20. Dez 2014 · News · Politik

Bundesrat stimmt Grundgesetzänderung sowie BAföG-Novelle zu

Die Hochschullandschaft in Deutschland steht vor einer neuen Epoche. Einstimmig hat der Bundesrat heute einer Änderung des Grundgesetzes zugestimmt, die Bund und Ländern neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit in der Wissenschaft öffnet. Die Kooperationen von Bund und Ländern zur Unterstützung der Hochschulen können nun in einer neuen Qualität langfristig und strategisch weiterentwickelt werden. Diese neuen Möglichkeiten kommen Studierenden, Lehrenden und auch der Forschung zu Gute. In seiner heutigen Sitzung stimmte der Bundesrat außerdem der Novellierung des BAföG zu. Über beide Entscheidungen berichtet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO).
Quelle: VBIO

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20. Dez 2014 · News · Veranstaltung

Jahrestagung der britischen Pflanzenforscher

Die jährliche Konferenz der Britischen Plant Science Foundation (UKPS) wird am 14. und 15. April 2015 an der Harper Adams University nahe Newport, Shropshire, stattfinden. Anmeldungen sind nun möglich, der Frühbucherrabatt endet am 6. Februar. Abstracts sind bis zum 13. März erwünscht.
Quelle: Plantsci2015

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19. Dez 2014 · News · Forschungsergebnis

Kühles Tiefenwasser schützt Algen und damit Korallenriffe vor Hitzestress

Korallenriff auf der Westseite einer Insel in der Andamanensee. Riffe in dieser Lage sind Internen Wellen und durch den Monsun ausgelösten Strömungen ausgesetzt. Foto: Marlene Wall, GEOMAR

Kühlende Strömungen aus der Tiefe könnten tropische Korallen vor tödlichem Hitzestress bewahren. Forschende beobachteten in der Andamanensee, wie Interne Wellen Korallen schützen. Korallen haben sich über Jahrtausende an ein enges Temperaturfenster angepasst. Schon ein geringer Anstieg der Wassertemperaturen im Zuge der weltweiten Erwärmung führt dazu, dass Algen, die in einer Zellschichten der Korallen leben und diese mit Energie versorgen, als Symbionten versagen. Weil diese lokalen Phänomene nicht von Satelliten erfasst werden, weisen die Forschenden des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und des Phuket Marine Biological Center in ihrer Veröffentlichung in der Januar-Ausgabe der Proceedings of the Royal Society B auf die Bedeutung lokaler Messungen für ein Monitoring und die Festlegung von Schutzzonen hin.
Quelle: GEOMAR

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19. Dez 2014 · News · Politik

Macht die Beteiligung der Industrie glaubwürdig oder das Gegenteil?

In Bonn kommen vom 12. bis 17. Januar zum dritten Mal die Vertreter der 126 UN-Mitgliedstaaten des „Weltbiodiversitätsrates“ IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) zusammen. Beschlossen werden sollen unter anderem die geplanten Inhalte der ersten thematischen Berichte, welchen Stellenwert politische Handlungsempfehlungen spielen sollen und, wer in welcher Form zum Prozess beitragen darf. Besonders letzter Punkt entscheidet maßgeblich über die künftige Akzeptanz und somit den Umsetzungserfolg der Politikempfehlungen. Doch noch bevor der erste Bericht erschienen ist, gibt es bereits in genau der Frage zum Beteiligungsrecht Kritik: Es seien Experten aus der Industrie als Autoren des ersten Berichtes zugelassen worden. Den privaten Sektor grundsätzlich auszuschließen, sei falsch, findet Carsten Neßhöver, Projektleiter vom Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung (NeFo). IPBES bezöge bewusst und richtigerweise verschiedene Wissensformen und Sichtweisen ein, um ausgewogen zu sein. Wichtig sei hier allerdings klare Transparenz und Balance in den Entscheidungen. Über den Leitfadens zum Umgang mit Interessenskonflikten der Autoren entscheiden die Staatenvertreter in Bonn.
Quelle: NeFo

