01. Aug 2015 · News · Politik

Wenig Geld für Pflanzenforschung in den USA

Dieses Jahr wird amerikanischen Forschern weniger als die Hälfte der empfohlenen Mittel für Agrar- und Lebensmittelforschung bereitgestellt, klagt der Präsident der American Society of Plant Biologists (ASPB), Julian Schroeder. Im Blog der Gesellschaft fordert er daher die Mitglieder auf, sich mehr für die Finanzierung von Forschungsprojekten in den Pflanzen- und Agrarwissenschaften einzusetzen und dazu mit anderen Gesellschaften zu kooperieren, um den weltweiten Herausforderungen begegnen zu können. Quelle: ASPB

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30. Jul 2015 · News · Forschungsergebnis

Die Entdeckung cyanatfressender Mikroben

Cyanat-abbauendes Konsortium aus Ammoniak- (rot) und Nitrit-oxidierenden Mikroben (grün). Die Mikrobengruppen wurden mit Hilfe der Fluoreszenz-In-Situ-Hybridisierung spezifisch angefärbt. Foto und Copyright: Michael Wagner

Die Aktivität Ammoniak- und Nitrit-oxidierender Mikroben ist für den globalen Stickstoffkreislauf und damit für das Leben auf unserer Erde von wesentlicher Bedeutung. In einer im Fachjournal Nature erschienenen Arbeit berichten Forschende um Michael Wagner vom Department für Mikrobiologie und Ökosystemforschung der Universität Wien, dass diese Mikroben als erste bekannte Lebewesen überhaupt auch ausschließlich von Cyanat als Energiequelle leben können und manche sich dazu sogar gegenseitig füttern. Somit wurden ein neuer Umweltfaktor und ein neues Interaktionsmuster entdeckt, welche für die Verbreitung und Aktivität dieser Mikroorganismen eine wichtige Rolle spielen könnten. Cyanat ist ein aus drei Atomen (Sauerstoff, Stickstoff und Kohlenstoff) bestehendes kleines Molekül, das in der Umwelt aus Harnstoff und durch den Abbau von Blausäure entsteht, die viele Pflanzen als Fraßschutz bilden.
Quelle: Uni Wien

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30. Jul 2015 · News · Politik

WissZeitVG: Wanka-Papier wird Referentenentwurf

Anfang Juli hatte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) noch Verwirrung gestiftet: Auf einer Pressekonferenz verteilte sie einen Gesetzentwurf zur Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG), ihr Haus, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), tat sich mit dem Papier schwer. Auf Anfrage teilte das Ministerium der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) schließlich mit, dass es sich bei dem Papier „nicht um einen Referentenentwurf für ein entsprechendes Änderungsgesetz“ handele, sondern um „Vorschläge der Ministerin“. Mit dieser Kommunikationspolitik hat das BMBF für einiges Kopfschütteln gesorgt, berichtet die GEW und stellt auf ihrer Website die Pläne einander gegenüber.
Quelle: GEW

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29. Jul 2015 · News · WissKomm

Bürgermeinung zur Grünen Gentechnik und andern Technologien gespalten

Wie sehr vertrauen Sie den Aussagen von Wissenschaftlern zu folgenden Themen? Zum Vergrößern bitte anklicken. Quelle: WID

Wie beurteilen Bürger die Entwicklung nutzenversprechender Technologien, die ein Risiko bergen können? Im Wissenschaftsbarometer 2015 wägen die Befragten ab: Ein Drittel spricht sich für den Stopp solcher Technologien aus, ein Drittel plädiert für eine Fortführung der Entwicklung, der Rest ist unentschieden. Neben dem Interesse an wissenschaftlichen Themen wurde auch das Vertrauen der Bürger in die Aussagen von Wissenschaftlern erfasst. Zwischen Klimawandel, Erneuerbaren Energien, der Entstehung des Universums oder Grüner Gentechnik gibt es aber große Unterschiede: Das Vertrauen der Bürger in die Aussagen von Wissenschaftlern ist wie 2014 beim Thema Erneuerbare Energien mit 52 Prozent (2014: 44 Prozent) am größten, beim Thema Grüne Gentechnik mit 18 Prozent (2014: 16 Prozent) am geringsten. Die Ergebnisse des Wissenschaftsbarometers 2015 basieren auf 1004 Telefoninterviews (Festnetz), die vom 30. Juni bis 4. Juli 2015 im Rahmen einer Mehrthemenumfrage von TNS Emnid im Auftrag von Wissenschaft im Dialog (WID) geführt wurden.

