21. Feb 2014 · News

„Die Tropenwälder können nur durch eine Balance zwischen Schutz und Produktion überleben“

“Ein nachhaltiges Management von tropischen Ökosystemen ist nur durch eine Balance zwischen Schutz und nachhaltiger Produktion möglich“, weiß Jörg Bendix zu berichten. Bendix ist Klimageograph und Professor für Geoökologie an der Universität Marburg und speist seine Erfahrung aus jahrzehntelanger Forschung in einem der Hotspots der Biodiversität den tropischen Bergwäldern Ecuadors. Schutzmaßnahmen würden zwar helfen, die Ökosysteme vor Raubbau zu schützen, aber nur dann durch die lokale Bevölkerung akzeptiert werden, wenn deren Lebensbedingungen gleichzeitig verbessert werden. Kompensationszahlungen für Ökosystemleistungen sind für ihn einer der Schlüsselbegriffe. Wie diese aussehen könnten und wie weitere ökologische, ökonomische und soziale Faktoren gestaltet werden müssen, wird er in seiner vielversprechenden Veranstaltung „Zwischen Produktion und Schutz – hin zu einem nachhaltigen Management der tropischen Anden“ auf der bevorstehenden Jahrestagung der Gesellschaft für Tropenökologie (gtö) vom 25. bis 28. Februar an der Technischen Uni München (TUM) in Freising beleuchten. Das Portal des Netzwerkforums zur Biodiversitätsforschung in Deutschland (NeFo) sprach ihm über die Hoffnungen an die diesjährige gtö-Tagung Ideen zu sammeln, wie die beiden Ziele „Schutz und Produktion“ für die Tropen vereinbart werden können, den Beitrag der tropenökologischen Forschung dazu und die Überwachung der Biodiversität. Gleichzeitig stellt das Portal das Forschungsprojekt von Jörg Bendix in Ecuador vor.

Quellen: Interview bei NeFo

Forschungsprojekt bei NeFo

20. Feb 2014 · News · Forschungsergebnis

Das Kreuz mit der Epigenetik: wie lange wirken epigenetische Markierungen eigentlich?

Nicht nur die DNA-Sequenz bestimmt die Ausprägung komplexer Eigenschaften wie Blütezeitpunkt und Wurzelwachstum, auch die Epigenetik spielt dabei eine Rolle. Doch wie stabil epigenetische Markierungen bei Pflanzen vererbt werden, darüber herrscht noch Uneinigkeit, schreibt das Portal Pflanzenforschung über einen Anfang Februar erschienenen Artikel im Fachmagazin Science.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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20. Feb 2014 · News · Veranstaltung

Botanischer Garten Leipzig lädt zu Orchideen-Schau ein

Auch diese Cymbidium-Hybride zeigt der Botanische Garten. Foto: Botanischer Garten Leipzig

Mit über 25.000 Wildarten sind Orchideen die artenreichste Pflanzenfamilie weltweit. Der Mensch hat von dieser Pflanzengruppe zusätzlich mehr als zehntausend Hybriden und Sorten gezüchtet. Einen Einblick in diese große Vielfalt gibt ab Samstag, 22. Februar, die Orchideen-Schau im Botanischen Garten der Universität Leipzig in der Linnéstraße. Bis zum 2. März werden besonders prachtvolle Exemplare der "Königin der Blumen" in der Ausstellung zu sehen sein.
Quelle: Uni Leipzig

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18. Feb 2014 · News · Forschungsergebnis

Der amerikanische Flaschenkürbis stammt aus Afrika

Forschende haben herausgefunden, woher die Kletterpflanze ursprünglich kommt und wie sie ihren Weg auf den amerikanischen Kontinent fand. Das ist das Ergebnis einer Studie, die im Fachmagazin PNAS erschien, berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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18. Feb 2014 · News · Förderung

Mehr als 232 Tausend Euro Drittmittel pro Prof

Im Jahr 2011 warb eine Professorin beziehungsweise ein Professor an deutschen Universitäten (ohne medizinische Einrichtungen od. Gesundheitswissenschaften) im Durchschnitt Drittmittel in Höhe von 232.300 Euro ein. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 5,7 % mehr als im Vorjahr. Die meisten Mittel für Projekte (ohne medizinische Studien) flossen an die TH Achen, die Uni Stuttgart und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT, Bereich Hochschule).
Quelle: Destatis