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19. Dez 2014 · News · Politik

Bund soll Grundgesetzänderung für gute Arbeit in der Wissenschaft nutzen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Bundesregierung aufgefordert, einen „Pakt für gute Arbeit in der Wissenschaft“ aufzulegen. Der Anlass: Der Bundesrat hat heute der Lockerung des Kooperationsverbots im Grundgesetz zugestimmt. „Damit ist der Weg für den Bund frei, eine größere Verantwortung für die Gestaltung der Wissenschaftspolitik zu übernehmen. Die Bundesregierung muss die Grundgesetzänderung nutzen, um die Beschäftigungsbedingungen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit einem ‚Pakt für gute Arbeit in der Wissenschaft‘ zu stabilisieren – im Interesse der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aber auch der Kontinuität und damit Qualität von Forschung und Lehre“, sagte der stellvertretende Vorsitzende und Hochschulexperte der GEW, Andreas Keller.
Quelle: GEW

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19. Dez 2014 · News · Anwendung

Wie Maschinen lernen die Umwelt zu analysieren

Scanner und Sensoren lassen Informationen über unsere Umwelt in Echtzeit abrufen. Voraussetzung ist, dass diese überhaupt erfasst und verarbeitet werden. Zwei aktuelle Studien in den Fachjournalen Applied Optics und PNAS zeigen, wie es Wissenschaftlern gelang, mit einem Laserscanner den Reifegrad von Früchten zu messen oder unsichtbare Gase mit einem Smartphone zu identifizieren. Das Portal Pflanzenforschung stellt beide Studien vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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19. Dez 2014 · News · Projekt

Energiepflanzen-Mix für natürliche Spurenelemente

Amarant ist ein spurenelement-reicher Stoff für den Betrieb von Biogasanlagen. Foto: Uni Göttingen

In mehr als 3.000 Biogasanlagen in Deutschland funktioniert die Produktion von Biogas nur unter Zugabe industriell hergestellter Spurenelemente. Forschende der Universität Göttingen sowie des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig suchen nun nach pflanzlichen Alternativen.
mehr bei Uni Göttingen

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18. Dez 2014 · News · Forschungsergebnis

Biodiversität: Empfehlungen zur Bewertung eingeschleppter Arten

Das aus dem Himalaya stammende "Drüsige Springkraut" gehört mittlerweile zu den häufigsten eingeschleppten Arten in Auen. Tritt es in dichten Beständen auf, so verdrängt es heimische Arten. Foto und Copyright: Franz Essl

Die Verschleppung von Tier- und Pflanzenarten ist eine der massivsten – von Menschen verursachten – globalen Veränderungen. Und sie hat langfristige Konsequenzen: Manche eingeschleppten Arten zerstören die Lebensräume der heimischen Flora und Fauna, andere verursachen massive Schäden in der Landwirtschaft, manche wiederum beeinträchtigen die menschliche Gesundheit. Wie lassen sich die Auswirkungen eingeschleppter Arten richtig erfassen und bewerten? Diese Fragen wurden von einer internationalen Forschungsgruppe beantwortet – mit Beteiligung der Universität Wien und dem Umweltbundesamt Österreich. Die Ergebnisse erscheinen aktuell im Fachjournal BioScience.
Quelle: Uni Wien

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18. Dez 2014 · News · Forschungsergebnis

