12. Sep 2014 · News · Projekt

Richtfest für einzigartige Pflanzenkulturhalle am IPK Gatersleben

Das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben hat heute das Richtfest für eine neuartige Pflanzenkulturhalle gefeiert, die 5 Millionen Euro kosten und je zur Hälfte von Land und Bund finanziert wird. In ihr sollen künftig unter streng kontrollierten Umweltbedingungen großflächig Pflanzen wachsen, deren Eigenschaften automatisiert und präzise erfasst werden. Die Halle ist Teil des bundesweiten Deutschen Pflanzen-Phänotypisierungs-Netzwerks (DPPN). Die Forschenden erhoffen sich davon neue Erkenntnisse zu den Beziehungen zwischen genetischen und phänotypischen Eigenschaften im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit von Kulturpflanzen, meldet das Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).

Quellen: idw

Biotechnologie

11. Sep 2014 · News · Forschungsergebnis

Neuer Abwehrmechanismus gegen Viren entdeckt

Ein bekannter Qualitätskontrollmechanismus von menschlichen, tierischen und pflanzlichen Zellen wirkt auch gegen Viren, wie Forschende herausgefunden haben. Es dürfte sich dabei evolutionsgeschichtlich um einen der ältesten Virus-Abwehrmechanismen handeln. Das Immunsystem setzt die entsprechenden Abwehrmechanismen in Gang, wenn ein Erreger den Körper befällt. Daneben gibt es auch Abwehrmechanismen, die nicht angestoßen werden müssen, sondern quasi als stehendes Heer ständig aktiv sind. Forschende der ETH Zürich haben nun in Zusammenarbeit mit Kollegen der Universität Bern einen neuen solchen Mechanismus entdeckt und im Fachjournal Cell Host & Microbe vorgestellt. Er wirkt gegen einzelne Viren, deren Erbgut in Form von einzelsträngiger RNA mit positiver Polarität vorliegt. Zur selben Gruppe von Viren gehören viele bekannte Erreger wie jene von Hepatitis C, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Kinderlähmung, SARS, Gelbfieber und Dengue, aber auch die Potyviren, eine Gruppe von Pflanzenviren, die bei zahlreichen wirtschaftlich bedeutenden Kulturpflanzen großen Schaden anrichten.
Quelle: ETH Zürich

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11. Sep 2014 · News · Politik

Positionspapier vom 32. Deutschen Naturschutztag

Mit der Verabschiedung eines Forderungskataloges an Politik, Gesellschaft und Wirtschaft geht heute der 32. Deutsche Naturschutztag (DNT) in Mainz zu Ende. Damit reagieren die über 800 Fachleute des Deutschen Naturschutzes auf die großen Herausforderungen, denen er sich in den nächsten Jahren im Spannungsfeld unterschiedlicher gesellschaftlicher Anforderungen stellen muss. Der DNT fordert:

  • Ein nationales Schutzgebietsprogramm auflegen – Lücken im Schutzgebietsnetz schließen
  • Landwirtschaft muss den Erhalt der biologischen Vielfalt gewährleisten
  • Pflanzen- und Tierarten konsequent schützen und Datengrundlagen verbessern
  • Den Gewässern mehr Raum geben – Überschwemmungen vorbeugen
  • Kommunale Verantwortung für die biologische Vielfalt wahrnehmen
  • Die Energiewende dauerhaft naturverträglich gestalten

Zur Umsetzung der genannten Forderungen und Aufgaben fordert der DNT, ausreichende personelle und finanzielle Ressourcen in den Naturschutz- und Umweltverwaltungen des Bundes, der Länder und der Kommunen bereit zu stellen. Darüber informiert das Bundesministerium für Naturschutz (BfN).
Quelle: Positionspapier

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11. Sep 2014 · News

Der Juniorprof, das unergründliche Wesen

Ist die Juniorprofessur ein Erfolg oder ein Griff ins Klo? Die einen sagen so, die anderen so. Die Daten hinter der Behauptung, dass die Juniorprofessur ein Erfolgsmodell sei, seziert Axel Brennicke vom Lehrstuhl für Molekulare Botanik der Uni Ulm auf der Website des Laborjournals.
Quelle: Laborjournal

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10. Sep 2014 · News · Forschungsergebnis

Wassersparende Pflanzen als Ziel

Spaltöffnungen mit ihren charakteristischen bohnenförmigen Schließzellen (links und Mitte). Schema des Mechanismus, mit dem Pflanzen bei Trockenheit die Poren schließen (rechts). Bild: Dietmar Geiger, Uni Würzburg

Ackerpflanzen züchten, die besser mit Trockenheit zurechtkommen und dem Klimawandel trotzen können: Dieses Ziel verfolgen Würzburger Forschende. Eine Signalkette vermittelt die vom Hormon Abscisinsäure veranlasste Schließung der Spaltöffnungen. Als zentral erwiesen sich dabei Kanäle, die in den Schließzellen sitzen und auf ein Signal hin Ionen aus diesen Zellen freisetzen. Als Folge davon sinkt der Zelldruck, die Poren in den Blättern gehen zu und die Pflanze verliert weniger Wasser an die Umgebung. Die Kanäle reagieren nicht nur auf ein bestimmtes Signal, sondern auf mehrere verschiedene Signale. Im Fachblatt Science Signaling beschreiben Rainer Hedrich und Dietmar Geiger mit weiteren Kollegen die neuesten Fortschritte ihrer Arbeit.

