15. Feb 2015 · News

Geschickt geschnippelt beim Brötchenbacken

„Mit CRISPR wird die Genomchirurgie so einfach wie das Brötchenbacken“ sagte Bernd Müller-Röber als er den dritten Gentechnologie-Bericht der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften vorstellte. Das sei so simpel, dass es jedes Labor könne, zitiert Journalist Sascha Karberg den Forscher in der Zeitung Tagesspiegel und gibt einen Überblick, was die neue Technik möglich macht und wo sie dem Gesetzgeber noch Zähneknirschen verursachen wird.

Quelle: Tagesspiegel

s. a. Kommentar vom 19.2.2015 im Tagesspiegel

13. Feb 2015 · News

Wohin eine Promotion in den Pflanzenwissen-schaften führt

Die in der ASPB (American Society of Plant Biologists) organisierten Forschenden suchen in einer Umfrage Antworten auf die Frage, wohin ein Doktortitel in den Pflanzenwissenschaften führt. Die ASPB vermutet, dass die Mehrheit der Promovierten hinterher nicht als Wissenschaftler an einer Hochschule lehren und arbeiten wird. Erhärtet wird dieser Verdacht, da die amerikanischen Zellbiologen nach Angaben der American Society of Cell Biologists (ASCB) in einer Umfrage herausfanden, dass nur 8 % ihrer Promovierten tatsächlich eine Dauerstelle an einer Fakultät erhält. Um in Zukunft mit konkreten Zahlen argumentieren zu können, läuft die Umfrage der Pflanzenwissenschaftler noch bis 16. März für die sie um Teilnehmer wirbt.

Quelle: ASPB (inkl. Ergebnisgrafik der ASCB)

direkt zur Umfrage

13. Feb 2015 · News

„Pflanzenerfinder“ wünschten sich ganz besondere Blumen

Heute hat das Portal Pflanzenwissenschaften die 25 Gewinner ihres Kinder-Mitmach-Wettbewerbs “Die Pflanzenerfinder” bekannt gegeben, der bis zum 31. Januar 2015 lief. Die Kinder im Alter von 5-12 Jahren malten oder bastelten Wunschpflanzen: Viele Kinder wünschten sich Pflanzen, die sie unterhalten, etwa mit Musik, Konfetti oder einem Regenbogen. Einige Pflanzen konnten reden, laufen oder sogar tanzen. Es gab soziale Wunschpflanzen, die beispielsweise einen Streit schlichten können, Sorgen fressen oder gute Laune machen. Andere Kinder sahen die Zukunft der Pflanzen darin, Produkte herzustellen, die wir nötig haben. Die Pflanzen liefern beispielsweise Wasser oder Strom. Ob Süßigkeiten-Produzent, Verteidigungspflanze oder Spielzeug – die meist als Blumen gestalteten Pflanzen hatten allesamt interessante Eigenschaften.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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12. Feb 2015 · News · Publikation

Dritter Gentechnologie-bericht. Analyse einer Hochtechnologie

„Anbauverbot für Gen-Mais“, „Drei-Eltern-Baby“ oder „pränataler Bluttest auf Trisomie 21“ –Gentechnologien sind in den Schlagzeilen. Ihr rasant wachsendes methodisches Repertoire und ihre Relevanz für die unterschiedlichsten Lebensbereiche macht eine konsequente Auseinandersetzung mit den Folgen einer möglichen Anwendung unerlässlich. Vor diesem Hintergrund bewertet die interdisziplinäre Arbeitsgruppe Gentechnologiebericht der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) die unterschiedlichen Anwendungen und Entwicklungen dieser Hochtechnologie in Deutschland und veröffentlicht aktuell ihren „Dritten Gentechnologiebericht“. Ihr Anliegen ist es, die gesellschaftspolitischen Konsequenzen auszuleuchten und den Diskurs in Deutschland für eine sachliche öffentliche Debatte zu kartieren. Einer der sechs Artikel beleuchtet den Gentechnologieeinsatz in Pflanzenzüchtung und Agrarwirtschaft. Der Dritte Gentechnologiebericht, herausgegeben von Bernd Müller-Röber et al., ist für 82 Euro über den Nomos Verlag zu beziehen. Eine Kurzfassung in deutscher und englischer Sprache mit Kernaussagen und Handlungsempfehlungen ist kostenlos als pdf-Dokument erhältlich.

