11. Sep 2015 · News · Anwendung

Neuer Sensor misst Wassergehalt biologischer Bodenkrusten

Der neu entwickelte Bodenfeuchtesensor im Einsatz in einer durch Flechten dominierten Bodenkruste in der Sukkulentenkaroo, einer Halbwüste in Südafrika. Foto: Bettina Weber, MPI für Chemie

Biologische Bodenkrusten aus Flechten, Algen und Moosen fixieren große Mengen Kohlendioxid und Stickstoff und geben gleichzeitig bedeutende Mengen des Treibhausgases Lachgas ab (vgl. Meldung vom 8.7.2015). Um ihre Fixierungs- und Freisetzungsprozesse im Detail untersuchen und verstehen zu können, sind Informationen zur Bodenfeuchtigkeit von entscheidender Bedeutung. Bisher jedoch existierte kein Sensor, der den Wassergehalt in den obersten Millimetern des Bodens mit ausreichender Genauigkeit ermitteln kann. Diese Lücke schließt nun eine Neuentwicklung von Bettina Weber und Kollegen am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz, die sie in der Septemberausgabe des Journals Methods in Ecology and Evolution vorstellen. Sie schafften es, einen entsprechenden Bodenfeuchtesensor zu konstruieren, der verlässliche Daten liefert und darüber hinaus kostengünstig und flexibel in der Anwendung ist.
Quelle: MPI für Chemie

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11. Sep 2015 · News · Forschungsergebnis

Blaualge schützt vor Lippenherpes

Forschende haben die Wirksamkeit des Polysaccharides Calcium-Spirulan (Ca-SP) aus der Blaualge Spirulina platensis gegen das Herpes simplex-Virus Typ 1 (HSV-1) nachgewiesen. Eine Creme aus dem Algenextrakt und dem Polysaccharid schützt effektiv vor Lippenherpes, wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einer Beobachtungsstudie zeigen konnten. Das Polysaccharid Ca-SP ist auch gegen weitere Herpesviren wirksam. Die Ergebnisse sind nun im Journal of Allergy and Clinical Immunology erschienen. Beteiligt waren das Dermatologikum Hamburg, das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und das Heinrich-Pette-Institut (HPI).
mehr beim HPI

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11. Sep 2015 · News · Projekt

Video: Effizientere Photosynthese für höhere Ertäge in Nahrungspflanzen

Ein internationales Forschungskonsortium hat nun ein allgemeinverständliches Video ihres Projektes bei YouTube veröffentlicht. Es zeigt, an welcher Position die Forschung ansetzt, um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, und was es bringt, dazu die Photosynthese ins Visier zu nehmen. Die Forschenden des Konsortiums mit 18 Mitgliedern von Universitäten, Forschungsinstituten und Firmen wollen Pflanzen, die Photosynthese vom C3-Typ betreiben, zu C4-Typen weiterentwickeln. Es trägt den Projekttitel: „Converting C3 to C4 photosynthesis for sustainable agriculture” und wird von der EU gefördert.

Video bei YouTube

Details auf der Projekt-Website 3to4

10. Sep 2015 · News · Forschungsergebnis

Forschende präsentieren Prototypen eines künstlichen Blattes

Ein neu entwickeltes künstliches Blatt produziert aus Sonnenlicht und Wasser solaren Wasserstoff. Vergleichbar mit einem Teilprozess der natürlichen Photosynthese. Der kompakte Prototyp überzeugte das Portal Pflanzenforschung in puncto Stabilität, Effizienz und Sicherheit und stellt einen Meilenstein in der Entwicklung der solaren Wasserstofftechnologie dar.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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10. Sep 2015 · News · Ausbildung · Politik

"Biologie - Quo vadis? - Der neue "BildungVerhinderungsPlan in Baden-Württemberg"

Unter diesem Titel hat der Landesverband Baden-Württemberg des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) ein Positionspapier vorgelegt. Es ist das Ergebnis intensiver Recherche und intensiver Diskussion einer adhoc Arbeitsgruppe. Der Landesverband fordert in dem Papier die Beibehaltung des Faches Biologie in den Klassenstufen 5 und 6 sowie eine Erweiterung des Stundenumfangs des Faches Biologie in der Klassenstufe 10 auf 2 Stunden. Auch die DBG setzt sich für die Erhaltung des Faches Biologie ein (siehe Vier Thesen der DBG zum Ersetzen der Fächer Biologie, Chemie und Physik durch ein Fach „Naturphänomene und Technik“ vom 31.1.2014)
Quelle: VBIO

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09. Sep 2015 · News · Forschungsergebnis

Kakao-Flavanole wirken blutdrucksenkend und verbessern die Gefäßfunktion bei Gesunden