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18. Feb 2014 · News · Politik

Zum Baden-Württembergischen Plan, das Fach Biologie abzuschaffen

„Es käme doch auch kein Schulpolitiker auf den Gedanken, die Fächer Englisch, Französisch und Spanisch zu einem Fächerverbund 'Moderne Fremdsprachen' zusammenzuschließen“, begründet ein Praktiker aus der Lehrerausbildung gegenüber der Online-Ausgabe der Tageszeitung „Die Welt“, warum er nichts von dem Ansinnen der Landesregierung in Baden-Württemberg hält, die Fächer Biologie, Physik und Chemie in einem Fach „Naturphänomene und Technik“ aufgehen zu lassen. Auch die DBG hält nichts vor einer Zusammenlegung der drei Fächer und hat dazu vier Thesen aufgestellt.

Quellen: Die Welt

DBG

Petition gegen die Pläne in BW

18. Feb 2014 · News · Veranstaltung

Forest Change 2014

Bis zum 28. Februar läuft die Anmeldefrist für den Kongress Forest Change 2014, der vom 2. bis 4. April im bayerischen Freising stattfinden und von Professor Dr. Thomas Knoke organisiert wird. Die FChange2014 genannte Tagung ist eine Konferenz der International Union of Forest Research Organizations (IUFRO), Abteilung 4.02.00: Forest resources inventory and monitoring.
Quelle: Website

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17. Feb 2014 · News · Veranstaltung

Tropenökologie

Vom 25. bis 28. Februar läuft die diesjährige Tagung der Gesellschaft für Tropenökologie (gtö) an der Technischen Universität München (TUM), am Standort Freising-Weihenstephan. Dieses Jahr trägt die Tagung den Titel: Tropical Ecosystems - Between Protection and Production.
Quelle: Website

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17. Feb 2014 · News · Forschungsergebnis

Dünger bringt global das Gleichgewicht von Wiesen und Weiden ins Wanken

Düngemittel steigern zwar kurzzeitig den Ertrag, schwächen aber langfristig den stabilisierenden Effekt der Artenvielfalt auf Ökosysteme. Das zeigt eine internationale Studie in der Fachzeitschrift Nature unter der Leitung eines Ökologen des Instituts für Evolutionsbiologie und Umweltwissenschaften der Universität Zürich. Erstmals wurden dazu umfassende Daten von natürlichen Standorten auf allen fünf Kontinenten erhoben. Die Forschenden fanden heraus, dass artenreiche Ökosysteme viel weniger stark auf sich verändernde Umweltbedingungen reagieren als artenarme – und damit langfristig stabiler bleiben. Verantwortlich dafür ist das sogenannte asynchrone Wachstum der Pflanzen: Wächst unter gewissen Bedingungen eine Art weniger gut, kompensiert eine andere Art den Verlust mit besserem Wachstum. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass sich die Vielfalt und Stabilität in Wiesen und Weiden verringert, wenn Dünger zugegeben wird.
Quelle: Uni Zürich

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17. Feb 2014 · News

Heinz Maier-Leibnitz-Preis für Jenaer Ökologen

Prof. Dr. Nico Eisenhauer gehört zu den Gewinnern des diesjährigen Heinz Maier-Leibnitz-Preises. Foto: Anne Günther, FSU

Prof. Dr. Nico Eisenhauer von der Friedrich-Schiller-Universität Jena gehört zu den diesjährigen Gewinnern des renommierten Heinz Maier-Leibnitz-Preises. Das hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute (17. Februar) bekanntgegeben. Der Preis ist die wichtigste Auszeichnung, die die DFG an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler vergibt. Die Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert und wird am 12. Mai in Berlin verliehen. In seinen Forschungsarbeiten geht der 33jährige der grundlegenden Frage nach, wie sich der Globale Wandel auf Biodiversität und Ökosystemfunktionen auswirkt. Dazu analysiert er die Folgen steigender Kohlendioxidkonzentrationen, erhöhter Temperaturen und Stickstoffdepositionen, häufigerer Dürreereignisse und der Etablierung gebietsfremder Arten. Mit seinen bisherigen Arbeiten konnte Eisenhauer dabei das Verständnis der Wechselbeziehungen von Pflanzen mit Bodentieren und von den komplexen Interaktionen in mikrobiellen Gemeinschaften des Bodens bereits maßgeblich erweitern.

Quellen: DFG

Uni Jena (via idw)