Quellen: Uni Würzburg

Portal Pflanzenforschung

09. Sep 2014 · News · Forschungsergebnis

Warum im Regenwald generalistische Tropenbäume dominieren

Ein artenreicher, tropischer Tiefland-regenwald im Panamakanal. Auf der Insel Barro Colorado Island leben in diesem Regenwald mehr als 300 Baum- und Straucharten. Foto: Stephan Getzin, UFZ

In tropischen Regenwäldern wachsen die jungen Bäume überwiegend räumlich unabhängig von ihren Elternbäumen auf. Wo die Nachkommen später Wurzeln schlagen werden, lässt sich demnach nicht vorhersehen. Wenig spezialisierte Arten sind daher auch in den sehr artenreichen Regenwäldern der Tropen im Vorteil. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), der University of California und des Smithsonian Tropical Research Institutes, die jetzt im Fachblatt Proceedings of the Royal Society B erschienen ist.
Quelle: UFZ

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09. Sep 2014 · News · Forschungsergebnis

Proteinduo sorgt für eine sichere Abwehrreaktion

An essentiellen pflanzlichen Abwehrreaktionen können ein, aber auch mehrere Proteine beteiligt sein. Wie sich ein Abwehrprotein-Duo die Arbeit teilt und welche Vorteile das für die Pflanze bringt, haben Forschende nun im EMBO Journal gezeigt. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Arbeit vor.
Quelle: Pflanzenforschung

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09. Sep 2014 · News · Projekt

Reaktor zur Methanherstellung aus Mikroalgen wird vorgestellt

Der am schweizerischen Paul Scherrer Institut PSI entwickelte Prozess der hydrothermalen Methanierung von wässriger Biomasse erreicht einen wichtigen Meilenstein: Dank der Zusammenarbeit im neuen Kompetenzzentrum des Bundes für Bioenergie BIOSWEET konnten Forschende des Paul-Scherrer-Institut (PSI) und anderen schweizerischen Forschungszentren die technische Machbarkeit der Methanherstellung aus Mikroalgen demonstrieren. Den Forschenden ist es gelungen damit über 100 Stunden lang energiereiches Gas zu produzieren. Der dabei verwendete Algenbioreaktor sowie die Anlage zur Methanierung der Algen können am 24. September auf dem Campus Grüental der ZHAW in Wädenswil besichtigt werden.
Quelle: PSI

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09. Sep 2014 · News

Hilferuf der Bioinformatiker und Systembiologen

Moderne Hochdurchsatzverfahren zur Analyse von Erbinformationen, Proteinen und Stoffwechselprodukten – sogenannte OMICS-Technologien – wecken Hoffnungen auf große Fortschritte in Fächern wie der Medizin, der Pharmazie, der Biochemie oder den Ernährungswissenschaften. Allerdings ist Deutschland nicht ausreichend auf diese Entwicklungen vorbereitet, warnt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in ihrem Zukunftsreport „Lebenswissenschaften im Umbruch“. Das Papier wurde heute in Berlin vorgestellt.

Quelle: Leopoldina

Biotechnologie

09. Sep 2014 · News

Spuren von Gentechnik-Soja in vielen Lebensmitteln - auch in "Ohne-Gentechnik"-Produkten

In jedem fünften sojahaltigen Lebensmittel, aber in nur noch 1,5 Prozent der untersuchten Maiserzeugnisse fanden sich Spuren von gentechnisch veränderten (gv) Pflanzen. Im Vergleich mit den Vorjahren ein insgesamt abnehmender Trend. Nur vereinzelt gab es Verstöße gegen die Kennzeichnungs-Vorschriften sowie Funde nicht-zugelassener gv-Organismen. Auch "Ohne-Gentechnik"- und Bioprodukte wurden in einzelnen Bundesländern untersucht mit dem Ergebnis, dass auch solche Produkte oft nicht gentechnik-frei sind, meldet das Portal Transgen.
Quelle: Transgen

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08. Sep 2014 · News · Forschungsergebnis

Büropflanzen steigern die Zufriedenheit und Produktivität

Dass Pflanzen Balsam für die Seele sind, ist bekannt. Eine aktuelle Studie aus dem Fachmagazin Journal of Experimental Psychology: Applied zeigt aber noch mehr: Zimmerpflanzen steigern bei Büroangestellten nicht nur das Wohlbefinden, sondern machen sie auch produktiver. Das konnte ein Forscherteam nun in Experimenten belegen, bei denen sie den Effekt der „grünen“ Zimmergenossen im realen Büroalltag testeten, wie das Portal Pflanzenforschung berichtet.
Quelle: Pflanzenforschung

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08. Sep 2014 · News

Fast alle Europäer wünschen sich verstärkten Umweltschutz

95 Prozent der 28.000 in der EU befragten Bürgerinnern und Bürger finden Umweltschutz wichtig. Die Mehrheit wünscht sich, dass Politik und Wirtschaft mehr für den Schutz der Umwelt unternehmen und denkt dabei an Luft- und Wasserverschmutzung, Abfall und die Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag der EU-Kommission.
Quelle: EU-Kommission

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08. Sep 2014 · News · Politik

Hochschulbildung darf nicht auf „Kompetenzen“ reduziert werden

Die Hochschulrektorenkonferenzen aus Frankreich, Deutschland und Polen äußern sich zu den Plänen der künftigen EU-Kommission, den Begriff „Bildung“ (Education) aus den Zuständigkeiten des Ressorts zu streichen: „Im Wissen, dass es sich um vorläufige Pläne handelt, appellieren wir an die künftige EU-Kommission und insbesondere an den für Hochschulbildung zuständigen Kommissar. Wir sind tief besorgt über die Absicht, diesen Zuständigkeitsbereich in ‚Commissioner for Skills, Youth and Multilingualism‘ (Kommissar für Kompetenzen, Jugend und Mehrsprachigkeit) umzubenennen. Darauf weist die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hin.
Quelle: HRK

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