05. Jun 2015 · News · Forschungsergebnis

Klimawandel lässt Tee fad schmecken

Der Klimawandel bedroht nicht nur die Erträge von Nutzpflanzen, sondern durch die Veränderung der Inhaltsstoffe auch deren Qualität. Ein internationales Forscherteam untersuchte diesen Zusammenhang am Beispiel von Teesträuchern und publizierte seine Ergebnisse im Fachjournal Science. Im Fokus stand der wohl teuerste Tee der Welt: Pu-Erh, wie das Portal Pflanzenforschung über die Studie berichtet.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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05. Jun 2015 · News · Politik

Weiterhin Koalitionsdifferenzen wegen gv-Organismen

Die Differenzen zwischen den drei die Regierung bildenden Parteien halten an. In der Süddeutschen Zeitung (SZ) beharrte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) auf einer nationalen Regelung zum Verbot von Gentechnik in der Landwirtschaft, weil die Menschen gegen "Agrogentechnik" seien, während Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) eine Regelung auf Länderebene vorzieht, weil er sie für rechtlich sicherer hält. Schmidt ist der Meinung, dass Niemand in Deutschland gentechnisch veränderte Pflanzen auf den Äckern sehen möchte, wie der Tagesspiegel berichtet. Der Tageszeitung zufolge soll ein Gesetzesentwurf die Einrichtung einer Prüfergruppe und direkte Verbote im Einzelfall vorsehen. Mehrere Wissenschaftsorganisationen hatten sich im März ebenfalls für Regelungen auf Länderebene ausgesprochen. Erst vor kurzem hatte sich Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) für die Grüne Gentechnik stark gemacht (vgl. Meldung vom 27.5.2015).

mehr bei der SZ

mehr beim Tagesspiegel

04. Jun 2015 · News · Forschungsergebnis

Mindestens 40.000 Baumarten in den Tropenwäldern

Flussufer im brasilianischen Regenwald. Bild: Michael Welling, MPI f. Chemie

In einem Großprojekt haben Forscher aus 43 Ländern die Zahl der tropischen und subtropischen Baumarten ermittelt. Aufgrund von Kartierungen und Hochrechnungen schätzen sie, dass es weltweit zwischen 40.000 und 53.000 Baumarten gibt. An der nun im Fachjournal PNAS veröffentlichten Studie war auch Florian Wittmann vom Max-Planck-Institut für Chemie beteiligt. Wittmann forscht seit Jahren in Manaus in Brasilien. Der Baumexperte ist besonders vom Artenreichtum der indopazifischen Region überrascht. Denn im Gegensatz zu bisherigen Annahmen stellten die Wissenschaftler nun fest, dass die indopazifische Region mit 19.000 bis 25.000 Arten ebenso artenreich ist wie die mittel- und südamerikanischen Wälder. Ebenfalls zur Studie, an der sich mehr als 170 Forscherinnen und Forschern beteiligt hatten, trugen Dr. Christine B. Schmitt und Dr. Juan C. Montero, von der Uni Freiburg bei. Sie lieferten Daten aus Vegetationsuntersuchungen von Wäldern in Äthiopien, Brasilien und Bolivien. Die Meldung der Uni Freiburg enthält auch einen Link zur Original-Veröffentlichung.

mehr beim MPI f. Chemie

mehr bei der Uni Freiburg

04. Jun 2015 · News · Forschungsergebnis

Bt-Toxin aus Mais dient Mikroorganismen als Nahrung

Boden eines Maisfeldes. Foto: Thünen-Institut

Beim Anbau von BT-Mais gelangt das BT-Toxin Cry1Ab in den Boden. Für eine Umweltrisiko-Analyse wurde nun getestet, was anschließend mit dem Protein, das die Pflanze vor einen Befall durch Maiszünsler schützt, geschieht. Dabei zeigte sich, dass das bakterielle Protein Cry1Ab zunächst an Bodenbestandteile, vor allem an Tonpartikel bindet, und von dort aus langsam in die wässrige Bodenphase abgegeben wird. Sobald die Proteine im Bodenwasser auftauchen, werden sie von den dort lebenden Bodenmikroorganismen mit sehr hoher Effizienz abgebaut: Die Mikroorganismen nutzen das Protein als Nahrungsquelle, genau so, wie sie es mit den vielen anderen natürlichen Proteinen tun, die von Pflanzen in den Boden abgebeben werden. Die Bindung des Cry1Ab an die Bodenbestandteile verlangsamt den Abbau, doch der Hunger der Bodenmikroorganismen sorgt dafür, dass die wassergelöst verfügbare Cry1Ab-Konzentration extrem niedrig bleibt. Damit ist eine Weiterverbreitung des Cry1Ab durch Regenwasser bis in unser Trinkwasser extrem unwahrscheinlich, schreiben die Forschenden des Johann Heinrich von Thünen-Instituts im Fachjournal Applied Microbiology and Biotechnology.

