24. Okt 2014 · News · Forschungsergebnis

Pflanzengemeinschaften nutzen die vorhandenen Ressourcen besser aus als Monokulturen

Auf einen Anbau in Mischkultur „trainierte“ Pflanzen nutzen die vorhandenen Ressourcen besser aus als Pflanzen, die auf das Wachsen in Monokultur konditioniert wurden. Dazu untersuchten Forschende zwölf verschiedene Wiesenpflanzen in einem acht Jahre dauernden Experiment, in dem sie entweder in einer Monokultur oder in gemischten Kulturen aufwuchsen. Von diesen Versuchsfeldern ernteten sie Pflanzen verschiedener Arten und „Herkunft“ (aus Monokultur oder Mischkultur) und pflanzten sie in Töpfen zusammen und stellten sie ins Treibhaus. Nach 20 weiteren Wochen wurden die Pflanzen geerntet und vermessen. Wie die Auswertung zeigte, produzierten Pflanzen, die in gemischten Kulturen aufgewachsen waren, deutlich mehr Biomasse als Pflanzen aus Monokulturen. Über die im Fachjournal Nature erschienene Studie berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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23. Okt 2014 · News · Forschungsergebnis

Signalsystem steuert Wurzelwachstum zu den Nährstoffvorkommen

Stickstoff ist für Pflanzen lebensnotwendig, im Boden aber nicht immer in ausreichender Menge verfügbar. Forschende haben nun herausgefunden, wie Pflanzen ihre wachsenden Wurzeln in diejenigen Bodenbereiche dirigieren, an denen viel Stickstoff vorhanden ist. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Ergebnisse zur Entstehung der Wurzelarchitektur vor, die die Forschenden im Fachmagazin Science beschrieben hatten.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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22. Okt 2014 · News · Forschungsergebnis

Direktsaat nur in trockenen Regionen von Vorteil

Forschende nahmen die vieldiskutierte landwirtschaftliche Methode der sogenannten „Conservation Agriculture“, unter die Lupe, bei der Landwirte die Stoppeln der Vorkultur auf dem Feld stehen lassen, mit einer speziellen Maschine Schlitze in den Boden ziehen, in welche die Maschine im selben Arbeitsschritt die nachfolgende Frucht sät. In einer nun im Fachjournal Nature erschienen Übersichtsstudie zeichnen sie ein differenziertes Bild dieser bodenschonenden Anbaumethode: Hohe Erträge lassen sich damit nur in trockenen Regionen erzielen. In feuchteren Klimaregionen, wo genügend Niederschläge fallen, reduzieren sich die Erträge dagegen um sechs bis neun Prozent. An der Studie waren Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) beteiligt.

Quelle: ETH Zürich

vgl. auch Artikel bei Pflanzenforschung.de

22. Okt 2014 · News

Zulassung von Gentechnik-Pflanzen: EU zögert, Futtermittelwirtschaft drängelt

Die europäischen Verbände des Agrarhandels und der Futtermittelindustrie drängen die EU-Kommission, für acht gentechnisch veränderte (gv) Pflanzen die fälligen Importzulassungen rasch zu erteilen. Die meisten dieser gv-Mais-, Soja-, Raps- und Baumwollpflanzen werden in Nord- und Südamerika angebaut. Ohne Zulassungen werden Agrarimporte, in denen Spuren dieser gv-Pflanzen nachweisbar sind, von der EU nicht akzeptiert. Die Verbände warnen, dass es deshalb zu Engpässen in der Futtermittelversorgung kommen könnte, berichtet das Portal Transgen. Derzeit aber begänne in Nordamerika die Verschiffung der aktuellen Ernte nach Europa.
Quelle: Transgen.de

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20. Okt 2014 · News · Forschungsergebnis

Rot- und Blaulicht-Rezeptoren steuern die Aktivität von Enzymen

Lichtmikroskopische Aufnahme einer Kieselalge. Foto: Christian Wilhelm, Uni Leipzig

Kieselalgen spielen für die Wasserqualität und für das Weltklima eine wichtige Rolle. Sie erzeugen einen großen Teil des Sauerstoffs in der Erdatmosphäre und bewerkstelligen etwa ein Viertel der globalen CO2-Assimilation. Ein entschiedener Faktor dabei sind ihre Lichtrezeptoren. Forschende der Universität Leipzig und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung haben nun herausgefunden, dass die Art des Lichts den Kohlenstofffluss in den Algen steuert. „Wir konnten nun erstmals zeigen, dass Lichtrezeptoren, die die Intensität des blauen oder des roten Lichts messen können, nicht nur die Gentranskription verändern, sondern direkt die Aktivität von Enzymen im Stoffwechsel steuern,“ sagt Prof. Dr. Christian Wilhelm, Leiter der Abteilung Pflanzenphysiologie an der Universität Leipzig. Ihre Ergebnisse haben die Forschenden kürzlich in der Online-Fachzeitschrift Plos one veröffentlicht.
Quelle: Uni Leipzig