Ökologische Landwirtschaft leistungsfähiger als bisher angenommen

Forschende haben die Ertragslücke zwischen ökologischer und konventioneller Landwirtschaft neu berechnet: Wie sie herausfanden lagen die Ernteerträge der ökologischen im Schnitt um 19,2 Prozent niedriger als in der konventionellen Landwirtschaft. Ein Ergebnis, dass einen deutlich geringeren Abstand zeigt, als es in bisherigen Studien errechnet wurde. Zugleich stellten die Forschenden fest, dass bisherige Studien oft zugunsten der konventionellen Landwirtschaft verzerrt waren. Es wurden zum Beispiel Hochleistungssorten für die Vergleichsstudien verwendet, die nur bei entsprechendem Düngeraufwand gute Erträge bringen und unter ökologischen Bedingungen dementsprechend nachlassen. Über die Ergebnisse, die in den Proceedings of the Royal Society B veröffentlicht sind, berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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18. Dez 2014 · News · Forschungsergebnis

Warum Grüner Tee so stark antioxidativ wirkt

Antioxidantien machen freie Radikale im Körper unschädlich und sind vor allem in Zusammenhang mit Anti Aging in aller Munde. Polyphenole wie sie im Grünen Tee vorkommen, sind effiziente Antioxidantien, das ist schon lange bekannt. Chemiker der TU Graz haben nun mittels eines speziellen Verfahrens Polyphenole des Grünen Tees auf molekularer Ebene untersucht und den Grund für die stark antioxidative Wirkung belegt: Diese Moleküle besitzen mehrere aktive Zentren, was bedeutet, dass ein Antioxidans an mehreren Stellen gleichzeitig wirkt. Das Forschungsergebnis wurde im Fachjournal „Angewandte Chemie“ veröffentlicht.
Quelle: TU Graz

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18. Dez 2014 · News

10 wichtigste Wissenschaftsnachrichten in Science

Ein Video veranschaulicht die Top-Ten Wissenschaftsnachrichten, die im Jahr 2014 im Fachjournal Science erschienen. Darunter natürlich die Rosetta Mission zum Kometen, die Evolution der Vögel sowie die 35.00 Jahre alten Kunstwerke von Menschen. Auch wenn keine Pflanzennachrichten darin vorkommen ist das YouTube-Video sehenswert.
Quelle: YouTube

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17. Dez 2014 · News · Forschungsergebnis

Abholzung bedroht Artenvielfalt in Fließgewässern

Durch Abholzung droht ein Verlust der Artenvielfalt in angrenzenden Fließgewässern. Dies haben modellierte Szenarien eines Teams der Universität Kiel, des LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrums und des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Kooperation mit weiteren Partnern gezeigt.  Anhand eines Flusseinzugsgebietes in Südchina demonstrierten sie, dass der Artenrückgang mit einem veränderten Wasserhaushalt zusammenhängt, der aus der Umwandlung von Waldflächen in Ackerland resultiert. Die Studie wurde kürzlich im Fachjournal Ecohydrology veröffentlicht.
Quelle: Senckenberg

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17. Dez 2014 · News · Projekt

Wissenschaft will Nahrung für Entwicklungsländer sichern

Will den Ertrag von Maniok verbessern und so Menschen in Entwicklungs-ländern helfen: Prof. Dr. Uwe Sonnewald. Foto: Georg Pöhlein, FAU

Cassava oder Maniok ist die Grundnahrung für mehr als eine halbe Milliarde Menschen. Ihre Speicherwurzeln sind die wichtigste Nahrungsquelle im tropischen Gürtel von Afrika und nach Reis und Mais die weltweit drittgrößte Quelle von pflanzlichen Kohlenhydraten. Dennoch ist ihre natürliche Ertragskraft und ihr Ernteindex deutlich geringer als der anderer kohlenhydrathaltiger Pflanzen wie Kartoffeln oder Süßkartoffeln. Ein interdisziplinäres Forschungsprojekt unter der Leitung von Wissenschaftlern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ist jetzt auf der Suche nach Möglichkeiten, mit denen sich die Biomasse und der Stärkeanteil der Maniok-Pflanze erhöhen läßt. Dafür erhalten die Forschenden um Prof. Dr. Uwe Sonnewald 10 Millionen Dollar von der Bill & Melinda Gates Foundation, um Ertrag von Maniok zu verbessern.
Quelle: FAU

