbildung mit dem Forschungsschwerpunkt auf der pflanzlichen Immunabwehr. Sprecher ist Professor Dr. Ivo Feußner und die Sprecherhochschule die Georg-August-Universität Göttingen. Kooperationspartner wird die kanadische University of British Columbia.

Quellen: DFG

Uni Göttingen

09. Nov 2015 · News · Ausbildung

Graduiertenkolleg Waldbiodiversität

Einer der 16 soeben von der DFG bewilligten Graduiertenkollegs untersucht, wie wirksam Habitatbäume und Totholz, die besondere Lebensräume für Lebewesen bereitstellen, für die Strukturerhaltung und biologische Vielfalt in den Wäldern Mitteleuropas sind. Diese Frage steht im Zentrum des neuen Graduiertenkollegs „Erhaltung der Waldbiodiversität in vielfältig genutzten Landschaften Mitteleuropas (ConFoBi - Conservation of Forest Biodiversity in Multiple-Use Landscapes of Central Europe)“. Neben Studien zur Waldbiodiversität will das Kolleg in enger Kooperation mit dem Forst- und Naturschutzsektor evaluieren, wie Naturschutz effektiv mit der Waldnutzung kombiniert werden kann. Als Untersuchungsgebiet und Modell dient den Doktorandinnen und Doktoranden der Schwarzwald. Hier sollen auf 135 Flächen und insgesamt 25 km² alle Messungen durchgeführt werden. Sprecherin des Graduiertenkollegs ist Professorin Dr. Ilse Storch, die Sprecherhochschule die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Quellen: DFG

Uni Freiburg

09. Nov 2015 · News · Ausschreibung

Forschungspreis: TüftlerInnen für die Biotechnik der Zukunft gesucht

Forschende, die bereits heute an den biotechnologischen Verfahren von morgen arbeiten, können sich wieder um einen Preis bewerben, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgeschrieben hat. Den Preisträgern winken Fördermittel, mit denen sie bis zu fünf Jahre lang eine eigene Arbeitsgruppe finanzieren können. Der Forschungspreis ist Teil der Initiative „Nächste Generation biotechnologischer Verfahren – Biotechnologie 2020+“. Er richtet sich gleichermaßen an etablierte Forschende wie auch an Nachwuchskräfte, die bereits auf herausragenden Forschungsresultaten aufbauen können. Noch bis 31. Januar 2016 sind Bewerbungen möglich, berichtet das Portal Biotechnologie.
Quelle: Biotechnologie.de

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