Quelle: Thünen-Institut

vgl. auch Artikel bei Pflanzenforschung.de

04. Jun 2015 · News · Forschungsergebnis

Raupenfraß bringt Blätter zum Leuchten

Die Abbildung zeigt die über 30 Minuten akkumulierte Lichtmenge, die die veränderten Calciumkonzen-trationen repräsentiert. Diese werden über einen Farbcode (blau= niedrig, rot=hoch) dargestellt. Aufnahme: MPI f. chem. Ökologie

Forschende machen in Pflanzen den Prozess der Reizweiterleitung sichtbar, der durch Verwundung ausgelöst wird und letztendlich die Abwehrreaktion gegen Fraßschädlinge steuert. Wesentliche Botenstoffe für die Verarbeitung von Verwundungsreizen innerhalb pflanzlicher Zellen sind Calciumionen. Forschenden des Max-Planck-Instituts (MPI) für chemische Ökologie in Jena und des Instituts für Agrar- und Ernährungswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle ist es jetzt gelungen, die unmittelbaren Reaktionen von Pflanzen auf Verwundungen oder Raupenfraß sichtbar zu machen. Dafür verwendeten sie Pflanzen der Art Arabidopsis thaliana (Ackerschmalwand), die ein spezielles Protein bilden, das nach Bindung von Calciumionen zerfällt und freiwerdende Energie als Licht abstrahlen kann. Die Lichtmenge gibt dabei die Calciumkonzentrationen in den Zellen der jeweiligen Bereiche der Blätter wider, beschreiben die Forschenden im Fachmagazin New Phytologist. Mit Hilfe einer hochempfindlichen Kameratechnik konnte der Calciumstrom in der Pflanze visuell verfolgt werden. So wurde deutlich, dass Calciumsignale systemisch auftreten und innerhalb kurzer Zeit von befallenen zu benachbarten Blättern wandern und schließlich die ganze Pflanze in Abwehrbereitschaft versetzen.
Quelle: MPI f. chem. Ökologie

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03. Jun 2015 · News · Forschungsergebnis

Natürliche Punktmutation ebnete den Weg zu Riesentomaten

Warum Zucht-Tomaten wie etwa Ochsenherztomaten viel größer als der Wildtyp wurden, haben Forschende im Fachmagazin Nature Genetcis dargelegt: Durch eine natürliche Punktmutation wird ein wichtiges Enzym für die Stammzellenproduktion, die Arabinosyl-Transferase, in punkto Aufbau und Funktion gestört. Die Folge: eine Stammzellenüberproduktion im Meristem und Tomaten in Übergröße. Über die Studie berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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03. Jun 2015 · News · Projekt

Aufbau genetischer Erhaltungsgebiete für Wildsellerie in Deutschland

Das Julius Kühn-Institut (JKI) koordiniert neues Projekt zur Erhaltung von Wildselleriearten (Apium und Helosciadium) in ausgewiesenen Gebieten als Bestandteil eines Netzwerkes genetischer Erhaltungsgebiete in Deutschland (GE-Sell). Das neue Modell- und Demonstrationsvorhaben wird vom JKI, hier vom Institut für Züchtungsforschung an landwirtschaftlichen Kulturen, koordiniert und in Zusammenarbeit mit dem Botanischen Garten der Universität Osnabrück sowie der Humboldt-Universität zu Berlin durchgeführt.
Quelle: JKI

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03. Jun 2015 · News · Politik

Bundesamt: Mit neuem Verfahren gezüchteter Raps ist keine Gentechnik

Es bleibt dabei: Ein mit einem neuen Verfahren gezüchteter Raps ist nicht als gentechnisch veränderter Organismus anzusehen. Er fällt damit nicht unter die strengen Bestimmungen des Gentechnik-Gesetzes. Das zuständige Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat den Widerspruch mehrerer Umwelt- und Ökoverbände gegen den im März erteilten Bescheid zurückgewiesen. Darin wird der von dem kalifornischen Unternehmen Cibus entwickelte Raps, der mittels der relativ neuen Oligeonukleotid-gesteuerten Mutagenese (OgM/OdM) hergestellt wurde, als Mutationszüchtung eingestuft, die im Gentechnik-Gesetz ausdrücklich ausgenommen ist. Die Verbände halten ihn dagegen für "Gentechnik durch die Hintertür". Über die Debatte berichtet das Portal Transgen.
Quelle: Transgen

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02. Jun 2015 · News

Richtlinien zu Forschungsdaten in der Biodiversitätsforschung

Die Möglichkeiten, einmal gewonnene Forschungsdaten auch nach Abschluss eines Forschungsprojekts für Sekundäranalysen nutzen zu können, spielt für immer mehr Forschungsbereiche eine wachsende Rolle. In Forschungsanträgen und Verbundprojekten, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert werden, wird aus diesem Grund seit 2010 eine Beschreibung des geplanten Umgangs mit den entstehenden Forschungsdaten erwartet. Gleichzeitig fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft den Auf- und Ausbau von Infrastrukturen für Forschungsdaten, um bestehende Lücken schließen zu können. Darauf machte der größte Forschungsförderer in Deutschland heute aufmerksam.
Quelle: DFG

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02. Jun 2015 · News · Förderung

Evaluierung des Neonicotinoid-Verbotes: EU-Kommission bittet um Projekte

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA (European Food Safety Authority) ruft im Namen der EU-Kommission nationale Behörden, Forschungsinstitute, die Industrie oder andere Interessenten dazu auf, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Wirkung der Neonicotinoide Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid auf Honigbienen, Hummeln und Wildbienen durch Kontakt mit behandelten Samen oder Granulat vorzulegen. Das meldet das Netzwerkforum zur Biodiversitätsforschung in Deutschland (NeFo) auf seiner Website Biodiversity.
Quelle: Biodiversity

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01. Jun 2015 · News · Politik

Bundestag behandelt noch im Juni das Anbauverbot von Genpflanzen

Der Opt-out-Mechanismus, der den Mitgliedstaaten der Europäischen Union unter bestimmten Voraussetzungen den Erlass nationaler Anbauverbote für Gentechnik-Pflanzen ermöglicht, ist am Mittwoch, dem 17. Juni 2015, ab 11 Uhr Thema eines öffentlichen Fachgespräches im Umweltausschuss.
Quelle: Bundestag

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