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20. Okt 2014 · News

Max-Planck stellt Wissen in Videos vor

Max-Planck stellt Wissen in Videos vor
Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) startet ein neues Portal für Wissenschaftsfilme. Einer der ersten beschreibt originell, was in Tabakpflanzen vor sich geht, die von Raupen angegriffen werden: Gefräßige Tabakschwärmer-Raupen haben ihre Blätter besetzt. Nicht einmal das pflanzeneigene Nervengift Nikotin kann sie aufhalten. Also muss der Botenstoff Jasmonsäure ran: In Gestalt eines Kurierfahrers mit Dreitagebart schwingt er sich aufs Fahrrad und organisiert Hilfe bei seiner Kollegin aus der Lockstoff-Abteilung. Sie bereitet verführerische Duftstoffe zu, die räuberische Wanzen anlocken, die sich dann sofort über die Raupen hermachen. Die Tabakpflanze ist gerettet – zumindest vorerst. Dieser und die ersten weiteren Filme stehen ab sofort gebündelt auf einem eigens eingerichteten Blog der MPG zur Verfügung.

Quelle: MPG

direkt zu den MPG-Videos der Kategorie Biologie

20. Okt 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Analyse der Pflanzenvielfalt auf Inseln

Für seine mit „summa cum laude“ bewertete Promotion ist Patrick Weigelt mit dem mit 5.000 Euro dotierten Dissertationspreis der AKB-Stiftung des Universitätsbundes Göttingen ausgezeichnet worden. Weigelt hat mit seiner Dissertation The Macroecology of Island Floras die erste globale Synthese zur Biodiversität von Pflanzen auf Inseln vorgelegt. Er untersuchte, wie Klima, Größe, Isolation und Geologie von Inseln Diversität und Artenreichtum beeinflussen und die räumliche Verteilung von Biodiversität steuern. Unter anderem zeigte er, dass die räumliche Anordnung von Inseln zueinander die Diversität und Struktur von Lebensgemeinschaften beeinflusst. Für seine Analysen baute Weigelt Datenbanken zu hunderten Inselfloren auf und entwickelte neue Methoden, um diese Daten zu zehntausenden Arten und ihren Verwandtschaftsbeziehungen in Verbindung mit großen Geodatenbanken auszuwerten. „Diese Verfahren sind wegweisend für die Analyse globaler Biodiversitätsdaten“, so Prof. Dr. Holger Kreft, der die Doktorarbeit betreute. Patrick Weigelt studierte Ökologie an den Universitäten Braunschweig, Göttingen und Turku. Seit 2010 forscht er in der Free Floater-Nachwuchsgruppe Biodiversität, Makroökologie und Biogeographie der Uni Göttingen.
Quelle: Uni Göttingen

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20. Okt 2014 · News

Biosicherheitslabor für gefährliche Schadorganismen an Bäumen und Gehölzen eröffnet

Das neue Pflanzenschutz-labor an der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL in Birmensdorf. Foto: Reinhard Lässig, WSL

Insekten, Pilze oder Fadenwürmer, die für einheimische Bäume und Gehölze gefährlich sind, können in der Schweiz nun sicherer als bisher untersucht werden. Dies ermöglicht das neue nationale Pflanzenschutzlabor an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), das nun eröffnet wurde. Die WSL, die eingeschleppte forstliche Schadorganismen für den Bund diagnostiziert, erstellte das Labor der Sicherheitsstufe 3 gemeinsam mit dem Bundesamt für Umwelt BAFU und dem Bundesamt für Landwirtschaft BLW.
Quelle: WSL

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20. Okt 2014 · News

KWS baut Forschung in USA aus

Der Saatgutentwickler KWS Saat AG baut seine Pflanzenbiotech-Aktivitäten in den USA aus. Das Unternehmen widersprach früheren Medienberichten, die Gentechnik-Forschung werde komplett nach Nordamerika verlagert, schreibt das Portal Biotechnologie. Ausschlaggebend für die Entscheidung zum Ausbau der US-Aktivitäten sei die bessere Verfügbarkeit von Experten gewesen, heißt es von Seiten der KWS. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hatte vor vier Tagen gemeldet die KWs würde als letztes deutsches Unternehmen die Forschung mit gentechnisch veränderten Pflanzen in die USA verlagern, nachdem zuvor schon die BASF sowie Bayer CropScience ihre Forschung in die USA verlegt hätten.

Quellen: Biotechnologie.de

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