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17. Dez 2014 · News · Projekt

500. Pflanzenart in „Genbank Bayern Arche“ für gefährdete Wildpflanzen eingelagert

Die gefährdete Pflanzenart Orlaya grandiflora ist nun in der Genbank. Foto: Uni Regensburg

Mit den Samen des Strahlen-Breitsamens (Orlaya grandiflora) wurde jetzt die 500. Pflanzenart in der „Genbank Bayern Arche“ eingelagert. Ziel des Projekts ist der Schutz von seltenen und gefährdeten Wildpflanzenarten in Bayern. Mit dem neuesten Erfolg sind mehr als ein Drittel der in Bayern auf der Roten Liste als „gefährdet“, „stark gefährdet“ oder „vom Aussterben bedroht“ gekennzeichneten Arten mit mindestens einer Samenaufsammlung gesichert. Zusammen mit weiteren lokalen Seltenheiten finden sich damit etwa 20 % der in Bayern heimischen Gefäßpflanzen in der Genbank. Die Betreuung des Projekts durch Prof. Dr. Peter Poschlod, Prof. Dr. Christoph Reisch, Dipl.-Biol. Martin Leipold und Dipl.-Biol. Simone Tausch vom Institut für Pflanzenwissenschaften der Universität Regensburg ermöglicht es zudem, die vielfach noch unerforschte Keimungsbiologie und -ökologie der Arten genau zu untersuchen.

Quelle: Uni Regensburg

direkt zu Genbank

17. Dez 2014 · News · Projekt

Mehr Energie und Rohstoffe aus Klärschlamm und Gärresten

Mit dem modularen Konzept der "Biobatterie" lässt sich eine erheblich größere Bandbreite von Biomasse energetisch verwerten als bisher. Bild: Fraunhofer

Klärschlamm, Grünabfälle, Produktionsreste aus der Lebensmittelindustrie, Stroh oder Tierexkremente – mit dem modularen Konzept der „Biobatterie“ lässt sich eine erheblich größere Bandbreite von Biomasse energetisch verwerten als bisher. Forscher zeigen, dass sie mit diesem Verfahren organische Reststoffe in Strom, Wärme, gereinigtes Gas, motorentaugliches Öl und hochwertige Biokohle verwandeln können. Wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT herausfanden, liefert das von ihnen entwickelte Biobatterie-Verfahren nicht nur Strom und Wärme, sondern auch hochwertige Produkte, wie Gas, Öl und Pflanzenkohle.
Quelle: Fraunhofer

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17. Dez 2014 · News · Politik

Kennzeichnungspflicht

Wie Hanno Charisius in der Tageszeitung Süddeutsche schreibt, müssen Züchter ihre Pflanzen als gentechnisch verändert markieren, selbst wenn sie fremde Gene aus eng verwandten Arten enthalten, die auch mit herkömmlichen Methoden herzustellen wären. Das allerdings würde jahrzehntelang dauern. Der Autor beschreibt unter der Überschrift „Unverkäufliche Kreaturen“, welche verheerenden Folgen die Kennzeichnungspflicht nach sich ziehen kann und zitiert die Ergebnisse eines in der Fachzeitschrift Trends in Plant Science erschienenen Artikels.
Quelle: Süddeutschen

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16. Dez 2014 · News · Veranstaltung

Cell biology at the plant–microbe interface

Das 36. Symposium des New Phytologist wird  vom 29. November bis 1. Dezember 2015 im Eden Hotel Wolff in München stattfinden. Die Deadline für die Anmeldung von Postern ist am 2. Oktober 2015. Die Keynotespeaker und die Tagungsschwerpunkte stehen bereits fest und sind auf der Website gelistet.
Quelle: New Phytologist

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16. Dez 2014 · News · Veranstaltung