Zwei Studien in Age und dem British Journal of Nutrition (BJN) zeigen, dass Kakao-Flavanole die Herz- und Gefäßfunktion verbessern und die Beanspruchung des Herzens während des Alterungsprozesses verringert. Die Studien, an denen auch Forschende der Uniklinik Düsseldorf beteiligt waren, liefern damit neue Daten, die darauf hinweisen, dass die regelmäßige Aufnahme von Kakao-Flavanolen das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen senkt. Flavanole sind sekundäre Pflanzenstoffe der Kakaobohne, die zur Gruppe der Polyphenole gehören.
Quelle: Uni Düsseldorf

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09. Sep 2015 · News · Forschungsergebnis

Aquaporine sind die Schaltzentralen des hormonellen Wasserhaushalts

Ein Membranprotein aus der Gruppe der Aquaporine bildet nicht nur Transportkanäle für Wasser, sondern greift aktiv in die Regulierung beim Öffnen und Schließen der Spaltöffnungen ein. Damit übernehmen die Aquaporine wichtige Aufgaben bei der Regulierung des Wasserhaushalts von Pflanzen, haben französische Forschende herausgefunden. Die Komplexität der Regulation durch Aquaporine wurde bisher unterschätzt, berichtet das Portal Pflanzenforschung über die im Fachjournal The Plant Cell erschienene Studie.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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09. Sep 2015 · News · Veranstaltung

PhD School Plant Development

Die mittlerweile 8. Internationale Doktoranden-Schule zur Entwicklung von Pflanzen findet vom 7. bis 9. Oktober in Retzbach (Benediktushöhe) nahe Würzburg statt. Die DBG fördert die Teilnahme der Nachwuchsforscher, die dort zusammenkommen, um sich über das Fachgebiet und Karrieretipps zu informieren und auszutauschen.
Quelle: Website der Veranstaltung

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08. Sep 2015 · News · Forschungsergebnis

Was den Golgi im Innersten zusammenhält

Wie ein Reißverschluss halten Linkerproteine (farbig dargestellt) die Zisternen des Golgi-Apparates zusammen. Bild: Sahradha Albert, Copyright: MPI für Biochemie

Der Golgi-Apparat dient der Zelle als molekulare Poststelle und sendet unzähligen Proteine an die jeweiligen Wirkungsorte. Um Proteine korrekt markieren und sortieren zu können, hat der Golgi einen ganz spezifischen Aufbau, der an einen Stapel Pfannkuchen erinnert. Forschende am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München haben jetzt neue Strukturen in diesen Zisternen entdeckt. Mit ihrer neuen Methode der situ Kryo-Elektronentomografie zeigten sie in der Alge Chlamydomonas, dass die Zisternen durch Linkerproteine zusammengehalten werden. Sie publizierten ihre Ergebnisse im amerikanischen Fachjournal PNAS.
Quelle: MPI f. Biochemie

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08. Sep 2015 · News · Tagungsbericht

Nachwachsende Gräser und Bäume sollen Erdöl, Kohle und Mais ersetzen

Mehrjährige Pflanzen haben großes Potenzial, den wachsenden Bedarf an nachhaltig produzierter Biomasse in der wachsenden Bioökonomie zu decken. Das ist ein Ergebnis der Perennial Biomass Crops Conference 2015, die vom 7. bis 10. September an der Universität Hohenheim stattfindet. Wissenschaftler und Landwirte sehen in den mehrjährigen Pflanzen jedoch nicht nur eine alternative Ressource zu Erdöl, sondern eine Möglichkeit, versalzene und seit Jahren ungenutzte Böden auf der ganzen Welt sinnvoll zu nutzen und langfristig für die Nahrungsproduktion wieder fit zu machen. Die Produktion dieser alternativen Rohstoffe, die nicht in Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion stehen, sollte daher unterstützt und ausgeweitet werden. Sie appellieren an die Politik, die richtigen Anreize zur Unterstützung des Anbaus mehrjähriger Pflanzen zu setzen.
Quelle: Uni Hohenheim

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07. Sep 2015 · News · Veranstaltung

Blühzeitpunkt: Tagesrhythmen, Gene und Anpassungen in Nutzpflanzen

Zum Workshop "Circadian rhythms, flowering time genes and crop plant adaptation" lädt das Schwerpunktprogramm (SSP) "Flowering time control: from natural variation to crop improvement" vom 20. bis 22. Januar 2015 nach Berlin. Interessenten - auch Nichtmitglieder des SSP sowie ausdrücklich auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler - können sich bis 15. Januar registrieren. Abstracts sind bis 11. Dezember erwünscht.

Details: geladene Redner siehe Flyer (pdf)

und auf der Website

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