Quelle: BBAW

Kurzfassung (pdf)

12. Feb 2015 · News · Veranstaltung

Pflanzen unter Stress

Stressreaktionen von Pflanzen, Pilzen und Bakterien sind Thema einer Tagung vom 18. bis 20. Februar 2015 der Freien Universität Berlin. Veranstaltet wird sie vom Sonderforschungsbereich (SFB) 973 "Organismische Reaktionen auf Stress: Prägung und Erinnerung". Renommierte Expertinnen und Experten aus Europa, den USA sowie Mexiko erörtern, mit welchen Strategien Pflanzen und andere Lebensformen mit Stressfaktoren wie Hitze, Trockenheit, Kälte, Pathogenen sowie Insektenbefall umgehen.
Quelle: FU Berlin

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12. Feb 2015 · News · Politik

Leitartikler fordert Sachlichkeit statt Panikmache

Weil eine sachliche Diskussion über das Thema Gentechnik in Nahrungs- und Futtermitteln unmöglich geworden ist, räumt Politikredakteur Sebastian Kaiser im Leitartikel der Badischen Zeitung mit Vorurteilen auf. Rational ließe sich nicht erklären, woher die Paranoia vor der Gentechnik eigentlich komme, zumal keine Studie gezeigt habe, dass das Essen gentechnisch veränderter Nutzpflanzen als gesundheitsgefährdend einstuft wurde. Auch wenn gentechnisch veränderte Pflanzen kein Allheilmittel für alle Probleme sein können, seien jetzt Umweltverbände gefordert, sich für die Grüne Gentechnik einzusetzen.
Quelle: Badische Zeitung

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12. Feb 2015 · News

Arbeit der Forscher wird unterminiert

Die Wissenschaftsfeindlichkeit beeinträchtigt massiv das Streben der Forscher, das Leben der Menschen zu verbessern. Die Kluft zwischen wissenschaftlicher und öffentlicher Meinung werde immer größer, befürchtet Alan Leshner, Präsident der größten wissenschaftlichen Gesellschaft, der American Association for the Advancement of Science (AAAS), in einem Artikel im britischen Guardian. Er beobachte diese Kluft vor allem bei den Themen genetisch modifizierter Organismen, Impfungen, in Konfrontationen zwischen Wissenschaftlern und Kreationisten und bei Angriffen auf Erforscher des Klimawandels. Nach seiner Meinung resultiert dies vor allem aus drei Strömungen: den schnellen Fortschritten der Wissenschaft in den Bereichen Stammzellen, Genetik oder Evolution, die vielfach Glaubens- sowie ethische Fragen berühren. Zweitens falle es immer mehr Menschen schwer, mit dem rasanten Erkenntnisgewinn überhaupt mitzuhalten. Und Drittens mit der breiteren Öffentlichkeit, in der inzwischen über wissenschaftliches Fehlverhalten diskutiert werde. Er appelliert daher an die Forschergemeinde, dass sie ihre Arbeit und ihr Wirken stets gut erklären sollten, um die Kluft zu überwinden.
Quelle: Guardian

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11. Feb 2015 · News · Veranstaltung

Biopatente: Saatgut als Ware und als öffentliches Gut

Am 2. und 3. März 2015 findet in der Evangelischen Akademie Tutzing am Starnberger See eine Tagung zum Thema „Biopatente“ statt. Zwei halbe Tage werden anerkannte Expertinnen und Experten Patente auf Saatgut aus verschiedenen disziplinären Perspektiven diskutieren. Ist das Patentwesen ein geeignetes Instrument, um Innovationen zu fördern und den Herausforderungen der Pflanzenzüchtung zu begegnen? Oder hemmt es Entwicklungen und fördert es Ungerechtigkeiten? Darüber informiert das Portal Pflanzen.Forschung.Ethik., das sich der Förderung der ethischen Diskussion über Pflanzenforschung verschrieben hat.
Quelle: Pflanzen.Forschung.Ethik.de

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10. Feb 2015 · News · Forschungsergebnis

Bakteriengemeinschaften auf Flechten entschlüsselt

Flechten sind robuste symbiotische Gemeinschaften von Algen und Pilzen. Bakterien spielen in diesem komplexen System eine wichtige Rolle, nur welche, war der Wissenschaft bislang nicht klar. Nun haben Forschende der Universität Graz und der TU Graz in Kooperation mit der Universität Greifswald versucht, die bakterielle Besiedelung auf Flechten besser zu verstehen. Dazu haben sie das Metagenom sowie das Metaproteom analysiert und die Daten miteinander verglichen. „Wir haben nun Belege dafür, dass Bakterien dieses ausgeklügelte System ,Flechte‘ unterstützen,“ sagt Ao.Univ.-Prof. Dr. Martin Grube. Sie fördern zum Beispiel das Wachstum der Flechten. Die Ergebnisse dieser im Rahmen eines FWF-DACH-Projekts durchgeführten Entschlüsselungsarbeit hat das Forscherteam nun in einem sog. featured article des ISME Journals publiziert.
Quelle: Uni Graz

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09. Feb 2015 · News · Forschungsergebnis