Plant Biology Scandinavia 2015

Der 26. Kongress der schwedischen Gesellschaft für Pflanzenphysiologie (SPPS) wird vom 9. bis 13. August 2015 in Stockholm stattfinden. Ab Februar werden Anmeldungen möglich sein. Deadlines für Registrierung und Beitragsanmeldung sind am 30. April. Schwerpunkte sind:

  • From the lab to the field
  • Development
  • E pigenetics and gene regulation
  • High throughput biology
  • Photobiology
  • A biotic stress
  • Biotic interactions
  • Education and outreach

Quelle: SPPS

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16. Dez 2014 · News · Veranstaltung

Vier Tagungen für Wissenschaft und Industrie

Die österreichische non-profit-Organisation Vienna International Science Conference and Events Association (VISCEA) wird auch im kommenden Jahr wieder Konferenzen für Wissenschaftler anbieten, die Nähe zur Industrie suchen. Je zwei Konferenzen finden im Laufe von je einer Woche statt:

  • Plant Molecular Ecology (June 22 - 24, 2015)
  • Plant Growth, Nutrition & Environment Interaction (June 25 - 27, 2015)
  • Plant Abiotic Stress Tolerance III (June 29 – July 1, 2015)
  • Plant Biotic Stresses & Resistance Mechanisms II (July 2 - 4, 2015)

Quelle: VISCEA

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16. Dez 2014 · News · Veranstaltung

Seed Biology Paris Summer School

Die Tagung will eine kleine Gruppe angehender Wissenschaftler mit Topforschern aus Wissenschaft und Industrie zusammenbringen. Vom 28. Juni bis 3. Juli 2015 treffen sich die Interessierten in Paris.  Die Bewerbungsfrist endet am 28. Februar 2015. Organisiert wird die Zusammenkunft von Saclay Plant Sciences, einer Vereinigung von vier pflanzenwissenschaftlichen Laboren in Paris.
Quelle: Saclay Plant Sciences

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16. Dez 2014 · News

Per Laser zur Turbo-PCR

Seit ihrer Entwicklung vor mehr als 30 Jahren hat sich die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) als eine der wichtigsten Standardmethoden der Biotechnologie behauptet. Mit ihrer Hilfe lassen sich einzelne oder wenige DNA-Abschnitte gezielt vermehrt. Finanziert durch Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Firma GNA Biosolutions in einem Projekt der Förderinitiative KMU-innovativ ein neues Turbo-Verfahren entwickelt: Der Schritt der DNA-Vervielfältigung wurde massiv beschleunigt, statt Stunden braucht die sogenannte Laser-PCR nur noch rund 15 Minuten. Das Portal Biotechnologie stellt das Verfahren vor.
Quelle: Biotechnologie.de

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16. Dez 2014 · News · Projekt

Neue Kunststoffklasse: heliotrope Polymere

Was in der Pflanzenwelt funktioniert, soll auch auf Kunststoffe übertragen werden: Eine Sonnenblume kann ihre Blüte der Sonnenbewegung folgen lassen. Nun will eine Forschungsgruppe an der Fakultät Angewandte Chemie der TH Nürnberg einen Kunststoff entwickeln, der bei Bestrahlung mit UV-Licht eine ähnliche Bewegung vollführt. Hierfür sollen flüssigkristalline Elastomere mit UV-aktiven Bestandteilen kombiniert werden, um eine neue Kunststoffklasse – die heliotropen Polymere – zu erhalten. Mögliche Anwendungsgebiete sind Solarkollektoren, Rollos, künstliche Muskeln, lichtbetriebene Motoren oder eine sich verändernde Blindenschrift. Die Staedtler-Stiftung unterstützt das Forschungsprojekt mit fast 40.000 Euro. Das Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Gerd Wehnert läuft bis Mai 2015.
Quelle: TH Nürnberg

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15. Dez 2014 · News · Forschungsergebnis