Übersicht bei WID

Details beim WID

29. Jul 2015 · News · Meinung

Selbsttäuschung beim Thema Gentechnik

Unter dem Titel "Keine Vernunft. Nirgends" thematisiert ein Essay von Ralph Bock, geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie, im Laborjournal die Widersprüche, Selbsttäuschung und Scheinheiligkeit von Politikern und Öffentlichkeit bei der Diskussion über Gentechnik in Deutschland. Er bemängelt die derzeitige Rechtsprechung, welche Produkte trotz gentechnisch hergestellter Anteile als gentechnikfrei gekennzeichnet werden dürfen, er skizziert, was der Import gentechnisch veränderter Sojabohnen bedeutet, er nennt, wer sich über Forschungsergebnisse hinwegsetzt, und er zeigt auf, was ein gentechnikfreies Deutschland tatsächlich bedeuten würde. Quelle: Laborjournal

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29. Jul 2015 · News · Teaching Tool

Kannenpflanze als schwebendes Fledermaushotel

Dass die Kannenpflanze Nepenthes hemsleyana Fledermäuse anlockt, um ihnen ihre Kanne als eine Art Schlafsack anzubieten und um im Gegenzug den Kot der Tiere als extra Nährstoff-Kick zu erhalten, haben Forschende bereits am 10.7 vorgestellt. Das Portal Pflanzenforschung hat nun einen Video veröffentlicht, das zeigt, wie flugs die Tiere in die Kannen kriechen, und wie zielstrebig sie diese finden, dank der Echo-Reflektoren der Pflanzen.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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28. Jul 2015 · News · Veranstaltung

First International Symposium on Impatiens Research

Am 10. und 11. September wird das erste Internationale Symposium über Springkräuter (Impatiens) am Bonner Nees-Institut für Biodiversität der Pflanzen (NEES) der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität stattfinden. Dabei sollen die Forschungsarbeiten koordiniert, Kooperationen auf- und ausgebaut und die neuesten Forschungsergebnisse geteilt werden. Schwerpunkte der Tagung sind

  • Taxonomie
  • Systematik
  • Biogeographie
  • Ökologie
  • Phytochemie

Quelle: Nees-Institut

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27. Jul 2015 · News · Forschungsergebnis

Was die Artenvielfalt der Wälder im Wandel beeinflusst

Erlenbruchwald mit dichter Krautschicht. Foto: Markus Bernhardt-Römermann, FSU

Ein internationales Team, an dem auch Ökologen der Universität Jena (FSU) beteiligt waren, hat eine detaillierte Biodiversitätsanalyse für gemäßigte Wälder in Europa im Fachjournal Global Change Biology vorgelegt. Demnach hat sich im Mittel die Pflanzenvielfalt in der Krautschicht der Wälder in den zurückliegenden Jahrzehnten nicht verändert. Dieses zunächst überraschende Ergebnis bedeute allerdings nicht, dass in Sachen Biodiversität alles zum Besten stehe, machen die Ökologen deutlich. Denn auf lokaler Ebene können die Veränderungen der Artenvielfalt in den Wäldern durch Klimawandel, Umweltverschmutzung oder unkontrollierten Holzeinschlag durchaus gravierend sein. So gibt es Regionen, in denen die Artenvielfalt in den vergangenen Jahren deutlich gesunken ist, während sie in anderen Regionen aber zugenommen habe. Das meldet die Uni Jena beim Informationsdienst Wissenschaft (idw). Quelle: idw

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27. Jul 2015 · News · Forschungsergebnis

Abholzung von Tropenwäldern setzt große Kohlenstoffmengen frei

Abenddämmerung in einer abgeholzten Landschaft in der Provinz Jambi auf Sumatra, Indonesien. Foto: Uni Göttingen

Bei der Abholzung von natürlichen Tropenwäldern und der Umwandlung des Landes in Palmöl-, Kautschuk- oder Kakaoplantagen werden große Mengen von Kohlenstoff in die Atmosphäre freigesetzt. Wissenschaftler der Universität Göttingen haben nachgewiesen, dass die Kohlenstoffvorräte im Boden bei einer derart veränderten Landnutzung um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Sie fordern deshalb eine Anpassung der Kohlenstoff-Bilanzierungsrichtlinien des Weltklimarates sowie der Landnutzungsrichtlinien in den betroffenen tropischen Ländern. Die Ergebnisse der Studie sind im Fachjournal PNAS erschienen.
Quelle: Uni Göttingen

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27. Jul 2015 · News · Anwendung

Roboter für die Rebenzüchtung

Der „PHENObot“ ist ein Phänotypisierungsroboter, der automatisiert die äußerlichen Merkmale von Weinreben an den Rebstöcken im Freiland erfassen kann. Den technischen Helfer im Weinberg stellt das Portal Pflanzenforschung vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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27. Jul 2015 · News · Forschungsergebnis

Globale Weizen Initiative stellt auf G20-Meeting Strategische Forschungsagenda vor

Die „Weizen Initiative“, die 2011 durch die G20-Agrarminister ins Leben gerufen wurde, gibt in einer englischsprachigen Presseinformation die Veröffentlichung ihrer Strategischen Forschungsagenda bekannt. Die Agenda wurde heute auf dem G20-Gipfel der Agrarforscher in der Türkei öffentlich vorgestellt. Die Wheat Initiative ist ein Netzwerk, in dem 16 Länder, 9 private Züchtungsunternehmen sowie zwei internationale Zentren vertreten sind. Sie verfolgt das Ziel, der zur Ernährungssicherung der steigenden Weltbevölkerung zwingend notwendigen Steigerung der Weizenerträge durch die internationale Koordination der Forschungsaktivitäten sowie durch die Bündelung und verbesserte Nutzung vorhandener Ressourcen und die Abstimmung nationaler und internationaler Aktivitäten zu begegnen. Darüber berichtet das Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI). Quelle: JKI

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