Gen für die Berührungsreaktionen von Pflanzen entdeckt

Die Mutanten haben das Gen AtGA2ox7 verloren und reagieren deshalb nicht mehr mit geringerem Wachstum auf Berührungen (v.l.n.r: Wildtyp, Wildtyp, Mutante, Mutante). Foto: Theo Lange, TU Braunschweig

Pflanzen zu drücken oder zu streicheln ist eine jahrhundertealte Methode im japanischen Landbau. Die mechanische Stressbehandlung erhöht die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen, steigert ihren Ertrag, führt aber auch zu gedrungenem Wachstum und verzögertem Blühen. Verantwortlich dafür ist ein Gen, das nun Dr. Maria Pimenta Lange und Prof. Theo Lange vom Institut für Pflanzenbiologie der Technischen Universität Braunschweig entdeckten. Wie sie heute im Fachjournal Nature Plants beschreiben kodiert das Gen „AtGA2ox7“ ein Protein, das für den Abbau der Gibberelline zuständig ist. Ohne dieses Gen reagiere die Pflanze auf den Berührungsreiz nicht mehr mit morphologischen Veränderungen und wachse wie eine unbeeinflusste Vergleichspflanze.
Quelle: TU Braunschweig

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09. Feb 2015 · News · Forschungsergebnis

Silibinin - Pflanzlicher Wirkstoff gegen Hirntumore

Die Behandlung mit Silibinin aus dem Samen der Mariendistel könnte für Patienten mit Morbus Cushing eines Tages eine Alternative zu einer Operation sein. Foto: Curtis Clark, Wikipedia (CC BY-SA 2.5)

Silibinin aus der Mariendistel hat sich als neue, nicht-invasive Behandlungsstrategie gegen Morbus Cushing erwiesen. Forschende um den Endokrinologen Günter Stalla am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München haben jetzt einen pflanzlichen Wirkstoff entdeckt, der in der Zellkultur, in Tiermodellen und in menschlichem Tumorgewebe bei der Behandlung von Morbus Cushing erfolgreich ist. Morbus Cushing, nicht zu verwechseln mit dem Cushing-Syndrom, wird durch einen Tumor in der Hirnanhangdrüse verursacht, der zu hohen Ausschüttungen des Stresshormons Adrenocorticotropin führt. Die Forschenden veröffentlichten ihre Ergebnisse in der heutigen Ausgabe des Fachjournals Nature Medicine.
Quelle: MPG

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09. Feb 2015 · News

Pflanzenwissenschaften in China

Das Sonderheft von Cell mit dem Titel „Spotlight on China“ handelt dieses Jahr von Pflanzenwissenschaften. Es thematisiert Salztoleranz, Nutzpflanzenerträge, Anpassungen an toxische Umwelten und all die Herausforderungen, denen Landwirte begegnen, die Ertrag und Nahrungsmittelsicherheit unter einen Hut bringen müssen. China hat sich zu einer führenden Nation sowohl der Grundlagenforschung als auch der angewandten Agrowissenschaften gemausert, schreibt das Fachjournal auf seiner Website, über die man das Heft kostenfrei herunterladen kann.
Quelle: Cell

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09. Feb 2015 · News

Rhizobium - Kein Gemüse ohne Bakterien

Rhizobien in der Wurzel von Schneckenklee (Medicago truncatula) vier Wochen nach Infektion mit Sinorhizobium meliloti. Aufnahme und © Ulrike Mathesius, Canberra, Australien

„Knöllchenbakterium“ heißt die Mikrobe des Jahres 2015, mit wissenschaftlichem Namen Rhizobium („in den Wurzeln lebend“). Diese Mikrobe erleichtert den Anbau von Bohnen, Erbsen, Linsen und Futtermitteln wie Klee. Die Bakterien liefern diesen Pflanzen das für ihr Wachstum notwendige Ammonium auf natürlichem Weg und ersetzen damit künstlichen Dünger. An den Wurzeln dieser Pflanzen sind die Knöllchen mit den Bakterien deutlich sichtbar. Die Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) kürte diesen faszinierenden Mikroorganismus am 9. Februar 2015 zur Mikrobe des Jahres 2015, meldet Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO).
Quelle: VBIO

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09. Feb 2015 · News · Teaching Tool

Biologische Forschung und Statistik

Das Fachjournal Nature hat Übersichtsartikel über wichtige statistische Verfahren sowie Praxisanleitungen zu statistischen Verfahren aus mehreren biologischen Disziplinen zusammengestellt, die frei zugänglich sind. Unter dem Titel "Statistics for biologists – A free Nature Collection: Of Schemes and Memes Blog" kann man unter anderem nachlesen, wann Zahlen statistisch wirklich signifikant sind, wie schwache statistische Standards die Reproduzierbarkeit von Studien begünstigen bis hin zum Wert von Fehlerbalken.
Quelle: Nature

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