Evolutionäre Erfolgsstrategie der Pflanzen

Aus der Kreuzung zweier unterschiedlicher, sexueller Hahnenfuß-Arten resultierten Hybriden, die spontan asexuelle Fortpflanzung und reduzierte Blüten zeigen. Abbildung: Uni Göttingen

Die Kreuzung von zwei sexuellen Pflanzenarten kann spontan dazu führen, dass sich die Hybride auf asexuelle Weise fortpflanzt. Das haben Forschende im Fachmagazin New Phytologist am Beispiel verschiedener Hahnenfuß-Arten herausgefunden. Durch experimentelle Kreuzungen, mikroskopische Untersuchungen und Genommessungen konnten die Forschenden von der Uni Göttingen zeigen, dass schon in der ersten Generation von hybriden Pflanzen eine spontane Änderung des Reproduktionsmodus einsetzen kann. In einem Folgeprojekt wollen sie untersuchen, ob dies auch auf die zweite Generation zutrifft. "Der spontane Wechsel zu asexueller Fortpflanzung ist vermutlich ein Ausweg aus der Sterilität, die bei hybriden Pflanzen häufig auftritt“, erklärt Prof. Dr. Elvira Hörandl, Leiterin der Abteilung Systematische Botanik an der Universität Göttingen.
Quelle: Uni Göttingen

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15. Dez 2014 · News · Politik

Forschungsförderung

Mit Blick auf die Empfehlungen der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder auf die Fortführung der drei großen Pakte für die Wissenschaft geeinigt: Mit dem Hochschulpakt reagieren Bund und Länder auf die anhaltend hohe Zahl von Studienanfängern und öffnen die Hochschulen auch weiterhin für jeden Studieninteressierten. Der Pakt für Forschung und Innovation stärkt die außeruniversitäre Forschung und sorgt zugleich für moderne Arbeitsbedingungen in den Wissenschaftsorganisationen, die attraktiv für die besten Forscher aus aller Welt sind. Und mit der grundsätzlichen Entscheidung, der Exzellenzinitiative eine neue Kooperation von Bund und Ländern für die Förderung der Spitzenforschung folgen zu lassen, kann die dynamische Entfaltung exzellenter Forschung in Deutschland ungebremst weitergehen. Über die Empfehlungen der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) und die Reaktion der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) berichtet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO).
Quelle: VBIO

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15. Dez 2014 · News · Projekt

Die Rückkehr der Hobby-Forscher

Forschende und sammelnde Bürger legten seinerzeit das Fundament des Senckenberg-Instituts und der Goethe-Universität. Unter dem Label Citizen Science werben Wissenschaftler neuerdings wieder um die Beteiligung von Hobby-Forschern. Das Internet macht es möglich. Die aktuelle Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Forschung Frankfurt“ (Heft 2/2014) fragt, wie Bürger- und Profi-Wissenschaftler Hand in Hand arbeiten. Dies ist eines der Themen im zweiten Jubiläumsheft, das den Wandel in den Wissenschaften in den Mittelpunkt stellt.
Für das Senckenberg-Institut sind beispielsweise die Fachkenntnisse des pensionierten Mathematik-Lehrers Heinz Kalheber von unschätzbarem Wert. Sie fließen ein in wissenschaftliche Arbeiten von Studierenden ebenso wie in Forschungsprojekte. „Wir leben davon, dass interessierte Bürger bei unseren naturkundlichen Sammlungen mitarbeiten und zu der Forschung beitragen“, bestätigt Georg Zizka, Leiter der botanischen Abteilung und Kooperationsprofessor an der Goethe-Universität in dem Artikel mit der Überschrift „Spazieren gehen für die Wissenschaft“. Er, Zizka, erkenne neidlos die Leistung fähiger Laien an. Manchmal seien sie auf manchen Gebieten sogar besser als er selbst.

Quelle: Uni Frankfurt

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